Gaziantep (nex) – Die Terrororganisation der PYD/PKK unterdrückt die Menschen in Afrin, einer Stadt im Norden Syriens. Dies gab der Kurdische Nationalrat bekannt.
„Die PYD verteidigt keineswegs die Rechte der Kurden und hat auch nicht unsere Ideologie. Wir [Kurden in Syrien] sind Menschen, die sich nach Freiheit, Frieden und Ruhe sehnen“, sagt Abdul Bari Usman, der Pressesprecher des Rates, in einem Exklusivinterview mit der Nachrichtenagentur Anadolu.
„PYD bedeutet Unterdrückung [in Syrien].“
Er weist darauf hin, dass das kurdische Volk in Syrien Folter und Unterdrückung ausgesetzt sei, und das nicht nur durch das Assad-Regime, sondern auch durch die PYD/PKK.
Usman lebt mittlerweile in der südosttürkischen Provinz Gaziantep. Er kam mit seinen vier Kindern in die Türkei, nachdem er nach Razzien durch die PYD/PKK aus Qamischli, dem von der Regierung kontrollierten Bezirk des Gouvernements Hasakah im Nordosten Syriens, geflohen war.
Afrin gehöre den Einheimischen, die sich nach Freiheit sehnten, betont er und fügt hinzu:
„Afrin kann nicht zur PYD gehören, das sollte es nicht. Afrin ist das Land der Einheimischen.“
Das Assad-Regime übergab Afrin kampflos an die PYD/PKK. In dem Gebiet befinden sich laut Informationen, die nach eigenen Angaben Anadolu vorliegen, derzeit 8.000 bis 10.000 Terroristen.
Demnach verstecken sich Terroristen in Schutzräumen und Gruben in Wohngebieten in Afrin, einer Region, die an die türkischen Provinzen Hatay und Kilis grenzt. Die Türkei hatte in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass die Region ein Nest für Terroristen sei.
Usman äußert in dem Gespräch, die Befürchtung der syrischen Kurden, dass die PYD/PKK im Falle eines Krieges Afrin Assad übergeben werde.
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Syrische Flüchtlinge: Die PYD hat unsere Häuser und Grundstücke besetzt
„Die PYD hat unsere Häuser und Grundstücke besetzt und diese den Kurden übergeben, die aus dem Irak, Iran und anderen Regionen Syriens hergebracht wurden“, so ein arabischer Flüchtling gegenüber Journalisten.
Von Ernst Wolff
In der vergangenen Woche ist es an der New Yorker Aktienbörse mehrmals zu sogenannten „Flash-Crashs“ gekommen. Darunter versteht man extreme Kurseinbrüche, die nur wenige Minuten andauern und in deren Folge sich die Kurse zu einem beträchtlichen Teil wieder erholen.
In den Medien werden diese „Flash-Crashs“ oft als nicht vorhersehbare, urplötzlich eintretende Ereignisse dargestellt, die besonders die großen Marktteilnehmer mit ihren riesigen Einsätzen hart treffen.
In Wahrheit ist genau das Gegenteil der Fall: Flash Crashs können von großen Marktteilnehmern wie Hedgefonds und internationalen Großbanken absichtlich herbeigeführt und zur eigenen Gewinnmaximierung genutzt werden. Verlierer des Spiels sind die Kleinanleger.
Das Ganze funktioniert folgendermaßen: Werfen ein oder mehrere Hedgefonds oder Großbanken gleichzeitig große Aktienpakete auf den Markt, dann bricht der Kurs der betreffenden Aktien blitzschnell kräftig ein. Viele Kleinanleger haben zum Schutz vor größeren Verlusten „Stop-Loss-Orders“ platziert, die dazu führen, dass ihre Aktien bei einem bestimmten Kursverlust automatisch verkauft werden. Meistens werden diese Orders bei einem Verlust von fünf Prozent aktiviert.
Hedgefonds-Betreiber müssen also nur dafür sorgen, dass es zu einem Kurssturz von mindestens fünf Prozent kommt. Dann können sie abwarten, bis eine Verkaufswelle der Kleinanleger mit Stop-Loss-Ordern einsetzt und den Kurs weiter in die Tiefe treibt. Sobald der Kursrückgang dann abebbt, können sie erneut einsteigen und die Kurse so wieder in die Höhe treiben.
Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Der Kurswert einer Aktie liegt bei 100 Euro. Einige Hedgefonds beschließen, ihre Aktienpakete auf den Markt zu werfen, was den Kurs in Sekunden oder Minuten um fünf Prozent einbrechen lässt und bei Kleinanlegern automatisch die Stop-Loss-Orders auslöst.
Diese zweite Verkaufswelle treibt den Kurs um weitere vier Prozent nach unten. Sobald die Talsohle erreicht ist – ein Zeitpunkt, den die Algorechner der Profis sehr genau bestimmen können – steigen die Hedgefonds bei einem Kurs von 91 Euro pro Aktie wieder ein, was den Kurs wieder auf 97 Euro pro Aktie hochtreibt.
Die Hedgefonds haben also, obwohl der Kurs gegenüber dem Ausgangswert um drei Prozent gefallen ist, auf die einzelne Aktie einen Gewinn von 6 Euro gemacht. Kleinanleger mit einer Stop-Loss-Order, die wegen der rasanten Geschwindigkeit der Ereignisse erst nach dem Flash Crash wieder einsteigen, müssen dagegen einen Verlust von sieben Euro (fünf Euro beim Verkauf, zwei Euro beim erneuten Einstieg bei 97 Euro) hinnehmen.
Das Flash-Crash–Phänomen zeigt nicht nur, wie sehr die Aktienmärkte von den großen Marktteilnehmern manipuliert werden. Es zeigt vor allem ihren zutiefst pervertierten Charakter, denn eigentlich dient das Prinzip der Stop-Loss-Orders, also der Eingrenzung von Verlusten, ja dem Schutz von Kleinanlegern. Mittlerweile aber haben die großen Player im Aktiengeschäft eine solche Marktmacht, dass sie sogar solche Schutzmechanismen zum eigenen Vorteil nutzen und sie dadurch in ihr Gegenteil verkehren können.
Da Flash-Crashs kein neues Phänomen sind und Großinvestoren Kleinanleger in der Vergangenheit bereits mehrfach auf diese Weise um erhebliche Summen erleichtert haben, werfen sie auch ein bezeichnendes Licht auf die vermeintliche „Finanzaufsicht“ sämtlicher Börsen. Bis heute ist weltweit kein Fall bekannt, in dem eine Behörde auch nur den Versuch unternommen hätte, diesem Treiben ein Ende zu bereiten.
Im Grunde wäre es allerdings auch ein aussichtsloses Unterfangen, denn die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die internationale Finanzelite sich auf Grund ihrer Allmacht selbst dort, wo rechtliche Einschränkungen gelten, nicht darum schert und in den Fällen, in denen es tatsächlich zu gerichtlicher Verfolgung kommt, sowohl von der Justiz, als auch von der Politik mit Samthandschuhen angefasst wird.
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Kommentar: Was steckt hinter der Russlandhetze der USA?
Wenn es um Russland geht, werden amerikanische Politiker hysterisch. Egal, was auf der Welt geschieht – es gibt kaum eine negative Meldung, deren Ursache nicht umgehend Russland oder dem russischen Präsidenten zugeschrieben wird. Ein Kommentar.
Anstieg politisch motivierter Straftaten: Sind AfD-Politiker für antisemitische und antimuslimische Stimmung mitverantwortlich?
Von Yasin Baş
2017 registrierte der „Kriminalpolizeiliche Meldedienst“ 2691 politisch motivierte Straftaten mit antichristlichem, antisemitischem sowie antimuslimischem Hintergrund. 1495 Delikte hatten demnach ein judenfeindliches und 1069 Fälle ein antimuslimisches Tatmotiv. Bei den politisch motivierten Verbrechen gegenüber Christen zählten die Behörden 127 Fälle. Die Zahlen wurden jetzt durch eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion bekannt.
Volksverhetzung als Strategie?
Vor diesem aktuellen Hintergrund erscheint die türkenfeindliche Hetzrede des AfD-Landesvorsitzenden von Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, beim Politischen Aschermittwoch im sächsischen Nentmannsdorf, in einem neuen Licht. Der AfD-Politiker hatte die in Deutschland lebenden Türken als „Kümmelhändler“ und „Kameltreiber“ verunglimpft, die „in Deutschland nichts zu suchen und nichts zu melden“ hätten.
Daraufhin kündigten türkische Verbände Anzeigen wegen Volksverhetzung an. Der Hetzredner der AfD ruderte zwar zurück, indem er davon sprach, dass es sich bei seiner provokanten Diffamierungsaktion nur um eine „zugespitzte Politsatire“ gehandelt habe. Die Staatsanwaltschaft Dresden leitete dennoch Vorermittlungen ein. Es ist nicht das erste Mal, dass AfD-Politiker bewusst menschen- und verfassungsfeindliche Hetzansprachen halten und somit den sozialen Frieden und die gesellschaftliche Eintracht in Deutschland stören.
Schon der AfD-Parteivorsitzende Alexander Gauland hatte im August 2017 bei einer Wahlkampfveranstaltung im thüringischen Eichsfeld von einer Entsorgung der damaligen SPD-Vizevorsitzenden und Staatsministerin Aydan Özoguz gesprochen: „[…] und wir werden sie dann auch, Gott sei Dank, in Anatolien entsorgen können.“
Menschenverachtende Provokation
In der rechtsnationalen Zeitung „Junge Freiheit“ gab Gauland überdies zu, er hätte das Wort „entsorgen“ nicht verwenden sollen, bekräftigte jedoch: „Inhaltlich stehe ich aber zu meiner Aussage“. Hetzparolen und krude Aussagen, die sich gegen die öffentliche Sicherheit und den Frieden in Deutschland richten gab es auch vom Thüringer AfD-Fraktionschef Björn Höcke, der nicht nur den Islam verbieten wollte, sondern auch eine „erinnerungspolitische 180-Grad-Wende“ forderte und das Holocaust-Mahnmal in Berlin als „Denkmal der Schande“ bezeichnete.
Zudem verunglimpfte Jens Maier von der Sachsen-AfD, Noah Becker als „Halbneger“. Auch hier hat die Staatsanwaltschaft Dresden wegen Beleidigung Ermittlungen aufgenommen. Die Immunität des Bundestagsabgeordneten wurde aufgehoben.
Muss bald der Verfassungsschutz eingreifen?
Manche Leute in der AfD spiegeln in ihren unkultiviert-grausamen Reden wohl ihren Hass, ihre Brutalität und ihren böswilligen Rachedurst, der anscheinend tief in ihren Köpfen verbrannt ist, wider. Solche menschenverachtenden Aussagen nehmen in allen rechtspopulistischen Parteien und Zusammenschlüssen in Europa überhand.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bezeichnet diese reaktionäre Entwicklung ganz richtig als „Strategie“. In der AfD gibt es leider schon so viele unzivilisierte Entgleisungen, dass bald der Verfassungsschutz eingreifen müsste. Genau wie Teile der Linkspartei zurecht vom Inlandsnachrichtendienst beobachtet werden, muss nun auch der rechtsextreme Teil der AfD unter Aufsicht gestellt werden.
Die kurze Zeit der Weimarer Republik lehrt uns: Links- wie Rechtsextremisten dürfen keine Chance erhalten, die Republik und die Demokratie zu zersetzen und zu zerstören. Dies kann sehr schlimme und weitreichende Schwierigkeiten für unser Land bedeuten. Ganz zu schweigen vom Verlust der internationalen Reputation.
Die extremistischen Parteien isolieren Deutschland. Leider erhalten sie für ihre weltfremden und fortschrittsfeindlichen Ansichten immer mehr Zustimmung. Und zwar in ganz Europa. Das bedeutet leider auch, dass unsere Demokratie und Zivilisation weitaus gefährdeter ist, als wir glauben.
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– Wie Begrifflichkeiten zu Heuchelei führen können –
Kommentar: Ein Vergleich des G20-Gipfels mit den Gezi-Protesten
Nach den gewalttätigen G20-Demonstrationen in Deutschland entbrannte in Deutschland eine kontroverse Diskussion über Linksextremismus, Gewalt und das Gewaltmonopol des Staates. Die Unruhestifter wurden von manchen als „Chaoten“, „Horden“, „Kriminelle“, „Krawallmacher“ oder „Randalierer“ bezeichnet. Ein Kommentar.
Yasin Baş ist Politologe, Historiker, Autor und freier Journalist. Zuletzt erschienen seine Bücher: „Islam in Deutschland – Deutscher Islam?” sowie „nach-richten: Muslime in den Medien”.
Düsseldorf (ots) – Der Chef der SPD-Jugendorganisation , Kevin Kühnert, hat vor seinen Auftritten an diesem Freitag in Nordrhein-Westfalen mehr Abgrenzung zur Union gefordert.
„Um wieder stark zu werden, muss die SPD in den Themen, die den Alltag der Menschen bestimmen, endlich wieder deutlich unterscheidbar von der Union werden“, sagte Kühnert der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. „Gerade in der ,Herzkammer der Sozialdemokratie‘ beobachten viele Mitglieder mit Sorge den aktuellen Zustand ihrer SPD“, sagte Kühnert mit Blick auf NRW.
Dort habe man über Jahrzehnte sehen können, dass starke Wahlergebnisse möglich sind, wenn sich die SPD als klar eigenständige politische Kraft positioniere. „Deshalb ist insbesondere in NRW die Enttäuschung über gefühlt mehr als ein Jahrzehnt im Beiwagen der Union groß“, sagte Kühnert.
Für diesen Freitag hat der Juso-Chef Diskussionsveranstaltungen in Recklinghausen und Duisburg geplant, um für die Ablehnung einer neuen großen Koalition zu werben.
Pro Asyl mahnt Bundesregierung: Jetzt endlich Abschiebungen nach Afghanistan stoppen
Osnabrück (ots) – Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl hat angesichts eines neuen UN-Berichts über zivile Kriegsopfer in Afghanistan an die Bundesregierung appelliert, jetzt endlich die Fakten über die Lage auf den Tisch zulegen und Abschiebungen in das Land sofort zu stoppen. Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“:
„Das Auswärtige Amt muss endlich einen sachgerechten Lagebericht veröffentlichen. Es kann nicht sein, dass das Außenministerium seit vielen Monaten damit argumentiert, dass die deutsche Botschaft in Kabul zerstört und nicht arbeitsfähig ist.“ Mit dieser Schutzbehauptung wolle sich die Bundesregierung lediglich vor dem öffentlichen Eingeständnis drücken, dass es keine sicheren Regionen in Afghanistan gebe.
Menschenrechtler alarmiert über neuen UN-Bericht
Belege für die überaus kritische Lage gebe es zuhauf, betonte der Geschäftsführer und verwies unter anderem auf den aktuellen UN-Bericht über die Entwicklung in Afghanistan. Danach sind im vergangenen Jahr im Krieg gegen die radikalislamischen Taliban und die Terrormiliz IS in Afghanistan das vierte Jahr in Folge mehr als 10 000 Zivilisten getötet oder verletzt worden.
Burkhardt ergänzte: „Wir haben eine Gemengelage, in der es ein unverantwortliches Risiko ist, Menschen dorthin zu verfrachten.“ In Afghanistan agierten nicht nur die Taliban und der IS, sondern darüber hinaus auch noch regionale Warlords, „teilweise mit besten Beziehungen zum Regierungsapparat“.
Düsseldorf (ots) – Die Zahl der Asylbewerber aus der Türkei ist in den vergangenen zwei Jahren sprunghaft angestiegen. Dies geht aus Daten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hervor, die der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ vorliegen.
Während sie in den Jahren 2013 bis 2015 jeweils deutlich unter 2000 lag, kletterte sie 2016 – dem Jahr des Putschversuchs in der Türkei – auf 5742. Im vergangenen Jahr verzeichnete das BAMF einen weiteren Schub mit insgesamt 8483 von türkischen Bürgern gestellten Asylanträgen.
Davon waren 8027 Erstanträge. Die Zahl der Schutzsuchenden wird wohl auch im laufenden Jahr auf einem hohen Niveau bleiben.
Mit 741 neu registrierten Asylsuchenden lag die Türkei im Januar in der Top Ten der Staatsangehörigkeiten von Asylbewerbern auf Platz vier noch vor dem Iran und Afghanistan.
Nur aus Syrien, dem Irak und Nigeria kamen mehr Menschen, die in Deutschland Asyl begehren.
Attentate haben keine Religion!
Ein Gastbeitrag von M. Teyfik Özcan
Heute erreichen uns wieder schreckliche Nachrichten über eine Bluttat aus den Vereinigten Staaten, die uns betroffen machen und nachdenklich stimmen.
Die medialen Propagandazüge gegen den Islam haben mittlerweile derart ein erschreckendes Maß angenommen, dass wir bei jedem Attentat, in einem überwiegend christlich bewohnten Land, die Luft anhalten und hoffen, dass der Attentäter keinen muslimischen Hintergrund hat.
Warum?
Wir sollten uns als Muslime von der politischen und ideologischen Indoktrination befreien und uns nicht mehr in die Opferrolle drängen lassen.
Jeden Tag sterben in den USA durchschnittlich 90 Personen durch Schusswaffen, ohne dass die hiesigen Medien darüber ausführlich berichten. Einzige Ausnahme: Ein Amoklauf.
Aber wehe der Täter hat einen muslimischen Hintergrund oder er ruft öffentlichkeitswirksam bei der Tat „Allahu Ekber“, dann fallen die Medien wie blutrünstige Hunde auf die Beute (Ereignisse) und schlachten das Thema tagelang aus bis dem letzten neutral eingestellte Bürger suggeriert wird, es war ein Muslim und er muss sich vor dem Islam fürchten.
Wie sich dann später herausstellt, sind die finanzstarken Hintermänner der Attentate keine Muslime. Sie missbrauchen die geistig gestörten Attentäter und den heiligen Islam für ihre perfiden ideologischen Kampagnen. So geschehen bei der Sauerlandgruppe, Anis Amri usw.
Daher: Der Ku-Klux-Klan oder Breivik repräsentieren das Christentum genauso wenig wie der Terrorstaat (IS) oder die muslimischen Attentäter den Islam.
Terrorismus hat keine Religion!
Berlin und Ankara wollen wieder engere Beziehungen und die dazu begonnenen Gespräche fortsetzen
Berlin (nex) – Nach einer Zeit, in der man vornehmlich übereinander, statt miteinander gesprochen hat und belasteter gegenseitiger Beziehungen, kam der türkische Ministerpräsident Bınalı Yıldırım am heutigen Donnerstag zum Besuch der deutschen Bundeskanzlerin nach Berlin. Die gemeinsamen Gespräche standen wohl am ehesten unter dem Motto „eine neue Seite in den gemeinsamen Beziehungen aufschlagen“.
Trotz wohl als verhaltene und nüchterne Töne bei der anschließenden Pressekonferenz zu bezeichnenden Worte von Yıldırım und Merkel, war das eher informelle Treffen wohl doch erfolgreich. Und, auch wenn sich Yıldırım und Merkel heute in Berlin voneinander verabschiedeten, man will weiter miteinander sprechen.
„Der Ministerpräsident und ich haben vereinbart, dass wir unsere Kontakte intensivieren wollen, wenn wir in Deutschland hoffentlich bald eine stabile Regierung haben“, sagte Merkel und fügte hinzu: „Wir wissen, dass unser bilateralen Beziehungen in schwerem Fahrwasser waren und zum Teil auch noch sind, aber wir bemühen uns Schritt für Schritt, die Fälle zu lösen, die dazu geführt haben“.
Das Gespräch sei „nicht nur einfach, sondern auch nützlich“ gewesen. Auch der türkische Ministerpräsident sieht das so und ergänzte auf der gemeinsamen Pressekonferenz:
„Wenn eine Regierung in Deutschland gebildet ist, hoffe ich, dass wir mit den Gesprächen weitermachen, die wir begonnen haben. Und ganz klar und deutlich, die rund drei Millionen Deutsch-Türken in Deutschland, aber auch die in der Türkei lebenden Deutschen sind in jedem Fall eine Garantie für gute Beziehungen. All diese Menschen bilden eine Brücke zwischen den beiden Ländern und ihren Völkern“.
Auch das Jahr 2016 mit dem in der Türkei niedergeschlagenen Putschversuch spielte, nicht nur in dem gemeinsamen Gespräch zwischen Merkel und Yıldırım eine Rolle, sondern Beide gingen darauf auch in ihren Stellungnahmen im Anschluss ein. „Wir haben da schon gesagt, aber wir machen es erneut in aller Klarheit deutlich, wir sind gegen jeden Umsturzversuch in der Türkei“, erklärte Merkel.
Und Yıldırım ergänzte, sollten Vorwürfe gegen die im Rahmen des Putschversuchs Inhaftierten haltlos sein, wird sich die Türkei für die Entlassung der Menschen bereit zeigen. „Genauso wie Deutschland ist die Türkei ein Rechtsstaat“, so Yildirim.
Ferner informierte der türkische Ministerpräsident über die Beweg- und Hintergründe zum türkischen Kampf gegen den Terror, speziell natürlich auch über das Vorgehen der türkischen Streitkräfte gegen den syrischen Ableger der Terrororganisation PKK in der Region der syrischen Stadt Afrin und die Terrormiliz IS (Daesh).
Thomas Bernhard, Christoph Habermann und Susanne Ackermann
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Außenminister Çavuşoğlu: Türken betrachten Deutsche traditionell als gute Freunde
Die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei waren 2017 angespannt. Für das neue Jahr erwartet der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu aber Entspannung.
Schengen-Visa-Liberalisierung für die Türkei: nicht wieder 55 Jahre später!
Von Klaus Jurgens
Worum geht es eigentlich bei der heiß diskutierten Visa-Liberalisierung, die Ankara nun zu Recht einfordert und die Brüssel immer noch nicht zugestehen will? Fakten auf den Tisch:
Das, worüber verhandelt wurde und leider immer noch wird, ist im Prinzip eine Roadmap, eine Art politischer Fahrplan, auf den sich die Türkei und die EU vor einigen Jahren verständigt hatten. Eigentlich sah im Jahre 2016 auch alles ganz einfach aus, da im Gegenzug zur Visafrage die Türkei das (Flüchtlings-)Wiederaufnahme-Paket unterzeichnen sollte.
Nicht sofort aber Stück für Stück definierte die EU die Türkei also als ein sicheres Ursprungsland, das heißt: Flüchtlinge, die über die Türkei illegal nach Europa gelangt sind, könnten ohne Bedenken wieder in die Türkei zurückgeschickt werden. Die große Frage blieb natürlich, was dann passiert – eine weitere Abschiebung in das Heimatland oder eventuell Asyl in der Türkei? Auf alle Fälle hatte und hat die Türkei alles getan, um ihr Wort zu halten. Im Gegenzug versprach die EU, zügig mit der Visa-Liberalisierung voranzuschreiten. Ich komme gleich darauf zurück, um welchen Visa-Typ es sich hier eigentlich nur handelt.
Darüber hinaus wurde seitens der EU erhebliche finanzielle Unterstützung zunächst in der Höhe von drei (später noch einmal doppelt so viel) Milliarden Euro angeboten, dies jedoch nicht als Teil des ursprünglich vereinbarten Re-admission Agreements inklusive Visa-Liberalisierung.
Ja, richtig: die Gelder – wenn auch viel langsamer und auch nur in Teilsummen für Projekte mit Flüchtlingsbezug, die auch von Brüssel vorab begutachtet werden müssen – begannen in der Tat, in der Türkei anzukommen. Ja, ebenso zutreffend: Europa lobt beinahe täglich die Türkei für ihre sensationellen humanitären Hilfsleistungen für die Millionen von Flüchtlingen, welche die Türkei vor allem seit Beginn der Syrien-Krise bei sich willkommen heißt.
Nur da fehlt doch etwas: die versprochene (Visa-)Gegenleistung!
Dieser Fahrplan wie o. a. basiert auf 72 Einzelpunkten, die sobald von der Türkei angehakt, die Visa-Liberalisierung garantieren soll. Einige sind zumeist rein technische und logistische Aspekte, inklusive zum Beispiel welche Art von Identitätsdokumenten verwendet werden sollen, andere Punkte sind aber weitaus umfangreicher, wie zum Beispiel die Frage der Korruptionsbekämpfung oder Zusammenarbeit mit Europol.
Eigentlich ist es eine Art Mini-EU-Mitgliedsschafts-Katalog und wie erwartet hat Ankara alle (!) Punkte bereits abgehakt und erfüllt. Aber die EU wartet immer noch ab, da sie sich ein ganz besonderes Schmankerl als letzte Verzögerungstaktik aufgehoben hatte: die Türkei müsse ihre Terrorismusgesetze überarbeiten und denen der EU angleichen. Nur dass es nirgendwo sonst in Europa einen Militärputschversuch (Juli 2016) gab, den man mit ‚normalen‘ Gesetzen mit Sicherheit auch in keinem anderen Land hätte wirksam aufarbeiten können.
Aber selbst hier hat Ankara nun alles getan, so wie Brüssel es für richtig hielt und vor wenigen Tagen eine Stellungnahme an die EU übergeben, die diesen Sachverhalt eindeutig darstellt. Also ist es nur verständlich und ebenso richtig, dass Ankara jetzt die Visa-Liberalisierung einfordert und zwar noch dieses Jahr und nicht wieder einmal 55 Jahre später (die EG/EU-Beitrittsverhandlungen fingen ja im Prinzip bereits im Jahre 1963 an, also 55 Jahre vorher…)
Es ist für mich von daher absolut unverständlich, warum die EU immer noch zögert. Es geht nämlich nur um einen Typ von Schengen Visa, die ‚kleine Variante‘ sozusagen. Das, worüber verhandelt wurde und wird, sind sechsmonatige Kurzaufenthaltsvisa für türkische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger. Das heißt, dass anstatt wie zur Zeit man alle 180 Tage maximal 90 Tage in einem Schengen-Staat verbringen darf, könnte man dann problemlos ein- und ausreisen aber eben niemals länger als sechs Monate an einem Stück im Schengen-Raum verbleiben.
Und anstelle von 90 Tagen in 180 hieße das eben 180 innerhalb eines Jahres, obwohl dieser letzte Punkt noch einer Klarstellung bedarf: maximal 180 Tage pro Jahr oder maximal 180 Tage pro 180 Tage; das heißt wie lange pro Kalenderjahr darf man sich insgesamt im Schengen-Raum aufhalten.
Die Roadmap beinhaltet aber keine Automatisierung bei der Vergabe von fünfjährigen Schengen-Visa oder gar Aufenthaltserlaubnissen. Sollte man sich im Schengen-Raum niederlassen möchten, sei es als Student, Arbeiter, Unternehmer oder Rentner, gelten nach wie vor dieselben, teilweise einzelstaatlichen Richtlinien.
Also woher rührt diese Panik in der EU, der Türkei dieses (Schengen-)Recht immer noch zu verweigern?
Viele Türken werden von einer visafreien Reise in den Schengen-Raum profitieren. Die degradierende Antragsprozedur, oft verknüpft mit bis zu 17 (!) schriftlichen Unterlagen, die man vorzulegen hat, sowie die hohe Visagebühr fallen dann endlich weg. Man kann von heute auf morgen kurzfristig einen Urlaub machen oder ein krankes Familienmitglied besuchen.
Man kann Termine vereinbaren. Die Türkei und Europa werden sich wieder näher kommen. Viele EU_Bürger können ja bereits problemlos in die Türkei einreisen, vor allem Deutsche steigen einfach in einen Flieger und erhalten am Flughafen ihren Stempel zur Einreisebewilligung (maximal 90 Tage pro 180 Tage Zeitraum). Also umgekehrt sollte das doch auch nur eine Kleinigkeit sein?
Und glauben Sie mir, verehrte Leserinnen und Leser: alle zukünftigen visafreien Schengen-Besucher werden genau das bleiben: gut bezahlende Besucher, die aber genauso gerne wieder in ihr schönes Heimatland Türkei zurückkehren werden. Manche in Europa befürchten, Millionen von Türken würden ihre Visa-Zeit illegal ‚erweitern‘ und für immer in Europa bleiben. Verzeihung, aber wer kann denn so einen ‚Fake-News‘ Kommentar verantworten?
Arbeit gibt es in der modernen Türkei. Tolle Ausbildung ebenso. Große, helle Wohnungen. Ein Hi-Tech-Land mit Hochgeschwindigkeitszügen. Für die 999 weiteren positiven Aspekte der heutigen Türkei und warum man durchaus dorthin zieht als von dort wegzuziehen – dafür fehlt hier leider der Platz.
Visa-Liberalisierung: jetzt oder nie – bitte liebe Politikerinnen und Politiker im nahen Brüssel: nehmt die Türkei endlich ernst und verhandelt mit ihr ihr auf Augenhöhe. Europa und die Türkei gehören einfach zusammen, da stören lästige Visafragen doch nur.
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“Was, Ihr verbringt Weihnachten in der Türkei?”
Die moderne Türkei des Jahres 2017 heißt Menschen mit anderen Glaubensbekenntnissen sehr herzlich willkommen. Ich selber als ein protestantischer Christ habe mich nie ausgegliedert gefühlt, wurde selten gefragt wie mein Glauben denn eigentlich aussieht… ob in eher ländlichen Regionen oder den tollen Metropolen dieses immer faszinierenden Landes: was mir immer gesagt wurde war „Klaus, wie können wir Dir helfen Weihnachten so zu feiern wie Du es gewohnt bist?“
Klaus JurgensKlaus Jurgens – London School of Economics Postgraduate Degree Government. Vormals Uni-Dozent Ankara, Schwerpunkt BWL und KMU. Über zehn Jahre vor Ort Erfahrung Türkei. Zur Zeit wohnhaft in Wien. Politischer Analyst und freiberuflicher Journalist.
Jede noch so fantastische Geschichte ist irgendwo in der Wirklichkeit verankert, das gilt auch für die spannenden Spielfilme und Serien der Gegenwart.
Historische Städte und faszinierende Landschaften dienen als Kulisse für einprägsame Filmszenen, die rund um den Erdball über Kinoleinwände und Displays flackern. Wer den Drehort seines Lieblings-Blockbusters ganz real erlebt, fühlt sich oft, wie in einen Traum versetzt. Wir begeben uns auf die Spuren von Daenerys Targaryen, James Bond und Walter White.
Die opulente Fantasy-Serie Game of Thrones hat es bis ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft: In 173 Staaten der Erde lief die zweite Folge der fünften Staffel exakt gleichzeitig – das ist noch keinem Filmstreifen zuvor gelungen. Unter Beachtung der Tatsache, dass es insgesamt nur ungefähr 200 Staaten gibt, erscheint diese Leistung noch erstaunlicher, denn sie lässt wenig Raum, irgendwann einmal überboten zu werden.
Ihren hohen Bekanntheitsgrad erreichte die Serie sicherlich vor allem durch ihre starken Charaktere, doch auch die atemberaubend schönen Drehorte versetzen das Publikum immer wieder in Begeisterung. Viele davon lassen sich problemlos in natura besichtigen, die europäischen Ziele liegen sogar fast vor der Haustür.
Die Hauptstadt des sagenhaften Landes Westeros lag beispielsweise zu Anfang auf der Mittelmeerinsel Malta: In der ersten Staffel diente das Stadttor von Mdina als Tor zu Königsmund, durch das Catelyn Stark und Ser Rodrik in die Stadt hineinritten. An der malerischen Pjazza Mesquita entstand Kleinfingers florierendes Bordell und durch die engen Gassen Vallettas trieb sich eine verzweifelte und hungrige Arya.
Der mächtige dothrakische Häuptling Khal Drogo gab gleich nebenan auf der Insel Gozo seiner wunderschönen Daenerys das Ja-Wort, das majestätische Felsentor mit dem klingenden Namen Azure Window untermalte diesen Akt mit seiner rauen Schönheit.
Im März 2017 zerbrach die natürliche Felsformation während eines Sturms und versank im Meer. Obwohl dieses Wahrzeichen Maltas heute nicht mehr live und in Farbe zu bestaunen ist, lohnt sich dennoch ein Besuch auf der mit zahlreichen weiteren Sehenswürdigkeiten gesegneten Inselgruppe. Der idyllische Fischerort Marsaxlokk mit seinen kunterbunten Booten gehört ganz gewiss dazu, ebenso wie die verwunschene, türkisfarbene Bucht St. Peter’s Pool.
(Foto: Wikimedia)
In der zweiten Staffel zog Königsmund nach Dubrovnik um, einer historischen kroatischen Küstenstadt, die dem UNESCO-Weltkulturerbe angehört. Drei Festungen zählen zu der beinahe vollständig erhaltenen Altstadt: Minceta, Bokar und Lovrijenac. In der Serie bilden sie gemeinsam den berühmten »Roten Bergfried«, den Sitz des Königs und der Königin von Westeros.
Diese Kulisse wirkt derart märchenhaft, dass sie scheinbar eher einer alten Legende als der Wirklichkeit entstammt – und doch erweist sich der schöne Traum vor Ort als absolut real. Inzwischen geht es zwischen den uralten Gemäuern und an den umgebenden Traumstränden sehr viel friedlicher zu als in der Serie: romantischen Spaziergängen und mediterranen Badefreuden steht also nichts mehr im Weg!
Dubrovnik (Foto: pixa)
In ganz andere Gefilde führt uns die erfolgreiche achtteilige Filmreihe »Harry Potter«: Sagenhafte Orte in England und Schottland durften sich hier für alle Zeiten verewigen, wie zum Beispiel der Bahnhof King’s Cross in London, der das fiktive Gleis 9 ¾ beherbergt. Eigentlich handelt es sich hierbei um eine massive Mauer zwischen den real existierenden Gleisen 4 und 5, durch die der Zauberschüler Harry regelmäßig zum berühmten Hogwarts Express gelangte. Um diesen bedeutsamen Platz zu besichtigen, kommt der Filmfan nicht um den Kauf eines Zugtickets herum.
Leider befindet sich direkt am Gleis 9 ¾ inzwischen ein Trolley-Point, der die Wiedersehensfreude ein wenig trübt, doch in der Haupthalle lockt dafür eine nette, kleine Fotokulisse, die dazu einlädt, sich in Harry-Potter-Pose beim »Durch-die-Wand-Rauschen« ablichten zu lassen. Im Harry-Potter-Shop gibt es zudem die passenden Souvenirs vom Zauberstab bis zu Bertie Bott’s Every Flavour Beans zu kaufen. Und London ist ohnehin immer eine Reise wert, vom Tower of London über Big Ben und dem London Eye bis hin zum Trafalgar Square handelt sich um eine durchweg sehenswerte europäische Metropole.
(Foto: Wikimedia)
Auch der Hogwarts Express ist absolut echt, er nennt sich im realen Leben »The Jacobite« und schnauft als Museumszug von Fort William bis nach Mallaig in Schottland. Er überquert auch den mächtige Glenfinnan-Viadukt, der sich inzwischen mit Fug und Recht »Harry-Potter-Brücke« nennen darf. Der besagte Viadukt taucht allerdings nicht nur in der fesselnden Zauberergeschichte auf, sondern auch in anderen Filmen wie »Die Liebe der Charlotte Gray« und »Charlie & Louise – Das doppelte Lottchen«.
Ein steinerner Filmstar also, der nur darauf wartet, von seinen Fans besucht und bestaunt zu werden! Die Zauberschule Hogwarts selbst befindet sich im trutzigen Alnwick Castle in der englischen Grafschaft Northumberland. Die Burg durfte bereits Jahre zuvor im Kevin-Costner-Klassiker »Robin Hood – König der Diebe« eine malerische Hauptrolle einnehmen, und blieb damit sicher vielen etwas älteren Filmfreuden gut im Gedächtnis.
Hagrids Hütte befindet sich im Harry-Potter-Streifen zu Füßen des schottischen Bergmassivs Buachaille Etive Mòr – genau hierher verschlug es in »Skyfall« auch Daniel Craig alias James Bond. Schlösser, Schafe, Highlands und ganz viel Weite: Schottland geizt aus touristischer Sicht nicht mit seinen Reizen und bietet sich deshalb geradezu als Reisedestination für abenteuerlustige Weltenbummler an.
Wer es jedoch lieber wärmer und exotischer mag, der begegnet dem smarten Agenten lieber in seinen Drehorten auf den Bahamas oder im chinesischen Macau. Macau hat sich in den letzten Jahren einen großen Namen gemacht, nicht nur als eine Stadt mit boomender Unterhaltungsindustrie, sondern auch als einflussreicher Hort der modernen Entertainment-Kultur, der in der ebenso fesselnden wie ungewöhnlichen Anfangsszene von »Skyfall« eine wichtige Rolle spielte. Wer sich entscheidet, dort seinen Urlaub zu verbringen, sollte sich bereitmachen für ganz viel James-Bond-Feeling und jede Menge glamouröser Popkultur! Allerdings gilt 007 schon seit vielen Jahrzehnten nicht gerade als Stubenhocker, darum haben wahre Fans sicherlich bereits eine lange Liste von Reisezielen angelegt, die sie ihrem Idol Stück für Stück näherbringen.
Im 80er-Jahre-Streifen »Im Angesicht des Todes« trieb ihn der Showdown beispielsweise auf die Golden Gate Bridge, während es ihn in »Octopussy« bis nach Indien zog. Auch Hong Kong, Jamaika, Tokio und Rio de Janeiro hat Bond bereits intensive Besuche abgestattet, auf seiner Fährte gelangen eifrige Nachahmer also mindestens bis einmal um die Welt.
Weniger fantastisch und märchenhaft gibt sich die Stadt Albuquerque im Wüstenhochland New Mexikos. Kaum jemand würde wahrscheinlich den Namen dieser US-Metropole kennen, die immerhin mit mehr als 500.000 Einwohner aufwartet, aber sonst nicht besonders viel zu bieten hat – wäre da nicht der Serienhit »Breaking Bad«, der die Stadt unweigerlich ins grelle Rampenlicht zerrte: Ja, Albuquerque gibt es wirklich, und es sieht genauso aus wie in der Serie!
Das Stadtmarketing setzt heute wunderbar zweideutig auf den Werbespruch »It’s a trip« und bietet spezielle Breaking-Bad-Touren zu den wichtigsten Drehorten der Serie an. Dreieinhalb Stunden lang geht es von einem düsteren Hinterhof zum nächsten, bis in die flirrend heiße Wüste. Ein Experten-Quiz bringt dabei noch einen weiteren Schuss Spannung ins Spiel. Sportliche Fans buchen eine Biking-Bad-Tour und trampeln von einer Filmkulisse zur nächsten.
Der berühmte Camper, der Walter White und seinem Sidekick Jesse zeitweise als Drogenlabor diente, steht allerdings nicht mehr in Albuquerque, sondern er befindet sich in den Sony Picture Studios in Los Angeles. Dort gibt er sich ein Stelldichein mit Walter Whites Pontiac Aztek und dem urigen Ecto-1 der legendären Ghostbusters.
(Foto: Flickr http://bit.ly/2C1X3pG)
Film-Location-Hopping könnte fast zu einer neuen Fun-Sportart werden, es macht Spaß und hält begeisterte Fans auf Trab. Der Urlaub erhält dadurch außerdem das »gewisse Etwas«, so, als träfen sich Fantasie und Wirklichkeit, um auf prickelnde Weise miteinander zu verschmelzen. Noch dazu befinden sich die meisten Drehorte an ohnehin sehr attraktiven Orten mit vielen weiteren Sehenswürdigkeiten und kulturellen Highlights. Also nichts wie Koffer packen und ab in den fantastischen Filmurlaub!
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– Tourismus –
Türkei: Reiseziel für alle vier Jahreszeiten
Wintersport der Extraklasse? Aber sicher, man denke da zum Beispiel an Erzurum oder Kayseri. Faszinierende Citybreaks nur in Ankara, Istanbul und Izmir, den drei atemberaubendem Metropolen? Im Gegenteil, es gibt so viele weitere lohnende Ziele neben diesen drei ohnehin immer verlockenden Reisedestinationen – mit Trabzon als einer meiner persönlichen Lieblingsstädte.