Online-Spiele erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit. Obwohl das Land für seine strengen Regeln und Richtlinien bekannt ist, hat es seine Tore für die Entwicklung von Online-Spielen geöffnet, insbesondere mit der Einführung von Spieleanbietern auf dem deutschen Markt. Diese Anbieter bieten ein breites Spektrum an Spielen – vom klassischen Kartenspiel bis hin zu modernsten Videospielen.
Im Nachgang fassen wir die attraktivsten Boni zusammen, an denen sich neue und auch erfahrene Spieler in Online-Spielen bereichern können.
Willkommensbonusse, Freispiele und mehr: Die besten Online-Spielboni für deutsche Spieler
Deutsche Spieler können sich über eine Vielzahl an Online-Spielboni freuen. Es gibt die verschiedensten Arten von Belohnungen. Einige Spiele bieten ihren Spielern zum Beispiel exklusive Inhalte, welche sich nur durch das Erreichen diverser Meilensteile präsentieren. Andere Nischen sind ebenfalls vertreten. So ist ein Online Casino mit Startguthaben die beliebtere Version, wenn es um die Auswahl einer geeigneten Plattform geht. Hier erhält man nämlich zusätzlich zum Startguthaben die Chance auf Freispiele, die Teilnahme an VIP-Programmen und auch Bonuscodes. Wichtig ist, dass man hier eine gründliche Recherche durchführt, um eine geeignete Plattform zu finden.
Ganz gleich, welche Belohnung einen erwartet – die Tatsache, dass diese Belohnungen existieren ist Anreiz genug, um in die Welt der Online-Spiele einzutauchen.
Bildungspotenzial von Online-Spielen: Gamified Learning und Educational Simulations
Online-Spiele bieten ein enormes Bildungspotenzial, das sich in zwei verschiedene Kategorien unterteilen lässt:
Gamified Learning bezieht sich auf die Verwendung von Spielmechaniken, um Lernprozesse zu fördern. Diese Art des Lernens ist besonders effektiv, da es den Schülern ermöglicht, ihre Fortschritte zu verfolgen und Belohnungen für bestimmte Ergebnisse zu erhalten
Educational Simulations hingegen beziehen sich auf die Verwendung von Computersimulationen, um realistische Szenarien nachzuahmen und so das Verständnis der Schüler über bestimmte Themenbereiche oder Konzepte zu verbessern.
Tatsache ist, dass diese Methoden sich erwiesenermaßen als effektiv bezeichnen lassen, weshalb sie in der gängigen Welt der Online-Spiele häufiger vorkommen. Dies unterstützt nicht nur das allgemeine Spielerlebnis, sondern dient auch als ein Lernprozess.
Zukunftsaussichten der Online-Spieleindustrie
Die Online-Spieleindustrie in Deutschland ist ein wachsender Markt, der sich durch Innovation und Wachstum auszeichnet. In den letzten Jahren hat die Branche ein enormes Wachstum erfahren, was vor allem auf die zunehmende Verbreitung von Smartphones und Tablets sowie die steigende Anzahl an Spielern zurückzuführen ist.
Die Zukunftsaussichten für die deutsche Online-Spieleindustrie sind sehr positiv. Es wird erwartet, dass der Umsatz im Jahr 2023 um mehr als 20 Prozent steigen wird. Dieser Anstieg wird vor allem durch neue Technologien und innovative Ideen unterstützt, die es Spielern ermöglichen, ihre Lieblingsspiele überall und jederzeit zu spielen.
Auch kostenlose Spiele haben sich in den letzten Jahren als sehr beliebt erwiesen und bieten Spielern eine große Auswahl an Unterhaltungsmöglichkeiten.
Online-Spiele sind in Deutschland beliebt und bieten eine große Auswahl an verschiedenen Genres. Von Strategie- bis hin zu Action-Games, es gibt viele Möglichkeiten, um seine Freizeit zu verbringen. Es ist wichtig zu beachten, dass man die Regeln der Online-Spiele kennt und dass man nur auf vertrauenswürdigen Seiten spielt, um Betrug und Viren zu vermeiden.
Die Sicherheit der Online-Identität ist in der heutigen vernetzten Welt wichtiger denn je. Im Zeitalter der allgegenwärtigen Internetkriminalität ist es unerlässlich, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um uns und unsere Daten online zu schützen. Virtuelle private Netzwerke (VPNs) sind eine Lösung, aber können sie die Anonymität der Nutzer beim Surfen im Internet wirklich gewährleisten? Nun, finden wir es heraus.
Was genau beinhaltet die „Online-Identität“?
Um über VPNs und ihre Vorteile sprechen zu können, muss man wissen, was wir mit „Online-Identität“ meinen. Die Informationen, die wir anderen zur Verfügung stellen, und der digitale Fußabdruck, den wir bei der Nutzung des Internets hinterlassen, bilden unsere Online-Identität. Die Internetprotokolladresse, der geografische Standort, der Browserverlauf und Online-Einkäufe sind alles Beispiele für solche persönlich identifizierbaren Informationen.
Wie genau können VPNs unsere Privatsphäre beim Surfen im Internet schützen?
Ein VPN ist ein Dienst, der die Daten der Nutzer verschlüsselt, während sie von deren Geräten zum größeren Netzwerk übertragen werden. Die tatsächliche IP-Adresse wird dabei verborgen und eine neue wird von einem anderen Standort aus zugewiesen, während die Verbindung über einen vom VPN-Anbieter betriebenen Remote-Server geleitet wird. Für die Außenwelt sieht der Standort des VPN-Servers dann wie der Ursprung des Internetverkehrs des Nutzers aus.
Ein großer Vorteil ist, dass die Nutzer all diese Funktionen mit einem Trial VPN testen können, bevor sie sich für einen Anbieter entscheiden. Die meisten Anbieter bieten nämlich eine VPN-Probezeit an, in der neue Benutzer sehen können, wie das Produkt funktioniert und Macken austesten können.
Im Folgenden haben wir einige Funktionen gesammelt, wie VPNs die Online-Aktivitäten der Nutzer geheim halten:
Bei der Verwendung eines VPNs ist es schwieriger, die Online-Aktivitäten auf die reale Identität einer Person zurückzuführen, da deren IP-Adresse verborgen bleibt.
Ein VPN verschlüsselt alle über das Internet übertragenen Daten, so dass sie von Dritten nicht gelesen werden können.
Nutzer können von überall auf der Welt über ein VPN auf eingeschränkte Inhalte zugreifen, wenn sie in einem Land mit starker Internetzensur leben.
Ein VPN hilft, die Daten des Nutzers bei der Verwendung öffentlicher Netzwerke zu schützen, die bekanntermaßen anfällig für Hackerangriffe sind und leicht von Kriminellen ausgenutzt werden können. Wer auf ein öffentliches WLAN angewiesen ist, kann ein VPN nutzen, um seine Daten zu verschlüsseln und seine Online-Identität zu verschleiern.
Die Nutzung eines VPNs ermöglicht mehr Privatsphäre. Für jeden, der vermeiden möchte, bei der Nutzung des Internets von staatlichen Stellen überwacht oder durch Werbung verfolgt zu werden, ist ein VPN eine gute Investition.
Was ist bei der Auswahl eines VPNs für den Schutz der Privatsphäre im Internet zu beachten?
VPNs bieten zwar beeindruckende Vorteile in Bezug auf Datenschutz und Sicherheit, doch die Wahl des richtigen Netzwerks ist entscheidend. Diese Faktoren sollte man bei der Entscheidung für einen VPN-Dienst beachten:
Ein VPN sollte nur dann genutzt werden, wenn man sich sicher sein kann, dass die Daten sicher übertragen und nicht gespeichert werden.
Je nach VPN-Dienst kann die Verbindungsgeschwindigkeit sinken. Daher ist es wichtig, einen Dienst zu finden, der die Verbindung nicht ausbremst.
Die Serverstandorte des VPN-Anbieters sollten sich im Idealfall in den Gebieten befinden, aus denen man Inhalte ansehen möchte.
Ein guter VPN-Dienst zeichnet sich durch eine hohe Kompatibilität aus. Vor der Anmeldung sollte man also prüfen, ob das VPN mit allen gewünschten Geräten funktioniert.
Gute VPN-Anbieter erkennt man daran, dass sie den Ruf haben, hilfreiche und schnelle Antworten auf Kundenfragen und -probleme zu geben.
Schlussfolgerung: So schützt man seine Online-Identität
Zum Schutz der eigenen Online-Identität gibt es einige Maßnahmen. Die Bekanntesten sind vermutlich die Verwendung von sicheren Passwörtern und das Vermeiden von öffentlicher Preisgabe persönlicher Informationen, z. B. über die sozialen Medien. Doch wer noch eine weitere Ebene der Sicherheit hinzufügen möchte, sollte ein VPN in Betracht ziehen. Denn es verschleiert die IP-Adresse und verschlüsselt alle Online-Daten des Nutzers, so dass sie vor neugierigen Blicken geschützt sind.
Reicht der Platz im Kofferraum nicht aus, muss nicht immer ein teurer Transporter angemietet werden. Eine flexible und noch dazu sparsame Lösung sind Anhänger. Welche Modelle es gibt und was sie wirklich leisten können, zeigt dieser Ratgeber.
Anhänger für den Pkw: Ungebremst oder gebremst?
Bei der Auswahl passender Pkw-Anhänger stellt sich die Frage, ob das Modell gebremst oder ungebremst sein soll. Beide haben ihre Vorzüge, aber auch Nachteile und sind nicht für alle Fahrzeugtypen gleichermaßen geeignet.
Ungebremster Anhänger
Diese Modelle haben, wie es der Name schon sagt, keine eigene Bremsvorrichtung. Deshalb werden sie mit der Bremsleitung des Zugfahrzeuges verbunden. Ein Vorteil dieser Anhänger sind die geringen Anschaffungs- und Unterhaltskosten. Da sie kein eigenes Bremssystem benötigen, ist der Neupreis deutlich niedriger. Noch günstiger werden gebrauchte Modelle, doch sie sind meist äußerst begehrt und schwer zu bekommen. Durch die fehlende Bremse sind auch die laufenden Wartungskosten oder Ausgaben für Materialverschleiß geringer als bei gebremsten Pkw-Anhängern. Dennoch kann es sein, dass gelegentlich ein Komplettrad ersetzt werden muss, was bei guter Pflege aber mehrere Jahre hält.
Die ungebremsten Anhänger haben allerdings auch Nachteile. Mit ihnen lassen sich auf deutlich geringere Gewichte transportieren und auch die Geschwindigkeit kann in einigen Ländern stark limitiert sein. Manchmal dürfen ungebremster Anhängermodelle nur maximal 60km/h fahren. Diese Geschwindigkeitsbegrenzung ist vor allem dann interessant, wenn es mit dem ungebremsten Anhänger in den Urlaub gehen soll. Vor Reiseantritt ist ein Blick in die lokalen Vorgaben in der Straßenverkehrsordnung gefragt.
Gebremste Anhänger
Diese Modelle sind nicht auf die Bremskraft des Zugfahrzeuges angewiesen, sondern verfügen über eigene Bremsleistung. So wird das Zugfahrzeug entlastet und die Auslaufbremse selbst ein. Auf diese Weise verkürzt sich der Bremsweg deutlich, was zu einer höheren Sicherheit für das Gespann führt. Auch schwerere Lasten in Anhänger können so viel sicherer bewegt werden, denn der Bremsweg steigt mit ihrem zusätzlichen Gewicht und erhöhter Geschwindigkeit deutlich. Auch das Manövrieren in Gebirgen ist mit einem gebremsten Anhänger viel leichter möglich. So können auch kleinere Pkw sicher größerer Lasten bewegen.
Die Anhängerkupplung muss für das Gespann geeignet sein
Um sicheres Fahren in jeder Verkehrslage zu gewährleisten, müssen Zugfahrzeug und Anhänger zusammenpassen. Verbunden sind sie über die Anhängerkupplung. Doch sie kann abhängig vom Hersteller einige Besonderheiten aufweisen und nicht mit jedem Anhänger kompatibel sein. Wichtig ist vor allem der sogenannte D-Wert. Er ist die Berechnungsgrundlage für die Anhängelast und zeigt, welche Anhänger größer und welches Transportlimit überhaupt möglich sind.
Ein Blick in den Fahrzeugschein hilft, um die zulässige Anhänger- und Stützlast des Fahrzeuges herauszufinden. Diese dürfen nicht überschritten werden, da sonst nicht nur ein Sicherheitsrisiko droht, sondern auch ein Verwarngeld durch die Polizei, wenn Abweichungen von den Vorgaben im Fahrzeugschein bei einer Kontrolle festgestellt werden.
Die richtige Ladungsverteilung sorgt für mehr Sicherheit
Ein gutes Fahrverhalten wird vor allem durch die richtige Beladung des Anhängers erreicht. Schwere Lasten sollten niemals zu weit vorn oder hinten, sondern über der Achse transportiert werden. Auf diese Weise wird die optimale Bremswirkung und eine sichere Straßenlage erreicht.
Auch die Ladungssicherung spielt für Anhänger eine wichtige Rolle. Bei einer Vollbremsung oder Ausweichmanöver sollte nichts verrutschen oder gar vom Anhänger fallen. Für Stabilität und Festigkeit der Gegenstände sorgen beispielsweise Spanngurte oder eine Abdeckung über dem Anhänger. Zu vermeiden sind auch lange, weit hinausragende Gegenstände. Sie können das Gleichgewicht des Anhängers verlagern und ihn schwieriger zu fahren machen. Außerdem müssen sie immer deutlich sichtbar (beispielsweise mit einem roten Tuch oder einem roten Wimpel) gekennzeichnet sein.
Tipp: Fahrtraining für Autos mit Anhänger empfehlenswert
Ein Anhänger am Auto beeinflusst das Fahrverhalten. Bevor es auf große Reise geht, ist ein Fahrtraining mit dem gesamten Zuggespann empfehlenswert. Fast überall gibt es einen Verkehrsübungsplatz, auf dem das Navigieren ohne Angst vor Unfällen ausprobiert werden kann.
Frankfurt – On Wednesday, Frankfurt police raided the European headquarters of the Turkish daily Sabah and arrested German representative İsmail Erel and news director Cemil Albay. Cell phones and computers were also seized in the raid. The homes of the two journalists were also reportedly searched.
According to Turkish media reports, there had also been arrests in other cities. However, this report could not yet be confirmed.
„We have been trying to gather information since this morning. Because it is an unbelievable situation. At 6 a.m., they raided the house of our German representative İsmail Erel and the house of Cemil Albay in Frankfurt. After the raid, our two representatives and reporters were arrested. They are still in custody without further explanation of the reason for their detention. We expect a statement from Germany in a few hours,“ a spokesman for the newspaper said.
According to Turkish media, the Turkish Foreign Ministry and professional associations there had already contacted the German authorities and lobbied for the release of the two journalists
Diplomatic sources reported that the detention of the two journalists was unacceptable in terms of press freedom and this had been communicated to the German authorities. High-level talks on the release of the journalists were still continuing.
Alman polisi, SABAH Gazetesi Almanya Temsilcisi İsmail Erel ve SABAH Avrupa Gazetesi Yazı İşleri Müdürü Cemil Albay, FETÖ’cü Cevheri Güven’in şikayeti üzerine tebligat dahi yapılmadan gözaltına alındı. Sabah Gazetesi Haber Koordinatörü Abdurrahman Şimşek detayları aktardı. pic.twitter.com/wwIdrde2yw
According to current information, the arrest is related to Sabahs reporting on structures of the Gülen sect, or Fethullahist Terrorist Organization FETÖ as it is known in Turkey, in Germany.
According to unofficial information, it is an article by Sabah about Cevheri Güven and his whereabouts in Germany that is said to have provided the impetus for the police raid. Also the house in Babenhausen, in which he lives together with his family, were published on the front page of the sheet.
In Turkey, there is already talk of a second „SPIEGEL affair.“ In October 1962, editors of german magazine SPIEGEL were arrested; an attack on press freedom instigated by then Defense Minister Franz Josef Strauß.
yücel/pka
Frankfurt – Am Mittwoch durchsuchte die Frankfurter Polizei die europäische Zentrale der türkischen TageszeitungSabah und nahm den deutschen Vertreter İsmail Erel und den Nachrichtendirektor Cemil Albay fest. Bei der Razzia wurden auch Handys und Computer beschlagnahmt. Auch die Wohnungen der beiden Journalisten sollen durchsucht worden sein.Türkischen Medienberichten zufolge habe es auch in anderen Städten Festnahmen gegeben. Diese Meldung konnte jedoch noch nicht bestätigt werden.
„Wir versuchen seit heute Morgen, Informationen zu sammeln. Denn es ist eine unglaubliche Situation. Um 6 Uhr morgens durchsuchte man das Haus unseres deutscher Vertreters İsmail Erel und das Haus von Cemil Albay in Frankfurt. Nach der Razzia wurden unsere beiden Vertreter und Reporter festgenommen. Sie befinden sich immer noch in Gewahrsam, ohne dass der Grund für ihre Inhaftierung näher erläutert wurde. Wir erwarten in einigen Stunden eine Erklärung aus Deutschland“, so ein Sprecher der Zeitung.
Türkischen Medien zufolge seien bereits das türkische Außenministerium und dortige Berufsverbändemit mit den deutschen Behörden in Kontakt getreten und hätten sich für die Freilassung der beiden Journalisten eingesetzt
Diplomatische Quellen berichteten, dass die Inhaftierung der beiden Journalisten im Sinne der Pressefreiheit inakzeptabel sei und dies sei den deutschen Behörden mitgeteilt worden. Hochrangige Gespräche über die Freilassung der Journalisten würden noch fortgesetzt.
Alman polisi, SABAH Gazetesi Almanya Temsilcisi İsmail Erel ve SABAH Avrupa Gazetesi Yazı İşleri Müdürü Cemil Albay, FETÖ’cü Cevheri Güven’in şikayeti üzerine tebligat dahi yapılmadan gözaltına alındı. Sabah Gazetesi Haber Koordinatörü Abdurrahman Şimşek detayları aktardı. pic.twitter.com/wwIdrde2yw
Nach bisherigen Erkenntnissen steht die Verhaftung in Zusammenhang mit der Berichterstattung der Sabah Avrupa über Strukturen der Gülen-Sekte bzw. der in der Türkei bezeichneten Fethullahistischen Terrororganisation FETÖ in Deutschland.
Es handelt sich nach inoffiziellen Angaben um einen Artikel der Sabah Avrupa über Cevheri Güven und seinen Aufenthaltsort in Deutschland, die den Anstoß für die polizeiliche Razzia gegeben haben soll. Auch das Wohnhaus in Babenhausen, in dem er gemeinsam mit seiner Familie lebt, wurden auf der Titelseite des Blattes abgelichtet.
In der Türkei spricht man bereits von einer zweiten „SPIEGEL-Affäre“. Im Oktober 1962 wurden Redakteure des SPIEGEL´s verhaftet; ein Angriff auf die Pressefreiheit, die vom damaligen Verteidigungsministers Franz Josef Strauß angestoßen wurde.
Izmir – Ein überwältigendes Interesse, für das in der Türkei entwickelte und hergestellte Kriegsschiff TCG Anadolu gab es auch in der westtürkischen Millionenmetropole Izmir. In den ersten Tagen bildeten sich teils Kilometer lange Schlangen.
Wie der Gouverneur von Izmir, Yavuz Selim Köşger, mitteilte, haben 149.856 Menschen das Schiff seit der Andockung am 3. Mai besucht. Am gestrigen Dienstag verließ das Schiff für eine Militärübung die Stadt.
https://youtu.be/RtZUw_rXzBE
TCG Anadolu kann als Mehrzweckkriegsschiff sowohl in der Rolle eines Drohnenträgers wie auch eines amphibischen Angriffsschiffs eingesetzt werden. Das Schiff wurde von der Sedef Werft in Istanbul in Kooperation mit dem spanischen Hersteller Navantia gebaut. TCG Anadolu wird als größtes und am besten bewaffnete Kampfschiff das „Mutterschiff“ der türkischen Marine.
🇹🇷 Turecki Anadol będzie przewoził głównie drony Bayraktar TB3.
Oprócz dronów TCG Anadol będzie gościć śmigłowce, w tym tureckie T129 Atak, amerykańskie śmigłowce szturmowe AH-1W Super Cobra i śmigłowce ogólnego przeznaczenia SH-70B. pic.twitter.com/5DuZ782P8h
— Aneczka 🇵🇱 (@aneczka07) April 10, 2023
Die TCG Anadolu ist 231 Meter lang und 32 Meter breit. Die Wasserverdrängung des Schiffes wird ein totales Gewicht von 28.000 Tonnen ausweisen und eine Fahrgeschwindigkeit von 20 bis 21 Knoten (37 bis 39 Kilometer pro Stunde) erreichen können.
Die Landungsplattform der TCG Anadolu wurde den Anforderungen türkischer Kampfdrohnen angepasst und ist somit das erste Kriegsschiff weltweit, das als Drohnenträger konzipiert wurde.
Das Deck des Schiffes wird vier LCM-Schiffe (Landungsschiffe) aufnehmen, die jeweils einen Panzer transportieren. Auf den Fahrzeugdecks können insgesamt 94 Fahrzeuge transportiert werden, darunter 13 Panzer, 27 gepanzerte amphibische Angriffsfahrzeuge (ZAHA), 6 gepanzerte Mannschaftstransporter (ZPT), 33 diverse Fahrzeuge und 15 Anhänger.
Das Flugdeck kann insgesamt 10 Hubschrauber oder 50 unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) aufnehmen. Das Schiff wird über eine Personalkapazität von 1.223 Personen verfügen und mit einem vollwertigen Krankenhaus und zwei Operationssälen ausgestattet sein.
Medienberichte weisen daraufhin, dass die Bewaffnung des Flugzeugträgers größtenteils von lokalen türkischen Unternehmen wie Havelsan und ASELSAN zur Verfügung gestellt werden wird.
Ankara – Die Stadtverwaltung von Ankara setzt ihre Bemühungen fort, die Lebensbedingungen streunender Tiere zu verbessern. Mit dem Grundsatz „Jedes Lebewesen, das in der Hauptstadt lebt, ist wertvoll,“ entsteht in der Stadt eine neue Bleibe für sie.
In Zusammenarbeit mit Ankaras Gesundheits- und dem Wissenschaftsministerium steht in der türkischen Hauptstadt ein Mega-Tierheim und Rehabilitationszentrum, das 6.000 Straßentieren ein Zuhause bieten soll, kurz vor der Eröffnung.
Das auf einem Gelände von 93.000 Quadratmeter liegende Zentrum, wurde nach EU-Standards gebaut.
Die Stadtverwaltung von Ankara, die im vergangenen Jahr die umfassendste Sterilisationskampagne der Türkei startete, brach einen Rekord, indem sie seit dem 1. Juni 2022 23.500 Streunertiere kastrierte,
„Seit dem 1. Juni 2022 arbeiten wir mit einer brandneuen Anwendung sowohl für das Fangen als auch für die Sterilisation. Während wir bisher lediglich tausend Sterilisationen pro Monat durchführen konnten, ist uns mit dieser Methode möglich monatlich zweitausend Sterilisatione durchzuführen. Mit 23.500 Sterilisationen im Jahr 2022 haben wir einen Rekord in der Geschichte der Stadtverwaltung von Ankara gebrochen. Mit diesem Projekt, das für alle Gemeinden Vorbild sein wird, werden wir im Jahr 2023 25.000 bis 30.000 Sterilisationen durchführen“, so Seyfettin Aslan, Leiter der Gesundheitsabteilung, in einer Stellungnahme.
Somit wird der Streunertierbestand in Ankara mit über 50.000 Sterilisationen pro Jahr innerhalb von 2 Jahren unter Kontrolle gebracht.
Başkentte her can değerli, her can kıymetli.
6 bin can dostumuza yaşam alanı sağlayacağımız 93 bin metrekare alan üzerine inşa edilen ve AB standartlarında olan Karataş Geçici Bakımevi ve Rehabilitasyon Merkezi’ni çok yakında hizmete açıyoruz. pic.twitter.com/BuiOb2O2Fr
– Mersin –
Miyav Park Türkei: Ein Städtchen nur für Katzen
Dieser Ort wird die Herzen jedes Katzen-Fans höher schlagen lassen: In der südtürkischen Stadt Mersin gibt es seit etwa einem Jahr ein kleines Städtchen nur für Straßenkatzen, in denen die Samtpfoten sicher und geborgen leben können.
Hamburg – Spanien ist zu Deutschlands Hauptlieferant für Cannabis geworden. Nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) hat Spanien Albanien als Hauptherkunftsstaat für Marihuana-Großtransporte nach Deutschland abgelöst.
„Der professionelle Cannabisanbau durch Gruppierungen organisierter Kriminalität in Spanien hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen“, teilt das BKA gegenüber dem Rechercheformat STRG_F (NDR/Funk) mit. Recherchen vor Ort von STRG_F zeigen die Folgen: Insbesondere in Andalusien bekämpfen sich rivalisierende Drogenbanden mit der Polizei. „Es drängen immer mehr Gruppen auf den Markt“, sagt ein Drogenermittler der Guardia Civil gegenüber STRG_F. Diese Konkurrenz führe zu einer Gewalteskalation.
Weiche Droge, harte Kriminalität: Gewalteskalation im „Gras“-Geschäft
Selbst ein Drogenhändler, bestätigt gegenüber STRG_F einen Gewaltanstieg in der Szene. Immer öfter komme es zu bewaffneten Überfällen zwischen verschiedenen kriminellen Vereinigungen. Allein an der Costa del Sol, einem Küstenabschnitt bei Málaga, zählt der spanische Geheimdienst 113 kriminelle Vereinigungen mit 59 Nationalitäten. „Hier bewegen sich einfach zu viele kriminelle Organisationen auf engstem Raum“ die alle an dem lukrativen Geschäft teilhaben wollten, erklärt der Rechtsanwalt Ricardo Álvarez-Ossorio, der viele Mafiagrößen verteidigt.
Die Profitmargen von Haschisch und Marihuana ziehe Gruppierungen an, die auch vor Gewalt nicht zurückschrecken. Insbesondere das Urlaubsparadies Costa del Sol ist nach den STRG_F-Recherchen in den vergangenen Jahren zu einer internationalen Mafiahochburg geworden. Spanien bietet nicht nur gute klimatische Bedingungen für den Marihuana-Anbau, sondern liegt auch in direkter Nachbarschaft zu Marokko, wo weltweit das meiste Cannabisharz (Haschisch) produziert wird.
Löst Legalisierung das Problem? Ermittler sind skeptisch
Laut spanischem Statistikamt hat sich die Menge des in Spanien konfiszierten Marihuanas innerhalb von vier Jahren mehr als vervierfacht. Im Jahr 2021 waren es 139 Tonnen „Gras“. Hinzu kommen mehr als 600 Tonnen beschlagnahmtes Haschisch.
Die deutsche Bundesregierung will den Cannabiskonsum legalisieren und damit auch den Schwarzmarkt bekämpfen. Spanische und deutsche Ermittler äußern im Gespräch mit STRG_F Zweifel, dass durch eine Legalisierung die organisierte Kriminalität entscheidend geschwächt werden könnte. Denn mit den niedrigen Preisen und dem hohen THC-Gehalt von Cannabis auf dem Schwarzmarkt könne eine legal angebaute Droge kaum mithalten.
Selbst wenn die kriminellen Drogenhändler durch die Legalisierung einen Gewinneinbruch hinnehmen müssten, bliebe ihre Infrastruktur für den Drogentransport bestehen. „Die werden sich ja nicht auf einmal eine normale Arbeit suchen“, sagt ein spanischer Ermittler. „Das Wahrscheinlichste ist, dass sie dann auf andere Substanzen umstellen, bei denen sie mehr verdienen können. Also Koks oder Heroin etwa.“
Cannabis ist nach Alkohol und Tabak die am häufigsten konsumierte Droge der Welt. Die Zahl der Konsumenten weltweit ist innerhalb von zehn Jahren um 23 Prozent gestiegen. Während in Deutschland der Alkohol und Tabakkonsum über die Jahre deutlich zurückgegangen ist, steigt auch hierzulande der Cannabis-Konsum.
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– Meinung –
Kommentar: Was haben die italienische Mafia und die PKK gemeinsam?
Zwei weitverzweigte europaweite Netzwerke haben sich wie eine Krake über Europa ausgebreitet. Die Organisierte Kriminalität und der Terror stellen auch heute noch eine große Gefahr für die Welt dar, insbesondere für Deutschland, weil das Land selbst ein Eldorado für die Mafia und die PKK ist.
von Nabi Yücel
Aufgrund des Wahlausgangs in der Türkei und der bevorstehenden Stichwahl zur türkischen Präsidentschaft liegen bei Oppositionsanhängern die Nerven blank. Hasstiraden gegenüber Auslandstürken wie auch Solidaritätsentzug gegenüber Erdbebenopfern nehmen in sozialen Medien breiten Raum ein.
In der Hochburg der Oppositionspartei CHP in Kumbağ, nahe der Provinzhauptstadt Tekirdağ, kündigte der Oberbürgermeister von Tekirdağ den im Hotel untergebrachten Erdbebenopfern an, sie vor die Straße zu setzen. Aufgebrachte Gäste erklärten, man wolle sie damit abstrafen, weil sie mehrheitlich die Regierungspartei gewählt hätten. Andere wünschten sich sogar, das alle Erdbebenopfer am besten gestorben wären um diesen Wahlausgang nicht zu erleben.
CHP’li Tekirdağ Belediyesi Kemal Kılıçdaroğlu’na oy çıkmayan deprem bölgelerini faturasını depremzedelere kesti.
Kumbağ’da otellere yerleştirilen vatandaşlar kapı dışarı edilmek istendi.
Depremzedeler, „Deprem bölgesi AK Parti’ye verdi diye bize bunu mu reva ediyorsunuz?“… pic.twitter.com/FftLpy2IUc
— Yekvücut (@yekvucutcom) May 16, 2023
Die türkische TikTok-Fenomenin Ayşegül Didem Doğan machte die Solidarität und Hilfen für die Erdbebenopfer von ihrem Wahlverhalten abhängig und drohte, bei einer falschen Entscheidung damit stets konfrontiert zu werden.
Das sind keine Einzelfälle. Über soziale Medien melden sich immer mehr Oppositionsanhänger, bekannte wie unbekannte Gesichter, die verkünden, ihre Solidarität und Hilfen zu entziehen. Dabei werden die im Erdbebengebiet lebenden Menschen beschimpft, man droht ihnen, die Hilfen einzustellen oder wünscht ihnen sogar den Tod.
Auch im Ausland gibt es Gleichgesinnte, die sich zu Wort melden. Ein Dönerladen-Betreiber (Süvari M.) aus Deutschland, verfluchte die Erdbebenopfer und beschimpfte sie lautstark für ihr Wahlverhalten. Inzwischen liegt eine Strafanzeige gegen den Mann vor, der von der türkischen Staatsanwaltschaft verfolgt wird.
Es gibt aber auch Gegenreaktionen auf die zunehmenden Hasstiraden im Netz, die sich nicht nur auf Erdbebenopfer beschränken, sondern auch Auslandstürken, Wählerkreise erfassen, die für den Wahlausgang verantwortlich gemacht werden. Der türkische Schauspieler Sinan Albayrak zeigte sich entsetzt über die zahlreichen Hasstiraden gegenüber Erdbebenopfern, nur weil sie bei den Wahlen mutmaßlich die amtierenden Regierungsparteien bzw. Präsidenten bevorzugt hätten.
Oyuncu Sinan Taymin Albayrak, seçimde deprem bölgesinden iktidara oy veren deprem zedelere, hakaret edenlere hadlerini bildirmiş. pic.twitter.com/h7VoykbgAM
Die bekannte türkische Schauspielerin Bergüzar Korel verurteilte die Hassreden und erklärte, wie sich wohl die Menschen fühlen würden, wenn sie das sehen und hören würden und fügte hinzu:
„Was über die Ergebnisse aus Erdbebengebieten geschrieben wird, entspricht genau der Mentalität, die kritisiert wurde. Menschen, die alles verloren haben, lesen diese Beiträge … Wir sind nicht die Menschen, die für die Hilfe und Solidarität Opfer zur Rechenschaft ziehen oder damit prahlen.“
Oyuncu Bergüzar Korel:
Deprem bölgelerinden gelen sonuçlar hakkında yazılanlar tam da eleştirilen zihniyetin ta kendisi. Bu yazılanları her şeyini kaybetmiş insanlar okuyor… Yapılan yardımların ve dayanışmanın hesabını soracak, böbürlenecek insanlar degiliz biz.#deprem#seçimpic.twitter.com/lNXbcm58E8
— Samimi Magazin (@samimimagazin) May 16, 2023
Die Hasstiraden im digitalen Raum werden von türkischen Experten auf den Hass auf Recep Tayyip Erdoğan zurückgeführt, der sich in letzter Zeit extrem zeige.
Shitstorms seien die vereinfachte Form von komplexen Zusammenhängen, wobei die Tatsächlichkeit der Dinge nicht mehr so eine Rolle spiele. Laut dem Leiter des Umfrageinstituts SONAR, Hakan Bayrakçı, würden auch Politiker wie Journalisten, diesen Hass antreiben bzw. schüren. Bayrakçı befürchtet, dass die Hasstiraden bis zur Stichwahl ansteigen und an Qualität und Intensität zunehmen werden.
von Ahmad Omid Yazdani
Seit acht Monaten kämpfen die freiheitsliebenden Völker im Iran gegen das diktatorisches Molla-Regime. Sie kämpfen für Freiheit, Arbeit und Brot, Demokratie und nationale Selbstbestimmungsrecht.
An der ersten Reihe des Freiheitskampfes stehen die unterdrückten Frauen, deren elementarsten Menschenrechte seit über 40 Jahren von einem mittelalterlichen schiitischen Regime mit Füßen getreten werden.
Ich bin selbst ein Aserbaidschaner aus dem Iran und möchte mit folgendem Beitrag über die sozio-kulturelle Lage der aserbaidschanischen „Minderheit“ im Iran informieren. Das Wort Minderheit setze ich dabei in Anführungszeichen, denn der Iran ist ein multiethnischer Vielvölkerstaat in dem etwa genauso viele Aserbaidschaner wie Perser leben – also etwa jeweils ca. 30 Millionen. Weitere ca. 22 Millionen Einwohner verteilen sich auf andere ethnische Gruppen, wie Kurden, Balutschen, Araber, Turkmenen, Loren, Giläkin und andere kleine Minderheiten.
Wenn wir über Menschenrechtsverletzungen im Iran sprechen, denken wir natürlich als erstes an grundlegende Freiheitsrechte wie die Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und Versammlungsfreiheit oder an die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Alle Menschen im Iran leiden unter der alltäglichen Unterdrückung dieser Rechte.
Aber wie sieht es mit den kulturellen Rechten der ethnischen Minderheiten aus?
Auch in diesem Bereich herrscht eine brutale Unterdrückung. Die Angehörige der nicht persischen ethnischen Minderheiten, die sich für die Freiheit ihrer Sprache und Kultur einsetzen, werden inhaftiert, gefoltert und gehängt. Viele Ethnien im Iran erleiden somit zusätzlich zu allgemeiner Unterdrückung, die das gesamte Land betrifft, eine zusätzliche Unterdrückung ihrer Kultur und Sprache.
So gibt es für die über 30 Millionen Aserbaidschaner im Iran nicht eine einzige muttersprachliche Schule. Literatur, Musik und andere Medien auf Aserbaidschanisch sind in der Öffentlichkeit so gut wie nicht vorhanden. Um die Frage zu beantworten, wie es zur jetzigen Situation der Aserbaidschaner im Iran kam, werde ich kurz auf die geschichtliche Entwicklung eingehen.
Süd-Aserbaidschan (1828–1925)
Das historische Aserbaidschan wurde im Jahre 1828 nach einem Krieg zwischen dem Kadscharen-Iran und dem russischen Zarenreich im Rahmen der Friedensverhandlungen geteilt. Der Nordteil wurde dabei an das russische Zarenreich angegliedert, der Südteil verblieb im Iran (siehe Karte „Kaukasisches- und Persisches Aserbaidschan“ nach 1828).
Süd-Aserbaidschan war bis zu diesem Zeitpunkt und bis ins frühe 20. Jahrhundert nicht nur ein einfaches Gebiet im Iran, sondern eine Provinz mit einer sehr starken Stellung und einem hohen Anteil an Autonomität. Der Iran war in dieser Zeit kein stark zentralistischer Staat, sondern bis zur Gründung der Pahlawi Dynastie im Jahre 1925 ein Staatsgebilde, zusammengesetzt aus verschiedenen eigenständigen Selbstverwaltungseinheiten (mämaleke Mähruseye Iran).
Karte “Kaukasisches- und Persisches Aserbaidschan” nach 1828, Baku, Nationalmuseum für Geschichte von Aserbaidschan
Das ganze System kommt nach heutigem Verständnis einer Mischform aus Bundesstaat und Staatenbund sehr nahe. Diese Selbstverwaltungseinheiten – so auch Süd-Aserbaidschan – hatten z. B. die überwiegende Hoheit im Bereich der regionalen Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verwaltung. Sie führten in regelmäßigen Abständen Teile ihres Steueraufkommens an eine Zentralregierung ab … und im Falle eines Krieges stellten sie militärische Einheiten.
Nun muss man natürlich wissen, dass sich diese Selbstverwaltungseinheiten wesentlich von Bundesstaaten, wie wir sie z. B. in Deutschland kennen, unterscheiden. Denn außer dem höheren Anteil von Autonomie grenzten sie sich untereinander deutlich ab. Sie unterschieden sich meist voneinander durch ihre Ethnizität, ihre Kultur und die Sprache … auch in ihrer religiöser Konfession.
Das Leben in Süd-Aserbaidschan nahm nach den russisch-persischen Kriegen, abgesehen von dem gescheiterten Versuch von Scheich Mohammed Khiabani – im April 1920 mit seiner Demokratischen Partei in Süd-Aserbaidschan eine demokratische Republik zu gründen – seinen gewohnten Verlauf. Das heißt Aserbaidschaner, Perser und andere Ethnien lebten friedlich und gleichberechtigt neben einander. Bis zur Errichtung der Pahlawi-Dynastie im Jahre 1925 war Süd-Aserbaidschan eines der bedeutendsten Zentren wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Lebens im Iran gewesen. Auf Grund seiner geographischen Nähe zu Europa und intensiven Kontakt zu Intellektuellen in der Türkei und Russland besaß Süd-Aserbaidschan bei der Verbreitung moderner europäischer Ideen eine herausragende Sonderstellung im Iran.
So ging beispielsweise die konstitutionelle Revolution 1906–1911 im Iran von Süd-Aserbaidschan aus. Sie richtete sich gegen die willkürliche Herrschaft und errichtete die konstitutionelle Monarchie mit einer Verfassung, die überwiegend der belgischen Verfassung nachgebildet war. Innerhalb Irans befand sich Süd-Aserbaidschan damals in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht in einem normalen Entwicklungsstadium. Dies sollte sich jedoch mit der Errichtung der Palawi-Dynastie im Jahre 1925 grundlegend ändern.
Süd-Aserbaidschan (1925–1946)
Rezah-Schah, der Begründer der Palawi-Dynastie und glühender Anhänger der arischen Rassenideologie, begründete ein Terrorregime, das parallel zur allgemeinen Unterdrückung der iranischen Bevölkerung das Ziel hatte, ein zentralistisches Regime zu erschaffen und die Kultur und Sprachen der nicht-persischen Bevölkerungsgruppen zu vernichten.
Rezah Schah ging hierbei mit einer geschichtlich gesehen beispielsloser Härte vor. Die persische Sprache wurde zur Staats- und Verwaltungssprache sowie zur einzigen Mediensprache erhoben. Die Aserbaidschaner im Iran durften ihre Muttersprache an offiziellen Stellen nicht mehr sprechen. Schüler, die von Lehrern bei einer Unterhaltung in aserbaidschanischer Sprache beobachtet wurden, mussten eine Geldstrafe zahlen oder sie wurden mit dem Schlagstock misshandelt.
Der von der Teheraner Zentralregierung ernannte Kulturverantwortliche Mohseni erklärte dabei öffentlich:
„Wer sich auf Türkisch unterhält, der muss mit einer Leine um den Hals in den Kuhstall gebracht werden.“
Die Beherrschung der persischen Sprache war von nun an Grundvoraussetzung zum sozialen Aufstieg im gesamten Iran. Wer kein Persisch sprach, hatte keine Chance eine Stelle an staatlichen Institutionen zu bekommen. Aserbaidschanische Musik, Bücher und Zeitungen wurden verboten.
Es begann eine von der Teheraner Zentral-Regierung gesteuerte Propaganda gegen aserbaidschanische Bevölkerungsteile. Selbst Aserbaidschaner, die des Persischen mächtig waren, wurden in aller Öffentlichkeit wegen ihrer Aussprache als „halbzivilisiert“ stigmatisiert.
Besonders eifrige Wissenschaftler kämpften dabei öffentlich um die wirksamsten Methoden zur Ausrottung der aserbaidschanischen Kultur und Sprache. Der „Wissenschaftler“ Dr. Mahjar Nawabi schlug dabei vor, aserbaidschanische Kinder von ihren Eltern zu trennen und in rein persischsprachige Regionen in Pflegefamilien zu geben, um so jeglichen Kontakt zur aserbaidschanischen Sprache zu verhindern.
Das ständige Verächtlichmachen, das Verbot aserbaidschanischer Kultur und diese Vorschläge führten zu einem enormen Druck auf die Aserbaidschaner im Iran. Ziel des Schah-Regimes war es offensichtlich, die uralte Kultur eines gesamten Landes komplett
auszurotten. Parallel zur kulturell-sprachlichen Unterdrückung begann die sozio-ökonomische Vernachlässigung Süd-Aserbaidschans. Investitionen in aserbaidschanischen Provinzen (West-Aserbaidschan, Ost-Aserbaidschan, Ardebil) blieben fast völlig aus.
Ziel war es offensichtlich, das aserbaidschanische Bürgertum und die Händler auf den Basaren zur Auswanderung in persische Städte zu zwingen. Doch bevor dieses Vorhaben vollständig verwirklicht werden konnte, musste Rezah Schah Pahlawi im September 1941 auf Druck der alliierten Mächte, die Iran in der Zeit des 2. Weltkrieges besetzt hatten, abdanken.
Der Grund war unter anderem:
Rezah Schah hat auf freundlicher Basis mit dem nationalsozialistischen Deutschland und Hitler kooperiert. Nach der Besetzung Irans durch die Alliierten und der Abdankung Rezah Schahs zugunsten seines Sohnes Mohammed Rezah Schah Pahlawi begann im Iran eine kurz währende Periode der politischen Freiheit. Im aserbaidschanischen Teil des Irans wurde das Sprachverbot in der Öffentlichkeit aufgehoben und es erschienen wieder Medien in Aserbaidschanisch.
Die Unterdrückung der Aserbaidschaner zur Zeit Rezah Schahs hatte zu einer starken national-freiheitlichen Strömung in Südaserbaidschan geführt. 1945 rief der Vorsitzende der neu gegründeten „Demokratischen Partei Aserbaidschans“, Seyed Djafar Pishawari, die nationale Regierung Aserbaidschans im Iran aus. Vorrangiges Ziel der nationalen Regierung war vor allem die regionale Autonomie Aserbaidschans im Iran, sowie die Befreiung von der einseitigen persischen Kultur- und Wirtschaftspolitik.
Die aserbaidschanische Sprache wurde nun wieder als offizielle Sprache in Aserbaidschan verwendet. Die Kinder, die in der ihnen fremden persischen Sprache unterrichtet wurden, lernten nun wieder in ihrer Muttersprache. Zum ersten Mal in der Geschichte Irans wurde die geschlechtliche Gleichberechtigung offiziell zum Prinzip erhoben. Als die Alliierten den Iran im Mai 1946 verließen, wurde zwischen der Aserbaidschanischen Nationalregierung und der Teheraner Zentralregierung ein 10-Punkte Abkommen geschlossen – demnach blieb Süd-Aserbaidschan und zwar ausdrücklich unter der Gewährung von Autonomie ein Teil des Irans und die aserbaidschanische Sprache wurde als offizielle Amtssprache beibehalten.
Süd-Aserbaidschan (1946–1979)
Die Teheraner Regierung hielt sich jedoch nicht lange an diesen staatsrechtlichen Vertrag. Bereits im November 1946, also 6 Monate später, marschierten Militäreinheiten der iranischen Zentralregierung in aserbaidschanische Provinzen ein und massakrierten tausende Aserbaidschanern und plünderten das Land.
Nachdem die kaiserliche Armee die linksgerichtete nationale Regierung Aserbaidschans schließlich stürzte, wurden die Repressalien gegen die Aserbaidschaner wieder eingeführt und sogar intensiviert. Es kam nun zu öffentlichen Bücherverbrennungen aserbaidschanischer Literatur. Alles Aserbaidschanische wurde nun noch stärker dämonisiert oder verächtlich gemacht. Gleichzeitig mit dem neuerlichen Verbot der aserbaidschanischen Kultur und Sprache in öffentlichen Institutionen begann die Periode der Assimilation und des Wirtschaftskrieges gegen das Land.
Mitte der sechziger Jahre und Anfang der siebziger Jahre war die antiaserbaidschanische Stimmung im Iran so extrem, dass bereits der Besitz eines einzigen Buches in aserbaidschanischer Sprache dazu führte, dass man von offiziellen staatlichen Organen als Sezessionist gestempelt und verhaftet wurde. Den Millionen aserbaidschanischen Bürgern im Iran wurde kein einziges Radio- oder Fernsehprogramm geboten – sie hatten keine Zeitungen und Bücher.
Die systematische Diskriminierung der Aserbaidschaner ging soweit, dass nun viele anfingen dem Druck nachzugeben und ihre eigene Nationalität zu leugnen. Aserbaidschan, das vor der Pahlawi-Dynastie aufgrund seiner geopolitischen Lage zu den wichtigsten Industrie- und Handelszentren gezählt hatte, verwandelte sich rasant in eine der unterentwickeltsten Provinzen im Iran.
Die Anzahl der Industrieanlagen und der Neuinvestitionen war im Vergleich zu anderen bevölkerungsmäßig gleichstarken persischen Provinzen drastisch geringer. Die unzumutbaren Umstände veranlassten die Aserbaidschaner massenweise zur Flucht in die persischen Großstädte. Intellektuelle, Basarhändler, also große Teile der Mittelschicht, flohen scharenweise aus Süd-Aserbaidschan. Parallel zur Bevölkerungsflucht kam es zu einer großen Kapitalflucht. Milliarden von Rial flossen mit den aserbaidschanischen Auswanderern in die persischen Städte.
Süd-Aserbaidschan nach der islamischen Revolution 1979
Die systematische Benachteiligung und Verwüstung des aserbaidschanischen Wirtschafts- und Kultursektors hat sich nach der islamischen Revolution im Jahre 1979 nicht etwa verbessert, sondern enorm verschlechtert. Die kulturellen und sprachlichen Beschränkungen der Pahlawi-Dynastie wurden von den Mullahs
aufrechterhalten. Der persische Assimilationsprozess schreitet bis heute voran. Ein schleichender Kulturmord von undenkbarem Ausmaß und mit undenkbarem Ausgang.
Die Assimilationspolitik der Zentralregierung basiert dabei vor allem auf 5 Methoden:
1. Verbot des muttersprachlichen Schulsystems sowie massive Behinderung von muttersprachlichen Medien. Hierzu muss ich ausführen: Es gibt zwar ein Fernsehprogramm, in dem aserbaidschanische Wörter benutzt werden, aber diese bewusst in einer völlig grammatikalisch falschen Weise und gemischt mit persischen Wörtern. Eine gezielte Deformation der Sprache.
2. Vernachlässigung der ökonomischen Entwicklung der aserbaidschanischen Gebiete.
3. Anwendung subtiler psychologischer Methoden zur Aufgabe der ethnischen Identität der Aserbaidschaner – z. B. rassistische Witze und Karikaturen in öffentlichen Zeitungen über Aserbaidschaner, die als „Esel-Türken“gennant werden.
4. Umbenennung historischer Stätten, Orte, Dörfer und Inseln der Aserbaidschaner ins Persische.
5. Das Verbot, neugeborenen Kindern, aserbaidschanische Namen zu geben.
Doch wozu diesen ganzen Aufwand, was ist der Zweck dieser offensichtlichen Benachteiligung Süd-Aserbaidschans? Weshalb wurden Millionen Aserbaidschanern ihre Sprache und Kultur in der Öffentlichkeit faktisch verboten? Wieso soll die Identität eines ganzen Volkes ausgelöscht werden?
Hierzu sollte man wissen, dass die ethnische Benachteiligung der Aserbaidschaner und natürlich anderer Volksgruppen im Iran ihren Ursprung, wie gesagt in der Pahlawi-Dynastie hat. Rezah Schah war ein ideologischer Anhänger Hitlers und der Idee des arischen Übermenschen. Für Rezah Schah waren die Perser, wie für Hitler die Deutschen die arische Herrenrasse. Die Kultur der anderen nicht-persischen Völker Irans galt für ihn als minderwertig und gehörten somit ausgerottet. Diese Meinung wird noch heute von vielen sogenannten persischen Intellektuellen und staatlichen Würdenträgern offen propagiert; selbst von solchen, die an sonst die Unterdrückung von Freiheitsrechten im Iran anprangern.
Wie kann die gegenwärtige Situation der Aserbaidschaner im Iran beschrieben werden:
• Aserbaidschan ist ein seit 1828 geteiltes Land. Wir haben im Iran über 30 Millionen Aserbaidschaner, die zusätzlich zur allgemeinen politischen Unterdrückung einer
kulturell-wirtschaftlichen Unterdrückung unterliegen.
• Über 30 Millionen Aserbaidschaner, die keine Möglichkeit haben in öffentlichen Schulen ihren Kindern die Muttersprache beizubringen, die keine wirkliche Möglichkeit haben
eine Zeitung in ihrer Sprache zu lesen oder einen Film in ihrer Sprache zu sehen.
• Zwar sieht Artikel 15 der islamisch-iranischen Verfassung vor, dass die verschiedenen Volksgruppen im Iran das Recht auf muttersprachliche Medien und die Erlernung ihre
Literatur in den Schulen haben. Doch liegt hier der wohl krasseste Widerspruch von Verfassungsanspruch und Verfassungswirklichkeit im Iran.
• Wir haben im Iran ein über 30 Millionen Volk, das ständiger propagandistischer Hetze seitens rassistischer persischer Kreise ausgesetzt ist, und das am Rande der Vernichtung
steht.
Es stellt sich daher die Frage, wie sich das durch Rezah Schah künstlich geschaffene Nationalitätenproblem im Iran lösen lässt? Entsteht im Iran vielleicht ein zweites Jugoslawien oder aber zweites Irak oder Syrien? Können die verschiedenen Völker im Iran gleichberechtigt und in gegenseitiger Achtung miteinander leben und wird die hauptsächlich aus Persern bestehende politische Elite im Teheran bereit sein, die nationalen und kulturellen Rechte der anderen Völker im Iran anzuerkennen?
Wird diese Elite bereit sein, bedingt durch die Partizipation anderer Volksgruppen an der Regierung, auf einen Teil ihrer Macht zu verzichten?
Hinsichtlich der Problemlösung der aserbaidschanischen Frage im Iran sind in letzter Zeit mehrere politische Untergrundorganisationen entstanden. Bei diesen politischen Organisationen werden hauptsächlich zwei Meinungen vertreten:
• Für einen Teil ist Iran ein „Gefängnis der Völker“. Die politische Führung im Iran besitze auf Grund fehlender demokratischer Tradition im Iran und auf Grund der Machtgier nicht
die Fähigkeit, einen Schritt in die Richtung Demokratie zu gehen. Folglich seien die Unterdrückung der demokratischen Rechte und die Assimilationspolitik gegenüber anderen ethnischen Gruppierungen im Iran eine logische Vorgehensweise der politischen Eliten im Iran. Der einzige Weg aus diesem Zustand sei die endgültige Abtrennung Süd-
Aserbaidschans vom Iran.
• Ein anderer Teil der politischen Richtung sieht die Zukunft Süd-Aserbaidschans zwar im Iran, jedoch ausschließlich unter der Bedingung der Gewährung von autonomer Selbstverwaltung im Rahmen eines demokratisch-föderativen Staatssystems im Iran. Ein föderativer iranischer Staat müsse als Grundlage den freiwilligen Zusammenschluss aller im Iran lebenden Völker haben. Da die Aserbaidschaner mit einer Bevölkerung von ca. 30
Millionen mindestens gleichstark wie die Perser im Iran vertreten sind, müsse ihnen – wie so vielen anderen Völkern in der Region – regionale Selbstverwaltung sowie in Fragen
der Außen- und Innenpolitik Irans ein gleichberechtigtes Mitspracherecht eingeräumt werden. Außerdem muss die aserbaidschanische Sprache auch als offizielle
Kommunikationssprache Irans proklamiert werden.
Unabhängig von der Frage, welches dieser Szenarien realistischer sein mag – eines steht fest:
Es ist für das 21. Jahrhundert unvorstellbar, dass ein 30 Millionenvolk fast vollständig seiner Identität beraubt wird. Das Recht, dass die eigenen Kindern ihre Muttersprache in der Schule lernen; das Recht, dass man Kinos, Theater und Filme in seiner Muttersprache sehen darf; das Recht, seinen Kindern muttersprachliche Namen geben zu dürfen und für seine Herkunft nicht verächtlich gemacht zu werden sind unveräußerliche Menschenrechte. Sollten den Millionen Aserbaidschanern und anderen Ethnien diese Rechte nicht gewährt werden, so könnte der Iran und die Region einer konfliktreichen Zukunft entgegensehen, denn der Widerstand unter den unterdrückten Ethnien gegen den Assimilationsprozess wird stärker.
Es ist meines Erachtens nur eine Frage der Zeit, bis dies Protest zu einer Massenbewegung wird.
Der AutorAhmad Omid Yazdani (Azəroğlu), geboren 1947 in Täbris/Iran, kam 1970 in die Bundesrepublik. Er studierte in Mainz, Trier und Berlin Politikwissenschaft, Soziologie und Volkswirtschaft. 1993veröffentlichte er sein Buch “Geteiltes Aserbaidschan” und verschiedene Artikel zum Thema Iran und Aserbaidschan.