Corona-Pandemie
Türkischer Nobelpreisträger Aziz Sancar rät Menschen zur Corona-Impfung

Der in den USA lebende türkische Chemie-Nobelpreisträger Aziz Sancar erklärte, dass er sich auch in der Türkei gegen Corona impfen lassen würde.

Teilen

Chapel Hill – Der in den USA lebende türkische Chemie-Nobelpreisträger Aziz Sancar erklärte, dass er sich auch in der Türkei gegen Corona impfen lassen würde.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu (AA) betonte Sancar, dass er kein Experte für Infektionskrankheiten sei und riet der Bevölkerung dem Rat türkischer Ärzte zu folgen.

„Ich kann keinen Beitrag zu dem leisten, was türkische Spezialisten zu diesem Thema gesagt haben. Ich würde dem Rat der türkischen Ärzte folgen, wenn ich in der Türkei wäre“, so der Chemiker.

Wie AA weiter berichtet, stellte der Chemiker klar, dass er nicht in den sozialen Medien unterwegs sei und dass die ihm zugeschriebenen Anti-Impf-Tweets von einem Fake-Konto stammten.

„Diejenigen, die das tun oder es verbreiten, obwohl sie wissen, dass es gefälscht ist, sollten mit rechtlichen Schritten rechnen.

„Ich weiß nicht, warum sie das tun. Bei dem Impfstoff geht es nicht um eine politische Partei. Diejenigen, die entschieden haben, den Impfstoff aus China für den Einsatz in der Türkei zu kaufen, sind keine Politiker, sondern unsere Gesundheitsexperten“, sagte er.

Sancar fügte hinzu, dass er zwar nicht wisse, welcher der chinesischen, russischen und amerikanischen Impfstoffe oder der von türkischen Wissenschaftlern in Deutschland hergestellte Impfstoff wirksamer sei, aber er glaube, dass sie alle Schutz bieten würden.

„Ich rate meinem Volk, den derzeit in der Türkei verfügbaren Impfstoff zu verwenden und auf keinen anderen Rat zu hören, als auf den der Gesundheitsspezialisten“, fügte er hinzu.

„Wenn ich in der Türkei wäre, würde ich sofort in der Schlange warten, um den von unserem Gesundheitsministerium bereitgestellten Impfstoff zu bekommen“, so der Nobelpreisträger.

Sancar erhielt 2015 den Nobelpreis für Chemie zusammen mit Tomas Lindahl und Paul Modrich für ihre mechanistischen Studien zur DNA-Reparatur. Er habe, so hieß es in der Begründung, „auf molekularer Ebene entschlüsselt, wie Zellen beschädigte DNA reparieren und die genetischen Informationen erhalten können“ – was aufzeigt, dass auch bereits vorhandene Erbgutschäden gezielt behoben werden können.

Auch interessant

– Corona-Pandemie –
Türkei: 20.000 Freiwillige melden sich für chinesischen Corona-Impfstoff-Test

Etwa 20.000 Freiwillige haben sich am Freitag in der Türkei für Phase-3 der Tests des chinesischen Impfstoffs CoronaVac von Sinovac Biotech beworben.

Türkei: 20.000 Freiwillige melden sich für chinesischen Corona-Impfstoff-Test

Auch interessant

NATO-Chef Rutte: „Wir können viel von der Türkei lernen“

Ankara - NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat die türkische Verteidigungsindustrie als Vorbild für das gesamte Bündnis bezeichnet und von einer „verteidigungsindustriellen Revolution“ gesprochen. Während eines Besuchs...

US-Kongress diskutiert Schutzrechte für Amerikaner in der israelischen Armee

Washington D.C. - Laut Berichten von Military.com zielt eine Initiative im US-Kongress darauf ab, wichtige militärrechtliche Schutzmaßnahmen auf US-Bürger auszuweiten, die im israelischen Militär...

Frankreich: Abgeordnete Gabrielle Cathala fordert Israel-Ausschluss

Strassburg - In der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE) hat sich im April 2026 eine tiefgreifende Debatte über den Verbleib Israels als Beobachterstaat entwickelt. Die...

Hegseth: Das US-Militär sollte jedes Jahr den Friedensnobelpreis erhalten

Washington D.C. - US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagt, das Militär des Landes verdiene es, „jedes Jahr“ den Friedensnobelpreis zu gewinnen. Als Hegseth am Freitag (24.4.2026) bei...

Kleine Bewegung. Große Wirkung: Kampagne für mehr Aktivität

Berlin - Drei von vier Deutschen fordern politisches Handeln für Bewegung. Das zeigt eine Studie, initiiert vom Wort & Bild Verlag, in Zusammenarbeit mit...

Headlines

Çelik: „Neutralitätspolitik der Türkei ist keine Schwäche“

Ein Gastkommentar von Özgür Çelik Das Magazin Foreign Affairs veröffentlichte am 27. April 2026 eine Analyse von Aslı Aydıntaşbaş mit...

Ex-Mossad-Chef: „Ich schäme mich, Jude zu sein“

Jerusalem - Der ehemalige Chef des israelischen Geheimdienstes Mossad, Tamir Pardo, hat die israelischen Aktionen im besetzten Westjordanland scharf...

Palästinenser: Israel hält seit Jahren Steuermillionen zurück

Jerusalem - Der palästinensische Premierminister Mohammad Mustafa warnte am Sonntag eindringlich vor den Folgen der israelischen Finanzpolitik. „Die Besatzung...

US-Kongress diskutiert Schutzrechte für Amerikaner in der israelischen Armee

Washington D.C. - Laut Berichten von Military.com zielt eine Initiative im US-Kongress darauf ab, wichtige militärrechtliche Schutzmaßnahmen auf US-Bürger...

Meinung

Kleine Bewegung. Große Wirkung: Kampagne für mehr Aktivität

Berlin - Drei von vier Deutschen fordern politisches Handeln für Bewegung. Das zeigt eine Studie, initiiert vom Wort & Bild Verlag, in Zusammenarbeit mit...

Çelik: „Neutralitätspolitik der Türkei ist keine Schwäche“

Ein Gastkommentar von Özgür Çelik Das Magazin Foreign Affairs veröffentlichte am 27. April 2026 eine Analyse von Aslı Aydıntaşbaş mit dem Titel „Die Bedrohung der...

Geleceğin Cumhurbaşkanı: Hakan Fidan

Polat Karaburan Recep Tayyip Erdoğan, yarım asrı aşkın bir süredir Türkiye’nin siyasi hayatına yön veriyor. 1976 yılında merhum Necmettin Erbakan’ın siyasi hareketinde filizlenen bu yolculuk,...

Araştırma: Dini İnanç, Gençleri Kaygı Bozukluklarından Koruyan Temel Bir Faktör

Almanya - Bochum Ruhr Üniversitesi (RUB) tarafından yürütülen güncel bir araştırma, dini inancın çocukların ve gençlerin ruh sağlığı için kritik bir koruyucu faktör olduğunu...

The Economist: Erdoğan, Müslüman dünyasının en popüler politikacısı

Londra - Neredeyse iki milyar insandan oluşan devasa ve çeşitlilik arz eden bir topluluk olan küresel Müslüman topluluğu Umma/Ümmet içinde, birleştirici bir temsilci arayışı...