Afghanistan-Krise
Türkischer Gesandter und Taliban-Vertreter erörtern Lage in Afghanistan

Kabul – Laut einer Mitteilung der Taliban, haben der türkische Botschafter Cihad Erginay und Qari Din Mohammad Hani, Leiter der Abteilung des politischen Büros der Taliban für die Türkei und Russland, die bilateralen Beziehungen und den Flughafen Kabul erörtert. Die Taliban erklärten am Montag, ihre Vertreter hätten mit dem türkischen Botschafter in Afghanistan über die Lage in dem Land gesprochen, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. Suhail Shaheen, ein Sprecher der Taliban, teilte auf Twitter mit, dass Qari Din Mohammad Hanif am Sonntag in Kabul mit dem türkischen Botschafter zusammengetroffen sei. „Er wurde von Malavi Hamidullah, dem amtierenden Luftfahrtminister der Taliban, begleitet“, sagte Shaheen. „Beide Delegationen erörterten die aktuelle Lage in Afghanistan, Fragen im Zusammenhang mit dem Flughafen von Kabul, die bilateralen Beziehungen und die gegenseitige Zusammenarbeit“, fügte er hinzu. Zuvor hatte Zabiullah Mujahid, ein weiterer Taliban-Sprecher, am Montag auf einer Pressekonferenz in Kabul erklärt, die Türkei und Katar arbeiteten „hart“ an der vollständigen Wiedereröffnung des internationalen Flughafens von Kabul. Letzte Woche hatten ein Taliban-Führer und Beamte der Ariana Afghan Airlines gegenüber Anadolu erklärt, die abziehenden US-Truppen hätten zivile Flugzeuge, die Terminals und das Radarsystem des Flughafens beschädigt.

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Mit Hilfe Chinas werden die Taliban für ein wirtschaftliches Comeback in Afghanistan kämpfen, so Zabihullah Mujahid gegenüber einer italienischen Zeitung.

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Bundestagswahl
Scholz setzt auf rot-grüne Koalition

Berlin – SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz setzt angesichts steigender Umfragewerte auf eine Mehrheit für eine rot-grüne Koalition nach der Bundestagswahl am 26. September. „Ich möchte gerne mit den Grünen zusammen regieren“, sagte der Bundesfinanzminister und Vizekanzler in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“ (Sonntag). „Ich habe in verschiedenen Regierungen schon mit den Grünen zusammengearbeitet, im Bund wie in Hamburg. Wir sind unterschiedliche Parteien, wir haben unterschiedliche Zielsetzungen, aber wir haben viele Schnittmengen.“ Und die seien für die Zukunft des Landes wichtig. Nach jetzigen Umfragen gibt es keine Mehrheit für Rot-Grün, diese Koalition hatte es in Deutschland von 1998 bis 2005 gegeben. Sollte es nicht allein für SPD und Grüne reichen, gilt eine Ampel-Koalition mit der FDP als erste Option, die Scholz anstreben würde. Scholz benannte auf die Frage nach einem 100-Tage-Programm drei Kernprojekte nach einem Regierungswechsel. „Ich habe von Respekt gesprochen. Da geht es um Anerkennung, die sich aber auch auf dem Konto zeigen muss. Einmal Beifall-Klatschen für die Corona-Helden reicht nicht.“ Die Kassiererin an der Supermarktkasse oder der Paketbote müssten auch mehr verdienen. „In meinem ersten Amtsjahr will ich deshalb den gesetzlichen Mindestlohn auf 12 Euro anheben.“ Zweites wichtiges Vorhaben sei es, klar zu berechnen, wie viel Strom Deutschland 2045 brauchen wird, und den Ausbau der Stromerzeugung daran zu orientieren. „Wir brauchen viel mehr Strom aus Sonne und Wind, und wir brauchen ein leistungsfähigeres Stromnetz.“ Und damit zusammen hänge Punkt drei: „Die notwendigen Gesetze zu verabschieden, damit Planung und Bau solcher Anlagen deutlich schneller vorankommen als bislang.“ Scholz: Linkspartei nicht regierungsfähig Scholz hat so deutlich wie bisher selten klar gemacht, dass ein Bündnis unter Einschluss der Linkspartei für ihn derzeit wegen mangelnder Regierungsfähigkeit nicht infrage kommt. Hauptgrund ist die jüngste Weigerung im Bundestag, dem Evakuierungseinsatz der Bundeswehr in Kabul zuzustimmen. „Die Ablehnung der Bundeswehr-Rettungsentscheidung durch die Partei Die Linke war schlimm“, sagte Scholz dem „Tagesspiegel“. Er bekräftigte, dass die Linke Mindestanforderungen wie ein klares Bekenntnis zur Nato, zu solidem Haushalten und zur transatlantischen Partnerschaft nicht erfülle. „Diese Anforderungen sind unverhandelbar.“ Scholz unterstützte explizit Aussagen zuletzt von SPD-Chefin Saskia Esken, die der Linken deshalb die Regierungsfähigkeit abgesprochen hatte und betonte, dass er da nicht wackeln werde: „Wer SPD wählt, um mich als Kanzler zu bekommen, kann sich darauf verlassen, dass das gilt.“    

Corona-Pandemie
7 Dinge für ein gutes Home-Office

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Die Corona Pandemie und der Lockdown haben das gesamte gesellschaftliche Leben auf den Kopf gestellt und auch dazu geführt, das Home Office einen unheimlichen Boom erfahren hat. Die meisten sind ohne Vorbereitung in das Heimbüro gestartet, und mussten sich dann arrangieren. Es gibt ein paar ganz einfache Dinge, die jedes Büro effektiver organisieren. 1) Koordination und Planung In den seltensten Fällen läuft ein Tag wie geplant ab. Für viele verschwimmen die Stunden, während sie im Home Office arbeiten. Umso wichtiger ist es, sich selbst zu organisieren und den Tag vorzubereiten. 2) Ablenkungen vermeiden Einen wesentlichen Einfluss auf die Produktivität hat der Schreibtisch beziehungsweise der heimische Arbeitsplatz. Wer zu Hause seinen Laptop oder PC nutzt, sollte zwischen dem beruflichen Alltag und dem privaten Vergnügen unterscheiden. Gerade im Lockdown bieten sich vielfältige Möglichkeiten, im Netz zu spielen wie zum Beispiel in einem Casino oder auf einer Spieleplattformen. Der Fokus während der Arbeitsphasen liegt aber auf den eigentlichen Aufgaben. Die Pausen bieten sich die seriösen Casinos wie von dem Anbieter Playamo an, denn diese bieten reichlich Gelegenheit für einen kurzweiligen Zeitvertreib. 3) Pausen einlegen So wichtig die Arbeitsphasen an einem Tag sind, so entscheidend sind auch die Pausen. Hier bietet sich ausreichend Gelegenheit, einen frisch gebrühten Kaffee zu trinken, die Seele baumeln zu lassen und abzuschalten. Auch wenn das gewohnte Gespräch mit den Kollegen fehlt, kann niemand unentwegt und konzentriert am Stück arbeiten. Gerade im Büro ist es wichtig, sich ein gutes Heißgetränk zu gönnen. Ob der frisch gebrühten Kaffee oder einen aromatischen Tee: Immer mehr legen auch im Home Office Wert auf nachhaltigen Genuss. 4) Ordnung auf dem Schreibtisch Niemandem macht es Spaß, am Morgen auf einen verblühten Arbeitsplatz zu blicken und sich an einen unordentlichen Schreibtisch zu setzen. Es gibt mittlerweile wirklich sehr viele effektive Ordnungsmöglichkeiten, die in fast jedes Zuhause hineinpassen. Gerade wenn der Arbeitstisch später wieder zum Esstisch werden soll, empfehlen sich Universaltaschen oder Organizer für die großen und kleinen Sachen im Büro. Sind alle Aufgaben erledigt? Dann bleiben immer noch ein paar Minuten, um das tägliche Chaos zu beseitigen Punkt. Nach Feierabend gehören die Kaffeetassen und es Teller unbedingt in die Küche, in die Spüler und Notizzettel in den Mülleimer. 5) Grüne Pflanzen In jeder noch so kleinen Wohnung ist ausreichend Platz, für eine ungestörte und grüne Arbeitsecke. Wer schon zu Hause arbeitet, sollte sich ein paar kleine grüne Pflanzen gönnen. Diese verbreiten nicht nur eine gute Stimmung. Sie verbessern auch das häusliche Klima. 6) Konzentration Möchtest du konzentriert an deinen Aufgaben arbeiten? Dann sollte möglichst kein anderer Kollege oder Mitarbeiter stören. In den Konzentrationsphasen gilt es, das Handy lautlos zu stellen und beiseite zu legen und sich aus den Messengerdiensten auszuloggen. Andernfalls ist man den lieben langen Tag beschäftigt, über die eigentlichen Aufgaben zu sprechen und diese zu koordinieren, ohne wirklich zum Punkt zu kommen. 7) Grenzen setzen Auch der längste Bürotag kommt einmal an seinem Ende an. Es ist zwar nicht leicht, aber der Feierabend sollte niemals mit dem Büro vermischt werden. Studien haben ergeben, dass Menschen im Home Office ganz automatisch mehr arbeiten, da die Grenzen zwischen dem privaten Leben und dem Büro verschwimmen. Umso konsequenter gilt es, am Ende des Tages die Arbeit hinter sich zu lassen und zu entspannen. Produktiver ist ohnehin die konzentrierte Arbeit an einem Projekt und nicht ein möglichst langer Tag.

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– Arbeitsmarkt – „Deutschland braucht 400.000 Zuwanderer pro Jahr“

Aufgrund der stagnierenden Bevölkerungszahl in Deutschland, hat der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, die Bundesregierung aufgerufen, mehr Zuwanderer ins Land zu holen.

„Deutschland braucht 400.000 Zuwanderer pro Jahr“

Rüstung
Dardanellen-Schlacht 1915: 18. März Auslieferungsdatum für türkischen Kampfhubschrauber ATAK II

Ankara – Der türkische Luft- und Raumfahrt Konzern TUSAŞ (Turkish Aerospace Industries) hat den Zeitpunkt für die Übergabe des neuen Angriffshubschraubers T-929 ATAK 2 an die türkischen Streitkräfte mitgeteilt. In einer historisch symbolträchtigen Mitteilung über den Kurznachrichtendienst Twitter meldete das Rüstungsunternehmen: „Der ATAK 2 wird am 18. März 2023 für unser Vaterland den Platz am Himmel einnehmen.“ Damit wird der türkische Hubschrauber der gleichen Klasse angehören wie der in den USA hergestellte Boeing AH-64 Apache und der russische Mi-28NM Night Hunter. Er wird ein maximales Abfluggewicht von 10 Tonnen und eine Nutzlast von über 1200 kg haben. Der Hubschrauber soll mit einer 30-mm-Kanone, einer Raketenbewaffnung der neuesten T-129-Versionen und moderner Avionik ausgestattet sein. Das Nachfolgemodell des ATAK T-129 wird auf der Grundlage der in Syrien gewonnenen Kampferfahrungen entwickelt. Er bietet einen besseren Schutz für den Piloten, moderne Elektronik und eine große Auswahl an hängenden Waffen. Das Projekt für Angriffshubschrauber der schweren Klasse wurde begonnen, um die Bedürfnisse der türkischen Streitkräfte in diesem Bereich zu erfüllen. Mit dem Projekt wird ein effektiver und abschreckender Angriffshubschrauber geschaffen, der eine hohe Nutzlast tragen kann, widerstandsfähig gegen schwierige Umweltfaktoren ist, mit fortschrittlicher Technologie für Zielverfolgungs- und Bildgebungssysteme, elektronische Kriegsführungssysteme, Navigationssysteme, Kommunikationssysteme und Waffensysteme ausgestattet ist sowie eine hohe Manövrierfähigkeit und Leistung hat. Alliierter Angriff auf die Dardanellen wurde am 18. März 1915 abgewehrt Der 18. März 1915 ist für die Türkei deshalb ein wichtiges Datum, weil damals bei der Dardanellen-Schlacht britisch-französische Streitkräfte der Entente versucht haben, mit einer Armada an Kriegsschiffen die Dardanellen zu durchbrechen, um Istanbul unter Kontrolle zu bringen. Die türkisch-osmanische Armee wehrte den Angriff ab, weil Minensperren und deutsche U-Boote des verbündeten Deutschen Kaiserreiches zum Einsatz kamen. Aber auch die Errichtung eines Brückenkopfes auf der Halbinsel Gallipoli und die Verstärkung der alliierten Streitmacht auf über 200.000 Soldaten in den darauffolgenden Monaten scheiterte am aufopferungsvollen Widerstand der türkischen Armee. Der legendäre Satz des damaligen Obersten der türkisch-osmanischen Armee, Mustafa Kemal Pascha, später Atatürk („Ich befehle euch nicht den Angriff, ich befehle euch zu sterben“) spiegelt den damaligen Kampfgeist und die Moral der türkischen Soldaten wider. Kemal Bölge/Ankara

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– Rüstungsindustrie – Ejder Yalçın: Ungarn kündigt Kauf weiterer türkischer Panzerfahrzeuge an

Ungarn hat den Kauf von 40 weiteren Allrad-Panzerfahrzeugen aus türkischer Herstellung angekündigt.

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Schweden
Dänischer Rechtsextremist Paludan provoziert in Stockholm Muslime

Stockholm – Der für seine Islamfeindlichkeit bekannte dänische Rechtsextremist und Politiker Rasmus Paludan erschien am Freitag (3. September) mit zahlreichen Anhängern auf dem Rinkeby-Platz in der schwedischen Hauptstadt Stockholm. Medienberichten zufolge soll Paludan vor einer zur türkischen Gemeinde gehörenden Moschee mit einem Koran unter dem Arm posiert haben. Danach habe er sich mit einer Menschengruppe in den Stadtteil Fittja begeben, in dem viele Einwanderer leben. Als einige Bewohner Paludans Anwesenheit bemerkt und dagegen wortstark protestiert hätten, habe dieser das heilige Buch des Koran auf den Boden geworfen.
Anwohner protestieren gegen Anwesenheit des Islamfeinds und rassistischen Hetzers Es sollen immer mehr Anwohner gegen die Anwesenheit des Rassisten Paludan in Fittja ihren Unmut geäußert haben, woraufhin dieser in Begleitung von Polizeibeamten vom Ort des Geschehens weggebracht wurde. Der mit einem Berufsverbot in Dänemark belegte Rechtsanwalt Paludan, hatte letztes Jahr im schwedischen Malmö zu Koranverbrennungen aufgerufen und damit Proteste von Muslimen hervorgerufen. Obwohl der Däne Paludan mit einem zweijährigen Einreiseverbot der schwedischen Behörden („Gefahr für öffentliche Ordnung und Sicherheit“) belegt war, verbrannten seine Anhänger in Malmö einen Koran und stellten das aufgenommene Video anschließend ins Internet. Anwohner: „Warum erlaubt man einem Mann, der psychisch gestört ist, die Muslime zu belästigen?“ Nachdem der Rechtsextremist Paludan von der Polizei aus Fittja weggebracht wurde, empörte sich ein türkischer Anwohner mit folgenden Worten: „Ich habe Respekt vor der Bibel. Wir glauben an Jesus. Muslime verbrennen nirgendwo eine Bibel. Haben Sie in muslimischen Ländern vor einer Kirche schon einmal beobachtet, dass Bibeln verbrannt werden? Und wenn jemand damit angefangen hat, eine Bibel zu verbrennen, haben Sie beobachtet, dass es von der Polizei erlaubt worden ist? Warum wird einem Mann erlaubt, der psychisch gestört ist, die Muslime zu belästigen?“ https://www.youtube.com/watch?v=_7oW0_POnVc In Dänemark gab es massive Proteste, als dieser 2020 in einem überwiegend von Muslimen bewohnten Stadtteil von Kopenhagen einen Koran in Schweinespeck wickelte und diesen dann verbrannte. Letztes Jahr wurde Paludan von einem dänischen Gericht wegen Verstoßes gegen den Rassismus-Paragrafen zu drei Monaten Gefängnis verurteilt und mit einem dreijährigen Berufsverbot als Rechtsanwalt belegt. Kemal Bölge/Stockholm    

Afghanistan-Krise
Taliban: China ist unser wichtigster Partner

Kabul – Taliban-Sprecher Zabihullah Mujahid hat gegenüber einer italienischen Zeitung erklärt, dass sich die Gruppe nach dem Abzug der ausländischen Truppen aus Afghanistan und der Übernahme des Landes vor allem auf die Finanzierung durch China verlassen wird. In seinem am Donnerstag von La Repubblica veröffentlichten Interview sagte Mujahid, die Taliban würden mit Hilfe Chinas für ein wirtschaftliches Comeback kämpfen. „China ist unser wichtigster Partner und stellt eine fundamentale und außergewöhnliche Chance für uns dar, weil es bereit ist, zu investieren und unser Land wieder aufzubauen“, wurde der Taliban-Sprecher in dem Interview zitiert. Die Neue Seidenstraße – eine Infrastrukturinitiative, mit der China seinen globalen Einfluss durch die Öffnung von Handelswegen vergrößern will – werde von den Taliban sehr geschätzt, so Mujahid weiter. Es gebe „reiche Kupferminen im Land, die dank der Chinesen wieder in Betrieb genommen und modernisiert werden können. Außerdem sei China Afghanistans „Zugang zu den Märkten in der ganzen Welt“. Mujahid bestätigte auch, dass es Frauen künftig erlaubt sein wird, an Universitäten zu studieren. Er sagte, Frauen könnten als Krankenschwestern, bei der Polizei oder als Assistentinnen in Ministerien arbeiten. Die Taliban übernahmen am 15. August die Kontrolle über die afghanische Hauptstadt Kabul, als die vom Westen unterstützte Regierung des Landes zerfiel, und beendeten damit 20 Jahre Krieg inmitten von Ängsten vor einem wirtschaftlichen Zusammenbruch und weit verbreitetem Hunger.

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– Cavusoglu in Serbien – Türkei und Serbien arbeiten an passfreiem Reisen

Nach Ländern wie die Ukraine, Moldawien oder Georgien, soll für türkische Staatsbürger bald auch nach Serbien passfreies Reisen möglich werden. Der türkische Außenminister kündigte am Dienstag nach einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem Amtskollegen Nikola Selaković in der serbischen Hauptstadt Belgrad an, dass bereits an diesem Plan gearbeitet werde.

Türkei und Serbien arbeiten an passfreiem Reisen
   

Wirtschaft
Stetiger Wandel im E-Commerce

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Der Online-Handel hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Immer mehr Unternehmen bieten neben dem klassischen Handel im Geschäft auch die Möglichkeit an, Produkte und Dienstleistungen über den eigenen Online-Shop zu erwerben. Unternehmen reagieren auf die immer neuen Trends mit unterschiedlichen Strategien. Wie sich Unternehmen auf den Wandel vorbereiten E-Commerce wächst in realen Zahlen stark. In den letzten Jahren gab es dabei einen stetigen Aufwärtstrend in den Absatzzahlen des Online-Handels. Für viele Unternehmen stellt der Handel über Online-Plattformen daher nicht nur eine Ergänzung, sondern oft bereits das Kerngeschäft dar. Die Präsenz auf digitalen Kanälen, das Design und die Betreuung eines eigenen Shops sind aus diesem Grund für viele Firmen mittlerweile gefragte Kernkompetenzen. Die notwendigen Skills erfordern hierbei oft eine besondere Spezialisierung und projektbezogenes Arbeiten. Immer wichtiger für Unternehmen werden daher auch Dienstleistungen für Onlineshops durch Freelancer. Auf Portalen wie Fiverr haben Unternehmer die Möglichkeit, ihren Onlineshop durch Freelancer betreuen zu lassen. Die Optionen reichen dabei von der Erstellung eines eigenen Shops durch erfahrene Programmierer über Anpassungen und Fehlerbehebung bis hin zu zusätzlichen Installationen und mehr. Auch Geschwindigkeitstest für Ladezeiten, die Optimierung der Services und ähnliche Produkt Firmen können sich mithilfe des Anbieter-Portfolios einen eigenen Eindruck von möglichen Partnern verschaffen. Ein Vorteil der Plattform liegt in der breiten Auswahl an Freelancern, die sich aus verschiedenen Branchen wie dem Grafikdesign, Marketing oder IT zusammensetzen. Werden über die Shop-Programmierung und Wartung hinausgehende Dienste benötigt, lassen sich diese über die Suchleiste filtern und auswählen. Die internationale Aufstellung der Website ermöglicht es zudem, für spezifische Länder optimierte Shops zu erstellen und diese in mehrere Sprachen übersetzen zu lassen. Welche Trends sich in der Branche abzeichnen Die Digitalisierung hält nicht nur in den Alltag der Menschen Einzug, sondern zeigt sich in immer stärkerem Maße ebenso im Geschäftsleben. Unternehmen mit eigenem Shop stehen daher vor der Herausforderung, ihre Online-Präsenz an eine sich diversifizierende und anspruchsvoller werdende Zielgruppe anzupassen. In der Wirtschaft zeichnen sich dabei Trends ab, die zeitgleich den Bereich E-Commerce betreffen. Eine wachsende Zahl von Dienstleistern greift etwa auf künstliche Intelligenz zurück, um den eigenen Service zu verbessern. Auf Basis von Kundendaten lassen sich so unter anderem Präferenzen für bestimmte Produkte ableiten, Prognosen für den eigenen Lagerbestand und den Bedarf an Produkten an bestimmten Tagen bestimmen und die Kommunikation mit Kunden verbessern. Dabei kommen immer öfter Chatbots zum Einsatz. Es handelt sich hierbei um ein Programm, das in der Kundenkommunikation Hilfe leisten soll. Chatbots werden mit den Antworten von Kunden gefüttert und im Sinne des Machine Learnings trainiert, um dem Anwender optimal zu helfen. Ungebrochen ist auch der Trend, die Einkäufe über Smartphone oder Tablet zu erledigen. Vor allem im Bereich des Shop-Designs gehen daher Anbieter zunehmend dazu über, Shops handyfreundlich zu gestalten. Zugleich legen Kunden in steigender Zahl Wert auf nutzerfreundliche Apps, die einen reibungslosen und schnellen Kauf der Produkte und der Verkauf über Social Media Plattformen an Bedeutung. Der E-Commerce reagiert auf diese Veränderungen mit Contentmanagern, die mit der Zielgruppe über gängige soziale Netzwerke kommunizieren und für aktuelle Angebote werben. Die Interaktion und das direkte Feedback der Kundschaft ist dabei ein wichtiges Instrument, um frühzeitig neue Wünsche, Kritik oder Anregungen aufzunehmen und auf diese angemessen zu reagieren.

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– Luftfahrt-News – Turkish Airlines: Am stärksten ausgelastete Fluggesellschaft Europas

Obwohl die Luftfahrtindustrie im Jahr 2020 hart getroffen wurde, zeichnete sich Turkish Airlines durch einen guten finanziellen Jahresabschluss aus. Laut CAPA war Turkish Airlines während der Pandemie die am stärksten ausgelastete Fluggesellschaft in Europa und unter den Top 5 Fluggesellschaften der Welt.

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Griechenland
Jüdische Gemeinde in Griechenland besorgt über Minister-Ernennung eines Holocaust-Leugners

Athen – Der Zentralrat der jüdischen Gemeinde in Griechenland hat sich besorgt über die Berufung des früheren Mitglieds der extrem-nationalistischen LAOS-Partei, Thanos Plevris, zum neuen Gesundheitsminister im Kabinett von Ministerpräsident Mitsotakis geäußert. Nach der Ernennung von Plevris zum Gesundheitsminister veröffentlichte der Zentralrat eine Pressemitteilung. Darin wird an antisemitische Aussagen des früheren Mitglieds der LAOS-Partei von 2009 erinnert, die dieser im Zusammenhang mit dem NS-Vernichtungslager Auschwitz getätigt habe. Minister Plevris wird in der Mitteilung aufgefordert, sich beim jüdischen Volk zu entschuldigen. Man erwarte eine Missbilligung von Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus und eine Distanzierung gegenüber Leugnern des Holocaust. Der Zentralrat bringe seine Hoffnung zum Ausdruck, dass Gesundheitsminister Plevris alle Bürger Griechenlands gleichbehandeln wird, unabhängig  welcher Hautfarbe, Religion oder Sprache diese angehören. (Twitter) Neuer Gesundheitsminister entschuldigt sich Plevris kam heute der Aufforderung des Zentralrats der jüdischen Gemeinden Griechenlands nach und entschuldigte sich über den Kurznachrichtendienst Twitter beim jüdischen Volk. Der Minister erklärte: „Mein Respekt gegenüber den Opfern des Holocaust ist grenzenlos und ich bin gegen jede Form von Antisemitismus. Das habe ich ohne Zweifel in verschiedenen Verlautbarungen zum Ausdruck gebracht. Ich teile nicht die Ansichten meines Vaters, als dieser vor Gericht angeklagt wurde und ich als Verteidiger eine Rede hielt. Die Einwände des Zentralrats der jüdischen Gemeinde gegen meine Person sind nachvollziehbar. Ich wollte niemals Juden beleidigen. Falls ich dadurch jemand verletzt haben sollte, bitte ich dafür um Entschuldigung. Diejenigen, die Zweifel an meinem Respekt gegenüber dem jüdischen Holocaust hegen, werde ich als Gesundheitsminister eines Besseren belehren und sie werden dann sicher sein, dass ich keine antisemitischen Einstellungen besitze.“ Kemal Bölge/Athen

Afghanistan-Krise
Linke fordert Auflösung der Nato

Osnabrück – In der Debatte um ihre ablehnende Haltung zur Nato und zuletzt zum Bundeswehreinsatz in Afghanistan hat die Linkspartei scharf auf Kritik der Grünen und der SPD reagiert. Dietmar Bartsch, Chef der Linksfraktion im Bundestag, sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ), es sei „hanebüchen“, die Linke im Zusammenhang mit Afghanistan zu kritisieren. Er betonte: „Meine Fraktion hat im Juni – wie die Grünen selbst – beantragt, Deutsche und Ortskräfte zu evakuieren. Union und SPD haben das abgelehnt.“ Bei der Abstimmung über den finalen Evakuierungseinsatz in Kabul hatten sich die Abgeordneten der Linksfraktion allerdings mehrheitlich der Stimme enthalten und damit viel Kritik ausgelöst. Bartsch forderte nun, die Grünen-Vorsitzenden Robert Habeck und Annalena Baerbock sollten nicht diejenigen kritisieren, „die retten wollten, sondern jene, die dagegen waren und 20 Jahre die Hand für Krieg gehoben haben, der im Desaster endete“. Es sei irritierend, „mit welcher Selbstverständlichkeit die Grünen für eine maßlose Aufrüstung der Bundeswehr und sinnlose Auslandseinsätze plädieren“. Bartsch lehnte es zugleich ab, die ablehnende Position seiner Partei zur Nato und zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr zu überdenken, wie es auch SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz gefordert hat: „Die Linke geht mit ihrem Programm in die Wahlauseinandersetzung und ändert dort nichts“, sagte er und fügte hinzu: „Koalitionen werden nach Wahlergebnissen verhandelt.“ Die Linke sei regierungsfähig. „Das beweisen wir in den Ländern sehr erfolgreich.“ Die Linke fordert eine Auflösung der Nato und will sie durch ein kollektives Sicherheitssystem mit russischer Beteiligung ersetzen. Außerdem heißt es im Wahlprogramm der Linken: „Die Bundeswehr muss aus allen Auslandseinsätzen abgezogen werden.“ Das zielt vor allem auf Kampfeinsätze. Die Beteiligung der Bundeswehr an friedenssichernden Einsätzen im Ausland schließen Linke wie Bartsch aber nicht kategorisch aus.

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– VJTF – Türkei übernimmt Führung der NATO-Speerspitze

Die türkische Armee hat am gestrigen Freitag die Führung der Very High Readiness Joint Task Force (VJTF; deutsch: Einsatzgruppe mit sehr hoher Einsatzbereitschaft) der NATO übernommen.

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Türkei
Schauspieler Ferhan Şensoy gestorben

Istanbul – Der bekannte türkische Theater- und Filmschauspieler Ferhan Şensoy ist im Alter von 70 Jahren an den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung gestorben. Die Nachricht vom Tod des beliebten Schauspielers wurde von der Theatergruppe Ortaoyuncular, die einst von Şensoy selbst 1980 in Istanbul gegründet wurde, via Twitter mitgeteilt. In der Mitteilung heißt es: „Der Gründer unseres Theaters, unser Meister Ferhan Şensoy, verstarb trotz intensiver Eingriffe im Krankenhaus, in dem er seit geraumer Zeit behandelt wurde. Wir sind in tiefer Trauer. Alle, die ihn geliebt haben, möchten wir unser herzliches Beileid aussprechen.“
(Screenshot/Twitter)
Die Ärzte der medizinischen Fakultät von Istanbul, in dem Şensoy behandelt wurde, teilten in einer Stellungnahme mit, dass der Theatermacher letzte Nacht um 2:30 Uhr an den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung und Atemstillstand verstorben sei. Der am 26. Februar 1951 in Çarşamba/Samsun geborene Şensoy prägte wie kein Zweiter die türkische Theaterszene. Er spielte in unzähligen Theaterstücken, Kino- und Fernsehfilmen mit und schrieb zeit seines Lebens Drehbücher, Romane, Essays und Tagebücher. Ferhan Şensoy ist Gründer der Theatergruppe Ortaoyuncular im Istanbuler Stadtteil Beyoğlu. Neben seiner Theaterausbildung in der Türkei studierte er auch in Frankreich und Kanada Theater. Ein sehr bekanntes Theaterstück seiner von ihm gegründeten Gruppe ist „Ferhangi Şeyler“. In den 70er-Jahren inszenierte er eine Gossip-Show, in dem bekannte Schauspielerinnen wie Adile Naşit, Perran Kutman oder Sevda Karaca mitspielten. Kemal Bölge/Istanbul

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– Streaming-Dienste – Dramax: Neuer Streaming-Dienst für türkische Serien

Der türkische Medienkonzern Demirören Media hat nun auf einer Online-Pressekonferenz seinen neuen Streaming-Dienst Dramax vorgestellt, der neben der Türkei auch ein Abonnement-System für Nutzer auf der ganzen Welt bietet.

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