Mittelmeer-Krise
Türkei und Nordzypern kündigen Militärmanöver im Mittelmeer an

Inmitten der andauernden Spannungen mit Griechenland, hat die Türkei am Samstag ein gemeinsames Seemanöver mit Nordzypern im Mittelmeer angekündigt. 

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Ankara – Inmitten der andauernden Spannungen mit Griechenland, hat die Türkei am Samstag ein gemeinsames Seemanöver mit Nordzypern im Mittelmeer angekündigt.

Das jährlich stattfindende fünftägige Manöver werde Sonntag beginnen, teilte das türkische Verteidigungsministerium mit.

Die Streitkräfte der Türkei und des türkischen Zyperns werden nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums am Sonntag mit einer jährlichen fünftägigen militärischen Übung beginnen.

Das Manöver wurde nach dem Piloten Cengiz Topel der türkischen Luftwaffe benannt. Topel wurde 1964 als Kommandant des 4. türkischen Luftwaffengeschwaders nach Zypern entsandt, um den Massakern an den Zyperntürken Einhalt zu gebieten. Während eines Kampfeinsatzes wurde seine F-100 von der Flugabwehr der Zyperngriechen getroffen.

Hauptmann Topel konnte sich zwar mit dem Fallschirm retten, geriet aber in Gefangenschaft. Entgegen der Genfer Konvention über die Behandlung von Kriegsgefangenen wurde der Pilot während seiner Gefangenschaft schwer gefoltert und starb an den Folgen der schweren Misshandlungen.

Das Ministerium erklärte am Samstag, dass die jährliche Übung darauf abziele, die gegenseitige Ausbildung, Zusammenarbeit und Interoperabilität zwischen den türkischen und nordzyprischen Streitkräften zu verbessern.

An der Übung werden Luft-, See- und Landstreitkräfte teilnehmen, fügte die Erklärung hinzu.

Zypern wurde 1974 geteilt, nachdem Griechenland einen Militärputsch durchgeführt und die Türkei als Garantiemacht interveniert hatte.

Die türkische Regierung hatte unter Premierminister Bülent Ecevit entschieden, am 20. Juli 1974 türkische Truppen auf die Insel zu entsenden, um eine ethnische Säuberung durch die nationalistische Regierung zu verhindern, die infolge eines von Griechenland unterstützten Putsches gegen den zyprischen Präsidenten, Erzbischof Makarios, an die Macht gekommen war. Die Putschisten strebten damals den Anschluss der gesamten Insel an das ebenfalls von einer Militärjunta regierte Griechenland an.

Bereits in den Jahren vor dieser Entwicklung hatte es vielfach Übergriffe und Pogrome gegen die türkische Bevölkerung auf Zypern gegeben. Die unter dem Namen „Operation Atilla“ durchgeführte Militäraktion führte in weiterer Folge zum Ende der Militärdiktatur in Griechenland, die türkischen Truppen blieben dennoch auf Nordzypern stationiert und 1983 erklärte der dort entstandene De-facto-Staat unter dem bis 2005 regierenden Langzeitpräsidenten Rauf Denktaş seine Unabhängigkeit. In den letzten Jahren gab es mehrere Versuche, die Insel zu einigen, 2004 scheiterte jedoch ein Referendum zur Wiedervereinigung an einer „Nein“-Mehrheit im griechischen Teil.

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