Türkei
Istanbul-Erdbeben: Risiko auf höchstem Stand seit 20 Jahren

Megabeben bedroht Istanbul In der türkischen Millionenstadt Istanbul wurden heute erneut mehrere Erdbeben registriert. Zudem kommt es immer wieder zu Nachbeben. Die türkische Katastrophenschutzbehörde AFAD bezifferte die Stärke der Beben mit 5,8 in der Spitze. Das Epizentrum lag wie schon am Dienstag bei Silivri/Istanbul. AFAD-Sprecher Murat Nurlu warnte die Bevölkerung davor, in beschädigte Gebäude zu gehen. Teile der Telekommunikation in Istanbul und Umgebung waren kuzzeitig zusammengebrochen. Höchste Aktivität seit 20 Jahren Experten des Erdbebenforschungszentrums Kandilli der Bosporus Universität Istanbul sagten in einer Erklärung, dass in den letzten 20 Jahren kein höherer Wert bei einem Erdbeben in der Türkei gemessen wurde und riefen die Menschen zur Vorsicht auf. Dr. Fatih Doğru vom Forscherteam wies darauf hin, dass sie seit vielen Jahren nicht mehr so viel Aktivitäten in den tektonischen Platten der Region registriert hätten.   Schulen wurden geschlossen Wie Medien berichteten, seien zwei Minarette in den Stadtteilen Avcılar und Sarıyer sowie einige Gebäude beschädigt worden. In einer Erklärung des Istanbuler Gouvernements hieß es, dass nach dem Erdbeben zunächst alle Schulen geräumt und später alle Grund- und Mittelschulen geschlossen wurden. Daneben sollen auch Schulen in den benachbarten Städten wie Bursa, Yalova und Kocaeli geschlossen worden sein. Erdoğan beklagt Falschmeldungen in den Sozialen Medien Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan sprach bei der Ankunft seiner Rückreise von der UN-Vollversammlung in New York mit türkischen Journalisten. Erdogan erklärte, dass es derzeit acht Verletzte zu beklagen gebe. Zudem kritisierte Erdoğan Personen, die über die Sozialen Medien Falschmeldungen verbreiteten scharf. Der Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, der sich zum Katastrophenkoordinierungszentrum (AKOM) begab, zeigte sich erfreut, dass keine Menschenleben zu Schaden gekommen seien. Ein Megaerdbeben würde zu schweren Schäden in Istanbul führen Fachleute warnen schon seit Jahren vor einem Megaerdbeben in Istanbul. Das Erdbeben am 17. August 1999 in Gölcük, das auch in Istanbul zu spüren war, hatte damals fast 18.000 Menschen das Leben gekostet. Das Beben, dessen Epizentrum damals etwa 90 KM von der Istanbuler Altstadt entfernt lag, hatte eine Stärke von 7,6. Ein ähnliches Erdbeben mit einem Epizentrum direkt in Istanbul würde die Millionenmetropole sehr schwer treffen. Derzeit leben in der Stadt mehr als 15 Millionen Menschen.

Digital-News
Smartphones: Gefahren für Kinder VS Gelegenheiten für Eltern

Digitale Gadgets sind Teil unseres Lebens geworden – ohne ein intelligentes Handy verlässt kaum einer sein Zuhause. Über 91% Deutscher gehen täglich mindestens einmal online, dasselbe betrifft auch unsere Kinder an. Die virtuelle Welt ist ihnen gut bekannt und hat zwar viele Vorteile, wenn sie richtig verwendet wird. Allerdings werden Kinder im Internet, sozialen Netzwerken sowie Messaging- und Spiel-Apps mit bestimmten Gefahren konfrontiert: Malware, Cybermobbing, online Betrug, Datendiebstahl usw. Daher sollten Eltern dem Kind die Sicherheitsregeln im Internet erklären und bei Bedarf auch ihr Facebook oder WhatsApp mitlesen.

Reale Bedrohungen der virtuellen Welt

Unerwünschte Inhalte  In erster Linie geht es um klassische Pornografie, Selbstmorde, Gewalt- und Grausamkeitsszenen. Sicherheitsexperten weisen besonders auf Cybermobbing auf. Das Ausmaß dieses Phänomens ist ziemlich ernst. Jeder sechste virtuelle Konflikt eskaliert später in der Wirklichkeit. Unbewusster Online-Shopping Oftmals wird es dem Spieler angeboten, etwas „unglaublich nützliches und total unverzichtbares für dieses neue Niveau“ zu kaufen. Auch Erwachsenen ist es nicht immer klar, was mit der Spielwährung und was mit echtem Geld bezahlt wird. Kommunikation mit Fremden Nicht alle Bekanntschaften sind gleichermaßen nützlich. Kinder sind vertrauensvoller als Erwachsene, daher können sie ihren neuen virtuellen Freunden ganz ruhig mitteilen, was man im normalen Leben nie sagen würde. Zum Beispiel Bankkartennummer und CVC/CVV2-Code oder den Tag, an dem die ganze Familie in den Urlaub geht. Pädophilie Soziale Netzwerke und WhatsApp sind zu einem echten Reservat für Pädophile geworden. Hier jagen sie Kinder, deren Fotos, besonders wenn Jugendliche anfangen, Erwachsene zu kopieren, Pädophile anlocken. Sekten und Extremismus Mit Hilfe der Messaging-Apps und Facebook-Profile rekrutieren Sekten, Terroristen und ähnliche diejenigen, die für eine geisterhafte und wahnsinnige Idee sterben, kostenlos arbeiten oder Geld- bzw. Organspender werden. Das Letzte, was Eltern dabei tun sollten, ist totales Verbot der Smartphone- bzw. Internetnutzung. Die meist optimale Balance von Überwachung und Kontrolle lässt sich mit Hilfe von demselben Smartphone Ihres Kindes und einer spezialisierten App erreichen.

Effektiver Schutz vor modernen Gefahren

Kindersicherung mit einer App wird immer besser bewertet. Heutige Eltern haben zum Glück eine unvorstellbare Auswahl von verschiedenen Anwendungen: mono- und multifunktionale, kostenlose und bezahlte, sichtbare und versteckte, für Android und iOS und so weiter. Es wäre jedoch falsch zu behaupten, dass sie alle effektiv sind. Mit ca. 95% positiver Kundenbewertungen und über 1 Mio Nutzer weltweit verdient mSpy das Recht, als eine der besten Anwendungen zur Kindersicherung bezeichnet zu sein. Die App wird innerhalb einiger Minuten auf dem Handy des Kindes installiert und eingerichtet. Auf dem Bedienfeld, das von jedem anderen Handy bzw. PC erreicht wird, kann man immer die aktuellsten Informationen finden. Mit dieser App können die Eltern unerwünschte Programme, Webseiten und Kontakte des Kindes sperren, seine Bewegungen mit Hilfe von GPS-Modulen beobachten und auf jede gefährliche Aktivität auf dem Smartphone des Kindes rechtzeitig reagieren. Solche Software muss aber nur als schönes Hilfsmittel bei der Kindererziehung dienen. Es ist für die Kleinen äußerst wichtig, dass die Eltern sie unterstützen und ein richtiges Vorbild werden.

Reisen
Alternativen für den kommenden Türkei-Urlaub

Sonnige Tage in Portugal sind ebenfalls günstig 
Wenn die Urlaubsplanung etwas flexibler gestaltet werden kann, gibt es keineswegs nur in der Türkei sonnige Tage zu genießen. Oftmals ist vor allem die Hitze am Schwarzen Meer anstrengend, sodass sich ein Land in Westeuropa noch besser für einen Sommerurlaub eignet: Portugal. Die iberische Nation ist ein Urlaubsparadies und hat neben Stränden und dem dank des Golfstroms gemäßigten Klima viele Aktivitäten zu bieten. Unter anderem fliegt die portugiesische Fluggesellschaft TAP Air in das Land von Tejo und Algarve. Da diese halbstaatlich agiert, ist eine Pleite wie im Fall von Thomas Cook praktisch ausgeschlossen. Dennoch gibt es rund vier Wochen vor dem Reiseantritt gewöhnlich sehr günstige Tickets zu kaufen, die sich aus Flughäfen wie Frankfurt (Main) oder Düsseldorf nach Lissabon bei 100 € einpendeln.
Algarve, Portugal. (Beispielfoto: pixa)
Muss es ein klassisches Sommerurlaubsland sein?
Warum denken wir bei Urlaub ohnehin zuerst an das Mittelmeer und die anliegenden Strände? Eine Auszeit lässt sich genauso gut zur Abwechslung einmal in Nordeuropa verbringen. Warum nicht einfach in die Bahn steigen und per Fähre nach Dänemark fahren? Die am südlichsten gelegene skandinavische Nation überzeugt mit freundlichen Menschen allerorten, großartigem Essen und Landschaften wie Steilküsten, die man nicht erwarten würde. Dazu kommt die lange und ereignisreiche Geschichte Skandinaviens, die vor allem durch Wikinger geprägt ist und in Städten wie Jelling ihre Heimat gefunden hat. Über 150.000 Touristen wagen sich jedes Jahr in das kleine Örtchen, wo sonst gerade einmal knapp 3.500 Menschen leben. Runensteine und Grabhügel dürften alle Besucher begeistern.
Mittelmeer ist nach wie vor eine gute Alternative
Soll es doch lieber das Mittelmeer mit seinen vielseitigen Landschaften, netten Cafés, Restaurants und warmen Gewässern sein? Warum dann nicht eine Reise nach Kroatien planen? Das kleine Land aus dem ehemaligen Jugoslawien hat viele Vorteile. Einerseits ist es im Osten Europas nach wie vor vergleichsweise günstig. Sowohl Hotels, Pensionen als auch Airbnbs gibt es in Kroatien wie Sand am Meer. Im Landesinneren locken derweil Gebirgszüge und Orte in Dubrovnik, die unter anderem für die Erfolgsserie Game of Thrones als Drehstätten dienten. Auch die Reise entlang der Küste nach Medulin bietet einige schöne Sehenswürdigkeiten. Serienfans, Strandliebhaber und Bootsfreunde treffen sich damit alle gemeinsam unter der Mittelmeersonne und genießen Kroatien.
Wenn Sie sich fragen, wo Sie in Kroatien übernachten können, finden Sie hier eine Liste der besten Villen. Es gibt so viele großartige Optionen für alle Arten von Reisenden und Budgets, einschließlich Familien, Alleinreisende, Paare und sogar Geschäftsreisende. Auch im Rest Kroatiens stehen schöne Häuser zum Verkauf.
Dubrovnik, Kroatien (Foto: pixa)
Tourismus in die Türkei nach wie vor stark
Trotz des erwarteten Rückgangs von rund 700.000 Touristen in der Türkei aufgrund der Thomas-Cook-Pleite zeigt sich die Gesamtsumme dennoch stabil. 2018 kamen sogar mehr Urlauber als je zuvor in die Türkei, wozu Deutschland einen großen Teil beitrug. Die Zahl der deutschen Urlauber stieg um insgesamt 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Auch die vielen russischen Urlauber und Geschäftsreisenden sorgten maßgeblich für einen Anstieg der Gesamtzahlen. Wenn es am Ende doch der Urlaub in der Türkei sein soll, empfiehlt sich die Reise mit einer etablierten Fluggesellschaft, selbst wenn die Tickets einige Euros mehr kosten. Auf lange Sicht lohnt es sich auf jeden Fall.
Antalya, Türkei (Beispielfoto: pixa)

Social Survey Österreich
Fast Hälfte der Befragten: „Muslime sollten nicht dieselben Rechte haben“

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Salzburg – Eine großangelegte Studie der Universität Salzburg zeigt, dass für die Mehrheit der Bevölkerung der Islam nicht zu Österreich gehört. So meint fast die Hälfte der Befragten beispielsweise, dass Muslime nicht die gleichen Rechte haben sollten wie Österreicher. Das zeigt der Social Survey Österreich, einer großangelegten Erhebung der Universität Salzburg mit 1.200 Befragten, berichtet das Ö1-Morgenjournal am Donnerstag. Fast die Hälfte der Befragten ist demnach der Meinung, dass Muslime nicht die gleichen Rechte wie andere Österreicher haben sollten und 80 Prozent würden es befürworten, dass islamische Zentren besser beobachtet würden. Dass „Muslime nicht in die westliche Welt“ passen glauben 70 Prozent der Befragten. Der Studienautor, Soziologe Wolfgang Aschauer von der Universität Salzburg, nannte die Ergebnisse erschreckend. Das Ausmaß der Vorurteile gegenüber Angehörigen des Islam sei im Vergleich zu anderen Religionsgruppen am größten. Christen und Buddhisten würden etwa nur 5 bzw. 12 Prozent negativ sehen. Zu dem Ergebnis der Studie würde auch der geführte Diskurs beitragen. Dort wo die Diskussionen eher kritisch sind, wie etwa in Österreich oder Ungarn, würde auch die Fremdenfeindlichkeit steigen, berichtet der Standard.  Europaweit zeige sich diese Tendenz jedoch nicht. Im Gegenteil, sei eine Richtung zu mehr Weltoffenheit bemerkbar.

Zum Thema

– Kleine Anfrage der Linksfraktion – Islamfeindlichkeit: Im zweiten Quartal bereits 165 Straftaten

Die Bundesregierung teilt mit, dass mit Stand vom 21. August 2019 dem Bundeskriminalamt im zweiten Quartal dieses Jahres insgesamt 165 politisch motivierte Straftaten mit dem Unterthema „Islamfeindlich“ gemeldet worden seien.

Islamfeindlichkeit: Im zweiten Quartal bereits 165 Straftaten
               

UN-Generalversammlung
Dacic: „Liste der Länder, die Kosovo nicht anerkennen, wird wachsen“

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New York – Der serbische Außenminister Ivica Dacic sagte bei einem Gespräch mit Medien am Rande der UN-Generalversammlung, dass die Liste der Länder, die ihre Anerkennung des Kosovo zurückziehen, bis zum Ende des Jahres wachsen werde. Die serbische Delegation habe sich bei der UN-Generalversammlung in drei Tagen mit Vertretern von 53 Mitgliedstaaten getroffen. In den kommenden Tagen würden es über 100 sein, zitiert der serbische TV-Kanal RTS den Minister. „Ich kann offen sagen, wie auch unser Präsident bereits angekündigt hat, dass unsere Bürger sicher sein können, dass es in der kommenden Zeit mehr Länder geben wird, die ihre Entscheidungen zur Anerkennung des Kosovo zurückziehen oder aussetzen werden“, betonte Dacic. „Bis zum Jahresende wird die Zahl der Länder, die den Kosovo anerkannt haben, was aus taktischen Gründen wichtig ist, auf weniger als die Hälfte der UN-Mitglieder sinken“, so Dacic. Hochburgen des Kosovo Der serbische Staatspräsident Vucic bezeichnete New York als „Hochburg des Kosovo in jeder Hinsicht“, berichtet RTS. Es gebe in der Millionenmetropole zahlreiche Lobbyisten und Finanzexperten, die „die Kampagne des Kosovo seit 1946 unterstützen“, so Vucic. Serbien liege beim Lobbyismus um 72 oder 73 Jahre zurück, so Vucic. „Wir haben noch viel zu tun, aber ich denke, dass wir Serbien mit Würde vertreten“, sagte er.

Zum Thema

– Balkan – Scheidender US-Botschafter: Serbien muss Kampagne gegen Kosovo stoppen

Der scheidende US-Botschafter in Serbien, Kyle Scott, sagte am Montag, dass Belgrad und Washington eine andere Meinung über den Kosovo hätten, dass sie sich aber einig seien, dass der einzige Weg zu Fortschritten, die Wiederaufnahme des Dialogs über die Normalisierung der Beziehungen sei.

Scheidender US-Botschafter: Serbien muss Kampagne gegen Kosovo stoppen
   

Türkei
Weiteres Erdbeben erschüttert Istanbul

Istanbul – Die türkische Millionenmetropole kommt nicht zur Ruhe. Nachdem die Stadt am Dienstag von einem Beben der Stärke 4,6 erschüttert wurde, suchte heute ein noch stärkerer Erdstoß Istanbul heim. Laut der Katastrophenschutzbehörde AFAD lag das Epizentrum erneut bei Silivri außerhalb Istanbuls in 6,9 km Tiefe. Die Behörde gab die Stärke mit 5,8 an. Der Türkische Erdbebendienst gibt Magnitude 6,0 an. Auch an anderen Orten rund ums Marmarameer wie etwa Bursa sei das Beben zu spüren gewesen. Leichte Erschütterungen seien sogar in Ankara und Izmir wahrnehmbar gewesen. Im Stadtteil Avcilar sei eine Minarette umgestürzt. Wie türkische Medien berichten, gab es mehrere Nachbeben. AFAD-Sprecher Murat Nurlu warnte die Bevölkerung davor, in beschädigte Gebäude zurückzukehren. Teile der Telekommunikation in Istanbul und Umgebung sollen zusammengebrochen sein.

Dies könnten die Anzeichen zu einem größeren Erdbeben sein“, so Prof. Dr. Sükrü Ersoy gegenüber CNN Türk nach dem viel kleineren Beben am Dienstag. 

Forscher erwarten Mega-Erdbeben für Istanbul Der französische Geophysiker Xavier Le Pichon, ein Forscher, der sich in den letzten 18 Jahren auf die Störungszone des Marmara-Meers konzentriert hat, warnt seit Jahren vor einem potenziellen Erdbeben einer Stärke von 7,6., das langsam auf Istanbul zukommen könnte. „Auf Grund politischer Unruhen und regionaler Konflikte wird es nicht weiter wahrgenommen, aber das Erdbeben wird eine Wirkung auf Istanbul haben und es kommt näher“, erklärte der Forscher in einem Gespräch mit der türkischen Tageszeitung Hürriyet. Le Pichon bezieht sich in seiner Analyse auf Datenmaterial, das ihm das französische Forschungsschiff Le Suroit im letzten Monat überlassen worden war. Das Schiff war 1999 nach dem Erdbeben von Gölcük in die Türkei gekommen. „Le Suroit hat im letzten Monat auch einen Artikel veröffentlicht, in dem es um die Entdeckung eines potenziellen Erdbebens ging“, so Le Pichon. „Die Marmara-Störungslinie, die ein Erdbeben herbeiführen wird, wird von türkischen Seismologen als ein einheitliches, durchlaufendes Blattverschiebungssystem beschrieben.“ Le Pichon erklärt, man habe 1999 bemerkt, wie die nordanatolische Störungslinie sich der Provinz Marmara genähert und auf ein einheitliche Linie zugelaufen sei.

„Wir beobachteten, dass die Geschwindigkeit der Fortbewegung bei 20 Millimetern jährlich liegt und fanden heraus, dass der letzte Riss in dieser Linie nach zwei größeren Erdbeben des Jahres 1766 in Istanbul aufgetreten war. Wir haben auch herausgefunden, dass es in den nächsten 30 Jahren ein Erdbeben der Stärke 7,6 geben wird“, warnte der Forscher.

Eine Forschungsarbeit aus dem Jahr 2001, die Prof. Celal Şengör und Prof. Tuncay Taymaz von der Technischen Universität Istanbul durchgeführt hatten, sowie eine Reihe weiterer Experten bestätigten die Informationen über die Störungslinie. „Eine große Zahl an Forschern sagte damals, diese Daten konnten damals unter den gegebenen Umständen nicht adäquat erklärt werden“, so Le Pichon.

"Kampf gegen Extremismus"
Österreich: „Verbot aller Erdogan-Vereine“

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Wien – Der österreichische Politiker Peter Pilz (JETZT) hat beim Innenministerium die Schließung der Vereine ATIB und Islamische Föderation (IF) beantragt. ÖVP und FPÖ hätten bereits zugestimmt. Die Vereine werden damit beschuldigt, aus Ankara gelenkt zu werden und dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan nahe zu stehen. ATIB und IF betreiben in Österreich etwa 100 Moscheen. „Das ist die schärfste Vorgangsweise gegen von Erdogan gelenkte Moscheen-Ver­eine. Einzig­artig in Europa“, zitiert OE24 den Politiker. Wie OE24 weiter berichtet, sei Innenminister Wolfgang Peschorn  aufgefordert worden, „ehestmöglich die behördliche Auf­lösung gemäß § 29 Vereinsgesetz zu prüfen“.
Die Vereine werden unter anderem damit beschuldigt,  österreichische Staatsbürger für den türkischen Geheimdienst MIT bespitzelt zu haben. Millî Görüş stelle die türkische Variante der Muslimbrüderschaften dar, deren Vereine in Österreich ebenfalls eindeutig verfassungswidrige Tätigkeiten entfalten würden, sagte Pilz. Der Verfassungsschutz verfüge über einschlägige Erkenntnisse, nun sei es an der Zeit, politische Entscheidungen zu treffen. Er verstehe daher nicht, warum die SPÖ sich solchen Schritten noch immer nicht anschließen wolle. Sie solle ihre Position überdenken und mit gleicher Konsequenz gegen den Islamismus auftreten, wie sie es gegen Rechtsextremismus tue, sagte Pilz. Ein einstimmiger Beschluss des Nationalrats wäre ein wichtiges Signal gegen die Versuche der türkischen Regierung unter Erdoğan einer illegitimen Einflussnahme auf Österreich, so eine Mitteilung der Parlamentsdirektion.

Kommentar
Missbrauchsfälle in Koranschulen: Die Konstruktion der Wirklichkeit

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Der Journalist Frank Nordhausen hat sich jüngst in einem Artikel über Missbrauchsfälle in Koranschulen in der Türkei befasst. Sein Resümee: „Die Erdogan-Regierung reagiert – mit Nachrichtensperren.“ und „in den vergangenen 15 Jahren wurden in der Türkei immer mehr Fälle missbrauchter Kinder angezeigt. Beschuldigte waren zumeist Koranlehrer illegaler, aber vom Staat geduldeter Islam-Sekten.“ Nordhausen versucht diese These untermauern zu wollen, in dem er auch Burak Copur, Politikwissenschaftler und Türkei-Experte an der privaten Hochschule IUBH Dortmund, zu Rate zieht, der einen Zusammenhang zwischen den sexuellen Übergriffen und der „frömmlerischen Regierungspolitik Erdogans“ vermutet. Kennen Sie die Geschichte „Die verscheuchten Elefanten“ von Paul Watzlawick? Nein? Dann rate ich ihnen, das zu lesen, denn Nordhausen und Copur zeigen die gleichen Verhaltensmuster auf, wie der Mann in der Geschichte, der vorgibt, Elefanten verscheuchen zu wollen, die es gar nicht gibt. Man kann daher eine herbei halluzinierte amtierende Regierung auch nicht mit lautem Klatschen verjagen, auch nicht zu zweit. Aber zurück zum Artikel „Missbrauchsfälle in Koranschulen erschüttern die Türkei“ von Frank Nordhausen. Alles Blödsinn…, denn, wenn man der These folgt, gibt es somit auch einen Zusammenhang zwischen der Bundesregierungspartei mit dem „C“ und den Missbrauchsfällen in der Römisch-Katholischen Kirche, die ja in diesem Sinne in den letzten 15 Jahren begünstigt wurden. Man kann es ja auch weiterspinnen und behaupten, die CDU/CSU hat der Römisch-Katholischen Kirche nicht energisch genug auf die Finger geklopft. Schlimmer noch, die Aufklärung in dieselben Hände gegeben, die ja die Missbrauchsfälle lange Zeit gedeckt oder totgeschwiegen haben. Aber zurück zum Artikel, der sich ausschließlich mit der amtierenden türkischen Regierungspartei mit dem „A“ beschäftigt, die ja die Missbrauchsfälle sehr wohl ernst nimmt, nur nicht kommentieren will und nur sicherstellt, dass die Fälle auch strafrechtlich verfolgt werden, und zwar konsequent und nicht wie bei der Römisch-Katholischen Kirche, die selbst die Aufgabe übernommen hat, Henker und Richter spielen zu dürfen. Offenbar hat nicht nur die türkische Opposition es gerne so, dass die türkischen Missbrauchsfälle ähnliche Dimensionen aufweist wie der Missbrauch in der Römisch-Katholischen Kirche, sondern auch die „deutsche“ Opposition, die in die selben Hände klatschen. Nun, diese „islamischen Sekten“ haben jedenfalls keine politische gebilligte Aufklärungs- und Ahndungsbefugnis, wie die Römisch-Katholische Kirche in Deutschland. Die Vorwürfe, ob aus der türkischen oder deutschen Opposition, stützen sich auf nicht vorhandene und verlässliche bzw. belastbare Fakten, wie auch dieser Artikel zwischen den Zeilen zähneknirschend einräumen muss. Es gibt diese empirischen Belege ganz einfach nicht. Bei Lichte betrachtet erschöpft sich der Artikel ganz einfach in unbelegten Spekulationen und verdingt sich daher den Ruf eines reißerischen Artikels, dessen einzige Intention es ist, die amtierende türkische Regierung zu belasten. Es gibt doch dieses ungeschriebene Gesetz, wonach die sexuelle Veranlagung angeboren ist und diese Veranlagung sich folglich nicht um politische oder konfessionelle Zugehörigkeit schert. Was tut nun naturgemäß ein pädophil-veranlagter Mensch? Er versucht in die nähere Umgebung von Menschen zu gelangen, die diese Veranlagung befriedigen. Es ist daher nicht außergewöhnlich, dass der Missbrauch von Kindern dort begangen wird, wo auch Kinder am häufigsten anzutreffen sind: in Kindergärten, Schulen, Nachhilfeunterricht etc.. Hieraus erklärt sich auch schlüssig, warum der Anteil an pädophil-veranlagten Menschen gerade in der deutschen Römisch-Katholischen Kirche oder in Kindergärten deutlich höher sein dürfte, als in allen anderen Bereichen, Orten oder Ansammlungen von Menschen. Ob autoritäre Strukturen derartiges begünstigen, ist genauso spekulativ wie die Frage, ob hier überhaupt ein größeres Problem vorliegt. Es gibt schlichtweg nicht den Hauch eines belastbaren Belegs dafür, dass man es in der Türkei mit einem weit verbreiteten strukturellen Problem zu tun hat. Statistisch betrachtet kann es leider nicht ausbleiben, dass es in Einrichtungen auf dem Erdball, in denen Erwachsene auf Kinder treffen, auch zu solchen Vorfällen kommt, völlig egal, ob religiös oder profan, autoritär oder liberal. Und wenn Nordhausen und Copur sich dabei nicht der Frage stellen, dass Pädophilie eine biologisch determinierte sexuelle Veranlagung ist, macht ihre gesamte Argumentationskette auch keinen Sinn, da – auch hier wiederhole ich mich – das autoritäre Wesen des Verhältnisses Erwachsener-Kind, völlig unabhängig vom religiös-weltanschaulichen Charakter, in der Natur der Sache selber veranlagt ist, mithin völlig unabhängig vom weltanschaulichen Kontext der Institutionen existiert, in denen Erwachsene auf Kinder treffen. In diesem Sinne ist es bezeichnend, dass gerade führende intellektuelle Vertreter einer links-alternativen antiautoritären Weltanschauung, wie etwa Daniel Cohn-Bendit, ihre sexuellen Erfahrungen in Kindergärten frei und unbefangen zu beschreiben und zu legitimieren bestrebt waren, lange bevor die Öffentlichkeit für den Themenkomplex „sexueller Missbrauch“ sensibilisiert wurde. In gewisser Weise waren die Cohn-Bendits und Volker Becks wenigstens konsequent und redeten offen darüber und machten daraus keinen Hehl. Lange bevor Weltanschauungen eklektisch zusammengewürfelten beliebigen Konstrukten entsprachen, haben sie lediglich die logische Konsequenz aus einer Dynamik gezogen, die sich das Aufbrechen von Tabus auf die Fahnen geschrieben hat. Das Bestreben der Herren Nordhausen und Copur, den sensiblen Themenkomplex sexueller Missbrauch politisch-weltanschaulich zu instrumentalisieren, ist nicht nur intellektuell und moralisch in höchstem Maße unredlich und niederträchtig, sondern wird angesichts der Tatsache, dass gerade diese links-alternative antiautoritäre Strömung in der jüngeren Ideengeschichte die einzige Bewegung ist, die Kindesmissbrauch intellektuell zu rechtfertigen bestrebt war, zu einem lupenreinen Eigentor. Ferner, man könnte aufgrund der Ausführungen von Nordhausen und Copur sogar so weit gehen und ja auch behaupten, dass es einen Zusammenhang zwischen ausufernder sexueller Freizügigkeit und Beliebigkeit und Phänomenen wie Kindesmissbrauch gibt. Aber wieso wollen Nordhausen und Copur genau das im anderen Gewand nicht an den Mann oder Frau bringen? Es geht ausschließlich um politisch-weltanschauliche Kampfrhetorik! Das ist keine rationale Argumentation, sondern reine Ideologie. Rational wäre es, wenn z.B. Copur erklärt hätte, weshalb es per Definition zunächst einmal von autoritärer Natur ist, wenn Erwachsene auf Kinder zusammen treffen. Völlig egal, ob religiös oder profan, in solchen Konstellationen übt der Erwachsene ja naturgemäß Macht über das Kind aus – und läuft somit immer potenziell Gefahr, diese Macht zu missbrauchen. In der Türkei werden solche Fälle von Machtmissbrauch nun vermehrt entdeckt, aufgeklärt, juristisch geahndet, auch weil die Betroffenen solche Fälle freizügiger zur Anzeige bringen oder darüber berichten als in den Jahren und Jahrzehnten zuvor. Jetzt einen Zusammenhang mit der Regierungspartei zu sehen, blendet alle anderen Umstände und Situationen völlig aus. Was besagt das nun?
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Kleine Anfrage der Linksfraktion – Islamfeindlichkeit: Im zweiten Quartal bereits 165 Straftaten

Die Bundesregierung teilt mit, dass mit Stand vom 21. August 2019 dem Bundeskriminalamt im zweiten Quartal dieses Jahres insgesamt 165 politisch motivierte Straftaten mit dem Unterthema „Islamfeindlich“ gemeldet worden seien.

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"Sexkaufverbot"
Lauterbach für Verbot der Prostitution

Der Kandidat für den SPD-Vorsitz, Karl Lauterbach, hat ein Verbot der Prostitution in Deutschland gefordert. „Prostitution trägt in Deutschland Züge einer modernen Form von Versklavung“, sagte der Gesundheitsexperte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Wir können nicht einerseits Frauenrechte einfordern und andererseits Zwangsprostitution per Gesetz legalisieren. Das geschieht aktuell aber.“ Einen Ausweg sehe er darin, „die Freier zu bestrafen, die Frauen aber nicht“, so Lauterbach, der ankündigte, einen entsprechenden Vorschlag in den Bundestag einbringen zu wollen. Vorbild für eine neue Gesetzgebung in Deutschland könne das sogenannte nordische Modell sein: Es beinhaltet ein Sexkaufverbot. In Schweden gilt dieses Verbot seit 1999, auch in Frankreich, Norwegen, Island, Irland und Nordirland wird das nordische Modell angewendet. In Deutschland klaffen die Meinungen über ein Verbot von Prostitution weit auseinander. Große Teile von Grünen und Linken sprechen sich gegen eine Verschärfung der Gesetze aus, aus der CDU-/CSU-Fraktion und der SPD gab es in den vergangenen Monaten einige Vorstöße, ein Verbot nach skandinavischem Vorbild einzuführen. Lauterbach bewirbt sich derzeit gemeinsam mit Nina Scheer um den Bundesvorsitz seiner Partei.

Iran-Krise
Außenminister Maas: „Keiner hat Interesse an einem Krieg“

Der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) hat dafür geworben, mit dem Iran im Gespräch zu bleiben. „Keiner hat Interesse an einem Krieg“, sagte Maas am Mittwoch im ARD-Mittagsmagazin. Da in den letzten Wochen und Monaten die Spannungen ständig zugenommen hätten, sei die Sorge berechtigt, dass man „durch unvorhergesehene Ereignisse […] mehr oder weniger fahrlässig in eine militärische Konfrontation hineinschlittert“, sagte Maas. Deshalb sei Deutschland „zusammen mit den Partnern der Nuklearvereinbarung mit dem Iran immer im Gespräch geblieben.“ Auch dann, als die Amerikaner ausgestiegen sind. „Dass dieses Abkommen weiter besteht, ist deshalb wichtig, weil der Iran sich darin verpflichtet, keine Nuklearwaffen zu entwickeln. Das ist auch im europäischen Interesse“, sagte Maas in der ARD. „Wir wollen das Abkommen erhalten.“ Deshalb lege die Bundesregierung Wert auf „einen dauerhaften Gesprächsfaden nach Teheran“, allerdings ohne Vorbedingungen. Diese könnten Ergebnisse von Gesprächen sein, aber keine Voraussetzungen.