Haushaltsgerätebranche
Türkei: Arçelik kauft Pakistans Dawlance für 258 Millionen US-Dollar

Istanbul (PRN) – Arçelik, ein globaler Akteur in der Haushaltsgerätebranche, hat einen Vertrag zum Erwerb von Dawlance, Pakistans führendem Haushaltsgerätehersteller, unterzeichnet. Arçelik A.S, ein weltweit führendes Unternehmen in der Haushaltsgerätebranche, hat heute den Erwerb von Dawlance, Pakistans Marktführer im Bereich Haushaltsgeräte, für 258 Millionen US-$ im Rahmen seiner globalen Expansion auf schnell wachsende Märkte mit guten Aussichten bekannt gegeben. Diese Akquisition wird dazu beitragen, Arçeliks Wachstumsstrategie auf Schwellenmärkten voranzubringen und, infolge der vor kurzem getätigten Investition in Thailand, sein Ziel einer starken Präsenz in der Asien-Pazifik-Region zu erreichen. Die Transaktion wird Arçelik, das sich im Eigentum von Koç Group (KCHOL:IST), dem größten Industriezusammenschluss der Türkei, befindet, in Zeiten eines erhöhten Wirtschaftswachstums eine bedeutende Präsenz in dem Land mit der weltweit sechsthöchsten Bevölkerung verschaffen. Es wird erwartet, dass Pakistans Wirtschaft im Laufe der nächsten drei Jahre um etwa 5 Prozent pro Jahr wächst. Das Land verfügt über eine immer wohlhabendere Arbeiterklasse und Mittelschicht, zu der viele 20- bis 40-Jährige gehören und die immer mehr in Städten angesiedelt ist. All dies ist für Arçelik sehr günstig. Die Akquise soll bis Ende 2016 abgeschlossen sein und hängt von der Erfüllung von Abschlussbedingungen einschließlich ordnungsrechtlicher Vorschriften ab. Dawlance wurde 1980 in Karachi gegründet und ist ein Privatunternehmen. Es verfügt über zwei Herstellungsbetriebe in Karachi und einen in Hyderabad und beschäftigt 3000 Mitarbeiter in einem umfangreichen Vertriebs-, Sales- und Servicenetz. Dawlance ist die führende Marke im Bereich Kühlgeräte und Mikrowellen in Pakistan, die zweitgrößte im Bereich Klimaanlagen und die drittgrößte in der Kategorie Waschmaschinen. Im Jahr 2015 wurde ein Umsatz von 221 Millionen US-$ und ein EBITDA von 45 Millionen US-$ erzielt. Levent Çakiroglu, CEO der Koç Holding, äußerte sich wie folgt: „Arçelik war immer ein Grund zum Stolz für die Koç Holding, dank seiner führenden Position in der Türkei und seiner Leistungen auf globaler Ebene. Von allen unseren Unternehmen ist Arçelik zweifellos dasjenige, das die globale Wachstumsstrategie unserer Gruppe am meisten voranbringt. Arçelik konsolidiert die Vision unserer Gruppe und hat im Rahmen seiner globalen Wachstumsstrategie in bedeutendem Umfang in Pakistan investiert. Ich glaube, dass diese Investitionen die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Türkei und Pakistan weiter stärken werden. Der Neuzugang von Dawlance zu unserer Gruppe gibt uns ein starkes, strategisches Sprungbrett in der vielversprechenden Wirtschaft Pakistans. Die Koç Holding wird Arçelik weiterhin in seinem globalen Wachstumsbestreben durch weitere Akquisitionen unterstützen.“ Fatih Ebiçlioglu, Präsident der Consumer Durables Group der Koç Holding, sagte: „Pakistan ist mit 200 Millionen Menschen das Land mit der sechstgrößten Bevölkerung der Welt. Insbesondere seine junge Bevölkerung und seine immer schneller wachsende Wirtschaft machen es zu einem interessanten Markt in der Region. Mit dem Erwerb von Dawlance in Pakistan erhöht sich die Belegschaft von Arçelik weltweit auf 30.000 Beschäftigte und die globale Produktionsbasis umfasst nunmehr 18 Herstellungsbetriebe in der Türkei, in Rumänien, Russland, China, Südafrika und Thailand. Diese Akquise ist auch ein gutes Beispiel für eine Zusammenarbeit zwischen zwei südlichen Ländern und steht für einen Technologie- und Wissenstransfer zwischen Schwellenländern. In dieser Hinsicht leistet Arçelik mit dieser strategischen Investition und dem Erwerb eines finanziell sehr starken Marktführers einen wertvollen Beitrag zur türkischen Wirtschaft.“ Hakan Bulgurlu, CEO von Arçelik, äußerte sich wie folgt: „Arçelik macht stetige Fortschritte auf einem globalen Weg und ist bestrebt, zu einem wirklich globalen Akteur in seiner Branche zu werden. Im Laufe der vergangenen zehn Jahre haben wir unsere Reichweite weltweit beständig ausgedehnt. In den letzten 5 Jahren konnten wir unseren Umsatz verdoppeln und freuen uns weiterhin über ein rasches Wachstum auf allen Märkten, auf denen wir aktiv sind. Wir sind stolz darauf, Produkte zu entwickeln, die einen echten Unterschied für das Leben unserer Kunden machen, und beschäftigen mehr als 1000 Ingenieure in unseren F&E-Zentren in der Türkei, Taiwan und in Cambridge in Großbritannien. Wir erwarten auch, bald weitere Zentren in Deutschland und den USA eröffnen zu können.“ „Unsere Erfahrung in den Bereichen Forschung und Entwicklung bedeutet zusammen mit unseren geografischen Herstellungsvorteilen und Skalenerträgen, dass wir uns in einer guten Position befinden, um sowohl europäische als auch asiatische Märkte zu bedienen. Arçeliks vor kurzem getätigte Investitionen in Thailand und Pakistan bieten eine starke Wachstumsplattform in Südostasien, während die europäischen Märkte sich der Sättigung in Bezug auf Haushaltsgeräte annähern und die langanhaltenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten fortdauern. „Durch die Kombination unserer globalen Expertise und Innovationen mit Dawlances hervorragendem lokalen Management-Team werden wir das Produktangebot und die Markenposition von Dawlance stärken. Wir erwarten klare Vorteile für die Entwicklung und Herstellung von Produkten für Pakistan und möglicherweise auch darüber hinaus.“ Arçelik hat mit seinen globalen Marken Beko und Grundig seinen globalen Fußabdruck im Laufe der letzten Jahre durch den Erwerb starker regionaler Marken auf Schwellenmärkten erweitert. Das Wirtschaftswachstum in Pakistan führt zu mehr verfügbarem Einkommen und einer erhöhten Kaufkraft. Gleichzeitig machen technische Fortschritte Haushaltsgeräte effizienter und erschwinglicher. Im Zuge von Pakistans rascher Urbanisierung und sozialer Entwicklung entstehen mehr Einfamilienhaushalte, was zu einer höheren Nachfrage nach Verbrauchsgütern führt. ÜBER ARÇELIK Arçelik ist ein globales Verbrauchsgüterunternehmen, das Kunden in 133 Ländern bedient. Arçelik befindet sich im Eigentum der Koç Holding, Fortune-500-Unternehmen und größter Industriezusammenschluss in der Türkei, der in verschiedenen Sektoren, u.a. Energie, Automobilbereich, Verbrauchsgüter und Finanzen, eine führende Position mit starken Wettbewerbsvorteilen einnimmt. 2015 verzeichnete Arçelik einen konsolidierten Umsatz in Höhe von 5,2 Mrd. US-$. In der Türkei hat sich Arçelik nachhaltig als Marktführer in den Bereichen Haushaltsgeräte, Verbraucherelektronik und Klimaanlagen etabliert. Auf dem internationalen Parkett ist die Arçelik Group europaweit der drittgrößte Akteur in seiner Branche. Seine 10 Marken (Arçelik, Beko, Grundig, Blomberg, ElektraBregenz, Arctic, Leisure, Flavel, Defy und Altus) bieten Vebraucherinnen und Verbrauchern energieeffiziente, innovative Haushaltsgeräte. In Südafrika ist Defy die führende Marke und in Rumänien ist es Arctic. Beko ist die führende Marke in Europa, was freistehende Haushaltsgeräte anbelangt, und hält seine Führung im Vereinigten Königreich. Beko ist ein globaler Premium-Partner des FC Barcelona. Arçelik hat seinen Sitz in Istanbul in der Türkei und ist an der Börse von Istanbul (IST: ARCLK) gelistet. ÜBER DAWLANCE Dawlance wurde 1980 gegründet. Der führende Hersteller von Haushaltsgeräten in Pakistan ist in fünf Kategorien aktiv: Kühlgeräte, Klimaanlagen, Mikrowellenöfen, Waschmaschinen und Gefriergeräte. Dawlance ist laut einer unabhängigen Verbraucherumfrage über alle Branchen hinweg die drittbeliebteste Marke in Pakistan.

Krieg gegen den Terror
Türkischer Premier: „PKK-Fahnen sollten wie IS-Fahnen im EU-Parlament nicht erlaubt sein“

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Brüssel (nex) – Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu hat am Donnerstag in Brüssel nach einem Treffen mit der Presse im Zusammenhang mit der Eröffnung eines neuen Kapitels zum EU-Beitrittsprozess die, wie er es nannte, „Doppelstandards der Europäischen Union“ kritisiert. „Wenn heute IS-Fahnen nicht im Europäischen Parlament erlaubt sind, dann sollte es auch keine PKK-Fetzen geben“, machte Çavuşoğlu deutlich. „Terroristische Organisationen können problemlos im Zentrum Europas ihre Kampagnen abhalten und überall ihre Poster und Banner aufhängen“, so der Außenminister in Anspielung auf ein Propagandazelt, das Anhänger der terroristischen PKK im März nahe des Gebäudes des Europarates aufgebaut hatten – obwohl die PKK nicht nur in der Türkei, sondern auch in der EU und den USA als terroristische Organisation aufgeführt wird. Çavuşoğlu machte noch einmal deutlich, dass es nicht ausreiche, nur im Falle eines bereits erfolgten Angriffs Solidarität zu zeigen. „Es ist essenziell, diese Solidarität auch im Kampf gegen den Terrorismus zu zeigen“, erklärte der Minister. „Deshalb soll keine Unterscheidung zwischen Terrororganisationen gemacht werden. Das Treffen mit Amtskollegen aus der EU stand unter dem Eindruck des dreifachen Selbstmordanschlages, bei dem am Dienstag auf dem Atatürk-Flughafen in Istanbul 44 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt worden waren. „Leider gibt es auch bezüglich der Freiheit der Meinungsäußerung Doppelstandards“, merkte Çavuşoğlu an. „Wir müssen klare Prinzipien in dieser Sache haben.“ In Europa, wies der Minister hin, gäbe es Politiker und politische Parteien, die Terrororganisationen wie YPG und PKK unterstützen und ihrer Ideologie naheständen. Çavuşoğlu  betonte, die Türkei beachte peinlichst genau die Rechtsstaatlichkeit und die Menschenrechte in ihrem Kampf gegen den Terrorismus. „Wir führten unsere Operationen sehr vorsichtig aus, insbesondere um jedweden Schaden für Zivilisten zu vermeiden.“

Rentenversicherungspflicht
Bessere Altersabsicherung für Selbstständige gefordert

Bremen (ots) – Der Präsident der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV), Axel Reimann, hat eine bessere Altersabsicherung für Selbstständige in Deutschland gefordert. In einem Gastkommentar des WESER-Kurier (Samstagausgabe) schreibt Reimann: „Um eine bessere und durchgängige Altersabsicherung dieser Personen zu erreichen, sollte daher über eine Erweiterung des versicherungspflichtigen Personenkreises in der Rentenversicherung nachgedacht werden. Regelmäßige Beitragszahlungen von Selbstständigen zur Rentenversicherung könnten mithelfen, die Absicherung im Alter für diesen Personenkreis zu verbessern.“ Bisher gibt es für Selbstständige keine umfassende Rentenversicherungspflicht. Reimann schreibt weiter: „Aus meiner Sicht werden die bestehenden Regelungen in diesem Bereich vor allem auch im Hinblick auf die Auswirkungen der zunehmenden ‚Digitalisierung‘ von Wirtschaft und Gesellschaft neu zu überdenken sein.“

Flüchtlingsdeal Türkei-EU
Flüchtlingsabkommen: Türkei soll weitere 1,4 Milliarden Euro erhalten

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Brüssel (nex) – Im Anschluss an ein Treffen des Lenkungsausschusses hat die Europäische Kommission am Donnerstag vorgeschlagen, weitere 1,4 Mrd. Euro für die Betreuung von Flüchtlingen in der Türkei freizugeben. Das damit betraute Komitee wurde gegründet, um die in Aussicht gestellte Beteiligung der EU an der Flüchtlingsbetreuung in der Türkei gemäß den Vereinbarungen von Ende letzten Jahres umzusetzen. Aus dem Gremium hieß es, man wolle bis zum Ende des nächsten Monats eine Gesamtsumme von zwei Milliarden für die Unterbringung von Flüchtlingen in der Türkei bereitstellen. Von bis dato zugesagten drei Milliarden, deren Freigabe jedoch der Zustimmung durch die einzelnen Mitgliedsstaaten bedarf, wurden bislang 740 Millionen eingesammelt. Über 150 Millionen davon gibt es schon Projektverträge, 105 wurden ausgefolgt. Der Ausschuss entschied auch, dass die Mittel verwendet werden sollten, um Bildung, das Gesundheitswesen, kommunale und soziale Infrastruktur und sozio-ökonomische Hilfsleistungen für Flüchtlinge in der Türkei zu unterstützen. Auch wurden die Fortschritte im Bereich der Verteilung humanitärer Hilfsmaßnahmen gewürdigt, die im Zuge der letzten Monate organisiert werden konnten. In dem Komitee finden sich Vertreter der EU-Mitgliedsstaaten und der Türkei.

Türkei
Istanbul: Armenische Kirche lädt zum Ramadan-Essen ein

Istanbul (nex) – Eine armenische Kirche im Istanbuler Distrikt Sariyer lud am gestrigen Donnerstag in Zusammenarbeit mit der Distriktverwaltung zum Sahur (Frühmahl vor dem Fasten im Ramadan) ein, bei dem nach dem vom IS (Daesh) verübten Terroranschlag in Istanbul Botschaften der Solidarität verkündet wurden. Gastgeber war die Stiftung der armenischen Büyükdere Surp Hiripsimyants Kirche, der das Event im Garten der Kirche zusammen mit der Distriktverwaltung organisierte. Unter den Gästen befanden sich der Bürgermeister von Sariyer, Sükrü Genc, der Vorsitzende der Kirchenstiftung, Murat Süme, der Distriktsvorsitzende der größten Oppositionspartei CHP (Republikanische Volkspartei), Mehmet Deniz, der Gemeindevorsteher des Stadtviertels Büyükdere, Ali Yazici sowie Einwohner des Viertels. Nach dem Essen sprach der Imam der Büyükdere Moschee, Ilyas Berber, ein Gebet. Der Bürgermeister hielt eine Rede, in der er die Bedeutung von Einheit und Solidarität hervorhob und den tödlichen Anschlag auf den Istanbuler Flughafen aufs Schärfste verurteilte. Er kündigte an, dass die Sahur-Veranstaltung in der Kirche künftig jedes Jahr stattfinden werde. Der Stiftungsvorsitzende Süme, der ebenfalls eine Rede hielt, verurteilte den Anschlag auf den Flughafen aufs Schärfste und fügte hinzu: „Trotz allem pochen wir auf Geschwisterlichkeit, Frieden und Freundschaft.“ Während des islamischen Fastenmonats Ramadan haben viele nichtmuslimische Religionsgemeinschaften im ganzen Land aus Solidarität mit der muslimischen Mehrheit Iftar (Fastenbrechen)-Veranstaltungen organisiert.  

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Sammelklage gegen Dagdelen und Özdemir
Terrorunterstützung: Türken bereiten Klage gegen Cem Özdemir und Sevim Dagdelen vor

Berlin (nex) – Die Initiative AYTK (Europäisches Neues Türken Komitee), eine Vereinigung, die sich sozialen Zwecken und dem Einsatz für Anliegen der türkischen Einwanderercommunity verschrieben hat, erklärte auf Facebook, über ein niederländisches Stiftungsmodell eine Sammelklage gegen die deutschen Politiker Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen) und Sevim Dağdelen auf den Weg bringen zu wollen. Dieser Umweg sei erforderlich, weil das deutsche Prozessrecht eine solche Option nicht vorsehe. Bisher hätten bereits 10 000 türkische Staatsangehörige Interesse an dem Vorhaben bekundet, 1200 hätten sich bereits angemeldet. Die Organisatoren des juristischen Vorgehens werfen den Politikern vor, in Deutschland und in der Türkei verbotene kriminelle und terroristische Vereinigungen zu unterstützen. Beiden Politikern wurde bereits mehrfach aus der Türkei und auch innerhalb der türkischen Einwanderercommunity in Deutschland vorgeworfen, den terroristischen Kampf der PKK und ähnlicher extremistischer Vereinigungen, die für blutige Anschläge in der Türkei und anderswo verantwortlich sind, propagandistisch und möglicherweise auch auf eine darauf hinausgehende Weise zu unterstützen. Auf diese Weise machten sie sich jedoch auch in juristischer Weise mitverantwortlich und könnten so für die Folgen des PKK-Terrorismus zur Rechenschaft gezogen werden. Eine Beteiligung an der Sammelklage sei für alle Teilnehmer kostenfrei, heißt es vonseiten der AYTK. Ein Erfolg der Klage hätte, so die Initiatoren, eine Wirkung, die weit reichen würde. Es würde damit grundsätzlich der Weg frei, Terrorunterstützer, die sich vor strafrechtlicher Verfolgung durch unzureichende Antiterrorgesetze oder die parlamentarische Immunität schützen können, zivilrechtlich zur Verantwortung zu ziehen. Insofern komme der Initiative grundlegende Bedeutung für den Umgang mit Terror und dessen Unterstützern zu.

Türkei
Terroranschlag in Istanbul: Armenischer Erzbischof betet für Opfer

Türkische Christen begehen Peter-und-Paul-Fest in Hatay Urla/Türkei (nex) – Religiöse Vertreter der orthodoxen und katholischen Kirchen sowie deren Anhänger versammelten sich am 29. Juni zur Begehung des Peter-und-Paul-Fests in der St.-Petrus-Grotte auf dem Berg Habib Neccar (Silpius) in der südtürkischen Provinz Hatay. Die Kirche wurde 2015 nach langjährigen Restaurierungsarbeiten wiedereröffnet. Der Gottesdienst begann mit einer Schweigeminute und der Nationalhymne, wobei die Feier vom am Vortag stattgefundenen Anschlag auf den Flughafen Istanbul-Atatürk überschattet wurde. Bei dem Angriff wurden mehr als 40 Menschen getötet und über 100 verletzt.
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„Lasst uns heute, so wie an anderen Tagen auch, gemeinsam mit unseren jüdischen und christlichen Mitbürgern für Menschlichkeit und Frieden beten“, forderte der Bürgermeister von Hatay, Lütfü Savas, in seiner Rede und fügte hinzu: „Es gibt keine Gewinner im Krieg so wie es keine Verlierer im Frieden gibt.“ Der Vorsitzende der türkischen katholischen Bischofskonferenz, der armenisch-katholische Erzbischof Levon Zekiyan, brachte seine Traurigkeit über den Anschlag in Istanbul zum Ausdruck und betonte, dass nur die Macht Gottes solche Ereignisse verhindern könne. „Alles was wir tun können, ist, unsere Gebete an Gott zu richten, den Herrn um Frieden zu bitten, besonders für den Nahen Osten und für die Menschen in unserem Land“, sagte er. Der Botschafter des Vatikans in der Türkei, Paul Fitzpatrick Russell, Geistliche aus verschiedenen Provinzen sowie christliche Einwohner nahmen ebenfalls an der Zeremonie teil, bei der Gebete gesprochen und Kerzen angezündet wurden.    

Terror gegen die Türkei
Tunesiens Ex-Präsident: „Terror will Türkei für ihren Erfolg bestrafen“

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Tunis (nex) – In Anbetracht von mittlerweile 15 terroristischen Anschlägen innerhalb nur eines Jahres erklärte der frühere tunesische Interimspräsident, Moncef Marzouki, die Türkei bezahle nun „den Preis für ihren Erfolg.“ Hinter den Anschlägen, so Marzouki via Facebook gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu, stehe die Absicht, die Türkei zu „bestrafen“, nämlich „nicht nur dafür, dass man zwei Millionen syrischer Flüchtlinge aufgenommen und den Arabischen Frühling unterstützt hat […], sondern schlicht für ihren Erfolg.“ Marzouki, der auch der Vorsitzende der jüngst gegründeten Partei Al-Irada ist, erklärte weiter: „Terrorismus, wie wir ihn auch in Tunesien erleben, ist mehr als ein Verbrechen von Gruppierungen, die sich im Übrigen auch vom Islam entfernt haben; es ist ein unkonventioneller Krieg gegen Menschen und Völker.“ Der frühere tunesische Interimspräsident sprach auch seine Anteilnahme mit Blick auf die Opfer der tödlichen Attacke vom Dienstag auf dem Atatürk-Flughafen in Istanbul aus: „Möge Gott die Seelen der Märtyrer von Istanbul segnen und alle, die gestorben sind und heute noch jeden Tag sterben in diesem schmutzigen Krieg gegen jene, die für nationale Souveränität und die Befreiung der Menschen eintreten.“ Bei dem Anschlag in Istanbul waren offiziellen Erklärungen zufolge 44 Menschen gestorben, davon 19 ausländische Staatsangehörige, und mehr als 230 verletzt worden.

Identifikationsnummern auch für Ausländer
Türkei: Namensänderungen künftig ohne Gerichtsbeschluss möglich

Falsch geschriebene Namen auf Ausweisdokumenten sollen künftig ohne gerichtliche Entscheidung geändert werden können Urla/Türkei (nex) – Wie nach Angaben der türkischen Tageszeitung Habertürk der türkische Ministerpräsident am vergangenen Mittwoch mitteilte, werden türkische Ausweisinhaber, deren Name auf dem Ausweisdokument falsch geschrieben ist oder gegen das Namensrecht verstößt, diesen künftig ohne gerichtliche Entscheidung ändern lassen können. Das Gesetz hat zum Ziel, den Ausweisinhabern die Namensänderung dadurch zu erleichtern, dass sie die dafür notwendige Genehmigung in der Provinz- oder Distriktbehörde einholen können. Nach aktuell geltendem Recht muss eine Namensänderung von einem Gericht genehmigt werden. Die neue Regelung soll des Weiteren auch andere Formalitäten erleichtern. So sollen bei Personen mit drei Namen alle drei auf ihren Ausweisdokumenten voll ausgeschrieben werden. Auch die Anmeldung der Geburt soll einfacher werden: Diese soll man in der Gesundheitseinrichtung, in der das Baby zur Welt kommt, tätigen können und, wenn dies zeitnah erfolgt, nichts dafür zahlen müssen. Der Gesetzesentwurf sieht weiterhin vor, dass Akten von Personen, die lange Zeit nicht verwendet wurden oder von Personen, bei denen man aufgrund ihres Alters davon ausgeht, dass sie wahrscheinlich schon verstorben sind, geschlossen werden. Ausländer, die eine Aufenthaltserlaubnis erhalten, sollen eine Identifikationsnummer erhalten dürfen und formell als „Ausländer“ eingetragen werden. Ausländer ohne Aufenthaltserlaubnis müssen die Identifikationsnummer beim Innenministerium beantragen.      

EM-Viertelfinalspiel Polen gegen Portugal
Nach EM-Aus: Polen greifen in Neuss portugiesische Fans an

Neuss (ots) – Nach dem EM-Viertelfinalspiel Polen gegen Portugal kam es in Neuss auf der Batteriestr. zu Streitigkeiten. Eine Gruppe von Anhängern der polnischen Nationalmannschaft griff dabei mehrere Fans der Portugiesen an. Zwei Männer wurden durch Schläge leicht verletzt. Die polnischen Fußballfans flohen dann in Richtung der Innenstadt. Alarmierte Polizeibeamte fahndeten sofort nach den Störenfrieden. In der Nähe des Neusser Bahnhofs konnten fünf der Randalierer gestellt werden. Gegen sie wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Pech hatte dabei einer der überprüften Tatverdächtigen. Gegen ihn lag ein Haftbefehl vor. Die Staatsanwaltschaft suchte ihn zur Verbüßung einer Freiheitsstrafe wegen Unfallflucht. Der 25-jährige wurde festgenommen und muss nun seine Haftstrafe antreten