Bergkarabach-Konflikt
Bergkarabach: Aserbaidschan wirft Armenien Ausbeutung vor

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Der 44-tägige Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan um die von Armenien okkupierten sieben aserbaidschanischen Distrikte sowie Berg-Karabach endete am 9. November 2020. Damit veränderte sich nicht nur die Karte des Südkaukasus radikal, sondern auch die wirtschaftliche Grundlage der noch von Armenien besetzten restlichen Gebiete von Berg-Karabach, und Armenien. Was man darunter verstehen muss, erfuhr man bereits Ende November des vergangenen Jahres mit der Erklärung der armenischen Armee, weitere Goldminengebiete an Aserbaidschan zurückzugeben, darunter die im Distrikt Kalbajar, in der sich eine der produktivsten Goldminen im Kaukasus befindet. Berg-Karabach und die Region sind reich an Gold-, Kupfer- und anderen wertvollen Metallen. Jahrzehntelang trugen die Einnahmen aus dem Bergbau dazu bei, die armenische De-facto-Republik Berg-Karabach am Leben zu halten – auf Kosten der Umwelt, wie sich rausstellt. Im Jahr 2019 stammten beispielsweise 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts von „Artsakh“ – der De-facto-Republik Berg-Karabach, aus diesen Minen. Aserbaidschan hatte Armenien während der Besetzung der sieben aserbaidschanischen Distrikte und Berg-Karabach jahrelang darauf gedrängt, die Ausbeutung der Region und der besetzten Distrikte zu unterlassen und gehofft, die internationale Aufmerksamkeit auf die „Plünderung“ der Territorien lenken zu können – ohne Erfolg. Die erhoffte internationale Aufmerksamkeit blieb Jahrzehnte aus. Dafür stieg aber beständig der Preis für Edelmetalle, wovon internationale Bergbauunternehmen profitierten, deren Spitze unter anderem von armenischstämmigen Industriellen angeführt wird. Weltweit haben Investoren Edelmetalle für sich entdeckt, um sich vor allem gegen die Inflation abzusichern, die mit der Corona-Pandemie einhergeht und voraussichtlich die weltweite Konjunkturpolitik weiterhin negativ belasten wird. Der Goldpreis ist infolgedessen in den letzten 12 Monaten um rund 19 Prozent gestiegen. Kupfer-Preise erreichten die letzten Monate eins ums andere Mal Rekordpreise. Ob es in diesem Kontext einen Zusammenhang mit dem Paradigmenwechsel im Südkaukasus gibt? Fest steht, dass die lukrativsten Minen nun wieder unter aserbaidschanischer Kontrolle sind und die meisten vormaligen Bergbauunternehmen nun den Kürzeren ziehen werden. Bergbauunternehmen wie Base Metals oder Gold Star sind nun aus dem Rennen und müssen mit Verlusten in mehrstelligen Millionenhöhe rechnen. Schlimmer noch, Baku drängt darauf, dass die Nutznießer zur Verantwortung gezogen werden. Andere, die bereits vor der Zeit der Okkupation Lizenzen von Baku erworben hatten oder mit der Regierung nicht auf Kriegsfuß stehen, dürften die Gewinner sein. Wo es Gewinner gibt, da gibt es auch Verlierer in der zweiten oder dritten Reihe. Frankreich zeigte sich wie Kanada erzürnt – beide machen dafür auch Ankara verantwortlich. Das erklärt womöglich auch die Reaktion der beiden Industrienationen – „Artsakh“ nachträglich anzuerkennen zu wollen. Offenbar sind die wirtschaftlichen Verflechtungen mit Armenien derart eng, dass die Verluste der Region eigene Interessen konterkarieren. So wurde die Goldmine von Zod/Sotk bis November 2020 von der Bergbaufirma GPM Gold betrieben, die zu 100 Prozent der in Zypern registrierten GeoProMining Investment gehört und einem Konglomerat von russischen Oligarchen zugerechnet wird. Bis zur Befreiung der Region spülte die Mine jährlich an die 58 Millionen US-Dollar an Steuern an die armenische Besatzungsmacht. GPM Gold könnte nun aufgrund der Kontakte zu Baku, weitere 18 Jahre Erz abbauen – so groß sollen die Erzvorkommen sein. Bis November 2020 wurde die Mine von Gyzilbulakh/Drmbon von der Base Metals betrieben, die eine Tochtergesellschaft der Vallex Group ist. Vallex Group ist ein armenisches Unternehmen, die unter anderem im Bergbaubetrieb tätig ist. Nach eigenen Bekundungen war es allein für 32 Prozent des BIP von „Artsakh“ verantwortlich. Die Goldmine von Vejnali/Tondirget wird von dem schweizerisch-armenischen Staatsbürger Vartan Sirmakes geführt, Armeniens Konsul in Marseille und Mitbegründer der Luxusuhrenmarke „Franck Muller“ ist. Sirmakes hat nun ein Problem, weil Baku die Schweiz um Amtshilfe bei der strafrechtlichen Verfolgung von Sirmakes für seine Rolle beim Betrieb der Mine gebeten hat. Die aserbaidschanischen Staatsanwälte beschuldigen zudem Vallex Group und Base Metals der „fast vollständigen Erschöpfung“ der Minen. Sie werfen den Bergbauunternehmen vor, zwischen 2009 und 2017 rund 302 Millionen Manat (heute rund 178 Millionen US-Dollar) an „illegalen Gewinnen“ abgeschöpft zu haben. Einem Bericht des aserbaidschanischen Außenministeriums aus dem Jahr 2019 zufolge, wird den Bergbauunternehmen zudem vorgeworfen, die Umgebung der Minen durch das Zyanidlaugeverfahren unwiderruflich verseucht zu haben. Das gehe aus hochauflösenden Satellitenbildern hervor, in denen Rückhaltebecken zu erkennen sind. Das Baku nicht von ihrer Position abweicht, die „Verantwortlichen“ des „Raubbaus“ zur Verantwortung zu ziehen, erkennt man an den jüngsten Verlautbarungen des aserbaidschanischen Präsidenten Aliyev. Wenn die armenischen Unternehmen „keine Entschädigung zahlen“ würden, erklärte Aliyev am 6. Januar, würde Baku ein internationales Schiedsverfahren gegen die Bergbauunternehmen einleiten. „In der heutigen Welt gibt es keinen Platz für Unternehmen und Menschen, die in einem anderen Land illegal natürliche Ressourcen ausbeuten und davon profitieren. Daher müssen sie für den Wert des Goldes und anderer natürlicher Ressourcen sowie für die Schäden an der Umwelt gerade stehen, die sie illegal erbeutet und verseucht haben.“ Dagegen kann sich das Bergbauunternehmen Anglo-Asian Mining freuen, die auf diese Zeitenwende jahrzehntelang gewartet hatte. Seit 1997 besitzt das Unternehmen eigentlich die von Aserbaidschan gewährten Rechte an drei größeren Goldvorkommen, die sie seit der Okkupation durch Armenien nicht erreichen konnte. In einer Pressemitteilung vom 27. Oktober 2020 gab Anglo-Asian Mining bekannt, dass sie sich darauf freue, das 300 Quadratkilometer große Lizenzgebiet Vejnali zu erschließen. Anglo-Asian Mining wurde von Reza Vaziri aufgebaut, einem ehemaligen Beamten der vorrevolutionären iranischen Regierung und heute Präsident, CEO und größter bekannter Anteilseigner von Anglo-Asian Mining. Vaziri ist ausschließlich in Aserbaidschan tätig. Nach Vaziri ist der zweitgrößte Anteilseigner des Unternehmens der frühere Gouverneur John H. Sununu aus New Hampshire, der als republikanische Stabschef von Präsident George H. W. Bush fungierte und 9,4 Prozent des Unternehmens besitzt. Sununus Sohn Michael ist ebenfalls im Vorstand von Anglo-Asian Mining. Ein weiterer Sohn, Chris, ist derzeit Gouverneur von New Hampshire. Mit der Zeitenwende hat Aserbaidschan nicht nur seine territorialen Gebiete zurückerobert, sondern neue Märkte wieder erschlossen. Währenddessen kann Armenien nicht auf die nächste wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Pandemie hoffen, wenn die reichen Gold-, Kupfer- und anderen wertvollen Metallvorkommen abhandengekommen sind. PS: Armenien und die „Republik Artsakh“ zogen auf verschiedene Weise ausländische Unternehmen an, illegal in die besetzten aserbaidschanischen Gebiete zu investieren. Dies stand eigentlich im Widerspruch zu den internationalen Konventionen. Bis zuletzt waren 69 ausländische Unternehmen ohne Erlaubnis der aserbaidschanischen Regierung in Baku in den besetzten aserbaidschanischen Gebieten tätig. Zu diesen Unternehmen gehörten Global Gold, Arslanian, Lincy, mehrere Teppichweberein, Holzverarbeitungsunternehmen und andere Fabriken aus den USA, First Dynasty Mines, Sterlite Gold Ltd., Grand Tobacco, FD aus Kanada, Akopian, Vartanian, Framaton, Mak- Mak Adamas, Pernod Ricard aus Frankreich, Siemens, Schneider aus Deutschland, Simon Petroleum Technology aus Großbritannien, Partex aus Portugal, Franck Müller, Andre Group, Alpoto aus der Schweiz, Australiya Nairi Ltd., Tida Joint Venture aus Australien und FKX aus Argentinien. Laut Statistik wurden 35 Prozent der besetzten Gebiete für 20 Jahre an Ausländer und ausländische Unternehmen verpachtet. 37 Prozent der Wälder, die noch besetzt waren, wurden von ausländischen Unternehmern kontrolliert. Nur innerhalb von acht Monaten nach 2006 wurden 897 Hektar Waldgebiet zerstört. In diesem Bereich arbeiteten sieben Holzverarbeitungsbetriebe französischer, belgischer, US-amerikanischer, iranischer, griechischer, japanischer und deutscher Unternehmen illegal in diesen Gebieten. Die OSZE-Beobachter konnten den Transport von gefällten Bäumen aus den Wäldern von Kalbajar regelrecht mitverfolgen. Die Unternehmer aus Saudi-Arabien, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten hatten 111 Millionen US-Dollar für Mineralwasserquellen in den besetzten aserbaidschanischen Distrikten Lachin und Kalbajar investiert. Ab März 2007 wurden die Quellwässer von Lachin und Kalbajar abgeschöpft und in arabische Länder transportiert und verkauft.

Zum Thema

– Bergkarabach-Konflikt – Dr. Farhad Jafarli: Armenien hat die Goldvorräte Bergkarabachs geplündert

Dr. Jafarli: Vor kurzem wurden die besetzten Gebiete Vejnali und Kalbajar von aserbaidschanischen Streitkräften befreit Es wurde festgestellt und anschließend dokumentiert, dass die Goldvorkommen ausgeplündert sind. Nach offiziellen Angaben der Republik Aserbaidschan wurde aufgedeckt, dass auch Schweizer Luxusuhrenhersteller Frank Müller in illegale Exploration von Gold in Bergkarabach involviert war.

Dr. Farhad Jafarli: Armenien hat die Goldvorräte Bergkarabachs geplündert

Historie
Erinnerungen des Generaladjutanten von Abdulhamid II. an den Ramadan Anno 1890

Ein Gastbeitrag von Thomas Weiberg – Historiker

Louis von Kamphövener, Generaladjutant Sultan Abdül Hamids II. erinnert sich an den Ramazan in Stambul um 1890.

Der Ramazanmonat beginnt, wenn vom hohen Minarett aus die feine goldene Sichel des Neumondes gesichtet wird. Ein Kanonenschuss am Morgen und Paukenschläge während der Nacht künden dies dem Volk an. Zur Mitte des Fastenmonats fällt die heilige Nacht (Kadir Gecesi), in der der Prophet von Allah den Koran empfing.

Diese Nacht wurde [am osmanischen Hof] durch einen Selamlik nach Sonnenuntergang gefeiert, ein herrliches Schauspiel mit Beleuchtung und Feuerwerk. Der Ramazan schließt mit dem dreitägigen Şekerbayramı; und einundsiebzig Tage später wird dann noch Kurbanbayramı (Opferfest), zur Erinnerung an das Opfer Ismaels, mit Hammelschlachten gefeiert. Dem Sultan wurde vor der Ceremonie in Dolma Bahçe ein wohlgepflegter Hammel, der mit Blumen geschmückt war und dessen Hörner vergoldet waren, an der inneren Auffahrtsstelle [des Palastes] zu Füßen gelegt. Er verlas dann die betreffende Sure aus dem Koran und übergab das Messer zum alsbaldigen Schlachten des schönen Thieres einem seiner Müşire und Adjutanten. Während des ganzen Tages des Ramazans dürfen also die Muselmanen nichts genießen, ja selbst in der heißesten Zeit darf der Gläubige nicht einmal einen Trunk Wasser zu sich nehmen oder eine Cigarette rauchen, wobei ihm letztes die größte Entbehrung ist. Und selbst Schwerarbeiter wie zum Beispiel der in der Gluthitze rudernde Kajkçı übertreten diese Vorschrift nicht. Nur Reisende, Krieger und Kranke brauchen nicht zu fasten, müssen aber, sobald sie können, das Versäumte nachholen. Das Fasten setzt am frühen Morgen mit einem Kanonenschuss ein und endet mit dem gleichen Signal bei Sonnenuntergang. Hungrig und durstig sitzen dann alle um den Tisch, zum Schmausen bereit und warten auf den Ton des erlösenden Böllers.
Die Moschee Sultan Abdül Hamids II. unmittelbar vor den Mauern des Yıldız-Palastes gelegen, der dem Sultan bis 1909 als Residenz diente. (Thomas Weiberg Archiv)
Dann nehmen sie zunächst etwas Salz auf die trockene Zunge, um den Speichel für die kommenden Genüsse wieder flüssig zu machen. Drum ist der Ramazan die Zeit der nächtlichen großen Gastereien. Das Haus erwartet, wie einst das Zelt, am Abend zahlreiche Gäste zum Iftar – geladene und ungebetene, die im Selamlik [dem öffentlichen Teil des Hauses] und Haremlik [dem den Frauen vorbehaltene Teil des Hauses] getrennt bewirtet werden müssen. Dieser Sitte oder Unsitte können sich nun Höherstehende wie Minister und wohlhabende Würdenträger nicht entziehen; sie ist mit großen Kosten verbunden, da die ärmeren Gäste auch oft noch Geschenke erwarten. So kommt denn auch manches begreifliche Klagewort über ihre Lippen. Ein mir befreundeter Großwesir, der mit mir zusammen in Yıldız beim Sultan zu solchem Iftar geladen war, sagte mir: »Ah, comme je sera content, quand ce mois du Ramazan sera fini! Pendant ce mois l’entrée dans mon harem m’ est absolument interdite.« [Ah, wie zufrieden werde ich sein, wenn der Monat des Ramazans beendet sein wird! Während dieses Monats ist mir der Zugang zu meinem Harem absolut untersagt.]

Auch der Sultan hatte jeden Abend ungezählte Gäste, namentlich aus der den Kreisen der Ulemas, die religiöse Vortrage hielten. Manches Mal wurde dem Gast dann noch zum Schluss ein rotes seidenes Beutelchen mit Goldliras überreicht. Dieses Geschenk nannte sich ›Dişkirası‹ das heißt ›Zahnmiete‹, von ›Diş‹ Zahn und ›Kira‹ Miete. Der Gastgeber drückt damit aus, daß er die Zähne seines Gastes in seinen Dienst nahm und dafür Miete zahlte. Aber nicht genug damit, befahl der Sultan auch noch nacheinander während der dreißig Tage die gesamte Garnison vom Pascha bis zum jüngsten Nefer in die Baracken von Yıldız zum Iftar. Zum Schluss zahlte dann sein Minister der Zivilliste, ein Armenier, sowohl jedem Offizier als auch jedem Soldaten ein Monatsgehalt als Dişkirası aus.

Nachdem jeder die kaiserliche Gabe als Ersatz für manches nicht erhaltene Gehalt, womit es manchmal haperte, vergnügt eingesteckt hatte, traten alle Beschenkten hinaus ins Freie, stellten sich mit dem Gesicht zum Palais gewandt auf, und der Imam sprach mit prachtvoller sonorer Stimme das Dankgebet für den Padischah in die Nacht hinein. Jede seiner Strophen brachte eine andere der vielfachen Bezeichnungen des Herrschers […]. Jeder Anruf schloß mit einem voll in die Dunkelheit hinaus schallenden und von allen wiederholten »Amin« (Amen), das dann am Ende dieser Huldigung leise und harmonisch in der Nacht erstarb. Ich habe einmal im Winter diesen Abschluß miterlebt, während ein gewaltiger Schneesturm das Dankgebet bis hinter die hohen Haremsmauern dem Kalifen zutrug. Text (Erinnerungen von Kamphövener Pascha) Thomas Weiberg. Abbildungen aus meinem Archiv. Momentan arbeite ich an einer kommentierten Veröffentlichung der in den 1920er Jahren aufgezeichneten Erinnerungen Louis von Kamphöver Paschas (1843-1927), der von 1882 bis 1909 deutscher Generaladjutant Sultan Abdül Hamids II. und Angehöriger des osmanischen Generalstabs war.

Streaming
Welche Eigenschaften machen Spiele wie CS:GO zu den meistgesehenen auf Streaming-Plattformen?

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Videospiele sind zweifellos eines der beliebtesten Hobbys der Menschen in Deutschland und vielen anderen Ländern. Millionen von Menschen spielen täglich an den Konsolen, am PC oder auch auf dem Handy ihre Lieblingstitel. Doch nicht nur das Spielen selbst ist eine sehr beliebte Aktivität. Auch andere Bereiche rund um Videospiele, wie Esports Wetten bei GGBet, erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit. Vor allem die bekanntesten Spiele sind bei Esport-Turnieren sehr gefragt. Zum Beispiel schließen viele Menschen CS:GO Esport Wetten auf die internationalen Events ab. Ein weiterer Bereich in der Videospielbranche, der immer mehr an Bedeutung zunimmt, ist das Videospiel-Streaming. Plattformen wie YouTube oder Twitch haben riesige Zuschauerzahlen, die vor allem wegen den Videospielinhalten einschalten. Einige der beliebtesten Titel dort sind Spiele wie CS:GO, League of Legends, Minecraft oder Fortnite. Doch welche Eigenschaften machen Spiele wie CS:GO eigentlich zu den meistgesehenen auf den Streaming-Plattformen? Wir haben die Spiele genauer analysiert und herausgefunden, warum bestimmte Titel bei den Streamern und Zuschauern beliebter sind als andere.

Arten von Spielen

Zuerst einmal hat die Art des Spieles viel damit zu tun, wie beliebt es auf den Streaming-Plattform sein wird. Die beliebtesten Genres sind Action, Battle Royale und MMORPG. Spiele aus diesen Genres sind auf Plattformen wie Twitch extrem gefragt und ziehen oft Millionen von Zuschauern an. Allerdings gibt es auch einige Ausnahmen. Das beste Beispiele ist Minecraft. Obwohl dieses Spiel in keine der erwähnten Sparten passt, ist es eines der beliebtesten Spiele für Streaming. Auch über 10 Jahre nach seiner Veröffentlichung hat der Titel eine riesige Fangemeinde auf der ganzen Welt. Hier sind die beliebtesten Arten von Videospielen für Streaming, zusammen mit einigen Beispielen:

Action

  • CS:GO
  • League of Legends
  • GTA V
  • Overwatch

Battle Royale

  • Fortnite
  • PUBG
  • Apex Legends

MMORPG

  • World of Warcraft
  • The Elder Scrolls Online

Andere Spiele

  • Minecraft
  • Sea of Thieves
  • Among Us

Eigenschaften der beliebtesten Streaming-Spiele

Neben dem Genre gibt es auch eine Reihe von Eigenschaften, die den Erfolg eines Videospiels auf einer Streaming-Plattform erhöhen. Hier sind einige der wichtigsten Eigenschaften, die einige der beliebtesten Streaming-Spiele vereinen.

Online Multiplayer

Fast alle der beliebtesten Spiele auf Plattformen wie Twitch oder YouTube bieten Online Multiplayer. Zwar gibt es auch eine Reihe von beliebten Einzelspieler-Titeln, doch die überwältigende Mehrheit der Spiele kann über das Internet gegen andere Menschen gespielt werden. Vor allem Titel, bei denen Spieler in einzelnen Matches gegeneinander antreten und einen Sieger bestimmen, sind bei den Zuschauern sehr beliebt. Diese Titel haben sehr viel Ähnlichkeit mit normalen Sportarten wie Fußball oder Tennis. Es ist für die Zuschauer wesentlich aufregender, wenn etwas auf dem Spiel steht und es um Gewinnen und Verlieren geht. Selbst bei Spielen wie Minecraft gibt es mittlerweile viele zusätzliche Modi, bei denen die Spieler in Wettbewerben gegeneinander antreten. Und natürlich basieren Spiele wie CS:GO, Fortnite oder League of Legends komplett auf diesem Prinzip.

Kurze Runden

Eine weitere Eigenschaft der meisten beliebten Spiele ist, dass sie relativ kurze Runden haben. Das liegt schlicht und einfach daran, dass die Zuschauer im Internet kurze Videos bevorzugen. Nicht nur Videos über Spiele sollten daher unter 15 Minuten sein, sondern der Großteil der Videos auf YouTube und Co.

Regelmäßige Updates

Niemand will jahrelang die gleichen Videos ansehen. Daher veröffentlichen die Entwickler der beliebtesten Videospiele für Streaming in regelmäßigen Abständen Updates, um neue Erlebnisse und Erfahrungen zu bieten. Zu diesen Updates gehören zum Beispiel neue Maps, Herausforderungen oder auch komplett neue Features. Die Updates werden entweder kostenlos oder gegen eine Gebühr angeboten. Beide Varianten haben sich über die Jahre bewährt und es hängt meistens vom Umfang des Updates ab, ob dafür eine Gebühr verlangt wird.

Andere Faktoren, die die Beliebtheit eines Videospiels für Streaming beeinflussen

Es gibt noch eine Reihe von anderen Faktoren, die ebenfalls einen großen Einfluss darauf haben können, ob ein Spiel auf den Streaming-Plattformen beliebt ist. Dazu zählen zum Beispiel die folgenden:
  • Qualität der angebotenen Videos
  • Die Vorlieben der Streamer
  • Aktuelle Trends
  • Verwendung der Spiele für Esports
Dies ist natürlich nur ein Auszug der Dinge, die entscheiden, ob ein Spiel auf Twitch oder YouTube erfolgreich sein wird. Oft spielt auch einfach Glück oder gutes Timing eine Rolle. Ein perfektes Beispiel ist das Indie-Game Among Us. Dieses gibt es schon seit einigen Jahren, aber erst 2020 schaffte es den großen Durchbruch in der Streaming-Szene. Die Vorlieben der Streamer sind ebenfalls extrem wichtig. Wenn sich einer der größten Stars der Szene dazu entschließt, ein Spiel zu streamen, kann dies alleine schon den Erfolg dieses Titels garantieren. Aus diesem Grund werden die Streamer auch oft von den Entwicklern der Spiele gesponsert.

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– Gaming – Türkische Spielindustrie weckt internationales Investoreninteresse

Die Videospielbranche in der Türkei gewinnt an Fahrt und erfährt zunehmendes Interesse internationaler Investoren.

Türkische Spielindustrie weckt internationales Investoreninteresse

Türkei
Türkei verurteilt Wilders‘ „Stop Ramadan“ Äußerungen

Ankara – Erdogan-Sprecher Fahrettin Altun, Kommunikationsdirektor des Präsidentenpalastes, hat die Äußerungen des islamfeindlichen niederländischen Politikers Gert Wilders aufs Schärfste verurteilt. „Wer außer einem Faschisten, würde sich anmaßen, den Islam – die Religion des Friedens mit zwei Milliarden Anhängern – zu verunglimpfen“, schrieb Altun auf Twitter. In einem weiteren Tweet bezeichnete Altun Wilders als Herzlos. Wilder stelle die „Lehrbuchdefinition von Extremismus, Rassismus und Gewalt“ dar, die der Islam verurteile. „Stoppt den Rassismus“, schrieb Altun in Großbuchstaben. Der Sprecher der regierenden türkischen AKP, Ömer Celik, warf Wilders am Mittwoch „eine rassistische und faschistische Gesinnung“ vor. „Feinde des Islams hassen auch Migranten, arme Menschen, bedürftige Menschen und Ausländer“, sagte er auf Twitter. Ali Erbas, der Chef des Präsidiums für religiöse Angelegenheiten, verurteilte Wilders‘ Äußerungen als „inakzeptabel“. „Ich lade die internationale Gemeinschaft zu einem bewussten Kampf gegen die rassistische Mentalität ein, die Islamophobie schürt und auf den sozialen Frieden zielt“, sagte Erbas. Wilder islamfeindliches Video Wilders hatte sich zu Beginn der Fastenzeit der Muslime in einem Tweet abfällig über den Islam geäußert und zu einem „Stopp Ramadan“ aufgefordert. Das Video wurde fast 14.000 mal geteilt und hatte am Mittwoch bereits über eine Million Views. Der Ramadan gehöre nicht zur niederländischen Geschichte, Kultur oder Zukunft, so der Text. „Stopp die Islamisierung“, heißt es weiter.
(Screenshot/Twitter)
Wilders ist einer der prominentesten rechtsextremen Politiker Europas und hat die Einwanderungsdebatte in den Niederlanden in den letzten zehn Jahren maßgeblich mitgestaltet, obwohl er nie in der Regierung war. Wilders – dessen politische Karriere weitgehend auf seiner schrillen Anti-Islam-Rhetorik beruht – hat das niederländische politische Establishment häufig schockiert und Muslime beleidigt. Er wurde 2011 in einem Prozess wegen Hassreden freigesprochen, weil er den Islam mit dem Nationalsozialismus verglichen und ein Verbot des Korans gefordert hatte. Letztes Jahr wurde er von einem Berufungsgericht wegen Rassendiskriminierung freigesprochen, obwohl es eine Verurteilung wegen bewusster Beleidigung von Marokkanern als Gruppe aufrechterhielt.

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat gegen den islamfeindlichen niederländischen Politiker Geert Wilders eine Strafanzeige wegen Beleidigung erstattet.

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Finanztip-Praxis-Test
Solaranlagen-Kauf: Preisunterschiede von bis zu 80 Prozent

Wer eigenen Solarstrom produziert, schont seinen Geldbeutel und hilft der Umwelt. Doch die Installateure von Photovoltaik-Anlagen kalkulieren sehr unterschiedlich – Angebote für Anlagen bei ein und denselben Kunden unterscheiden sich im Preis um bis zu 80 Prozent. Das zeigt ein aktueller Vergleich des Geldratgebers Finanztip. Hierbei haben fünf Testkäufer in fünf Bundesländern im Auftrag von Finanztip 26 Kaufangebote für Solaranlagen eingeholt. Die Expertinnen & Experten von Finanztip haben diese Angebote anschließend ausführlich analysiert und bewertet. Aktuell gibt es in Deutschland rund 2 Millionen Solaranlagen zur Stromerzeugung, viele davon bei Privathaushalten. Diese können mit der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach bis zu einem Drittel des eigenen Strombedarfs decken. „Selbst produzierter Solarstrom kostet nur halb so viel wie der aus dem Stromnetz oder sogar noch weniger“, sagt Ines Rutschmann, Energieexpertin bei Finanztip. „Wer allerdings eine Photovoltaik-Anlage kauft, muss mindestens einen höheren vierstelligen Betrag investieren.“ Umso wichtiger ist ein wirtschaftlich gut kalkuliertes Angebot. Doch daran hapert es in der Praxis häufig, wie der aktuelle Finanztip-Praxis-Test jetzt zeigt. Über fünf spezialisierte Onlineportale haben sich die Finanztip-Experten für Testkunden Fachfirmen vermitteln lassen und holten so 26 Angebote ein. Nur zwei Portale vermittelten in allen Fällen mindestens zwei Fachfirmen, die Angebote waren häufig teuer und intransparent. Wirtschaftlichkeitsrechnung besser selbst machen Insgesamt war die Angebotsqualität sehr unterschiedlich. „Im direkten Vergleich der Angebote haben wir Preisunterschiede von bis zu 80 Prozent festgestellt“, sagt Rutschmann. „Dabei waren die Angebote häufig sehr intransparent. Die einzelnen Komponenten und Leistungen waren lediglich in vier Fällen einzeln ausgewiesen.“ Einige Angebote enthielten zudem eine Wirtschaftlichkeitsrechnung, um die Investitionssumme zu rechtfertigen. Doch auch hier gab es Mängel: „Keine dieser Berechnungen enthielt die Kosten für die Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch. Zudem wurde teilweise mit viel zu hohen Strompreissteigerungen kalkuliert.“ Die Expertin rät deshalb, die Planung der Anlage nicht allein der Installationsfirma zu überlassen, sondern vorher abzuwägen, was künftig alles mit Strom versorgt werden soll und die richtige Anlagengröße selbst zu überschlagen. Liegt dann das Angebot vor, lohnt es sich, nochmal nachzuverhandeln: „Es gibt meist noch Spielraum nach unten. Wird der Preis moniert, planen die Anbieter auch noch mal mit günstigeren Komponenten.“ Portale bieten erste Orientierung Wer eine Photovoltaik-Anlage plant, kann sich mithilfe spezieller Onlineportale einen Überblick verschaffen. „Wir haben uns fünf Portale näher angeschaut“, sagt Rutschmann. „Nur über Selfmade-energy.com und photovoltaik-angebotsvergleich.de haben wir für alle Testkunden mindestens zwei Angebote erhalten.“ Beide Portale werden deshalb von Finanztip empfohlen. Allerdings sollten sich Kunden im Klaren sein, dass selbst bei diesen Portalen nicht gleich das passende Angebot dabei sein muss. „Nur zwei unserer Testkunden erhielten über die Portale mindestens ein Angebot, das sich als eine gute Investition erwiesen hätte.“ Portale bieten nach Einschätzung von Finanztip vor allem einen guten Einstieg ins Thema. „Verbraucher bekommen mit wenig Aufwand Kontakt zu Firmen oder erhalten direkt Angebote. So wissen sie erst einmal, mit welchen maximalen Preisen sie rechnen müssen – Luft nach unten ist aber meist.“

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– Erneuerbare Energien – Kommentar: Türkei entwickelt sich zu einem wichtigen Faktor im Energiesektor

In den vergangenen knapp 20 Jahren hat sich die Türkei zu einem wichtigen Faktor im Energiesektor entwickelt, der durch ein solides Wirtschaftswachstum gestützt wurde. Insbesondere die Privatisierung des Stromsektors seit dem Jahr 2002 hatte einen großen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit im Land und sorgte für neue Perspektiven und eine Modernisierung.

Die Türkei entwickelt sich zu einem wichtigen Faktor im Energiesektor

Türkei
Izmir: Mutmaßliche Mitglieder der FETÖ festgenommen

Von Kemal Bölge Bei Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden gegen mutmaßliche Mitglieder des „Gülen-Netzwerks“ (FETÖ) in der türkischen Armee und Polizei wurden nach Angaben von Medien 84 Verdächtige festgenommen. Die Staatsanwaltschaft in Izmir kam den Verdächtigen über Ermittlungen zu Anrufen aus öffentlichen Telefonzellen, dem Messenger-Dienst Bylock als auch über Aussagen von Aussteigern der Terrororganisation auf die Spur. In die Polizeiaktion involviert waren der Nachrichtendienst der Polizei, die Abteilungen für Terrorismusbekämpfung, Finanz- und Organisierte Kriminalität sowie die Gendarmerie. Festgenommene FETÖ-Mitglieder dienten in verschiedenen Waffengattungen der Armee Die 84 Verdächtigen sollen in unterschiedlichen Gattungen der Armee gedient haben. Davon waren 29 im Heer, 7 in der Luftwaffe, 4 bei der Marine, 14 bei der Generalkommandantur der Gendarmerie beschäftigt und 10 Ex-Kadetten einer Militärschule. Unter den festgenommenen befanden sich 20 Polizeibeamte, wobei 14 dieser Beamten noch in einem Dienstverhältnis standen. Mitten in der Nacht begannen schwer bewaffnete Sicherheitskräfte fast zeitgleich in 49 Städten die Wohnungen und Objekte der Verdächtigen zu stürmen, die anschließend einem Ermittlungsrichter vorgeführt wurden. Die Türkei fordert von den USA die Auslieferung Gülens Die Türkei hat das „Gülen-Netzwerk“ als Terrororganisation eingestuft und macht dessen Mitglieder für den gescheiterten Putschversuch von 2016 verantwortlich, bei dem 251 Menschen durch die Putschisten getötet und zirka 2.194 verletzt wurden. Die Türkei hat von den USA mehrfach die Auslieferung von Terrorchef Gülen gefordert, der 1999 unter dem Vorwand einer medizinischen Untersuchung sich in die Vereinigten Staaten abgesetzt hatte. Die US-Regierung lehnt eine Auslieferung von Gülen ab, da es für eine Verstrickung Gülens in den Putschversuch keine Beweise gebe.

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Auch in diesem Jahr hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Beginn des Ramadans mit einer Grußbotschaft an Muslime gewandt und ihnen eine „gesegnete, besinnungsreiche und erfüllte Fastenzeit“ gewünscht.

Nürnberg: Türkische Gemeinde dankt Merkel für Ramadan-Botschaft

Berlin
Mutmaßlich rechtsextremer Brandanschlag in Berlin-Spandau

Berlin – Im Fall der Brandstiftung in einem linken Hausprojekt in der Jagowstraße in Spandau hat der für politisch motivierte Kriminalität zuständige Staatsschutz im Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen. Das teilte ein Sprecher der Polizei der Tageszeitung „nd.Der Tag“ mit. Zuvor hatte es Vermutungen gegeben, dass es sich um einen Brandanschlag von Neonazis handeln könnte, da das Haus in der Vergangenheit mehrfach Ziel rechter Aktivitäten geworden war. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag vergangener Woche hatten Unbekannte gegen drei Uhr im Treppenhaus des Hausprojekts zwei Sofas und einen Tisch angezündet. Das Feuer konnte von den Bewohner*innen gelöscht und ein Übergreifen der Flammen auf den Rest des Hauses verhindert werden, bevor die Feuerwehr eintraf. Ein 21-Jähriger, der über dem in Brand gesetzten Bereich wohnt, versuchte sich mit einer Leiter in Sicherheit zu bringen und fiel dabei aus dem ersten Stock. Er und eine weitere Person mit einer Rauchvergiftung wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei prüft nun einem möglichen Zusammenhang mit Einschüchterungsversuchen durch Neonazis. „Im Februar 2021 wurden im Zusammenhang mit dem gleichen Tatort Schmierereien festgestellt, die eine rechtsextremistische Konnotation zum Inhalt hatten“, so ein Polizeisprecher. „Inwieweit ein Tatzusammenhang zwischen dem Brand und den Schmierereien besteht, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.“ Allerdings konnten laut Polizei bislang keine Hinweise auf den oder die Täter erlangt werden, auch zur Tatmotivation lägen derzeitig keine belastbaren Anhalte vor. Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) hält einen rechtsextremen Hintergrund der Tat durchaus für möglich. „Das betroffene Hausprojekt war in der Vergangenheit wiederholt mit rechtsextremen Anfeindungen konfrontiert und wurde unter anderem durch die gesprühte Parole >Arbeit macht frei< markiert und dadurch bedroht“, sagte Kerstin Kuballa vom MBR auf nd-Anfrage. Auch wenn Spandau kein Schwerpunkt rechtsextremer Strukturen sei, seien dort rechtsextreme Aktivitäten zu beobachten. Es sei nicht auszuschließen, dass es im Bezirk Rechtsextreme gebe, „die nicht davor zurückschrecken, Menschen in ihrem beruflichen und privaten Umfeld anzugreifen“, so Kuballa weiter. „Wer eindeutig Haltung zeigt, wie diese Projekte, aber auch ihre Bewohner*innen und andere aktive Engagierte, gilt Rechtsextremen als Feindbild und wird dafür bedroht und angegriffen.“

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– Strategic Report – Europol sieht Schwachstellen bei der Bekämpfung des Rechtsterrorismus

Die europäische Polizeiagentur Europol sieht Schwachstellen bei der Bekämpfung von Rechtsterrorismus durch europäische Sicherheitsbehörden.

Europol sieht Schwachstellen bei der Bekämpfung des Rechtsterrorismus

Ukraine-Krise
Nach Ukraine-Bekenntnis: Russland setzt Flüge mit der Türkei aus

Moskau – Nur wenige Tage nachdem sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bei einem Treffen mit Wolodymyr Selenskyj in Ankara für die „territoriale Integrität der Ukraine“ ausgesprochen hatte, hat Russland kurz vor der Urlaubssaison  die meisten Charter- und Linienflüge in die Türkei zwischen dem 15. April und dem 1. Juni ausgesetzt. Etwa 500.000 Russen hätten in diesem Zeitraum, der zwei Feiertage umfasst, Reisen in die Türkei gebucht, berichtet die Nachrichtenagentur RIA Novosti unter Berufung auf den russischen Verband der Reiseveranstalter. Russland belegte im vergangen Jahr trotz der Coronavirus-Beschränkungen mit 2,13 Millionen Touristen den ersten Platz der türkischen Besucherliste. Als Grund nannte Russland zwar den Anstieg der Corona-Fälle in der Türkei, Beobachter sehen den Schritt doch als Warnung Russlands an Ankara, wegen den Äußerungen Erdogans zu der Lage in der Konfliktregion Donbass im Osten der Ukraine und der Krim. Bei 80 Prozent der Neuinfizierten, die aus dem Ausland zurückkehrten, handele es sich um Türkeibesucher, so die stellvertretende Premierministerin Tatjana Golikowa am Montag in einer im Fernsehen übertragenen Mitteilung. Situation in der Ostukraine Seit Wochen zieht Russland tausende Militärs an seinen nördlichen und östlichen Grenzen zusammen. Laut Medienberichten seien über 40.000 Soldaten verlegt worden. In der östlichen Donbass-Region stehen sich seit Jahren pro-russische Separatisten und ukrainische Regierungssoldaten gegenüber. Dabei wurden nach Angaben der Regierung in Kiew seit Beginn des Konfliktes im Jahr 2014 rund 14.000 Menschen getötet. Die Kämpfe dort sind wieder aufgeflammt, wobei sich beide Seiten gegenseitig beschuldigen, einen im Juli in Kraft getretenen Waffenstillstand zu verletzen. Krim-Krise Nach einem Referendum unterzeichnete der russische Präsident Wladimir Putin am 18. März 2014 einen Vertrag über die Eingliederung der Krim in die Russische Föderation. Die Volksabstimmung wurde bis heute international jedoch nicht anerkannt. Westliche Staaten haben daraufhin mehrfach Sanktionen gegen Russland erlassen. Das Auswärtige Amt bezeichnete die Ereignisse bis heute als völkerrechtswidrige Annexion. Auch die Türkei bezeichnete Russlands Präsenz in der Krim als „illegale Annexion“. Die Türkei hat die „illegale Annexion der Krim“ nicht anerkannt und werde dies auch in Zukunft nicht tun. Die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine müsse respektiert werden, sagte etwa der stellvertretende türkische Außenminister Yavuz Selim Kiran bei einer Sonderveranstaltung zur Krim auf der 46. Sitzung des UN-Menschenrechtsrates im Februar 2021. Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat wiederholt die Annexion der Krim durch Russland verurteilt. „Wir haben und werden immer die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine unterstützen, auch über die Krim,“ sagte Erdogan etwa bei einem Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj im Oktober 2020 in der türkischen Hauptstadt Ankara. „Die Türkei sieht die Ukraine als ein Schlüsselland für die Gewährleistung von Stabilität, Sicherheit, Frieden und Wohlstand in unserer Region,“ so Erdogan.

Laut Moskau sei das eindeutige Ergebnis des Referendums jedoch eine Willensbekundung der Krim-Bevölkerung für einen Beitritt zur Russischen Föderation gewesen. Diese gehe mit dem Selbstbestimmungsrecht dieser Gruppe einher und Russland hätte eine Schutzverpflichtung gegenüber den in der Ukraine lebenden Russen. Deswegen handle es sich bei den Ereignissen keineswegs um eine Annexion. Russland sieht die Krim als russisch und versucht die Annexion mit geschichtspolitischen Argumenten zu legitimieren, so die Bundeszentrale für Politische Bildung.

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– Türkei – Erdogan: Akkuyu Atomkraftwerk wird 10 Prozent des Energiebedarfs decken

Das sich im Bau befindende Kernkraftwerk Akkuyu werde nach der Inbetriebnahme zehn Prozent des türkischen Energiebedarfs decken, sagte Recep Tayyip Erdogan in seiner Rede während der Fraktionssitzung der regierenden AKP am Mittwoch.

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Passport-Index
Japan hat den stärksten Reisepass

Jetzt, wo die Impfkampagnen in vielen Ländern voranschreiten, ist die Wiederaufnahme des regulären internationalen Reiseverkehrs nicht mehr nur eine abstrakte Hoffnung. Die neuesten Ergebnisse des Henley Passport Index – der bekannten Rangliste aller Reisepässe der Welt, die die Reisefreiheit nach der Anzahl der Reiseziele, zu denen Passinhaber eines Landes ohne vorheriges Visum Zugang haben, auswertet – geben einen exklusiven Einblick, wie die Reisefreiheit nach der Pandemie aussehen könnte, wenn Länder auf der ganzen Welt ihre Grenzen selektiv für internationale Besucher öffnen. Ohne Berücksichtigung vorübergehender und sich ständig ändernder COVID-19-Reisebeschränkungen liegt Japan weiterhin auf Platz 1 des Index, der auf exklusiven Daten der International Air Transport Association (IATA) basiert. Inhaber japanischer Reisepässe können theoretisch 193 Ziele auf der ganzen Welt ohne Visum erreichen. Singapur bleibt auf Platz 2 mit einem Visumfreiheits-/Visa-on-Arrival-Score von 192, während sich Deutschland und Südkorea erneut den dritten Rang teilen, jeweils mit Zugang zu 191 Zielen. Wie bereits in den letzten 16 Jahren, in denen der Index erstellt wurde, wird die Mehrheit der verbleibenden Top-10-Plätze von EU-Ländern gehalten. Die Reisefreiheit des Vereinigten Königreichs und der USA, die im Jahr 2014 gemeinsam die Spitzenposition hielten, geht weiterhin zurück. Sie belegen derzeit gemeinsamen dem siebten Platz mit einem Visumfreiheits-/Visa-on-Arrival-Wert von 187. Die neuesten Ergebnisse zeigen ein noch nie da gewesenes Gefälle bei der Reisefreiheit seit der Index 2006 eingeführt wurde. Inhaber eines japanischen Reisepasses können 167 mehr Reiseziele besuchen als Bürger Afghanistans, die weltweit nur 26 Ziele ohne vorherigen Visumserwerb besuchen können. Obwohl sich auf dem Henley Passport Index in den letzten fünf Quartalen seit dem Ausbruch von COVID-19 nur wenig bewegt hat, zeigt ein Blick zurück einige interessante Dynamiken über die letzten zehn Jahre. In Q2 2021 trat China zum ersten Mal in die Liste der größten Aufsteiger des letzten Jahrzehnts ein. China ist seit 2011 um 22 Plätze gestiegen, vom 90. Rang mit einer Visumfreiheits-/Visa-on-Arrival-Score von nur 40, auf den 68. Rang mit einer Punktzahl von 77. Die mit Abstand bemerkenswerteste Entwicklung im Index sind jedoch die VAE, die ihren steilen Aufstieg fortsetzen. Im Jahr 2011 lagen die VAE mit einer Visafreiheitsscore von 67 Punkten auf Platz 65, während sie heute dank der kontinuierlichen Bemühungen der Emirate, die diplomatischen Beziehungen mit Ländern auf der ganzen Welt zu stärken, auf Platz 15 mit einem Wert von 174 liegen. Dr. Christian H. Kaelin, Chairman von Henley & Partners und Erfinder des Passport-Index-Konzepts, sagt, das vergangene Jahr habe gezeigt, dass keine Regierung unfehlbar sei – selbst die Supermächte und reichsten Nationen der Welt seien ins Straucheln geraten – und viele hätten ihren Bürgern gegenüber versagt. „Obwohl niemand erwartet, dass das Mobilitätsniveau von vor der Pandemie in absehbarer Zeit wieder erreicht wird, sind die Aussichten jetzt sicherlich besser als noch vor ein paar Monaten. Das jüngste Ranking ist eine Erinnerung daran, dass wirtschaftliche Erholung und Entwicklung von globaler Mobilität abhängen, einschließlich der persönlichen Reisefreiheit, und dass die Macht des Reisepasses niemals als selbstverständlich angesehen werden sollte.“ Mit Blick auf den Rest des Jahres 2021 weisen Experten im Global Mobility Report 2021 Q2 der heute von Henley & Partners veröffentlicht wurde, darauf hin, dass Anpassungsfähigkeit und Reaktionsfähigkeit entscheidend für das zukünftige Überleben und den Erfolg sein werden. Dr. Parag Khanna, der Gründer und Managing Partner von FutureMap, sagt, dass sich in der zweiten Jahreshälfte Millionen von Menschen erneut auf Wanderschaft begeben könnten. „Die sich verändernden Migrationsmuster in der Welt nach COVID (wenn sie kommt) werden nicht-linear und vielleicht unvorhersehbar sein. Sie werden die Realität einer Welt widerspiegeln, in der sich viele Krisen entfalten, von Pandemien über den Klimawandel bis hin zur politischen Polarisierung. Länder, die mit Haushaltszwängen sowie einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften und Investitionen konfrontiert sind, werden versuchen, Ressourcen anzuwerben – von Start-up-Unternehmern, die Innovationen anregen können, bis hin zu Ärzten und Krankenschwestern, um die öffentliche Gesundheitsversorgung zu verbessern. Der weltweite Krieg für Talente ist jetzt im Gange.“

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– Türkisch-ukrainische Beziehungen – Ab sofort passfreies Reisen zwischen Türkei und Ukraine möglich

Seit gestern Morgen können türkische und ukrainische Staatsangehörige ohne Reisepass in das jeweils andere Land einreisen.

Ab sofort passfreies Reisen zwischen Türkei und Ukraine möglich

Ramadan 2021
Nürnberg: Türkische Gemeinde dankt Merkel für Ramadan-Botschaft

Nürnberg – Auch in diesem Jahr hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Beginn des Ramadans mit einer Grußbotschaft an Muslime gewandt und ihnen eine „gesegnete, besinnungsreiche und erfüllte Fastenzeit“ gewünscht. „Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien alles Gute und natürlich Gesundheit! Möge der Ramadan trotz der widrigen Umstände eine friedvolle Zeit der inneren Einkehr und der gegenseitigen Stärkung für Sie sein!“, sagte die Bundeskanzlerin in der Grußbotschaft weiter und bat die Muslime wegen den  Einschränkungen noch einmal Geduld aufzubringen. Merkel:
Wir leben nun schon seit über einem Jahr in und mit der Pandemie. Sie geht mit vielen Härten und Herausforderungen einher – nicht zuletzt für Gläubige und Religionsgemeinschaften. Notwendig gewordene Einschränkungen im öffentlichen Leben schmerzen besonders da, wo Glauben in der Gemeinschaft, in gemeinsamen Ritualen und Festen gelebt und zum Ausdruck gebracht wird. Gerade auch in diesen Wochen gilt es, noch einmal Geduld aufzubringen, so schwer das auch fällt. Umso mehr wünsche ich, dass Sie gute Mittel und Wege finden, in Ihrem Glaubensleben trotz gebotener Distanz eng miteinander verbunden zu bleiben. Der Fastenmonat Ramadan ist auch eine Zeit des Füreinander-Daseins – eine Zeit, an Bedürftige zu denken und Zuwendung zu schenken. Für viele und vor allem auch ältere Menschen, die unter den Folgen der Pandemie leiden, ist es sehr wichtig, in der Aufmerksamkeit und Unterstützung durch andere Halt und Kraft zu finden. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien alles Gute und natürlich Gesundheit! Möge der Ramadan trotz der widrigen Umstände eine friedvolle Zeit der inneren Einkehr und der gegenseitigen Stärkung für Sie sein!
Bülent Bayraktar, Vorsitzender der tgmn, der türkischen Gemeinde in der Metropolregion Nürnberg, bedankte sich am Dienstag bei der Bundeskanzlerin und anderen Politikern für ihre Ramadan-Botschaften. „Gemeinsam sind wir stärker im Kampf gegen die Corona-Pandemie! Botschaften von Bürgermeistern, Ministern, der Bundeskanzlerin und des Bundespräsidenten bezüglich des Fastenmonats Ramadan verstärken das Gefühl der Zusammengehörigkeit. Vor allem in solchen Tagen müssen wir solidarisch sein“, so Bayraktar gegenüber NEX24.

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– Osterbotschaft – Türkei: Erdogan sendet Ostergrüße an Christen

Während bei uns in Deutschland Botschaften der Kanzlerin oder des Bundespräsidenten an Muslime starke Irritationen in der Bevölkerung hervorrufen, gehört dies in der Türkei schon lange zur Tradition. So hat der türkische Staatspräsident auch dieses Jahr wieder eine Osterbotschaft gesendet und den Christen zum Osterfest gratuliert.

Türkei: Erdogan sendet Ostergrüße an Christen