Finanzierungsprogramme für Frauen
Türkei: EU und Ankara unterstützen gemeinsam Frauenprojekt
Internationale Küche
Türkische Küche besteht nicht nur aus Döner
Auch interessant
– Internationale Küche – Türkei: Uşaks Tarhana-Suppe soll die Welt erobern
Die in der türkischen Küche sehr beliebte Tarhana-Suppe (Tarhana Çorbası) wird gebietsweise unterschiedlich zubereitet und ist ein urtürkisches Gericht, das auf die umherziehenden Nomadenstämme zurückgeht.
Türkei: Uşaks Tarhana-Suppe soll die Welt erobern
Türkei
Malatya: Häuser von Aleviten gekennzeichnet
Auch interessant
– Aleviten in der Türkei – Türkei: Mindestens 80 Prozent aller alevitischen Gotteshäuser in der Ära Erdoğan errichtet
Zwischen 80 und 90 Prozent aller in der Türkei errichteten alevitischen Cemhäuser wurden in den vergangenen 13 Jahren erbaut, teilt Vizepremier Elvan mit. In Kürze werden Arbeitsgruppen ihre Tätigkeit aufnehmen, die künftig bei der Lösung von Problemen, welche die alevitischen Gemeinden betreffen, eine entscheidende Rolle spielen sollen.
Türkei: Mindestens 80 Prozent aller alevitischen Gotteshäuser in der Ära Erdoğan errichtet
Düsseldorf
Bei Uniper fallen 2000 Stellen weg
Den Haag
Ratko Mladic zu lebenslanger Haft verurteilt
Von Thomas Bernhard
Der 74-jährige Mladic wurde wegen Völkermordes, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Bosnien-Krieges (1992 bis 1995) verurteilt.
Kurz vor der Urteilsverkündung war Mladic auf Anweisung des Vorsitzenden Richters Alphons Orie wegen seiner Zwischenrufe aus dem Gerichtssaal gebracht worden
„Sie lügen“, schrie der 74-Jährige Angeklagte während der Urteilsverlesung mehrmals in Richtung von Richter Orie und wurde nach mehrmaligem Stören dann von der weiteren Verhandlung ausgeschlossen. Die Verteidigung hatte zuvor erfolglos gefordert, die Urteilsverkündung abzukürzen, weil der Blutdruck des Angeklagten gefährlich hoch sei.
Das Gericht setzte die Verlesung des Urteils ohne Mladic fort. Ratko Mladic war 2011 nach 16 Jahren auf der Flucht festgenommen worden. Nach seiner Festnahme war er vor dem Tribunal wegen der Vorwürfe “Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen in insgesamt elf Fällen“ angeklagt worden.
Als Oberkommandant der bosnischen Serben war Mladic, der Anklage zufolge, hauptverantwortlich für Vertreibungen, Folter, Mord und Vergewaltigungen. Die schwerwiegendsten Vorwürfe waren: Die über drei Jahre dauernde Belagerung von Sarajevo mit tausenden Todesopfern. Misshandlung von Gefangenen in Internierungslagern; Terrorkampagne gegen Kroaten und Muslime in bosnischen Kommunen, die Geiselnahme von UN-Soldaten; sowie der Völkermord von Srebrenica.
Serbische Einheiten hatten 1995 die damalige UN-Schutzzone Srebrenica überrannt und rund 8.000 muslimische Männer und Jungen ermordet. Es war das schlimmste Kriegsverbrechen nach 1945 in Europa. Maldic war danach als „Schlächter vom Balkan“ bezeichnet worden. Vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal für das frühere Jugoslawien in Den Haag wurde dann diesbezüglich Anklage gegen 20 Männer für die Verbrechen in Srebrenica erhoben.
Bisher wurden 15 Angeklagte für schuldig befunden. Es gab einen Freispruch. Ein Angeklagter starb während des Prozesses. Drei Männer wurden bislang zu lebenslanger Haft verurteilt. Darunter ist Vujadin Popovic, Ex-Sicherheitschef des berüchtigten Drina-Korps der bosnisch-serbischen Armee. Andere ehemalige hohe bosnisch-serbische Offiziere wurden inzwischen wegen Beihilfe zum Genozid zu Haftstrafen von bis zu 35 Jahren verurteilt.
Der frühere Präsident Jugoslawiens, Slobodan Milosevic, starb vor Abschluss des Prozesses 2006 in seiner Zelle in Den Haag. In ihrem Plädoyer hatte die Anklageseite dann auch für Mladic eine Verurteilung zu lebenslanger Haft beantragt und dabei, unter anderem erklärt:
“Das Ziel von Mladic war ein ‚ethnisch reines Großserbien‘. Es wäre eine Beleidigung der Opfer – lebend oder tot – und ein Affront gegen die Justiz, eine andere Strafe zu verhängen als die rechtlich schwerstmögliche: Lebenslang“. Dieser Meinung waren auch einige Dutzend Angehöriger von Mladic‘ Opfer, die zur Urteilsverkündigung nach Den Haag gekommen waren. „Die Höchststrafe ist eine Form von Gerechtigkeit“, sagte die Vizepräsidentin der ‚Mütter von Srebrenica‘, Kada Hotic (72). Mladic war Oberkommandant der bosnischen Serben während des Krieges mit etwa 100 000 Todesopfern und über zwei Millionen Vertriebenen. Die Richter unter Vorsitz des Niederländers Alphons Orie sahen die Schuld des Angeklagten als dann auch zweifelsfrei als erwiesen an.
Im vergangenen Jahr war Mladics engster Vertrauter, der bosnische Serbenführer Radovan Karadzic, für eine fast identische Anklage zunächst zu 40 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Karadzic und die Anklage hatten dann Berufung gegen das Urteil eingelegt.
Der 2012 begonnene und nunmehr, voraussichtlich, beendete Prozess gegen Mladic war der letzte des Tribunals, das zum Jahresende seine Arbeit nach 24 Jahren beendet. Noch laufende und zukünftige Berufungsverfahren werden dann von einer neuen Instanz in Den Haag übernommen und entschieden. Unter internationalen Beobachtern des Prozesses gilt es als sicher, dass auch Mladic gegen das Urteil Berufung einlegen wird.
Auch interessant
– Srebrenica-Massaker – Gericht: Niederlande mitverantwortlich für Todesopfer beim Massaker in BosnienDer niederländische Staat ist mitverantwortlich für Todesopfer beim Massaker in Srebrenica (Bosnien) vom Juli 1995.
Gericht: Niederlande mitverantwortlich für Todesopfer beim Massaker in Bosnien
"Selbstanzündungs-Theorie"
Anwältin Oury Jallohs fordert die Wiederaufnahme des Verfahrens
Auch interessant
(Archiv)– NSU-Zeugensterben – Neunter Todesfall im NSU-Komplex: Das große Sterben geht weiter
Das Zeugensterben im Zusammenhang mit der NSU-Terrorzelle geht weiter. Ein weiterer vermeintlicher Selbstmord wird aus Karlsruhe gemeldet. Es handelt sich dabei um den Ex-Verlobten einer bereits 2015 verstorbenen Zeugin, deren vorheriger Freund im September 2013 in einem Auto verbrannte, bevor er zum Mord an der Polizeibeamtin Michèle Kiesewetter aussagen sollte.
Neunter Todesfall im NSU-Komplex: Das große Sterben geht weiter
Kriminalität
Gelsenkirchen: Schüsse auf türkischen Ladenbesitzer
Ägyüten
Kairo: 29 Personen wegen Spionage für Türkei verhaftet
Höchster Stand in 20 Jahren
Mexiko: 2371 Morde allein im Oktober
Auch interessant
Mexiko: 2017 schon sechs Journalisten ermordet
Mexiko: 2017 schon sechs Journalisten ermordet
New York
Türkische Serie „Kara Sevda“ gewinnt Preis bei International Emmy Awards
Mit den Schauspielern Burak Özçivit, Neslihan Atagül und Kaan Urgancıoğlu erlangte Kara Sevda weltweit große Popularität. Die TV-Serie wurde auch in viele Sprachen synchronisiert, darunter Italienisch, Persisch, Spanisch und Arabisch. Die 74 Folgen umfassende Serie wurde im Oktober 2015 uraufgeführt und lief bis Juni 2017. „Kara Sevda“ wurde in mehr als 60 Ländern ausgestrahlt. „Familie Braun“ beste Serie im Kurzformat Die deutsche Mini-Serie „Familie Braun“ wurde in der Kategorie „Kurzformat“ ausgezeichnet. „Die acht jeweils rund sechsminütigen Episoden der ZDF-Produktion drehen sich um das Mädchen Lara, ihre afrikanische Mutter und ihren Vater Thomas Braun, einen Neonazi. Da die Mutter nach dem One-Night-Stand in ihre Heimat Eritrea abgeschoben wird, muss der Vater sich in oft bizarren Situationen mit der dunkelhäutigen Tochter arrangieren“, schreibt der Deutschlandfunk. Der Brite Kenneth Branagh gewann den Preis für den besten Schauspieler, während die ebenfalls aus Großbritannien stammende Anna Friel den Preis für die beste Schauspielerin erhielt. Der International Emmy Award ist ein von der International Academy of Television Arts & Sciences verliehener Fernsehpreis im Rahmen der Emmy Awards. Die Organisation kürt alljährlich die besten, außerhalb der USA produzierten und ausgestrahlten Fernsehsendungen. Die Academy ist eine Organisation mit Mitgliedern aus über 60 Ländern und nahezu 500 Unternehmen. Sechzig Prozent des Vorstandsgremiums stammen aus Ländern außerhalb der Vereinigten Staaten und repräsentieren die weltweit größten Produktions-, Distributions- und Rundfunkunternehmen.Kara Sevda, bir ilki gerçekleştirdi! Uluslararası Emmy Ödülleri’nde “En İyi Dizi” (Telenovela) ödülüne layık görülen Kara Sevda, bu ödülü Türkiye’ye kazandıran ilk yapım oldu!!! #iemmyswin #iemmys @hilalsaral @burcu.gorgun @sadeceses #ayyapim #KaraSevda @startv pic.twitter.com/i4WKI2si98
— AY YAPIM (@ayyapim) November 21, 2017
Auch interessant
– Fernsehen – Türkische TV-Serien weltweit auf Platz zwei
Türkische TV-Serien haben sich in den vergangenen Jahren zu einem der lukrativsten Exportgüter der Türkei entwickelt und haben noch dazu den Nebeneffekt, dass das Interesse der Touristen, das Land zu besuchen, geweckt wird.
Türkische TV-Serien weltweit auf Platz zwei


Anwältin Oury Jallohs fordert die Wiederaufnahme des Verfahrens" title="