Kampf gegen den Terror
Somalia: Türkische Armee soll über 10.000 Soldaten ausbilden
Dortmund (nex) – Die Türkei hat ihre erste Militärbasis in Afrika, der somalischen Hauptstadt Mogadischu, fertiggestellt. Türkische Militäroffiziere werden auf dem Stützpunkt somalische Soldaten und Truppeneinheiten für ihren Kampf gegen die Terrororganisation Al-Shabaab trainieren. Die Basis wird in naher Zukunft betriebsbereit sein. Dies geht aus einer Mitteilung der türkischen Streitkräfte hervor.
Der von den Vereinten Nationen genehmigte Stützpunkt ist die zweite militärische Liegenschaft der Türkei. Die erste Basis war im vergangenen April in Katar im Rahmen eines Sicherheitsabkommens gegen Bedrohungen beider Länder errichtet worden. Etwa 200 türkische Militäroffiziere sollen im ersten Schritt zum Stützpunkt in Somalia zur Ausbildung von 10.500 somalischen Soldaten entsandt werden.
Die Türkei leistet Somalia seit fünf Jahren mit dem Ziel militärischer und finanzieller Kooperation zwischen den beiden Regierungen militärische Unterstützung. Des Weiteren hat die Türkei dem afrikanischen Staat mit der größten Hilfsaktion für das Land über 400 Millionen US-Dollar in dessen Kampf gegen Hunger zur Verfügung gestellt.
Kartell-Prüfung
Monopolkommission erwartet Hürden bei Bayer/Monsanto-Übernahme
Düsseldorf (ots) – Der Chef der Monopolkommission, Achim Wambach, erwartet eine langwierige Kartell-Prüfung bei Bayer/Monsanto.
„Die Behörden werden genau prüfen, ob die Fusion eine marktverschließende Wirkung hat. Da viele Länder und viele Produkte wie Reis-, Mais- und Soja-Saatgut betroffen sind, dürfte dies viele Monate dauern. Es ist gut möglich, dass die Fusion nur unter Auflagen genehmigt wird und Bayer/Monsanto Beteiligungen verkaufen müssen“, sagte Wambach der „Rheinischen Post“.
Weiter gab er zu bedenken: „Durch die Fusion von Dow und Dupont verschieben sich die Gewichte auf dem globalen Chemiemarkt, das werden die Kartellbehörden sicher berücksichtigen. Das muss aber nicht zwingend heißen, dass die Genehmigungs-Chancen für Bayer und Monsanto schwinden.“
Islamfeindlichkeit
Türkei fordert von Deutschland Maßnahmen gegen islamfeindliche Gewalt
Türkei: Parlamentarische Menschenrechtskommission fordert von Deutschland effektivere Maßnahmen gegen islamfeindliche Gewalt
Berlin (nex) – In Anbetracht der Zunahme von Anschlägen auf Moscheen und Übergriffe auf Muslime in Deutschland rief der Vorsitzende des Menschenrechtskomitees der türkischen Großen Nationalversammlung, Mustafa Yeneroğlu, Berlin zu Präventionsmaßnahmen gegen fremden- und islamfeindliche Übergriffe auf.
In einer Stellungnahme betonte Yeneroğlu, es sei eine wichtige Aufgabe der Sicherheitsbehörde, die muslimische Community in Deutschland vor rassistischen Attacken zu beschützen sowie Sicherheit, Recht und Ordnung in Deutschland zu gewährleisten. Rassistische und islamfeindliche Übergriffe auf islamische Einrichtungen sollen verhindert werden.
Die Erklärung kam vor dem Hintergrund der jüngsten Brandanschläge auf Moscheen in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden und im Bundesland Hessen. Dies wären nur die jüngsten Ereignisse in einer Serie zunehmend häufiger islamfeindlicher Angriffe, die von körperlichen Übergriffen auf Musliminnen im Alltag über Schweineköpfe bis hin zu Molotow-Cocktails reichen.
Das türkische parlamentarische Komitee hat zwischen 2001 und 2014 in Deutschland 297 Übergriffe auf Moscheen gezählt, die meisten davon waren türkische. Die meisten Angriffe auf Moscheen erführen keine überregionale Aufmerksamkeit in den Medien, erklärte Yeneroğlu. Der deutschen Bundesregierung zufolge habe es in diesem Jahr allein im Zeitraum zwischen April und Juni 14 Anschläge auf Moscheen gegeben.
Politisch motivierte Übergriffe kommen teils aus den Reihen der extremen Rechten, bisweilen aber auch aus jenen der terroristischen PKK und möglicherweise auch aus linksextremen Zusammenhängen. Zu dem jüngsten Anschlag in Dresden haben sich in einer mittlerweile gelöschten Botschaften Personen bekannt, die angegeben hatten, aus linksextremen Motiven versucht zu haben, das Feuer an der Moschee in Dresden zu legen. Die Aufklärungsquote solcher Taten sei gering, was, so Yeneroğlu, den Eindruck vermittle, die Anschläge würden „nicht gründlich untersucht“.
Dass sich die Bundesanwaltschaft nicht in die Ermittlungen eingeschaltet habe, habe die Hoffnung auf Aufklärung der Verbrechen gedämpft und „ebnet leider auch neuen Angriffen den Weg“.
Kampf gegen den Terror
Türkei: Erneut kurdische Dorfschützer PKK-Terror zum Opfer gefallen
Istanbul (nex) – Bei einem Terroranschlag der PKK kamen am gestrigen Donnerstag drei Dorfwächter ums Leben und zwei weitere wurden verletzt. Die Anschläge fanden in der südosttürkischen Provinz Hakkari statt.
Aus Sicherheitskreisen, die sich anonym gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu äußerten, hieß es, dass die PKK-Terroristen Dorfwächter angegriffen hätten, die die Straßenbaufahrzeuge im Distrikt Yüksekova in Hakkari bewachten. Die verletzten Männer wurden in das Staatliche Krankenhaus Yüksekova verbracht. Die türkischen Sicherheitskräfte, die auch von Hubschraubern unterstützt wurden, starteten eine Suche nach den Terroristen.
Die PKK wird von der Türkei, den USA und der EU als eine Terrororganisation eingestuft. Sie hat im Juli vergangenen Jahres ihren 30-jährigen Kampf gegen den türkischen Staat wiederaufgenommen.
Seitdem wurden bei PKK-Anschlägen mehr als 600 Sicherheitskräfte sowie zahlreiche Zivilisten, darunter auch Frauen und Kinder, getötet, während bei Anti-Terror-Einsätzen über 7.000 PKK-Terroristen eliminiert wurden.
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Türkisch-saudische Partnerschaft
Saudi-Arabien und Türkei wollen Zusammenarbeit für Frieden und Sicherheit vertiefen
Ankara (nex) – Der türkische Premierminister Binali Yıldırım betonte am Donnerstag, dass es vonseiten Ankaras eine verstärkte Kooperation mit Saudi-Arabien im Kampf gegen den Terrorismus geben wird. Yıldırım hat Quellen aus dem Amt des Premierministers zufolge während eines Treffens mit Saudi-Arabiens Kronprinzen und erstem stellvertretendem Premierminister Muhammad bin Nayef über die bilateralen Beziehungen und regionale Fragen gesprochen.
Yıldırım erklärte, die beiden Länder würden auf der Ebene ihrer Außenministerien einen „Türkisch-Saudischen Koordinationsrat“ bilden und die Beziehungen „institutionalisieren wollen. Er erinnerte an entsprechende Gespräche über gemeinsame Interessen und die Verstärkung der Beziehungen, als König Salman im April die Türkei besuchte und mit Präsident Recep Tayyip Erdoğan zusammentraf.
Der Quelle zufolge habe bin Nayef die „Schlüsselrolle“ eine Koordination zwischen beiden Ländern bezüglich regionaler Sicherheit und Friedenssicherung hervorgehoben. Am Donnerstagabend traf Muhammad bin Nayef anschließend noch mit Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu zusammen. „Diese Besuche zeigen die Solidarität und die Unterstützung, die Saudi-Arabien der Türkei entgegenbringt, wir danken ihm [bin Nayef] dafür“, sagte Çavuşoğlu.
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Krieg gegen Drogen
Präsident Duterte würde Drogenabhängige „gerne alle abschlachten“
Dortmund (nexs) – Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat sich mit Adolf Hitler verglichen. Er erklärte, er wäre glücklich, wenn er Millionen Drogenabhängige abschlachten könnte wie das Nazi-Deutschland drei Millionen Juden getötet habe.
„Hitler massakrierte drei Millionen Juden“, so Duterte am Freitag bei seiner Ankunft in Davao nach seinem Besuch in Vietnam. „Es gibt drei Millionen Drogensüchtige. Es gibt. Und ich würde sie gerne abschlachten.
„Wenn Deutschland seinen Hitler hatte, dann hätten die Philippinen…“, sagte er, hielt inne und zeigte auf sich selbst, wie die Nachrichtenagentur AFP meldete. Während Hitlers Opfer unschuldige Menschen gewesen seien, seien seine Zielobjekte allesamt Verbrecher, und diese loszuwerden würde „das [Drogen]-Problem in meinem Land lösen und die nächste Generation vor dem Verderben schützen“, so Duterte weiter. Historiker gehen davon aus, dass im Hitler-Deutschland sechs Millionen Juden von Nazis getötet worden sind.
Duterte wurde im Mai in dem Land mit 100 Millionen Einwohnern aufgrund seines Wahlversprechens gewählt, Krieg gegen Drogen und andere Verbrechen zu führen. Er trat am 30. Juni sein Amt an. Seitdem wurden mehr als 3.500 Menschen während Polizeieinsätzen und bei Attacken von nicht identifizierten Angreifern getötet. Dutertes Anti-Drogen-Krieg wurde von den Vereinten Nationen, der Europäische Union, den USA, der katholischen Kirche und von Menschenrechtsorganisationen scharf kritisiert.
Auf die Aufforderung der EU, dem Töten von Menschen, die des Drogenkonsums verdächtigt werden, ein Ende zu setzen, reagierte mit den Worten:
„Ich habe die Verurteilung der EU gelesen. Ich sage ihnen ‚F…t euch‘“.
Duterte sagte das in einem Mix aus Filipino und Englisch und fügte hinzu, die EU sei eine Gruppe von Heuchlern, die versuche, Sühne zu leisten für ihre Besatzung, Raub und Plünderung anderer Länder. Davor war Duterte auch gegenüber UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und US-Präsident Barack Obama ausfallend geworden, als diese sich ebenfalls kritisch über die steigende Zahl der Todesopfer auf den Philippinen geäußert hatten. Duterte entschuldigte sich später dafür, Obama einen Hurensohn genannt zu haben.
Kampf gegen den Terror
Türkei: PKK-Bombe tötet kurdischen Dorfschützer
Ankara (nex) – Am heutigen Freitagmorgen kam bei einem Bombenanschlag der Terrororganisation PKK auf einer Landstraße in der südosttürkischen Provinz Sirnak ein Dorfwächter ums Leben, zwei Soldaten wurden verletzt.
Aus Militärkreisen, die aus Sicherheitsgründen anonym bleiben wollen, hieß es, die PKK-Terroristen hätten den Sprengsatz gezündet, als ein Militärfahrzeug auf der Landstraße in Richtung Cizre die Stelle passierte. Die Rettungssanitäter waren unmittelbar nach der Explosion vor Ort.
Die verletzten Soldaten wurden in das Staatliche Krankenhaus Sirnak verbracht. Die PKK wird von der Türkei, den USA und der EU als eine Terrororganisation eingestuft. Sie hat im Juli vergangenen Jahres ihren 30-jährigen Kampf gegen den türkischen Staat wiederaufgenommen.
Seitdem wurden bei PKK-Anschlägen mehr als 600 Sicherheitskräfte sowie zahlreiche Zivilisten, darunter auch Frauen und Kinder, getötet, während bei Anti-Terror-Einsätzen über 7.000 PKK-Terroristen gestorben sind.
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Europäischer Depressionstag
Neue App zur Erkennung einer Depression
Nutzer durchlaufen ein 14-tägiges Screening ihrer psychischen Gesundheit – Mit Wissenschaftlern der FU Berlin entwickelt – Als App kostenlos und anonym auf dem iPhone in D/A/CH verfügbar
Berlin (ots) – Allein in Deutschland leiden rund sieben Millionen Menschen pro Jahr an einer behandlungsbedürftigen Depression. Den dadurch verursachten Schaden schätzt das Statistische Bundesamt auf über 15 Milliarden Euro. Einer der Hauptgründe, warum weniger als 10 Prozent der Betroffenen den Weg in die Psychotherapie finden, ist die Unsicherheit bei den Betroffenen, ob eine behandlungsbedürftige Erkrankung vorliegt, oder ob es sich nur um ein vorübergehendes Stimmungstief handelt.
Die Moodpath App ermöglicht einen interaktiven und mobilen Selbsttest, der dem Nutzer durch Fragen zum psychischen und körperlichen Wohlbefinden eine fundierte Einschätzung zu dessen psychischer Gesundheit gibt und Symptome einer Depressionen erkennt.
„Unser Ziel ist es, der akuten Unterversorgung bei der Früherkennung und Aufklärung zu psychischen Erkrankungen entgegenzuwirken und Betroffenen eine niedrigschwellige, digitale Lösungen an die Hand zu geben. Deshalb ist die Nutzung unserer Moodpath App einfach und intuitiv verständlich, kostenlos und 100 Prozent anonym“, sagt Mitgründer Felix Frauendorf.
Das 14-tägige Screening ist die zentrale Funktion der App. Dreimal am Tag erhält der Nutzer Fragen zu seiner aktuellen Stimmung. Das Screening passt sich dabei stets an das Antwortverhalten des Nutzers an. Parallel zum Screening erhält der Nutzer im Bereich „Wissen“ jeden Tag spielerisch aufbereitet und einfach verständlich Informationen, wie man eine Depression erkennt, wie sie ausgelöst und behandelt werden kann. „Diese Aufklärung und Wissensvermittlung hilft dem Nutzer beim Reflektieren der eigenen Stimmung und ist wichtiger Bestandteil einer regulären Psychotherapie“, sagt Mitgründer und klinischer Psychologe Mark Goering.
Nach den 14 Tagen erhält der Nutzer die Ergebnisse seines Screenings und damit die Gewissheit, ob Symptome einer Depression vorliegen oder nicht. Falls Hinweise auf eine behandlungsbedürftige Depression vorliegen, empfiehlt die App das Aufsuchen eines Arztes oder Psychotherapeuten. Für ein Erstgespräch mit diesen kann sich der Nutzer die gesammelten Informationen als pdf-Dokument ausdrucken oder direkt an den Arzt oder Therapeuten schicken. Darüber hinaus kann der Nutzer ein Beratungsgespräch mit einem Psychologen von Moodpath buchen, um mehr über sein Ergebnis und mögliche Behandlungswege zu erfahren.
Moodpath richtet sich grundsätzlich an jeden, der sich emotional belastet fühlt und befürchtet, an Depression oder Burnout zu leiden. Das Moodpath Screening wurde in enger Kooperation mit dem Arbeitsbereich für Klinisch-Psychologische Intervention an der Freien Universität Berlin entwickelt und getestet. Die Ergebnisse der Studie sollen Ende des Jahres veröffentlicht werden.
Niedersachsen
Osnabrück: Achtklässlerin geht seit Jahren vollverschleiert zur Schule
Trotz Verbots darf Mädchen am Unterricht teilnehmen
Osnabrück (nex) – Eine Achtklässlerin aus Niedersachsen kommt bereits seit Jahren vollverschleiert zur Schule. Das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf das Kultusministerium. Obwohl Vollverschleierung in öffentlichen Schulen in Niedersachsen nicht zulässig ist, darf das Mädchen weiter am Unterricht teilnehmen.
Demnach trägt die Oberschülerin aus dem Landkreis Osnabrück bereits seit dem Schuljahr 2013/2014 einen Niqab-Gesichtsschleier, der lediglich die Augenpartie freihält. Die Schule meldete dies erst Ende August an die Landesschulbehörde – nachdem das Verwaltungsgericht Osnabrück einer Abendgymnasiastin das Tragen eines Niqab im Unterricht untersagt hatte.
Versuche, die Schülerin und ihre Mutter vom Ablegen der Vollverschleierung zu bewegen, sind bisher fehlgeschlagen. Inzwischen wurden Polizei, Verfassungsschutz und das Kultusministerium in Hannover eingeschaltet. „Die Landesschulbehörde ist damit beauftragt, die Schule weiter zu beraten und zu unterstützen mit dem Ziel, eine Verhaltensänderung bei der Schülerin zu bewirken“, erklärte ein Sprecher von Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD).
Bisher hatte die Schule auf die Umsetzung des Verbots verzichtet, um den Schulfrieden und den Bildungsabschluss des Mädchens nicht zu gefährden.
Förderobergrenze
Grüne: „Geht nicht so weiter mit dem Ramsch-Öl
Osnabrück (ots) – Wirtschaftspolitischer Sprecher Janecek: „Verbraucher merkt die Veränderung sofort“ – DIHK-Hauptgeschäftsführer Wansleben erwartet Wirkung bei Unternehmen erst mit „einiger Verzögerung“
In der überraschenden Einigung der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) auf eine Förderobergrenze sieht der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Dieter Janecek, eine Zäsur, die vor allem der Verbraucher zu spüren bekomme. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag) sagte Janecek:
„Der Verbraucher hierzulande merkt die Veränderung sofort, und zwar an den steigenden Preisen an der Tankstelle.“ Gleiches gelte für diejenigen, die jetzt die Öltanks ihrer Heizungen auffüllen müssten. „Wir sollten uns darauf einstellen: Es geht nicht mehr so weiter mit dem Ramsch-Öl“, so der grüne Wirtschaftsexperte.
Die sinkende Ölfördermenge dämpfe jedoch in der Folge nicht nur die Kaufkraft der Verbraucher, sondern auch die deutsche Wirtschaft. „Insbesondere die Industrieländer mit ihrer hohen Abnahmemenge haben ja lange vom niedrigen Ölpreis profitiert. Diese Zeiten sind vorbei“, warnte Janecek. Die Entwicklung habe jedoch auch etwas Gutes: „Je höher der Ölpreis, desto größer die Bereitschaft, die Umstellung auf erneuerbare Energien weiter voranzutreiben“, sagte er.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) indes erwartet bei den Unternehmen erst mit „einiger Verzögerung“ die Wirkung steigender Ölpreise. Die Betriebe hätten sich weitgehend abgesichert, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben in einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag). Klar sei aber, dass es vorbei sei mit dem „kräftigen Konjunkturdoping“ durch sinkende Ölpreise. „Insgesamt wachsen Beschäftigung und Einkommen aber weiterhin kräftig, so dass der private Konsum die wichtigste Konjunkturstütze bleibt“, zeigte sich Wansleben überzeugt.

