Neckarsulm
Briefbombe explodiert in Lidl-Zentrale – Verletzte

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Neckarsulm – In der Lidl-Zentrale in Neckarsulm wurden bei einer Explosion drei Menschen verletzt. Wie die Heilbronner Stimme weiter berichtet, sei es noch unklar, ob es sich um eine Brief- oder Paketbombe handelte. Dem Bericht zufolge befanden sich zum Zeitpunkt der Explosion mehr als 100 Mitarbeiter im Gebäude. Die Polizei, zahlreiche Rettungskräfte sowie Hubschrauber seien im Einsatz. Der Bereich sei nun großflächig abgesperrt und das Gebäude evakuiert.
Die Hintergründe der Explosion und das Tatmotiv seien derzeit noch „völlig unklar“. Zur Schwere der Verletzungen konnte der Sprecher zunächst keine Angaben machen. Derzeit laufen die Ermittlungen, es gebe aber bislang keine Fahndung, berichtet Focus Online. Seelsorger kümmerten sich um die Betroffenen. Ermittler der Kriminalpolizei sowie Experten für Bombenentschärfung vom Landeskriminalamt untersuchten den Tatort. Auch Spürhunde kamen zum Einsatz, berichtet die Heilbronner Stimme weiter. Mitteilung der Polizei Heilbronn: Am Mittwochnachmittag kam es gegen 14.50 Uhr im Verwaltungsgebäude einer Firma in der Rötelstraße in Neckarsulm zu einer Explosion, durch die zwei Personen leicht und eine Person mittelschwer verletzt wurden. Ein Sachschaden kann derzeit noch nicht beziffert werden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand explodierte eine Briefsendung innerhalb des Gebäudes. Die Rettungskräfte vor Ort evakuierten aus den Räumlichkeiten rund 100 Mitarbeiter der Firma. Zudem durchsuchten Spezialisten des Landeskriminalamts Baden-Württemberg zusammen mit Sprengstoffspürhunden des Polizeipräsidiums Heilbronn das gesamte Gebäude. Hierbei wurden keine weiteren verdächtigen Gegenstände aufgefunden. Die Ermittlungen dauern an.

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– Türkische Wirtschaft – Handelsblatt: Türkei gelingt Comeback

Lange haben Anleger den türkischen Finanzmarkt gemieden. Jetzt wollen viele Investoren an einem Aufschwung teilhaben, der seinesgleichen sucht. Selbst die Lira gewinnt wieder an Wert, berichtet das Wirtschaftsmagazin Handelsblatt.

Handelsblatt: Türkei gelingt Comeback

Reisefreiheit
Beyer (CDU) fordert Visa-Freiheit für Kosovo

Brüssel – Zum 13. Jahrestag der Unabhängigkeit des Kosovo hat der deutsche Bundestagsabgeordnete und Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Peter Beyer, von den europäischen Behörden die sofortige Gewährung der visafreien Einreise für Bürger des Kosovo gefordert. In einem englischsprachigen Beitrag postete auf Facebook ein Zitat des Diplomaten Wolfgang Ischinger, der seinerzeit die EU bei den Verhandlungen über den Status des Kosovo vertrat, der ebenfalls den Abschluss des Abkommens zur Visaliberalisierung für den Kosovo gefordert hatte.
(Screenshot/Twitter)
„Wie Botschafter Prof. Wolfgang Ischinger gesagt hatte: „Gut, dann machen wir es jetzt! Die Visaliberalisierung für alle Bürger des Kosovo ist ein unerfülltes EU-Versprechen. Längst überfällig – die Glaubwürdigkeit der EU steht auf dem Spiel!“ – Dem stimme ich voll und ganz zu und schließe mich den Worten an: Keine faulen Ausreden mehr. Visaliberalisierung jetzt!“ schrieb Beyer auf seiner Facebook-Seite. Beyers Beitrag erhielt zahreiche Kommentare, hauptsächlich von Bürgern des Kosovo, die ihm für seine Unterstützung dankten. „Danke, dass Sie ein Thema ansprechen, das ich ohne weiteres als ‚Schandfleck‘ in der Europäischen Union betrachten kann! Ich verstehe die Tatsache, dass der Kosovo in einigen Fragen der Korruptionsbekämpfung feststeckt, aber wir als Bürger versuchen hart, dies zu ändern und sie aus unserer Gesellschaft auszumerzen! Wir fühlen uns genauso europäisch wie unsere Nachbarn auf dem Balkan und verdienen sicherlich eine Chance auf Freizügigkeit. Die EU muss verstehen, wie schwierig es für einen Studenten, einen Berufstätigen oder sogar eine einfache Person ist, monatelang und mit einer Unmenge an Dokumenten durch die Straßen zu ziehen, um ein Visum zu bekommen, um sich frei bewegen zu können. Das größte Paradoxon ist die Tatsache, dass die Europäische Union in ihren Werten die Meinungsfreiheit und die Freizügigkeit als grundlegende Menschenrechte erklärt!“, so etwa Butrint Thaqi. Am 17. Februar 2008 hatte der Kosovo formell seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt, neun Jahre nachdem der Krieg zwischen den beiden Konfliktparteien durch die Intervention der NATO-Truppen beendet wurde. Bis jetzt hat Serbien sich geweigert die Staatlichkeit des Kosovo anzuerkennen und betrachtet es immer noch als Teil von Serbien, obwohl es keine Kontrolle über das Gebiet ausübt. Vier Jahre später, am 19. Februar 2012, begann die Reise des Kosovo, um ein Abkommen über die Visaliberalisierung mit der EU zu erreichen. Im Jahr 2018 bestätigte die Kommission, dass der Kosovo die beiden letzten speziellen Anforderungen für die Visaliberalisierung erfüllt hat.

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– Balkan – Kosovo: „Bereit für einen NATO-Beitritt“

In einer Ansprache  an die Soldaten der Kosovo-Armee (KSF) erklärte am Mittwoch die amtierende Präsidentin des Kosovo, Vjosa Osmani, gemeinsam mit dem US-Botschafter Philipp S. Kosnett, dass es für die Armee an der Zeit sei, Teil der NATO zu werden.

Kosovo: „Bereit für einen NATO-Beitritt“
 

Syrienkonflikt
New York Times: Türkische Soldaten schützen syrische Flüchtlinge vor Assad

New York – Die Türkei wurde in Deutschland und in anderen westlichen Ländern für ihre Entsendung von Truppen nach Syrien heftig kritisiert, „aber heute schützen ihre Soldaten Millionen von Syrern vor möglichen Massakern durch Regimekräfte von Präsident Baschar al-Assad“, so die US-Tageszeitung New York Times (NYT) am Dienstag. „Während die Welt immer noch über ein Ende des jahrzehntelangen syrischen Bürgerkriegs rätselt, ist die Türkei die einzige internationale Kraft vor Ort, die rund fünf Millionen vertriebene und gefährdete Zivilisten schützt“, schreibt die britische Journalistin und Autorin Carlotta Gall, Gall berichtete für NYT zwölf Jahre lang auch über Afghanistan und Pakistan. Derzeit ist sie Büroleiterin der NYT in Istanbul.
Heute sind es die türkischen Soldaten, die zwischen den syrischen Flüchtlingen und möglichen Massakern durch die Truppen von Präsident Baschar al-Assad und seinen russischen Verbündeten stehen.
In der türkischen Schutzzone in Afrin seien Menschen über die Präsenz der Soldaten froh. „Hier kann ich wenigstens am Leben bleiben“, sagte Amar Muhammad, 35, ein Portier auf dem Markt in Afrin. Als ehemaliger Rebellenkämpfer aus Damaskus, lebe er ständig mit dem Risiko, durch Assads Truppen getötet oder inhaftiert zu werden. „Dort wäre ich tot. Dort würde ich die ganze Zeit denken: ‚Werden sie mich verhaften?“ Die Türken zeigten Journalisten neulich ihre Errungenschaften in den Bereichen Infrastruktur, Bildung und Gesundheitsversorgung. Die Türkei habe eine eigene Verwaltung aufgebaut und lokale syrische Räte eingerichtet, die die täglichen Dinge regeln. Die Stadt wurde an das türkische Stromnetz angeschlossen, was jahrelange Stromausfälle beendete, so die NYT weiter. Menschen nutzten das türkische Mobilfunknetz und die Währung für den Zahlungsverkehr. 500 syrische Unternehmen seien zudem für den grenzüberschreitenden Handel registriert worden. „Unser Hauptziel ist es, ihr Leben zu normalisieren“, zitiert die NYT Orhan Aktürk, stellvertretender Gouverneur der angrenzenden türkischen Provinz Hatay, der auch für Afrin zuständig ist. „Wir müssen die Schulen und Krankenhäuser geöffnet halten, damit die Menschen ihr Leben wieder aufnehmen können.“

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– Syrienkrise – Aramäer: „Wo war der Aufschrei, als die YPG christliche Schulen schloss?“

Der Weltverband der christlichen Aramäer (WCA) hat die mediale internationale Anteilnahme für den syrischen Zweig der Terrororganisation PKK, die YPG, verurteilt und in einer Pressemitteilung gefragt, warum die Empörung ausblieb, als vier christliche Schulen der Aramäer in Nordsyrien am 28. August des vergangenen Jahres durch die YPG geschlossen wurden.

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rbb-exklusiv
Corona-Lockdown: Brandenburgs Bildungsministerin Ernst will Lernrückstände prüfen

In Brandenburg wird es an den Schulen auch in diesem Jahr wieder eine sogenannte Lernstandserhebung geben. Das hat die brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Mittwoch im Inforadio vom rbb angekündigt. Bei der Erhebung soll untersucht werden, wie sich die Schulschließungen während des Corona-Lockdowns auf die Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler ausgewirkt haben. Die SPD-Politikerin sagte, man wolle erkennen, wo welcher Unterstützungsbedarf besteht. „Wir haben im letzten Jahr ja gute Erfahrungen gemacht. Das ist ein Instrument, das wir seit vielen Jahren anwenden in bestimmten Jahrgängen, 1,3, 5 ergänzt um 7. Dann in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und einer Fremdsprache. Und letztes Jahr hat sich bewährt, das nach den Sommerferien zu machen, weil wir dann mit Schuljahresstart einen genauen Überblick haben.“ Man müsse die Ergebnisse abwarten und dann über geeignete Unterstützungsmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler nachdenken. „Mir ist eines noch mal wichtig: Dass wir nicht nur auf Lernrückstände schauen. Die Schülerinnen und Schüler haben auch darunter gelitten, dass sie sozial sehr isoliert waren, dass sie ihre Freunde nicht treffen konnten. Das wissen wir inzwischen auch aus Berichten von Kinderpsychologen und ersten Studien. Auch das müssen wir im Blick haben, so dass es auch um gute Ferienangebote geht. Wir müssen den Jugendlichen jetzt ein bisschen beistehen.“

Corona-Pandemie
Kölns Oberbürgermeisterin Reker will härteren Lockdown

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat sich für einen härteren Lockdown ausgesprochen und die Corona-Politik der Landesregierung kritisiert. „In dieser Phase der Pandemie halte ich einen kurzen konsequenteren Lockdown für zielführend, wenn es darum geht, dass wir die Corona-bedingten Einschränkungen damit möglichst schnell und nachhaltig lockern können“, sagte Reker dem „Kölner Stadt-Anzeiger„. Es habe dem Land geschadet, „dass wir – damit meine ich Bund, Länder und Kommunen gleichermaßen – oftmals zu zögerlich waren“. Die Politikerin warb für einen Strategiewechsel hin zu einer „No-Covid-Strategie“, die Lockerungen erst ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter zehn vorsieht. Es sei entscheidend, „dem Infektionsgeschehen einen Schritt voraus zu sein“. Auch nach zwei Monaten Lockdown sei die Zahl der Neuinfektionen nach wie vor hoch und der Inzidenzwert stagniere mitunter mehrere Tage lang auf hohem Niveau. Reker forderte für die Kommunen einen größeren Spielraum bei den Beschränkungen. Die Stadt habe gute Erfahrungen damit gemacht, kurzfristig auf Veränderungen zu reagieren und „nicht erst auf Vorgaben von Bund oder Land zu warten“. Sie kritisierte, dass das Land manche Beschränkungen wie beispielsweise eine Ausgangssperre und ein stadtweites Alkoholkonsumverbot abgelehnt habe, „obwohl aus unserer Sicht beides wirksame Maßnahmen gewesen wären“. Um die Bürgerinnen und Bürger zu motivieren durchzuhalten, halte sie ein Belohnungssystem für „besonders geeignet“. „Wenn eine niedrige Inzidenz automatisch Lockerungen bedeutet und eine steigende Inzidenz ebenso automatisch zu harten Einschränkungen führt, ist das transparent und es ist damit für jeden verständlich, warum es lohnenswert ist, sich an bestimmte Maßnahmen zu halten.“

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– Corona-Pandemie – Berlin erwägt Impfung von Lehrern direkt in den Schulen

Wenn die Schulen in Berlin wieder öffnen, könnten mobile Teams Lehrer direkt vor Ort in ihren Schulen impfen.

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Turkish Aerospace Industries
Türkei: Erster Raumfahrt-Export geht nach Argentinien

TAI-Tochterunternehmen baut Kommunikationssatelliten für Argentinien

Von Kemal Bölge

Der türkische Raumfahrtkonzern TAI (Turkish Aerospace Industries) wird mit einem auf Argentinien zugeschnittenen Satellitenprojekt den ersten Export des Landes im Bereich der Raumfahrt tätigen, so eine Erklärung des Präsidiums der Verteidigungsindustrie (SSB) vom Freitag.

Eine Tochtergesellschaft von TAI, GSATCOM, wird für das nationale argentinische Telekommunikationsunternehmen ARSAT S.A. einen HTS-Kommunikationssatelliten mit hoher Ausgangsleistung bauen.

GSATCOM wurde in Zusammenarbeit mit der argentinischen INVAP SE und TAI 2019 in der Middle East Technical University (METU) Teknopark in der Hauptstadt Ankara, gegründet. Die Ingenieure von GSATCAM, INVAP und TAI werden gemeinsam den Kommunikationssatelliten entwickeln und bauen, der 2024 an das argentinische Telekommunikationsunternehmen geliefert werden soll.

Bei der ARSAT-SG1 handelt es sich um einen Satelliten der neuen Generation für die Datenübertragung zur zivilen Nutzung, der mit einem vollelektrischen Antriebssystem ausgestattet ist und eine Kapazität von mehr als 50 Gbit/s im Ka-Band besitzt.

Testphase für unbemanntes bewaffnetes Überwasserfahrzeug ULAQ begonnen

In Antalya startete am 12. Februar die Testphase für das erste unbemannte bewaffnete Überwasserfahrzeug, das von den Unternehmen Meteksan Defense Systems und Ares Shipyard entwickelten Plattform ULAQ. Der Prototyp hat eine Länge von 11 Metern, es besitzt eine Reichweite von 400 km, eine Nutzlast von 2 Tonnen und soll eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 35 Knoten (65 km/h) erreichen.

Es kann sowohl von Kriegsschiffen als auch von mobilen Fahrzeugen, Stützpunkten oder schwimmenden Plattformen über dem Wasser gesteuert werden. Das Überwasserfahrzeug soll bei der türkischen Marine zur Aufklärung, Überwachung, Überwasserkriegsführung und zur Eskorte von Schiffen dienen.

Weitere Besonderheiten sind ein verschlüsseltes Kommunikationssystem sowie Tag- und Nachtsichtfunktion. Darüber hinaus hat es ein Abwehrsystem gegen elektronische Kriegsführung und ist mit einem GPS-Störsender ausgestattet. Die ULAQ soll mit lasergelenkten Cirit Raketen von Roketsan und L-UMTAS-Langstrecken-Panzerabwehrraketen (Roketsan) bewaffnet werden.

Die technologischen Fähigkeiten und Erfahrungen, die türkische Rüstungsunternehmen bei der Entwicklung von bewaffneten Drohnen gesammelt haben, könnten sich positiv auf unbemannte bewaffnete Schiffe auswirken. Ähnliche unbemannte bewaffnete Überwasserfahrzeuge besitzt die US-Navy und die israelische Marine.

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– Türkisches Weltraumprogramm – Türkei und Russland wollen in der Raumfahrt kooperieren

Nur einen Tag nachdem Präsident Recep Tayyip Erdogan die Pläne der Türkei für eine heimische Raumfahrtindustrie bekannt gab und sein Vorhaben ankündigte bis 2023 auch Raumfahrzeuge auf den Mond bringen zu wollen, stellte die russische Raumfahrtbehörde Roscosmos Absichten für eine Zusammenarbeit mit der Türkei in Aussicht.

Türkei und Russland wollen in der Raumfahrt kooperieren

Spanien
ETA-Sympathisant Rapper Pablo Hasel verhaftet

Madrid – Spanische Polizisten stürmten am Dienstag eine Universität der katalanischen Stadt Lleida und verhafteten den Rapper Pablo Hasél, der sich dort verbarrikadiert hatte, nachdem er zuvor zu einer neunmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt worden war, weil er in seinen Liedern den Terrorismus verherrlicht hatte. Bekannt für seine linksradikalen Ansichten wurde Hasél, der mit bürgerlichem Namen Pablo Rivadulla Duró heißt, wegen Texten und Tweets verurteilt, die Verweise auf die baskische separatistische paramilitärische Gruppe ETA enthielten, spanische Richter mit Nazis verglichen und den ehemaligen König Juan Carlos einen Mafiaboss und Parasit nannten, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.  „Der Sieg wird unser sein … Es wird kein Vergessen und kein Vergeben geben“, rief er mit erhobener Faust, als er von der Polizei umstellt und ins Gefängnis gebracht wurde, nachdem er einige Stunden zuvor die Texte, für die er verurteilt wurde, retweetet hatte. Der Rapper flüchtete am Montag mit einer Gruppe von Anhängern in die Universität von Lleida im Nordosten Spaniens. Sie gerieten am Dienstagmorgen kurz mit der Polizei aneinander, warfen Stühle und entleerten Feuerlöscher, bevor Beamte, die Waffen und Schutzhelme trugen, Hasél festnahmen.
(Screenshot/Twitter)
 

Türkische Wirtschaft
Handelsblatt: Türkei gelingt Comeback

Düsseldorf – Während die Wirtschaften vieler Länder im vergangenen Jahr im Zuge der Corona-Krise eingebrochen sind und Finanzexperten auch für 2021 keine Besserungen erwarten, hat der IWF seine Prognosen für die türkische Wirtschaft für dieses Jahr auf sechs Prozent angehoben. Die Türkei gehört zu den wenigen Ländern weltweit die im vergangenen Jahr trotz der Corona-Krise ein positives Gesamtwachstum aufweisen können. Auch die Lira erholt sich seit vergangenem November wieder und stieg am Montag zum ersten Mal seit Anfang August auf unter sieben Dollar und erreichte somit ein Sechs-Monate-Hoch gegenüber dem US-Dollar. Die neue Stärke der Lira überzeugt Investoren Lange haben Anleger den türkischen Finanzmarkt gemieden. Jetzt wollen viele Investoren an einem Aufschwung teilhaben, der seinesgleichen sucht. Die neue Stärke der Lira überzeugt zunehmend mehr Investoren, berichtet auch das Wirtschaftsmagazin Handelsblatt am Montag. „Wir denken, jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um in die Türkei zu investieren. Die Politik, die wir gesehen haben, ging in die richtige Richtung, und solange die Türkei diese Politik weiter führt, kann sie von dem günstigen externen Umfeld für Schwellenländer profitieren“, zitiert Handelsblatt Pramol Dhawan, Leiter der Schwellenländerabteilung beim weltgrößten Vermögensverwalter Pimco. Ein weitreichender Kurswechsel in der türkischen Wirtschafts- und Finanzpolitik, habe das Comeback möglich gemacht, so Handelsblatt weiter. Die türkische Zentralbank hatte im November eine Trendwende in ihrer Geldpolitik eingeleitet und ihren Leitzins von 10,25 Prozent auf 17 Prozent deutlich angehoben. Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hatte damals zudem überraschend den Chef der türkischen Zentralbank, Murat Uysal, nach kaum anderthalb Jahren im Amt gefeuert und den ehemaligen Finanzminister Naci Agbal zum neuen Notenbankchef ernannt. Als weiteren Grund für den Wertanstieg nennen Wirtschaftsanalysten auch eine Mitteilung der türkischen Bankenaufsicht. Ausländischen Investoren wird demnach erleichtert, Zugang zu Finanzierung in Lira zu erhalten.

Damit hebt man Beschränkungen schrittweise auf, die in den letzten Jahren eingeführt wurden. Die Bankenaufsicht erhöht den Umfang der Währungs-Swaps und Derivate-Geschäfte, die türkische Banken mit ausländischen Gegenparteien durchführen können. Dadurch wird es ausländischen Investoren ermöglicht mehr Lira durch Dollar-Swaps zu halten, nachdem ihre Möglichkeiten dazu bislang begrenzt waren, berichtet finanzmarktwelt.

Seit November flossen laut Handelsblatt 15 Milliarden Dollar an ausländischen Investorengeldern in die Türkei. Der Anteil der Ausländer, die türkische Anleihen halten, stieg demnach von 3,5 auf fünf Prozent.

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– Zeit nach Brexit – Nach Brexit: Großbritannien kündigt Freihandelsabkommen mit der Türkei an

Wie das britische Handelsministerium am Sonntag mitteilte, werden Großbritannien und die Türkei bereits am Dienstag ein Freihandelsabkommen unterzeichnen.

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Corona-Krise
Kinderschutzbund: Versäumnisse der Politik sind nicht mehr aufzuholen

Osnabrück – Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes Heinz Hilgers klagt an, dass vonseiten der Politik zu wenig getan werde, um Defizite von Kindern und Jugendlichen nach dem Lockdown auszugleichen. Das gesamte deutsche Bildungssystem habe sich nicht ausreichend auf den Herbst vorbereitet. „Das ist ein trauriges Ergebnis, und diese Versäumnisse sind nicht mehr aufzuholen“, sagte Hilgers gegenüber Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ). Besonders betroffen seien Kinder, die in Armut lebten, Kinder, die von ihren Eltern keine Hilfe erwarten könnten, sowie Kinder, die normalerweise Förderschulen besuchten. „Diese Kinder verlieren ein komplettes Jahr“, so Hilgers. Es sei außerdem zu befürchten, dass mehr Jugendliche entweder gar keinen Schulabschluss schaffen oder dass die erworbenen Schulabschlüsse nicht die Qualität haben werden, die die Wirtschaft fordere. „Eigentlich müsste jetzt genau für diese Probleme ein Maßnahmenpaket entwickelt werden. Aber es sind nicht mal Ansätze einer perspektivischen Planung zu erkennen“, betonte er. Er sei zwar zuversichtlich, dass die meisten Kinder in unserem Land diese Krise gut überstehen werden und Defizite aufholen können. Aber es werde eine Gruppe von Kindern geben, die nachhaltig unter den Beeinträchtigungen leiden werde – auch psychisch. Hilgers sagte: „Wir werden im nächsten Jahr große Defizite bei der psychologischen Betreuung von Kindern haben. Da wird erheblicher Nachholbedarf bestehen, und wieder erkenne ich nicht, dass sich darauf vorbereitet wird.“ Im Bereich der Gewaltprävention sieht Hilgers ebenfalls Versäumnisse. Es müsse davon ausgegangen werden, dass die Dunkelziffer von Gewalttaten gegen Kinder ganz erheblich gestiegen sei. Doch die Kinder würden einfach nicht mehr gesehen, so Hilgers. „Sie verschwinden buchstäblich im Dunkeln.“ Und auch in diesem Bereich gebe es keine flächendeckende Unterstützung vonseiten der Politik.

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Corona-Krise
Verband der Selbstständigen kritisiert Auszahlung der Corona-Hilfen

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Der Verband der Gründer und Selbstständigen hat die Auszahlung der Corona-Hilfen als völlig unzureichend kritisiert. Verbandschef Andreas Lutz sagte am Dienstag im Inforadio vom rbb, fast alle Selbstständigen und Gründer seien „verzweifelt, frustriert und zutiefst enttäuscht“. Sie fühlten sich mit dem Schaden des Lockdowns allein gelassen. „Es ist natürlich unfair, wenn die Kosten der Corona-Krise de facto diese Selbstständigen aus ihrer Altersvorsorge bezahlen müssen und das verlieren, was sie sich über Jahrzehnte aufgebaut haben. Und was uns alle wirklich sauer macht, ist, dass in der Öffentlichkeit der Eindruck erweckt wird, man würde uns mit riesigen Milliardenbeträgen helfen. Nur ist es so, dass diese Beträge nur zu einem kleinen Teil und oft mit monatelanger Verzögerung fließen.“ Man habe Verständnis für den Lockdown. Es würde aber nicht einmal ansatzweise das bezahlt, was versprochen wurde, bemängelte Lutz weiter. „Von den versprochenen 25 Milliarden bei der Überbrückungshilfe sind 13 Prozent bisher geflossen in einem Zeitraum seit Juni letzten Jahres.“ So stehe man jetzt vor einem „Fiasko“, weil „die Städte und die Kultur an Vielfalt verlieren werden“

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