Medienbranche
Schäfer über die Digitalisierung im Journalismus: „Verlage müssen noch viel lernen“

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Hamburg (ots) – Seit Jahren recherchieren die Wirtschafts-Ressortleiter der „Süddeutschen Zeitung“, Marc Beise und Ulrich Schäfer, die Digitalisierung. Jetzt haben sie das Buch „Deutschland digital“ vorgelegt, das auch als Gebrauchsanweisung verstanden werden kann, wie Deutschland den Wettkampf gegen die USA auf diesem Gebiet gewinnt. Die beiden Autoren sind durchs Silicon Valley gereist und zeigen auf, wo Deutschlands Vorteile liegen. Im Gespräch mit dem Mediendienst kress.de glaubt Ulrich Schäfer allerdings, dass der Versuch, ein europäisches Facebook oder Google nachzubauen, zum Scheitern verurteilt ist: „Dafür ist es in der Tat zu spät. Das können wir nicht aufholen.“ Für Schäfer gehört die Medienbranche zu den Ersten, die den Wandel erlebt und zum Teil „sogar schon hinter sich“ gebracht habe. Dennoch müssten die Verlage noch viel lernen, so Ulrich Schäfer zu kress.de: „Und auch wir als Journalisten müssen uns anpassen. Es ist die Aufgabe von jedem von uns, seine Texte selbst zu vermarkten. Früher hat das allein der Verlag getan. Heute müssen auch wir als Journalisten, jeder einzelne von uns, unsere Texte über die sozialen Medien in Umlauf bringen. Das wird immer wichtiger und wird unser Arbeiten verändern, vor allem die Beziehung zum Leser.“

Kampf gegen den Terror
Türkei: Kurden bitten Behörden um Befreiung ihrer „gehirngewaschenen“ Kinder

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Diyarbakır (nex) – Die Familien dreier junger Männer aus den türkischen Kurdengebieten haben sich an die türkischen Sicherheitsbehörden mit der Bitte gewandt, ihre Kinder heil nach Hause zu bringen. Die jungen Männer seien von den so genannten „Volksverteidigungseinheiten“ (YPG) im Norden Syriens einer „Gehirnwäsche“ unterzogen worden, erklärten die Eltern der Betroffenen. Der Fall illustriert, wie terroristische Gruppen immer stärker versuchen, Minderjährige zu rekrutieren – und dass die YPG, der syrische Ableger der terroristischen PKK, dabei eine tragende Rolle spielt. Bereits im Vorjahr hatte es in türkischen Kurdenregionen Massenproteste von Familien gegeben, deren Kinder zwischen 13 und 24 Jahren von den terroristischen Gruppen zwangsrekrutiert, verschleppt oder mittels Gehirnwäsche-Praktiken dazu motiviert worden waren, sich dem bewaffneten Kampf in Syrien oder in der Türkei anzuschließen. Als die von der Türkei unterstützten Rebellen der „Freien Syrischen Armee“ (FSA) vor einigen Wochen die Stadt Dscharablus im Norden Syriens von der Terrormiliz IS (Daesh) befreiten und dabei auch Einheiten der YPG ostwärts verdrängten, nahmen sie unter anderem drei türkische Kurden im Alter von 18, 20 und 24 Jahren fest, die in den Reihen des PKK-Ablegers gekämpft hatten. Da einige Anhaltspunkte darauf hindeuten, dass es sich bei ihnen um die Kinder jener kurdischen Eltern aus Bitlis, Diyarbakır und Muş handeln könnte, die sich an die türkischen Behörden gewandt hatten, wollen diese sich nun in Absprache mit den Familien bei der FSA um die Rückführung der Kämpfer in die Türkei bemühen. Auch die Eltern appellierten an die FSA, ihre Kinder der „türkischen Justiz“ zu übergeben. Einer der jungen Männer soll an der Universität von Edirne von mutmaßlichen Rekrutierungsbeauftragten der YPG angesprochen und „bearbeitet“ worden sein. Die Eltern nahmen wahr, wie sich das Verhalten des 24-Jährigen aus Muş verändert hatte und seine Studienerfolge litten.
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Beobachter: “PKK legt Häuser der Kurden in Brand und ermordet ihre Kinder”


Der 18-jährige YPG-Kämpfer war Gymnasiast in Diyarbakır und galt als sehr häuslich und familienverbunden. Eines Tages verschwand er, nachdem er zu Hause das Vieh versorgt hatte. Der dritte junge Mann stand kurz vor der Rekrutierung in die türkische Armee und war auch nie zuvor durch kriminelle oder extremistische Aktivitäten aufgefallen. Die Menschenrechtsorganisation HRW hatte die YPG beschuldigt, Kindersoldaten zu rekrutieren, einige von ihnen sogar unter 15 Jahren. Offiziell hat die YPG in den von ihr kontrollierten Gebieten Syriens alle jungen Menschen ab 16 Jahren zum Zwangsdienst in ihren Reihen beordert.  

Mobiltelefonie
Revolution im Mobilfunk: Bei O2 wird es keine Drosselung mehr geben

München (nex) – Das Unternehmen Telefónica Deutschland, das 2005 den Mobilfunkanbieter O2 übernommen hat, kündigte am Dienstag eine neue Tarifstruktur an. Kern der Reform soll ein Ende der Drosselung des vertraglich vereinbarten LTE-Datenvolumens sein. Auf diese Weise sollen Kunden künftig deutschlandweit mit einer Geschwindigkeit von bis zu einem Megabit pro Sekunde online sein können. Bislang waren lediglich 32 Kilobit pro Sekunde der Standard, sobald ein bestimmtes Datenvolumen überschritten war. Zum Vergleich: Die Übertragung eines YouTube-Videos in Standard-Auflösung erfordert eine Übertragungskapazität von rund 0,5 Mbit/s. Es soll, so Markus Haas, der Chief Operating Officer (COO) von Telefónica Deutschland, für O2-Kunden „kein offline mehr geben“. Die neuen Tarife der Serie „O2 Free“ sollen am 5. Oktober starten und an die Stelle der bisherigen Vertragskundentarife der Serie “ O2 Blue All-in“ treten. Die monatlichen Kosten werden zwischen 25 Euro (1 GB) und 55 Euro (8 GB) liegen. Bestandskunden können die Free-Option für einen monatlichen Mehraufwand von fünf Euro zubuchen. Die Neuregelung soll gewährleisten, dass die Kunden nach wie vor Messaging betreiben, Webseiten besuchen, E-Mails abrufen, Bilder versenden, navigieren und soziale Netzwerke mit normaler Geschwindigkeit nutzen können.      

Bildungsbericht
Türkei: Zahl der Kinderarbeiter nähert sich der Eine-Million-Marke

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Ankara (nex) – Am vergangenen Montag hat für fast 18 Millionen Kinder in der Türkei die Schule angefangen. Aber etwa eine weitere Million Kinder müssen nach Angaben eines neuen Berichts derzeit arbeiten. Nach einem von der türkischen Bildungsgewerkschaft Egitim-Sen veröffentlichten Bildungsbericht für 2015/2016 gibt es etwa eine Million Kinderarbeiter, die zum Einkommen ihrer Familie beitragen müssen. Die Hälfte dieser Kinder wird im Landwirtschaftssektor eingesetzt. Die Zahl der Kinder, die in Häusern arbeiten, wird mit etwa 7.5 Millionen angegeben. Der Bericht zeigt, dass unter Mädchen zwischen 6 und 14 Jahren die Zahl derjenigen, die im Landwirtschaftssektor arbeiten, bei 75 Prozent liegt, während sie im Dienstleistungssektor 16 und im Industriesektor 8 Prozent beträgt. Bei Kinderarbeitern im Alter zwischen 15 und 17 Jahren liegen die Prozentzahlen in den oben genannten Sektoren bei 46, 33 und 22 Prozent. Nach einem weiteren Bericht des UNICEF und dem türkischen Verein „Unterstützung für das Leben“ führt Sanliurfa in der Südosttürkei die Liste der Provinzen mit der höchsten Kinderarbeitsrate an. In 15 Prozent aller Familien in Sanliurfa gibt es mindestens ein Kind, das arbeitet. Es stellte sich ebenfalls heraus, dass eine große Zahl Kinder mit einem Durchschnittsalter von 14 Jahren körperlicher Gewalt und Misshandlungen in der Arbeitsstätte ausgesetzt sind. Etwa 15 Prozent der Kinder in Sanliurfa, die nicht zur Schule gehen, arbeiten 12 bis 14 Stunden pro Tag, heißt es weiter. Ein weiterer Bericht des Forschungsinstituts der Konföderation Revolutionärer Arbeitnehmer der Türkei (DİSK-AR) zeigt, dass im vergangenen Jahr Kinder zwischen 6 und 14 Jahren 28 Stunden in der Woche gearbeitet haben. Bei Kindern zwischen 15 und 17 Jahren betrug die wöchentliche Arbeitszeit 45 Stunden und bei Kindern, die nicht zur Schule gehen, bei 54 Stunden. Der bei DISK für den Energiesektor verantwortliche Gewerkschafter Müslüm Baran erklärte, dass die Bemühungen von Einrichtungen, die Kinderarbeit in der Türkei bekämpften, erfolglos gewesen seien und dass Kinderarbeit in den vergangenen Jahren in den Provinzen Mardin, Gaziantep, Kilis und Sanliurfa infolge der von syrischen Flüchtlingen zur Verfügung gestellten billigen Arbeitskräfte im Landwirtschafts- und Dienstleistungssektor zugenommen habe. In den vergangenen dreieinhalb Jahren haben nach einem Datenbericht des Rates für die Arbeitnehmergesundheit und Arbeitsplatzsicherheit für die Jahre 2013 bis 2016 194 Kinder während der oder auf dem Weg zur Arbeit ihr Leben verloren. Todesursache Nummer eins waren dabei Arbeitswegeunfälle, gefolgt von Vergiftungen, Ersticken, Stürze und Quetschungen. Daten des Statistikinstituts der Türkei (TÜIK) aus dem Jahr 2013 zeigen, dass unter den Kinderarbeitern, die einen Lohn erhalten, 3,4 Prozent Verletzungen erlitten, 34 Prozent unter Erschöpfung litten, ein Drittel nichts zu essen bekamen, 36 Prozent keine freien Tage hatten und 89 Prozent keine bezahlten Urlaubstage hatten.

Türkei
Ankara: Geisteskranker schwingt Messer vor israelischer Botschaft

  Ankara (nex) – Nach Angaben aus türkischen Sicherheitskreisen wurde heute ein Mann beim Versuch, in die israelische Botschaft in Ankara einzudringen, verletzt und festgenommen. Der Mann, der vom Gouverneursamt Ankara als Osman Nuri Caliskan (38) identifiziert wurde, habe angefangen, Slogans zu rufen und ein in Zeitungspapier gewickeltes Messer herumzuschwingen, so die anonyme Quelle weiter. Ein Polizist, der vor der israelischen Botschaft im Distrikt Gaziosmanpasa in Südankara seinen Posten bezogen hatte, eröffnete das Feuer und verletzte den Mann am Bein, nachdem dieser der mehrmaligen Aufforderung der Polizei, seine Waffe niederzulegen, nicht nachgekommen war. Caliskan wurde in das Numune Lehr- und Forschungskrankenhaus Ankara verbracht. Die Straßen im Viertel wurden nach dem Zwischenfall abgesperrt und Spezialisten der Polizei trafen ein. Die Ermittlungen wurden eingeleitet. Das Gouverneursamt teilte in einer Erklärung mit, dass Caliskan keine Verbindung zu Terrororganisationen habe und sein Auftreten jedoch eine Geisteskrankheit vermuten lasse. Der Sprecher des israelischen Außenministeriums Emmanuel Nahshon bestätigte in einer Erklärung, dass auf die mit dem Messer wedelnde Person geschossen worden sei, bevor dieser das Botschaftstor habe erreichen können. Die israelische Botschaft in Ankara teilte in einer Erklärung mit, dass der Festgenommene versucht habe, einen türkischen Polizisten mit dem Messer anzugreifen. Es gebe keine Todesopfer oder Verletzten, und das Botschaftspersonal sei wohlauf, heißt es weiter. „Die Botschaft vertraut den türkischen Behörden, die den Zwischenfall untersuchen und in der Sache ermitteln.“

Paragraph 86a
AfD-Spitzenkandidat im Saarland handelt mit Hakenkreuzorden und „KZ-Geld“

Hamburg (ots) – Rudolf Müller, Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl im Saarland, vertreibt in seinem Laden in Saarbrücken Geld aus Konzentrationslagern der Nationalsozialisten. Das berichten der stern und das ARD-Magazin „Panorama“ nach gemeinsamen Recherchen. Müller hat in seinem Antiquitätengeschäft Scheine aus Theresienstadt im Angebot. Historiker nennen derlei Währung „Lagergeld“, Müller selbst bietet sie als „KZ-Geld“ an. Außerdem verkauft der AfD-Landesvorstand Müller in seinem Geschäft Orden aus der NS-Zeit mit Hakenkreuzen. Anders als der Handel mit Lagergeld ist dies in Deutschland laut Strafgesetzbuch, Paragraph 86a, nicht erlaubt. Der stern schickte einen Testkäufer in das Geschäft des 65-Jährigen, dieser erwarb von Müller Lagergeld und einen Orden aus dem Jahr 1939 mit einem Hakenkreuz drauf. Einige Tage später verkaufte Müller einem Mann, der den Laden für das ARD-Magazin „Panorama“ besuchte, einen anderen Hakenkreuzorden und ebenfalls Lagergeld. Fragen des stern zu seinen Geschäften mit NS-Devotionalien ließ Müller unbeantwortet. Gegenüber „Panorama“ behauptete er, nicht gewusst zu haben, dass er mit seinen Geschäften gegen das Gesetz verstoße. Gleichzeitig gestand Müller ein, der Handel mit Hakenkreuzorden zieme sich für einen Spitzenkandidaten der AfD nicht. Die Franzosen und Amerikaner seien aber wild darauf. Vom stern generell auf Geschäfte mit Lagergeld und Hakenkreuzorden angesprochen, sagte Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland: „Mit Gegenständen aus Konzentrationslagern sollten keine Geschäfte und erst recht kein Profit gemacht werden. Das ist respektlos gegenüber den Millionen Menschen, die im KZ gelitten haben und dort ermordet wurden. Solche Dinge gehören in Museen und Gedenkstätten.“ Die AfD im Saarland wurde zuletzt vom Bundesvorstand der Partei aufgelöst, nachdem der stern Kontakte der beiden Landesvorsitzenden Josef Dörr und Lutz Hecker zu Neonazis enthüllt hatte. Der Landesvorstand erhob erfolgreich Einspruch gegen die Auflösung und darf einstweilig weiterarbeiten. Nachdem der AfD-Bundesparteitag für eine Auflösung gestimmt hat, hat nun das Bundesschiedsgericht der Partei das letzte Wort

"Brad Pitt war 2. Wahl"
Aus für „Brangelina“: Waren Brads Alkoholexzesse schuld oder Angelinas alte Gefühle?

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Los Angeles (nex) – Aus für eine der am stärksten im Fokus der Öffentlichkeit stehenden Promiehen: Nach elf Jahren wollen die Hollywood-Schauspieler Angelina Jolie (41) und Brad Pitt (52) getrennte Wege gehen. Jolie soll die Scheidung eingereicht und das Sorgerecht für alle sechs Kinder beantragt haben, die aus der Ehe hervorgingen oder adoptiert wurden. Grund für die Trennung sollen „unüberbrückbare Differenzen“ zwischen den beiden Eltern gewesen sein. Pitt soll die Kinder nicht so erzogen haben, wie seine Ehegattin es wollte. Das Fachblatt „Gala“ schreibt zudem, der Schauspieler habe zu viel Marihuana geraucht, Alkohol getrunken und sei in weiterer Folge aggressiv geworden. Jolie will darin eine Gefahr für die Kinder erblickt haben. Der Schauspieler wird im Magazin „People“ mit der Aussage zitiert: „Ich bin sehr traurig darüber, aber was am meisten zählt, ist das Wohlbefinden unserer Kinder. Ich bitte die Presse darum, ihnen den Raum zu geben, den sie in dieser schwierigen Zeit brauchen.“ Das Paar soll sich bereits am 15. September getrennt haben. Pitt und Jolie hatten erst im August 2014 geheiratet, hatten aber zuvor über mehr als elf Jahre eine Beziehung geführt. Diese soll jedoch, wie einige Blogger behaupten, von Beginn an unter keinem guten Stern gestanden haben. Angeblich soll es, bevor Pitt und Jolie einander nähergekommen waren, eine Romanze mit Schauspielerkollegen Colin Farrell gegeben haben, die jedoch an dessen mangelndem Bindungswillen sowie Einweisung in eine Drogenentzugsklinik gescheitert sein soll. Brad Pitt soll demnach lediglich die „zweite Wahl“ gewesen sein.

Flüchtlingspolitik
Niedersachsen verzichtet auf Wohnsitzauflage für Flüchtlinge

Osnabrück (ots) – Niedersachsen verzichtet auf Anwendung der Wohnsitzauflage für Flüchtlinge mit anerkanntem Asylanspruch. Das berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung unter Berufung auf das niedersächsische Innenministerium. Demnach verschickte das Innenministerium am Dienstag einen entsprechenden Erlass an die Ausländerbehörden des Landes. Damit dürfen die Menschen ihren Wohnort nach Anerkennung des Asylantrags – anders als in Baden-Württemberg oder Bayern – in Niedersachsen frei wählen. Auch Rheinland-Pfalz lehnt die Wohnsitzauflage ab. Andere Bundesländer streiten noch um die Umsetzung. Die niedersächsischen Grünen begrüßten den Schritt: Es sei ein Irrweg, geflüchteten Menschen einen Wohnort zuzuordnen, sagte Fraktionschefin Anja Piel: „Die Wohnsitzauflage wäre ein Bürokratiemonster. Wir Grüne haben uns zu Recht gegen dieses nicht zielführende Instrument gestemmt. Ich danke insbesondere den kommunalen Spitzenverbänden für ihre Unterstützung“, sagte Piel. Die Wohnsitzauflage ist Teil des Integrationsgesetzes des Bundes, welches Anfang August in Kraft getreten war. Sie erlaubt es den Ländern, anerkannten Flüchtlingen einen Wohnort zuzuweisen, sofern sie nicht anderswo Arbeit oder Ausbildung finden. Damit soll vor allem verhindert werden, dass durch den Zuzug von Menschen bestimmter Herkunft in Großstädten Parallelgesellschaften und soziale Brennpunkte entstehen. Die Grünen-Politikerin Piel sieht in der Auflage hingegen einen „echten Integrationsblocker“: „Er gibt den Menschen das Gefühl, nicht selbst über ihr Leben bestimmen zu können. Zudem erschwert eine solche Auflage den Zugang zu Arbeit und Qualifikation. Im allerschlimmsten Fall werden Familien und Freundschaften zerrissen“, sagte Piel.

Befugnisse zur Online-Durchsuchung
BKA will gesetzliche Kooperationspflicht für WhatsApp und Co

Düsseldorf (ots/nex) – Während man in Deutschland von anderen Ländern wie der Türkei eine Lockerung der Anti-Terror-Gesetze fordert, will das BKA angesichts zunehmender kryptierter Kommunikation von Terrorverdächtigen eine gesetzliche Kooperationspflicht für WhatsApp und andere Provider verlangen. „WhatsApp zu nutzen ist einfach, WhatsApp zu überwachen ist für uns eine besondere Herausforderung“ sagte BKA-Chef Holger Münch der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. „Es würde uns im nationalen Recht schon helfen, wenn die Anbieter von Telemediendiensten genauso wie in der klassischen Telekommunikation verpflichtet wären, Bestandsdaten vorzuhalten und auskunftspflichtig zu sein“, unterstrich Münch. Der BKA-Chef regte auch eine Erweiterung der Befugnisse zur Online-Durchsuchung an. Diese sei zur Gefahrenabwehr ausdrücklich erlaubt, nicht jedoch zur Strafverfolgung. „Hier wünschte ich mir auch eine klare Regelung für den Bereich der Strafverfolgung“, erklärte Münch, der Staat müsse eine „schlagkräftige Strafverfolgung gewährleisten“.

kabel eins Doku
Neuer TV-Sender: „Wir wollen Deutschlands bester Doku-Channel werden“

Neuer TV-Sender kabel eins Doku startet am Donnerstag, 22. September 2016
Unterföhring (ots) – Rund um die Uhr Dokumentationen und Reportagen unterschiedlichster Programmfarben, international erfolgreiche Formate in deutscher Erstausstrahlung und ein eigenproduziertes Magazin: kabel eins Doku, der neue Free-TV-Sender von ProSiebenSat.1, startet am Donnerstag, 22. September 2016, mit einem einzigartigen Angebot. „kabel eins Doku zeigt die ganze Welt der Dokumentationen – von Geschichte über Real Crime bis zu Natur und Technik“, erklärt Senderchef Thorsten Pütsch. „Wir wollen Deutschlands bester Doku-Channel werden.“ Exklusives Programm: Für das laufende Jahr erwarb der Sender über 630 Stunden neues Lizenz-Programm, davon rund 75 Prozent Free-TV-Premieren und deutsche Erstausstrahlungen. Am ersten Sendetag von kabel eins Doku feiert die Doku-Reihe „Der Wilde Westen – Die wahre Geschichte“ von und mit Hollywood-Legende Robert Redford um 20:15 Uhr Deutschland-Premiere. Weiteres Start-Highlight: das mit vier Emmys ausgezeichnete Format „Anthony Bourdain – Kulinarische Abenteuer“. „Das Doku Magazin – täglich mehr verstehen“ bildet die ganze Themenvielfalt des neuen Doku-Channels in einer Sendung ab. Das von Annika de Buhr moderierte Format greift aktuelle Themen aus Gesellschaft, Geschichte und Wissenschaft auf, um sie dokumentarisch aufzuarbeiten – fünf Mal die Woche kompakt in einer Stunde. Verbreitung über alle Wege: kabel eins Doku geht mit einer technischen Reichweite von rund 80 Prozent on Air. Die Zuschauer können den neuen Doku-Channel über alle relevanten Verbreitungswege – über Satellit, digitales Kabel und IPTV – sowie im Internet bei kabeleinsdoku.de und via sendereigener App bundesweit kostenlos und unverschlüsselt sehen.
(Foto: obs/kabel eins)
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