Essen
Thyssenkrupp-Stahlchef Osburg pocht auf zusätzlichen Stellenabbau

Essen – Thyssenkrupp-Stahlchef Bernhard Osburg pocht auf zusätzlichen Stellenabbau und stellt die bisher vereinbarte Beschäftigungssicherung in Frage. „Im letzten Sommer haben wir teilweise fünf Millionen Euro pro Tag verloren. Darauf haben wir reagiert und müssen das auch weiter entschieden tun“, sagte Osburg im Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). „Geschieht das nicht, sehe ich kaum Chancen, die im Tarifvertrag vereinbarte Beschäftigungssicherung zu halten.“ Der Manager forderte die Arbeitnehmervertreter dazu auf, mit dem Management über zusätzlichen Stellenabbau zu verhandeln. Bislang plant Thyssenkrupp, 3000 Arbeitsplätze in der Stahlsparte abzubauen. „Es war und ist immer unser Anspruch, beim Stahl keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen“, sagte Stahlchef Osburg. „Ob wir das halten können, hängt aber auch von den Ergebnissen ab, die wir jetzt gemeinsam mit der Mitbestimmung erarbeiten müssen.“ Der Stellenabbau müsse unabhängig von einem möglichen Verkauf der Stahlsparte an den Unternehmer Sanjeev Gupta erfolgen, sagte Osburg. „So oder so: Wir müssen daran arbeiten, möglichst wettbewerbsfähig zu sein“, sagte er. Im März will die Thyssenkrupp-Spitze entscheiden, ob Gupta mit seinem Übernahmeangebot zum Zuge kommt.

Maastricht
Turkish Airlines: Blinder Passagier überlebt Flug im Fahrwerkschacht – Unterkühlung

Maastricht – In einem Airbus A330 F von Turkish Airlines, der von London kommend am Flughafen Maastricht/Aachen landete, wurde ein blinder Passagier gefunden. Dabei handelt es sich um einen 16-jährigen Jugendlichen aus Kenia. Wie das Luftfahrtmagazin Aerotelegraph berichtet, wurde der junge Mann mit massiver Unterkühlung in ein Krankenhaus eingeliefert. Die niederländische Polizei untersuche, ob Menschenschmuggler hinter der Tat stecken. „Für uns ist es ein Wunder“, sagte ein Sprecher der niederländischen Polizei gegenüber CNN. „Normalerweise, wenn Menschen so reisen, sterben sie wegen der Kälte oder Sauerstoffmangel“, so Marvin Engh. Er begann seine Reise in Nairobi, der Hauptstadt Kenias, und flog von dort nach Istanbul in der Türkei, bevor er zum Londoner Flughafen Stansted weiterflog, so Engh weiter. Der einzige Flug, der am Donnerstag von Stansted aus in Maastricht landete, war die Turkish Airlines THY6305, Frachtmaschine A332, laut FlightAware, der weltweit größten Flugverfolgungsplattform. Er habe bereits um Asyl gebeten und sein Antrag werde von der niederländischen Einwanderungs- und Einbürgerungsbehörde (INS) bearbeitet, sagte Engh.

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Ab dem 1. Februar müssen Passagiere, die nach Deutschland fliegen, mindestens medizinische Gesichtsmasken tragen, sogenannte OP-Masken.

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Dubai
Salt Bae: 1000-Dollar Goldsteak für Conor McGregor

Dubai – MMA-Kämpfer Conor McGregor reiste für seinen mit Spannung erwarteten Leichtgewichtskampf gegen Dustin Poirier nach Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate. Und obwohl er den Kampf leider verlor, ließ sich McGregor von seiner Niederlage nicht unterkriegen und mampfte fröhlich ein Stück goldenes Steak, das der türkische Stargastronom Salt Bae für ihn zubereitet hatte, als er am Dienstag einen Abend im Nusr-Et Steakhouse in Dubai verbrachte. Der 32-jährige UFC-Star schien in bester Laune zu sein, als er sein Fleisch im Stil des türkischen Kochs, 37, in einem lustigen neuen Instagram-Video genüsslich würzte. In einem Video, das Gökce teilte, sieht man den Metzger wie er ein riesiges Stück mit Blattgold überzogenes Fleisch auf seine übliche Art und Weise in Scheiben schneidet, während Conor dabei zusieht.
(Screenshot/Instagram)
Der Starkoch nahm dann ein Stück Fleisch in die Hand und hielt es hoch, als Conor seinen Mund öffnete, um gefüttert zu werden. Zu dem Videoclip schrieb Salt Bae: „Er liebt mein Goldenes Steak“. Er teilte auch einen Schnappschuss von sich selbst, wie er mit Conor, seiner Verlobten Dee Devlin und ihren beiden Kindern Conor Jr und Croia posiert.
(Screenshot/Instagram)
Ein weiteres Bild, das er in seinen Stories teilte, zeigte ihn scherzhaft beim Sparring mit dem Sportstar. Der ehemalige UFC-Champion hält sich derzeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf, wo er bisher das Jahr verbracht hat. Die letzten Wochen seines Trainingslagers vor UFC 257 war er in Dubai. Am 23. Januar verlor er dann seinen Leichtgewichtskampf gegen Dustin Poirier auf Fight Island, Abu Dhabi.

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Türkei
Ankara: Russischer Botschafter Yerkhov besucht DEVA-Chef Ali Babacan

Ankara – Der russische Botschafter in der Türkei, Alexei Yerkhov, hat dem Chef der Oppositionspartei DEVA, Ali Babacan, in der Parteizentrale in Ankara einen Höflichkeitsbesuch abgestattet. In einem Tweet dankte Babacan dem Botschafter für seinen Besuch:
Der Botschafter der Russischen Föderation in der Türkei, Aleksei Erkhov, hat heute unsere Parteizentrale besucht. Wir haben uns über die Beziehungen zwischen der Türkei und der Russischen Föderation und aktuelle Themen ausgetauscht. Vielen Dank an Herrn Aleksei Yerkhov für seinen Besuch.
Babacan, der einst für die türkische Wirtschaft verantwortlich war und dem man den Verdienst zuschreibt, den Wirtschaftsboom des Landes in den 2000er-Jahren ausgelöst zu haben, gründete seine Partei im März. Auch der deutsch-türkische Abgeordnete Mustafa Yeneroglu, der wie zahlreiche andere im vergangenen Jahr aus der AKP ausgetreten war, gehörte zu den Mitgründern. Insgesamt gab es 90 Gründungsmitglieder. Babacan war Mitgründer der türkischen Regierungspartei AKP und arbeitete jahrelang eng mit Präsident Recep Tayyip Erdogan zusammen. Er war zudem Chefunterhändler für die EU-Beitrittsgespräche und wurde 2007 Außenminister und Stellvertreter des damaligen Ministerpräsidenten Erdogan.

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Der Chef der in diesem Jahr gegründeten Partei für „Demokratie und Aufschwung” (DEVA), Ali Babacan, hat sich in der Sendung „Çalar Saat” („Wecker”) des türkischen Senders Fox TV zu der wirtschaftlichen und politischen Situation im Land geäußert.

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Zeit nach Brexit
Großbritannien und Albanien unterzeichnen Wirtschaftsabkommen

Tirana – Zur Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen ihren Ländern unterzeichneten die albanische Außenministerin Olta Xhaçka und der britische Botschafter Duncan Norman in Tirana ein Abkommen. „Dies ist ein guter Tag für Handel und Beziehung zwischen Albanien und Großbritannien. Ich freue mich, mit Olta Xhaçka unser neues Abkommen zu unterzeichnen, das die Handelsbeziehungen stärken und es uns ermöglichen wird, unsere enge Zusammenarbeit in einer Vielzahl von Bereichen fortzusetzen und auszubauen, darunter Umwelt, Energie und Bildung“, schrieb Norman auf Twitter. Das Abkommen werde die „Wirtschaftsbeziehungen harmonisieren und Barrieren im Handel von Waren und Dienstleistungen beseitigen“, so die albanische Außenministerin. Mit dem Abkommen soll zudem die organisierte Kriminalität bekämpft werden. Hierzu die britische Regierung in einer Pressemitteilung:
Das unterzeichnete Abkommen legt die Ambitionen Großbritanniens und Albaniens für unsere zukünftigen Beziehungen fest, einschließlich der Stärkung der politischen, wirtschaftlichen, sicherheitspolitischen und kulturellen Beziehungen. Neben der Vertiefung unserer gemeinsamen Arbeit gegen das organisierte Verbrechen wird das Abkommen eine stärkere Zusammenarbeit im Bereich der guten Regierungsführung und der politischen Kooperation ermöglichen, um die Sicherheit auf dem westlichen Balkan zu verbessern und sowohl Albanien als auch Großbritannien sicherer zu machen.
Mit der Unterzeichnung des Abkommens bekräftige Großbritannien sein Bekenntnis zu einer engen Beziehung zu Albanien und zu einer weiterhin positiven Rolle auf dem westlichen Balkan.. Das Abkommen werde es dem Vereinigten Königreich und Albanien auch ermöglichen, ihre Handelsbeziehungen weiter auszubauen, so die Mitteilung.

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Wie das britische Handelsministerium am Sonntag mitteilte, werden Großbritannien und die Türkei bereits am Dienstag ein Freihandelsabkommen unterzeichnen.

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Corona-Pandemie
Bosnien beginnt mit Sputnik V-Impfung

Sarajevo – Bosnien und Herzegowina hat am Freitag damit begonnen, seine Bevölkerung mit dem russischen Impfstoff Sputnik V gegen das neuartige Coronavirus zu impfen. Aufgrund der geringen Menge werde vorerst nur das medizinische Personal geimpft. „Wir haben fast ein Jahr lang auf den Impfstoff gewartet und ich vertraue darauf“, sagte Vlado Djajic, der Leiter eines Krankenhauses in der nördlichen Stadt Banja Luka, der als erster die Impfung erhielt, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.  Etwa 2000 Dosen wurden der Republika Srpska zugeteilt, Weitere 200.000 werden bis Ende des Monats erwartet und 200.000 im März, so die Behörden. Die Regierung hofft durch das Covax-Programm der Vereinten Nationen, Mitte Februar weitere 200.000 Dosen von Pfizer-BioNTech und AstraZeneca zu erhalten. Das Programm wurde eingerichtet, um einen fairen Zugang zu Corona-Impfstoffen für Länder mit niedrigerem Einkommen zu gewährleisten. Berichten zufolge hat Bosnien bisher 1,2 Millionen Dosen über Covax und 900.000 über die EU bestellt. Bei einer Bevölkerung von 3,5 Millionen Einwohnern seien in Bosnien bisher etwa 5000 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus gemeldet und 125.000 Infizierte registriert worden. Beobachter gehen jedoch von höheren Zahlen aus, da ein großer Teil der Bevölkerung noch nicht getestet worden sei. Serbien ist in der Region führend, was die COVID-19-Impfung angeht. Im Rahmen des staatlichen Impfprogramms können die Serben nun entscheiden, ob sie mit den Impfstoffen von Pfizer / BioNTech, der chinesischen Sinopharm oder der russischen Firma geimpft werden wollen. Mit etwa acht Prozent der Bevölkerung, die mit mindestens einer Dosis des Anti-COVID-19-Impfstoffs geimpft worden sind, gehört Serbien nach Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten, den Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien zu den Ländern mit der höchsten Impfrate der Welt, berichtet Exit News.  Diese Woche erhielt Serbien 500.000 Dosen des chinesischen Impfstoffs und 50.000 Dosen des russischen Impfstoffs.

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Über eine halbe Million Menschen wurden in Israel bereits zwei Mal geimpft und unter diesen ist gibt es keinen einzigen Toten.

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Corona-Krise
Corona: McFit öffnet Outdoor-Fitness-Studios in Deutschland

Wir bieten unseren Mitgliedern an zehn Standorten ab heute Trainingsmöglichkeiten im Freien an, sagt RSG Group-Chef Rainer Schaller Die größte deutsche Fitnessstudio-Kette McFit bietet ihren Mitgliedern ab heute wieder Trainingsmöglichkeiten an. Das bestätigte Rainer Schaller, Chef der RSG Group, zu der McFit gehört, in der Online-Talkshow „19 – die DUB Chefvisite“. Dazu werden, so Schaller, Geräte auf die eigens angemieteten Parkplätze vor ausgewählten Studios gebracht und auf einer Fläche von jeweils 200 bis 300 Quadratmetern aufgestellt. Aktuell gibt es zehn solcher Outdoorstudios in Deutschland – weitere sind geplant. „Nach wie vor sind wir davon überzeugt, dass Fitness für die Gesundheit der Menschen elementar wichtig ist. Nach 15 Wochen im zweiten Lockdown müssen sich die Menschen wieder bewegen und Fitness als Sportart Nummer 1 betreiben – und das in einem sicheren und verantwortungsvollen Umfeld im Umgang mit dem Virus“, begründet Schaller die Entscheidung. Weil bloßes Jogging auf Dauer eine einseitige Belastung sei und „die Möglichkeiten zuhause für ein ganzheitliches Training in den meisten Fällen nicht ausreichen“, habe man überlegt, wie eine temporäre Lösung aussehen könnte. Schaller: „Wir bieten unseren Mitgliedern deshalb jetzt die Möglichkeit, ihr Training bei uns an ausgewählten Standorten deutschlandweit wieder durchzuführen – allerdings draußen im Freien.“ Mit dem Infektiologen Prof. Dr. Klaus-Dieter Zastrow sei ein spezielles Hygienekonzept entwickelt worden. Dieses enthält strenge Regeln für den Ablauf: Um größere Ansammlungen zu verhindern, können sich die Mitglieder ausschließlich vorab und online für einen 45-minütigen Trainings-Slot anmelden. Nach der Einheit werden die Geräte 15 Minuten lang desinfiziert, ehe neue Kunden kommen. Fazit des Gutachtens von Professor Zastrow zu den Outdoor-Gyms ist: „Bei Beachtung und Einhaltung der obengenannten Funktions- und Organisationsabläufe ist eine Weiterverbreitung von Corona-Viren ausgeschlossen.“ Die Outdoorstudios von McFit werden an diesem Samstag in Berlin, Hamburg, Bremen, Rostock, Braunschweig, Mannheim, Wiesbaden, Mainz, Magdeburg und Neunkirchen errichtet und um 13 Uhr in Betrieb genommen. Öffnungszeit sei täglich von 6 bis 22 Uhr, wo keine Sperrstunde herrscht. In Bayern, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Sachsen habe McFit, so Schaller, aufgrund der aktuellen Rechtslage auf Outdoorstudios verzichtet. Schaller: „Als Marktführer sehen wir es als unsere Aufgabe an, mit dem Öffnen von aktuell zehn Outdoor Gyms eine Bewegung zu starten, um die Aufmerksamkeit auf uns als Branche und die Wichtigkeit von Fitness, Sport und Bewegung ins Bewusstsein der Politik zu rücken. Wir hoffen sehr, dass uns viele weitere Studiobetreiber folgen werden und ebenfalls individuelle Trainingsmöglichkeiten im Freien für ihre Mitglieder errichten.“

USA:
US-Präsident Joe Biden plant Guantanamo-Schließung

Washington – Die neue US-Regierung unter Joe Biden plant Meldungen zufolge eine Schließung des umstrittenen Gefangenenlagers in Guantanamo Bay auf Kuba. Es laufe eine formelle Prüfung der Zukunft des Gefängnisses mit dem Ziel, es dichtzumachen, sagte ein Regierungsvertreter am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Biden plane das Gefängnis „bis zu seinem Ausscheiden aus dem Amt“ zu schließen, so Pressesprecherin Jen Psaki gegenüber Reportern in einem täglichen Briefing. „Das ist sicherlich das Ziel und unsere Absicht“, sagte Psaki, als sie von einem Reporter nach dem Zeitplan für die Schließung  gefragt wurde. „Das ist eine ermutigende und sehr willkommene Entwicklung“, sagte Scott Roehm, Washingtoner Direktor der Lobbygruppe gegen Folter, The Center for Victims of Torture. „Der Prozess muss schnell vorankommen.“ UN fordert Schließung Acht Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen (UN) für Menschenrechte forderten von Biden bereits im Januar die Schließung des Gefängnisses. „Guantánamo ist ein Ort der Willkür und des Missbrauchs“, sagten Sonderberichterstatter. Die Menschenrechtler forderten zudem eine Untersuchung des dort begangenen Rechtsmissbrauchs, wo die Häftlinge – so sagen sie in ihrer Erklärung – Gefahr laufen, an der raschen Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes aufgrund der grausamen und unmenschlichen Haftbedingungen zu sterben. „Noch immer werden Menschen in Guantánamo unter dem Vorwand des „globalen Krieges gegen den Terror“ festgehalten. Ein neuer Amnesty-Bericht dokumentiert eine Vielzahl von Menschenrechtsverletzungen an den Gefangenen – darunter Folter, Verschwindenlassen und das Ausbleiben rechtsstaatlicher Verfahren“, so Amnesty International. „Das Gefangenenlager Guantánamo wurde nach den Anschlägen vom 11. September 2001 geschaffen und dabei gezielt der gerichtlichen Kontrolle entzogen. Seitdem werden dort Straftaten unter Missachtung internationalen Rechts begangen“, sagt Maja Liebing, Expertin für die Region Amerikas bei Amnesty International in Deutschland. Eröffnet 2002 unter Präsident George W. Bush, wuchs die Population des Gefängnisses auf einen Höchststand von etwa 800 Insassen an. Der ehemalige US-Präsident Barack Obama verringerte die Zahl der Insassen, doch seine Bemühungen, das Gefängnis zu schließen, scheiterten vor allem am Widerstand der Republikaner im Kongress. Derzeit befinden sich dort noch 40 Gefangene.

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– Türkei – Weitere kurdische Familie schließt sich Anti-PKK-Protest in der Türkei an

Nach vielen Jahrzehnten der Angst und Drohungen sowie Einschüchterungen der PKK, trauen sich immer mehr Kurdischstämmige gegen die Terrororganisation offen Stellung zu beziehen.

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Corona-Krise
Israel: Null Tote unter 523 000 Corona-Geimpften

Tel Aviv – Über eine halbe Million Menschen wurden in Israel bereits zwei Mal geimpft und unter diesen ist gibt es keinen einzigen Toten. Wie die Bild unter Bezugnahme auf eine Meldung der Times of Israel berichtet, erkrankten nur 544 der insgesamt 523,000 Menschen anschließend an Corona – das sind gerade einmal 0,1 Prozent. Unter ihnen habe es nur vier ernste Fälle und 15 Einweisungen ins Krankenhaus gegeben, aber keinen einzigen Todesfall. Somit liegt die Wirksamkeitsrate des dort eingesetzten Impfstoffes von Biontech bei 93 Prozent, teilte der Gesundheitsdienstleister „Maccabi Healthcare Services“ am Donnerstag mit, der die Impfungen durchgeführt hatte. „Diese Daten beweisen eindeutig, dass der Impfstoff sehr effektiv ist und wir haben keinen Zweifel daran, dass er das Leben vieler Israelis gerettet hat“, sagte die leitende Maccabi-Beamtin Dr. Miri Mizrahi Reuveni nach der Veröffentlichung der neuen Daten. Die Statistiken von Maccabi werden auf der ganzen Welt aufmerksam verfolgt, da sie den ersten wichtigen Einblick in die Leistungsfähigkeit des Impfstoffs außerhalb der klinischen Studien geben. Die bisherigen Ergebnisse weisen daraufhin, dass die tatsächliche Wirksamkeit nahe an den 95 Prozent liegt, die nach den klinischen Studien von Pfizer angegeben wurden. Das deutsch-türkischen Power-Paar Uğur Şahin (55) und Özlem Türeci (53), haben mit ihrem Unternehmen BioNTech den mRNA-Impfstoff BNT162b2 gegen das tödliche Virus Covid-19 entwickelt. Israel begann seine landesweite Impfkampagne am 20 Dezember und liegt mit einer Quote von 71,2 Prozent an erster Stelle weltweit. Im Vergleich: In Deutschland wurden bisher etwa 3,8 Millionen Impfungen durchgeführt, das entspricht gerade einmal einer Impfquote von rund 4,6 Prozent.

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Donnerstag seine zweite Dosis der Corona-Impfung verabreicht bekommen.

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Corona-Krise
CDU-Politikerin Schimke lehnt Reformvorstoß der SPD zu Hartz-IV ab

Die stellvertretende Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Jana Schimke (CDU) spricht sich im ARD-Mittagsmagazin gegen Reformpläne der SPD zur Hartz IV-Reform aus:
„Wir haben jetzt in Zeiten von Corona da nun besondere Zugänge geschaffen. Aber das ist eben auch der besonderen Situation der Pandemie geschuldet. Das heißt nicht, dass wir unser soziales Sicherungssystem, so wie es ist, in seinen Schranken und in seinen Grenzen jetzt auf alle Zeiten ausweiten.“
Aktuell gilt ein vereinfachter Zugang zu Hartz-IV: Das Geld wird ausgezahlt ohne eine vorherige Prüfung des Vermögens oder der Wohnungsgröße. Auch die Ersparnisse werden nicht überprüft. Diese Regelung wurde während der Pandemie eingeführt, damit Solo-Selbstständige ohne Einnahmen im Lockdown eine Grundsicherung beantragen können. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) beabsichtigt diese Regelung im Zuge einer Hartz-IV-Reform dauerhaft zu übernehmen, so dass in den ersten zwei Jahren der Grundsicherung keine Überprüfung stattfindet. Schimke hält das für das falsche Signal an Menschen, die Grundsicherung beziehen müssen. Es gehe immer „um fordern und fördern“, um die Menschen wieder in Arbeit zu bringen, sie unabhängig vom Sozialstaat zu machen und nicht dauerhaft darin festzuhalten, sagte die CDU-Politikerin. „Ich glaube, dass eine stetige Anhebung der Leistungen, immer mehr ins System hineinzupumpen an finanziellen Geldern letztendlich dazu führt, dass die Menschen weniger Anreize haben, herauszukommen.“