Sachsen-Anhalt
Gutachten-Affäre: „Kenia“-Koalition will AfD-Antrag erweitern

Halle (ots) – Sachsen-Anhalts schwarz-rot-grüne Regierungskoalition will den von der AfD beantragten Untersuchungsausschuss zur Gutachten-Affäre erweitern – und keinen eigenen Antrag stellen, was in der Konsequenz zu einem zweiten Ausschuss geführt hätte. Das berichtet die Mitteldeutsche Zeitung. In der kommenden Landtagssitzung soll über einen entsprechenden Änderungsantrag entschieden werden, sagte CDU-Fraktionschef Siegfried Borgwardt am Donnerstag der Zeitung. Grünen-Geschäftsführer Sebastian Striegel zufolge sollen alle Vorgänge untersucht werden, nicht nur die des Finanzministeriums. Darauf konzentriert sich bisher der Antrag der AfD. In der Gutachten-Affäre geht es um millionenschwere Beraterverträge, die teilweise am Parlament vorbei vergeben worden sein sollen. Das hatte vor allem das Klima zwischen den Koalitionspartnern CDU und SPD belastet.

450 Kilogramm Gewicht
Türkei: Wissenschaftler fangen weltgrößten Stechrochen

Urla (nex) – Türkische Wissenschaftler haben am gestrigen Mittwoch an der Küste der westtürkischen Provinz Izmir den bislang größten registrierten Gewöhnlichen Stechrochen (Dasyatis pastinaca) entdeckt. Das Tier mit einem Gewicht von 450 Kilogramm und einer Spannweite von 2,21 Metern habe acht Jungen zur Welt gebracht, nachdem er an Bord eines Bootes im Distrikt Cesme gebracht worden sei, berichtete Ilker Aydin, Lektor am Fachbereich Aquakultur der Ege-Universität, der Nachrichtenagentur Anadolu. Aydin erklärte, dass der riesige Stechrochen in 100 Metern Tiefe mit dem Netz gefangen worden sei und sein Team Schwierigkeiten gehabt habe, das Tier wegen seiner massiven Größe auf das Boot zu schleppen. Als das Tier zur Geschlechtsbestimmung angehoben worden sei, so Aydin weiter, stellte das Team fest, dass es sich im Geburtsvorgang befand. „Die Länge des größten Dasyatis pastinaca, der bisher gesehen wurde, betrug 1,41 Meter“, erklärte Aydin. „Das war eine große Überraschung für uns. Es war faszinierend, der Geburt beizuwohnen und ihr zu helfen“, fügte er hinzu. Laut Aydin hat sein Team den Gemeinen Stechrochen und seine acht Jungen nach dem Messen wieder ins Wasser gelassen.

Humanitäres Engagement
Rekord: Facebook-Chef Zuckerberg will drei Milliarden US-Dollar spenden

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San Francisco (nex) – Der Gründer des weltgrößten sozialen Netzwerks Facebook, Mark Zuckerberg, hat zusammen mit seiner Frau Priscilla Chan am Mittwoch eine Großspende angekündigt. Innerhalb der kommenden zehn Jahre will Zuckerberg mit einer Spende von insgesamt drei Milliarden US-Dollar an ein Forschungsprojekt spenden, das Krankheiten ausrotten soll. Als Leiterin des Projekts ist die Genetikerin und Neurowissenschaftlerin Cori Bargmann vorgesehen. Der Unternehmer sprach in diesem Zusammenhang von einer „Neuauflage des amerikanischen Traumes“. Bereits im Vorjahr hatten der Multimilliardär und seine Frau anlässlich der Geburt ihrer Tochter angekündigt, 99 Prozent ihrer Anteile am Netzwerk Facebook für wohltätige Zwecke spenden zu wollen. Neben der Gesundheitsforschung solle in diesem Zusammenhang auch der Bildung ein wesentliches Augenmerk zukommen. Zuckerberg soll über ein Vermögen von mehr als 56 Milliarden US-Dollar verfügen, wobei Facebook-Aktien den größten Teil davon ausmachen.  

Internet
Plage der Kommentarbereiche: YouTube sagt Trollen den Kampf an

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Internet: YouTube will „Heroes“ aus der Community gegen Trolle mobilisieren Sacramento (nex) – Die Online-Plattform YouTube will künftig mithilfe so genannter „Heroes“ aus der Community gegen Hasskommentare und Trolle vorgehen sowie das Hör- und Seherlebnis verbessern. Teilnehmer des Projekts sollen künftig Clips melden, die gegen die Richtlinien verstoßen, Videos mit Untertiteln und im Youtube-Forum als Ansprechpartner für Fragen zur Verfügung stehen. Geld gibt es dafür nicht, aber immerhin ein Punktesystem, das es den freiwilligen Helfern ermöglicht, neue Levels zu erklimmen und in weiterer Folge Belohnungen dafür zu erlangen. Diese können unter anderem in der Teilnahme an Workshops oder virtuellen Führungen durch den Arbeitsalltag im Unternehmen bestehen. Auch sollen besonders verdiente „Heroes“ YouTube-Produktveröffentlichungen neue Youtube-Produktveröffentlichungen schon im Voraus sehen dürfen. Beim Ankündigungsvideo hat es das Unternehmen aus dem kalifornischen San Bruno jedoch fürs Erste vorgezogen, den potenziellen Kandidaten eine Aufgabe selbst abzunehmen: Auf Grund der durchaus uneinheitlichen Haltung der Nutzer zu der geplanten Neuerung wurden die Kommentare dazu vollständig deaktiviert. Als Troll bezeichnet man im Netzjargon eine Person, welche Kommunikation im Internet fortwährend und auf destruktive Weise dadurch behindert, dass sie Beiträge verfasst, die sich auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken und keinen sachbezogenen und konstruktiven Beitrag zur Diskussion enthalten. Dies erfolgt mit der Motivation, eine Reaktion der anderen Teilnehmer zu erreichen. In darauf bezogenen Bildern wird oft der aus der Mythologie bekannteTroll dargestellt. Ein im Englischen gelegentlich gebrauchtes Synonym ist twit (engl.: Dummkopf). Die zugehörige Tätigkeit wird „trollen“ genannt.[1] (wikipedia)
(Foto: wikimedia)

Türkische-russische Beziehungen
Moskau: Präsident Erdogan gratuliert Putin zum Wahlsieg

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Dortmund (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan gratulierte am gestrigen Mittwoch seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin telefonisch zum großen Sieg seiner Partei bei den am vergangenen Sonntag stattgefundenen Parlamentswahlen.

Nach Angaben der Pressestelle des Kreml erörterten die beiden Staatschefs auch die russisch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen sowie die neuesten Entwicklungen in Syrien. Wie die Zentrale Wahlkommission am vergangenen Montag mitteilte, errang die größte, putinnahe Partei bei den nationalen Parlamentswahlen drei Viertel aller Sitze und trug somit einen überwältigenden Sieg davon.

Nach Auszählung von 93 Prozent aller Stimmen kommt die Partei Geeintes Russland auf 343 der insgesamt 450 Sitze in der Staatsduma, der ersten Kammer des Parlaments, erklärte die Sprecherin der Zentralen Wahlkommission Ella Pamfilowa. Sie erwarte keine nennenswerte Änderung an den Ergebnissen, wenn die Auszählung der Stimmen am morgigen Freitag beendet sei.


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Kommentar
Mutter erlaubt Vergewaltigung ihrer 6-jährigen Tochter und erhält Bewährungsstrafe

Säkular-humanistisches „Anything goes“ hat Monster wie in Landshut geboren Ein Gastbeitrag von Yonca Yalaz Nach solchen schockierenden Meldungen habe ich wirklich ein immer größeres Verständnis für die Wut, die sich bei den Menschen in Deutschland angestaut hat und sich deshalb auch neue Bewegungen und Parteien zu formieren scheinen. Für die Wut, die sich gegen die Eliten in Deutschland und Europa richtet, gegen Politiker, Medien und auch Leute wie jene Richter, die am Mittwoch in Landshut eine Mutter mit einer Bewährungsstrafe davonkommen ließen, die ihrem neuen Lover ihr sechsjähriges Kind mehrfach zum sexuellen Missbrauch überlassen haben soll. Die Mutter war sogar mit anwesend, als ihr, wie man es heute nennt, Lebensabschnittspartner über ihr eigenes Kind herfiel. Die Taten wurden sogar gefilmt. Dass das Kind zuvor durch Baldrian betäubt wurde und deshalb von den Übergriffen nichts mitbekam, wertete das Gericht als strafmildernd. Ob das Kind bei der Mutter belassen wurde, geht aus den bislang zugänglichen Presseberichten nicht hervor. Mich würde es nicht wundern. Es geht nicht um Einwanderer, es sind keine so genannten „religiösen Fundamentalisten“, es sind nur ganz normale Asoziale, die einen „fortschrittlichen“ Lebensstil, wie sie ihn aus ihrem Umfeld und aus dem Fernsehen kennen, für eine Normalität halten. In solchen Fällen schauen Jugendämter gerne erst dann hin, wenn es zu spät ist. Stattdessen dürfen wir in den Medien lesen, dass die Türkei „den Kindesmissbrauch legalisieren“ wolle, sobald das Verfassungsgericht beim Gesetzgeber eine Differenzierung in der Strafandrohung fordert zwischen sexuellen Kontakten unter Teenagern – von denen ich im Unterschied zur öffentlichen Meinung in Deutschland nicht der Meinung bin, diese „gehören als notwendige Erfahrungen dazu“ – und Missbrauchsfällen wie jenem in Landshut. Stattdessen dürfen sich Muslime darüber belehren lassen, dass sie einerseits einen „offeneren Umgang mit der Sexualität“ praktizieren sollen, andererseits aber an „Kinderehen“ und alkoholisierten Antänzern auf der Domplatte schuld wären. Und stattdessen werden schon Kindergartenkinder einer Gehirnwäsche dahingehend ausgesetzt, dass irgendwelche Alleinerzieher- oder Patchwork-Konstrukte, homo-, bi- oder was weiß ich noch an Kopulationsgemeinschaften und vieles mehr der ach so „spießigen“ traditionellen Familie zumindest gleichwertig, wenn nicht gar sogar überlegen wären und der Niedergang intakter Familien im Sperrfeuer von „Selbstverwirklichung“, „sexueller Freiheit“, „Individualismus“ und „Emanzipation“ kein Ausdruck einer Degeneration, sondern ein „Fortschritt“ wäre. Nun, wenn „Kinderehen“ unter syrischen Flüchtlingen oder junge Männer, die aus muslimischen Milieus kommen und Frauen belästigen, ein Problem sind, das die gesamte muslimische Community dazu bewegen sollen, sich selbst zu hinterfragen, dann sind auch Fälle wie jene in Landshut ein dringlicher Anlass für die „säkular-humanistische“ Mehrheitskultur, ihre lange gepflegten Dogmen und Gewissheiten in Frage zu stellen. Möglicherweise war es doch keine so glorreiche Idee, die „bürgerliche Kleinfamilie“ zu „dekonstruieren“ und dem Modell der von staatlichen Transferleistungen abhängigen Welfare Queen den Vorzug, die offiziell als „alleinerziehend“ gilt, aber sich tatsächlich mit stetig wechselnden Partnern und RTL den Tag vertreibt, während sie ihre Kinder dem „Step Risk“ und potenziellen Missbrauchsmonstern aussetzt. Wenn nun der Einwand kommt, dass es Missbrauch auch in traditionellen Familien gäbe: Ja, gibt es. Aber es gibt auch ausreichend Studien, dass die traditionelle Familie mit leiblichen Eltern immer noch der Ort ist, an dem Kinder mit Abstand am sichersten sind. Möglicherweise war es auch keine so glorreiche Idee, die viel gescholtenen „alten Werte“, die durch Familie, Religion und nationale Überlieferung über die Generationen hinweg weitergegeben wurden und auf die man als Gemeinschaft noch geachtet hatte, durch den Dreck zu ziehen. Das gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass man offenbar nicht in der Lage war, etwas Besseres an deren Stelle zu setzen. Und nein: Der seitdem verbreitete Hedonismus, atomisierte Hyperindividualismus und Kult des eigenen Egos und dessen Lustgewinns ist definitiv nichts Besseres. Vor allem: Hört auf, uns in die Tasche zu lügen! Wer wie die linksliberalen, kulturmarxistischen westeuropäischen Eliten Werte, die eine Gesellschaft zusammenhalten, mutwillig zerstört hat, um nicht im Kult des eigenen Egos und der eigenen „Selbstverwirklichung“ um jeden Preis gestört zu werden, braucht nicht von anderen zu verlangen, dass diese die eigenen respektieren. Euer „anything goes“ ist es, das uns in einen Abgrund geführt hat, in dem perverseste Verbrechen an den Wehrlosesten zur Normalität geworden sind und von Gerichten mit Bewährung bedacht werden. Vor allem ist das, was in Landshut passiert ist, der logische Endpunkt der Entwicklung einer Gesellschaft, in der die Angst, als „spießig“ zu gelten, größer ist als der Wille, das Recht von Kindern auf eine intakte Kindheit zu verteidigen. Niemand schuldet aber einem Land oder einer Gesellschaft Loyalität, die an allen Ecken und Enden kaputt ist.    

"Starke Beweise für Beteiligung"
Griechenland gewährt türkischen Putschisten kein Asyl

Dortmund (nex) – Wie ein Vertreter der griechischen Regierung der Nachrichtenagentur Anadolu mitteilte, soll dreien der insgesamt acht Putschisten, die nach dem vereitelten Putschversuch vom 15. Juli nach Griechenland geflohen waren, kein Asyl gewährt werden. Nach Angaben des Regierungsvertreters, der anonym bleiben möchte, hätten zwei der Soldaten es abgelehnt, mit den griechischen Behörden zusammenzuarbeiten. Die Beweise für die Beteiligung eines der Soldaten an dem Putschversuch seien stark, so die Quelle weiter. Eine Entscheidung über das Schicksal der fünf weiteren Soldaten wird in naher Zukunft erwartet. Alle acht Soldaten hätten das Recht, Berufung gegen die Entscheidung in zweiter Instanz und vor europäischen Gerichten einzulegen, so die Quelle weiter. Der Fall der asylsuchenden Putschisten wurde am 27. Juli um fast einen Monat verschoben, um der Verteidigung mehr Zeit zur Bearbeitung der Fälle einzuräumen. Am 19. August wurde die Verhandlung mit eidesstattlichen Aussagen der Soldaten wiederaufgenommen. Die türkischen Soldaten waren wenige Stunden nach dem vereitelten Putschversuch in der Türkei, bei dem 242 Menschen starben und mehr als 2.200 verletzt wurden, nach Griechenland geflohen. Sie landeten im nordgriechischen Alexandroupolis an Bord eines entführten Black Hawk Hubschraubers und ersuchten sofort Asyl. Sie behaupteten, ihr Leben wäre bei einer Rückkehr in ihr Heimatland in Gefahr. Die türkische Regierung hat offiziell die Auslieferung der acht Soldaten unter der Zusicherung eines fairen Prozesses beantragt. Der Verteidiger der Soldaten, Stavroula Tomara, hat wiederholt gegenüber den griechischen Medien erklärt, dass die mutmaßlichen Putschsoldaten Angst hätten, gefoltert zu werden und ihre Familien im Falle ihrer Rückkehr in die Türkei.

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Vertragsverlängerung
Bayern München: Mega-Angebot für Lewandowski

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Dortmund (nex) – Die Torschützenliste bei der Bundesliga führt Robert Lewandowski mit fünf Treffern bereits an. Vor zwei Jahren erst kam der Kicker aus Dortmund zum FC-Bayern. In dieser Zeit hat er sich als Top-Torjäger des bayerischen Rekordmeisters einen Namen gemacht. Jetzt könnte Lewandowski mit einem neuen Vertrag auch an die Spitze der Top-Verdiener-Liste gelangen – noch vor Müller. Der FC Bayern-München will den polnischen Nationalstürmer gern behalten und seinen Vertrag auch über 2019 hinaus verlängern. Ein entsprechendes Angebot des Klubs liegt dem 28-Jährigen bereits vor, so die „Sport Bild“ am Mittwoch. Müllers geschätztes Jahresgehalt liegt bei 15 Mio. Euro. Lewandowskis momentaner Marktwert liegt bei 75 Mio Euro. Eine Spitzenposition auf der Top-Verdiener-Liste wäre ihm dabei ebenso sicher wie weitere Jahre im Ancelotti-Kader. Er würde damit den bisherigen Spitzenreiter Müller verdrängen, der aktuell der Fußballer mit dem höchsten Einkommen ist. Ob FC Arsenal, Paris St. Germanin oder Real Madrid, viele europäische Spitzenvereine sollen in den vergangenen Monaten Interesse an dem polnischen Stürmer gehabt haben. „Lewandowski ist der beste Stürmer, den es gibt, auch technisch trotz seiner Größe. Von Lewandowski versuche ich mir viel abzugucken, ich versäume kein Spiel von ihm, versuche aus seinen Bewegungen viel zu lernen“, so Real Madrid-Star Álvaro Morata im „Sport-Bild“-Interview.

Mordfall Wunderlich
Nach 29 Jahren: DNA überführt DDR-Mörder

Von Peter Z. Ziegler  Berlin (BZZ/nex) – Jahrzehnte suchte die Polizei nach dem Mörder einer  jungen Frau. Erst zwei Jahre in der DDR, nach der Wende im Freistaat Sachsen. Jetzt wurde der Unhold gefunden und wird angeklagt. Modernste Gerichtsmedizin und ein engagierter Kriminalist haben ihn überführt. Seine DNA am Büstenhalter der Ermordeten hat ihn verraten. Die Lösung im Mordfall Heike Wunderlich rückt näher. Die Staatsanwaltschaft Zwickau hat in dem DDR-Uralt-Fall jetzt Anklage gegen Helmut S. (60) erhoben. Er sei dringend verdächtig, die damals 18-Jährige 1987 bei Plauen in Sachsen vergewaltigt und danach erdrosselt zu haben. Er war einer der spektakulärsten Mordfälle der DDR und bis voriges Jahr ungeklärt: Ein Grenzsoldat hatte die tote und fast nackte Heike Wunderlich am 10. April 1987 im Unterholz des Voigtsgrüner Waldes entdeckt. Neben ihr lag ihr Moped. Die junge Frau aus Altensalz, die als Strickerin im VEB Plauener Gardine arbeitete, war in der Nacht zuvor missbraucht und getötet worden. Außerdem fehlte ihr Monatslohn über 700 Ostmark. Jahrzehnte suchte die Polizei nach dem Mörder der jungen Frau. Es gab immer wieder DNA-Tests, sogar eine Massenspeichelprobe unter Plauener Männern. Ohne Erfolg.Doch der Zwickauer Kriminalist Enrico Petzold (47) ließ nicht locker, schickte die nach dem Mord sichergestellte Kleidung der Toten erneut zur Untersuchung ins Kriminaltechnische Institut nach Dresden. Ein Abgleich mit der Datenbank führte zu Helmut S. Der war wegen einer Körperverletzung und anderen Delikten in der Datenbank gespeichert. S. hatte zur Tatzeit in Plauen gelebt, wohnt seit Jahren in Gera. Bisher bestreitet der Verdächtige, etwas mit dem Mord an Heike Wunderlich zu tun zu haben. Aber Staatsanwältin Ines Leonhardt (44) ist sicher: „Wir können ihm die Tat nachweisen anhand der gefundenen Spuren und weiterer Indizien.“ So befanden sich DNA-Spuren von Helmut S. am BH-Träger von Heike Wunderlich. Mit diesem Kleidungsstück wurde sie erdrosselt.    

Israel
Bericht: 2016 bereits 103 Palästinenser von israelischen Sicherheitskräften getötet

Dortmund (nex) – Wie auf der Webseite der palästinensischen Nonprofit-Organisation für Medienbeobachtung Middle East Monitor (MEMO) zu lesen ist, berichtete die palästinensische Tageszeitung Quds Press am vergangenen Montag, dass seit Beginn des Jahres 2016 103 Palästinenser von israelischen Sicherheitskräften getötet worden seien. Der 16-jährige Issa Tarayrah sei das 103. Opfer, das in diesem Jahr erschossen worden sei. Somit sei die Zahl der seit dem Beginn der so genannten Intifada von Jerusalem getöteten Menschen auf 248 gestiegen, so MEMO weiter. Tarayrah wurde in Hebron im Westjordanland getötet. Mit seinem Tod steige die Zahl der allein in dieser Stadt getöteten Palästinenser auf 77, einschließlich 47 Hinrichtungen. Vier der Toten hätten von der Familie Tarayrah gestammt. 59 der insgesamt 248 getöteten Palästinenser seien unter 18 Jahre gewesen. Unter ihnen habe sich auch ein dreijähriges Kind befunden, das bei einem Luftschlag am 11. Oktober 2015 ums Leben gekommen sei und ein vier Monate altes Baby, das am 30. Oktober 2015 in der Nähe von Jerusalem getötet worden sei.

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