Berlin – Die rechtsextremen Attentäter in Halle, Christchurch und Poway nutzten alternative Plattformen dazu, ihre Anschläge per Livestream ins Internet zu übertragen.
Welche Bedeutung diese Plattformen für die Verbreitung von Rechtsextremismus haben und welche Gegenmaßnahmen wirksam sein könnten, zeigt jetzt erstmals eine von der Robert Bosch Stiftung GmbH geförderte Studie des Institute for Strategic Dialogue (ISD), die morgen in Berlin vorgestellt wird. Darin fordern die Forscher Politik, Zivilgesellschaft, Forschung und Tech-Firmen dazu auf, mehr gegen die Radikalisierung einzelner Nutzer und die Normalisierung rechtsextremer Ideologie zu unternehmen. Die Maßnahmen sollten dabei die technischen Kapazitäten und die Eigendynamik der Plattformen berücksichtigen und auf dem Schutz der Grundrechte beruhen. „Es ist wichtig zu verstehen, wie die alternativen Plattformen aufgebaut sind, wer sie betreibt und welche Dynamik sie haben, um Ansatzpunkte für einen geeigneten Umgang mit Rechtsextremismus im Internet zu finden“, sagt Sandra Breka, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung. Zehntausende Nutzer instrumentalisieren Plattformen für ihre Zwecke Für die Studie „Das Online-Ökosystem rechtsextremer Akteure“ hat das Forscherteam deutsche Communities auf zehn Plattformen systematisch untersucht, darunter die sozialen Netzwerke VK und Gab, die Gaming-App Discord, das Internetforum 4chan und den Messenger-Dienst Telegram. Die Forscher fanden dort rund 375 rechtsextreme und rechtspopulistische Kanäle und Communities. Die Gesamtzahl der Nutzer in diesen Gruppen schätzen die Forscher auf 15.000 bis 50.000. Die Studie zeigt, dass die Plattformen in der Regel nicht von Extremisten gegründet werden, sondern von Nutzern für ihre Zwecke instrumentalisiert werden. Über ein Viertel der Gruppen (27 Prozent) war durch die Gegnerschaft zu Muslimen, Einwanderung und Flüchtlinge gekennzeichnet, ein Viertel (24 Prozent) sprach sich offen für den Nationalsozialismus aus. Auf 4chan enthielten 56 Prozent aller Posts über Juden und das Judentum antisemitische Äußerungen. Auch wenn der Großteil der analysierten Inhalte nicht zu Gewalt aufruft, sehen die Forscher darin eine gefährliche Inspiration: „Die Posts konzentrieren sich überproportional häufig auf die negativen Folgen der Immigration. Wie wir aus den Manifesten rechtsextremer Attentäter gelernt haben, können rechtsextreme Ideen wie die Verschwörungstheorie des „Großen Austauschs“ extremistische Gewalt und Terrorismus inspirieren, ohne aktiv zur Gewalt aufzurufen“, sagt die Extremismusforscherin Julia Ebner vom ISD, einem unabhängigen Forschungsinstitut mit Sitz in London. NetzDG auf alternative Plattformen nicht übertragbar Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) beschränkt sich auf die Entfernung illegaler Inhalte und ist daher nicht geeignet, auf die häufig legalen, aber extremistischen Aktivitäten auf alternativen Plattformen zu reagieren. Forscher empfehlen passende Maßnahmen für Plattformbetreiber Da den Betreibern alternativer Plattformen häufig die Ressourcen fehlen, Inhalte umfassend zu moderieren, empfiehlt die Studie die Zusammenarbeit mit Mainstream-Plattformen, um von deren technischen Möglichkeiten zu profitieren – zum Beispiel eine Datenbank mit digitalen Fingerabdrücken terroristischer Inhalte, mit der ein erneutes Hochladen automatisch verhindert werden kann. Die Studie zeigt zudem, dass die Sperrung von Accounts rechtsextremer Gruppen und Influencer wirksam ist, um deren Reichweite erheblich einzuschränken. Dabei fordern die Forscher allerdings jeweils eine nachvollziehbare Begründung für die Sperrung. Die Studie spricht sich zudem für die Entwicklung von Frühwarnsystemen aus, etwa in Form von Algorithmen zur Spracherkennung, um konkrete Bedrohungen zu erfassen. Weiterhin sollten Bildungsmaßnahmen wie die Schulung von Jugendarbeitern, zivilgesellschaftlichen Akteuren, Eltern und Lehrern ausgeweitet werden, damit diese über die Radikalisierungsgefahren in rechtsextremen Communities aufklären können.
Islamfeindlichkeit
2019 jeden zweiten Tag islamfeindliche Angriffe
Die Zahl ergebe sich aus einem vom Bundesinnenministerium entwickelten neuen „Angriffszielkatalog“. Dieser weise seit Januar 2019 eine bestimmte Teilgruppe islamfeindlicher Angriffe aus, nämlich jene auf Begegnungsstätten, Kulturvereine, Friedhöfe, Moscheen, Religionsgemeinschaften, religiöse Einrichtungen, Repräsentanten, Symbole oder sonstige Religionsstätten. Der Katalog umfasse somit nur eine Teilmenge der islamfeindlichen Straftaten insgesamt, aber mehr als bloß die Zahl der Angriffe auf Moscheen, berichtet die taz weiter.
„Musliminnen, Muslime sowie religiöse Einrichtungen in Deutschland sind von politisch motivierten Straftaten betroffen“, zitiert die taz aus der Antwort der Bundesregierung. Das Thema Islamfeindlichkeit bilde neben dem Thema Zuwanderung „ein konstantes Aktionsfeld der rechten Szene“.
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Luftfahrt-News
Turkish Airlines-Tochter Anadolu Jet startet Flüge nach Deutschland
„Bis heute haben wir mit unserer Marke Turkish Airlines Millionen von Fluggästen in vier Ecken der Welt befördert. Ab dem 29. März wird AnadoluJet das Beispiel von Turkish Airlines fortsetzen und seine Türen für die Welt öffnen, so dass wir mehr Passagiere mit der türkischen Gastfreundschaft befördern können. Wir möchten AnadoluJet zu der Fluggesellschaft machen, die zum Treffpunkt der Welt wird, genau wie ihr Namensvetter Anatolien, das Land, das im Laufe der Geschichte der Verbindungspunkt zahlreicher Zivilisationen war und ist. Ich glaube, dass AnadoluJet, nachdem er Anatolien von einer Ecke zur anderen verbunden hat, mit seinen erschwinglichen Flügen erfolgreich die Städte der Welt verbinden wird“.Mit seinen Flugzeugen werde AnadoluJet die Passagierkapazität über 20 Prozent erhöhen und seine Dienste mehr Passagieren zu geringeren Kosten anbieten. Mit dieser neuen Strategie werde die Zahl der zusätzlich angebotenen Sitze 1,2 Millionen betragen. Die neue Flugplanung werde eine um 30 Prozent bessere Konnektivität für die angeschlossenen nationalen und internationalen Flüge bieten. Internationale Flüge von/nach dem internationalen Flughafen Sabiha Gökçen: Ercan, Kuwait, Amsterdam, Dubai, Bagdad, Bahrain, Baku, Dschidda, Erbil, Riad, Teheran, Tel Aviv, Tiflis, Damman, Abu Dhabi, Medina, Barcelona, Berlin, Brüssel, Düsseldorf, Frankfurt, London, Mailand, München, Stuttgart, Paris, Rom, Wien.
Automobilindustrie
Türkei: VW erneut meistverkauftes Auto
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Auto-News
Türkei: US-Automobilzulieferer WABCO eröffnet Multimillionen-Dollar-Fabrik
WABCO ist ein US-amerikanischer Automobilzulieferer hauptsächlich für die Nutzfahrzeug-Automobilindustrie mit Sitz in Auburn Hills und einer weiteren Hauptverwaltung in Bern. Es ist einer der führenden Anbieter von elektronischen Brems- und Fahrzeugregelsystemen sowie von Federungs- und Antriebssystemen überwiegend für mittlere und schwere Nutzfahrzeuge. Ende März 2019 wurde bekannt, dass der deutsche Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen WABCO für sieben Mrd. US-Dollar übernimmt. Am 27. Juni 2019 stimmten die Aktionäre von WABCO dem Übernahmeangebot zu. Der Abschluss des Vorgangs wird von den Beteiligten für Anfang 2020 erwartet.Dünya devi WABCO’dan Türkiye’ye büyük yatırım https://t.co/JxM4dvIEv8 #otomotiv #wabco #brake #air #turkiye #Automotive #Ekonomi #YATIRIM @WABCO pic.twitter.com/22yQUjbezB
— Oto Aktüel (@OtoAktuel) January 29, 2020
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„PKK-Präsenz im EU-Parlament verrät arrogante Sichtweise gegenüber Türkei“
Die EU veröffentlicht jedes Jahr einen Fortschrittsbericht zu den EU-Beitrittskandidaten und fordert diese auf sich an die EU-Kriterien zu halten. Wer sich als EU-Parlament an keine Gesetze und Normen hält, hat meiner Ansicht nach kein Recht von anderen Ländern Kriterien einzufordern. Wer Terrororganisationen gesetzlich verbietet, darf dann nicht hergehen und Terrorbarone der PKK ins Europaparlament einladen. Die Türkei hat durch den blutigen Terror der PKK über 40.000 Menschen verloren und statt Verständnis für den Kampf der Türkei gegen den PKK-Terrorismus zu zeigen, unterstützt das EU-Parlament und zahlreiche EU-Mitgliedsstaaten offen die Terrororganisation PKK. Von den europäischen und US-amerikanischen Medien wurde immer wieder und wieder das Märchen vom „Kampf gegen den IS“ der PKK/YPG vorgetragen. Nur entspricht das in keiner Weise der Wahrheit, sondern war bis ins letzte Detail geplant. Die Gebiete, die die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in Syrien besetzte, wurde von der US-Luftwaffe so lange bombardiert, bis sprichwörtlich kein Stein mehr auf dem anderen übrigblieb und erst dann rückte die PKK/YPG ein. Jahrelang betonten und unterstrichen amerikanische Präsidenten und auch europäische Regierungsmitglieder stets die Mär vom „Kampf der PKK/YPG gegen den IS“ und nur wenige wussten was eigentlich damit gemeint ist. Beim „Kampf gegen IS“ handelt es sich um ein Codewort für die Errichtung eines unabhängigen kurdischen Staates. Nur konnten und wollte das kein US-Amerikanischer oder europäischer Verantwortlicher gegenüber der Türkei offen zugeben. Erst als die Türkei kurz nach dem Putschversuch 2016 in Syrien militärisch intervenierte, wurde das ganze Ausmaß der PKK-Unterstützung seitens der USA, Saudi-Arabien, Israel, VAE und der EU-Staaten ganz deutlich. Die Türkei hat den Plan zur Errichtung eines kurdischen Staates in Nordostsyrien erst einmal vereitelt, aber der Kampf dagegen geht weiter, weil die Unterstützer-Staaten der PKK/YPG weiterhin beistehen. Apropos Terrororganisation IS: Die Türkei ist der Staat, der im Kampf gegen diese Terrorgruppe am erfolgreichsten war. Bei der Militäroperation „Schutzschild Euphrat“ vom August 2016 wurden insgesamt 2.705 IS-Terroristen außer Gefecht gesetzt und davon 2.288 getötet. Bei dieser Operation wurden 344 PKK-Terroristen außer Gefecht gesetzt und 322 davon getötet. Beim Kampf gegen den IS fielen 600 Soldaten der Freien Syrischen Armee (FSA) und 67 türkische Soldaten. Allein aus diesen Zahlen wird deutlich welches Land die Terrororganisation IS wirklich bekämpft.Kırmızı bültenle aranan PKK’lılar AP’de ortaya çıktı https://t.co/ODFkcAUlZP @Arnavutköy Bülten aracılığıyla pic.twitter.com/6DW6EROhUK
— Arnavutköy Bülten (@arnavutkoybltn) February 5, 2020
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
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Der türkische Rüstungskonzern ASELSAN (Askeri Elektronik Sanayii A.S.) möchte ausgewanderte türkische Ingenieure wieder zurückgewinnen und startet deshalb jetzt eine Kampagne.
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