Kipi/İpsala – Die griechische Grenzschutzpolizei hat am Samstag (9. April 2022) dem türkischen Akademiker und Autor Murat Derin von der Trakya-Universität in Edirne die Einreise nach Griechenland verweigert.
Dem Doktoranden war beim Betreten des Grenzübergangs Kipi von griechischen Grenzschutzbeamten mitgeteilt worden, dass er „nicht in das Land einreisen“ dürfe. Auf seine Frage nach dem Grund der Ablehnung habe der Beamte „Wir wissen es nicht“ geantwortet. Später hätten die Beamten lapidar den Satz „Du wirst wissen warum“ geäußert.
Daraufhin habe Derin um ein offizielles Dokument gebeten. Die Polizeibeamten hätten ein Formular für abgelehnte Reisende ausgefüllt. Als er sich das Formular durchlas, habe er bemerkt, dass das Kästchen „Nationales Informationssystem“ angekreuzt war. Der Akademiker habe sich gefragt, warum er an der Einreise nach Griechenland gehindert wurde, wenn strafrechtlich weder in Griechenland noch in den anderen EU-Staaten gegen ihn etwas vorliege.
Buch über Menschenrechtler und Politiker Dr. Sadık Ahmet veröffentlicht
Derin hatte 2021 ein Buch („Batı Trakya Türklerinin Gür Sesi Dostluk Eşitlik ve Barış Partisi“, „Die lautstarke Stimme der Westthrakien-Türken – Die Partei für Freundschaft, Gleichheit und Frieden“) über den Menschenrechtsaktivisten und Politiker Dr. Sadık Ahmet sowie die von ihm gegründete Partei für Freundschaft, Gleichheit und Frieden (DEB) geschrieben, das von der Non-Profit-Organisation „Kultur und Bildung der Minderheit von Westthrakien“ (BAKEŞ) publiziert wurde. Bei einem mysteriösen Verkehrsunfall kam Dr. Sadık Ahmet am 24. Juli 1995 im Dorf Susurköy (Sostis) ums Leben und gilt bis heute als Symbolfigur für die demokratischen Rechte der Türken aus Westthrakien.
Murat Derin wurde 1982 in Ipsala geboren und machte sein Abitur am beruflichen Gymnasium in Keşan. Er arbeitet als Computeranwender an der Trakya-Universität und schloss seinen Master 2018 an der Çanakkale-Universität über die Balkanforschung ab. Derin promoviert derzeit im Fachbereich Internationale Beziehungen an der Trakya-Universität in Edirne. Von ihm sind zahlreiche Artikel über die Geschichte und Völker des Balkans erschienen. Der Wissenschaftler ist Vorstandsmitglied des Strategischen Forschungszentrums Rumelien Balkan (RUBASAM).
Kemal Bölge
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Ankara – Ein starkes Beben erschütterte am Samstag den Osten der Türkei.
Das Beben der Stärke 5,2 erschütterte die Stadt Puturge in der Provinz Malatya um 17:02 Uhr Ortszeit. Laut der türkischen Katastrophenschutzbehörde AFAD lag das Epizentrum in einer Tiefe von 6,7 km. Das Kandilli-Observatorium und Erdbebenforschungsinstitut (türkisch Kandilli Rasathanesi) gab eine Tiefe von 5 km an. Nach Angaben der AFAD wurden zunächst keine Verletzten oder ernsthaften Schäden gemeldet.
„Wir haben bisher keine negativen Meldungen erhalten. Unsere Teams setzen ihre Untersuchungen vor Ort fort“, erklärte der Gouverneur von Malatya, Aydin Barus, gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. Er rief die Bevölkerung jedoch dazu auf, vorerst nicht in die Häuser zurückzukehren.
Laut der AFAD habe es um 18.37 Ortszeit zwei Nachbeben der Stärke 4,1 gegeben.
Ein Gastbeitrag von Dr. Michael Reinhard Heß
Aserbaidschan entwickelte sich am Ende des 19. Jahrhunderts in der türkisch-islamischen Welt zu einem wichtigen Schauplatz der Modernisierung. Doch die historischen Umstände führten immer wieder zu tragischen Brüchen. Das Leben Yusif Vəzir Çəmənzəminlis (Jussif Wäsir Tschämänsäminli) erlaubt es, diesen Prozess hautnah mitzuverfolgen.
Ein Mann aus Schuscha
Yusif Vəzir Çəmənzəminli kam 1887 in Karabachs Kulturmetropole Schuscha zur Welt. Dort begann seine Schulzeit, die er später in Baku beendete. Die Stadt am Kaspischen Meer war damals bereits zum führenden Kulturzentrum Aserbaidschans aufgestiegen, unter anderem aufgrund des Ölbooms.
Eine Phase des Aufbruchs
Çəmənzəminli kam in einer Zeit nach Baku, die vom Umbruch in die Moderne geprägt war. Das einschneidendste Ereignis dieser Zeit war die erste russische Revolution (1905). Sie bescherte dem Russischen Reich eine beispiellose Phase der Öffnung.
Auch wenn die danach im autokratischen System vorgenommenen politischen Lockerungen bald wieder zurückgenommen wurden und eine Welle der Verfolgung und Unterdrückung einsetzte, wurde weiterhin intensiv an der geistig-intellektuellen Neuorientierung weitergearbeitet, zum Teil im Untergrund. Dies galt insbesondere auch für die nichtslawischen Völker Russlands, zu denen die Aserbaidschaner gehörten. Ihr Land war erst im frühen 19. Jahrhundert von Russland unterworfen worden.
All diese Entwicklungen wirkten sich direkt auf den Lebensweg Çəmənzəminlis aus. Auf der einen Seite schlug er den Weg eines staatstreuen Bürgers ein: Nach Ende der Schulzeit absolvierte er ein Jurastudium an der Universität Kiew, das er 1915 abschloss. Danach war er in der Justizverwaltung des Zarenreichs tätig, unter anderem in Rivne und Saratov. Doch zugleich erfassten ihn die gesellschaftlichen und geistigen Umwälzungen der Zeit.
Parallel zu seiner Juristenlaufbahn entfaltete er sowohl auf literarisch-publizistischem als auch auf politischem Gebiet eine überaus rege Aktivität. Dabei waren beide Bereiche, Politik und Schreiben, meistens stark aufeinander bezogen. So behandelte er in vielen seiner Beiträge Themen wie politische Freiheit oder den Entwicklungsstand des Pressewesens in Russland.
Çəmənzəminlis politisches Engagement während der ersten drei Jahre des Ersten Weltkriegs zeigte sich unter anderem in seiner Rolle als führenden Vertreter der Diaspora-Aserbaidschaner an der Kiewer Universität. Dort organisierte er auch aserbaidschanische Sprachkurse.
Müsavat-Politiker und Staatstheoretiker
Durch die dramatischen Ereignisse des Jahres 1917 wurde Çəmənzəminli noch viel stärker in das politische Geschehen hineingezogen. Um seine Entwicklung in dieser Zeit zu verstehen, muss man wissen, dass die Aserbaidschaner in der Zeit vor der Oktoberrevolution zwei wichtige politischen Organisationen hatten.
Das war zum einen die inhaltlich den Bolschewiki nahestehende Hümmәt-Partei, und zum anderen die Müsavat-Organisation, der sich auch Çəmənzəminli anschloss. Dem Programm nach war Müsavat – der Name bedeutet so viel wie „Gleichheit“ – eine gemäßigte islamische Partei. Um 1911 gegründet, bliebt sie bis zur Februarrevolution (Märzrevolution nach unserem heutigen Kalender) von 1917 illegal und wurde danach als Partei zugelassen. Die Legalisierung von Müsavat verschaffte Çəmənzəminli die Möglichkeit, Leiter von deren Kiewer Außenstelle zu werden. Gleichzeitig gründete er noch 1917 in der ukrainischen Hauptstadt ein sogenanntes „Nationalkomitee“.
Ebenfalls in diesem Jahr erschien in Baku sein Buch „Die Autonomie Aserbaidschans“. Das Werk wird als ein Meilenstein auf dem Weg zur am 28. Mai 1918 ausgerufenen Demokratischen Republik Aserbaidschan (DAR) angesehen, der frühesten Republik der islamischen Welt überhaupt. In seinem Buch vertritt Çəmənzəminli eine gemäßigte Position zwischen Befürwortern einer Reform des zaristischen politischen Systems ohne Autonomieforderungen für muslimische Minderheiten und denjenigen, die eine volle Unabhängigkeit der muslimischen Völker verlangten.
Wenn man in der heutigen Situation auf die teils unabhängigen (wie Aserbaidschaner, Usbeken, Türkmenen, Kasachen, Kirgisen), teils unter – allerdings nur auf den Papier stehender – Autonomie lebenden (etwa Baschkiren und Tataren) und teils auch jeglicher Form der Selbstkontrolle beraubten (etwa die Uiguren) islamischen Turkvölker blickt, ist dem auch heute noch eine gewisse Aktualität nicht abzusprechen.
Vorübergehende Rückkehr nach Aserbaidschan
Während rings umher der russische Bürgerkrieg tobte, verließ Çəmənzəminli Kiew und ging auf die Halbinsel Krim. Das Ziel war, die Nationalbewegung der Krimtataren zu unterstützen, die zwischen den „Roten“ und den „Weißen“ aufgerieben zu werden drohten.
Mitten in seiner neuen Tätigkeit erreichte ihn im Januar 1919 die Ernennung zum Botschafter der Demokratischen Republik Aserbaidschan in Kiew. Das war der Beginn einer sehr unsteten Phase im seinem Leben. Weil sich die ukrainische Metropole bereits seit Anfang 1918 in den Händen der Bolschewiki befand, konnte er der Berufung allerdings nicht folgen. Stattdessen reiste er über Konstantinopel nach Baku. Von dort kehrte er nach nur einem Monat als Botschafter der DAR im Osmanischen Reich wieder nach Konstantinopel zurück.
Die Einschnitt von 1920
Aber auch in seiner neuen Funktion in Konstantinopel konnte sich Çəmənzəminli kaum der Ruhe erfreuen. Er musste miterleben, wie die Bolschewiki im April 1920 die Demokratische Republik Aserbaidschan überfielen und zerstörten. Zwar konnte er danach noch für acht Monate im Namen der aserbaidschanischen Exilregierung auf seinem Posten bleiben. Doch die aserbaidschanische Demokratie und damit auch seine Anstellung waren vorläufig am Ende.
Wie für viele andere Aserbaidschaner führte die Errichtung der sowjetischen Herrschaft auch für Çəmənzəminli zu einem tiefen biographischen Bruch. In den folgenden Jahren verwendete er deutlich weniger Energie auf den politischen und öffentlichkeitswirksamen Bereich und trieb stattdessen seine theoretischen, wissenschaftlichen und literarischen Interessen voran. Das Hauptthema blieb jedoch dasselbe: Aserbaidschans Geschichte und Kultur.
Schwierige Jahre im Exil
Çəmənzəminlis Aufenthalt in Konstantinopel wurde noch zusätzlich dadurch verkompliziert, dass er in ernsten Streit mit verschiedenen Vertretern der aserbaidschanischen Exilgemeinde geriet, namentlich mit einigen früheren Müsavat-Mitgliedern. Er entschied sich schließlich zur Ausreise und siedelte in die Nähe von Paris über.
Dass er dort seinen Lebensunterhalt zeitweise als Arbeiter in einer Automobilfabrik bestreiten musste, zeigt, wie schwierig seine Lebensumstände damals gewesen sein müssen. Auch in dieser Situation setzte er jedoch seine der Geschichte und Kultur Aserbaidschans gewidmeten Tätigkeiten fort.
Ein typisch sowjetisches Leben
Offensichtlich hielt Çəmənzəminli es nicht auf Dauer im Exil aus. Ob Heimweh, die Schwierigkeiten des Exilantenlebens oder andere Gründe für seinen Sinneswandel ausschlaggebend waren, ist unklar. Möglicherweise hatte seine Entscheidung etwas damit zu tun, dass das Land gerade eine etwa drei Jahre währende Phase der sogenannten „Einwurzelung“ (russisch: korenizacija) hinter sich hatte.
Mit diesem Begriff wird der Versuch der sowjetischen Machthaber umschrieben, ihre Herrschaft durch Kooperation mit lokalen Eliten stärker in den nichtrussischen Gesellschaften der Union zu verankern. Vor diesem Hintergrund sahen auch Menschen, die wie Çəmənzəminli in der Vergangenheit das genaue Gegenteil der marxistisch-leninistischen und sowjetischen Glaubenslehre vertreten hatten, für sich eine Chance, im sowjetischen Aserbaidschan einigermaßen über die Runden zu kommen. Fest steht, dass er am 3. April 1926 in die aserbaidschanische Sowjetrepublik zurückkehrte.
In literarischer Hinsicht gehören die folgenden Jahre zu den produktivsten in Çəmənzəminlis Leben. Doch diese relativ unbeschwerte Phase endete wie für Millionen anderer sowjetischer Intellektueller im Jahr 1937. Im Juni wurde er als „Volksfeind“ aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen. Ein Jahr später, am 9. August 1938, erließ der sowjetische Geheimdienst einen Haftbefehl gegen ihn.
Çəmənzəminli entzog sich der Vollstreckung des Haftbefehls zunächst durch Flucht nach Ürgentsch (Usbekistan). Dort lebte und arbeitete er bis 1940 unerkannt. Doch im Januar 1940 wurde der Haftbefehl vollstreckt und man verbannte ihn in die Provinz Gorkij (heute Nižnyj Novgorod). Dort starb er am 3. Januar 1943.
Çəmənzəminli nach seiner Verhaftung, 1940.
Das Leben Çəmənzəminlis illustriert in archetypischer Weise, wie aserbaidschanische Intellektuelle zunächst im Zarenreich und dann in der Sowjetzeit vorhandene Spielräume nutzten, um politische Ideen und ihre Kultur zu entfalten. Es zeigt aber auch die Grenzen dieser Möglichkeiten angesichts der autokratischen und später totalitaristischen imperialistischen Struktur Russlands auf.
Dr. Michael Reinhard Heß ist promovierter und habilitierter Turkologe und seit 2019 Privatdozent an der FU Gießen. Thema der Habilitation waren Leben und Sprache des aserbaidschanischen Dichters İmadәddin Nәsimi (1370–1417). Zum Thema Karabach hat er die Bücher „Panzer im Paradies“ (Dr. Köster 2016) und „Karabakh from the 13th century to 1920“ (Gulandot, 2020) verfasst.
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Osnabrück – Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Union im Bundestag, Johann Wadephul (CDU), erwartet weitere Erklärungen von Alt-Kanzlerin Angela Merkel zu ihrer Russland-Politik.
„Ich würde mir wünschen, dass Angela Merkel bald einmal Zeit und Anlass findet, sich vertieft zu ihrer Russland-Politik zu äußern“, sagte Wadephul der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Er selbst habe ihre Politik lange „im Wesentlichen für richtig gehalten“.
„Meine Überzeugung war es, dass die wechselseitige Abhängigkeit zwischen Russland und Deutschland auch für Russland handlungsbestimmend sein würde. Ich habe mich geirrt.“
Der CDU-Außenpolitiker hatte bereits vorgeschlagen, eine Enquete-Kommission einzurichten, um Fehler der Vergangenheit aufzuarbeiten.
„Es muss doch in unserem außenpolitischen Interesse sein, aus unseren Fehlern zu lernen. Wir können vielleicht Prinzipielles lernen für den Umgang mit China, mit dem wir ja ähnlich enge Wirtschaftsbeziehungen haben wie mit Russland.“
CDU stellt sich in Russland-Diskussion hinter Merkel
In der Diskussion über eine Mitverantwortung der früheren Bundeskanzlerin für den russischen Angriff auf die Ukraine hat sich die CDU-Spitze jedoch geschlossen hinter Angela Merkel gestellt.
„Es wäre vermessen, zu behaupten, dass Angela Merkel eine Mitschuld am Krieg in der Ukraine trifft. Es ist Putins Krieg gegen die Ukraine und der seiner Verbrecherclique im Kreml“, so CDU-Generalsekretär Mario Czaja in einem Gespräch mit der deutschen Nachrichtenagentur dpain Berlin.
Merkel sei im politischen Ruhestand, sie habe sich klar gegen den russischen Krieg positioniert und für die Maßnahmen gegen diesen Krieg ausgesprochen. Damit habe sie auch deutlich gemacht, wofür sie stehe. „Das ist ausreichend“, sagte Czaja.
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Köln – Eine Mehrheit der Deutschen hätte die Einführung einer Corona-Impfpflicht unterstützt. Fast jeder Zweite (46 Prozent) sprach sich im aktuellen ARD-Deutschland für eine allgemeine Impfpflicht für alle Erwachsenen ab 18 Jahren aus (-7 Prozentpunkte im Vgl. zu Februar). 13 Prozent (+1) unterstützen demnach eine Impfpflicht für Menschen ab 50 Jahren. Mehr als ein Drittel der Deutschen (37 Prozent, +4) ist grundsätzlich gegen eine Corona-Impfpflicht.
Das hat eine repräsentative Umfrage von infratest dimap unter 1.325 Wahlberechtigten für den ARD-DeutschlandTrend von Montag bis Mittwoch dieser Woche ergeben. Bei der Abstimmung im Bundestag fand sich an diesem Donnerstag keine politische Mehrheit für eine Impfpflicht. Auch der Gesetzentwurf, der für alle Menschen ab 60 Jahren gelten sollte und den Abgeordnete von SPD, Grünen und FDP als Kompromiss eingebracht hatten, wurde mehrheitlich abgelehnt.
Dass die bundesweiten Corona-Beschränkungen inzwischen weitgehend aufgehoben sind, findet eine knappe Mehrheit der Deutschen (57 Prozent) falsch, 40 Prozent finden das richtig. Eine Mehrheit der Deutschen will den Mund-Nasen-Schutz auch weiterhin an öffentlichen Orten tragen, an denen das inzwischen nicht mehr vorgeschrieben ist. 53 Prozent werden das nach eigener Aussage etwa beim Einkaufen auf jeden Fall tun, 24 Prozent antworten mit „eher ja“. Jeweils 11 Prozent wollen eher nicht bzw. auf keinen Fall freiwillig die Maske tragen.
Dass Corona-Infizierte sich auch künftig verpflichtend für einige Tage in Isolation begeben müssen, befürwortet eine Mehrheit der Deutschen. In dieser Woche hatten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern zunächst verkündet, ab Mai werde eine solche Isolation nur noch empfohlen, nicht aber verpflichtend vorgeschrieben. Diese Entscheidung indes wurde inzwischen zurückgenommen. Zwei Drittel der Deutschen (68 Prozent) hätten den Wegfall der Isolations-Pflicht falsch gefunden; 28 Prozent hätten ihn hingegen befürwortet.
In der aktuellen Debatte zur Eindämmung der Corona-Pandemie spricht sich der Paritätische Gesamtverband für eine allgemeine Impfpflicht und gegen die geplante Aufhebung der Schutzmaßnahmen aus.
Es gibt nur wenige Branchen, die durch den digitalen Wandel so schnell verändert werden wie der Finanzsektor. Privatkunden können bereits heute aus einer Flut von Finanz-Apps wählen, mit denen sie auf ihren mobilen Endgeräten Überweisungen tätigen, Versicherungspolicen verwalten oder Investments tätigen.
Doch welche Apps bieten den Nutzern mehr? Auf diese Frage gibt es hier gleich mehrere Antworten.
Echtzeit-Überweisungen tätigen – mit Revolut
Die im Jahr 2015 gegründete Direktbank hat in wenigen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt und erlaubt blitzschnelle Überweisungen zwischen Revolutnutzern. Internationale Überweisungen mit der App berücksichtigen die günstigsten Währungskurse, und Geldanforderungen von Freunden und Verwandten lassen sich problemlos schnell tätigen.
Darüber hinaus bietet Revolut attraktive Shopping-Rabatte bei Partnerunternehmen sowie interessante Investment-Optionen bei Rohstoffen. Zudem haben Revolutnutzer auf Wunsch alle ihre Konten mit einer App im Blick.
Die volle Kontenkontrolle behalten – mit mySwissLifeSelect
Mit der Gratis-App vom Finanzdienstleister Swiss Life Select verwalten Nutzer alles – vom Girokonto über digital hinterlegte Versicherungspolicen bis hin zum Investmentdepot. Das Multibanking-Tool zeigt dabei Konten gleich mehrerer Kreditinstitute an, bei direkter Überweisungsfunktion.
Das gilt laut Swiss Life Select auch für die Versicherungsverträge: Solche von anderen Anbietern lassen sich mit wenigen Klicks digitalisieren. Zusätzlich wird über mySwissLifeSelect schnell der Kontakt zum Berater hergestellt, wenn Fragen zu Finanzprodukten auftauchen.
Aufrunden und Investieren – mit Peaks
Mit Peaks investieren Nutzer in ein Portfolio ihrer Wahl – so ganz nebenbei. Jedes Mal, wenn etwas beispielsweise mit 2,60 Euro bezahlt wird, rundet die App bei Kartenzahlung automatisch auf drei Euro auf und legt das Wechselgeld von 0,40 Euro digital auf die hohe Kante.
So sparen User der Peaks-App ohne viel Zutun. Dabei haben sie die Möglichkeit, in vier ETF-Portfolios mit verschiedenen Risikoprofilen zu investieren. Die Nutzung ist im ersten Monat kostenfrei, investiert wird ausschließlich in nachhaltige Fonds.
Versicherungen digital verwalten – mit Clark
Mit Clark lassen sich alle Versicherungsverträge in einer App managen. Darüber hinaus fungiert die Applikation als unabhängiger Versicherungsmanager, indem sie dem Nutzer regelmäßig Optimierungsvorschläge macht.
Clark prüft und bewertet die bestehenden Verträge und vergleicht dabei die Tarife von mehr als 180 Versicherungsunternehmen.
Zu den weiteren Services des Anbieters gehören die Unterstützung im Schadensfall, das Adressmanagement bei einem Umzug oder der Kündigungsservice inklusive Kontrolle der individuellen Vertragslaufzeiten.
Einnahmen und Ausgaben immer im Blick – mit MoneyControl
Diese App hilft, das Geld zusammenzuhalten. Mit MoneyControl lassen sich auf einfache Art und Weise Einnahmen und Ausgaben erfassen. Sämtliche Buchungen eines Monats sind dabei übersichtlich dokumentiert.
So lässt sich die Liste der Buchungen nach verschiedenen Kriterien, wie etwa Konten oder Personen, sortieren. Generell haben die Macher der Applikation besonderen Wert auf eine einfache Benutzerführung gelegt.
Zu den weiteren Features von MoneyControl gehören eine Suchfunktion, ein Passwortschutz sowie die Unterstützung vieler verschiedener Währungen. Zudem werden regelmäßige Zahlungen wie zum Beispiel die Miete auf Wunsch automatisch verbucht.
Die hier zur Verfügung gestellten Informationen sind keine Anlage- oder Finanzberatung. NEX24 gibt keine Kauf- und Verkaufsempfehlungen. Bitte betreiben Sie eigene Nachforschungen und suche professionellen finanziellen Rat bevor Sie eine Investmententscheidung treffen.
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Deutschland verdankt fast ein Fünftel seines Wirtschaftswachstums im vergangenen Jahr dem Unternehmen des deutsch-türkischen Power-Paars Ugur Sahin und Özlem Türeci.
Die Türkei hat es leider nicht zur WM-Endrunde nach Katar geschafft. In den Playoffs der WM-Qualifikation ist die türkische Nationalmannschaft an Portugal gescheitert.
Damit müssen die türkischen Fans wieder einmal vier Jahre bis zur nächsten Chance warten. Trotzdem wird die WM natürlich auch in der Türkei wieder mit großem Interesse verfolgt werden. Immerhin gilt die Türkei als eine der leidenschaftlichsten Fußball- und Sportnationen.
Am 1. April fand die Auslosung der Gruppenphase statt. Wir stellen die Gruppen kurz vor und geben euch eine kurze
Einschätzung zu jeder Gruppierung.Gruppe A: Katar eröffnet gegen Ecuador
In der Gruppe A treffen Katar, Ecuador, Senegal und die Niederlande aufeinander. Das Eröffnungsspiel wird am 21. November zwischen Gastgeber Katar und Ecuador ausgetragen. Schaut man auf das derzeitige FIFA-Standing, so scheint Senegal neben den Niederlanden die besten Chancen auf das Achtelfinale zu haben.
Man darf auf jeden Fall gespannt sein, ob sie ihre starken Leistungen aus dem Afrika Cup, den sie Anfang des Jahres gewonnen haben, wiederholen können.
Gruppe B: England als Topfavorit?
In der Gruppe B mit England, Iran, USA und einem Vertreter aus Schottland, Wales und der Ukraine dürften die Three Lions der Topfavorit auf den Gruppensieg sein. Dahinter sollten die Chancen zwischen USA und Schottland bzw. Wales relativ ausgeglichen sein. Vor allem das mögliche UK-Duell zwischen Wales und Schottland verspricht einiges an Brisanz.
Gruppe C: Stolperstein für Argentinien?
Argentinien trifft in der Gruppe C auf Saudi-Arabien, Mexiko und Polen. Dass die Albiceleste der Gruppenfavorit ist, scheint klar. Doch das Rennen um Platz zwei dürfte vor allem zwischen Polen und Mexiko entschieden werden. Immerhin steht Mexiko derzeit auf Platz 9 der FIFA-Weltrangliste und steht damit vor Deutschland oder den Niederlanden. Aber auch Polen, angeführt von Superstar Robert Lewandowski, macht sich berechtigte Hoffnungen auf das Weiterkommen.
Gruppe D: Scheitert Frankreich am Weltmeisterfluch?
Als amtierender Weltmeister muss sich Frankreich vor dem Weltmeisterfluch in Acht nehmen. Immerhin sind die letzten Titelträger stets in der Vorrunde ausgeschieden. Hier bekommen es die Franzosen mit Dänemark, Tunesien und einem Vertreter aus VAE, Australien und Peru zu tun. Die Experten sehen neben Frankreich vor allem Dänemark als einen Kandidaten für das Achtelfinale. Schon bei der EURO 2020 sorgte „Danish Dynamite“ für Furore.
Gruppe E: Deutschland trifft auf Spanien
Deutschland trifft in der Gruppe E auf Spanien, Japan und Costa-Rica oder Neuseeland. Bei den besten Buchmachern gehören Spanien und Deutschland beide zum erweiterten Favoritenkreis auf den Titel. Spanien wird von den meisten Wettanbietern mit einer Quote von 8,50 gelistet.
Dafür müssten sie sich natürlich erst einmal in der Gruppe durchsetzen. Insofern dürfte vor allem das direkte Duell über den Gruppensieg entscheiden. Alles andere als Deutschland oder Spanien in der nächsten Runde wäre auf jeden Fall eine faustdicke Überraschung.
Gruppe F: Wer übersteht die Vorrunde?
Kopf der Gruppe F ist Belgien. Die Roten Teufel bekommen es mit Kanada, Marokko und Kroatien zu tun. Während Kroatien die zweitstärkste Mannschaft der Gruppe sein dürfte, sind natürlich alle gespannt, was Kanada zu bieten hat. Die Nordamerikaner sind erstmals seit 1986 wieder bei einer WM-Endrunde dabei und haben in ihrer Heimat für einen echten Fußball-Boom gesorgt. Trotzdem sehen die Buchmacher Belgien und Kroatien als klare Favoriten auf das Achtelfinale.
Gruppe G: Ein Déjà-vu in der Gruppe G?
Brasilien, Serbien und die Schweiz dürften bei der Auslosung ein Déjà-vu erlebt haben. Alle drei Teams sind bereits vor vier Jahren in Russland aufeinandergetroffen. Anstatt Costa-Rica ist nun Kamerun mit dabei.
Die Chancen stehen gut, dass sich die Selecao, wie auch 2018 schon, als Gruppenerster durchsetzen wird. Damals ging die Schweiz auf Platz 2 ins Ziel. Das scheint auch jetzt wieder im Bereich des Möglichen. Immerhin sind die Eidgenossen ein Top-20 Team in der FIFA-Weltrangliste.
Gruppe H: Ausgeglichene Chancen in Gruppe H
In der letzten Gruppe gehen Portugal, Ghana, Uruguay und Südkorea an den Start. Aufgrund der Ausgeglichenheit verspricht diese Gruppe besonders viel Spannung. Klar, Portugal ist der Favorit, doch dahinter ist alles offen.
Die besten Chancen dürfte dennoch Uruguay haben, doch schon 2018 haben die Südkoreaner bewiesen, dass sie für die K.-o.-Runde bereit sind. Es wird auf jeden Fall spannend in der Gruppe H.
Wenn auch leider ohne die Türkei – die WM verspricht einige große Spiele. Wir sind gespannt, ob bereits in der Gruppenphase die ersten Favoriten stolpern.
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Videospiele nehmen aktuell erfolgreich Einzug bei vielen Menschen aus aller Welt – laut Business Insidermittlerweile eine 120 Mrd. Dollar Industrie. Ein möglicher Grund: Vergleichbare interaktive Möglichkeiten der Unterhaltung wie Videospiele existieren nicht.
Bei Filmen oder Fernsehsendungen spielt das Publikum lediglich die Rolle des Zuschauers und wird nicht in das Geschehen involviert. Das unvergleichliche Merkmal der Videospiele liegt auf der Hand – die Spieler und Spielerinnen bestimmen als interaktiver Teil der Geschichte ihren Verlauf mit.
Deshalb zählen Videospiele zur beliebtesten Unterhaltung, auch wenn sie nicht die einzige interaktive Form darstellen. Dazu gehören ebenso Casinospiele in der Glücksspielbranche, die ein ähnliches interaktives Erlebnis bieten. Das Spielgeschehen gestaltet sich durch Boni noch interessanter und steigert sich dadurch unter Umständen. Es kann jedoch teuer werden – auch bei Glücksspielen – wenn man sich nicht im Vorfeld informiert. Webseiten wie Time2play liefern den Spielern eine Übersicht mit den besten Boni.
Der Kauf neuer Videospiele reißt aktuell oftmals größere „Löcher“ in die Geldbörse. Durch das Erscheinen immer neuer Generationen von Konsolen auf dem Markt steigen die Preise im Vergleich zu älteren Spielen deutlich. Mit dem Erscheinen der neuen Konsolengeneration ist es nicht ungewöhnlich, dass die beliebtesten Videospiele 69,99 Euro kosten. Der Einstieg wird für die Spieler immer teurer und sie suchen nach günstigen Spiel-Alternativen, ohne Abstriche machen zu müssen. Es ist durchaus möglich – wer folgende Ratschläge befolgt, bekommt auch das, was er will.
Plattform
Die Entscheidung der Spieler für eine Plattform beeinflusst maßgeblich den Geldbetrag, den sie am Ende für Spiele ausgeben. Bei der Auswahl sollte man deshalb einige Dinge beachten: Ein Neueinstieg in das PC-Spielen bedeutet teure Anschaffungskosten bezüglich der Hardware.
Danach ist es einfach, günstige Angebote zu finden. Es werden auch günstigere Konsolen angeboten, doch kostensparende Angebote der Spiele sind seltener. Zudem sind einige Konsolen, wie z. B. die PS5, immer noch schwer erhältlich.
Tausch
Einige Händler bieten die Option, Spiele zu tauschen – ein enormer Vorteil für jene, die ein günstigeres Spielerlebnis suchen. Dieser Service ermöglicht den Spielerinnen und Spielern einen Tausch gegen eine andere Spielversion, sobald sie das Videospiel zu Ende gespielt haben.
Abos
Als nützlich erweisen sich für einige Spieler spezielle Dienste mit einem umfangreichen Angebot von Videospielsammlungen. Die monatliche Gebühr für diese Spiele verschafft den Spielern Zugang zu On-Demand-Spielen und zahlt sich aus.
Ein weiterer Vorteil – die Spiele sind digital und daher platzsparend. Aktuell sind die Kaufpreise für Spiele teurer denn je. Wer sich darüber ärgert, zu viel für das Hobby bezahlen zu müssen, kann mit diesen Tipps durchaus ein preiswertes und ebenso spannendes Spielerlebnis genießen.
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Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge
Die Proteste und Empörung zivilgesellschaftlicher Institutionen der türkischen Minderheit in Westthrakien über die Zerstörung eines türkisch-muslimischen Friedhofs im Dorf Horozlu haben offenbar ihre Wirkung nicht verfehlt.
Der Bürgermeister von Balustra (Avdira), Georgios Tsitiridis, hat bei einer Sitzung des Stadtparlaments am 5. April zur geplanten Errichtung einer Sportanlage auf dem verwüsteten Gelände des alten osmanischen Friedhofs eine Änderung bekannt gegeben.
Demnach verzichtet die Stadt auf den Bau des Fußballplatzes auf dem Areal des türkisch-muslimischen Friedhofs. Der Sportplatz soll stattdessen südlich der Ortschaft Horozlu, auf dem Gelände des alten Stadions errichtet werden. Für das Bauvorhaben stünde ein Etat von über zwei Millionen Euro zur Verfügung.
Die Verwüstung des alten Friedhofs am 15. März 2022 und der geplante Bau einer Sportanlage führte zu massiven Protesten zivilgesellschaftlicher Institutionen der türkischen Minderheit in Westthrakien sowie politischer Parteien in der Region. Das türkische Außenministerium veröffentlichte nach der Zerstörung des osmanischen Friedhofs eine Mitteilung, in dem die Verwüstung des Friedhofs verurteilt wurde.
Vertreter der türkischen Minderheit fordern Beerdigungszeremonie nach islamischem Ritus
Verschiedene Organisationen hatten die Stadt Balustra aufgefordert, auf den Bau der Sportanlage zu verzichten. Ferner solle sich Bürgermeister Tsitiridis für sein Vorhaben entschuldigen und der zerstörte Friedhof wieder hergerichtet werden. Vertreter der türkischen Minderheit fordern von der Stadt für die Verstorbenen auf dem Friedhof eine Beerdigungszeremonie nach den religiösen Riten der islamischen Religion (Nakli Kubur) zu erlauben. Nach der Verwüstung des Friedhofs hatten Mitarbeiter des archäologischen Museums von İskeçe/Xanthi die zerstörten Grabsteine in Fahrzeuge geladen und an einen unbekannten Ort gebracht.
Griechischer Historiker Mpatzakidis: Man sollte sich bei den Toten entschuldigen
Der griechische Historiker Georgios Mpatzakidis, der sich für den Schutz von historischen Denkmälern aus osmanischer Zeit einsetzt und am Tag der Verwüstung des Friedhofs vor Ort war, erklärte, dass es sich bei der Begräbnisstätte um einen türkischen Friedhof handelt und über das Geschehene sehr bekümmert sei. Man sollte sich bei „den Toten entschuldigen“, so der Wissenschaftler.Existenz türkischer Minderheit in Griechenland wird geleugnet
Die Verwüstung des Friedhofs im Nordosten Griechenlands ist leider kein Einzelfall, weil der griechische Staat nicht nur Muslime diskriminiert, sondern bis heute systematisch auch die Existenz der türkischen Minderheit in Westthrakien leugnet und selbst Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) nicht umsetzt.
Offiziell verwendet Athen den Begriff der „muslimischen Minderheit“ und erkennt damit die ethnische Zugehörigkeit als Türken aus Westthrakien nicht an. Griechenland ist der einzige Staat in Europa, der ethnische Minderheiten nicht anerkennt.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar
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Manila – Die ersten Kampfhubschrauber aus türkischer Produktion wurden am Mittwoch offiziell an die philippinische Luftwaffe (PAF) ausgeliefert, während die beiden Länder ihre Gespräche fortsetzen, die den Weg für neue Rüstungsgeschäfte ebnen könnten.
Zwei taktische Aufklärungs- und Angriffshubschrauber T129 (ATAK) trafen letzten Monat auf den Philippinen ein und wurden einer technischen Inspektion und Flugtests unterzogen. Am gestrigen Mittwoch (6. April 2022) wurden sie im Rahmen einer Zeremonie an die PAF übergeben und damit für den Dienst bei der PAF zugelassen. Dieser Erwerb ist Teil eines Regierungsabkommens zwischen den Philippinen und der Türkei im Wert von 269 Millionen US-Dollar, das im Juli 2020 unterzeichnet wurde.
Bei der Veranstaltung auf dem Luftwaffenstützpunkt Oberst Jesus Villamor nahmen unter anderem auch der philippinische Verteidigungsminister Delfin Negrillo Lorenzana, der Leiter des türkischen Präsidiums der Verteidigungsindustrie (SSB), Ismail Demir, der türkische Botschafter in Manila, Artemiz Sümer sowie der CEO von TAI, Temel Kotil teil.
In seiner Ansprache sagte Lorenzana, dass dies ein „großer Tag“ für die philippinischen Luftstreitkräfte sei. Lorenzana betonte, dass der ATAK-Hubschrauber eine Premiere für die Philippinen sei und dass sie ihre Flotte in diesem Bereich umstrukturiert hätten.
„Ich bin sehr glücklich, dass der Traum der philippinischen Luftwaffe wahr geworden ist, aber wir haben noch einen langen Weg vor uns, um unsere Heimat vollständig auszurüsten“, sagte er und erklärte, dass der in der Türkei hergestellte Hubschrauber den Kampf der Philippinen gegen den Terrorismus unterstützen werde.
Die Philippinen hatten im Jahr 2020 sechs von Turkish Aerospace Industries (TAI) konstruierte und entwickelte Hubschrauber im Wert von rund 280 Millionen US-Dollar bestellt. Die Philippinen sind somit das erste Land außerhalb der Türkei, das den türkischen Kampfhubschrauber einsetzt.
Im Jahr 2020 boten die USA den Philippinen die Wahl zwischen sechs AH-1Z Viper-Kampfhubschraubern für 450 Millionen Dollar und sechs AH-64E Apaches für 1,6 Milliarden Dollar. Diese hohen Preise zwangen die Philippinen jedoch wahrscheinlich dazu, andere, kostengünstigere Optionen in Betracht zu ziehen.
„Wir freuen uns, Zeuge eines historischen Moments zu sein“, sagte SSB-Chef İsmail Demir während der Übergabezeremonie.
Der TAI T129 Atak (Advanced Attack and Tactical Reconnaissance Helicopter) ist ein allwettertauglicher Kampfhubschrauber mit einem Stückpreis von rund 50 Millionen US-Dollar. Die ersten Flugtests des Prototyps fanden bereits am 28. September 2009 statt. Der türkische Luft- und Raumfahrtkonzern arbeitet bereits an der Produktion des Nachfolgemodells der Atak T-129. Der türkische Hubschrauber wird der gleichen Klasse angehören wie der in den USA hergestellte Boeing AH-64 Apache und der russische Mi-28NM Night Hunter. Er wird ein maximales Abfluggewicht von 10 Tonnen und eine Nutzlast von über 1200 kg haben. Der Hubschrauber soll mit einer 30-mm-Kanone, einer Raketenbewaffnung der neuesten T129-Versionen und moderner Avionik ausgestattet sein.
„Mit dem Abkommen, das mit SSB und dem philippinischen Verteidigungsministerium unterzeichnet wurde, hat die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich die Ebene von Staat zu Staat erreicht“, sagte Demir und bot an, das Treffen der Joint Defense Industries Work Group in Manila abzuhalten.
Unter Nennung der türkischen Rüstungsunternehmen TUSAŞ, Aselsan und Roketsan sagte Demir: „Unsere Unternehmen sind bereit, mit befreundeten Nationen in den Bereichen Technologie, gemeinsame Produktion und Marketing zusammenzuarbeiten.“
Türkische Unternehmen haben bisher zahlreiche Rüstungsprodukte an die Philippinen ausgeliefert, darunter gepanzerte Fahrzeuge, Munition, leichte Waffen und Nachtsichtferngläser.
ATAK Helikopterimizin ilk ihracatını gerçekleştirdik. Filipinler’de gerçekleştirilen resmi törenle ATAK’larımız resmen Filipinler envanterine girmiş oldu. Hayırlı olsun. pic.twitter.com/Y4OBR8nonZ
— SSB (@SavunmaSanayii) April 6, 2022
Aufbau der Rüstungsindustrie nach Zypern-Sanktionen 1974
Nach zahlreichen Sanktionen westlicher Staaten auf militärische Güter hat die Türkei ihre Rüstungsindustrie massiv ausgebaut Nach dem Waffenembargo der USA von 1974, hat die Türkei mit der Gründung von Stiftungen für das Heer, die Marine und die Luftwaffe den Grundstein für Rüstungsunternehmen wie Aselsan, Havelsan, Roketsan, TUSAŞ usw. gelegt.
„Das größte Verteidigungsunternehmen der Türkei gehört heute zu den einhundert größten der Welt. Im Zuge des Zypernkonflikts ab 1974 erlebte das türkische Militär zahlreiche Nachschub- und Ausrüstungsprobleme, die Ankara dazu veranlassten, die heimische Rüstung zu entwickeln. ASELSAN ist das Ergebnis dieser Politik. Heute exportiert das Unternehmen Systeme in die ganze Welt, darunter Kommunikations- und Radarsysteme, aber auch Raketensuchköpfe“, so Yusuf Akbaba von SSD.