Humanitäre Katastrophe
Hilfsorganisation: 4,5 Millionen Südsudanesen auf der Flucht

Bonn (ots) – Die humanitäre Situation im Südsudan verschärft sich weiter. Im fünften Konfliktjahr haben mittlerweile 2,5 Millionen Südsudanesen in den Nachbarländern Uganda, Kenia, Sudan, Äthiopien, in der Demokratischen Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik Schutz vor Gewalt und Vertreibung gesucht. Zwei Millionen Südsudanesen sind Vertriebene im eigenen Land. Die Gesamtzahl von 4,5 Millionen entwurzelter Menschen bedeutet, dass ein Drittel der sudanesischen Bevölkerung auf der Flucht ist.
Nahrungsmittelknappheit bedroht Millionen Menschen
Während der zwei Jahre Krieg und Gewalt haben die Bauern im Südsudan ihre Felder nicht bestellt. Nun herrscht Hunger im Land und zwingt immer mehr Menschen zur Flucht. Die akute Unterernährung ist extrem hoch. „Der Hunger und die Kämpfe wurden immer schlimmer und es gab absolut nichts mehr zu essen,” erzählt Nyepach Benyluok, die mit 30 anderen Flüchtlingen, meist Mütter mit Kleinkindern, im Lager ankam. “Wir hatten keine Wahl als hierher zu kommen.”
Zusammen liefen sie eine Woche lang fort von einer Region, in der 750.000 Menschen hungern und sich zumeist von Wildpflanzen, Wasserlilien und Sumpffischen ernähren.
UNHCR rechnet mit weiteren Flüchtlingen
Nach den Jahren der Gewalt ist das Leben vieler Südsudanesen zerstört. Der brutale Konflikt hat bereits zehntausende Todesopfer gefordert und zentrale Teile des Landes vernichtet. Für viele Flüchtlinge bedeutet der Konflikt Gewalt, Missbrauch, Vertreibung und Verlust der Lebensgrundlage. Und so lange dieser Konflikt andauert, werden die Flüchtlingszahlen weiter ansteigen.
Aufgrund der katastrophalen Lage haben am 1. Februar der Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, und der UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock (UNOCHA) einen Hilfsappell für den Südsudan gestartet. Darin wird die internationale Gemeinschaft um insgesamt 3,2 Milliarden US-Dollar (2,56 Mrd. Euro) gebeten, um die Not leidenden Flüchtlinge und Vertriebenen unterstützen zu können. „Dieses Geld wird dringend benötigt. Fast 90 Prozent der Flüchtlinge sind Frauen und Kinder. Ihr Leid ist unvorstellbar. Frauen berichten von Vergewaltigungen. Ihre Männer wurden getötet, viele Kinder auf der Flucht entführt. Fast alle Familien haben Verwandte verloren“, sagt Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) wird auch in diesem Jahr die lebensrettende Südsudan-Hilfe fortsetzen. UNHCR-Helfer registrieren ankommende Flüchtlinge, sorgen für Schutz, Unterkünfte, sauberes Trinkwasser, ärztliche Versorgung und verteilen Basisgüter. Vor allem in Uganda, wo inzwischen mehr als eine Million Südsudanesen leben. Infolge der Massenflucht aus dem Südsudan ist Uganda zum größten Aufnahmeland in Afrika geworden und braucht daher verstärkt internationale Hilfe. Derzeit leben in diesem Land 1,4 Millionen Flüchtlinge. Aufgrund der dramatischen Unterfinanzierung der Südsudan-Hilfe – bis Ende 2017 sind nur ein Drittel der benötigten Gelder eingegangen – ruft die UNO-Flüchtlingshilfe, der deutsche Partner des UNHCR, dringend zu Spenden auf.

Hilfe für Vertriebene und Flüchtlinge im Südsudan: Spendenkonto UNO-Flüchtlingshilfe Sparkasse Köln-Bonn IBAN: DE78 3705 0198 0020 0088 50 – BIC: COLSDE33 Stichwort: Nothilfe Südsudan

Zum Thema

– Hunger in Ostafrika – Türkischer Präsident Erdogan ruft zur Hilfsaktion gegen Hungersnot in Afrika auf

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat am gestrigen Samstag in einer Tweetreihe zur Teilnahme an der Hilfsaktion des Türkischen Roten Halbmondes für die von Dürre und Hunger bedrohten Menschen in Ostafrika aufgerufen.

Türkischer Präsident Erdogan ruft zur Hilfsaktion gegen Hungersnot in Afrika auf

Putsch in der Türkei
Medien: Türkischer mutmaßlicher Putsch-Anführer erhält Asyl in Deutschland

Berlin (nex) – Wie Medien unter Berufung auf eine Meldung des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel” berichten, haben ein mutmaßlicher Anführer und drei weitere Militärs des gescheiterten Putsches in der Türkei Asyl in Deutschland erhalten. Eine Auslieferung ist damit unmöglich. Bei dem Anführer handele es sich um den früheren Oberst und Stabschef der Militärakademie in Ankara Ilhami Polat. Ihm werden der Türkei Mitgliedschaft in einer Terrororganisation sowie Landesverrat zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, direkt an dem Putschversuch beteiligt gewesen zu sein. Die Betroffenen sollen bereits mehrfach Gegenstand von deutsch-türkischen Krisengesprächen gewesen sein, so der Spiegel-Bericht. Für die Auslieferung der mutmaßlichen Putschisten habe die Türkei auch die Freilassung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel angeboten. Laut Spiegel habe Deutschland das jedoch abgelehnt. Polat befürchte, dass der türkische Geheimdienst ihn in Deutschland “aufspüren und verschleppen” könne. Die deutsche Polizei habe ihm geraten, sehr vorsichtig zu sein. Dem Spiegel gegenüber habe Polat gesagt, dass er zurückkehren wolle, sobald “Erdogan endlich weg ist”. Die türkische Regierung hat für den vereitelten Staatsstreich, bei dem 240 Menschen getötet und 2.200 verletzt wurden, wiederholt das Gülen-Netzwerk FETÖ des seit Ende der 1990-er Jahre in den USA lebenden türkischen Predigers Fethullah Gülen und dessen Anhänger verantwortlich gemacht. Gülen wird vorgeworfen, über Jahrzehnte hinweg mit seiner elitären, intransparenten Vereinigung systematisch die staatlichen Institutionen unterwandert und vor allem im Militär, in der Polizei und im Justizsystem einen „Parallelstaat“ gegründet zu haben.

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– Fakenews – WikiLeaks-Gründer Assange verurteilt Falschmeldungen über Putschversuch in der Türkei

WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat am gestrigen Donnerstag darauf hingewiesen, dass die Falschmeldung über den vereitelten Putschversuch in der Türkei in den selbsternannten „Fake News Awards“ von US-Präsident Donald Trump hätten erwähnt werden sollen.

WikiLeaks-Gründer Assange verurteilt Falschmeldungen über Putschversuch in der Türkei
     

Terrorismus
PKK-Gewalt: Moschee in Aachen angegriffen

Aachen (tp/nex) – Am Dienstagmorgen haben Sympathisanten der PKK/YPG den Eingangsbereich der Eyüp-Sultan Moschee in der Ottostraße in Aachen beschädigt. Dabei wurden die Scheiben der Eingangstür eingeschlagen, der Türrahmen beschädigt sowie das Eingangsschild heruntergerissen. Die Vereinsführung der Eyüp-Sultan Moschee der IGMG erklärte am Dienstagmittag, dass die Moschee von mutmaßlichen Sympathisanten oder Aktivisten der Terrororganisation PKK/YPG frühmorgens während des Morgengebets attackiert wurde. Dabei stießen die Angreifer ein Straßenschild um, beschädigten danach den Eingangsbereich der Moschee. Zudem sollen Aufkleber mit einem Bezug zur PKK bzw. YPG im Eingangsbereich angebracht worden sein. Der Vereinsvorsitzende der Moschee, Selahattin Demirci erklärte gegenüber türkischen Pressevertretern, dass die Tat sie überrascht und mitgenommen habe. Eine religiöse Stätte sei kein Platz für die Durchsetzung von politischen Statements, welcher Art auch immer. Diese Angriffe würden in Deutschland weiter zunehmen und man habe Angst um das Leben der Gemeindemitglieder. Es sei erschreckend, dass der Angriff während der Gebetszeit erfolgte, so Demirci weiter. Bekir Altaş, Generalsekretär der IGMG, in einer Stellungnahme: „Übergriffe auf Moscheen haben in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. Muslime sind verunsichert – auch, weil die feigen Angriffe öffentlich nicht verurteilt werden. Wir fordern Politik und Zivilgesellschaft auf, sich klar und deutlich mit den Muslimen zu solidarisieren und die Angriffe zu verurteilen“. Seit Beginn der türkischen Antiterroroffensive „Olivenzweig“ in Nordsyrien, mehren sich die Übergriffe auf Moscheen türkischstämmiger Vereine. In den letzten zwei Wochen wurden bislang über acht Übergriffe gemeldet, bislang ohne Verletzte oder Todesopfer. „Muslime in Deutschland stehen vor einer Welle der Gewalt. Binnen weniger Stunden wurden mehrere Moscheen geschändet und Muslime auf öffentlichen Plätzen angegriffen. Die Ordnungshüter stehen in der Pflicht, die Sicherheit der muslimischen Bürger zu garantieren“, erklärte Kemal Ergün, Vorsitzender der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) erst letzte Woche.

Zum Thema

– Düsseldorf – Verletzte Polizisten: Deutsche verurteilen PKK-Demos

Die hohe Gewaltbereitschaft der Teilnehmer bei PKK-Demos lässt die anfänglichen Sympathien für die in Deutschland seit 1994 verbotenen Terrororganisation in der Bevölkerung stark sinken. In den sozialen Netzwerken verurteilen immer mehr Menschen die Aktionen, und in den Kommentaren machen sich Zorn und Unmut bemerkbar.

Verletzte Polizisten: Deutsche verurteilen PKK-Demos

Istanbul
Anschlag auf deutsche Touristen: Lebenslange Haftstrafen für drei Syrer

Von Thomas Bernhard und Christiane Koch
Istanbul (nex) – Drei Syrer wegen Beihilfe zum Selbstmord-Anschlag auf deutsche Touristen in Istanbul verurteilt. Mehrere weitere Beschuldigte wurden am heutigen Mittwoch freigesprochen. Im Januar 2016 wurden bei einem Selbstmord-Anschlag der Terrormiliz IS (Daesh) in Istanbul 12 deutsche Touristen getötet worden, 16 weitere Menschen wurden schwer verletzt. Nunmehr sprach ein Istanbuler Gericht im Prozess gegen die Angeklagten mutmaßlichen Hintermänner und Unterstützer des Selbstmordattentäters die Urteile. Drei syrische Staatsbürger müssen lebenslang hinter Gitter. In dem Prozess waren insgesamt 26 Verdächtige angeklagt, darunter drei junge Syrer und ein Iraker. Diese mussten sich dafür verantworten, mutmaßlich den Attentäter Nabil Fadli bei der Vorbereitung des Anschlags unterstützt zu haben. Vier Mitangeklagte der 26 Verdächtigen sind auf der Flucht und sollen sich vermutlich als IS (Daesh)-Kämpfer in Syrien aufhalten. Ob sie noch leben ist unbekannt. Drahtzieher des Anschläge auf die Touristen im Januar 2016 war wohl gilt der flüchtige IS-Aktivist Omar Ebu Abid, der als einer der Auslandschefs gilt. Er soll den damals 28 Jahre alten, in Saudi-Arabien geborenen Syrer vor dem Athens „angeleitet“ haben. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die drei Hauptangeklagten aus Syrien bei der Vorbereitung des Anschlags maßgeblich geholfen hatten. Sie wurden unter anderem wegen Beihilfe zur Tötung von zwölf Personen schuldig gesprochen und zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Ein ebenfalls hauptangeklagter Iraker erhielt unter anderem wegen Mitgliedschaft in der Terrormiliz IS eine mehrjährige Haftstrafe.

Antiterroroffensive Olivenzweig
Türkei: 17-Jährige stirbt nach Raketenangriffen des PKK-Ablegers YPG

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Reyhanli (nex) – Beim Einschlag von zwei Raketen aus der Umgebung der syrischen Stadt Afrin ist in der türkischen Grenzprovinz Hatay mindestens ein Mensch getötet und eine weitere Person verletzt worden. Medienberichten zufolge handele es sich bei der Toten um ein 17-jähriges Mädchen. Ein Geschoss habe den Hof eines Hauses in der Kleinstadt Reyhanli getroffen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwoch. Die zweite Rakete sei im selben Viertel eingeschlagen Nördlich der syrischen Stadt Idlib wurde unterdessen ein türkischer Militär-Konvoi angegriffen. Dabei sei ein „ziviler Mitarbeiter“ der Armee getötet worden, teilten die Streitkräfte mit. Ein Soldat und ein weiterer Zivilist seien verletzt worden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte am gestrigen Dienstag zunächst von zwei getöteten türkischen Soldaten gesprochen. Antiterroroffensive „Olivenzweig“ Aus der Luft und vom Boden greift die Türkei seit dem 20. Januar Stellungen der YPG im Norden Syriens an. Mit der „Operation Olivenzweig” wolle die Regierung in Ankara die Bewohner der Grenzregion von der “Unterdrückung durch Terroristen” befreien, erklärte der türkische Generalstab. Er berief sich auf das “Recht zur Selbstverteidigung”. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat sich in einer Stellungnahme zu der  Militäroperation geäußert. “Wir haben alle Parteien, einschließlich der UN, informiert und US-Außenminister Tillerson mitgeteilt, dass die USA an unserer Seite sein sollten”, so Cavusoglu gegenüber den türkischen Medien. Des Weiteren werde Ankara auch die syrische Regierung schriftlich informieren. Kurdische Flüchtlinge hoffen auf Erfolg der Offensive Viele Kurden, die nach Beginn des blutigen Bürgerkriegs aus Syrien in die Türkei geflohen sind, hoffen auf einen Erfolg der türkischen Antiterroroffensive “Olivenzweig”, um wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können. “Wir lebten früher in Afrin und sind vor zwei Jahren in die Türkei geflüchtet, weil die YPG zwei meiner Kinder gezwungen hatte, der Organisation beizutreten”, so Huseyin I., ein syrischer Kurde, der vor dem Krieg geflohen ist und in der Türkei Zuflucht gesucht hat, gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. I. lebt nun in der westtürkischen Stadt Izmir. Seine Verwandten seien nach wie vor in Afrin und er habe keinen Kontakt zu ihnen. Er träume von einem friedlichen Syrien und hoffe, eines Tages zurückkehren zu können “Wir lebten eine Weile bei Verwandten in Afrin, bis die PKK auftauchte und meine Töchter zwangsrekrutieren wollte. Als ich ablehnte, bedrohten sie uns. Daraufhin nahm ich meine Kinder und flüchtete in die Türkei”, sagte die 39-jährige syrische Kurdin Zeynep D. gegenüber Anadolu. Auch D. lebt zur Zeit in Izmir. Sie wünsche sich sehr, dass Afrin endlich von allen Terrororganisationen befreit werde. Auch Nistiman H, ein weiterer syrischer Kurde, der in die Türkei flüchtete, hoffe, dass mit der Militäroffensive alle Terroristen aus dem Gebiet vertrieben würden. “Meine Tochter Rojin hatte immer große Angst und versteckte sich hinter mir, als Assads Kampfflugzeuge über unser Haus flogen”, so der 28-Jährige. Türkischer Verteidigungsminister Canikli: Nicht ein Zivilist durch türkische Einheiten umgekommen Die Offensive könnte innerhalb von 15 Tagen abgeschlossen sein, wenn nicht auf Zivilisten Acht gegeben würde, so der türkische Verteidigungsminister Nurettin Carnkli in einer Rede am Dienstag im Parlament. Das türkische Militär sei bislang für kein einziges ziviles Opfer verantwortlich, betonte Canikli. Die Durchführung der Militäroperation ohne zivile Opfer zeige “die Aufrichtigkeit und Sensibilität der türkischen Nation” im Kampf gegen Terrororganisationen, die Zivilisten als menschliche Schutzschilde einsetzten, sagte er. “Wir müssen die Dauer der Offensive als Ausdruck unserer außerordentlichen Achtsamkeit gegenüber der Zivilbevölkerung betrachten”, fügte er hinzu. Es habe bisher 29 Todesopfer auf türkischer Seite gegeben, so Canikli. Dazu zählten auch 24 Opfer der Freien Syrischen Armee (FSA). Dem gegenüber seien 649 Mitglieder der YPG, des syrischen Armes der Terrororganisation PKK, getötet worden. Seit Beginn der Antiterroroffensive seien 485 Ziele der YPG, die als Schutzräume und Munitionsdepots genutzt worden seien, durch die türkischen Luftstreitkräfte zerstört worden, so Canikli. Zudem seien 4.370 weitere Ziele der YPG bei Bodenoperationen zerstört worden. In seiner Rede verurteilte Canikli die türkische Opposition, weil sie das Bündnis der Türkei mit der FSA kritisierten. Diejenigen, welche die “syrischen Verbündeten als Terroristen bezeichnen” seien Analphabeten und stünden den türkischen Streitkräften verräterisch gegenüber. Öztürk Yilmaz, stellvertretender Vorsitzender der größten Oppositionspartei CHP, warnte am Dienstag vor dem Bündnis mit der FSA. Bei einer Rede im Parlament sagte Yilmaz, dass die Türkei das Bündnis in Zukunft bedauern werde. “Die Gruppe wird Ärger bringen”, so Yilmaz. (nex, Thomas Bernhard)

Antisemitismus in Europa
Österreich: „Gebt Gas, ihr alten Germanen, wir schaffen die siebte Million“

Wien (nex) – Einst ermordeten die Nazis sechs Millionen Juden. Nun singen Mitglieder der österreichischen Bruderschaft „Pennale Burschenschaft Germania Wiener Neustadt“ ein Lied mit der Textstelle „Da trat in ihre Mitte der Jude Ben Gurion: Gebt Gas, ihr alten Germanen, wir schaffen die siebte Million“. Inzwischen ermittelt die zuständige Staatsanwaltschaft weil die Burschenschaften auch ein Buch mit dem Liedtext veröffentlichte. Doch der Fall hat auch politische Aspekte und bringt auch Regierungschef Sebastian Kurz (ÖVP) in die Bredouille. Schließlich war der FPÖ-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Niederösterreich, Udo Landbauer (31), Vize-Chef der Burschenschaft Germania und soll dieser noch immer verbunden oder gar deren Mitglied sein. Und Österreichs Bundeskanzler Kurz leitet eine Koalitionsregierung seiner ÖVP mit der rechtspopulistischen FPÖ. „Das ist ein Aufruf zum Massenmord, der als solcher behandelt werden muss.“ In einem offenen Brief an Kurz schrieben am Donnerstag mehrere Universitätsrektoren und -professoren. Und sie fordern: „Beenden Sie die Zusammenarbeit mit allen, die Mitglieder rechtsextremer Burschenschaften in ihren Büros beschäftigen.“ Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen erklärte im TV, er sei fassungslos gewesen, als er von dem Text erfahren habe. Der Vorfall müsse nun mit aller Entschiedenheit verfolgt werden. Auch wenn Landbauer bekräftigt, die Texte weder gekannt noch gesungen zu haben: Opposition und Teile der Öffentlichkeit fühlen sich in ihrem Grundverdacht bestätigt, dass das antisemitische Gedankengut in den Reihen der FPÖ nur oberflächlich ausgelöscht sei. Ein Problem auch für die konservative ÖVP, die seit wenigen Wochen gemeinsam mit der FPÖ regiert. Van der Bellen schaltete sich am Donnerstag mehrfach in die Debatte ein und unterstellte Landbauer indirekt eine Lüge. Dessen Erklärungen seien fadenscheinig. „Das müssen ja alle Mitglieder dieser Burschenschaft gewusst haben, was in diesem Liederbuch gestanden ist, auch der Vize-Obmann muss das gewusst haben“ „Der Skandal um Udo Landbauer hat einen unglaublichen braunen Sumpf zutage gefördert. Sebastian Kurz und die ÖVP haben dieser Freiheitlichen Partei den Weg in höchste Regierungsämter geebnet“, schrieb SPÖ-Chef und Ex-Kanzler Christian Kern auf Facebook. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Liederbuches nun gegen vier Verdächtige, allerdings nicht gegen Landbauer. Inzwischen wurde bekannt, dass einer der vier ein Mitglied der Sozialdemokraten war. Die SPÖ schloss den Mann, der das 1997 neu aufgelegte Liederbuch illustriert haben soll, sofort aus der Partei aus. Österreichs Bundesregierung will die Burschenschaft Germania auflösen, Regierungschef Sebastian Kurz (ÖVP) teilte mit, er habe sich mit Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) auf ein Auflösungsverfahren verständigt. (Thomas Bernhard)

"Efficiency First"
Groko will Energieverbrauch bis 2050 um 50 Prozent reduzieren

Düsseldorf (ots) – Union und SPD wollen im Falle einer großen Koalition ein neues Energieeffizienzgesetz auf den Weg bringen, in dem die Reduzierung des deutschen Energieverbrauchs um 50 Prozent bis zum Jahr 2050 gesetzlich verankert wird. Das geht aus einem aktuellen Entwurf des Energie-Kapitels für den Koalitionsvertrag hervor, der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ vorliegt. „Wir werden ein Energieeffizienzgesetz verabschieden, in dem wir den Ansatz ´Efficiency First` sowie das Effizienzziel der Reduktion des Energieverbrauchs um 50 Prozent bis zum Jahr 2050 gesetzlich verankern“, heißt es in dem Entwurf. Dazu würden bestehende Förderprogramme evaluiert und bei Bedarf nutzergerecht optimiert. „Wir werden die energetische Gebäudesanierung steuerlich fördern (Ziel-Fördervolumen eine Milliarde Euro pro Jahr)“, heißt es in dem Papier. Für den Beginn der steuerlichen Förderung solle der Stichtag 1. Februar 2018 gelten.

100 Millionen Euro mehr in Hochwasserschutz

Union und SPD wollen im Fall einer Neuauflage ihrer großen Koalition zudem den Hochwasser- und Küstenschutz ausbauen. „Wir werden das nationale Hochwasserschutzprogramm umsetzen und stärken es, indem wir es über die derzeit vorgesehenen zehn Jahre hinaus über die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz mit zusätzlich 100 Millionen Euro pro Jahr ausstatten“, heißt es in einem der  „Rheinischen Post“ vorliegenden Entwurf der Groko-Arbeitsgruppe Energie, Klima, Umwelt. Dabei betonen die Unterhändler, die Interessen der Flächeneigentümer würden weiterhin berücksichtigt. Nach den verheerenden Hochwassern im Jahr 2013 im Elbe- und Donaugebiet hatte die Umweltministerkonferenz die Erarbeitung eines Nationalen Hochwasserschutzprogramms unter Koordinierung des Bundes in Höhe von mehreren Milliarden Euro beschlossen.

Transfer-News
Medien: Leipzig an Hakan Çalhanoğlu interessiert

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Leipzig (nex) – Leipzigs Sportchef Ralf Rangnick soll in engem Kontakt mit dem türkischen Nationalspieler Hakan Çalhanoğlu stehen Der deutsche Fussball-Vize-Meister RB Leipzig ist, nach dem feststehenden Abgang von Abgang von Naby Keïta (22) zum FC Liverpool im Sommer, auf der Suche zentralen Mittelfeldspieler. Wie die deutsche „Bild-Zeitung“, aber auch andere Medien berichten, sollen die Leipziger dahingehend an einer Verpflichtung des türkischen Nationalspielers Hakan Çalhanoğlu interessiert sein. Offenbar jedoch ist der Leipziger Verein aber schon seit längerer Zeit an der Verpflichtung Çalhanoğlus, unabhängig vom Weggang Keïtas interessiert. Schließlich, so wissen in Leipzig nicht nur Insider, steht RB-Sportchef Ralf Rangnick bereits seit mehreren Monaten in engem Kontakt zu Hakan Çalhanoğlu, der seit dem Beginn dieser Saison beim AC Mailand unter Vertrag steht und früher auch schon bei mehreren deutschen Vereinen in Hamburg und Leverkusen spielte. In Mailand hat Calhanoglu allerdings noch einen Vertrag bis zum Sommer 2021. So richtig glücklich ist der Freistoßexperte in der Serie A aber noch nicht geworden. (Thomas Bernhard)  

Menschenrechte
Istanbul-Konvention: Geschlechtsspezifische Gewalt wirksam bekämpfen

Berlin – Anlässlich des Inkrafttretens des Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt (Istanbul-Konvention) für Deutschland am 1. Februar 2018 erklärt das Deutsche Institut für Menschenrechte: „Geschlechtsspezifische Gewalt und Belästigungen sind in Deutschland nach wie vor weit verbreitet. Sie öffentlich zu thematisieren – wie derzeit in der Me-Too-Debatte – ist wichtig, um ein Bewusstsein für das Ausmaß und die Folgen geschlechtsspezifischer Gewalt zu schaffen. Politik und Gesellschaft stehen in der Verantwortung, eine effektive und koordinierte Strategie zur Prävention und Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt zu entwickeln. Die Istanbul-Konvention, die heute für Deutschland in Kraft tritt, setzt dafür einen umfassenden menschenrechtlichen Rahmen. Das Institut schlägt deshalb vor, auf Bundes- und Länderebene durch Aktionspläne eine effektive und koordinierte Strategie zur Prävention und Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt zu entwickeln. Begleitet werden sollte dies durch die Einrichtung staatlicher Koordinierungsstellen sowie einer unabhängigen Monitoring-Stelle. Zugleich ist es erforderlich, die Datenerhebung und Forschung über Ausmaß, Formen und Folgen geschlechtsspezifischer Gewalt und über die Wirksamkeit der bereits ergriffenen Maßnahmen verbessert werden. Deutschland hat bereits viele Verpflichtungen aus der Konvention umgesetzt. Eine gute Gesetzeslage, ein ausdifferenziertes spezialisiertes Hilfesystem und eine starke Zivilgesellschaft bieten eine gute Grundlage dafür, jetzt den weiteren Ausbau des Gewaltschutzes in die Hand zu nehmen. Dafür muss etwa sichergestellt werden, dass alle betroffenen Frauen deutschlandweit Zugang zu Beratungs- und Schutzangeboten wie Frauenhäusern und Frauenberatungsstellen haben und dass der Gewaltschutz insbesondere für Flüchtlingsfrauen und für Frauen mit Behinderungen in Recht und Praxis verbessert wird. Mehr in den Fokus kommen sollte auch der Schutz wohnungsloser und obdachloser Frauen. Die Umsetzung und volle Gewährleistung von Menschenrechten ist ein Prozess, in dem Anpassungsbedarf und Schutzlücken identifiziert, Maßnahmen zu ihrer Überwindung ergriffen und die tatsächliche Entwicklung geschlechtsspezifischer Gewalt in der Gesellschaft sowie die Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen fortlaufend beobachtet und bei Bedarf angepasst werden müssen.“

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(Juli, 2015)

– Femizid – Gewalt gegen Frauen: Mexikanischer Gouverneur ruft „Gender-Alarmstufe“ aus

Mexiko – ansonsten meist im Zusammenhang mit gutem Essen, Urlaub und Fußball international in den Schlagzeilen – erlebt derzeit eine Welle der Gewalt gegen Frauen. Frauenrechtsverbände sprechen von einem „Femizid“

Gewalt gegen Frauen: Mexikanischer Gouverneur ruft „Gender-Alarmstufe“ aus

Kommentar
Journalist Klaus Jurgens: Türkei ist eine Demokratie – drei Wünsche an die GroKo

Von Klaus Jurgens Ist es nicht schade: noch bevor die neue deutsche Regierung steht – die ja aller Voraussicht nach als Neuauflage der Großen Koalition in Kürze vereidigt wird sobald die Verhandlungsgespräche erfolgreich beendet sind – wurde aus dem ersten Positionspapier eine Passage bekannt die Befürworter einer normalen, fairen, auf beidseitigem Vertrauen und gegenseitigem freundschaftlichem Verständnis beruhendem Türkeipolitik mit großer Sorge die Stirn runzeln ließ. Und ich persönlich bin mit Sicherheit ein Befürworter einer klar definierten GroKo anstelle von langfristig ohnehin eher unhaltbaren Vielfarbenkombinationen. Wie Medien berichten schließen Union und SPD die Eröffnung weiterer Kapitel für die EU Mitgliedschaft der Türkei aus, einhergehend mit dem Vorwurf die Lage der Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit und der Menschenrechte habe sich dort verschlechtert. Es solle auch keine Visa-Liberalisierung oder Erweiterung der Zollunion geben. In diesem Sinne – man wirft der Türkei doch immer vor es gibt hier keine Meinungsfreiheit – erlaube ich mir jetzt ganz frech mir meine ganz persönliche Meinungsfreiheit herauszunehmen und sage an Europa (darf man doch als EU Bürger?) gerichtet: die Türkei ist eine Demokratie, ein Rechtsstaat und beruht auf der Achtung von Menschenrechten. Was sie nicht mag sind Terroristen, die entweder von zu Hause oder vom Ausland aus ihr Land zerstören wollen. Die britische Regierung versicherte gerade, sie stehe zur Türkei wenn es um die Sicherung ihrer territorialen Rechte geht (Operation Olivenzweig). Interessant also, dass ein anderes – ebenso führendes – europäische Land in diesem aber auch anderen Belangen voll hinter Ankara steht. Könnte es also sein das meine o.a. Meinungsfreiheit darauf basiert das Stück für Stück Europa wieder Richtung Ankara schaut, als Freund? Vor allem Rat und Kommission sind wichtig. Kurz-Rückblick Jamaika: nachdem die Vertreter der grünen Bewegung unter Herrn Cem Özdemir ihre 180 Grad Kehrtwende von einer vormals die moderne Türkei unterstützenden Partei (sogar der Europa-Kongress der Grünen fand einst in İstanbul statt…) in eine Anti-Türkei Hassparolen-Gruppierung vollzogen hatten und somit als ernstzunehmender Türkei-Gesprächspartner weg vom Fenster waren, gab es jüngeren Datums natürlich noch eine weitere Entwicklung: Herr Özdemir könnte unter Jamaika sogar Außenminister werden. Letzteres nun zu den Akten gelegt, dachte man eigentlich eine GroKo – Wiederauflage würde auch bezüglich der deutschen Position zur Türkei eine eher positive Blickrichtung mit sich bringen, vor allem nach den inoffiziellen Gesprächen zwischen Außenminister Mevlüt Çavusoğlu und seinem deutschen Amtskollegen, Sigmar Gabriel, in dessen Heimatstadt Goslar am Harz. Im Wahlkampf bereits als Thema missbraucht, sieht es nun ganz danach aus als ob die Türkei als eine Art ‚Politik-Uhu‘ verwendet wird um sicherzustellen dass Hardliner in welcher der beteiligten Parteien auch immer (Türkei-)Ruhe geben. Hätte man da nicht einhundert andere innenpolitische und außenpolitische Fragen auswählen können anstatt wieder einmal ein ganzes Land und seine stolzen 80 Millionen Menschen ins Abseits zu rücken? Oder ist es in der Tat so schlecht um die deutsche Politik bestellt, dass man die Türkei als permanentes Feindbild deklariert hat und quasi in die Fußstapfen der Grünen-Partei tritt; alles was die moderne demokratische Türkei macht als falsch und mies darstellt und als den gemeinsamen ‚Negativ-Nenner‘ definiert? Ich möchte diese Negativität aber nicht kopieren und versuche von daher in die Zukunft zu blicken, oder eher gesagt, über die Zukunft zu schreiben. Mit anderen Worten: es gibt da drei Themenbereiche (neben vielen anderen aber ich möchte meinen journalistischen Punkt so deutlich wie möglich machen und habe von daher ‚hot picks‘ ausgewählt) wo ich hoffe die erneute GroKo und ihre doch welterfahrenen und diplomatisch exponierten Politikerinnen und Politiker drehen das Anti-Türkei Ruder herum und steuern wieder in sichere Häfen, basierend auf Gemeinsamkeiten. Da wäre erstens das fehlende Verständnis für den Juli 2016 – Putschversuch; ich bitte um vollste Unterstützung für die Bemühungen in der Türkei die kriminellen Putschisten zur Verantwortung zu ziehen und das muss auch Hilfestellung bei der Suche nach flüchtigen Putschisten,f die sich ins Ausland abgesetzt haben beinhalten. Anders formuliert: wie hätten Sie in Berlin reagiert wenn ein Parallelstaat mit Hilfe von Teilen des Militärs den Bundestag gestürmt und dabei weit über 200 Menschen getötet hätte um sodann eine Diktatur auszurufen? Zweitens, das ebenso fehlende klare Bekenntnis darüber, dass die Türkei nach Europa gehört anstatt die Tür komplett zuzuschlagen wie jetzt angedeutet – das sollte als klare Ansage kommen. Das heißt auch: Visa-Liberalisierung für 6-monatige Schengen – Visa jetzt, und nicht mal wieder 54 Jahre später. Und drittens, die größtenteils immer noch fehlende Bereitschaft im Kampf gegen die PKK auf deutschem Boden endlich Härte zu zeigen; damit die Gärtner des Terrorismus auszuschalten, natürlich immer im Rahmen des Rechtsstaates. Die letzte Bemerkung bzw. den Ausspruch ‚Gärtner des Terrorismus‘ entnahm und übernahm ich dankenswerterweise von einem Kommentar des türkischen Präsidenten auf eine vor-fabrizierte Frage eines französischen Journalisten der die Türkei beschuldigte falsch vorzugehen im Kampf gegen FETÖ u.a.; gehört während der Pressekonferenz von Präsident Emmanuel Macron und Präsident Recep Tayyip Erdoğan kürzlich in Paris. Aller guten Dinge sind drei – dann kann man ja eine Null hinten anfügen wenn die Zeit für die nächsten 27 ‚hot picks‘ gekommen ist. Aber die drei hier, das wäre doch einmal ein guter Anfang vor allem für die neue Große Koalition der ich wirklich alles Gute und viel Erfolg wünsche vor allem mit all der diplomatischen und auch Türkei-Erfahrung die wir in ihren Reihen mit Sicherheit wiederfinden werden. Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Kommentar – “Was, Ihr verbringt Weihnachten in der Türkei?”

Die moderne Türkei des Jahres 2017 heißt Menschen mit anderen Glaubensbekenntnissen sehr herzlich willkommen. Ich selber als ein protestantischer Christ habe mich nie ausgegliedert gefühlt, wurde selten gefragt wie mein Glauben denn eigentlich aussieht… ob in eher ländlichen Regionen oder den tollen Metropolen dieses immer faszinierenden Landes: was mir immer gesagt wurde war „Klaus, wie können wir Dir helfen Weihnachten so zu feiern wie Du es gewohnt bist?“

„Was, Ihr verbringt Weihnachten in der Türkei?“

Klaus Jurgens
Klaus Jurgens – London School of Economics Postgraduate Degree Government. Vormals Uni-Dozent Ankara, Schwerpunkt BWL und KMU. Über zehn Jahre vor Ort Erfahrung Türkei. Zur Zeit wohnhaft in Wien. Politischer Analyst und freiberuflicher Journalist.