Studie
Patienten in Deutschland fühlen sich häufig schlecht betreut
Berlin (dts) – Deutschlands Patienten fühlen sich von ihrem medizinischen Fachpersonal oft schlecht betreut: Fast zwei Drittel von ihnen klagen darüber, dass sie sich nach der Diagnose von ihrem Arzt allein gelassen gefühlt hätten.
Das ist das Ergebnis einer Studie des Beratungsunternehmens Accenture, für die 2.000 Patienten in Deutschland befragt wurden, die an chronischen oder schweren Krankheiten leiden, berichtet die „Welt“. Vor allem die Zeit zwischen Diagnose und dem Beginn der Therapie empfinden viele Patienten der Studie zufolge als belastend: 60 Prozent der Befragten gaben an, dass dieser Zeitraum für sie die schwierigste Phase gewesen sei.
Hingegen empfand die Zeit nach Behandlungsbeginn lediglich jeder Zehnte als besonders hart. Die Berater wollten von den Umfrageteilnehmern auch wissen, welche Informationen und Hilfestellungen ihnen besonders gefehlt hätten. Ein Viertel der Befragten wünscht sich demnach mehr Hilfe bei der Suche nach Informationen über die eigene Krankheit. 22 Prozent beklagten sich darüber, dass es schwierig gewesen sei, passende Termine bei einem Spezialisten zu bekommen.
Flüchtlingspolitik
Hamburgs Flüchtlingskoordinator hält an Großsiedlungen für Flüchtlinge fest
Hamburg (dts) – Anselm Sprandel, Leiter des Zentralen Koordinierungsstabs Flüchtlinge in Hamburg, hat in der Debatte um Massenunterkünfte für Flüchtlinge die Strategie des Senats verteidigt, Großsiedlungen für Flüchtlinge zu bauen. Man dürfe mit Bürgerinitiativen nicht in Verhandlungen „wie auf dem Basar“ gehen, „wo man nur um des Handelns willen Zug um Zug nachgibt“, sagte Sprandel der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Wenn wir von unserer Sache überzeugt sind und die besseren Argumente haben, geben wir nicht einfach nach.“
In Hamburg sind neue Wohnunterkünfte für Flüchtlinge mit teils Tausenden Bewohnern geplant. In vielen Stadtteilen klagen Anwohner vor Gericht gegen die Bauprojekte, oft mit Erfolg. Zugleich signalisierte Sprandel Kompromissbereitschaft: „Natürlich muss man schauen, wie sich die öffentliche Meinung entwickelt, und aus Gerichtsurteilen lernen, selbst wenn die einem nicht gefallen“, sagte er. Die Verwaltung könne ihre Position auch anpassen, so Sprandel.
Übergriffe in Köln
Maas bezeichnet Übergriffe in Köln als „Zivilisationsbruch“
Berlin (dts) – Nach den Übergriffen in der Silvesternacht hat Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) die Polizei gegen Kritik verteidigt und die Vorkommnisse am Kölner Hauptbahnhof als „Zivilisationsbruch“ bezeichnet:
„Die Polizei muss sich die Frage stellen lassen, ob sie die Vorfälle wirklich schon in der Silvesternacht ernst genug genommen hat. Es sollte jetzt aber auch keine vorschnellen Schuldzuweisungen geben“, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Wichtig ist, dass sich so etwas nicht wiederholen darf.“
Maas bekräftigte seine Einschätzung, dass es sich bei den Vorfällen in Köln um eine neue Dimension organisierter Kriminalität handele. „Wenn Tausend Menschen sich zu einer enthemmten Horde zusammenfinden und das offenbar so geplant war, dann ist das nicht weniger als ein zeitweiliger Zivilisationsbruch“, sagte er. Die Botschaft sei klar, so Maas. „Wer glaubt, in unseren Städten rechtsfreie Räume schaffen zu können, dem wird sich der Rechtsstaat mit aller Macht entgegenstellen.“ Es müsse alles getan werden, um die Täter zu ermitteln und dann konsequent zur Rechenschaft zu ziehen, so der Bundesjustizminister. Nie wieder dürften Menschen solchen zügellosen Massen schutzlos ausgeliefert sein, betonte Maas.
Nord-Korea
Atomschlag gegen Türkei: Macht Kim Jong-un nun Ernst?
New York (nex) – Wie mehrere Medien im November berichteten, drohte Kim Jong-un der Türkei auf Grund ihrer Haltung in der Syrienpolitik mit einem Atomschlag. Nun hat Nordkorea am Mittwoch den erfolgreichen Test einer Wasserstoffbombe gemeldet.
Das nordkoreanische Fernsehen strahlte eine Sondersendung aus, in der ein um 10 Uhr Ortszeit durchgeführter Test bekanntgegeben wurde. Genau zu diesem Zeitpunkt (2:30 Uhr deutscher Zeit) waren international Erdstöße der Stärke 5,2 gemessen worden, die im Nordosten Nordkoreas lokalisiert werden konnten.
Bereits 2006, 2009 und 2013 waren Atombombentests in Nordkorea registriert worden, die zu vergleichbaren Erdstößen geführt hatten. Bei Wasserstoffbomben handelt es sich um Kernfusionswaffen, wobei ein herkömmlicher Atomsprengsatz dazu dient, die Wasserstoffisotope Deuterium und Tritium zu verschmelzen. In einer ersten Reaktion meldete sich Japans Premierminister Shinzo Abe zu Wort, der den Test „scharf verurteilte
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) hat nach dem nordkoreanischen Wasserstoffbomben-Test nun eine Dringlichkeitssitzung einberufen. Das Gremium werde noch am Mittwoch zusammentreten, sagte eine Sprecherin. Zwar könne noch nicht bestätigt werden, dass tatsächlich ein Test durchgeführt wurde, allerdings verurteile die UN jegliche Verletzungen der UN-Resolutionen.
Neben den Vereinten Nationen kritisierten auch Südkorea, Japan und die USA den Atomtest Pjöngjangs.
Karriere und Kinder
Habeck: Politischer Ehrgeiz lässt sich kaum mit kleinen Kindern vereinbaren
Berlin (dts) – Der schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck (Die Grünen) ist überzeugt, dass sich politischer Ehrgeiz und Familienleben mit kleinen Kindern kaum vereinbaren lassen.
Er habe erlebt, „dass Kinder und Politik in einer bestimmten Lebensphase nicht ohne viel Schmerz und Stress vereinbar sind und irgendwas immer auf der Strecke bleibt“, so der 46-jährige Vater von vier Kindern in der Wochenzeitung „Die Zeit“.
Wichtig sei für ihn dennoch, sich als Politiker nicht immer weiter von der Wirklichkeit zu entfernen: „Ich bin Agrarminister und werde dauernd gefragt, ob ich bei Aldi einkaufe. Die Wahrheit ist, dass ich überhaupt nicht mehr selbst einkaufe, vermutlich aber ein besserer Politiker wäre, wenn ich häufiger mal im Supermarkt in der Schlange stünde und auch sonst den normalen Alltag der meisten Leute teilen würde“, so Habeck.
Seine Hoffnung sei, dass sich immer mehr Wähler Politiker wünschten, „die geerdet sind, die auch mal Babykacke an den Fingern hatten.“
Mode für Muslime
Hijabs und Abayas vom Stardesigner: Dolce & Gabbana präsentieren muslimische Damenmode
Mailand (nex) – Nach H&M möchte sich nun auch das weltberühmte italienische Modedesign-Unternehmen Dolce & Gabbana offenbar die muslimische Community als Kundenkreis erschließen.

Wie das Portal „Kismet Online“ berichtet, haben die Modedesigner aus Mailand jüngst im Branchenmedium Style.com ihre neue und exklusive Kollektion von Hijabs und Abayas vorzustellen.

Die Farbenpalette der langen Kleider und dazugehörigen Kopftücher ist dabei breit gefächert. Sie reicht von schlichtem Schwarz über eine Reihe gemusterte Schwarz/Weiß-Kombinationen bis hin zu Modellen mit Beige- und Gelbelementen sowie Mustern, die unter anderem blumig oder batikartig ausfallen können. Alle von Dolce & Gabbana vorgestellten Modelle sind aus hochwertiger Seide gefertigt. Unter Style.com/Arabia ist die gesamte Kollektion abrufbar.
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Postsendung
Entwarnung am Kanzleramt nach Fund von verdächtiger Postsendung
Berlin (dts) – Nach der zeitweisen Absperrung des Bundeskanzleramts wegen einer verdächtigen Postsendung hat es Entwarnung gegeben:
Alle Absperrungen seien wieder aufgehoben worden, hieß es seitens der Bundespolizei. Es ist demnach noch unklar, was sich in der verdächtigen Postsendung befunden habe, die zu der Absperrung geführt hatte.
Kölner Übergriffe
Ex-Familienministerin Schröder: Frauenbild der Muslime schuld an Vorfällen in Köln
Berlin (dts) – Als Konsequenz aus den Geschehnissen der Silvesternacht in Köln hat die frühere Familienministerin Kristina Schröder (CDU) zu einer offenen Debatte über gewaltbereite muslimische Männer aufgerufen. „Wir Demokraten dürfen das Thema der Gewaltbereitschaft vieler junger muslimischer Männer auf keinen Fall totschweigen“, sagte Schröder der „Rheinischen Post“. „Denn dann würden rechtspopulistische oder rechtsextreme Parteien erst Recht Zulauf bekommen“, sagte die CDU-Politikerin.
Schröder sieht das Frauenbild vieler Muslime, wonach sich die Frau unter anderem in der Öffentlichkeit verhüllen soll, als mögliche Ursache für die Attacken der Silvesternacht. „In dieser Vorstellung gilt es dann als legitim, sich Frauen, die sich nicht dieser Vorstellung einer ehrbaren Frau unterwerfen, auch unehrenhaft zu nähern.“
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Eine Woche nach Erdoğan-Besuch
Ägypten: Kommt Präsident Mursi nach Druck aus Riad frei?
Kairo (nex) – Ein Appellationsgerichtshof in Ägypten soll das Todesurteil gegen den ersten demokratisch gewählten Präsidenten des Landes, Mohammed Mursi, aufgehoben haben, der 2013 durch einen Militärputsch unter der Führung des heutigen Präsidenten Abdel-Fattah al-Sisi des Amtes enthoben worden war. Dies gab ein führendes Mitglied der Muslimbruderschaft unter der Zusicherung der Anonymität gegenüber der Tageszeitung Daily Sabah an. Ein weiteres Gericht habe Urteile gegen mehrere prominente Angehörige der Muslimbruderschaft aufgehoben und eine Wiederaufnahme der diesen zu Grunde liegenden Verfahren angeordnet. Unter den von dieser Entscheidung Begünstigten soll sich auch der Anführer der Gruppe, Mohammad al-Badie, befinden.
Mursi, der neben 105 weiteren Politikern der Muslimbruderschaft angeklagt worden war, war in mehreren von Kritikern als rechtsstaatlich zweifelhaft beurteilten Prozessen wegen angeblicher Spionage für fremde Mächte zu einer lebenslangen Haftstrafe und wegen der angeblichen Beteiligung an einem Massenausbruch aus einem Gefängnis im Zuge der Unruhen im Zusammenhang mit dem „Arabischen Frühling“ 2011 zum Tode verurteilt worden. Aus einem Telefoninterview Mursis mit Al-Jazeera aus dieser Zeit ging jedoch hervor, dass Mursi trotz der massenhaften Flucht anderer Insassen das Gefängnis nicht verlassen hätte. Da die Entscheidung eine Woche nach dem Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan in Saudi Arabien erfolgt, wird nun spekuliert, ob es vonseiten Riads, das den Putsch gegen die gewählte Regierung 2013 unterstützt hatte, Druck auf die Regierung in Kairo gegeben habe. In Anbetracht der Zuspitzung der Spannungen in der Region, insbesondere zwischen dem Iran und Russland auf der einen, der Türkei und Saudi Arabien auf der anderen Seite sowie der sich abzeichnenden Wiederannäherung zwischen der Türkei und Israel könnte das ägyptische Regime eine zunehmende Isolation befürchten. Deshalb waren bereits im Vormonat erste Äußerungen vonseiten ägyptischer Offizieller zu verzeichnen, die sich für eine Wiederaufnahme der nach dem Putsch 2013 abgebrochenen diplomatischen Beziehungen zwischen Kairo und Ankara aussprachen.
Absatzplus
VW steigerte 2015 Neuwagenverkauf in Deutschland
Wolfsburg (dts) – Trotz des Abgas-Skandals hat der Volkswagen-Konzern im zurückliegenden Jahr mehr Neuwagen in Deutschland verkauft als im Jahr 2014. Das geht aus der aktuellen Neuzulassungsstatistik des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) hervor, über die die „Bild“ berichtet. Demnach wurden 2015 im gesamten Jahr 685.669 VW-Neuwagen in Deutschland zugelassen.
Das entspreche einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 4,4 Prozent. Auch auf dem Höhepunkt des VW-Skandals im Dezember 2015 stieg demnach die Zahl der VW-Neuzulassungen um 2,5 Prozent auf 50.887 Fahrzeuge.

