Der mobile Casino-Markt wächst derzeit explosionsartig und endlich haben sich auch in Deutschland die Gesetze rund ums Zocken online liberalisiert. Heute spielt man an Slot-Maschinen jederzeit und von überall, per Smartphone oder Tablet.
Die neue Technologie macht es möglich nicht nur bequem von der Couch aus sein Glück zu wagen, aber eben auch in der Mittagspause, auf dem Weg zur Arbeit oder im Wartezimmer des Arztes. Was gilt es dabei jedoch zu beachten, damit das Erlebnis risikofrei bleibt, während der Nutzer gleichzeitig seine Gewinnchancen optimiert?
Die Statistik spricht für sich: 2021 kamen bereits 48 Prozent der Bruttospielerträge im Online-Glückspielmarkt weltweit aus dem Bereich mobiles Gaming, bis 2023 soll dieser Anteil auf 53 Prozent ansteigen. Damit ist klar, dass die Nutzer vorrangig nicht am Computer, sondern eben per Smartphone und Tablet zocken. Vorreitend sind dabei natürlich Asien und die USA, doch selbst in Deutschland zeichnet sich ein deutlicher Trend ab: Bis 2024 wird hier ein Bruttospielertrag von 3,3 Milliarden Euro aus Online-Casinos allein erwartet, und auch hierzulande ist das Handy mittlerweile zur beliebtesten Gaming-Plattform geworden. Laut Game, dem Verband der deutschen Game Branche, nutzten 2021 22,6 Millionen Nutzer das Smartphone zum Gaming, im Vergleich zu 15,2 Millionen, die den PC bevorzugen, immerhin 9,9 Millionen spielten auf dem Tablet.
Während Zocken, besonders im Internet, in Deutschland lange ein Stigma besaß, tut sich derzeit eine Menge was den Ruf von Online-Casinos betrifft. Verantwortlich war damit nicht zuletzt das Inkrafttreten des neuen Glückspielstaatsvertrags im Juli 2021, der das Glückspiel im Internet nun ganz legal macht. Die Gesetzesänderung war jedoch das Ergebnis einer schon lange nicht mehr aufzuhaltenden Entwicklung in ganz Europa. Gambling Online, das geht nämlich schon seit vielen Jahren, und wenngleich es vor der Erneuerung des Staatsvertrags offiziell nicht legal war, handelte es sich um einen legalen Graubereich, der kaum geahndet werden konnte.
Die Server der Anbieter befanden sich ganz einfach in Ländern wie Gibraltar, Malta oder der britischen Isle of Man, wo der Betrieb offiziell legal ist. Auch Schleswig-Holstein ging seit 2011 einen Sonderweg und erlaubte die Vergabe von Lizenzen an diverse Online-Casino-Betreiber. Die deutsche Regierung sah sich unter Zugzwang eine einheitliche und länderübergreifende Regelung zu finden, zumal viele Steuergelder auf diese Weise ins Ausland abflossen.
Mit dem neuen Glückspielstaatsvertrag wurde ein striktes und umfassendes Regelwerk geschaffen, das die Lizenzierung von Casinos im Internet unter dessen Einhaltung erlaubt. Gleichzeitig wurden Maßnahmen zum Jugendschutz und Schutz vor Spielersucht festgelegt. Eine zentrale Behörde in Halle überwacht in Zukunft die Einhaltung der Regelungen und wird mit der Lizenzvergabe beauftragt. Limitiert ist allerdings nach wie vor, welche Spiele genau angeboten werden dürfen: Slot-Maschinen sind erlaubt, Live-Streams von Casino-Spielen wie Poker und Roulette, bei dem man an einem virtuellen Tisch Platz nimmt, sind nach wie vor in Deutschland nicht legitim.
Zudem muss sich jeder Anbieter dazu verpflichten Nutzer-Dateien anlegen zu lassen, die Spieler können dabei plattformübergreifend nur 1.000 Euro im Monat insgesamt einsetzen. Eine Sperrdatei soll Suchtgefährdete schützen. Zudem gibt es strenge Regelungen, wann die Casinos Werbung schalten dürfen, um den Anforderungen an den Jugendschutz zu entsprechen.
Gewiss ist, dass das mobile Casino in Zukunft dem landbasierten Casino den Rang ablaufen wird. Viele Spielbanken und -hallen mussten die vergangenen zwei Jahre über für Besucher geschlossen bleiben, gleichzeitig suchten die Menschen Unterhaltung von daheim, weshalb das Zocken online immer beliebter wurde. Das Smartphone ist zudem überall mit dabei und wird inzwischen für sämtliche Lebensbereiche genutzt, weshalb der Griff in die Hosen- oder Handtasche zu einer schnellen Runde Zocken naheliegt.
Wenngleich es oft Skepsis hinsichtlich der Sicherheit gibt, bestehen auch hier strikte Maßnahmen, an die sich die seriösen Anbieter halten – gerade weil in dieser Branche der gute Ruf ein entscheidender Überlebenssfaktor ist. Die meisten seriösen Anbieter geben ihre Lizenzen auf der Webseite an, und listen in den allgemeinen Geschäftsbedingungen die exakten Konditionen was Einzahlung, Auszahlung, Freispiele und Willkommensboni betrifft, deren Auszahlung meist an bestimmte Konditionen gebunden ist. Natürlich muss die Seite des Betreibers mit dem Smartphone kompatibel sein, wenn über den Browser gespielt werden soll.
Bessere Kompatibilität ist in der Regel mit Apps garantiert, die über den App Store oder Google Play Store heruntergeladen werden können. Auch die Einzahlung ist bei den lizenzierten Anbietern sehr sicher und erfolgt oft per PayPal, Apple Pay oder andere anerkannte Zahlungssysteme, wie Skrill oder Neteller, wobei sich die seriösen Anbieter gleichzeitig zum Datenschutz verpflichten und ihre Seite entsprechend verschlüsseln – oft mit den neuesten Technologien.
(Symbolfoto: pixabay)
Wer die richtige Casino-Plattform oder -App für sich finden möchte, sollte die verschiedenen Angebote studieren. Die meisten bieten Freispiele und Willkommensboni, um neue Kunden anzulocken – was absolut kein Hinweis auf mangelnde Seriosität ist. Auf diese Weise können gerade Neueinsteiger zunächst ohne Einzahlung und Risiko in ein Angebot hineinschnuppern und sich vertraut machen, bevor echtes Geld gesetzt wird. Die Ein- wie auch Auszahlungen erfolgen in der Regel umgehend, wobei eben die Auszahlung von Boni in der Regel an bestimmte Bedingungen geknüpft werden muss – wie beispielsweise die Festlegung, wie oft er gespielt werden muss, bevor er ausgezahlt werden kann. Auf diese Weise schützen sich die Anbieter davor, dass der Kunde zu schnell zu einer anderen Plattform wechselt, um dort die Einsteigerangebote zu nutzen.
Natürlich bedarf es zum mobilen Zocken ein Gerät, das technologisch entsprechend ausgerüstet ist, damit das Erlebnis Spaß macht und unterbrechungsfrei abläuft. Mittlerweile bringen viele Hardware-Hersteller spezielle Gaming-Handys auf den Markt. Diese besitzen meist ein besonders großes Display und starke Akkus, wie auch schnelle Bildwiederholraten für ein flüssiges Spielerlebnis. In der Regel sind diese Smartphones mit einem modernen Snapdragon Prozessor ausgestattet sowie einem starken Grafik-Chip. Einige Geräte verfügen sogar über einen speziellen Gaming-Modus sowie eine besondere Kühleinheit, die verhindert, dass sich das Gerät bei schnellem Spielen überhitzt. Wer gerne auf dem Smartphone spielt, sei es in Casinos oder anderen Games, sollte zudem ein Handy mit ausreichendem Arbeitsspeicher (über 6GB) sowie internem Speicher auswählen.
Welche Casino-Spiele man nun wählt, bleibt ganz dem persönlichen Geschmack vorbehalten. Zu den bekanntesten Anbietern gehören NetEnt, Microgaming und Play N’Go mit umfassenden Angeboten an verschiedenen Slots, Poker, Blackjack und Roulette Games. Dabei unterscheiden sich Video Slots, Classic Slots, Progressive Slots und mehr, wobei auch Faktoren wie der RTP (Return to Player) eine Rolle spielen: Dieser bestimmt, welcher Prozentanteil der Einzahlung an die Spieler ausgezahlt wird, und damit gleichzeitig den Hausvorteil des Anbieters. Der RTP von anerkannten Casinos liegt zwischen 96 bis 98 Prozent.
Die Volatilität eines Spiels bestimmt Risiko und Gewinnchancen. Spiele mit geringer Volatilität sind dabei perfekt für Anfänger – das Risiko ist niedrig, gleichzeitig werden viele kleinere Gewinne ausbezahlt. Bei hoher Volatilität hat man die Chance auf größere Gewinne, die jedoch seltener erfolgen, was gerade für Anfänger frustrierend sein kann.
Die Thematik der Spiele ist schier grenzenlos, von griechischer oder römischer Mythologie bis hin zu Fantasiewelten, Superhelden oder Geheimagenten-Missionen kann der Spieler eine Menge Abwechslung erwarten, wobei tolle Grafiken und Sounderlebnisse den Player in Bann ziehen. Somit ist stundenlange Ablenkung und Entertainment garantiert, wenngleich mobiles Zocken eben auch in kurzen Zeiteinheiten zwischendurch und unterwegs möglich ist.
Casino-Spiele auf dem Smartphone werden immer anerkannter und populärer, weshalb gerade in Deutschland nach Veränderung der Gesetzeslage zu erwarten ist, das zahlreiche Anbieter neue Chancen wittern und auf den Markt drängen. Die Angebote vorab auf bestehende Lizenzen und Seriosität zu prüfen, gegebenenfalls auch die Bewertungen im App Store oder Google Playstore zu lesen, ist wichtig für ein sicheres wie auch erfreuliches virtuelles Casino-Erlebnis.
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Türkei: Gaming-Industrie soll auf 10 Mrd. Dollar wachsen
Die Gaming-Industrie der Türkei wird zu einem immer wichtigeren Wirtschaftsfaktor. Das Land will ihren Anteil an der weltweit 150 Milliarden Dollar schweren Industrie von derzeit einer Milliarde Dollar auf 10 Milliarden erhöhen.
Athen – Bereits im Januar dieses Jahres hatten Wirtschaftsvertreter bei einem Treffen in Athen die Verbesserungen der Handelsbeziehung angekündigt und auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, sowie der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis betonten bei einer Zusammenkunft Anfang März in Istanbul den Wunsch einer Wiederannäherung.
Mitsotakis, wie auch seine Schwester, die ehemalige Außenministerin Dora Bakoyannis, wünschten sich bessere Beziehungen zur Türkei, stießen damit bei andere Politikern und Teilen der Bevölkerung jedoch auf Ablehnung, so der Professor für Politikwissenschaft Alexis Heraclides von der Panteion-Universität in der griechischen Hauptstadt Athen gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu.
Heraclides wies darauf hin, dass es Zeiten gab, in denen griechische Entscheidungsträger, darunter der konservative Regierungschef Konstantinos Karamanlis in den späten 1970er Jahren oder die Sozialdemokraten Kostas Simitis und Georgios Papandreou, die Notwendigkeit einer dauerhaften Lösung für die Ägäis wirklich erkannten, aber die starke Reaktion der Öffentlichkeit sie davon abhielt, weitere Schritte zu unternehmen.
Es gebe auch heute in der griechischen Bürokratie besonnene, objektive Leute, die wüssten, dass die meisten Behauptungen über die Türkei falsch seien und dass bessere Beziehungen zur Türkei beiden Ländern zugute kämen, so Heraclides.
„Desinformation über die Türkei sind sowohl bei den Entscheidungsträgern als auch bei der Bevölkerung in Griechenland weit verbreitet“, sagte Heraclides.
Heraclides zufolge trügen einige griechische Medien, darunter die großen Tageszeitungen und Fernsehsender, dazu bei, das Bild der Türkei als „neo-osmanische, expansionistische Macht, die in Griechenland einmarschieren will“, zu zeichnen.
„Sie zitieren zum Beispiel Reden des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, des Außenministers Mevlut Cavusoglu oder des Verteidigungsministers Hulusi Akar aus dem Zusammenhang gerissen und schüren so Skepsis oder feindselige Gefühle ihnen und der Türkei im Allgemeinen gegenüber“, erklärte er weiter.
Heraclides:
„Der griechische Nationalismus, der stark ethnozentrisch und antitürkisch geprägt ist, ist in allen griechischen politischen Parteien stark ausgeprägt und einflussreich – mehr in den rechten, weniger in den linken Parteien, und folglich kann man leicht als Verräter oder türkischer Spion gebrandmarkt werden, wenn man die Notwendigkeit einer Lösung der Probleme zwischen der Türkei und Griechenland betont.“
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– Erdoğan-Mitsotakis-Treffen –
Türkei und Griechenland wollen Beziehungen verbessern
Die Türkei und Griechenland wollen nach Konflikten über Hoheitsrechte im Mittelmeer und anderen Streitigkeiten ihre Beziehungen verbessern.
NEX24 sprach mit dem Journalisten und Vorsitzenden der Türkischen Union von Xanthi (İskeçe), Ozan Ahmetoğlu über die umstrittene Ernennung von Muftis durch den griechischen Staat und die seit 37 Jahren den Westthrakien-Türken verwehrte Religionsautonomie, die in den Abkommen von Athen und Lausanne geregelt ist. Ahmetoğlu studierte an der Universität von Ankara Journalismus und arbeitet für die Zeitung Gündem.
NEX24: Herr Ahmetoğlu, vor kurzem wurde ein vom griechischen Staat in İskeçe/Xanthi ernannter Mufti seines Postens enthoben und an seine Stelle ein neuer Mufti ernannt. Welche Erkenntnisse liegen Ihnen als Journalist zu diesem Sachverhalt vor?Ozan Ahmetoğlu: Vor einiger Zeit wurde der Mufti von İskeçe/Xanthi [der vom griechischen Staat ernannte, Anm. d. Red.], Bilal Kara Halil, seines Amtes enthoben und an seine Stelle ein neuer Mufti ernannt. Weder vom Generalsekretär selbst noch von der Verwaltung, die die Ernennung durchführt, gab es dazu ein Statement.
Warum wurde der Mufti von seinem Amt entfernt und ein neuer ernannt? Es gibt dazu keine offizielle Verlautbarung und auch in den regionalen Medien ist darüber nichts bekannt. Wir wissen es schlichtweg nicht, aus welchen Grund das Geschehen ist und haben dazu keine Informationen erhalten oder etwas dazu gelesen.
NEX24: Welche Position haben die vom griechischen Staat ernannten Muftis bzw. das Muftiamt, wenn die türkisch-muslimische Gesellschaft in Westthrakien diese gar nicht anerkennt?Ozan Ahmetoğlu: Wie Sie wissen, gibt es bezüglich des Muftiamtes in Westthrakien seit vielen Jahren ein ernsthaftes Problem, das weiter besteht. Diese Frage existiert seit 1985, als der damalige Mufti von Gümülcine [Komotini] verstarb und in den darauffolgenden Ereignissen, die mit dem Ableben des Muftis passierten. Der griechische Staat hat ohne die Zustimmung und Akzeptanz der türkischen Minderheit in Westthrakien selbst Muftis ernannt.
Sicherlich beeinflusst dieser Sachverhalt in keiner Weise die Frage des Muftiamtes. Diese Problematik besteht nach wie vor, daran hat sich nichts geändert und wartet seit Jahren noch immer auf eine Lösung und es wird noch weiter bestehen. Wie Sie wissen, erkennt die türkisch-muslimische Minderheit in Westthrakien die vom Staat ernannten Muftis als solche nicht an. Es gibt zwei Muftis, die von den Türken in Westthrakien aus eigenem Antrieb gewählt wurden: Der Mufti in İskeçe/Xanthi, Ahmet Mete, und der Mufti von Gümülcine/Komotini, Ibrahim Şerif.
Das sind zwei Religionsgelehrte, die von den Türken in Westthrakien als solche akzeptiert werden. Aus diesem Grund tragen Ernennungen, die mit der türkischen Minderheit in Westthrakien ohne Dialog und Konsultationen zustande gekommen sind und durch die türkische Minderheit nicht akzeptiert sowie abgelehnt wurden, nicht zu einer Lösung des Problems bei, sondern machen die Problematik nur komplexer und schwieriger. Es würde zu keiner Lösung beitragen, das muss ganz deutlich gesagt werden.
NEX24: Die Religionsfreiheit und die religiöse Autonomie der Türken in Westthrakien sind in den Abkommen von Athen und Lausanne explizit geregelt. Was sollte Ihrer Meinung nach Griechenland unternehmen, um die bestehenden Probleme zu lösen?Ozan Ahmetoğlu: Wir haben es mit einer Politik zu tun, die Abkommen ignoriert. Wie ich bereits dargelegt habe, wenn wir all diese Fragen vor dem Hintergrund der Mufti-Problematik betrachten, dass fast seit 37 Jahren besteht, werden beide internationalen Verträge nicht umgesetzt, und es gibt keinen Dialog zwischen den Institutionen und Vertretern der türkischen Minderheit Westthrakiens und des griechischen Staates, um die Mufti-Frage zu lösen. Es werden keine Anstrengungen unternommen, die zu einer Lösung der Frage beitragen könnte. Die Problematik wird ignoriert und das ist in Westthrakien seit Jahren der Fall.
Wenn wir noch einmal auf die Mufti-Frage zurückkommen: Der Vertrag von Lausanne und der 1913 geschlossene Vertrag von Athen garantieren die Rechte und Freiheiten der türkischen Minderheit in Westthrakien und bringen eine Klarstellung zur Mufti-Frage. Das sind internationale Verträge. Leider hält sich Griechenland nicht an diese Abkommen. Es missachtet weiterhin die in diesen Übereinkünften enthaltenen Punkte hinsichtlich der Mufti-Frage.
Insofern mangelt es, wie bei der Mufti-Frage und vielen anderen Problemen Griechenlands an dem Willen, die Causa zu lösen. Wenn wir es aus diesem Blickwinkel betrachten und bewerten, sehen wir deutlich, dass in Bezug auf die Minderheit keine demokratische Staatspolitik existiert und kein Wille vorhanden ist, die Probleme zu lösen, die die Community der türkisch-muslimischen Minderheit betreffen. Die Frage besteht weiter und im Rahmen des demokratischen Verständnisses wurden keine Schritte unternommen, um die gegenwärtige Situation zu ändern. Was wollen die Türken in Westthrakien? Die Westthrakien-Türken wollen und erwarten wie bei der Mufti-Frage einen Dialog mit Griechenland, dessen Staatsbürger sie sind, um dauerhafte Lösungen für die Probleme zu erreichen.
Vielen Dank für das Gespräch!Das Interview führte Kemal Bölge
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Kiew: Tschetschenen-Führer Cheberloyevsky dankt Türkei für Unterstützung
Im Krieg in der Ukraine setzt die russische Regierung auf die Unterstützung Ramsan Kadyrows, Herrscher der russischen Teilrepublik Tschetschenien. Jedoch kämpfen auch auf der Seite der Ukraine Tschetschenen. NEX24 traf deren Anführer Muslim Cheberloyevsky in Kiew.
Antalya – Aufgrund der hohen Nachfrage russischer und ukrainischer Interessenten, sind die Miet- und Immobilienpreise in der türkischen Provinz Antalya seit Beginn des Krieges in der Ukraine in die Höhe geschnellt. Vermieter bevorzugten Ausländer, da diese ihre Miete für ein Jahr im Voraus bezahlten.
Es habe bereits seit einigen Jahren ein großes Interesse von Käufern aus dem Nahen Osten gegeben, die Situation habe sich seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine jedoch deutlich verschärft.
„Derzeit ist die Nachfrage nach Häusern zur Miete und zum Verkauf sehr hoch, aber es gibt jedoch keine freien Immobilien mehr. Studenten und Beamte, die nach Antalya kommen, können kein Haus finden oder die Mieten sind zu hoch“, so İsmail Çağlar, Präsident der Maklerkammer Antalya, gegenüber der Tageszeitung Sözcü.
„Ein Haus, das vor dem Krieg 3.000 Lira kostete, stieg auf 13.000 Lira“, betonte Çağlar.
Jedoch seien auch nicht alle Russen oder Ukrainer wohlhabend genug, um sich diese Preise leisten zu können, sagte Serkan Şahin, ein Immobilienmakler der Tageszeitung Hürriyet. Er erinnerte sich an einen Fall, bei dem 300 ukrainische Urlauber nach Ausbruch des Krieges in Antalya gestrandet waren.
„Sie waren knapp bei Kasse und acht Personen wollten gemeinsam eine Ein-Zimmer-Wohnung mieten. Das war natürlich unmöglich“, so Şahin.
Das an der Mittelmeerküste gelegene Antalya war schon vor dem Krieg bei russischen und ukrainischen Urlaubern sehr beliebt und zieht jedes Jahr Millionen von Besuchern aus den beiden Ländern an. Die Stadt beherbergt zudem eine beträchtliche russische und ukrainische Bevölkerung. Etwa 29.000 Russen und rund 9.000 Ukrainer leben in Antalya.
Wer möchte nicht glücklich und ohne Kopfschmerzen in das neue Heim in der Türkei einziehen? Marina Bütün, die seit 2003 in der Türkei an der Westküste in der Provinz Muğla mit ihrem türkischen Mann lebt und dort 2005 eine Immobilien-Firma mit Schwerpunkt Bau von Einfamilienhäusern gründete, hat ihre Erfahrungen in einem Buch zusammengefasst.
Osnabrück – Kinderärztepräsident Thomas Fischbach hat ein Ende der anlasslosen Testpflicht an Kitas und Schulen gefordert: „Die Testpflicht für Kinder ohne Symptome ist zu einer überflüssigen Zumutung geworden“, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) und verwies auf entsprechende Stellungnahmen pädiatrischer Fachgesellschaften.
Es gebe einen hohen Anteil falsch-positiver Ergebnisse, die dann zu Quarantäne ganzer Familien führten. Zudem erkrankten Kinder und Jugendliche extrem selten schwer an Corona. „Der ganze Zirkus wird nur veranstaltet, um die impfunwilligen Erwachsenen aus den Risikogruppen zu schützen. Es muss bitte Schluss sein mit dem Testen gesunder Kinder!“ Auch bei den derzeit hohen Inzidenzen reiche es vollkommen, Kinder mit Symptomen von Covid-19 zu testen.
Grundsätzlich forderte Fischbach die Bundesländer auf, „Kinder und Jugendliche bei der Umsetzung des neuen Infektionsschutzgesetzes nicht zu vergessen“. Die Bundesländer müssten Lösungen für die Teilhabe am sozialen Leben der Minderjährigen sicherstellen. „Schulen und Kitas müssen geöffnet bleiben!“
Für Kinder bis fünf Jahre gebe es keinen zugelassenen Impfstoff, für Kinder von fünf bis elf Jahren keine allgemeine Impfempfehlung der Stiko, und viele Jugendliche könnten sich nicht impfen lassen, wenn ein Elternteil dagegen sei, sagte der BVKJ-Präsident NOZ. „Unsere Sorge ist groß, dass Kinder mit unvollständigem Impfschutz wegen der weiter hohen Inzidenzen noch lange von Sport- oder Freizeitangeboten ausgeschlossen werden könnten. Das darf auf keinen Fall passieren. Sie brauchen die soziale Teilhabe ganz dringend!“
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Soziale Netzwerke in Corona-Krise Umschlagplatz für gefährliche Desinformation
Soziale Netzwerke und Messengerdienste spielen eine wichtige Rolle für die politische Meinungsbildung in der digitalisierten Gesellschaft. Doch gerade in der Corona-Krise sind sie zunehmend zu einem Umschlagplatz für gefährliche Desinformation und Verschwörungerzählungen geworden.
Baidoa – In Somalia herrscht die schlimmste Dürre seit Jahrzehnten. In den ersten zehn Wochen dieses Jahres mussten bereits mehr als 450.000 Menschen ihr Zuhause auf der Suche nach Wasser und Nahrung verlassen, berichtet Save the Children. Die Zahlen steigen rapide an und immer mehr Kinder leiden an Unterernährung.
Die Auswirkungen der Klimakrise sind in Somalia besonders stark zu spüren. Das Land am Horn von Afrika kämpft nun mit der dritten Dürre innerhalb eines Jahrzehnts. Etwa 90 Prozent des Landes und 4,3 Millionen Menschen – ein Viertel der Bevölkerung – sind betroffen. Einige Gebiete erleben die größte Trockenheit seit 40 Jahren. Verschärft wird die Situation zusätzlich durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, der Lebensmittelpreise und die Transportkosten für wichtige Importe wie Weizenmehl in die Höhe treibt. Dies weckt Befürchtungen, dass sich die tödliche Hungersnot von 2011 wiederholen könnte. Damals starben ungefähr 260.000 Menschen, die Hälfte von ihnen Kinder unter fünf Jahren.
Sumaya, 20 Jahre alt, mit ihrer einjährigen Tochter in Kismayo im Süden Somalias am 07. März 2022 in einem Binnenflüchtlingslager am Rande der Stadt. Foto: Michael Tsegaye/Save the children.
„Die damalige Hungersnot war eine der größten vermeidbaren humanitären Katastrophen der Neuzeit und löste weltweit ein Gefühl der Scham aus. Internationale Organisationen haben einfach zu spät reagiert“, sagt Save the Childrens Kommunikationsdirektorin Martina Dase, die vor Ort ist, um sich ein Bild von der Situation zu machen. „Dieses Mal müssen wir es besser machen. Schon jetzt sterben Kinder, und es werden täglich mehr. Als Menschheit haben wir hier eine besondere Verpflichtung zu verhindern, dass sich 2011 wiederholt. Noch ist es möglich.“
Da der internationale Aufruf der UN zur humanitären Hilfe bisher nur 3,8 Prozent der nötigen 1,46 Milliarden USD aufgebracht hat, appelliert Save the Children an die internationale Gemeinschaft, ihre Finanzierungsbemühungen zu verstärken. Sonst könnten nach Schätzungen der Vereinten Nationen bis Mitte des Jahres 1,4 Millionen Kinder akut unterernährt sein – 64 Prozent mehr als vor zwei Jahren.
„Die Zahlen sind erschreckend. Aber noch viel grausamer ist es, einem kleinen Mädchen beim Sterben zuzusehen. In Kismayo kam für die Vierjährige jede Hilfe zu spät, weil ihre Mangelernährung schon zu weit fortgeschritten war. Das sind Bilder, die mich seitdem nicht mehr loslassen“, sagt Martina Dase.
Das medizinische Personal der Kinderrechtsorganisation im Regionalkrankenhaus von Kismayo berichtet, dass sich die Zahl der eingelieferten Kinder im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht hat und mehr Fälle von Unterernährung, Lungenentzündung und Durchfall auftreten. Eine von Save the Children unterstützte mobile Gesundheitseinheit, die in einem nahegelegenen vertriebenen Lager arbeitet, meldete im vergangenen Monat acht Todesfälle von Kindern aufgrund von Unterernährung.
„Dies ist eine der schlimmsten Dürreperioden, die ich je erlebt habe. Wir sind an Dürreperioden in Somalia gewöhnt, aber diese ist anders. Es wird immer schlimmer und wir haben alles verloren. Seit drei Jahren haben wir keinen guten Regen mehr erlebt“, erzählt die 50-jährige Bäuerin Aamina*, die ihren gesamten Viehbestand verlor und damit auch ihren Lebensunterhalt. Sie ist eine von mehr als 30.000 Menschen, die in einem der zwei im Oktober errichteten Lager in Luglow, nahe der südlichen Hafenstadt Kismayo, Zuflucht suchen musste. Hier kann sie für ihre Kinder und Enkel zumindest den Zugang zu Nahrungsmitteln, Wasser und Gesundheitsdiensten sicherstellen.
Aamiina*, 50, mit ihrer sechsjährigen Tochter Jamila* und ihrer vierjährigen Enkelin Sahra*, in einem Lager in der Nähe von Kismayo in Südsomalia. (Foto: Savethechildren)
Auf der staubigen Straße nach Luglow liegen die verrottenden Kadaver von toten Rindern und Eseln von Fliegen umschwärmt und täglich treffen mehr Menschen ein. „Ich kann nicht vorhersagen, was als Nächstes passieren wird, aber ich glaube nicht, dass wir jemals zurückkehren können, da wir nichts haben“, sagt Aamina*. „Wenn wir krank sind, können wir nichts tun. Jetzt brauchen wir eine bessere Unterkunft, und wenn wir Unterstützung bekommen, könnten wir versuchen, in der Stadt neu anzufangen. Das ist jetzt mein größter Wunsch.“
Angesichts der Tatsache, dass die Zahl der vertriebenen Menschen in diesem Jahr auf bis zu 1,4 Millionen ansteigen soll, ist Save the Children über den Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Einrichtungen und der Gesundheitsversorgung in vielen der 5.000 Vertriebenenlager in Somalia besorgt. Finanzmittel werden dringend benötigt, um Familien lebensrettende Unterstützung zukommen zu lassen.
„Wir sind Zeugen einer Klimakatastrophe, die sich vor uns abspielt. In Somalia gab es schon immer Dürren, etwa alle zehn Jahre, aber diese schnell aufeinanderfolgenden Dürren bedeuten, dass die Menschen nicht die Zeit haben, sich dazwischen zu erholen und ihre Ernten oder ihren Viehbestand wiederherzustellen. Es ist bedrohlich, denn fast das gesamte Land ist von dieser Dürre betroffen“, sagt der Landesdirektor von Save the Children in Somalia, Mohamud Mohamed Hassan. „Wir wissen, dass es weltweit viele konkurrierende Krisen gibt und dass die Ukraine wahrscheinlich alles überlagern wird, aber wir dürfen die Kinder in Somalia nicht im Stich lassen. Wir können sie retten, wenn wir jetzt handeln!“
Save the Children arbeitet seit 1951 in Somalia und ist auf nationaler und internationaler Ebene führend in der humanitären Hilfe. Zudem engagiert sich die Organisation in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Bildung, Kinderschutz und Kinderrechte. Im Jahr 2021 erreichte die Kinderrechtsorganisation über 3 Millionen Menschen in Somalia, darunter mehr als 1,8 Millionen Kinder.
Save the Children Deutschland beteiligt sich mit einer Förderung des Auswärtigen Amtes bei humanitären Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, WASH (Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene) und Kinderschutz. Zudem bietet sie bedürftigen Familien mit Kindern in Somalia Geldtransfers für die Soforthilfe. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert im Rahmen der Übergangshilfe über die Zusammenarbeit mit Save the Children Projekte in Somalia und verfolgt unter anderem das Ziel binnenvertriebene Jugendliche in Baidoa, Garowe und Mogadischu dabei zu unterstützen, verbesserte Einkommensmöglichkeiten und soziale Teilhabe zu erlangen.
* Name zum Schutz geändert
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– Hungerkrise in Jemen –
Hungersnot: Hilfe für Jemen bleibt aus
Die Folgen des massiven Bomben- und Granatbeschusses von Wohngebieten im Jemen sind verheerend. Viele Städte sind mit Blindgängern und nicht explodierten Sprengkörpern verseucht. Auch Landminen wurden in dem seit sechs Jahren andauernden Krieg eingesetzt.
von Kemal Bölge
Bereits im kindlichen Alter zeigte sich das außergewöhnliche Talent von Pierre-Auguste Renoir (1841-1919) für das Zeichnen, weshalb er später eine Lehre in einer Porzellanmanufaktur begann und dort Teller bemalte.
Als die Fabrik geschlossen wurde, arbeitete er für seinen großen Bruder, wo er Fächer dekorierte. Viele Jahre vorher zog seine Familie nach Paris und mietete in der Nähe des Louvre eine Wohnung an.
Das Louvre-Museum zog Renoir wie ein Magnet an und er studierte dort die Werke früherer französischer Meister. Mit 21 Jahren begann er sich ernsthaft mit der Malerei zu beschäftigen und nahm beim Maler Charles Gleyre professionellen Malunterricht.
Paris, die Metropole der Kunstszene
Während seines Studiums lernte Renoir Maler wie Jean-Frédéric Bazille und Claude Monet kennen. Vor allem Gustave Courbet war es, der Renoir für das Malen im Freien beeinflusste. Seine Erfahrungen als Porzellanmaler wirkten sich auf seine Bilder dahingehend aus, dass es Renoirs Werken eine bezaubernde Vitalität verleiht und die Porzellanfarben diese regelrecht zum Leuchten bringen.
Paris galt zu jener Zeit als führende Metropole der Kunstszene, indem sich Maler und Kunstinteressierte trafen, Ausstellungen organisiert wurden und die Menschen in die Kunsthallen strömten. Maler wie Claude Monet, Édouard Manet und eben jener Pierre-Auguste Renoir gelten als die Wegbereiter des Impressionismus. Renoir schuf im Laufe seines Lebens mehr als 6.000 Bilder.
Ausgewählte Werke im Städel Museum
Das am Mainufer gelegene Frankfurter Städel Museum zeigt 70 ausgewählte Werke dieses außergewöhnlichen Malers, der wie viele seiner Künstlerkollegen der damaligen Zeit mit finanziellen Problemen zu kämpfen hatte, kaum Bilder verkaufte und glücklicherweise später vermögende Kunstförderer fand, die seine Kunst unterstützten. Ferner werden zahlreiche Werke französischer Rokoko-Meister ausgestellt.
In einem informativen Online-Preview haben Interessierte die Möglichkeit sich vorab über die Kunst von Pierre-Auguste Renoir zu informieren, bei dem Museumsdirektor Philip Demandt und weitere Experten Details zum künstlerischen Verständnis von Renoir hervorheben. Seit dem 2. März hat das Städel seine Türen zur Ausstellung Renoir Rococo Revical – Der Impressionismus und die französische Kunst des 18. Jahrhunderts“ geöffnet, die noch bis 19. Juni läuft.
– Kultur –
Zum 201. Geburtstag von Nikoloz Baratashvili
Vor 201 Jahren wurde einer der bedeutendsten Dichter der europäischen Romanik geboren, Nikoloz Baratashvili (4.11.1817 Tbilisi – 21.10.1845 Ganja). Aufgrund der Sprachbarriere ist er – wie zahlreiche georgische Schriftsteller und Dichter weitgehend unbekannt.
Kiew – Russland erwäge ein „koreanisches Szenario“ für die Ukraine und die Teilung des Landes in zwei Teile, nachdem die Einnahme der Hauptstadt Kiew und der Sturz der Regierung gescheitert sind, so der Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes.
Der russische Präsident Wladimir Putin „wird versuchen, eine Trennlinie zwischen den unbesetzten und den besetzten Regionen unseres Landes zu ziehen“, sagte General Kyrylo Budanow, Leiter der Geheimdienstabteilung des Verteidigungsministeriums, am Sonntag, wie das Ministeriums auf Telegram berichtete.
„Es ist ein Versuch, Nord- und Südkorea in der Ukraine zu schaffen. Schließlich ist er definitiv nicht in der Lage, das ganze Land einzunehmen“, so Budanow.
„Die Besatzer werden versuchen, die besetzten Gebiete zu einem einzigen quasi-staatlichen Gebilde zu vereinen, das sich der unabhängigen Ukraine entgegenstellt“, so der Geheimdienstchef. „Wir beobachten bereits Versuche, ‚parallele‘ Behörden in den besetzten Gebieten zu schaffen und die Menschen zu zwingen, die ukrainische Währung aufzugeben.“
Ein lokaler Führer in der selbsternannten Volksrepublik Luhansk sagte am Samstag, die Region könnte bald ein Referendum über den Anschluss an Russland abhalten, so wie es auf der Krim geschah, nachdem Russland 2014 in die ukrainische Halbinsel einmarschiert war. Die Krimbewohner stimmten mit überwältigender Mehrheit für den Bruch mit der Ukraine und den Anschluss an Russland – ein Votum, das von einem Großteil der Welt nicht anerkannt wurde.
Russland versuche zudem, einen Landkorridor zur Krim einzurichten, doch sei dieser Plan bisher daran gescheitert, dass es Russland nicht gelungen sei, die Hafenstadt Mariupol einzunehmen. Die Stadt am Asowschen Meer ist seit mehr als drei Wochen von russischen Truppen eingekesselt und steht unter ständigem Beschuss. Die Behörden von Mariupol lehnten jedoch letzte Woche ein Ultimatum der russischen Streitkräfte ab, in dem die Verteidiger der Stadt aufgefordert wurden, ihre Waffen niederzulegen.
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Türkei: Weitere Gespräche zwischen Ukraine und Russland
Die Ukraine und Russland wollen vom morgigen Montag bis Mittwoch in der Türkei die Verhandlungen wieder aufnehmen. Dies teilte der ukrainische Unterhändler David Arakhamia am Sonntag mit.
Kiew – Die Ukraine und Russland wollen vom morgigen Montag bis Mittwoch in der Türkei die Verhandlungen wieder aufnehmen. Dies teilte der ukrainische Unterhändler David Arakhamia am Sonntag mit. Die Türkei erklärte, das Treffen werde in Istanbul stattfinden.
Die Ukraine bezeichnete frühere Gespräche mit Russland, die nach der russischen Invasion im vergangenen Monat aufgenommen wurden, als „sehr schwierig“.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin in einem Telefongespräch am Sonntag mitgeteilt, dass nach dem Einmarsch Moskaus in der Ukraine ein Waffenstillstand und bessere humanitäre Bedingungen erforderlich seien, wie sein Büro in einer Erklärung mitteilte.
„Erdogan wies darauf hin, wie wichtig ein Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine, die Umsetzung des Friedens und die Verbesserung der humanitären Bedingungen in der Region sind“, so sein Büro in einer Mitteilung über das Telefonat.
Bereits Anfang des Monats empfing Ankara die Außenminister Russlands und der Ukraine in Antalya. Die Außenminister Russlands, Sergej Lawrow, und der Ukraine, Dmytro Kuleba, trafen sich zu Gesprächen in Antalya, an denen auch der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu teilnahm. Die Gespräche waren weitgehend ergebnislos, aber Ankara betrachtet die Tatsache, dass sie überhaupt stattgefunden haben, als Erfolg.
Unter Beibehaltung ihrer neutralen und ausgewogenen Haltung setzt die Türkei ihre diplomatischen Bemühungen zur Deeskalation des Ukraine-Konflikts fort und fordert alle Seiten zur Zurückhaltung auf. Ankara hat sich zwar gegen internationale Sanktionen zur Isolierung Moskaus ausgesprochen, aber es hat auch seine Meerengen geschlossen, um russische Kriegsschiffe an der Durchfahrt zu hindern.
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Atomwaffen: Russland schließt erneut Einsatz nicht aus
Putin-Sprecher schließt Einsatz von Atomwaffen im Falle einer „existenziellen Bedrohung“ für Russland nicht aus.
Essen – Der Ukraine-Krieg rückt das Thema Bundeswehr und Verteidigung bei Jugendlichen neu ins Bewusstsein.
Nach Ansicht des Siegener Soziologen Prof. Christian Lahusen wächst unter Jugendlichen die Ansicht, dass die Demokratie wehrhaft sein muss.
„Das Thema Krieg gehörte seit Langem zu den Themen, die ihnen generell Sorgen bereiten. Aber nun rückt es nahe an ihr Leben heran“, sagte Lahusen der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). „Viele Jugendliche sind politisch sehr interessiert und werden sich dazu jetzt eine klarere Meinung bilden.“
Die Diskussion über Aufrüstung und Verteidigung werde die Jugendlichen künftig umtreiben, so der Protestforscher.
„Wie klar sie sich pazifistisch verorten, wird sich zeigen, denn auch im Pazifismus gibt es eine Debatte über das Recht auf Verteidigung. Und nicht jeder Pazifist ist gegen das Militär.“
Dabei sei die Meinung der Jugendlichen keineswegs einheitlich. „Auf der einen Seite stehen jene, die weltoffen sind und liberale Ansichten vertreten und für Freiheit und Toleranz einstehen und verbindliche Rechte einfordern und verteidigen“, sagte Lahusen der WAZ. „Doch auch unter Jugendlichen gibt es etwa zehn Prozent, die rechts-nationale und rechts-populistische Meinungen vertreten und die dieses Gesellschaftsmodell ablehnen.“
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Lüneburg: Ausbürgerung wegen PKK-Mitgliedschaft
Wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung nahm die zuständige Behörde in Niedersachsen 2019 eine im Jahr 2014 vollzogene Einbürgerung eines Mannes zurück. Gegen die Rücknahme der Einbürgerung erhob der Mann Klage.