Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,8 erschütterte am 6. Februar den Südosten der Türkei und Nordsyrien, zerstörte ganze Wohnblöcke und Krankenhäuser und hinterließ Tausende von Toten und Verletzten. Es folgten zwei weitere Beben der Stärke 7,6 und 6,0 in derselben Region. Etliche Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet.
Bei dem Erdbeben handelt es sich um die schwerste Erschütterungen in der Türkei mindestens seit dem Erzincan-Beben des Jahres 1939. Das damalige Erdbeben erreichte eine Stärke von 7,7. Mehr als 30.000 Menschen starben damals bei der Katastrophe in Ostanatolien.#CanlıYayın📡 |📍Malatya | #Deprem Afeti Basın Açıklaması @mehmetnuriersoy https://t.co/r3ekTpyNtB
— Süleyman Soylu (@suleymansoylu) March 13, 2023
Erdbeben-Schäden auf über 100 Mrd. Dollar geschätzt
Die verheerenden Erdbeben haben immense Zerstörung angerichtet. Nach Angaben der UN stürzten fast 600.000 Gebäude ein. Die Schäden, die allein in der Türkei angefallen sind, hat die UN geschätzt.Die Erdbeben des letzten Monats könnten die Türkei nach Schätzungen des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) mehr als 100 Milliarden Dollar kosten.

Die vorläufige Schadenssumme, die sich laut Vinton nur auf die Türkei bezieht, wird als Grundlage für eine Geberkonferenz am 16. März in Brüssel, Belgien, verwendet, um Mittel für die Erdbebenopfer zu mobilisieren, fügte sie hinzu. Die Weltbank schätzte die Schäden in der Türkei zuvor auf rund 34,2 Mrd. USD.
Vinton beschrieb die Szenen in der am schlimmsten betroffenen türkischen Provinz Hatay als „apokalyptisch“ und sagte, Hunderttausende von Häusern seien zerstört worden. „Die Bedürfnisse sind enorm, aber die Ressourcen sind knapp“, fügte sie hinzu. Bislang, so Vinton, sei das UNDP „sehr enttäuscht und traurig“ über die geringe Resonanz auf die bisherigen Finanzierungsaufrufe. Ein am 16. Februar veröffentlichter Aufruf in Höhe von 1 Milliarde Dollar sei derzeit nur zu 9,6 Prozent finanziert, sagte sie.Zum Thema
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