Ausland
Türkei: Anteil der „glücklichen Menschen“ nahm 2015 zu

Istanbul (nex) – Die Zahl der glücklichen Menschen in der Türkei nahm 2015 im Vergleich zum Vorjahr zu. Wie das türkische Statistikinstitut (TÜIK) bekannt gab, hatten 2014 56,3 Prozent der Menschen in der Türkei angegeben, zufrieden zu sein. 2015 sei ihre Zahl auf 56,6 Prozent gestiegen. Demnach stieg der Anteil der Menschen, die angaben, glücklich zu sein, von 56,3 Prozent im Jahr 2014 auf 56,6 Prozent im letzten Jahr. Die Zahl der Personen, die nicht glücklich sind, ging von 11,7 auf 11,4 Prozent zurück. Beim Anteil der glücklichen Frauen sieht man einen Rückgang von 60,4 Prozent im Jahr 2014 auf 60,2 Prozent im letzten Jahr. Bei den Männern hingegen stieg die Zahl derjenigen, die sich glücklich schätzen, von 52 Prozent im Jahr 2014 auf 52,9 Prozent im darauffolgenden Jahr. Sieht man sich den Grad der Zufriedenheit in Bezug auf die Altersgruppen an, so stellt sich heraus, dass mit 63,8% die Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen sich am glücklichsten fühlen und der Anteil der Glücklichen bei den 45- bis 54-Jährigen mit 51,7 Prozent am niedrigsten ist. Des Weiteren zeigt sich, dass die Ehe beim Gefühl des Glücks und der Zufriedenheit eine große Rolle spielt: Verheiratete Personen sind im Vergleich zu nicht verheirateten glücklicher. Während 59,6 Prozent der Menschen in einer Ehe angaben, glücklich zu sein, waren es bei den Nicht-Verheirateten lediglich 49,5 Prozent. Auch die Bildung hat Einfluss auf die Lebenszufriedenheit der Menschen. So stellte sich bei der Umfrage heraus, dass 59,5 Prozent der Menschen mit Hochschulabschluss glücklich sind. Bei den Mittelschulabgängern sind es 58 Prozent, bei den Menschen ohne Schulabschluss 57,8 Prozent. 56,5 Prozent der Abiturienten und Personen mit gleichwertigem Abschluss sind zufrieden. Interessanterweise sind in dieser Gruppe Menschen mit einem Grundschulabschluss die am wenigsten glücklichen: Hier gaben lediglich 54 Prozent an, zufrieden zu sein. Zufriedenheit mit Verkehrs- und Gesundheitsservice angestiegen Im Jahr 2015 war im Dienstleistungsbereich der Verkehrsservice mit 74 Prozent der Spitzenreiter. Es folgten mit 72,3 Prozent der Gesundheitsservice und mit 69,8 Prozent Dienstleistungen im Bereich Sicherheit und Ordnung. 59 Prozent der Befragten äußerten ihre Zufriedenheit mit dem Bildungssystem, 58,7 Prozent mit den Dienstleistungen der Anstalt für Soziale Sicherheit und 50,4 Prozent mit dem Serviceangebot der Justiz.  
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Katholische Kirche gegen AfD
Grüne begrüßen Distanzierung der Kirchen von AfD

Berlin (dts) – Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt stellt sich hinter die Distanzierungen der Kirchen von der AfD. „Kirche muss nicht neutral sein, Kirche muss Haltung zeigen“, sagte Göring-Eckardt der „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“. Mit ihren Entscheidungen, unter anderem den Ausschluss der AfD von allen Podien des Katholikentages, gäben die Kirchen den Menschen Halt, sagte Göring-Eckardt: „Wenn die Stimmung aufgeheizt wird, ist es gut, wenn wichtige gesellschaftliche Anker Haltung haben und diese auch offen zeigen.“ Auch die evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg hatte Ehrenämter für Mitglieder der AfD ausgeschlossen. Die AfD mache mit Flüchtlingen ein politisches Geschäft am rechten Rand und spalte die Gesellschaft, so Göring-Eckardt. Zugleich verteidigte die Grünen-Politikerin ihre eigenen Diskussionen mit Vertretern der AfD in Talkshows: „Ich sehe es als meine Aufgabe, in der politischen Auseinandersetzung die AfD zu stellen und ihren rassistischen und unchristlichen Kern offenzulegen.“ Anders als die öffentlich-rechtlichen Medien, die auch die AfD zu Wort kommen lassen müssten, sei etwa der Katholikentag frei, zu tun und zu lassen, was ihm richtig erscheine. Daher zeuge seine Entscheidung von Selbstbewusstsein.

"Löwenzahn"
TV-Moderator Peter Lustig ist tot

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Mainz (dts) – Der langjährige „Löwenzahn“-Moderator Peter Lustig ist am Dienstag im Alter von 78 Jahren in der Nähe von Husum im Kreise seiner Familie gestorben.

Das teilte das ZDF am Mittwoch mit. „Tüfteln, Forschen, Entdecken – das war die Welt von Peter Lustig. Über 25 Jahre war er eine Institution im deutschen Kinderfernsehen und das Gesicht der ZDF-Kultsendung ‚Löwenzahn'“, so ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler. „Peter Lustig erzählte den Kindern allwöchentlich spannende Geschichten, erklärte interessante Experimente und kam zu außergewöhnlichen Erkenntnissen – ohne sich je bei den Kindern anzubiedern. Wir werden den Mann, der Kinder und Erwachsene immer wieder zu überraschenden Erkenntnissen geführt hat, in lebendiger Erinnerung behalten.“ Nach seinem Abschied vom Bildschirm nach 25 Jahren „Löwenzahn“ im Herbst 2005 wurde der TV-Moderator im Jahr 2007 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.
 

US-Wahlen
Nächster US-Präsident? Erste Hochrechnungen sehen Trump in Nevada vorne

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Carson City (dts) – Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat die Vorwahl im US-Bundesstaat Nevada laut ersten Hochrechnungen gewonnen.
Wie die Fernsehsender CNN und Fox News berichten, liegt Trump mit großem Vorsprung vor seinen Partei-Rivalen Marco Rubio und Ted Cruz: Laut Fox News kommt Trump auf etwa 42 Prozent der Stimmen, Rubio auf 25 und Cruz auf 22 Prozent.
Sollte Trump in Nevada gewinnen, wäre dies sein dritter Sieg bei bisher vier Vorwahlen. Zuvor hatte der Milliardär bereits in New Hampshire und South Carolina gewonnen.
 

"Progressiver Schritt nach vorne"
Sex mit Toten oder Geschwistern? Schwedische Partei will’s möglich machen

Stockholm (nex) – Ob in Schweden künftig aus einer posthumen Ehe mit verblichenen Milliardären auch versorgungsrechtliche Ansprüche des noch lebenden Teils erwachsen sollen, ließ die Vorsitzende des Jugendverbandes der schwedischen Liberalen Partei, Cecilia Johnsson, offen. Fest steht aber, glaubt man der Zeitung „Aftonbladet“, dass die Politikerin im Namen ihres Verbandes am Sonntag die Forderung aufgestellt hat, nekrosexuelle Handlungen und Inzest zu legalisieren. Sollte eine Person zu Lebzeiten in Form einer schriftlichen Erklärung ihr Einverständnis dazu erklären, dass an ihrem Leichnam sexuelle Handlungen durchgeführt werden, sollten dem Antrag zufolge nekrophile Akte straffrei ausgeführt werden können. „Ich verstehe, dass dies als ungewöhnlich und Ekel erregend betrachtet werden kann“, erklärte Johnsson, „aber eine Gesetzgebung kann nicht darauf beruhen, dass etwas Ekel erregt.“ Auch soll es Geschwistern künftig erlaubt sein, miteinander den geschlechtlichen Verkehr auszuüben – allerdings, was ein Zugeständnis an rechtskonservative Kräfte sein dürfte, erst ab einem Einstiegsalter von 15 Jahren. In Summe wäre dies jedoch, so Johnsson, „ein progressiver Schritt nach vorne für das Land“. Sie fügte hinzu, dass sie keine „Moralitätsgesetze“ wolle und erklärte: „Es sollte jedermanns eigene Entscheidung sein, was nach seinem Tod mit seinem Körper geschieht. Wenn es in Ordnung ist, seinen Körper auf den Todesfall einem Museum oder der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen, dann sollte es auch in Ordnung sein, ihn anderen zur Verfügung zu stellen, um damit zu schlafen.“ Die Erklärung der Gruppe rief umgehend Kritik aus der Mutterpartei hervor. Der frühere Parlamentarier Carl B. Hamilton warf der Jugend vor, nur die Publicity zu suchen und sich nicht um die realen Probleme des Landes zu kümmern. „Ihr versteht doch sicher, dass Leute über Euren Liberalismus lachen, Ihr Vollpfosten?“, postete Hamilton auf einer Facebook-Wall für Mitglieder der Liberalen Partei. „Und welche anderen Herausforderungen für die Gesellschaft wird die Liberale Jugend Stockholm sonst noch von ihrer Top-100-Liste angehen? Sex mit Nilpferden?“ In Schweden sind solcherart Bestrebungen progressiver Kräfte jedoch nicht unüblich. Linksgerichtete Publikationen wie „Salon“ erklärten etwa jüngst, dass „Pädophilie lediglich eine sexuelle Orientierung und keine geistige Krankheit“ sei.

Nepal
Propellermaschine mit 23 Passagieren in Nepal vermisst

Kathmandu (dts) – In Nepal wird seit Mittwoch eine Propellermaschine der Fluggesellschaft Tara Air vermisst. An Bord sollen mindestens 23 Menschen sein, darunter auch mindestens zwei Ausländer. Einsatzkräfte der Polizei und Armee suchen nach dem Flugzeug, hieß es in ersten Medienberichten.
Das Flugzeug war in der nepalesischen Stadt Pokhara gestartet und auf dem Weg nach Jomsom, einem Dorf auf einer Höhe von über 2.700 Metern. Von dort aus starten viele Trekking-Routen. Die Wetterverhältnisse waren vergleichsweise normal.

Grenzschließungen innerhalb der EU
Frontex-Chef kritisiert nationale Alleingänge in Flüchtlingskrise

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Warschau (dts) – Der Direktor der europäischen Grenzschutzagentur Frontex, Fabrice Leggeri, hat Grenzschließungen innerhalb der EU kritisiert. „Wenn einzelne Staaten ihre Grenzen schließen, hilft das nicht“, sagte Leggeri den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Wir haben das gesehen: Als Ungarn die Grenze mit einem Zaun abgeriegelt hat, kamen die Menschen über die Balkanstaaten in Richtung EU.“ Die Notsituation bleibe, hob der Frontex-Chef hervor. Die Flüchtlinge würden sich neue Wege nach Europa suchen. „Es kann nur eine europäische Lösung geben: eine Verteilung der Menschen in Europa und der Schutz des Schengenraums.“ Europas oberster Grenzbeamter mahnte zudem die Abhängigkeit seiner Agentur von den einzelnen EU-Staaten an und forderte eigene Einheiten. Um den Andrang der Menschen an der EU-Außengrenze auch 2016 zu kontrollieren, brauche Frontex „mehr Geld und Personal“. Leggeri: „Ideal ist eine Einheit von 1500 Grenzbeamten, die immer einsatzbereit ist.“ Frontex sei noch „zu stark abhängig“ von der Bereitschaft der einzelnen EU-Staaten, Polizisten für die Missionen etwa vor der griechischen Küste bereitszustellen.

Kunde findet Plastikteil
Mars Rückrufaktion weitet sich aus: Mittlerweile 55 Länder betroffen

Berlin (dts) – Der Rückruf des Süßwarenherstellers Mars weitet sich immer stärker aus: Insgesamt seien mittlerweile 55 Länder betroffen, teilte das Unternehmen am Dienstagnachmittag mit. Zuvor hatte Mars den Rückruf bereits auf Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, die Niederlande und Belgien ausgeweitet.

Zunächst hatte das Unternehmen einen Rückruf für Deutschland veröffentlicht. Betroffen seien die Marken Mars, Snickers, Milky Way sowie Celebrations. Demnach handele es sich um einen freiwilligen Rückruf, der für Waren gelte, deren Mindesthaltbarkeitsdatum zwischen dem 19. Juni 2016 und dem 8. Januar 2017 liege.

Ein Kunde habe in einem der Produkte ein Plastikteil gefunden, weshalb der Rückruf notwendig sei, teilte das Unternehmen, das eine detaillierte Auflistung aller Produkte, deren Verzehr gefährlich sein könnte, auf seiner Internetseite veröffentlicht hat, weiter mit.
 

Gefangenenlager Guantanamo
Obama stellt Pläne zur Schließung von Guantanamo vor

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Washington (dts) – US-Präsident Barack Obama hat am Dienstag seine Pläne zur Schließung des umstrittenen Gefangenenlagers Guantanamo vorgestellt. Das Verteidigungsministerium werde den Plan noch am Dienstag dem Kongress vorlegen, sagte Obama in Washington. Mindestens 35 der 91 verbleibenden Gefangenen sollen noch in diesem Jahr in andere Länder überstellt werden. Die übrigen Häftlinge sollen in Hochsicherheitsgefängnissen innerhalb der USA untergebracht werden. Die Möglichkeiten würden noch geprüft. Durch die Schließung des Gefangenenlagers könnten pro Jahr 85 Millionen US-Dollar gespart werden, so der US-Präsident. Das Kapitel Guantanamo sollte endgültig geschlossen werden, betonte Obama. Das Gefangenenlager schade der nationalen Sicherheit und stehe den Werten der USA entgegen. Die Zahl der Insassen war zuletzt reduziert worden. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hatte die Regierung von George W. Bush auf dem US-Militärstützpunkt Guantanamo ein Lager für Terrorverdächtige und Gefangene aus dem Afghanistan-Krieg eingerichtet. Seit 2002 waren dort fast 800 Gefangene inhaftiert worden.

Grenzschließung
Belgien führt Kontrollen an Grenze zu Frankreich ein

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Brüssel (dts) – Belgien hat die Wiedereinführung von Kontrollen an der Grenze zu Frankreich angekündigt. Mit der Maßnahme wolle man einen massiven Zustrom von Flüchtlingen verhindern, erklärte der belgische Innenminister Jan Jambon am Dienstag. Insgesamt 290 zusätzliche Polizisten sollen an der Grenze kontrollieren. Hintergrund sind Pläne Frankreichs, das inoffizielle Flüchtlingslager in der Nähe der Stadt Calais zu räumen. Man verzeichne daher bereits jetzt einen verstärkten Flüchtlingszustrom, so Jambon. Die EU-Kommission sei darüber informiert worden, dass man zeitweise vom Schengen-Abkommen abweichen werde.