USA
Trump: „Ihr müsst nach Hause gehen“

Washington – US-Präsident Donald Trump hat sich am Mittwoch in einem Video an seine Anhänger, die das Kapitol stürmten, gewandt: „Es ist jetzt Zeit, nach Hause zu gehen.“ Er verstehe den Schmerz und die Wut über den Ausgang der Wahl. „Es war ein Erdrutsch Wahl und jeder weiß es vor allem die andere Seite“, so Trump. „Aber Sie müssen jetzt nach Hause gehen“. Trump: „Wir müssen Frieden haben. Wir müssen Recht und Ordnung haben. Wir müssen unsere großartigen Leute in Recht und Ordnung respektieren. Wir wollen nicht, dass jemand verletzt wird.“ Trump hatte in einem früheren Video am Mittwoch seine Anhänger aufgefordert, zum Kapitol zu marschieren. Während der Kongresssitzung zur Bestätigung des Wahlsiegs von Joe Biden haben am Mittwoch Anhänger Trumps das Kapitol gestürmt. Die Sitzung wurde unterbrochen. Eine Frau wurde erschossen und mindestens vier andere wurden während des Handgemenges im Kapitol verletzt, das mit Abgeordneten im Inneren abgeriegelt wurde. Vizepräsident Mike Pence, der im Kapitol war, als das Gebäude gestürmt wurde, twitterte, dass die „Gewalt und Zerstörung, die im US-Kapitol stattfindet“, sofort aufhören müsse. In den sozialen Medien wurde Trump aufgefordert, seine Anhänger zurückzurufen. Trumps  ehemalige Kommunikationsdirektor Alyssa Farah schrieb auf Twitter, dass er den Angriff verurteilen müsse. „Du bist der Einzige, auf den sie hören werden. Für unser Land!“ Sein ehemaliger Stabschef Mick Mulvaney twitterte: „Der Tweet des Präsidenten ist nicht genug. Er kann das jetzt stoppen und muss genau das tun. Sagen Sie diesen Leuten, sie sollen nach Hause gehen.“ https://twitter.com/euronews/status/1346936185730572289

Hungerkrise in Jemen
Jemen: Hunderttausende Kinder werden sterben

Inside Jemen: Ein Krankenhaus an der Frontlinie der jemenitischen Hungerkrise Aden (un) – In den Fluren des Al-Sadaqah-Krankenhauses weint ein Kind. Der zwei Monate alte Abdullah wird in einen blau gestrichenen Untersuchungsraum getragen, um gewogen und gemessen zu werden. Er ist geschrumpft und sein Bauch durch schwere akute Unterernährung angeschwollen. Sein Gesicht ist eine verschrumpelte Maske des Schmerzes. Die Ärzte legen ihn an eine hölzerne Messvorrichtung und wiegen ihn dann in den Armen seiner Mutter. Er ist nur 50 cm lang und wiegt 2,5 Kilo – die Hälfte eines gesunden Kindes seiner Größe.
Der zwei Monate alte Abdullah wird von der Krankenschwester Faizal Maqtary gehalten, bevor er gewogen und gemessen wird. Abdullah leidet an schwerer akuter Unterernährung und ist das jüngste von neun Kindern. (Foto: Unocha)
Al-Sadaqah steht an der vordersten Front der jemenitischen Hungerkrise. Jahre des Krieges und eine grassierende Inflation haben den Kindern des Landes Hunger und Not gebracht. In das Krankenhaus, ein klobiges Gebäude aus sowjetischer Zeit in der südlichen Stadt Aden, bringen Mütter ihre unterernährten Söhne und Töchter in einem verzweifelten Versuch, sie zu retten.
Das Al Sadaqah Krankenhaus ist dafür bekannt, die beste Station für schwere akute Unterernährung in Aden zu haben. (Foto: Unocha)
Abdullah und seine Mutter, Ghada Hassan, stammen aus einem unterentwickelten Viertel mit Reihenhaussiedlungen am Rande von Aden. „Ich versuche zu stillen, aber es gibt nicht genug Milch“, sagt Ghada, die einen verhüllenden schwarzen Niqab trägt. Während sie spricht, fällt immer wieder der Strom aus – der Strom muss durch teure Generatoren bereitgestellt werden, da die örtlichen Behörden in der Regel nur vier Stunden Strom pro Tag liefern. Aden ist voller Trümmer des Konflikts: Vor fünf Jahren wurde die Stadt durch eine viermonatige Belagerung auseinandergerissen, und 2018 und 2019 litt sie unter einer neuen Runde erbitterter Kämpfe. Manche Familien sind tagelang unterwegs, um Al-Sadaqah zu erreichen, und geben alles kostbare Geld aus, das sie für die Reise zum Krankenhaus haben, um ihre Kinder zu retten. Die Hungerkrise im Jemen ist inzwischen überwältigend. Während der Krieg weitergeht, drohen im nächsten Jahr rund 13 Millionen Menschen im Land zu verhungern. Ohne die Hilfe des Welternährungsprogramms hätten 20,1 Millionen Menschen im Jemen keinen verlässlichen Zugang zu ausreichend Nahrung. Hassan schiebt ihr Unglück auf das „Böse Auge“ (einen Fluch). Aber ein wesentlicher Grund für ihren Zustand ist, dass sie, ihr Mann und ihre acht Kinder von einer kärglichen Kombination aus Reis, Brot und gelegentlichem Wurzelgemüse leben. Ghadas Mann ist Reinigungskraft, und sie leben von 30.000 jemenitischen Rial (35 US-Dollar) im Monat. Der Wechselkurs ist in den letzten Monaten im Süden dramatisch gestiegen, und mit ihm die Preise für Lebensmittel. Die Jemeniten lebten schon vor Beginn des aktuellen Krieges im ärmsten Land des Nahen Ostens, und jeder Arzt, der sich mit dem Thema beschäftigt, wird Ihnen sagen, dass Unterernährung im Land bereits weit verbreitet war. Der Unterschied ist, dass der Konflikt nun die Arbeitsplätze und Lebensgrundlagen der Menschen vernichtet hat und die Unterernährung grassiert, weil sie es sich nicht leisten können, ihre Kinder zu ernähren. Die Auswirkungen dieser Abwärtsspirale sind in Al-Sadaqah deutlich zu sehen. Am 20. November befinden sich 17 Kinder auf der Station und weitere warten auf ihre Aufnahme. „Jedes Mal, wenn wir ein Kind entlassen, warten fünf weitere darauf, sein Bett zu übernehmen“, sagt Dr. Maha Sulaimani, Kinderärztin und Leiterin des Zentrums für therapeutische Ernährung des Krankenhauses. Unterernährung ist lebensbedrohlich – laut UNICEF ist fast die Hälfte aller Todesfälle bei Kindern weltweit auf Unterernährung zurückzuführen – und ein Mangel an richtiger Versorgung kann zu Verkümmerung und kognitiven Einschränkungen führen. Kliniken in weiter entfernten Gebieten des Jemen sind überfordert, und das zu einer Zeit, in der die finanziellen Mittel aufgrund von COVID-19 drastisch zurückgegangen sind. Darüber hinaus hat das Coronavirus die Krankenhauseinweisungen noch komplizierter gemacht und das ohnehin schon zerrüttete System zusätzlich belastet. Einige Kliniken haben im letzten Jahr einen 60-prozentigen Anstieg der Fälle von Unterernährung gemeldet. Ein Arzt, der Al-Sadaqah aus Abyan, einem Konfliktgebiet nordöstlich von Aden, besucht, sagt, dass vor fünf Jahren höchstens fünf Kinder mit Unterernährung pro Monat in seine Klinik eingeliefert wurden. Doch jetzt kommen jeden Monat etwa 40 neue Fälle hinzu. „Es gibt viele vertriebene Familien, es gibt kein Geld, es gibt keine Lebensmittel“, sagt er. Dr. Maha inspiziert Abdullah, nachdem er gemessen wurde; sie schüttelt den Kopf. Es ist abnormal, ein so unterernährtes Kind so jung zu sehen, selbst auf dieser Station, und die Situation schmerzt sie sichtlich. „Das Kind ist ein sehr kleines Baby, okay. Aber die Rippen sind sichtbar“, sagt sie. „Der Bauch ist vorgewölbt, und die Beine und Arme sind frei. Man kann sogar das Schulterblatt hinter seiner Schulter sehen.“ Sie sagt, dass der Durchfall und das Fieber, die Ghada dazu veranlassten, Abdullah ins Krankenhaus zu bringen, Symptome einer potenziell gefährlichen Unterernährung waren. Ghada und Abdullah kehren in ihr Zimmer zurück und hocken auf dem Bett. Ghada sagt, dass ihre anderen Kinder gesund sind, selbst mit dem wenigen, was sie zu Hause zu essen haben. Aber sie hat zwei andere Kinder während der Schwangerschaft verloren. Irgendwann fängt sie an, über ihre Hoffnungen für die Zukunft ihres Sohnes zu sprechen, und Dr. Maha kommen die Tränen. „Ihr Traum ist so einfach: Sie will nur, dass er lebt“, sagt Dr. Maha. „Das ist ihr Traum.“ Sie hält einen Moment inne und seufzt dann. „Es tut mir leid. Alles, was wir hier tun, ist zu versuchen, ihnen zu helfen, damit sie in einem guten Zustand entlassen werden können“, fährt sie fort. „Aber ihr Leben ist so erbärmlich.“ Beim Gang durch die Station fällt Dr. Maha der wütende Gesichtsausdruck der jungen Patienten auf. Wenn die Kinder ankommen, tragen sie Blicke der tiefen Verzweiflung, sagt sie. „Das Lächeln des Kindes zu sehen, ist das erste Zeichen, das wir während der Genesung sehen, wenn der Patient wieder gesund wird.“
Der zweijährige Tawha erhält lebenswichtige Flüssigkeiten. Seine Großmutter hat einen Koran neben seinen Kopf gelegt, um ihm Segen zu spenden. (Foto/Unocha)
Dr. Maha hat ein ernstes Gesicht und trägt ein ordentliches gelbes Kopftuch, aber sie liebt den gelegentlichen Scherz, um die Stimmung aufzuhellen. Sie ist eine von vier Ärzten in Al-Sadaqah, die sich auf pädiatrische Ernährung spezialisiert haben. Sie arbeitet dort seit 1992, aber seit 2015 ist sie Zeugin des Zusammenbruchs des ohnehin fragilen jemenitischen Gesundheitssystems und der Verwüstung der Familien des Landes. Ein paar Tage später wurde ein weiteres Kind auf der Station aufgenommen. Der vierjährige Abdo stammt aus einem Dorf in der Nähe von Hudaydah, nahe an einer der vielen Frontlinien im Jemen. Sein rechtes Auge ist wulstig und trüb, seine Brust ist schmerzhaft dünn. Er bewegt seine nackten Arme fast in Zeitlupe auf dem blauen Bett. Deshalb beginnt Faiza Maqtary, eine Krankenschwester, die seit 32 Jahren auf der Station arbeitet, ihn mit einem vitamin- und nährstoffreichen Brei durch die Nase zu füttern.
Der vierjährige Abdo erhält auf der Station für schwere akute Unterernährung eine proteinreiche Flüssignahrung über eine Nasensonde. (Foto: Unocha)
  Ein Vitamin-A-Mangel – verursacht durch eine schlechte Ernährung – hat Abdo auf dem rechten Auge erblinden lassen. Faiza sagt, dass die Ärzte sich beeilen müssen, um Abdo mit Vitamintropfen und Nahrung zu versorgen, um die Sehkraft in seinem anderen Auge zu retten. Er könnte blind aufwachsen, obwohl es ein einfaches Mittel gegen seinen Zustand gibt. Er ist so hungrig, dass er die Haut von seinen Fingern kaut. Die bewaffnete Gruppe, die das Gebiet kontrolliert, in dem Abdo lebt, kontrolliert auch den einzigen Ein- und Ausgang zu seinem Dorf. Sein Vater und sein Onkel haben die wenige Arbeit, die sie vor dem Krieg als Handwerker hatten, verloren. „Während des Krieges hat sich alles zum Schlechten verändert. Wir wurden vertrieben“, sagt Yahya, Abdos Onkel, ein Mittvierziger mit einem dünnen Schnurrbart. Die Stadt wurde stark beschossen und bombardiert. „Wir leben in einer Hütte und haben nicht einmal sauberes Wasser zum Trinken.“ Abdos Familie lebt von Almosen. Er ist eines von sechs Geschwistern. „Vor dem Krieg konnten wir normales Essen essen, wie andere Menschen auch“, sagt Yahya, der acht Kinder hat. „Wir aßen Fisch, Fleisch, Milch, Gemüse, Obst – viele Dinge.“ Doch jetzt lebt die Familie von einer einzigen Mahlzeit am Tag: Brot, Tee und gelegentlich ein Glas Milch. „Vor dem Krieg waren die Preise günstig, aber nachdem der Krieg begann, wurden die Dinge zu teuer.“ Yahya erklärt, dass Abdo vor 20 Tagen mit Durchfall begann. „Wir waren in vielen Privatkliniken in unserer Gegend“, erklärt er, aber niemand wusste, was zu tun war. Vor sechs Tagen begann Abdo Probleme mit seinen Augen zu haben, aber auch hier konnten ihm die Ärzte in ihrem Dorf nicht helfen. Die Krankenstationen von Al-Sadaqah mögen wie Orte endloser Qualen erscheinen, aber tatsächlich erholen sich viele der Kinder durch die Pflege von Dr. Maha und den anderen Mitarbeitern des Therapeutic Feeding Centre schnell. Die Kinder werden gefüttert, und ihre Betreuer – Mütter, Großmütter, Krankenschwestern – werden in Sachen Kinderernährung beraten. Aber es gibt auch Kinder, deren Zustand nach der Entlassung aus dem Krankenhaus wieder gefährlich wird. Der neun Monate alte Mohammed aus einem Vorort von Aden wird bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Monaten wegen schwerer akuter Unterernährung behandelt. „Ich weiß nicht, was falsch läuft“, sagt seine Mutter Fawzia. „Ich füttere ihn jeden Tag mit Plumpy’Nut [einer therapeutischen Nahrung auf Erdnussbasis] und Milch.“ Die Arbeit, die in Al-Sadaqah geleistet wird, kann sich manchmal so anfühlen, als würde sie angesichts überwältigender Chancen stattfinden, vor allem, da der Jemen immer weiter in die Ernährungsunsicherheit abrutscht und immer mehr Menschen regelrecht vom Hungertod bedroht sind. Dr. Maha sagt, dass sie oft das Gefühl hat, dass alles gegen sie spricht, aber sie kehrt trotz allem jeden Tag in das Krankenhaus zurück. „Ich komme nach Hause und denke, das ist zu viel für mich“, sagt sie. „Aber ich muss es richtig machen, um meinen Job zu machen. Das ist meine Art zu arbeiten; ich muss es bis zum Ende durchziehen.“ „Die Zeit läuft uns davon“ Am 11. November 2020 warnte Mark Lowcock, Chef der UN-Hilfsorganisation, den Sicherheitsrat: „Die dringlichste Aufgabe im Jemen ist es heute, eine weit verbreitete Hungersnot zu verhindern. Die Jemeniten ‚hungern‘ nicht. Sie sind am Verhungern. (…) Die Unterernährung war noch nie so schlimm. In einigen Teilen des Landes ist inzwischen jedes vierte Kind akut unterernährt.“ „Wir alle – Konfliktparteien, Mitglieder des Sicherheitsrates, Geber, humanitäre Organisationen und andere – sollten alles tun, um das zu stoppen. Die Zeit läuft uns davon.“ Letztendlich wird die Lösung der Krise im Jemen eine politische Lösung erfordern. Sie wird auch verlässliche Unterstützung für die angeschlagene jemenitische Wirtschaft erfordern. In der Zwischenzeit brauchen Millionen von Menschen humanitäre Hilfe, um zu überleben. Doch der Plan der Vereinten Nationen für humanitäre Hilfe ist mit Stand vom 2. Dezember 2020 nur zu 48 Prozent finanziert. Eine massive und dringende Finanzierung ist die unmittelbarste Möglichkeit, eine Katastrophe abzuwenden. UN Humanitarian.

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– Hungerkatastrophe im Jemen – Hilfen bleiben aus: 2,5 Millionen Kindern im Jemen droht der Tod

Die Vereinten Nationen haben am Mittwoch angekündigt, dass sie gezwungen sind, mehrere humanitäre Programme im Jemen einzustellen, weil die von den Mitgliedstaaten zugesagten Gelder, „ausgeblieben sind“.

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Corona-Pandemie
Ex-Corona-Leugner fordert Mitmenschen zum Maskentragen auf

Miami – Die Videos eines ehemaligen Corona-Leugners aus dem Krankenhaus gehen momentan viral. Der 50-jährige Chuck Stacey aus Florida nahm das Virus bis vor Kurzem nicht so ernst und hielt es wie viele Skeptiker für eine Art Grippe. Auch Masken hielt er für nutzlos und trug sie nicht. Jetzt liegt er mit Corona-Symptomen im Krankenhaus und warnt mit Videos, die er in den sozialen Medien teilte, seine Mitmenschen vor dem Virus und der Leichtsinnigkeit bei den Schutzmaßnahmen. Am 26. Dezember begann sein Körper zu schmerzen und er fühlte sich erschöpft. Am nächsten Tag wurde er auf das Coronavirus getestet, und das Ergebnis war positiv. Ein paar Tage später lag er im Krankenhaus. „Ich habe geglaubt, dass das Virus nur eine Grippe ist, dass das alles wieder weggeht, dass es politisch ist. Ich habe nicht geglaubt, dass eine Maske helfen würde“, sagt Stacey in einem Video, das er am Montagmorgen im Krankenhaus aufgenommen hat und auf Twitter teilte. „Ihr wollt nicht so enden wie ich. Ich habe große Probleme beim Atmen. Wenn es noch schlimmer wird, muss ich vielleicht wieder intubiert werden“, fügte Stacey hinzu. „Wenn das Tragen einer Maske das Risiko, daran zu erkranken, auch nur um 5 Prozent reduzieren kann, tragt einfach eine Maske. Tut es für Eure Kinder, für Eure Lieben. Tut es für euch selbst“, sagte er in dem Video. Stacey befindet sich derzeit zum zweiten Mal seit dem positiven Test am 27. Dezember in einem Krankenhaus in Florida. „Ich gebe zu, dass ich mich geirrt habe“, sagte Stacey gegenüber dem Newssender CNN. „Es war brutal. Ich dachte nicht, dass der menschliche Körper so schmerzen kann.“ Der Besitzer eines Computerladens erklärte, dass sein Körper durch das Virus so geschwächt war, dass er zu Hause beim Aufstehen ohnmächtig wurde. Er sei auch stark dehydriert gewesen. Er habe zudem so stark gefroren, dass er Muskelkrämpfe bekam. „Ich bete wirklich, dass jeder die Politik aus der Sache rauslassen kann. Ich tat es nicht. Ich war ein Vollidiot“, so Stacey in einem Video. Stacey hoffe, dass er bald aus dem Krankenhaus entlassen wird. Bis er sich vollständig erholt hat, müsse er jedoch möglicherweise auch zu Hause noch mit Sauerstoff versorgt werden. Er werde künftig stets eine Maske tragen.

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– Corona-Pandemie – Verfassungsschutz befürchtet Terror von Corona-Leugnern

In den Sicherheitsbehörden wächst die Sorge vor Anschlägen radikalisierter Corona-Leugner.

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Edi Rama in Ankara
Türkei und Albanien wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit stärken

Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Mittwoch den albanischen Premierminister Edi Rama mit einer offiziellen Zeremonie in Ankara empfangen. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu sowie die Minister für Umwelt und Urbanisierung, Jugend und Sport, Inneres, Kultur und Tourismus, Bildung, Gesundheit, Verkehr und Infrastruktur wie auch ihre albanischen Amtskollegen, waren bei der Zeremonie anwesend.
(Foto: tccb)
Bei der darauffolgenden Pressekonferenz teilte der türkische Staatschef mit, die Investitionen in die Infrastruktur und Tourismus in Albanien erhöhen zu wollen. „Wir wollen unsere wirtschaftliche Zusammenarbeit auf eine neue Dimension heben“, sagte Erdogan. Die Türkei und Albanien haben am Mittwoch zudem ein Abkommen unterzeichnet, das die bilateralen Beziehungen auf die Ebene einer strategischen Partnerschaft hebt. Erdogan hob in seiner Rede die historischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern hervor. Der türkische Präsident kündigte auch den Bau eines neuen Krankenhauses in Albanien in drei Monaten an, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu.  

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– Balkan – Serbien und Türkei wollen Kooperation in der Verteidigungsindustrie stärken

Serbien und die Türkei wollen ihre Beziehungen in der Verteidigungsindustrie stärken, wie Vertreter beider Länder am Mittwoch bekräftigten.

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Bochum
Gericht droht Rudi Assauers Tochter Michel mit Haft

Das Landgericht Bochum droht Bettina Michel (55), der Tochter des vor zwei Jahren verstorbenen Fußballmanagers Rudi Assauer, mit Haft. Dies berichtet die Wochenzeitung DIE ZEIT in ihrer aktuellen Ausgabe. Das Gericht verurteilte die Tochter schon im Juli 2020 dazu, eine Aufstellung des Vermögens ihres Vaters anzufertigen. Aber Bettina Michel, die den Vater sieben Jahre lang zuhause in der Ruhrgebietsstadt Herten gepflegt hatte, ließ Fristen verstreichen und legte über Monate keine Aufstellung vor. Deshalb setzte das Gericht im Dezember ein Zwangsgeld von 1000 Euro fest. Sollte Michel nicht zahlen, muss sie laut Gerichtsbeschluss vier Tage in Haft. Michels Anwalt erklärt gegenüber der ZEIT, dieser Beschluss sei noch nicht rechtskräftig. Es sei „unrichtig“, dass Michel das verlangte Verzeichnis des Vermögens „nicht erstellt“ habe. Es sei zu „Verzögerungen“ gekommen. Die Frage des Vermögens ist von Bedeutung, weil Rudi Assauer am Ende seines Lebens fast nichts mehr besaß. Viel spricht dafür, dass er ausgeplündert wurde. Darüber berichtete die ZEIT am 13. August 2020. Anschließend nahm die Staatsanwaltschaft Essen Ermittlungen auf. Über Rudi Assauers Immobilien und sein Geld konnten seine früheren Generalbevollmächtigten verfügen: die ehemalige Sekretärin Sabine Söldner und ein Freund des ehemaligen Schalke-Managers, der Schönheitschirurg Heinz Bull. Über ihren Anwalt haben alle drei bestritten, Geld veruntreut zu haben.

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– Gelsenkirchen – Verdacht auf Ausplünderung: Assauer hatte fast kein Vermögen mehr

Der demenzkranke Rudi Assauer, der frühere Manager des FC Schalke 04, hatte am Ende seines Lebens fast kein Vermögen mehr. „Es sind derzeit gar keine flüssigen Mittel vorhanden“, schreibt Assauers Nachlasspfleger, ein Rechtsanwalt, der von einem Gericht eingesetzt wurde und jetzt das Erbe zu regeln hat. Viel spricht dafür, dass Rudi Assauer ausgeplündert wurde.

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Finanzen
Stadt vs. Land: Wo sich der Umzug finanziell lohnt

Steigende Immobilienpreise, hohe Mieten, knapper Wohnraum: Bereits seit einigen Jahren boomt der Immobilienmarkt in den deutschen Metropolen. Doch könnte sich das zukünftig ändern? Ausgelöst durch die Corona-Pandemie ist die Arbeit aus dem Homeoffice für viele alltäglich geworden, der feste Schreibtisch im Büro wurde bei einigen Arbeitnehmer*innen von einem flexiblen Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden abgelöst. Weil auch nach der Corona-Pandemie Homeoffice ein wichtiger Bestandteil der modernen Arbeitswelt bleiben wird, ziehen immer mehr Menschen ein Leben auf dem Land in Betracht. Und das kann sich finanziell lohnen. Für die 10 größten Städte Deutschlands hat die Jobplattform StepStone die Durchschnittsgehälter und Lebenshaltungskosten analysiert und mit denen der umgebenden Landkreise verglichen. Die Analyse basiert auf 128.000 Gehaltsdaten sowie Mietkosten und weiteren Lebenshaltungskosten für Transport, Nahrungsmittel und Freizeitaktivitäten in insgesamt 395 Stadt- und Landkreisen. Es zeigt sich: Wer auf dem Land wohnt und arbeitet, verdient oft weniger als in der Großstadt. In der Regel bleibt am Ende des Monats jedoch trotzdem mehr Geld übrig, da die Lebenshaltungskosten erschwinglicher sind. „Wenn es darum geht, den richtigen Job zu finden, hat jeder Mensch andere Präferenzen. Während der Eine einen möglichst kurzen Arbeitsweg sucht und zentral in der Stadt nahe seines Arbeitgebers wohnen möchte, ist für den Anderen auch ein weiter entfernter Arbeitgeber attraktiv – flexible Arbeitszeitmodelle, Homeoffice-Möglichkeiten und Jobtickets oder Dienstwagen sei Dank“, sagt Arbeitsmarkt-Experte Dr. Tobias Zimmermann. „Für Unternehmen ist es wichtig, dass sie diese Vorteile von Beginn an benennen, um direkt die richtigen Mitarbeiter*innen auf sich aufmerksam zu machen und für sich zu gewinnen.“ Die Gehälter und Lebenshaltungskosten der 10 größten Städte Deutschlands im Vergleich mit den umliegenden Landkreisen im Überblick: 1. Berlin vs. Landkreis Oder-Spree „Tausche Leben in der Hauptstadt gegen Land“ – das lohnt sich: Das Durchschnittsgehalt von Arbeitnehmenden in Berlin beträgt 54.388 Euro brutto im Jahr und liegt damit unter dem deutschen Durchschnitt (58.758 Euro). Aufgrund der relativ hohen Lebenshaltungskosten bleibt den Berliner*innen jedoch nur rund 250 Euro am Ende des Monats übrig. Betrachtet man die angrenzenden Landkreise, wäre der Landkreis Oder-Spree die günstigere Alternative zum Leben: Das Durchschnittsgehalt von rund 52.495 Euro brutto liegt nur unwesentlich unter dem von Berlin, gleichzeitig sind die Lebenshaltungskosten erschwinglicher als in der Hauptstadt (2.015 Euro monatlich), sodass monatlich mit rund 610 Euro mehr als doppelt so viel wie in Berlin rausspringt. 2. Hamburg vs. Landkreis Stade Nordlichter aufgepasst: Stade gewinnt gegen die Metropole Hamburg. Mit einem Gehalt von 59.111 Euro brutto im Jahr und Lebenshaltungskosten von rund 2.614 Euro monatlich bleibt den Hamburger*innen monatlich nur 341 Euro zur freien Verfügung. Im Gegensatz dazu stehen Arbeitnehmer*innen im Landkreis Stade deutlich besser da: In der nur eine Autostunde entfernten Region hat beispielsweise auch Airbus seinen Sitz. Zwar ist das Durchschnittsgehalt im Landkreis Stade rund 10 Prozent geringer als in Hamburg, dafür bleiben den Arbeitnehmer*innen monatlich trotzdem rund 243 Euro mehr als den Hamburger*innen. 3. Stadtkreis München vs. Landkreis München und Landkreis Freising München gilt als eine der teuersten Städte Deutschlands. Trotzdem lohnt ein Umzug nur bedingt. Zwar liegt das Gehalt dort mit 67.404 Euro deutlich über dem Durchschnittsniveau – selbes gilt aber auch für die Kosten vor Ort, insbesondere für die Mieten. Noch viel schlechter sieht das Verhältnis von Gehalt und Lebenshaltungskosten im nahegelegenen Landkreis München aus – hier bleibt den Arbeitnehmer*innen bei durchschnittlich 61.163 Euro im Jahr und Lebenshaltungskosten von über 3.000 Euro im Monat am Ende rein rechnerisch fast nichts mehr übrig (ca. 8 Euro). Arbeitnehmer*innen im nur wenige Kilometer entfernten Landkreis Freising stehen hingegen deutlich besser da. Ihnen bleiben monatlich immerhin 490 Euro vom Monatslohn. 4. Köln vs. Rhein-Kreis Neuss Land schlägt Stadt: Den Kölner*innen bleibt am Ende des Monats rund 597 Euro, wenn man von ihrem Durchschnittsgehalt von 60.761 Euro jährlich brutto die Ausgaben für Wohnen, Essen, Transport und Freizeit abzieht (ca. 2.441 Euro im Monat). Im Vergleich dazu steht der Rhein-Kreis Neuss deutlich besser dar. Obwohl Arbeitnehmer*innen hier weniger verdienen (ca. 58.326 Euro jährlich brutto), bleibt ihnen am Ende des Monats 234 Euro mehr als den Rheinländern – den günstigen Lebenshaltungskosten sei Dank. 5. Frankfurt am Main vs. Main-Kinzig-Kreis Ein Leben im Frankfurter Umland lohnt sich mehr als ein Leben in der Finanzhochburg. Mit einem Gehalt von 70.974 Euro brutto führt Frankfurt am Main die Top 10 der größten Städte Deutschlands ins Sachen Gehalt an. Trotz der sehr hohen Mieten bleiben den Arbeitnehmer*innen in der Bankerstadt immerhin rund 700 Euro monatlich zur Verfügung. Im Main-Kinzig-Kreis sieht es sogar noch besser aus. Hier verdienen die Menschen zwar jährlich über 10.000 Euro weniger – dafür bleibt ihnen monatlich durchschnittlich fast ein Drittel mehr vom Gehalt übrig als den Frankfurter*innen. 6. Stuttgart vs. Landkreis Böblingen Ein Umzug ins Umland Stuttgarts ist nur bedingt attraktiv. Das Gehaltsniveau in Stuttgart ist mit 66.444 Euro brutto überdurchschnittlich. Das gilt aber auch für die Lebenshaltungskosten, allen voran die Mietpreise. Zieht man den Landkreis Böblingen als Vergleichsgröße heran, zeigt sich, dass die Arbeitnehmer*innen mit 62.827 Euro etwas weniger verdienen als die Stuttgarter*innen. Trotzdem haben sie am Ende des Monats etwas mehr vom Gehalt übrig – jedoch liegt der Unterschied bei nur knapp 100 Euro. 7. Düsseldorf vs. Landkreis Mettmann Ländliche Region schlägt Metropole: Die Düsseldorfer*innen können sich bei einem Jahresgehalt von 63.700 Euro über eine monatliche Ersparnis von 856 Euro freuen – damit liegt die Stadt am Rhein noch vor Köln. Wer über einen Umzug in angrenzende ländliche Regionen nachdenkt, könnte im Landkreis Mettmann glücklich werden. Mit einem nur leicht geringeren Durchschnittsgehalt von 60.322 Euro brutto jährlich bleibt den Arbeitnehmer*innen in Mettmann im Monat etwa 17 Prozent mehr vom Gehalt als den Düsseldorfer*innen. 8. Leipzig vs. Landkreis Nordsachsen und Burgendlandkreis Stadt schlägt Land: Leipzig ist unter den Metropolen das Schlusslicht in Sachen Gehalt. Lediglich rund 47.411 Euro im Jahr verdienen die Leipziger*innen. Mit 760 Euro im Monat bleibt ihnen jedoch vergleichsweise viel Geld am Ende des Monats zur freien Verfügung. Das zeigt sich auch im Vergleich zum Umland: Sowohl im Landkreis Nordsachsen als auch im Burgendlandkreis ist das Gehalt deutlich geringer und die Lebenshaltungskosten sind sogar höher (ca. 1.664 Euro bzw. 1.652 Euro monatlich). Ein Umzug in angrenzende ländliche Gebiete lohnt sich aus finanzieller Hinsicht daher nicht. 9. Dortmund vs. Landkreis Unna vs. Ennepe-Ruhr-Kreis Ein Umzug lohnt sich finanziell kaum: In Dortmund ist das Verhältnis von Gehalt und Lebenshaltungskosten sehr gut. Von den rund 57.373 Euro brutto Durchschnittsgehalt bleiben im Monat rund 950 Euro übrig. Ein Umzug in die umliegenden Regionen lohnt sich aus finanzieller Hinsicht kaum. Sowohl im Landkreis Unna als auch im Ennepe-Ruhr-Kreis ist das Verhältnis von Gehalt und Lebenshaltungskosten auf einem ähnlichen Niveau wie in Dortmund: Auch hier bleibt den Arbeitnehmer*innen etwas mehr als 950 Euro vom Durchschnittsgehalt im Monat (54.202 Euro in Unna und 55.245 Euro im Ennepe-Ruhr-Kreis brutto jährlich). 10. Essen vs. Landkreis Mettmann vs. Ennepe-Ruhr-Kreis Keine günstigere Alternative in Sicht: Essen ist im Vergleich mit den anderen zehn größten Städten der Gewinner in Sachen Haushaltskasse. Das hohe Durchschnittsgehalt von 61.836 Euro und geringe Lebenshaltungskosten – allen voran die günstigen Mietpreise – sorgen dafür, dass die Essener Arbeitnehmer*innen fast 1.300 Euro im Monat zur Verfügung haben – nach Abzug von Miete, Essen und Kosten für Transport und Freizeitaktivitäten. Günstiger lebt es sich auch im Umland nicht. Sowohl im Ennepe-Ruhr-Kreis als auch im Landkreis Mettmann sind die Lebenshaltungskosten nicht günstiger als in Essen. Die Analyse basiert auf dem neuen StepStone Lebenskostenrechner, mit dem Arbeitnehmer herausfinden können, wie viel von ihrem Gehalt in unterschiedlichen Städten übrig bleibt. Über den StepStone Kostenreport „Leben und Gehalt im Fokus“ Wie viel ist mein Gehalt wirklich wert? Wo möchte ich gern leben und arbeiten? Der Unternehmensstandort und das Gehalt sind zentrale Faktoren bei der Entscheidung für einen Job. StepStone hat deshalb auf Basis der 128.000 Gehaltsdaten, die dem StepStone Gehaltsreport 2020 zugrunde liegen, Durchschnittsgehälter für 395 Stadt- und Landkreise in Deutschland erhoben und hierzu die jeweiligen Lebenshaltungskosten vor Ort – bestehend aus Miete, Transport, Nahrungsmitteln und Freizeitaktivitäten – in Bezug gesetzt. Datenquellen: StepStone Gehaltsreport 2020, immowelt.de, numbeo.com

Kriminalität
Ukraine: Polizei stellt über 1 Tonne Heroin nach Europa sicher – 4 Türken verhaftet

Lwiw – Der ukrainischen Drogenpolizei in der Grenzstadt Lwiw (Lemberg) ist am Dienstag ein heftiger Schlag gegen eine international agierende Schmugglerbande gelungen. Anti-Drogen-Einheiten der westukrainischen Stadt beschlagnahmten über eine Tonne Heroin, das nach Europa geschmuggelt werden sollte. Die Behörden gaben einen Schwarzmarktwert von 2,3 Mrd. Griwna (etwa 66 Mio. €) an. Bei einer Durchsuchung von Lagern in Lwiw, in denen die Drogen gelagert wurden, seien vier türkische Staatsbürger festgenommen worden.
(Foto: Generalstaatsanwaltschaft/www.gp.gov.ua)
Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft wurden die Drogen im Dezember letzten Jahres aus Pakistan über den Handelshafen „Süd“ (Odessa) in die Ukraine geschmuggelt. Unter Lebensmitteln versteckt, seien die Drogen mit Lkws von dort in die Westukraine transportiert worden. Von Lwiw sollte das Heroin als „diplomatische Fracht“ in die EU geschmuggelt werden, so die Generalstaatsanwaltschaft. Die polizeilichen Ermittlungen dauerten noch an. Es werde untersucht, ob es Komplizen oder Hintermänner in der Ukraine gebe.
(Foto: Generalstaatsanwaltschaft/www.gp.gov.ua)

Golf-Kooperationsrat
Annäherung: Auch Ägypten nimmt Flüge nach Katar wieder auf

Riad – Neben Saudi-Arabien, die VAE und Bahrain, hat am Dienstag auch Ägypten die Wiederaufnahme der Luftfahrt mit Kuwait angekündigt. Ägyptens Außenminister Shoukry habe die „al-Ula-Erklärung zur arabischen Versöhnung“ unterzeichnet, so eine Mitteilung des ägyptischen Außenministeriums. Eine Bestätigung zur Wiederherstellung der Beziehungen habe es von Kairo jedoch noch nicht gegeben, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.  Ägypten habe vor Unterzeichnung des Abkommens eine Reihe von Forderungen gestellt, um den Streit mit Doha beizulegen. Jedes Abkommen müsse Verpflichtungen zur „Nichteinmischung in innere Angelegenheiten, zur Konfrontation mit allen Bedrohungen für die Sicherheit und Stabilität der arabischen Länder und Völker und zur Wahrung der arabischen nationalen Sicherheit“ beinhalten, so Kairo. Die Staats- und Regierungschefs der Golfstaaten haben am Dienstag auf dem Gipfel des Golf-Kooperationsrats (GCC) in Saudi-Arabien ein Abkommen zur Beendigung ihres dreijährigen diplomatischen Streits mit Katar unterzeichnet. Im Juni 2017 hatten Saudi-Arabien, die VAE, Bahrain und Ägypten gegen Katar eine Blockade verhängt, nachdem sie Doha unter anderem beschuldigt hatten, Terrorismus zu unterstützen und dem Iran nahe zu stehen. Katar hat die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen und erklärt, dass es „keine legitime Rechtfertigung“ für den Abbruch der Beziehungen gebe. Als der Boykott angekündigt wurde, forderten Ägypten und seine Verbündeten Katar unter anderem auf, die Beziehungen zur Muslimbruderschaft zu beenden. Die Gruppe wurde in Ägypten verboten, nachdem der damalige Armeechef Abdel Fattah al-Sisi 2013 den Sturz von Mohamed Mursi, dem Präsidenten der Bruderschaft, anführte, bevor er im folgenden Jahr selbst zum Präsidenten gewählt wurde. Ein Großteil der Führungsriege der Gruppe wurde in Ägypten inhaftiert, andere Mitglieder flüchteten ins Ausland, nach Katar oder in die Türkei, einem regionalen Verbündeten.

Zum Thema

– New York – UN-Experten bezeichnen Mursis Tod als „staatlich sanktionierte Tötung“

Die Haftbedingungen des ehemaligen ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi könnten direkt zu seinem Tod geführt haben, sagten unabhängige UN-Experten am Freitag. Sie bezeichneten seinen Tod als „eine staatlich sanktionierte willkürliche Tötung“.

UN-Experten bezeichnen Mursis Tod als „staatlich sanktionierte Tötung“

Katar-Blockade
Türkei begrüßt Annäherung zwischen Katar und Saudi-Arabien

Ankara – Die Türkei hat die Annäherung zwischen Katar und Saudi-Arabien begrüßt. „Wir begrüßen die Vereinbarung, die Land-, See- und Luftgrenzen zwischen Katar und Saudi-Arabien ab heute Abend zu öffnen“, hieß es in einer Erklärung des türkischen Außenministeriums am Montag. Diese Entwicklung sei ein wichtiger Schritt zur Beilegung des seit Juni 2017 andauernden Konflikts in der Golfregion. Ankara lobte Kuwait und „andere internationalen Akteuren, die durch ihre Vermittlungs- und Erleichterungsinitiativen zu dieser Entscheidung beigetragen haben“, für ihre Bemühungen. Die Türkei hoffe, dass „eine umfassende und dauerhafte Lösung dieses Konflikts auf der Grundlage der gegenseitigen Achtung der Souveränität aller Länder erreicht wird und dass alle anderen Sanktionen gegen das katarische Volk so bald wie möglich aufgehoben werden“.
Als strategischer Partner des Golf-Kooperationsrates, der der Sicherheit und Stabilität der Golfregion große Bedeutung beimisst, wird die Türkei weiterhin alle Bemühungen in diese Richtung unterstützen.

Wiederannäherung: Katar und Saudi-Arabien unterzeichnen Solidaritätsabkommen

Die Staats- und Regierungschefs der Golfstaaten haben  auf dem GCC-Gipfel in Saudi-Arabien ein Abkommen zur Beendigung ihres dreijährigen diplomatischen Streits mit Katar unterzeichnet.

Der regierende Emir von Katar Tamim bin Hamad al-Thani traf am Dienstag zu einem Golfgipfel in Saudi-Arabien ein und wurde vom Kronprinzen des Königreichs, Mohammed bin Salman, mit einer Umarmung begrüßt, nachdem das Königreich angekündigt hatte, sein jahrelanges Embargo gegen den winzigen arabischen Golfstaat zu beenden.

Im Juni 2017 hatten Saudi-Arabien, die VAE, Bahrain und Ägypten gegen Katar eine Blockade verhängt, nachdem sie Doha unter anderem beschuldigt hatten, Terrorismus zu unterstützen und dem Iran nahe zu stehen. Katar hat die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen und erklärt, dass es „keine legitime Rechtfertigung“ für den Abbruch der Beziehungen gebe.

Zum Thema

– Katar-Blockade – Katar und Saudi-Arabien einigen sich auf Grenzöffnung

Saudi-Arabien und Katar haben sich darauf geeinigt, den Luftraum sowie die Land-und Seegrenze wieder zu öffnen, sagte ein kuwaitischer Minister am Montag.

Katar und Saudi-Arabien einigen sich auf Grenzöffnung
 

 

Meinung
Corona: Ein Kommentar zu „Übersterblichkeit in Deutschland“

Keine Übersterblichkeit in Deutschland! Ein Gastbeitrag von Sahin Karanlik Gerade machen paar Memes wieder die Runde. Wir werden nur belogen und betrogen von denen da oben! Merkel! Spahn! Lauterbach! Drosten! Hurz! Und Quellen haben diese Meme-Poster auch parat. Nicht wieder so ein Bhakdi-Scheiß, sondern echte Quellen. Das Statistische Bundesamt zum Beispiel. Gut, wer liest sich den ganzen Kram dann wirklich durch? Na, ich natürlich! Destatis, Statistisches Bundesamt in ihrem Fazit (verkürzt): Der Blick in andere Länder zeigt auch, dass die Corona Pandemie in Deutschland bisher vergleichsweise geringe Auswirkungen im Hinblick auf eine etwaige Übersterblichkeit hatte. Dieses Bild sieht in vielen Ländern völlig anders aus. Frankreich weist für die Monate März und April 2020 eine gegenüber 2019 um 26 Prozent erhöhte und gegenüber 2018 um 16 Prozent erhöhte Sterblichkeit aus. Italien berichtet sogar von einer um 49 Prozent erhöhten Sterbefallzahl für März 2020 im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019. Für den Ballungsraum Stockholm meldet Schweden für die Kalenderwochen 14 bis 16 sogar doppelt so hohe Sterbefallzahlen wie im Durchschnitt dieser fünf Vorjahre. Auch in anderen Ländern war die Sterblichkeit regional teilweise noch wesentlich deutlicher erhöht als im jeweiligen Landesdurchschnitt. Aus den bislang vergleichsweise geringen Auswirkungen der Pandemie in Deutschland lässt sich deshalb keineswegs schließen, dass das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ungefährlich sei oder weniger gefährlich als die Grippe. Vielmehr deutet die Entwicklung in Deutschland darauf hin, dass Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen vergleichsweise effizient eingesetzt wurden. Modellrechnungen gehen von 370000 bis 770000 zusätzlichen Sterbefällen in Deutschland aus, wären diese Maßnahmen nicht ergriffen worden und hätte sich das Verhalten der Menschen nicht geändert. Wenn man sich dann noch die Daten vom RKI ansieht, dann wird dank der Hygiene-Maßnahmen an Grippe viel weniger gestorben.

Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.


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