Corona-Pandemie
1 Jahr Corona: Trotz Lockdown klettern die Immobilienpreise um bis zu 30 Prozent

Eine immowelt Analyse der Kaufpreisentwicklung von Bestandswohnungen während der Corona-Pandemie zeigt:
  • In allen untersuchten Großstädten stiegen die Kaufpreise von Februar 2020 bis heute weiter
  • Teuerste Städte mit weiterem Anstieg: München (+8 Prozent), Frankfurt (+7 Prozent), Hamburg (+15 Prozent)Größtes Plus von 30 Prozent in Essen, auch in Hannover (+24 Prozent) und Dresden (+20 Prozent) wird der Immobilienkauf zunehmend teurer
  • Kein durchgehender Corona-Effekt: In 8 Städten sind die Preisanstiege größer geworden, in 6 Städten geringer
Seit einem Jahr bestimmt die Corona-Pandemie das Leben und die Wirtschaft. Bei der Entwicklung der Immobilienpreise ist davon nichts zu spüren, wie eine aktuelle Analyse von immowelt zeigt: In den 14 Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern steigen die Kaufpreise von Bestandswohnungen seit Februar 2020, also kurz vor dem 1. Lockdown, bis heute weiter. In der Spitze beträgt der Anstieg sogar bis zu 30 Prozent. Untersucht wurden die Angebotspreise für eine Beispielwohnung (80 Quadratmeter, 3 Zimmer, 2. Stock) aus dem Bestand. Auch in den teuersten deutschen Städten ist keine Entspannung in Sicht. In München stiegen die Preise während der Corona-Pandemie um 8 Prozent. Eine Bestandswohnung kostete im vergangenen Monat 8.140 Euro pro Quadratmeter. In Frankfurt, der zweitteuersten Stadt der Untersuchung, ist der prozentuale Preiszuwachs ähnlich: plus 7 Prozent binnen eines Jahres. Aktuell werden 5.490 Euro pro Quadratmeter verlangt. Einen noch stärkeren Anstieg mit einem Plus von 15 Prozent verzeichnet Hamburg (5.100 Euro), das während der Corona-Pandemie sogar die 5.000-Euro-Marke geknackt hat. „Einerseits blicken viele Deutsche durch den anhaltenden Lockdown in eine ungewisse Zukunft. Andererseits ist bei denjenigen, die keine finanziellen Einbußen haben, der Wunsch nach räumlicher Veränderung stark angewachsen. Die Nachfrage nach Immobilien ist sogar noch größer als vor der Corona-Krise“, sagt Prof. Dr. Cai Nicolas Ziegler, CEO von immowelt. „Besonders der Immobilienkauf ist im vergangenen Jahr nochmal stärker in den Fokus der Deutschen gerückt. Da das Angebot in den Großstädten aber nach wie vor begrenzt ist, steigen die Kaufpreise unbeirrt weiter.“ Die gestiegene Nachfrage wird auch in den beiden Großstädten am Rhein sichtbar. Sowohl in Köln (+9 Prozent) als auch in Düsseldorf (+19 Prozent) machten die Angebotspreise für Bestandswohnungen nochmal einen kräftigen Sprung. Während der Quadratmeter in Köln aktuell 3.730 Euro kostet, liegt dieser auf der anderen Seite des Rheins bereits bei 4.490 Euro. Damit ist Düsseldorf auch teurer als Berlin (3.860 Euro), wo die Preisveränderung mit plus 7 Prozent deutlich geringer ausfällt. Dies ist unter anderem eine der Folgen des Mietendeckels, wie eine gemeinsame Analyse des ifo Institutes und immowelt zeigt. Größter Anstieg in Essen Die größten Anstiege der Analyse verzeichnen hingegen Städte mit einem eher niedrigen Preisniveau. In Essen haben sich die Kaufpreise von Eigentumswohnungen im Bestand seit dem Beginn der Corona-Krise um 30 Prozent verteuert. Mit 2.220 Euro pro Quadratmeter liegt die Stadt im Ruhrgebiet aber deutlich hinter den absoluten Hotspots. Ein ähnliches Bild auch in Dresden: Trotz eines Anstiegs von 20 Prozent ist das Preisniveau mit 2.760 Euro noch moderat. Hannover (+24 Prozent) hat im vergangenen Jahr sogar die 3.000-Euro-Grenze überschritten. Die Preisanstiege in den deutschen Großstädten werden aller Voraussicht auch so weitergehen. Die immowelt Kaufpreis-Prognose zeigt, wie teuer Eigentumswohnungen Ende des Jahres sind. Mehrheit der Städte mit größerem Anstieg als vor Corona Generell lässt sich feststellen, dass die Corona-Krise bisher noch keinen signifikanten Einfluss auf die Immobilienpreisentwicklung genommen hat. Das liegt auch daran, dass der Immobilienmarkt sehr träge auf aktuelle Entwicklungen reagiert und dementsprechend krisenfest ist. Im Gegenteil: So ist in 8 von 14 untersuchten Städte der Preiszuwachs von Februar 2020 auf Februar 2021 sogar stärker als im Vorjahreszeitraum. Große Unterschiede gibt es beispielsweise in Essen, wo sich der Anstieg von 2 auf 30 Prozent erhöht hat. In 6 Städten fällt der Preiszuwachs hingegen geringer aus. So stand in Frankfurt von 2019 auf 2020 noch ein Plus von 25 Prozent, während es im vergangenen Jahr nur noch 7 Prozent waren.

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Für im Ausland lebende türkische Staatsbürger und auch für im Ausland lebende Ausländer, vor allem Engländer, Deutsche und Russen, die in der Türkei investieren möchten, gibt es eine gute Nachricht.

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Kampf gegen den Terror
Türkischem Geheimdienst gelingt weiterer Schlag gegen PKK/YPG in Syrien

Türkischem Geheimdienst gelingt weiterer Schlag gegen Terrororganisation PKK/YPG in Syrien

Von Kemal Bölge

Dem türkischen Geheimdienst MIT ist ein weiterer Schlag gegen die Terrororganisation PKK/YPG in Syrien gelungen.  Ibrahim Babat (Codename Şeh Guyi) wurde in einer filmreifen Aktion in dem von der PKK/YPG befreiten Gebiet Syriens in seinem Auto festgenommen und in die Türkei gebracht. In Zusammenarbeit mit der „Nationalen Armee Syriens“ gelang es den Sicherheitskräften das Fahrzeug des gesuchten mutmaßlichen Terroristen anzuhalten und ihn festzunehmen. Türkische Sicherheitsbehörden machen Babat für blutige Anschläge verantwortlich.

Verdächtiger plante mit Komplizen weitere Anschläge

In seinem Auto stellten die Ermittler selbst gebauten Sprengstoff, Minen und elektrische Zünder sicher, die für weitere Anschläge geplant waren. In seiner Vernehmung gestand der Beschuldigte, weitere Anschläge auf türkische Militärstützpunkte und Grenzwachen geplant zu haben. Der Verdächtige soll sich 2011 in Cizre/Türkei der Terrororganisation angeschlossen haben sowie in Ausbildungslagern der PKK/YPG zunächst in Haftanin und danach Zap, die sich im Nordirak befinden, aufgehalten und sei 2017 nach Syrien gegangen und innerhalb der Organisation zum Anführer aufgestiegen. 

Große Mengen Waffen bei Anti-Terror Operation im Nordirak sichergestellt

Bei Anti-Terror Operationen der türkischen Armee gegen die PKK/YPG im Nordirak stellten die Spezialeinheiten nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Ankara im Terrorcamp Hakurk 64 Granatwerfer, einen RPG-7 Raketenwerfer, eine Panzerabwehrkanone, ein Infanteriegewehrmagazin, zwei Ferngläser, 15 Paar Schneehandschuhe, ein Metalldetektor, vier 7,5-KW-Stromgeneratoren, einen mobilen 300-Watt-Generator, Diesel sowie Lebensmittel sicher.

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– Justiz – Koblenz: Gefängnisstrafe für PKK-Führer

Die deutsche Justiz geht weiterhin mit voller Härte gegen die Terrororganisation PKK vor. Nach zahlreichen Festnahmen und Vereinsverboten in den letzten Jahren, wurde am Freitag ein weiteres Führungsmitglied zu einer Haftstrafe verurteilt.

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TV-Tipp
Doppelte Oscar-Nominierung für Doku „Kollektiv“ mit MDR-Beteiligung

Der Dokumentarfilm „Kollektiv – Korruption tötet“, an dem der MDR beteiligt war, ist gleich in zwei Kategorien („Bester fremdsprachiger Film“ und „Bester Dokumentarfilm“) für die diesjährige Oscar-Verleihung am 25. April nominiert. „Kollektiv“ ist ein explosiver wie eindrücklicher Dokumentarfilm über Lügen und tödliche Korruption nach einem Brand in einem Bukarester Nachtclub. Der Film ist in der ARD-Mediathek abrufbar und am 21. März, um 23.35 Uhr im MDR-Fernsehen zu sehen. Karola Wille, ARD-Filmintendantin und Intendantin des MDR: „Wir freuen uns riesig über diese Oscar-Nominierungen! Das ist für die Macherinnen und Macher wie für den MDR und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk insgesamt eine wirklich herausragende Anerkennung. Der Film ‚Kollektiv – Korruption tötet‘ steht für mutigen investigativen Journalismus, der Missstände aufdeckt und schonungslos öffentlich macht. Das Beispiel zeigt eindrücklich, wie wichtig freie Medien für demokratische Gesellschaften sind. Jetzt drücken wir alle gemeinsam die Daumen und hoffen am 25. April bei der Verleihung der Oscars auf ein: ‚And the Oscar goes to Kollektiv‘!“ Bukarest im Oktober 2015: Während eines Konzertes bricht ein Feuer in dem Club „Colectiv“ aus. 27 Menschen sterben, 180 werden verletzt. Warum aber sterben so viele von ihnen Tage später in den Krankenhäusern an ihren gar nicht lebensbedrohlichen Verletzungen? Die investigativen Recherchen einer Sportzeitung decken einen der größten Skandale im Gesundheitswesen Rumäniens auf. Denn in den Wochen nach dem Brand kommen noch einmal 37 Menschen aufgrund von Infektionen ums Leben, obwohl sie sich außer Lebensgefahr befanden. Es stellt sich heraus, dass die rumänischen Krankenhäuser nicht ausreichend ausgestattet sind und Desinfektionsmittel in den Kliniken so stark verdünnt wurden, dass sie ihre antibakterielle Wirkung komplett verloren haben. Der Hartnäckigkeit der Journalistinnen und Journalisten und dem Mut einiger Ärzte ist es zu verdanken, dass dieser Skandal aufgedeckt werden konnte. Die darauffolgenden Vertuschungsversuche der verantwortlichen Minister bringen schließlich die gesamte rumänische Regierung zu Fall. Der Dokumentarfilm „Kollektiv“ von Alexander Nanau kommt einem atemberaubenden Korruptions-Thriller gleich, in dem Menschenleben einer Macht- und Geldgier geopfert werden. Und er gibt gleichzeitig den Überlebenden und den Angehörigen der Opfer der Katastrophe eine Stimme. Die in Zusammenarbeit und mit Beteiligung des MDR entstandene Doku ist in der ARD-Mediathek abrufbar und am 21. März, um 23.35 Uhr im MDR-Fernsehen zu sehen.

Gaming
Wie Online-Gaming zu einem sozialen Ereignis werden konnte

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Denkt man einige Jahre zurück, dann hatte man bei dem Wort „Gaming“ ein paar einsame Menschen vor Augen, die in ihren eigenen vier Wänden ganz alleine ein Spiel spielten – entweder am Computer oder auf einer der vorhandenen Konsolen.

Mittlerweile hat sich Gaming aber von einem Hobby, das man alleine genießt, zu einem Austausch zwischen mehreren Spielern entwickelt. Wer heute Computerspiele spielen will, der muss dies nicht mehr alleine tun. Gründe hierfür gibt es einige. Wir haben uns die wichtigsten angeschaut und präsentieren diese im Folgenden.

Wie wurden Games sozial verträglicher?

Während sich viele Eltern in der Vergangenheit Gedanken darum machten, ob ihr Kind beim Spielen von Games vereinsamt, schaffen es viele Gamer mittlerweile, mit ihren Spielen Millionen von Menschen zu erreichen und Geld zu verdienen.

Wie dies geschehen konnte? Dafür gibt es viele Gründe. Ein wichtiger Grund dafür, dass Games mittlerweile nicht mehr nur ein Hobby für eine einzelne Person sind, ist das Internet. Dadurch sind die Spieler in der Lage, sich mit anderen Spielern zu messen. Darüber hinaus haben aber auch die Spieleentwickler einen wichtigen Teil dazu beigetragen, dass die Spiele weitaus geselliger sind als in der Vergangenheit. Es handelt sich also um ein Zusammenspiel der Entwicklungen, die in den letzten Jahren stattgefunden haben.

Zum einen kann man sich in fast allen Online-Spielen mit anderen Spielern messen. Dies funktioniert sowohl am Computer als auch an der Konsole. Viele Spiele sind so konzipiert, dass man sich mit anderen Spielern zusammentun muss, um Erfolg zu haben. Und dann kommt noch hinzu, dass Streaming in den letzten Jahren immer beliebter geworden ist. Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass Millionen von Menschen einem Gamer dabei zusehen wollen, wie dieser ein Spiel meistert? Die Communitys, die hierbei entstehen, sind größer als jeder Freundeskreis, den man sich in seiner Heimatstadt aufbauen kann. Gaming hat sich von einem Nischen-Hobby zu einem Event gewandelt, an dem Millionen von Menschen weltweit teilnehmen wollen.

Es gibt eine Vielzahl von Spielen, die von Millionen von Menschen gleichzeitig gespielt werden oder von genau so vielen Zuschauern beobachtet werden. Nach den üblichen bekannten Spielen gehören dazu auch Casino-Spiele. So sind zum Beispiel die Online Spielautomaten von 888 Casino in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Auch diese Games helfen dabei, Menschen zu verbinden. Es ist schon beeindruckend, wie sehr sich die Spielindustrie verändert hat.

Die technologischen Neuerungen der letzten Jahre haben hier für eine riesige Umwälzung gesorgt. Außerdem ließ sich beobachten, dass vor allem in den letzten 12 Monaten eine Vielzahl von neuen Gamern hinzugekommen ist. Die Entwicklung wird also nicht haltmachen. Im Gegenteil: Wir glauben, dass Gaming noch geselliger werden wird. Schaut man sich die Twitch-Streams von einigen der großen Streamer an, dann kann man erkennen, wie sich immer mehr Communitys bilden. Dort entstehen Freundschaften und Geschäftsunternehmungen – eine Entwicklung, die nicht mehr aufzuhalten ist.

Die Zukunft von Social Gaming

Trotz der vielen Veränderungen im Online-Gaming-Bereich sind wir noch lange nicht am Höhepunkt dieser Entwicklung angekommen. Dass sich der aktuelle Trend fortsetzen wird, haben wir bereits erwähnt. Dieser wird sich aber auch noch viel schneller vollziehen. In den kommenden Jahren werden VR und AR eine noch viel größere Rolle im Bereich des Gaming spielen. Neue Spiele, Anwendungen und Tools werden auf den Markt kommen. Viele davon werden als Basis eine Community haben. Wir stehen erst am Anfang der Entwicklung in diesem Bereich.

Allein der Erfolg von Pokémon Go als bisher erfolgreichste AR-Anwendung hat gezeigt, was noch auf uns zukommt. Es wird auch interessant sein zu sehen, wie sich die VR auf diese Entwicklung auswirken wird. Wird VR die Spielwelt geselliger machen oder wieder etwas einsamer? Diese Frage muss sich sicherlich jeder selbst beantworten. Für uns steht auf jeden Fall fest, dass dadurch noch mehr Miteinander geschaffen werden wird. Man stelle sich nur vor, wie ein bekannter Gamer in einem VR-Raum mit seinen Fans noch besser agieren kann. Die Möglichkeiten sind hier fast unendlich.

Für Spieleentwickler, Gesetzgeber und die Spieler selber hat diese Entwicklung natürlich auch ihre Tücken. Man sollte daher durchaus darauf achten, dass alle Teilnehmer geschützt sind. Aber anstatt zu viele unnötige Bedenken an den Tag zu legen, sollte man sich eher darüber freuen, welche Möglichkeiten sich ergeben. Vor allem Eltern, die sich zunächst vielleicht Gedanken machen, werden schnell erkennen, wie einfach es ist, auf diese Weise neue Freunde fürs Leben zu finden – Freunde, welche dieselben Interessen und Vorlieben haben. Und genau darum geht es am Ende. Gerade weil sich immer mehr Menschen miteinander verbinden können, nachdem diese festgestellt haben, dass sie die gleichen Interessen teilen, wird sich dieser Trend weiter fortsetzen.

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Die Videospielbranche in der Türkei gewinnt an Fahrt und erfährt zunehmendes Interesse internationaler Investoren.

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Israel
Kosovo eröffnet umstrittene neue Botschaft in Jerusalem

Jerusalem – Sechs Wochen nachdem der Kosovo offiziell diplomatische Beziehungen zu Israel aufnahm, hat das Land am heutigen Sonntag als erster Staat mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung offiziell seine Botschaft in Jerusalem eröffnet. „Die Botschaft der Republik Kosovo in Jerusalem wird sich nachdrücklich für die Erhöhung der bilateralen Zusammenarbeit und die Stärkung des internationalen Profils des Staates Kosovo einsetzen“, teilte das Außenministerium des Kosovo in einer Presseerklärung am Sonntag mit. Die kosovarische Außenministerin Meliza Haradinaj-Stublla  bedankte sich bereits im Februar bei den USA und nannte die Anerkennung des Balkanstaates durch Israel „eine der größten Errungenschaften der Republik Kosovo.“ In einem Video, das auf sozialen Medien gepostet wurde, beschreibt Haradinaj-Stubla, wie Juden während des Zweiten Weltkriegs Hilfe bei Albanern fanden. Viele Albaner schützten Juden aufgrund des Brauchs der ‚Besa‘ [Gelöbnis], das Gäste vor Schaden bewahrt. Die neue Botschaft wurde von Ines Demiri, der kosovarischen Geschäftsträgerin in Israel, eröffnet, da Vertreter aus dem Kosovo aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht anwesend sein konnten. Der Schritt erfolgte im Austausch für die Anerkennung des Kosovo durch Israel. Dies ist ein wichtiger Sieg für Pristinas Bemühungen, die volle globale Anerkennung der Unabhängigkeit zu erlangen, die es 2008 nach einem Krieg mit Serbien in den 1990er Jahren erklärte. Wie das kosovarische Außenministerium in einer Erklärung mittteilte, wurde die Botschaft während einer kurzen Zeremonie eröffnet, bei der die Flagge des Kosovo vor dem Gebäude in Jerusalem gehisst wurde. Die Entscheidung über die gegenseitige Anerkennung zwischen dem mehrheitlich muslimischen Kosovo und Israel wurde im vergangenen September bei einem Gipfeltreffen der kosovo-serbischen Staats- und Regierungschefs im Weißen Haus in Anwesenheit des damaligen US-Präsidenten Donald Trump getroffen.
(Foto: MFA Kosovo)
Die Trump-Administration erkannte Jerusalem Ende 2017 als Israels Hauptstadt an und verlegte die US-Botschaft im Mai 2018 dorthin. Diese Entscheidung löste Kritik von den Palästinensern, den meisten Ländern mit muslimischer Mehrheit und vielen Staaten in Europa aus, die befürchteten, dass dies die Aussichten auf eine Zwei-Staaten-Lösung im israelisch-palästinensischen Konflikt untergraben würde. Unter den EU-Staaten hat nur Ungarn ebenfalls ein diplomatisches Büro in Jerusalem. Bislang haben es mit Ausnahme der USA und Guatemalas alle Länder weltweit abgelehnt, ihre Botschaften von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Während der Kosovo nun von einem Großteil der westlichen Welt anerkannt wurde, weigert sich Serbien weiterhin die Unabhängigkeit seiner ehemaligen Provinz anzuerkennen. Neun Jahre nachdem die NATO eine 78-tägige Luftangriffskampagne gegen Serbien durchgeführt hatte, um ein blutiges Durchgreifen gegen ethnische Albaner im Kosovo zu stoppen, erklärte das Parlament des Kosovo 2008 die Unabhängigkeit von Serbien.

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Freitag den Wunsch einer Annäherung zu Israel geäußert.

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Deutsche Bahn
GDL-Chef Weselsky für Personalabbau bei der Bahn

Claus Weselsky, Vorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokführer, lehnt einen Kündigungsschutz bei der Bahn ab und fordert sogar einen Personalabbau. „Im Personalbereich hat die Bahn viel zu viele Leute an Bord, die machen vor allem Projekte zur Selbstbeschäftigung, mindestens die Hälfte davon ist verzichtbar“, sagte Weselsky dem Tagesspiegel. „Auch in der allgemeinen Verwaltung drehen sich viele in gut geheizten Büros oder im Homeoffice im Kreis, während die Kolleginnen und Kollegen im direkten Bereich den Laden auch in der Pandemie am Laufen halten.“ Alles in allem „brauchen wir keinen Kündigungsschutz für den viel zu großen Wasserkopf und für Projekte, die mit der Eisenbahn nichts zu tun haben“. Der GDL-Chef äußerte sich um aktuellen Tarifkonflikt und zu den Sparmaßnahmen, die die Bahn mit der Eisenbahnverkehrsgewerkschaft EVG vereinbart hat und auch von der GDL fordert. „Auf den Trick fallen wir nicht rein“, sagte Weselsky. Seine Gewerkschaft habe bundesweit 54 Tarifpartner, „doch keiner klagt so laut über die Folgen der Pandemie wie die DB. Dabei war der Konzern schon vor Corona marode.“ Auch die GDL werde sich einem Sanierungsbeitrag nicht verschließen, doch es gebe keinen Sanierungsplan. „Kein Manager der Bahn hat eine Vorstellung von der Zukunft. Außer bunten Powerpoint-Folien und rosigen Versprechungen ist da nichts“, kritisierte Weselsky die Führung des Staatskonzerns. „Die Misere des Konzerns ist nicht von den Eisenbahnern herbeigeführt worden, sondern vom Management, das sich verzockt hat, weltweit Tanzen geht und von der Eisenbahn hierzulande keine Ahnung hat“, sagte Weselsky dem Tagesspiegel. Corona habe für die direkt im Fahrbetrieb Beschäftigten sogar eine positive Seite, meinte der Gewerkschafter. „Viele unsere Kollegen sagen, die schönste Zeit haben wir jetzt in der Pandemie: Wir können endlich mal in Ruhe arbeiten, weil die, die uns sonst auf den Zeiger gehen, jetzt im Homeoffice sitzen und so tun, als würden sie etwas tun.“

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Landwirtschaft
Türkei ist zweitgrößter Importeur russischer Agrarprodukte

Moskau – Die Türkei hat in den ersten zwei Monaten des Jahres 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 35 Prozent mehr Agrarprodukte aus Russland importiert und ist nach China der zweitgrößte Importeur. Das Land hat einen Anteil von 15,2 Prozent an den gesamten Agrarexporten Russlands. Wie RT unter Berufung auf eine Mitteilung des russischen Landwirtschaftsministeriums weiter berichtet, führt China die Liste der Top-Konsumenten russischer Agrarprodukte nach wie vor an. Das Land habe seine Importe aus Russland seit Jahresbeginn um 24,4 Prozent auf  822 Mio. Dollar erhöht. Die Europäische Union rangiert mit 470 Millionen Dollar an dritter Stelle. Die Exporte in die EU seien im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent gesunken. Ägypten, Südkorea, Aserbaidschan, die Ukraine, Pakistan, Usbekistan und die Mongolei bleiben die anderen großen Abnehmer von Lebensmitteln aus Russland. Insgesamt seien die Exporte russischer Agrarprodukte in den ersten beiden Monaten des Jahres 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um beachtliche 28,1 Prozent gestiegen und beliefen sich auf 4,51 Milliarden Dollar, berichtet RT weiter. Bereits im vergangenen Jahr exportierte Russland zum ersten Mal seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion mehr landwirtschaftliche Produkten als es importierte.

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Corona-Pandemie
Türkei: Bis zum Herbst sollen 50 Millionen Menschen geimpft werden

Ankara – Um die Ausbreitung des Coronavirus zu bekämpfen, plant die Türkei bis zum Herbst 50 Millionen Menschen zu impfen, so Gesundheitsminister Fahrettin Koca in einer Mitteilung am Donnerstag. Die Zahl der täglichen Neuinfizierten war am selben Tag auf den höchsten Stand in diesem Jahr angestiegen. „Wenn wir wie geplant 50 Millionen unserer Bevölkerung vor dem Herbst impfen können, wird die Pandemie für uns keine schwere Last mehr sein“, sagte Koca in einer live im Fernsehen übertragenen Erklärung am Jahrestag des ersten in der Türkei aufgezeichneten COVID-19-Falls. „Ich hoffe, dass dieses Land eines der ersten sein wird, das diesen weltweiten Kampf gewinnt“, so Koca. „Die Türkei gehört zu den Schnellsten im Rennen um Impfstofflieferungen, im November haben wir eine Vereinbarung über 50 Millionen Dosen mit Herstellern in China getroffen“, zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu Koca weiter. Koca wies auch darauf hin, dass es Fortschritte bei einem von der Türkei entwickelten Impfstoff gebe und das Land in naher Zukunft seine eigenen Impfstoffe verwenden würde. Die Türkei mit ihren 83 Millionen Einwohnern hat seit dem 14. Januar, als sie mit der landesweiten Einführung der von der chinesischen Sinovac Biotech Ltd. entwickelten COVID-19-Impfung begann, 10,56 Millionen Impfungen durchgeführt. In der Türkei wurden bisher 2,82 Millionen Coronavirus-Fälle registriert und mehr als 29.000 Menschen sind dort aufgrund von COVID-19 gestorben, so die Daten des Gesundheitsministeriums.

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Die beliebte türkische Historie-Serie Dirilis Ertugrul (Auferstehung Ertugrul) wurde bislang in 60 Länder exportiert. Beeinflusst von der Serie ist eine US-Amerikanerin aus Wisconsin sogar zum Islam konvertiert.

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Ausland
Türkei und Ägypten nehmen wieder diplomatische Beziehungen auf

Ankara – Laut dem türkischen Außenminister Mevlut Cavusoglu haben die Türkei und Ägypten die diplomatischen Beziehungen wieder aufgenommen. Diese waren seit der Machtergreifung durch das Militär unter Abdel Fatah El-Sisi 2013 zum Erliegen gekommen. Das Verhältnis zwischen Kairo und Ankara war seitdem angespannt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte el-Sisi wiederholt als „putschistischen Präsidenten“ bezeichnet und ihn für den „Tod von Tausenden von Zivilisten“ verantwortlich gemacht. Man habe bereits auf der Ebene des Geheimdienstes als auch des Außenministeriums Kontakte gehabt, zitierte die Nachrichtenagentur Anadolu Cavusoglu am Freitag. Er habe gelegentlich Gespräche mit dem ägyptischen Außenminister Samih Schukri gehabt, wenn sie sich bei internationalen Treffen trafen, etwa bei ihrem Treffen in New York vor zwei Jahren. Jetzt seien auch die diplomatischen Beziehungen „ohne Vorbedingungen“ wieder aufgenommen worden. Bereits am vergangenen Sonntag hatte Ibrahim Kalin, Berater des türkischen Präsidenten, angekündigt, dass die Türkei mit Ägypten wieder Zusammenarbeiten wolle. Kalin erwähnte dazu das östliche Mittelmeer, Libyen und Palästina. Er bezeichnete Ägypten als „das Hirn und das Herz der arabischen Welt“.

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– Frankreich – Frankreich: Ehrenlegionmedaille für Ägyptens Präsident Abdel Fatah El-Sisi

Der französische Präsident gehört zu den größten Kritikern des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Macron wirft Erdogan die Missachtung der Menschenrechte und die Einschränkung von Pressefreiheit vor. Dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fatah El-Sisi verlieh Macron in einer feierlichen Zeremonie in der vergangenen Woche nun jedoch die höchste Auszeichnung des Landes, die Ehrenlegionmedaille.

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Kernkraft
Umweltministerin: Propaganda über sichere Mini-AKW ohne Atommüll ist „Märchen“

Osnabrück – Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) sieht – anders als US-Präsident Joe Biden – in Mini-Kernkraftwerken (SMR) kein Potenzial als CO2-freie Energiequelle. Derzeit würden manche kleine Reaktoren „propagieren“, die „Atommüll fressen und ungefährlich sein sollen. Das sind Märchen“, sagte Schulze im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Die Konzepte sind im Kern alle seit Jahrzehnten bekannt, konnten sich aber nirgends durchsetzen, auch weil sie das Entscheidende eben nicht lösen: Es bleiben Gefahren, und es bleibt Atommüll.“ Schulze reagierte auf die Debatte über ein Kernkraft-Revival zum Klimaschutz zehn Jahre nach der Katastrophe von Fukushima. US-Präsident Biden hatte kurz nach seinem Amtsantritt angekündigt, die Chancen für sogenannte Small Modular Reactors (SMR) ausloten zu lassen, in die etwa Bill Gates schon Milliarden investiert. „Das Gefährliche an diesen vermeintlich bequemen Scheinlösungen ist, dass sie von dem ablenken, was wirklich nötig ist: der Endlagersuche und einem massiven Ausbau von Wind- und Sonnenstrom“, sagte Schulze dazu. Die Ministerin kritisierte auch Ansagen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), die Atomkraft als klimaschonende Energiequelle für unverzichtbar hält. „Die Aussagen der IAEA zum Atomkraft-Bedarf sind nicht objektiv, denn die Atomkraft-Förderung ist ihre Aufgabe.“ Der Weltklimarat weise hingegen darauf hin, dass bei der Atomkraft anders als bei Wind, Solar oder Speichertechnologien keine vergleichbaren Fortschritte bei Kosten oder Machbarkeit festzustellen sind. Schulze verteidigte den deutschen Beschluss, erst aus der Atomkraft und dann aus der Kohle auszusteigen. „Bei uns ist seit 2011 die Strommenge aus Atom und Kohle auf die Hälfte zurückgegangen, gleichzeitig verdoppelte sich die Erneuerbaren-Strommenge. Die erneuerbaren Energien haben ihre Leistungsfähigkeit längst unter Beweis gestellt“, sagte die SPD-Politikerin. „Beides geht – raus aus Kohle und raus aus Atom. Und beides passiert.“

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