Kommentar
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Gesellschaft
Warum distanzieren sich Muslime nicht vom Terror?
Von Fabian Köhler
Wenn Terroristen Menschen ermorden, dann schlägt kurz darauf auch immer die Stunde der Leichenfledderer. Da ist natürlich der IS, der sich gewohnheitsmäßig zu allem und jedem bekennt, womit sich Angst schüren lässt.
Da sind die „Law & Order“-Politiker, die diese Angst begierig aufgreifen und für jeden Anschlag das passende Gesetz in der Schublade haben. Da sind die Rechten, die – noch bevor die letzte Leiche verblutet ist – ihren Hass auf Islam, Merkel und Flüchtlinge in die Welt tweeten. Das sind jene Linken, die sich mehr über die inszenierten Pietätlosigkeiten der Rechten als über den Anschlag empören.
Irgendwo in diesem Sammelsurium ritualisierter Inszenierungen fällt dann auch immer die Frage, warum sich Muslime eigentlich nicht vom Terror distanzieren. Die Frage ist in zweierlei Hinsicht dämlich. Auch wenn man um die Feststellung so langsam nicht mehr drumherum kommt, dass das jüngste Kapitel europäischer Terrorismusgeschichte auch etwas mit Flüchtlingen und muslimischen Migranten zu tun hat, ändert das nichts daran, dass mein türkischer Nachbar ebenso wenig mit einem tunesischen Terroristen zu tun hat wie Horst Seehofer mit dem christlichen und massenmordenden Diktator der Philippinen. Und in die Kategorie „friedlicher muslimischer Nachbar“ fallen selbst nach Zahlen des BKA 99,99 Prozent der in Deutschland lebenden Muslime. Die Frage, warum sich Muslime nicht vom Terror distanzieren, ist aber noch aus einem weiteren Grund unsinnig: Sie tun es längst, andauernd. In Talkshows, Timelines, bei öffentlichen Auftritten und auf dem Berliner Breitscheidplatz. Ich habe einmal nachgezählt, wie oft sich allein die vier bekanntesten Islamverbände in diesem Jahr von terroristischen Anschläge distanziert haben. Folgende Liste ist dabei herausgekommen. Und das sind nur die Pressemittlungen auf den Webseiten der Verbände, ohne Statements von Funktionären oder Mitgliedern und öffentliche Kundgebungen. Eine Auswahl:20.12. ZMD verurteilt Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt aufs Schärfste
20.12. VIKZ verurteilt den terroristischen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin auf das Schärfste
20.12. DITIB verurteilt Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt
20.12. Ahmadiyya verurteilt mutmaßlichen Terrorangschlag in der Bundeshauptstadt
20.12. IGMG ist zutiefst betroffen über Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt
17.12. DITIB verurteilt Terrorangriff in Kayseri
11.12. DITIB verurteilt Terrorangriff in Istanbul
10.12. VIKZ verurteilt Terrorangriff in Istanbuld Beşiktaş auf das Schärfste
19.11. IGMG verurteilt PKK-Terror
06.10. DITIB zeigt sich entsetzt über Angriffe auf Moscheen
28.09. ZMD verurteilt die beiden Terroranschläge in Dresden auf die Fatih-Camii-Moschee und auf das Kongresszentrum
27.09. IGMG verurteilt hinterhältige Bombenanschläge in Dresden
22.08. DITIB verurteilt Terror in Gaziantep
05.08. ZMD zeigt sich fassungslos angesichts von Anschlägen in Frankreich und Deutschland
27.07. Ahmadiyya erschüttert über hassmotivierte Anschlag in Ansbach
25.07. IGMG „zeigt sich schockiert über Bombenanschläge und Amokläufe“
24.07. DITIB verurteilt jeden Aufruf zu Hass und Gewalt im Rahmen des Putschversuchs in der Türkei
23.07. DITIB verurteilt Attentat von München
23.07. ZMD verurteilt Attentat von München
22.07. Ahmadiyya zutiefst bestürzt über die Bluttat in München
18.07. VIKZ verurteilt Putschversuch in der Türkei auf das Schärfste
16.07. ZMD verurteilt den Putschversuch in der Türkei
16.07. DITIB verurteilt den Putschversuch in der Türkei
16.07. IGMG verurteilt Putschversuch in der Türkei
15.07. ZMD verurteilt brutalen Akt in Nizza
15.07. VIKZ verurteilt feigen Akt von Nizza
15.07. DITIB verurteilt Attentat von Nizza, außerdem die von Ankara, Istanbul und Medina
15.07. IGMG verurteilt Anschlag von Nizza
15.07. Ahmadiyya verurteilt den Terroranschlag in Nizza
06.07. IGMG verurteilt Anschläge von Medina und Katif
04.07. Ahmadiyya verurteilt den Terrorangriff in Saudi Arabien
30.06. VIKZ verurteilt Terroranschlag auf Istanbuler Flughafen auf das Schärfste
29.06 DITIB verurteilt Terrorangriff am Atatürk Flughafen in Istanbul
29.06. IGMG verurteilt Terroranschläge am Istanbuler Flughafen
28.06. ZMD zeigt sich erschüttert angesichts des Anschlags in Istanbul
12.06. Ahmadiyya verurteilt Massaker in Florida auf das Schärfste 08.06. ZMD zeigt sich erschüttert über Terrorpläne zur EM
08.06. DITIB verurteilt jede öffentliche Schmähung, jeden Aufruf zu Hass und Gewalt
11.05. DITIB zeigt sich arlamiert über Anstieg von Moscheeangriffen
04.05. ZMD verurteilt russische und syrische Angriffe als Verbrechen gegen die Menschlichkeit
28.03. ZMD verurteilt Anschläge in Baghdad und Lahore
28.03. Ahmadiyya verurteilt die Anschläge in Lahore
28.03. IGMG verurteilt Anschlag auf einem Kinderspielplatz in Lahore
23.03. Ahmadiyya verurteilt die Anschläge von Brüssel
23.03. VIKZ verurteilt Anschläge von Brüssel auf das Schärfste
22.03. ZMD verurteilt die Attentate in Brüssel aufs Schärfste
22.03. DITIB verurteilt den Terror von Brüssel auf Schärfste
22.03. IGMG zeigt sich erschüttert über Anschläge in Brüssel
14.03. DITIB verurteilt Terrorangriff in Ankara
13.03. IGMG verurteilt Terror in Ankara
18.02. IGMG verurteilt feigen Terrorakt in Ankara
18.02. VIKZ verurteilt terroristischen Anschlag in Ankara
18.02. DITIB verurteilt abscheulichen Angriff von Ankara
02.02. IGMG zeigt sich erschüttert über Brandanschlag auf Moschee
13.01. VIKZ verurteilt Terroanschlag in Istanbul
12.01. IGMG verurteilt Terroranschlag in Istanbul
12.01. DITIB verurteilt Terrorangriffe von Istanbul auf das Schärfste
12.01. ZMD verurteilt Terroranschlag in Istanbul
Erschienen bei Schantall und die Scharia
Terrorismus
LKW-Attentat in Berlin: Marokko warnte Deutschland zweimal vor Anis Amri
Urla (nex) – Nach einer Meldung des investigativen Nachrichtenportals Mondafrique habe die marokkanische Regierung angegeben, dass Marokko Deutschland zweimal vor der von Anis Amri ausgehenden Gefahr gewarnt.
Der Tunesier steht im Verdacht, am vergangenen Montag mit einem Lkw einen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin verübt zu haben.
Die marokkanische Regierung habe demnach den Bundesnachrichtendienst am 19. September und 11. Oktober vor Amris Neigung zum Extremismus gewarnt. „Die Mitteilung des marokkanischen Geheimdienstes enthielt eine klare Warnung über den Wunsch des Tunesiers, einen Terroranschlag zu verüben“, zitiert das Portal eine anonyme Quelle. Die Presseattachée Fatima Fertat erklärte in einem Interview mit der „Welt“, dass der marokkanische Geheimdienst mit dem BND Amris Neigung und Bereitschaft zur Durchführung eines Terroranschlags erörtert habe. Der BND wurde vor der von Anis Amri ausgehenden Gefahr mehrere Wochen vor dem Terroranschlag in Berlin gewarnt. der marokkanische Geheimdienst habe, wie die marokkanische Regierung auch der „Welt“ bestätigt habe, den BND am 19. September und am 11. Oktober Warnungen übermittelt. Die deutschen Behörden teilten mit, dass der Fokus der Ermittlungen in dem Fall nun auf die Frage gelegt würde, ob Amri Komplizen oder ein Netzwerk gehabt hat, die ihn bei der Durchführung des Anschlags unterstützt haben. Zu dem Anschlag hat sich der IS (Daesh) bekannt. Die der Terrororganistion nahestehende Nachrichtenagentur Amak veröffentlichte am gestrigen Freitag ein Video, auf dem Amri angeblich dem IS-Anführer die Treue schwört.
"Größte Operation der Welt"
Putin: Evakuierung Aleppos wäre ohne Türkei nicht möglich gewesen
Moskau (nex) – Der russische Staatspräsident Wladimir Putin hat die Evakuierung Ostaleppos als die größte humanitäre Operation der Welt bezeichnet.
Putin erklärte dies am gestrigen Freitag während seiner 12. Jahrespressekonferenz, an der mehr als 1.400 Journalisten teilnahmen.
„Dies ist die größte Operation der Welt“, erklärte er auf dem russischen Staatssender Russia Today.
Laut Putin seien etwa 100.000 Menschen aus der nordsyrischen Stadt Aleppo evakuiert worden.
Der russische Staatspräsident ging auch auf die trilaterale Kooperation zwischen der Türkei, Iran und Russland ein, die eine bedeutende Rolle in der Aleppo-Krise spiele.
Am vergangenen Dienstag hatte in Moskau ein Treffen der russischen, iranischen und türkischen Außenminister stattgefunden. Sie einigten sich auf eine gemeinsame Erklärung zur Gewährleistung der Evakuierung der Zivilisten und bewaffneter Gruppen aus Ostaleppo.
Das wäre, so der russische Präsident, ohne die aktive Zusammenarbeit der Türkei und Irans nicht möglich gewesen.
Putin erklärte, dass die Unterzeichnung eines Waffenstillstandsabkommens in Syrien notwendig sei. Er erinnerte daran, dass die Türkei und Iran zuvor dem Vorschlag, Vertreter des syrischen Regimes und der Opposition in Kasachstan zusammenzubringen, zugestimmt hätten.
Der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew hatte seine Bereitschaft, den Verhandlungen in Astana eine Plattform zu bieten, zum Ausdruck gebracht.
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Türkei
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Fest der "hohen Erwartungen"
Weißer Ring: An Weihnachten mehr Gewalt in Familien – 90 Prozent der Opfer Frauen
Afriqiyah Airways
Eilmeldung: Offenbar Flugzeugentführung über Malta
Auf Twitter sprach der maltesische Premierminister Joseph Muscat von einer »möglichen Entführungssituation«. Für die Annahme, dass sich an Bord des Airbus 320 der Fluglinie Afriqiyah Airways zwei Entführer befinden, gibt es aber bisher noch keine offizielle Bestätigung. +++ UPDATE *** +++ inzwischen hat sich die Entführung bestätigt. Nach Angaben maltesischer TV-Sender ließ der Entführer die Insassen frei. +++Informed of potential hijack situation of a #Libya internal flight diverted to #Malta. Security and emergency operations standing by -JM
— Joseph Muscat (@JosephMuscat_JM) December 23, 2016
Foto: wikimedia
Terrorismus
Eilmeldung: Anis Amri in Mailand erschossen
Dortmund (nex) – Nach Angaben aus Sicherheitskreisen ist der mutmaßliche Attentäter von Berlin, Anis Amri, in Mailand erschossen worden.
Dies berichten übereinstimmend Medien unter Berufung auf eine Meldung der Nachrichtenagentur Reuters. In Kürze soll es eine Pressekonferenz in Italien geben.
Auch italienischen Medienberichten zufolge sei Amri in Mailand von Polizisten getötet worden. Amri hatte in der Vergangenheit mehrere Jahre in Italien gelebt und dort auch im Gefängnis gesessen.
Amri wird vorgeworfen, den LKW-Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt, bei dem 12 Menschen gestorben sind, durchgeführt zu haben.


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