Morca-Höhle
US-Forscher Mark Dickey dankt türkischer Regierung für Rettung

Ankara – Retter aus der Türkei und Europa eilten am Donnerstag zu einer Höhle in der Türkei und starteten eine Rettungsaktion zur Bergung eines amerikanischen Forschers, der rund 1.000 Meter unter der Oberfläche plötzlich Magen-Darm-Blutungen bekam und nun nicht mehr in der Lage ist, aus eigener Kraft die Höhle zu verlassen. Der erfahrene Höhlenforscher Mark Dickey, 40, dankte in einer Videobotschaft aus der Höhle der türkischen Regierung für ihre Bemühungen. Dickey wurde während einer internationalen Expedition in der Morca-Höhle, der dritttiefsten Höhle des Landes, im südtürkischen Taurusgebirge in der Provinz Mersin krank, wie die European Cave Rescue Association mitteilte. „Wir warten immer noch darauf, dass die Kommunikation hier unten ankommt. Im Moment dauert es also ein oder zwei Tage, bis Informationen hin und her gehen. Ich weiß nicht genau, was passiert ist, aber ich weiß, dass die schnelle Reaktion der türkischen Regierung, die mir die benötigte medizinische Versorgung besorgt hat, meiner Meinung nach mein Leben gerettet hat. Ich war sehr nahe am Abgrund“, so Dickey in der Botschaft. Wie ein Beteiligter der Rettungsaktion im Gespräch mit dem US-Sender NBC News erklärte, habe sich Dickey am Samstag unwohl gefühlt. Er begann zu husten und habe Blut in seinem Stuhl festgestellt. Auch sei er nicht mehr in der Lage gewesen zu essen und sei drei Tage lang bewusstlos gewesen. Die türkische Katastrophenhilfe AFAD und das Rettungsteam UMKE arbeiteten zusammen mit türkischen und internationalen Höhlenforschern an einem Plan, um Dickey aus dem Höhlensystem herauszuholen, so der Rettungsverband. Ögrenecek von der türkischen Höhlenforschervereinigung sagte gegenüber The Associated Press, dass sich Dickeys Zustand stabilisiert habe und er in „guter Stimmung“ sei. „Marks Zustand verbessert sich weiter“, twitterte der Verband. „Die Ärzte werden entscheiden, ob es möglich ist, dass er ohne Bahre die Höhle verlassen kann.“

EuroVolley 2023
Volleyball-EM der Männer: Türkei besiegt Israel

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Tel Aviv – Bei der Volleyball-EM in Tel Aviv hat die türkische Herren-Nationalmannschaft im Vorrundenspiel Israel mit 3:0 (25:23, 25;13, 25:13) besiegt und ist somit ins Achtelfinale aufgestiegen. Am Samstag müssen sie sich gegen Slowenien behaupten. Auch Rumänien hat sich mit einem 3:1-Sieg gegen Olympiasieger Frankreich einen Platz im Achtelfinale gesichert. Obwohl Frankreich seinen Platz im Achtelfinale bereits sicher hatte und auf wichtige Spieler verzichten musste, gilt das Ergebnis dennoch als sensationell. Am selben Tag sicherte sich Portugal nach einem spannenden 3:2-Sieg (26-24, 21-25, 15-25, 28-26, 15-13) gegen die Türkei ebenfalls einen Platz im Achtelfinale. Das Spiel wurde durch einen erfolgreichen Spike von Alexandre Ferreira im fünften Satz entschieden. Deutschland gewann am Sonntag im italienischen Ancona gegen Belgien mit 3:2 (22:25, 17:25, 25:15, 25:22, 15:12) und drehte dabei einen 0:2-Satzrückstand. Die deutschen Volleyballer treffen im Achtelfinale auf den Weltranglistenzehnten Niederlande. Die Volleyball-Europameisterschaft der Männer 2023 findet vom 28. August bis 16. September statt. Gastgeber sind Italien, Bulgarien, Nordmazedonien und Israel. Als Titelverteidiger tritt die italienische Mannschaft an, die im Finale 2021 Slowenien besiegte.    

Volleyball EM
Turkish Airlines spendiert Urlaub für Volleyballerinnen

IstanbulSie haben am Sonntag in Brüssel Geschichte geschrieben: In einem atemberaubenden Krimi-Finale gegen den amtierenden Weltmeister Serbien, holten die türkischen Volleyballerinnen zum ersten Mal den EM-Titel in die Türkei. Die türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines hat nun angekündigt, diesen Erfolg  zu belohnen. Wie der Pressesprecher der Airlines, Yahya Üstün, mitteilte, bekommen die Spielerinnen, der Trainer und jeweils ein Mitreisender einen einwöchigen Urlaub nach ihrer Wahl in eines der 344 Ziele der Airlines geschenkt. Die türkische Volleyball-Nationalmannschaft der Frauen wurde am Montag nach dem Sieg der Europameisterschaft mit großem Jubel empfangen. Der Sieg fällt mit dem 100-jährigen Bestehen der Türkei zusammen. Mannschaftskapitänin Eda Erdem Dundar sagte am Flughafen, sie seien stolz, den Titel gewonnen zu haben, da das Land den hundertsten Jahrestag der Gründung der modernen türkischen Republik feiere. „Es ist unglaublich ermutigend zu sehen, dass das Land hinter uns steht und die Menschen uns vor riesigen Leinwänden unterstützten. Wir sind allen sehr dankbar“, sagte sie vor Journalisten. Die Mannschaft besiegte Weltmeister Serbien im Endspiel am Sonntag in Brüssel mit 3:2. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan gratulierte der Mannschaft in einem Telefonat. „Ich gratuliere unserer Frauen-Volleyball-Nationalmannschaft – den Sultanen der Netze – von ganzem Herzen, die uns alle stolz machen, indem sie 2023 CEV-Europameister wurden“, schrieb er später auf Twitter. Am Montagabend versammelten sich Tausende in einem Istanbuler Einkaufszentrum, wo die Spielerinnen auf der Bühne mit ihren Fans den Sieg feierten.

TV-Tipp
Dokus: Was steckt hinter den Verschwörungsmythen?

Verschwörungserzählungen haben Hochkonjunktur. Egal, ob die „BRD GmbH“, Chemtrails, QAnon, die Illuminaten oder Reptiloide – lange Zeit sind das Nischenthemen kleiner Communities. Mittlerweile sind solche Erzählungen auch der breiten Öffentlichkeit ein Begriff, und wir begegnen ihnen immer öfter im Alltag. Die Doku-Reihe „Verschwörungen – Die Wahrheit der Anderen“ begibt sich in das skurrile wie abgründige Paralleluniversum von Verschwörungserzählungen. Wer sind die Menschen, die an Verschwörungen glauben oder sie ausnutzen? Wie entstehen solche Erzählungen? Wie sind sie vernetzt? Welche gesellschaftlichen Schäden können sie anrichten? Jede Folge konzentriert sich dabei auf einen Verschwörungskomplex und zeigt dessen Ursprünge und Auswirkungen. Es kommen Expert:innen, Betroffene und Faktenchecker gleichermaßen zu Wort. Phoenix zeigt am Donnerstag, 7. September, um 20.15 Uhr die Folge: “ Geheimbünde, Illuminaten und Neue Weltordnung“ von Tom Ehrhardt und um 21.45 Uhr die Doku von Daniela Eberl „Klimalüge, Pandemie und 5G“ . Um 22.30 Uhr ergänzt phoenix den Doku-Abend mit dem Film „Der Fall Maaßen – Zwischen Geheimdienst und Verschwörung“. 20:15 Geheimbünde, Illuminaten und Neue Weltordnung Verschwörungen – Die Wahrheit der Anderen Film von Tom Ehrhardt, ZDFinfo 2023 Hinter den Kulissen agiert angeblich eine geheime Macht. Sie führt die neue Weltordnung ein und will uns versklaven. Doch wer steckt dahinter? Illuminaten? Rothschilds? Die Bilderberger? Das Märchen von der versteckten Elite, die die Fäden zieht, ist uralt und hat viele Versionen. Die unsichtbaren Mächtigen können viele Formen annehmen. Ein paar Gemeinsamkeiten gibt es trotzdem. Sie sind hinterhältig, unantastbar und vor allem: vollkommen fiktiv. Gerade in eher unsichereren Zeiten erfahren Verschwörungsideologien vermehrt Zulauf. Die Menschen sehnen sich nach Ordnung, Sicherheit und vor allem nach Erklärungen für die vorherrschenden Missstände. https://youtu.be/Gpoz3QCUHSE 21.45 Uhr Klimalüge, Pandemie und 5G Verschwörungen – Die Wahrheit der Anderen Film von Daniela Eberl, ZDFinfo 2023 Gegen jede Logik halten Verschwörungsideologen die Pandemie und die menschengemachte Klimakrise für eine Lüge und moderne Technologie wie 5G als Mittel zur Totalüberwachung. Die Idee hinter vielen Verschwörungen ist, dass Gruppen, die als mächtig wahrgenommen werden, einen geheimen Plan hätten, um der Gesellschaft zu schaden. Neben Plandemie und Klimalüge, ist auch die Sorge der Totalüberwachung durch 5G weit verbreitet. Kurz nachdem das Coronavirus ausbrach und die ganze Welt in Atem hielt, entstanden Gerüchte, dass es sich dabei um eine große Lüge handelt, von langer Hand von der Regierung geplant. Die sogenannte „Plandemie“ oder auch „Corona-Diktatur“. Andere behaupteten, dass die Krankheit, die das Virus auslöst, viel harmloser verläuft, als Wissenschaftler und Ärzte sagen. 22.30 Uhr Der Fall Maaßen – Zwischen Geheimdienst und Verschwörung Die Spur Film von Lucas Eiler und Sebastian Galle, ZDF 2023 Als oberster Verfassungsschützer sollte Hans-Georg Maaßen die Demokratie schützen – mittlerweile trifft sich der CDU-Politiker mit internationalen Ultrarechten, teilt Verschwörungstheorien. „Die Spur“ geht der Frage nach, ob Maaßens Agenda schon während seiner Amtszeit von rechtem Gedankengut bestimmt wurde oder ob er sich erst im Laufe der Jahre radikalisierte. War seine Haltung womöglich politisch gewünscht? Der Donnerstagabend bei phoenix im Überblick: 20:15 Geheimbünde, Illuminaten und Neue Weltordnung 21:45 Klimalüge, Pandemie und 5G 22:30 Die Spur: Der Fall Maaßen – Zwischen Geheimdienst und Verschwörung

Zum Thema

– Corona-Fakenews – Zur „Pathologie-Konferenz“ der Impfgegner

Hochtrabende Namen – erfundene Fälle: So tricksen die Impfgegner. Mit diversen „Konferenzen“, „Ausschüssen“ und „Stiftungen“ versuchen Impfgegner und radikale Kritiker der Corona-Maßnahmen, die Corona-Schutzimpfung zu sabotieren. Sie werfen etablierten Medien und Wissenschaftlern vor, einseitig und manipulativ zu informieren. Ein Vorwurf, der auf sie selbst zurückfällt.

Zur „Pathologie-Konferenz“ der Impfgegner

Gastkommentar
Volleyballerin Ebrar Karakurt – ein Grauer Wolf

ein Gastkommentar von Nabi Yücel Die Weltranglistenersten aus der Türkei haben sich bei der Volleyball-Europameisterschaft der Frauen den Titel nach einem Fünfsatzkrimi gesichert. Ein Grund zum Jubeln, nicht aber für Politverdrossene, die das eine wohlkalkuliert Betonen, das andere jedoch klammheimlich übergehen. Die türkischen Volleyball-Nationalspielerinnen machten durch das gesamte EM-Turnier hinweg eine gute Figur und sicherten sich am Sonntagabend in Brüssel den EM-Pokal. In der Heimat und im Ausland ist die Euphorie der Türken über den Sieg der türkischen Volleyballspielerinnen im EM-Finale selbstverständlich groß. Bis auf manche unnötigen, bisweilen unschönen Zwischenrufe, die über soziale Medien bislang geteilt wurden, bleibt alles im Rahmen, der Freude tut es keinen Abbruch. Der Fokus liegt dabei auf der Nationalspielerin Ebrar Karakurt, die einerseits eine der besten Angreiferinnen ist, andererseits offen mit ihrer Homosexualität umgeht. Das schmeckt manchen nicht.

Schnappschuss von Ebrar Karakurt mit Freundin

Der Grund: Im August 2021 machte Karakurt mit einem Foto von sich und der Freundin auf sich aufmerksam, was die konservative Zeitung Takvim zum Anlass nahm, ihre Offenheit zur sexuellen Orientierung als skandalös zu bezeichnen. Der türkische Volleyball-Verband solidarisierte sich daraufhin demonstrativ mit Ebrar Karakurt. So schnell wie der Wirbel aufkam, so schnell kehrte auch wieder Ruhe ein. Karakurt nimmt auch sonst kein Blatt vor dem Mund, vor allem wenn es um Politik geht. Vor der Parlaments- und Präsidentenwahl favorisierte Ebrar Karakurt offen das Oppositionsbündnis. Nach der Wahl erklärte sie neckisch, „wir sind jung, knackig und beginnen von vorn!“.

Erdoğan verfolgt den Sport, nicht die sexuelle Orientierung

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hält sich von solchen Geplänkeln fern, was ihn jedoch nicht davon abhielt, der Volleyball-Nationalmannschaft zum Sieg am Sonntagabend zu gratulieren. Erdoğan hält viel davon, wenn die Jugend sich für Sport begeistert. Entsprechend tatkräftig unterstützt der Staat dabei die Jugend, was auch an den internationalen Erfolgen messbar ist.

Grauer Wolf

Karakurt ist auch bekannt dafür, mit dem Symbol der Türken wettzueifern. Als Halsschmuck, in Bildern von Ihr, in sozialen Beiträgen in Form von Smileys, überall springt der Graue Wolf einem markant ins Gesicht. Aber weshalb auch immer, scheint diese Seite von Karakurt in Deutschland niemand wirklich zu interessieren.
(Screenshot/X)
Weder die aufkeimende Karakurt-Fanmeile quer durch die Anti-Türkische Front hinweg, noch der deutsche Journalistentross, wollen das kommentieren; sie übergehen es geflissentlich. Ein Paradoxon tut sich da auf.

Traum vom großtürkischen Reich vs. Homosexualität

Erst jüngst veröffentliche Marion Sendker einen Bericht im Deutschlandfunk über Ebrar Karakurt und der erlebten Angriffe aus streng islamischen Gruppen. Aber es wurde darin kein Wort darüber verschwendet, womit sich die Volleyball-Angreiferin gern schmückt und zur Schau stellt. Sendker ist eigentlich sehr interessiert daran, was die Grauen Wölfe in der Türkei wie im Ausland im Schilde führen, darunter doch den Traum vom großtürkischen Reich verfolgen. Die sexuelle Orientierung von Karakurt, die scheint aber angesichts des Nachrichtenwertes in Zusammenhang mit Erdoğan wichtiger zu sein, weil man von dieser Art der Polarisierung am meisten profitiert. Besonders interessant ist da der X-Post von Metin Gülmen, dem Funke-Medien Journalisten, der eigentlich jede Gelegenheit wahrnimmt, die Grauen Wölfe so richtig schön und bei jeder Gelegenheit ins Rampenlicht zu rücken. Aus welchen Gründen auch immer, Gülmen will partout nicht darauf eingehen, beschäftigt sich vielmehr mit Karakurt und ihrem Lesbendasein in der Türkei sowie stets in Verbindung mit Erdoğan. Karakurts Graue Wölfe stören da offensichtlich nur… Da der deutsche Journalistentross nach dem türkischen Sieg offenbar entscheiden hat, so zu tun, als hätte es diese Europameisterschaft, bei der Deutschland ja immerhin Co-Gastgeber war, gar nicht erst gegeben, können und wollen sie natürlich auch nicht auf Meldungen wie diese eingehen. Ebrar Karakurt, eine bekennende LGBT-lerin, weltanschaulich sicherlich im links-alternativen Spektrum angesiedelt, verwendet den Grauen Wolf, wie Mesut Özil. Sowas bringt deutsche Journalistendarsteller natürlich in Erklärungsnot, haben sie doch viel Aufwand betrieben, um das türkische informelle nationale Wappentier in das Monopol von Rassisten und Faschisten zu stellen.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Zum Thema

– „Graue Wölfe“ – Der große böse Wolf und Mesut Özil

Wölfe, überall Graue Wölfe! Wer in den vergangenen Wochen auch nur ab und an die Nachrichten verfolgt hat, könnte auf die Idee kommen, es wimmele nur so von Wölfen in deutschen Wäldern

Der große böse Wolf und Mesut Özil

KI
Künstliche Intelligenz: Gewinner und Verlierer

von Allan Clarke

Das alte Sprichwort über große technologische Durchbrüche – dass deren Auswirkungen kurzfristig überschätzt und langfristig unterschätzt werden – trifft auch auf KI zu. Von der derzeitigen Aufregung sollten sich umsichtige Anleger nicht entmutigen lassen. Natürlich gibt es einen kurzfristigen Hype um KI, aber er besitzt eine solide Grundlage.

Einerseits gibt es praktikable Anwendungsmöglichkeiten für diese Technologie in einem Ausmaß, das bei anderen Modeerscheinungen der letzten Zeit wie Kryptowährungen und dem Metaverse fehlte. Andererseits lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau vorhersagen, wohin uns die KI führen wird. Dies ist eine attraktive Kombination.

Um es ins rechte Licht zu rücken: 16 Jahre sind seit der Einführung des iPhones vergangen – es sorgte sofort für Aufsehen, doch nur wenige konnten sich zu Beginn seiner Entwicklung vorstellen, welche Möglichkeiten es später freisetzen würde. Bei der KI wird es vermutlich ähnlich sein.

KI birgt erhebliche Chancen für wirtschaftsverändernde Entwicklungen, wobei dieses Potenzial auch erhebliche Risiken enthält, insbesondere wenn der derzeitige „Hype-Zyklus“ anhält. Es besteht ein enormes Potenzial für die Revolutionierung von Geschäftsmodellen und die Neuausrichtung von Volkswirtschaften als Folge von KI-Innovationen. Aber diese Dinge brauchen Zeit und sind oft schmerzhafte Prozesse, die auch eine politische Dimension in zukünftige Entwicklungen mit sich bringen können. Insgesamt würde es mich nicht überraschen, wenn wir eine Phase des Hypes durchlaufen, dann eine Phase, in der sich die Dynamik verlangsamt und die Dinge nicht den ursprünglichen Erwartungen entsprechen, um dann mittelfristig eine neue Welle von Facebook, Google und anderen Großkonzernen aufkommen zu lassen.

Zu den Sektoren, die von der KI-Disruption betroffen sind, wird es sowohl Gewinner als auch Verlierer geben, wobei alle Sektoren, die mit der Content-Generierung zu tun haben, besonders gefährdet sind.

Die Musikindustrie, Bilder, der Journalismus, Filme und das Fernsehen könnten alle davon betroffen sein. Es könnte sogar Auswirkungen auf die Asset Management Branche haben, und zwar in Bezug auf die Art und Weise, wie Portfolio Manager auf externe Recherchen zugreifen und Investment Notes schreiben. Längerfristig sollten wir jedoch auch über Inhalte im weiteren Sinne nachdenken. Beispielsweise erweist sich die KI als sehr geschickt im Schreiben von Computercodes – eine spezielle Fähigkeit, über die derzeit nur relativ wenige Menschen verfügen. Dies könnte erhebliche Auswirkungen auf die Softwarebranche haben.

Für Anleger, die das Thema in Betracht ziehen, ist Nvidia eine offensichtliche und bereits breit genutzte Möglichkeit. Das Unternehmen hat sich genau für die aktuelle Marktdynamik etabliert, aber es gibt viele andere Unternehmen, die ebenfalls gute Investitionsmöglichkeiten bieten. Nvidia hat sich seit etwa einem Jahrzehnt für eine neue Ära im Computerbereich positioniert und sich als einziger ‚Ökosystem‘-Akteur etabliert, ähnlich wie Apple mit dem iPhone auf dem Mobilfunkmarkt.

Netzwerkunternehmen wie Broadcom und Marvell scheinen ebenfalls gut aufgestellt zu sein, um von der KI-Disruption zu profitieren. Sie liefern die Technologie für die Verbindung von Servern in Rechenzentren und machen das Rückgrat unseres Telekommunikationsnetzes schnell und widerstandsfähig genug, um das wachsende Datenvolumen zu bewältigen.

Unabhängig davon gibt es definitiv einige Bedenken in Bezug auf das Urheberrecht und die Art und Weise, wie die Eigentümer von Originalinhalten belohnt werden. Zweifellos werden Geschäftsmodelle entstehen, die versuchen, diesem Bedarf gerecht zu werden. Adobe ist ein Beispiel für ein Unternehmen, das bereits versucht, den Eigentümern von Originalinhalten dabei zu helfen, diese zu kennzeichnen und zu verhindern, dass sie in KI-Trainingsmodellen verwendet werden.

Bei den großen Playern könnten AWS von Amazon, Azure von Microsoft und GCP von Alphabet weiterhin unglaublich wichtig bleiben, da sie die Datenzentren sind, über die viele von uns auf diese KI-Dienste zugreifen werden. Sie werden wahrscheinlich ihre Rechenzentren umgestalten müssen, und es besteht ein potenzielles Risiko, wenn einer von ihnen nicht schnell genug reagiert, aber für den Moment scheinen sie sicher zu sein.


Allan Clarke, Investment Manager – Global Equities bei Aegon Asset Management      

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– BRICS-Gipfel – BRICS – wer ist das und was wollen die?

Die alte Ordnung, die sich nach Ost- und Westblock richtete, ist spätestens nach dem Zusammenbruch der UdSSR, der Russland folgte, längst Vergangenheit.

BRICS – wer ist das und was wollen die?

Bergkarabach-Krise
Aserbaidschanische Botschaft verurteilt „einseitige und unbegründete Anschuldigungen“

Viele Deutsch-Aserbaidschaner kritisieren die aus ihrer Sicht „einseitigen und unbegründeten Anschuldigungen“ der deutschen Medien und Politiker gegen Aserbaidschan zu der Situation im „Latschin-Korridor“. In einem offenen Brief hat auch die aserbaidschanische Botschaft in Berlin die Anschuldigungen scharf verurteilt. Der offene Brief im Wortlaut: 

Der so genannte „Latschin-Korridor“ ist eindeutig eine Straße, die auf aserbaidschanischem Territorium liegt und keinen extraterritorialen Status hat. Aserbaidschan hat den Verkehr auf dieser Straße gemäß seinen Verpflichtungen aus der Trilateralen Erklärung vom 10. November 2020 stets ermöglicht.

Armenien hat jedoch seit dem Ende des Krieges im Jahr 2020 diese Straße, die ausschließlich für humanitäre Zwecke bestimmt ist, immer wieder für die Rotation seiner fast 10.000 Mann starken bewaffneten Gruppen, die es illegal auf aserbaidschanischem Hoheitsgebiet unterhält, sowie für den Transfer von Waffen, Munition und Landminen in das aserbaidschanische Hoheitsgebiet und für den Schmuggel illegal abgebauter Mineralien aus dem aserbaidschanischen Hoheitsgebiet missbraucht.

Am 23. April 2023 richtete Aserbaidschan im Einklang mit dem Völkerrecht einen Grenzübergang am Eingang der Latschin-Straße an der Staatsgrenze zwischen Armenien und Aserbaidschan ein.

Bis zum 15. Juni 2023 passierten fast 2.000 Personen armenischer Herkunft diese Grenzübergangsstelle. Am 15. Juni kam der Verkehr an der Grenzübergangsstelle jedoch aufgrund eines Angriffs armenischer Streitkräfte auf aserbaidschanische Grenzschutzbeamte abrupt zum Erliegen. Bedauerlicherweise wurde ein aserbaidschanischer Grenzschutzbeamter bei diesem Angriff schwer verletzt. Aufgrund der akuten Sicherheitsbedrohung wurde der Verkehr an der Grenzübergangsstelle vorübergehend eingestellt.

Der Internationale Gerichtshof (IGH) lehnte mit Beschluss vom 6. Juli 2023 einstimmig den Appell Armeniens ab, das aserbaidschanische Personal von der Latschin-Straße abzuziehen.

Seit Dezember 2022 wurden mehr als 800 armenisch stämmige Einwohner Karabachs, die medizinische Hilfe benötigten, weiterhin ohne Hindernisse oder jegliche Probleme über die Latschin – Straße nach Armenien transportiert. Jeden Tag überqueren viele Armenier sicher die aserbaidschanische Grenzübergangsstelle, um nach Armenien und zurück zu reisen.

Darüber hinaus hat Aserbaidschan wiederholt angeboten, alle humanitären Bedürfnisse der in der Region Karabach von Aserbaidschan lebenden armenischen Einwohner zu erfüllen. Aserbaidschan hat vorgeschlagen, die Aghdam-Khankendi-Straße für Lieferungen aller Art nach Karabach zu benutzen. Die Brauchbarkeit dieser Straße wurde auch von der EU und dem Roten Kreuz anerkannt. Gleichzeitig könnte die Latschin-Straße weiterhin im Einklang mit der Souveränität und der nationalen Gesetzgebung Aserbaidschans funktionieren.

Leider hat die armenische Seite die Aghdam-Khankendi-Straße am 18. Juli 2023 mit Betonbarrieren blockiert und lässt seitdem keine Lieferungen zu, einschließlich von 40 Tonnen Mehl, das vom Roten Halbmond Aserbaidschans am 29. August 2023 an die Armenier in Karabach geschickt wurde.

Die Reintegration der Karabach-Armenier in das politische, rechtliche und sozioökonomische Leben Aserbaidschans ist für den Frieden und die Stabilität in der Region von großer Bedeutung. Aserbaidschan hat mehrfach versichert, dass die Armenier als Staatsbürger Aserbaidschans, in dem verschiedene nationale Minderheiten friedlich zusammenleben, Sicherheit und alle Rechte genießen werden.

Armenien muss seine Handlungen, die die Souveränität und territoriale Integrität Aserbaidschans untergraben, einstellen, seine illegalen Truppen aus dem souveränen Territorium Aserbaidschans abziehen, Reintegrationsprozesse nicht verhindern, und stattdessen sich aktiv an Friedensverhandlungen mit Aserbaidschan beteiligen. Es ist die höchste Zeit, ein neues Kapitel in den aserbaidschanisch-armenischen Beziehungen aufzuschlagen, ein Kapitel des Friedens, harmonischen Zusammenlebens und gemeinsamen Wohlstands.

Zum Thema

– Latschin-Korridor – „Aserbaidschan verteidigt sich gegen Landraub Armeniens“

Nach internationalen Regeln hat sich Aserbaidschan in Bergkarabach aufgrund der Blockadehaltung in Zusammenhang mit dem Latschin-Korridor nichts zu Schulden kommen lassen

„Aserbaidschan verteidigt sich gegen Landraub Armeniens“

 

 

Internet
Unterhaltung in Liechtenstein – Wie Technologie sie ändert

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In einer Welt, die immer vernetzter und digitaler wird, hat sich auch das Internet zu einem festen Bestandteil des Lebens entwickelt. So können Bewohner Liechtensteins zu jeder Zeit und von überall auf das unterschiedliche Entertainment-Angebot zugreifen. Doch welchen Einfluss hat die Technologie auf die Unterhaltungsformen wirklich? Wie wichtig das Internet in Liechtenstein für die moderne Gesellschaft geworden ist und welche Auswirkungen es auf die Kultur des Landes hat, wollen wir uns gemeinsam mit dir in diesem Artikel ansehen.

Technologischer Fortschritt und Unterhaltung

Die technologische Entwicklung, insbesondere das Internet, hat die Art und Weise, wie wir uns unterhalten, revolutioniert. Liechtenstein stellt trotz seiner geringen Größe keine Ausnahme dar. Von hochauflösenden Filmen und Serien bis hin zu interaktiven Spielen hat die Technologie die Unterhaltungslandschaft des Landes erheblich beeinflusst. Mit schnelleren Internetverbindungen und fortschrittlichen Geräten erleben die Bewohner Liechtensteins heute ein vielfältigeres und reichhaltigeres Unterhaltungserlebnis. So können Nutzer nun auch ganz einfach übers Internet an vielfältigen Unterhaltungsformaten teilnehmen. Moderne Verschlüsselungstechnologien, wie die SSL-Verschlüsselung, sorgen hier für die Sicherheit der Daten von Nutzern. Finanzdaten und persönliche Informationen werden zuverlässig verschlüsselt, sodass diese Infos nicht in die falschen Hände geraten.

Entwicklung von online Plattformen

Die digitale Revolution und das Internet haben die Art und Weise, wie Menschen sich unterhalten, grundlegend verändert. Mit der rasanten Entwicklung des Internets sind verschiedene Online-Plattformen entstanden, die verschiedene Arten von Unterhaltung bieten. Videostreaming-Dienste haben zum Beispiel das Fernsehen und Kino revolutioniert. Plattformen wie Netflix, Amazon Prime und Disney+ bieten eine beeindruckende Bibliothek von Filmen, Serien und Dokumentationen. Musikstreaming-Plattformen wie Spotify, Apple Music und Deezer haben dagegen die komplette Musikindustrie verändert. Früher mussten Musikfans Alben oder Songs kaufen, um sie zu hören, aber heute können sie gegen eine monatliche Gebühr oder sogar kostenlos (mit Werbung) auf Millionen von Songs zugreifen. Mit Live-Streams entstand ein völlig neues Format der Unterhaltung. Twitch und YouTube Gaming sind nur zwei prominente Plattformen, auf denen Benutzer Live-Videos von Videospielen streamen können.

Die Auswirkungen des Internets auf das online Casino Liechtenstein

In den letzten Jahren hat sich das online Glücksspiel und das online Casino Liechtenstein und auf der ganzen Welt zu einem beliebten Zeitvertreib entwickelt. Von Slot-Spielen bis zu Poker, die digitale Welt bietet eine Vielzahl von Optionen im Program. Technologische Innovationen wie Live-Casino-Erlebnisse, bei denen Spieler in Echtzeit mit echten Dealern interagieren können, haben das Spielerlebnis weiter bereichert. Letztendlich kannst du heute überall das Glücksspiel genießen und zu jeder Zeit spielen. Die große Spiel-Auswahl lässt das Spielerherz im Fürstentum natürlich höher schlagen. Mehr Infos zu Online Casinos in Liechtenstein im Austriawin24-Bericht.

Online-Spiele und Gaming

Auch Gaming hat sich von einem Nischenthema zu einer Mainstream-Unterhaltung entwickelt. Online-Spiele bieten Gamern heute die Möglichkeit, sich in virtuellen Welten zu verlieren, Strategien zu entwickeln und mit anderen aus der ganzen Welt zu interagieren.Dabei gibt es verschiedene Online-Spielgenres. Es gibt massive Multiplayer Online Role-Playing Games (MMORPGs) wie „World of Warcraft“ und „Final Fantasy XIV“. Dort können Spieler in riesigen virtuellen Welten agieren und dabei mit Tausenden anderer Spieler interagieren. Battle Royale-Spiele wie „Fortnite“ und „PlayerUnknown’s Battlegrounds (PUBG)“ sind zum Beispiel für ihre intensiven Kämpfe bekannt. Hier gewinnt der zuletzt überlebende Spieler. Neben diesen Genres gibt es auch verschiedene Gaming-Plattformen. Während PCs und Laptops eine offene und vielseitige Gaming-Umgebung bieten, lassen sich auf Konsolen wie die PlayStation, Xbox und Nintendo Switch exklusive Titel und eine optimierte Spielerfahrungen genießen. Die soziale Dimension des Gamings ist vor allem durch Multiplayer-Online-Spiele deutlich gewachsen. Diese Spiel sind oft teambasiert und erfordern Koordination und Kommunikation. So bildeten sich Communities auf der ganzen Welt, darunter auch Liechtenstein. Darüber hinaus haben E-Sports, oder professionelle Gaming-Wettbewerbe, die Welt im Sturm erobert. Dabei können Fans den Top-Spielern in Arenen live zuschauen.

Social Media und Online-Unterhaltung

Plattformen wie Facebook, Instagram und TikTok haben nicht nur die Art und Weise verändert, wie Menschen kommunizieren, sondern auch neue Unterhaltungsformen geschaffen. Influencer, Vlogger und andere Content-Ersteller aus Liechtenstein nutzen diese Medien, um mit ihrem Publikum in Kontakt zu treten und ihre Geschichten zu teilen. Außerdem ermöglicht Social Media eine direkte Interaktion mit den Zuschauern. Feedback, Kommentare und Live-Chats konnten die Beziehungen zwischen Künstlern und Fans revolutionieren. Denn nun ist eine unmittelbare und persönliche Kommunikation möglich. Infolgedessen sind Online-Communitys und Fandoms stärker denn je gewachsen und beeinflussen die Art und Weise, wie Unterhaltung heute konsumiert und geschätzt wird.

Online-Bildung und kulturelle Veranstaltungen

Nicht nur Unterhaltung, auch Bildung und Kultur haben den Weg ins Netz gefunden. Virtuelle Museen und Ausstellungen bieten Einblicke in Kunst und Geschichte, ohne dass man das Haus verlassen muss. Online-Kurse, Vorträge und Workshops haben die Bildung für viele Menschen im Land leichter zugänglich gemacht. Plattformen wie Coursera oder edX bieten zum Beispiel eine breite Palette von Kursen, Vorträgen und Workshops an. Neben den formalen Bildungsplattformen gibt es aber auch eine wachsende Anzahl von Online-Kulturveranstaltungen – von Konzerten über Theateraufführungen bis hin zu Vorträgen von Experten aus verschiedenen Bereichen.

Online-Shopping und Unterhaltung

Die Bequemlichkeit, von zu Hause aus einzukaufen, Dienstleistungen zu bestellen oder Tickets für Veranstaltungen zu kaufen, hat das Konsumverhalten in Liechtenstein verändert. Viele lokale Geschäfte haben ihre Dienste ins Internet erweitert, um so den neuen Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden. Plattformen wie Amazon und eBay haben hier den Online-Einkauf besonders revolutioniert. Dienste wie Uber Eats und Deliveroo machen dagegen das Bestellen von Lebensmitteln und Mahlzeiten einfacher denn je. Du kannst heute in all deinen Lieblings-Restaurants Mahlzeiten bestellen, ohne dafür das Haus verlassen zu müssen. Und so wurden natürlich auch komplett neue Arbeitsplätze geschaffen.

Unser Fazit zum Online-Unterhaltung in Liechtenstein

Für die Bewohner von Liechtenstein hat die Online Unterhaltungswelt sowohl den Alltag als auch die kulturelle Landschaft verändert. Die technologische Entwicklung hat neue Unterhaltungsformen geschaffen, die das traditionelle Verständnis von Kultur und Unterhaltung erweitern und bereichern. Und es werden auch in Zukunft noch viele Änderungen zu erwarten sein. Wir bleiben also gespannt.

E-Auto
Elektromobilität wird auch 2023 und 2024 vom Staat gefördert

Elektromobilität wird auch 2023 und 2024 vom Staat gefördert. Allerdings fällt die Ersparnis beziehungsweise der sogenannte Umweltbonus nicht mehr so üppig aus wie noch in den Vorjahren. Steuerlich lässt sich mit einem E-Auto aber weiterhin sparen. Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) erläutert, was jetzt noch möglich ist. E-Auto-Förderung 2023 Seit 1. Januar 2023 werden nur noch rein batterieelektrische Fahrzeuge und Brennstoffzellenfahrzeuge mit dem Umweltbonus gefördert. Die bisherige Förderung für Plug-in-Hybride entfällt. Für neu gekaufte E-Autos mit einem Nettolistenpreis bis 40.000 Euro lässt der Staat noch 4.500 Euro springen, bei einem Nettolistenpreis von 40.000 bis 65.000 Euro sind es noch 3.000 Euro. Hinzu kommen weitere 2.250 beziehungsweise 1.500 Euro, die der Hersteller zahlt. Die Mindesthaltedauer beträgt jeweils zwölf Monate. Elektrofahrzeuge mit einem Nettolistenpreis von über 65.000 Euro erhalten keine staatliche Förderung. Für geleaste Fahrzeuge mit einer Leasinglaufzeit ab 24 Monaten gelten die gleichen Fördersätze. Beträgt die Leasinglaufzeit allerdings nur zwischen 12 und 23 Monaten, reduziert sich der Umweltbonus bei einem Nettolistenpreis von unter 40.000 Euro auf 2.250 Euro vom Staat und 1.125 Euro vom Hersteller sowie bei einem Nettolistenpreis von 40.000 bis 65.000 Euro auf 1.500 Euro vom Staat und 750 Euro vom Hersteller. Wichtig: Ab 1. September 2023 können nur noch Privatpersonen Förderanträge stellen. Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine erhalten für ihre Firmenwagen beziehungsweise Dienstwagen keinen Umweltbonus mehr. E-Auto-Förderung 2024 Ab 1. Januar 2024 werden nur noch neu gekaufte Elektrofahrzeuge mit einem Nettolistenpreis von unter 45.000 Euro gefördert – und zwar mit 3.000 Euro vom Staat und weiteren 1.500 Euro vom Hersteller. Die Mindesthaltedauer beträgt weiterhin zwölf Monate. Für geleaste E-Autos mit einer Leasinglaufzeit ab 24 Monaten gelten die gleichen Fördersätze wie bei Neuwagen, bei einer Leasinglaufzeit zwischen 12 und 23 Monaten sind es noch 1.500 Euro vom Staat und 750 Euro vom Hersteller. Was gilt für gebrauchte E-Autos? Junge Gebrauchtfahrzeuge werden 2023 noch mit den gleichen Prämien gefördert wie Neufahrzeuge mit einem Nettolistenpreis zwischen 40.000 und 65.000 Euro, also mit 3.000 Euro vom Staat und 1.500 Euro vom Hersteller. Ab 2024 gibt es für junge Gebrauchte dann nur noch 2.400 Euro vom Staat und 1.200 Euro vom Hersteller. Für eine Förderung müssen gebrauchte E-Autos mehrere Kriterien erfüllen: bislang wurde keine staatliche Förderung für sie erteilt; das Datum der Erstzulassung liegt nach dem 4. November 2019 und das der Zweitzulassung nach dem 3. Juni 2020; die Laufleistung beträgt maximal 15.000 Kilometer; es ist ein gewerblicher Autoverkauf, also nicht etwa ein Verkauf zwischen Privatpersonen. Wichtig: Gefördert werden sowohl 2023 als auch 2024 nur Fahrzeuge, die in der Fahrzeuglistung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) aufgeführt sind. Nähere Infos dazu gibt es unter www.bafa.de unter dem Stichwort Elektromobilität. Steuern sparen mit E-Autos Für alle Elektroautos (genauer: batterieelektrische Fahrzeuge), die bis zum 31. Dezember 2030 erstmals zugelassen werden, wird zehn Jahre lang keine Kfz-Steuer fällig. Diese Steuerbefreiung erlischt auch nicht bei einem Halterwechsel. Wer zum Beispiel ein drei Jahre zugelassenes E-Auto erwirbt, zahlt noch sieben Jahre lang keine Kfz-Steuer. Ebenfalls Steuern sparen kann man mit einem elektrisch betriebenen Dienstwagen. Wer einen Firmenwagen auch privat nutzen darf, muss diese Nutzung als geldwerten Vorteil versteuern. Ein E-Auto als Dienstwagen bringt hierbei finanzielle Vorteile: Elektroautos in der Preisklasse bis 60.000 Euro werden nur noch mit 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises als monatlicher geldwerter Vorteil besteuert. Bei Elektroautos mit einem höheren Bruttolistenpreis und bei Hybridfahrzeugen sind es 0,5 Prozent. Beide Regelungen sind jeweils günstiger als bei den Verbrennerfahrzeugen: Diese benzin- oder dieselbetriebenen Autos müssen nämlich mit 1,0 Prozent des Bruttolistenpreises als geldwerter Vorteil versteuert werden.

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– Aserbaidschan – Türkisches E-Auto TOGG für Aserbaidschans Präsident Alijew

Nach dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan erhielt am heutigen Dienstag auch sein aserbaidschanischer Amtskollege Ilham Alijew sein E-Auto TOGG.

Türkisches E-Auto TOGG für Aserbaidschans Präsident Alijew

Gastbeitrag
Yücel: „Kılıçdaroğlus neuerlicher Griff ins Klo“

ein Gastkommentar von Nabi Yücel

Wieder einmal hat Kemal Kılıçdaroğlu, Vorsitzender der größten türkischen Oppositionspartei CHP, deutlich gemacht, was er unterm Führen versteht – mit einer skurrilen Benennung einer Parteikollegin in den Beraterstab. Für die Oppositionsanhänger ist die Wahl von Perinaz Mahpeyker Yaman ein neuerlicher Griff ins Klo, was für Verärgerung, ja sogar Ohnmacht sorgt.

Dass der Oppositionschef Kemal Kılıçdaroğlu exzentrisch und egoistisch ist, geradezu einen Caesarenwahn vorlegt, dürfte innerhalb der Oppositionsanhänger nun hinlänglich bekannt sein. Da reicht schon der Verweis darauf, mit welchen Parteien er ein Bündnis einging und dennoch verlor.

Auch sonst lässt der Vorsitzender der CHP nichts unversucht, um sich in die Regierung zu hieven – sei es mit einem kruden Wahlkampfmanöver, um sich in der zweiten entscheidenden Wahlrunde wieder ins Gespräch zu bringen, oder der reichlich chaotischen Aufteilung der Parlamentssitze zugunsten der Kleinstparteien im Bündnis.

Kemal Kılıçdaroğlu sendet gerne aus, aber mit dem Empfangen von Botschaften hat der 75-jährige so seine Schwierigkeiten. Vor allem mit dem Volk steht der selbst ernannte Erneuerer und Vorkämpfer für Freiheit und Rechte offensichtlich auf Kriegsfuß. Sein oftmals geäußerter Vorwurf, falsch verstanden oder von der Regierungskoalition falsch dargestellt zu werden, beruht tatsächlich auf sein eigenes enges Sichtfeld und auf den eigenen Handlungen.

Zwar hat sich Kılıçdaroğlu nach der Wahlniederlage später für die Schlappe klammheimlich entschuldigt, aber spätestens seit dem chaotischen Möbelrücken innerhalb der Parteizentrale braucht man sich nicht wundern, wenn vieles was Kemal Kılıçdaroğlu tut, stets ein Griff ins Klo ist.

Vor allem beim Empfangen von Botschaften scheint Oppositionschef Kılıçdaroğlu die Fühler längst eingezogen zu haben, oder wie oft hat man ihm schon deutlich nahegelegt, sich z. B. bei der Wahl des Beraterstabs endlich Hilfe zu holen? Noch deutlicher kann man als Oppositionsanhänger nicht mehr werden – wie der renommierte Journalist und Moderator Uğur Dündar es vormacht.

Seine Kritik endet aber nicht damit, erfasst es eigentlich doch die gesamte Parteiführung. Mitunter könnte man fasst meinen, Dündar rieche hier eine diktatorische Luft in den Gängen der Parteizentrale, in der niemand das Maul aufzureißen vermöge, um ein deutliches Machtwort zu sprechen. Klar, wenn Dündar hierbei sauer ist und entsprechend austeilt.

Dreh- und Angelpunkt der neuerlichen Aufregung ist diesmal die Ernennung einer Frauenbevollmächtigten im Beraterstab von Kılıçdaroğlu. Es handelt sich um Perinaz Mahpeyker Yaman, die am 26. Mai, also kurz vor dem zweiten Wahlgang, offiziell in den Beraterstab berufen wurde. Zuvor war Yaman Kandidatin der Provinz Batman in der amtierenden Regierungspartei AKP. Das ist an und für sich nicht das Problem, Gang und Gebe im Politzirkus. Das Problem sind ihre Äußerungen in sozialen Netzwerken, die bei den Oppositionsanhängern nach bekannt werden genauso exzentrisch rüberkommen, wie die politische Linie Kılıçdaroğlus.

(Screenshot/Twitter)

Wusste etwa die Parteiführung nicht, was Perinaz Mahpeyker Yaman lange Jahre von sich gab, die gegen den Strich sämtlicher Lager innerhalb der CHP gehen? Offensichtlich nicht!

Diese Oppositionspartei will aber nach der Regierung greifen, obwohl sie nicht einmal dazu fähig ist, die eigene Parteikader zu kennen und zu führen, Posten ideal zu besetzen, eine politische gemeinsame Linie zu pflegen. So etwas will ein Land führen, lästern die eigenen Parteigänger schon…

Und es kommt noch schlimmer: Während der jüngst ernannte Kommunikationschef der Partei Eren Erdem panisch abwiegelt, diese Stelle sei nicht mehr besetzt – Perinaz Mahpeyker Yaman wäre längst wieder entlassen worden, stellt sich zeitnah heraus, dass Kılıçdaroğlu selbst für den Posten Yaman gewünscht hat, während sie selbst in sozialen Medien Stolz von sich gibt, noch in Amt und Würden zu sein. Daraufhin ruft die ehemalige CHP-Abgeordnete Aylin Nazlıaka Vorsitzenden Kemal Kılıçdaroğlu an, um in Erfahrung zu bringen was da los ist und erhält die Antwort, die Dame wäre nicht mehr auf dem Posten, obwohl Yaman im dritten Stockwerk der Parteizentrale herumturnt und gerade ein Büro bezieht.

So ein Affentheater hat die Türkei schon lange nicht mehr erlebt, wie es die Oppositionspartei CHP vorführt. Für die Wähler des Oppositionsbündnisses war die Parlaments- und Präsidentschaftswahl bereits ein Griff ins Klo. Ob man sich erneut darauf einlässt, bei der Kommunalwahl in der Türkei am 31. März 2024 ins ungewisse zu greifen?