Das Darya Media Center, ein kleiner Nachrichtensender aus einem Vorort von Damaskus, filmt am 28.10.2015 Hubschrauber der syrischen Regierung bei der Bombardierung Darayyas. Das Video wurde vom Balkon eines Hochhauses aus gedreht. Nur wenige Momente nach der Explosion versank das gesamte Gebiet infolge der Wirkung der Bomben im Staub. Aktivisten zufolge starb eine Frau während der Detonation.
Tokat (nex) – Die Polizei in der zentraltürkischen Stadt Tokat konfiszierte am Dienstag eine in altassyrischer Sprache verfasste Bibel, deren Alter auf etwa 1000 Jahre geschätzt wird.
(Foto: IHA)
Drei Personen, die versucht haben sollen, diese zu verkaufen, wurden festgenommen. Neben der Bibelausgabe wurden noch eine Reihe weiterer bedeutender historischer Artefakte sichergestellt.
(Foto: IHA)
Die Herkunft der Bibel, die nur noch 51 Seiten aufwies und weitgehend zerstört war, obwohl noch einige aus Goldblättern gefertigte Bilder mit religiösen Motiven im Inneren intakt waren, ist mittlerweile geklärt. Bereits im letzten Jahr war der „Stehende Waise“, ein authentisches Gemälde von Vincent van Gogh aus dem Jahr 1882 im Kofferraum eines Wagens sichergestellt worden. Dieser gehörte einem der verdächtigen Artefaktschmuggler.
Wien (dts) – Österreichs Kanzler Werner Faymann hat sich anders als die Innenministerin der Alpenrepublik, Johanna Mikl-Leitner, gegen Grenzzäune ausgesprochen: „Wer glaubt, Flüchtlingsfragen mit Zäunen zu lösen, ist auf dem falschen Dampfer“, sagte Faymann am Mittwochabend in der ORF-Nachrichtensendung „ZiB2“. Zuvor hatte Faymann mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker telefoniert. Im Anschluss teilte die EU-Kommission mit, es sei die „gemeinsame Position, dass Zäune keinen Platz in Europa haben“.
Österreichs Innenministerin Mikl-Leitner hatte ihre Pläne für Grenzzäune zuvor verteidigt: „Es geht nicht darum, einen Zaun um ganz Österreich zu bauen. Wir machen nicht dicht“, betonte Mikl-Leitner im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Geplant seien neben Zäunen vielmehr mehrere Kilometer „fester technischer Sperren“ rechts und links des Grenzübergangs Spielfeld, um einen „geordneten, kontrollierten Zutritt in unser Land sicherzustellen und die öffentliche Sicherheit weiter gewährleisten zu können“, so die ÖVP-Politikerin Mikl-Leitner. Jeder wisse, dass die Notquartiere in Österreich „immer voller und voller werden, weil der Zufluss aus Slowenien Richtung Österreich höher ist als der Abfluss in Richtung Deutschland. Niemand, auch nicht Herr Seehofer, sollte glauben, dass Österreich Flüchtlinge nach Deutschland schickt. Die Flüchtlinge wollen einfach nach Deutschland“, so die österreichische Innenministerin. Kritik aus Österreich, die ÖVP versuche mit den Zaun-Plänen bei der FPÖ nach Wählern zu fischen, wies Mikl-Leitner zurück. „Diese Kritik halte ich aus. Wer glaubt, dass sich so eine schwierige Situation von selbst regelt, der leidet an einer Fehleinschätzung“, sagte sie. „Entscheidend ist, dass wir uns auf eine verschärfte Lage einstellen müssen.“
Berlin (dts) – In der Debatte um Konsequenzen aus dem VW-Abgasskandal hat der Grünen-Verkehrspolitiker Michael Cramer ein Ende der steuerlichen Begünstigungen für Diesel-Autos gefordert. „Ich bin für eine langsame Angleichung bei der Mineralölsteuer für Diesel“, sagte Cramer der „Frankfurter Rundschau“. Er mahnte zugleich strenge Abgaskriterien an: „Jetzt hat die Beibehaltung der Stickoxid-Grenzwerte unter realen Bedingungen auf der Straße die oberste Priorität.“
Zuletzt hatte Frankreichs Regierung angekündigt, Steuervorteile für Diesel-Pkw zu kappen. Nach Angaben von Experten sterben in der EU bis zu 430.000 Menschen vorzeitig durch von Stickoxiden verursachte Luftverschmutzung. Jos Lelieveld, Professor am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz, hält diese Zahl aus wissenschaftlicher Sicht für problematisch. Er sagte der „Frankfurter Rundschau“: „Stickoxide reagieren in der Luft, dabei entsteht Ozon.
Weil entsprechende Daten fehlen, lassen sich derzeit keine seriöse Angaben über vorzeitige Todesfälle durch Stickoxide machen. Was sich aber sagen lässt, Stickoxide können die Feinstaubbildung fördern und das belastet die Luftqualität.“ Das Fazit des Forschers Lelieveld lautete: „Durch Luftverschmutzung sterben allein in Deutschland pro Jahr 35.000 Menschen vorzeitig. Strengere Grenzwerte sind aus der Sicht der Wissenschaft generell sinnvoll, weil wir mehr Anstrengungen unternehmen müssen, um die Qualität der Luft zu verbessern.“
Wolfsburg (dts) – In der Diskussion um die Konsequenzen aus dem Abgas-Skandal sorgt ein Tesla-Investor mit einem ungewöhnlichen Vorschlag für Aufmerksamkeit: „Statt Milliarden an Strafen zu zahlen, sollte VW lieber verpflichtet werden, in fünf Jahren nur noch Elektroautos in den USA zu verkaufen“, sagte Ion Yadigaroglu im Interview mit dem „Handelsblatt“. „Derzeit ist die Rede von Strafen in Höhe von zehn Milliarden Dollar. Mit dem Geld könnte VW gut eine Batteriefabrik oder zwei bauen und Arbeitsplätze schaffen.“
Außerdem sollten die US-Behörden dem Wolfsburger Konzern auferlegen, Ladestationen an den Autobahnen aufzustellen. „Dann hätten wir das Transportsystem in diesem Land deutlich verbessert.“ Yadigaroglu leitet die Capricorn Investment Group, die sich auf nachhaltige Investments spezialisiert hat. Capricorn ist nach eigenen Angaben einer der größten Clean-Tech-Investoren und ist besonders bei neuen Batterie-Technologien für Elektroautos engagiert. Yadigaroglu hofft darauf, dass nach dem Emissionsskandal bei VW eine Kehrtwende in der gesamten Autoindustrie vollzogen wird.
„Wenn man alle Ausgaben bei Tesla zusammennimmt, dann kommt man auf drei Milliarden Dollar. Stellen Sie sich mal vor, was man mit zehn Milliarden Dollar schaffen könnte“, sagte der Investor. Zwar räume er seinem gewagten Vorschlag nicht besonders hohe Chancen ein. Doch er ist dabei, eine Gruppe von Investoren und Geschäftsleuten hinter sich zu vereinen und bei der kalifornischen Regulierungsbehörde CARB für die Idee zu werben. „Die gut 500.000 Diesel, die in den USA betroffen sind, machen weniger als 0,5 Prozent der Stickoxid-Ausstöße aus. Wenn VW Milliarden ausgibt, um dieses Problem zu lösen, Strafen zu zahlen und die vielen Kläger zu entschädigen, dann scheint das wie eine sinnlose Übung“, sagte er. „Keiner gewinnt, außer den Anwälten.“
Ankara (eurasia) – Die Polizei wählte taktische Drohnen vom Typ Bayraktar aus, die von den beiden türkischen Unternehmen Baykar und Kale Kalip, die sich zu einem Konsortium zusammengeschlossen haben, gebaut werden.
Initiiert wurde der Vertrag von der staatlichen Rüstungsprokuratur, dem Unterstaatssekretariat für Verteidigungsindustrie (SSM), um einen „dringenden Bedarf“ vonseiten der Polizei, vermutlich der entsprechenden Anti-Terroreinheiten, auch Polis Özel Harekati genannt, zu bedienen.
Bei ihrem ersten vollautomatischen Flug 2014 flog die Bayraktar für drei Stunden in einer Höhe von 18 750 Fuß. Bei einem weiteren Test erreichte sie eine Höhe von 27 000 Fuß und blieb 6,5 Stunden in der Luft. Beim finalen Test flog Bayraktar 24,5 Stunden in einer Höhe von 18 000 Fuß.
Berlin (dts) – Der stellvertretende Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Michael Fuchs, hat die jüngsten Äußerungen von Bundestagspräsident Norbert Lammert (beide CDU) zu den Verhandlungen über das geplante Freihandelsabkommen TTIP kritisiert. „Ich wäre da ein bisschen zurückhaltender, als Herr Lammert es gewesen ist“, sagte Fuchs der „Frankfurter Rundschau“ (Donnerstagausgabe). „Die Verhandlungen werden aufgrund von erteilten Mandaten des EU-Rates und des US-Kongresses geführt. Da können der Bundestag und die Öffentlichkeit jetzt nicht in jedes Detail einbezogen werden. Wir können die Regierung zu etwas auffordern, aber mehr nicht. Denn es geht um Regierungshandeln.“
Fuchs fügte hinzu: „Vor ein paar Jahren haben wir ein Abkommen mit Südkorea ausgehandelt. Ich habe nicht gehört, dass sich damals irgendwer über die Verhandlungen aufgeregt hätte, auch Herr Lammert nicht. Das passiert jetzt nur, weil es um die Amerikaner geht. Da muss man auch mal ein Fragezeichen dran setzen.“ Der CDU-Politiker erwartet ein konsolidiertes Verhandlungsergebnis nicht vor Ende 2016. Erst danach sei eine Bewertung möglich.
Der stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, Klaus Ernst, erklärte der „Frankfurter Rundschau“: „Ich finde es vollkommen richtig, was Herr Lammert da macht. Allein, dass der Bundestag um seine Mitwirkung kämpfen muss, zeigt, dass das Abkommen darauf gerichtet ist, die Parlamente praktisch auszuschalten.“ Lammert hatte zuvor den Zeitungen der Funke-Mediengruppe gesagt: „Ich halte es für ausgeschlossen, dass der Bundestag einen Handelsvertrag zwischen der EU und den USA ratifizieren wird, dessen Zustandekommen er weder begleiten noch in alternativen Optionen beeinflussen konnte.“
Bremen (dts) – In der 2. Runde des DFB-Pokals hat Augsburg Freiburg mit einem 3:0 aus dem Turnier geworfen. Die Treffer für die Gäste aus Bayern erzielten Dong-Won Ji (12.), Alexander Esswein (25.) und Caiuby (50. Minute). Die weiteren Ergebnisse vom frühen Mittwochabend: SC Viktoria Köln – Bayer Leverkusen 0:6 und Borussia Dortmund – SC Paderborn 07 7:1.
Auch Schalke und Köln sind am Mittwochabend ausgeschieden. Der FC Schalke 04 unterlag Borussia Mönchengladbach mit 0:2, obwohl Schalke teilweise die bessere Mannschaft war – nur das Toreschießen eben nicht hinbekam. Der SV Werder Bremen gewann gegen den 1. FC Köln mit 1:0.
Außerdem spielten FC Carl Zeiss Jena – VfB Stuttgart 0:2 und SSV Reutlingen – Eintracht Braunschweig 0:4. Die früher am Abend in die Verlängerung gegangene Partie SV Sandhausen – 1. FC Heidenheim endete nach Elfmeterschießen mit 3:4. Heidenheim ist damit das erste Mal in der Vereinsgeschichte im Achtelfinale des DFB-Pokals.
Berlin (dts) – Schauspielerin Sila Sahin hat sich nach eigenen Worten in ihrer letzten Beziehung unterordnen müssen und darauf keine Lust mehr. „Man steckt zurück, nimmt sich zurück, man muss Kompromisse machen“, sagte sie dem Magazin „IN“. Dazu wäre der Ex-„GZSZ“-Star heute nicht mehr bereit: „Ich habe lange genug zurückgesteckt, jetzt habe ich die Möglichkeit, zu machen, was ich möchte und frei zu sein.“ „Frei“ ist sie derzeit in Berlin: „Hier habe ich alle meine Freunde und Familie. Hier fühle ich mich total zu Hause es tut richtig gut, wieder hier zu sein“ Das sieht auch ihr Umfeld: „Die Leute sagen zu mir in letzter Zeit oft: `Du strahlst so!` Ich glaube, wenn man glücklich ist, hat man eine ganz andere Aura!“ Auch beruflich geht es bergauf: „Die Model-Anfragen häufen sich.“
Und: „Ich hatte gerade ein Casting für eine Serie in Istanbul.“
Washington (dts) – US-Vizepräsident Joe Biden hat einer möglichen Präsidentschaftskandidatur endgültig eine Absage erteilt. Das Zeitfenster dafür habe sich nun geschlossen, sagte Biden am Mittwoch in Beisein von Präsident Obama vor dem Weißen Haus. Dass er nicht antreten werde, bedeute aber nicht, dass er still sein werde.
Stattdessen wolle er sich weiterhin in die politische Debatte einmischen. In Umfragen galt Biden bislang als stärkster möglicher Gegenspieler von Hillary Clinton im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten.