Syrien
Terroranschlag der PKK/YPG auf Krankenhaus in Afrin

Von Kemal Bölge Bei einem Terroranschlag der PKK/YPG auf ein Krankenhaus im syrischen Afrin kamen nach Angaben des Gouverneursamts von Hatay mindestens 14 Menschen ums Leben. 27 Zivilisten seien verletzt worden. Die Terrororganisation soll von der Stadt Tel Rıfat aus, die von der syrischen Armee und mit ihr verbündeten Russland kontrolliert wird, mit Grad-Raketen und Granaten das Krankenhaus und das Zentrum von Afrin angegriffen haben. Der feige Anschlag wurde von der türkischen Regierung und den politischen Parteien scharf verurteilt. Vize-Präsident Fuat Oktay zeigte sich auf Twitter „schockiert und traurig über den Terroranschlag“. Seine Gedanken und Mitgefühle seien bei den Opfern, Verletzten und deren Angehörigen. AK Partei-Sprecher Ömer Çelik fordert ein Stopp der Unterstützung der PKK/YPG Der Sprecher der AK Partei, Ömer Çelik, verurteilte den Terroranschlag der PKK/YPG auf unschuldige Zivilisten aufs schärfste. Es sei an der Zeit, so Çelik im Kurznachrichtendienst, dass die Staaten, die diese Terroristen gegen die andere Terrororganisation IS/DAESH unterstützten, beendeten. Die Türkei werde ihrem Kampf gegen die PKK und ihren Unterstützern fortführen. Wie Präsident Recep Tayyip Erdoğan bereits erklärt habe, werde der Kampf gegen jegliche Form von Terrorismus mit Entschiedenheit begegnet. Türkische Armee nimmt PKK/YPG Stellungen unter Feuer Die türkische Armee hat als Reaktion auf den Anschlag Stellungen der PKK/YPG unter Beschuss genommen. Wie das türkische Verteidigungsministerium mitteilte, habe die Armee Stellungen der Terroristen unter Feuer genommen und den feigen Anschlag auf Zivilisten der Russischen Föderation übermittelt. Die türkischen Streitkräfte und die mit ihr Verbündete „Syrische Nationale Armee“ hatten auf anhaltende Angriffe der PKK/YPG auf türkische Grenzstädte 2018 mit der „Operation Olivenzweig“ begonnen und dabei das Gebiet Afrin von der Terrororganisation PKK/YPG gesäubert. Nach Informationen der Flüchtlingsorganisation „Mülteciler Derneği“, die sich auf Angaben des türkischen Innenministeriums stützt und vom 26. Mai 2021 stammt, hielten sich in der Türkei aufgrund des syrischen Bürgerkriegs 3.672.646 Syrer auf. Bis zum 6. Dezember 2020 kehrten demnach 419.040 Syrer in ihre Heimat zurück.

Gaming
Nintendo Online Bibliothek: 5 neue Retro-Spiele hinzugefügt

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Nintendo: Jetzt mehr als 100 Retrospiele
Der japanische Konsolenhersteller und Spieleentwickler Nintendo vor einigen Tagen seine Bibliothek für Retro-Spiele noch einmal aufgestockt, sodass nunmehr 104 Retro-Spiele für die Fans in der Nintendo Online-Bibliothek zur Verfügung stehen. Insgesamt sind in der Bibliothek nun bereits knapp 5.000 Spiele verfügbar, davon allein 1826 für die Nintendo Switch auf dem europäischen Markt. Einige wenige Browserspiele wie die Spielautomaten im Energy Casino lassen sich über die Nintendo Switch ebenfalls nutzen. Der Energy Casino Promo Code kann ebenfalls genutzt werden. Um über die Konsole im Netz zu surfen, muss man jedoch einen Trick anwenden und in den Interneteinstellungen zunächst die Google-Webseite über die Internet-Einstellungen gehen, um dann über die Suchmaschine zu anderen Webseiten zu gelangen. Welches sind die neuen Spiele? Konkret handelt es sich bei den fünf neuen Spielen um Caveman Ninja: Joe & Mac, Super Baseball Simulator 1000, Ninja JaJaMaru-kun, Magical Drop 2 Sound Spanky‘s Quest. Caveman Ninja: Joe & Mac, einem Ninja-Action-Kampfspiel, das die Spieler in die Zeit der Dinosaurier zurückversetzt und für die SNES Plattform entwickelt wurde. Super Baseball Simulator 1.000 ist ein Basketballspiel, ebenfalls für das SNES. Ninja JaJaMaru-kun ist ein für die NES entwickeltes Action-Kampfspiel, das ursprünglich nur auf dem japanischen Markt angeboten wurde, dann allerdings ab dem Jahr 2007 auch im Westen auf der Wii über die Virtual Console gespielt werden konnte. Magical Drop 2 ist dagegen ein SNES-Rätselspiel und in Spanky‘s Quest können Spieler in die Rolle eines Affen schlüpfen, um mit ihm spannende Abenteuer zu erleben. Bei den fünf Spielen handelt es sich für die meisten Spieler sicher um eher unbekannte Titel. Warum Nintendo noch keine echten Erfolgshits aus der damaligen Zeit wie Earthbound in die Online-Bibliothek gestellt hat, um diese noch besser zu promoten, ist leider nicht bekannt. Bis Ende 2021 soll ein neues Nintendo Switch-Modell auf den Markt kommen Laut übereinstimmenden Berichten mehrerer Quellen arbeitet man bei Nintendo aktuell fieberhaft daran eine überarbeitete Version der Nintendo Switch auf den Markt zu bringen. Wann dies genau sein soll ist jedoch noch reine Spekulation. Gerüchten zufolge, die Nachrichtenseite von Bloomberg hatte darüber jüngst spekuliert, könnte der Release der Nintendo Switch Pro bereits im September geplant sein. Es gibt auch Gerüchte darüber, dass die Vorbestellungen bereits in den nächsten Tagen möglich gemacht werden sollen. Bestätigt ist das alles aber noch nicht. Ein möglicher Preis für die Nintendo Switch Pro ist ebenfalls noch nicht bekannt gegeben worden. Bloomberg berichtete weiter, dass der ursprünglich angesetzte Produktionsstart nicht eingehalten werden konnte, sodass Nintendo erst im April begonnen hatte, die neue Konsole produzieren zu lassen. Eigentlich sollte bereits Ende 2020 mit der Produktion begonnen werden. Da es sehr viele Bestellungen geben dürfte, wird es voraussichtlich noch bis einige Monate nach dem Release dauern, bis jeder Fan dann auch eine neue Nintendo-Konsole besitzen wird, wie die Erfahrungen bei der Sony Playstation 5 und der Xbox Series X gezeigt haben. Manch einer wird sicher auch bis zum nächsten Black Friday warten wollen, um sich einen Rabatt zu sichern. Zur Erinnerung: Nach den Produktionsstart der ersten Nintendo Switch im Jahr 2017 wurden bislang 14 Millionen Konsolen an den Mann gebracht, was nach dem Flop der Wii U einige Jahre zuvor ein voller Erfolg war.

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Islam
Freitagsbotschaft: Ist diese Welt (dunya) minderwertig?

#Freitagsbotschaft: Ist diese Welt (dunya) minderwertig? Von Benjamin Idriz Manche Muslime sind nicht rückständig geblieben, weil sie sich dem Diesseits gewidmet haben, sondern gerade deshalb, weil sie sich mit dieser Welt nicht mehr beschäftigt haben. Der Koran schreibt ein aktives Verhältnis zum Leben, zu den Dingen und Ereignissen vor – dennoch haben manche Gelehrte ein passives Verhältnis zu der weltlichen Dinge (dunya) propagiert. Und obwohl der Koran dreimal häufiger über das Diesseits als über das Jenseits spricht, wird in muslimischen Gesellschaften bisweilen alles, was mit dem Diesseits und mit materiellen Dingen zu tun hat, herabwürdigt und als minderwertig betrachtet. Diese feindliche Art und Weise des Denkens in Bezug auf das Diesseits (dunya) hat den muslimischen Menschen, von der realen Welt und somit auch von Produktivität und Arbeitsenthusiasmus entfremdet. Dieses Ungleichgewicht kann die Ursache für das Scheitern sowohl im Diesseits als auch im Jenseits werden. Gott warnt: „Und wer in diesem (Leben) blind ist, der wird (auch) im Jenseits blind und noch weiter vom Weg abgeirrt sein“ وَمَن كَانَ فِي هَٰذِهِ أَعْمَىٰ فَهُوَ فِي الْآخِرَةِ أَعْمَىٰ وَأَضَلُّ سَبِيلً (17/al-Isra, 72).“ Diese Welt, dunya, ist in ihrem Wesen nicht schlecht, verdorben oder verachtenswert, wie es die Rhetorik mancher muslimischen Prediger propagiert. Das, was in dieser Welt schlecht ist, sind die schlechte Taten und nicht die Welt an sich. Die Muslime haben anderen seit Langem das Feld der Entwicklung und des Fortschritts überlassen. Heute kann die materielle Zivilisation nur durch Wissenschaft und Wirtschaft weiterentwickelt werden. Einerseits reden die Muslime darüber, wie es schlecht ist, sich dieser materiellen Welt zu widmen, andererseits kritisieren wir, dass Muslime rückständig bleiben. Es ist nicht unerwünscht, Geld zu verdienen und reich zu werden, aber es ist nicht erwünscht und sogar verboten, geizig zu sein, Geld für schädliche Dinge auszugeben und die Zakat (Abgabe) nicht zu entrichten. Arbeit, Verdienst und überhaupt die Beschäftigung mit den weltlichen Dingen – das ist genau das, was Gott vom Menschen erwartet (9/at-Tawba, 105), weil er nur so seinen sozialen Verpflichtungen nachgehen kann. Muslime sind nicht rückständig geblieben, weil sie sich dem Diesseits gewidmet haben, wie es sonst die Glaubensrhetorik propagiert, sondern gerade deshalb, weil sie sich mit dieser Welt nicht mehr beschäftigt haben. Im Islam gilt das Prinzip wonach im Grunde alles erlaubt ist, solange es nicht verboten wird. Mit anderen Worten, die Freiheit ist die Regel und das Verbot ist die Ausnahme. Die feindselige Grundeinstellung zu dieser Welt hat mit ihrer eifrigen Fokussierung auf das Jenseits jedoch eine lange Liste von Verboten und Tabus im Islam hervorgebracht. Der Grund für das Fehlen einer harmonischen Vermittlung zwischen Diesseits und Jenseits liegt darin, dass das Verhältnis zwischen beiden als vertikal betrachtet wird. Ein solches vertikales Verhältnis postuliert, dass die Schönheiten dieser Welt verachtet werden sollten, um Seligkeit im Jenseits zu erreichen. So wird bei manchen Muslimen die Sauberkeit des Körpers, der Kleidung und der Umwelt weniger geschätzt als die Reinheit der Seele. Als Folge solcher Überzeugungen müssen wir im Orient in zahlreichen muslimischen Städten stark verschmutzte Straßen beobachten. Dieses profan-heilige Verhältnis zwischen Diesseits und Jenseits, dieser starke Kontrast, führt zu dem Konflikt zwischen īmān als Überzeugung und amel-salih als Aktion, zwischen dunya als dem Ort der Aktion und akhira als dem Resultat der Aktion. Im Koran werden besonders stark die „Taten für das Wohl der Menschheit“ (amel-salih عمل صالح) betont. „Amel-salih“ ist nicht primär das rituale Gebet, das Fasten oder das Lesen des Korans, sondern sind die Taten welche alle Lebensbereiche umfassen. Die Rituale Handlungen geben dem Menschen die Motivation für seine Aktivitäten im Bereich des amel-salih. Es geht also um ein individuelles aber auch um ein allgemeinmenschliches Engagement, um Bemühen und Einsatz für das Wohl der Gesellschaft und für eine fortschrittliche Veränderung im sozialen Leben. Dann geht es auch um das Engagement des Menschen in folgenden Bereichen: Politik, Wirtschaft, Kultur, Kunst, Wissenschaft, Technologie, Medizin usw. bis hin zum Engagement für die Menschenrechte und Gleichberechtigung und Gleichbehandlung aller Menschen, wie auch die Bekämpfung von Diskriminierung, Ausgrenzung und Feindseligkeit. In Bezug darauf ist die Erfindung eines technischen Gerätes genauso wertvoll wie die Verrichtung der fünf täglichen Gebete. Einem Schüler Hausausgabenhilfe zu leisten, ist genauso eine gute Tat wie das Lesen des Korans. Materielle Unterstützung oder Mitarbeit beim Aufbau einer Schule, eines Krankenhauses oder sozialen Zentrums, verspricht einem Muslim genauso die Seligkeit im Jenseits. Das ist ebenso verdienstvoll, wie die Unterstützung oder Mitarbeit eines Gläubigen beim Aufbau einer Moschee. Seine Stimme gegen alle Formen der Unterdrückung, gegen Geschlechter- und Rassendiskriminierung und gegen jedes Übel öffentlich zu erheben, ist nicht weniger nützlich und moralisch wie die Stimme beim Gebetsruf zu heben. Der Koran lädt ein, das Leben im Diesseits ernst zu nehmen und den Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit und die Förderung des Guten als Glaubensgebot zu verstehen. Der Gläubige ist derjenige, der die Balance zwischen Diesseits und Jenseits halten kann: وَابْتَغِ فِيمَا آتَاكَ اللَّهُ الدَّارَ الْآخِرَةَ وَلَا تَنسَ نَصِيبَكَ مِنَ الدُّنْيَا ۖ وَأَحْسِن كَمَا أَحْسَنَ اللَّهُ إِلَيْكَ وَلَا تَبْغِ الْفَسَا دَ فِي الْأَرْضِ إِنَّ اللَّهَ لَا يُحِبُّ الْمُفْسِدِينَ „Suche stattdessen durch das, was Gott dir gewährt hat, das (Gute des) kommende(n) Leben(s), ohne dabei deinen eigenen (rechtmäßigen) Anteil in dieser Welt zu vergessen; und tue (anderen) Gutes, wie Gott dir Gutes getan hat; und suche nicht Verderbnis auf Erden zu verbreiten“ (28/al-Qasas, 77). Aus diesem kausalen Verhältnis zweier Welten geht hervor, dass Gottes Gnade im Jenseits ohne gute Taten im Diesseits nicht zu erwarten ist. Ein Vers, der dem betenden Gläubigen täglich über die Zunge kommt, müsste ihn ständig an diese Balance erinnern: رَبَّنَا آتِنَا فِي الدُّنْيَا حَسَنَةً وَفِي الْآخِرَةِ حَسَنَةً „O unser Erhalter! Gewähre uns Gutes in dieser Welt und Gutes im kommenden Leben!“ (2/al-Baqara, 201). Diese beiden Welten sollten sich im Bewusstsein und im Alltag, in allen Aktivitäten eines Gläubigen in einem ständigen Prozess der gegenseitigen Ergänzung, eigentlich in einer innigen Einheit befinden. Der Weg zu Gott und dem Jüngsten Tag führt über die Manifestation und Verwirklichung jedes menschlichen Wesens in seinem diesseitigen Leben in dieser Welt und Gesellschaft. Auch interessant

– Weltfrauentag – Der Prophet Muhammed: Ein Kämpfer für Frauenrechte

„Während andere religiöse Führer seltsam schweigsam über die Unterdrückung der Frauen zu sein schienen, hob Muhammed den Status der Frauen als eine Angelegenheit der religiösen Überzeugung und der staatlichen Politik dramatisch an. Muhammad war mit Abstand der radikalste und ermächtigendste in seiner Behandlung von Frauen. Wahrscheinlich war er der erste Feminist der Geschichte“. Jim Garrison, Huffpost.

Der Prophet Muhammed: Ein Kämpfer für Frauenrechte

Corona-Pandemie
Ministerpräsident Woidke: Regelung für Großveranstaltungen in nächsten zwei Wochen

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) mahnt mit Blick auf die Corona-Einschränkungen bei Großveranstaltungen zur Geduld. Woidke hat am Freitag im Inforadio vom rbb den Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom Donnerstag verteidigt, wonach jetzt eine Arbeitsgruppe die genauen Voraussetzungen für die Wiederzulassung klären soll:
„Die Großveranstaltungen, die sind de facto seit 15 Monaten verboten, das wäre schon ein richtig großer Schritt …. Der muss bundesweit abgestimmt sein. Also wir haben ja jetzt … sehr unterschiedliche Regelungen in den Ländern. Das geht natürlich bei ’ner Fußball-Bundesliga nicht. Also, wenn die Fußball-Bundesliga wieder startet, wir Zuschauer ins Stadion lassen wollen, dann muss es ähnliche Regelungen und gleiche Regelungen in den Ländern geben, und deswegen ist es hier notwendig, sich abzustimmen. Und ich finde den Vorschlag erstmal gut, ich hoffe natürlich sehr, dass es nicht allzu lange dauert, bis wir hier ’ne Regelung haben, ich hoffe, innerhalb der nächsten zwei Wochen.“
Woidke verteidigte auch die Brandenburger Strategie, trotz einer landesweiten Sieben-Tage-Inzidenz von inzwischen unter zehn Corona-Einschränkungen aufrechtzuerhalten: „Es ist immer ein schwieriges Abwägen. Wir haben alle die Erfahrung gemacht, dass, solange die Pandemie nicht völlig besiegt ist und sie völlig weg ist, sie auch sehr schnell ganz brutal zurückschlagen kann. Die Erfahrung haben wir dreimal gemacht, und ich hoffe, wir müssen sie nicht ein viertes Mal machen. Und deswegen ist es notwendig, dass wir jetzt in den Schritten in die Normalität zurück vorsichtig bleiben, dass wir umsichtig bleiben und dass wir vor allem … aus den Erfahrungen auch lernen. Gerade was die Wissenschaft sagt momentan, ist sehr eindeutig. Wir sollten vorsichtig sein, die sogenannte Delta-Variante, die indische Mutation, ist gefährlich, und sie richtet in Großbritannien bei einer weitgehend durchgeimpften Bevölkerung, viel weiter geimpft als in Deutschland, momentan großen Schaden an. Und daraus müssen wir lernen, damit wir nicht ähnliche Fehler machen wie Großbritannien.“ Für Brandenburg hat Woidke dennoch weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Aussicht gestellt – zum Beispiel bei privaten Treffen. Er bestätigte, dass das Kabinett darüber am Dienstag entscheidet. „Das ist dann schon so, dass man fast sagen kann, das ist Normalität. Wir wollen aber eines nicht machen, wir wollen nicht, dass die Tests vollkommen verschwinden. Wir haben mit den Tests ein deutlich besseres Handwerkszeug als noch vor einem Jahr. Wir haben ein besseres Handwerkszeug als noch vor einem halben Jahr, als wir im Dezember/November unterwegs waren und viele Sachen nicht genau abschätzen konnten. Deswegen wäre es jetzt fatal, die Tests flächendeckend mehr oder weniger abzuschaffen. Deswegen wollen wir dabei bleiben, dass wir auch in der Gastronomie und auch in der Hotellerie bei bestimmten Inzidenzzahlen weiter testen. Wir sind momentan noch in der Diskussion, aber ich bin fest davon überzeugt, dass es gut ist, vorsichtig zu sein.“

Meinung
Kommentar: Solidarität haben gläubige Türken nie richtig erfahren

Die türkisch-islamfeindliche Realität im Lichte von Verbotsforderungen Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Politiker, sogenannte Experten und Geläuterte aus den eigenen Reihen des türkisch-muslimischen Spektrums fordern die Öffentlichkeit, Landesregierungen und Bundesregierung auf, den einen oder anderen Moscheeverband, die eine oder andere türkische Gruppierung, zu verbieten oder von der gesellschaftlichen Teilhabe auszuschließen. Das geht inzwischen mit einer feurigen Rede, mit einer medialen Hetze und mit einer starken gesellschaftlichen Basis recht schnell und schmerzlos über die Bühne. Derzeit wird auffällig und mit einer noch nie gekannten Energie der türkische Moscheeverband DITIB vonseiten der Politiker, sogenannten Experten und Geläuterten – unter der türkischen Community bekannt auch als Haus- oder Kammertürken – angegriffen. Damit muss Schluss sein. Es ist unerträglich, es hat schon etwas gespenstisches, etwas kriminelles an sich. Der 9. Juni, also der diesjährige Tag, ist nicht nur für die Türken in der Türkei, sondern auch für die türkische Community in Deutschland ein trauriger und schmerzvoller Tag. Heute vor vier Jahren wurde in der Türkei die 22-jährige Musiklehrerin Aybüke Yalçın, von der völkisch-kurdischen Terrororganisation PKK getötet. Heute vor 17 Jahren, am 9. Juni 2004, verübte der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) in der Keupstraße in Köln-Mülheim einen Bombenanschlag. Splitter der Bombe flogen bis zu 250 Meter weit und wurden sogar in den Gärten hinter den vier- bis fünfstöckigen Häusern gefunden. Mindestens 22 Menschen wurden durch die Bombe teils lebensgefährlich verletzt. Heute vor 16 Jahren, am 9. Juni 2005, wurde in Nürnberg İsmail Yaşar durch acht Schüsse vom rechtsterroristischen Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) ermordet. Am selben 9. Juni des Jahres 2019, also vor 2 Jahren, wurde die DITIB Zentralmoschee in Kassel von PKK-Sympathisanten angegriffen. Merkt ihr was? Der Juni an sich ist von Gewalt gegen Türken geprägt. Am 22. Juni 1982 wurde in Norderstedt der 26-jährige Tevfik Gürel von Rechtsextremen einfach so erschlagen. Während der Tat schrien die Täter „Ausländer raus!“. Der 31-jährige Süleyman Taşköprü wurde am 27. Juni 2001 in seinem Gemüsegeschäft in Hamburg-Bahrenfeld von der rechtsterroristischen Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) einfach so hingestreckt. Am 13. Juni 2001 wurde der 49-jährige Abdurrahim Özüdoğru im Ladenlokal seiner Änderungsschneiderei in Nürnberg von der rechtsterroristischen Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) durch zwei Schüsse aus großer Nähe ins Gesicht und in die Schläfe getötet. So einfach geht das! Will sagen: die muslimischen Türken in Deutschland scheinen für jeden Anlass gut genug zu sein und haben es schlichtweg zu ertragen. Das ist die traurige Realität in Deutschland. Wenn man vom eigenen politischen Versagen ablenken will, wird der Türke, seine Moschee oder sein Kulturverein herangezogen. Will man ein Buch auflagenstark verkaufen, ist der muslimische Türke, seine Moschee, seine Vereinigung, seine Ideologie, seine Kultur ebenfalls gut geeignet. Will man Konflikte im Ausland nach Deutschland tragen, ist der Türke, seine Moschee, seine Vereinigung oder Ideologie hervorragend dazu geeignet, es hier breitzutreten und auf sie selbst umzumünzen, dann anzugreifen, in Brand zu stecken oder zu verprügeln, einzustechen und abzumurksen. Herrgott, es gibt kein Themenfeld, dass in Deutschland ohne den Türken, seiner Moschee, seiner Vereinigung, seiner Ideologie, seiner Kultur in den Titelschlagzeilen der Hochglanz-Gazetten oder der Klopapier-BILD-Zeitung auskommen könnte. Wir muslimisch geprägten Türken haben wohl ein Zeichen auf unserer Stirn, Einrichtung oder Moschee, das es so prägnant macht, auf ihr einzuprügeln, sie herauszukratzen, herauszuschaben. Apropos besagter DITIB-Moscheeverband, deren Ausschluss man vom religiösen Schulunterricht in NRW seit Tagen und Wochen parteiübergreifend und lautstark fordert: Wusstet Ihr, dass NRW eines der Bundesländer mit den höchsten Fallzahlen an Angriffszielen von Moscheen ist? Graben wir mal die Zahlen im Bundesgebiet aus der Erinnerung zurück: 2016 wurden 75 Moscheen angegriffen. 2017 waren es laut Bundesregierung nur noch 60 Moscheen. 2018 waren es laut Bundesregierung sogar noch weniger, insgesamt 48 Angriffe. 110 solcher Vorfälle dokumentierte aber die Initiative „Brandeilig“ für das Jahr 2019. Wiederum nur 77 Angriffe zählte die Bundesregierung dann im Jahr 2020. Es gibt bei diesen Zahlen ein nicht zu unterschätzendes Merkmal: Jedes Mal, wenn die Politik, Experten, Haustürken bzw. Kammertürken, PKK-Sympathisanten oder Extremisten, die Türken oder ihre religiösen wie öffentlichen Stätten und Einrichtungen kritisieren, zum Politikum machen, steigen die Zahlen nach oben, bis sie ihren Zenit erreicht haben und wieder abflauen. Das erfolgt wohlgemerkt jährlich wiederkehrend! Zudem gibt es, wenn man sich die Zahlen so betrachtet, erhebliche Zweifel an der Aussagekraft, zumal viele Moscheen oder Türken nicht alle Übergriffe melden. Nur in sehr wenigen Fällen kommt es infolge islamfeindlicher Straftaten zu Ermittlungserfolgen und Verurteilungen. Wir sind, und das ist die Realität, in diesem Land nach wie vor ungeschützt. Und, wir sprechen nicht mal über die im vierstelligen Bereich liegenden islamfeindlichen Angriffe selbst, sondern nur über die Angriffe auf Moscheen selbst. Dazu kommt erschwerend hinzu, dass viele Vorfälle sich unterhalb der Strafbarkeitsschwelle abspielen. Aber auch kleinere Delikte, schon ein Protest vor einer Moschee, führt zu spürbaren Einschränkungen für muslimisches Gemeindeleben. Häufig reicht auch schon die bloße Angst, um muslimisches Gemeindeleben empfindlich einzuschränken, wie etwa Tierblut im Vorgarten einer Moschee oder ein aufgespießter Schweinekopf. Von den politischen Manövern ganz zu schweigen, die einem die Schweißperlen in die Stirn treiben! Solidarität haben diese gläubigen Türken bzw. Muslime und deren Moscheen oder Vereine nie richtig erfahren. Wenn denn solche Vorfälle bekannt wurden, fanden sie höchstens in der Lokalpresse einen Stellenwert. Die Empörung darüber hält sich seither auch immer in Grenzen. Als nach dem Brandanschlag auf eine Moschee im nordrhein-westfälischen Hagen die Lokalpresse darauf aufmerksam wurde, war die Empörung recht verhalten ausgefallen. Nur bei sehr schweren Verläufen oder tagelang anhaltenden und nicht abebbenden Angriffen, da wurde leise die Solidaritätsfahne geschwenkt, um es blitzschnell wieder in der Gewissens-Schublade zu versenken, weil es eben zu markant in Erscheinung trat. Halten wir also fest: Die zahlreichen Angriffe auf türkisch-muslimisches Gemeindeleben sind in Deutschland Alltag und fallen stets unter dem Radar der ansonsten schnappatmigen Politiker, sogenannte Experten und Geläuterten aus den eigenen Reihen des türkisch-islamischen Spektrums. Die Vorfälle reichen von verbalen Einschüchterungen und schriftlichen Morddrohungen mit Begleitutensilien wie Bleikugeln über rassistische Graffiti und abgetrennte Schweineköpfe bis hin zu eingeworfenen Scheiben und Brandanschlägen. Praktisch täglich teilt die türkisch-muslimische Community in sozialen Netzwerken solche Vorfälle, doch von den meisten Angriffen auf türkisch-muslimisches Gemeindeleben bekommt die Öffentlichkeit nichts mit. Wieso ist das so? Weil die türkisch-muslimische Community, die türkisch-islamischen Moscheevereine und Moscheeverbände sich stets für etwas rechtfertigen, sich verteidigen müssen oder sich in Deckung vor der schnappatmigen Politiker, Experten und Haustürken bzw. Kammertürken bewegen. Das hat sich eingebürgert, ist Staatsräson, hat noch heute dieselbe Wirkung wie vor dem ersten Mord an einem Türken, das rassistisch motiviert war und lediglich eine Randnotiz wurde. Aber, Muslime und Verbände, Türken oder die DITIB müssen nichts erklären, sich nicht erklären oder rechtfertigen. Nicht entschuldigen oder schon gar nicht in ihrem bescheidenen und bereits im Korsett eingeengten Recht beschneiden lassen. Sondern Deutschland, seine Politiker, seine Experten und seine Haustürken bzw. Kammertürken müssen sich erklären, weshalb sie diskriminieren, brandschatzen, angreifen, ständig Demagogie betreiben oder morden, und auch nach über 40 Jahren beständig daran festhalten, weshalb sich ja nichts daran geändert hat. Es ändern sich fortlaufen nur die Zahlen an Übergriffen, Anschlägen und Morden. Es häufen sich nur die Jahrestage des einen oder anderen Mordopfers. Die Muslime, die Türken und Türkischstämmigen werden seit Jahrzehnten von der Politik, von Behörden und der Öffentlichkeit alleingelassen. Und warum? Weil man so stets die eigenen politischen und gesellschaftlichen Fehler kaschieren konnte. Weil man keine Verantwortung tragen wollte und weil wir Muslime und Türken als Menschen zweiter Klasse betrachtet werden, die man je nach gesellschaftlicher oder politischer Willkür, dort verorten, kriminalisieren, entmenschlichen kann, wie es einem gefällt. So nicht! So wird das nicht mehr weitergehen können! Wir Muslime, wir Türken, wir haben uns keineswegs zu rechtfertigen, für nichts, außer vor einem ordentlichen Gericht! Wir fragen daher: Weshalb fühlt sich die deutsche Mehrheitsgesellschaft nicht terrorisiert, wenn Rechtsextremisten, Linksextremisten oder PKK-Terroristen uns terrorisieren? Weshalb sind diese Angriffe und Anschläge in Deutschland keine Terroranschläge oder werden skandalisiert, debattiert, auf den politischen Tagesordnungspunkt gebracht? Sind wir kein Teil dieser Gesellschaft? Kann es einen guten oder schlechten Terror geben? Weshalb muss man sich auch noch für die Verurteilung und strikten Haltung gegen Terror, ob in der Türkei oder in Deutschland, auch noch rechtfertigen oder davon distanzieren? Findet man das witzig?
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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Der Monheimer Bürgermeister Daniel Zimmermann fordert die Gleichstellung des Islamverbands Ditib mit Kirchen und jüdischen Gemeinden.

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Meinung
Kommentar: Was haben die italienische Mafia und die PKK gemeinsam?

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Zwei weitverzweigte europaweite Netzwerke haben sich wie eine Krake über Europa ausgebreitet. Die Organisierte Kriminalität und der Terror stellen auch heute noch eine riesengroße Gefahr für die Welt, vor allem für Deutschland dar, weil das Land selbst ein Eldorado für die Mafia und die PKK ist.
Zwei weitverzweigte europaweite Netzwerke haben sich wie eine Krake über Europa ausgebreitet. Die Organisierte Kriminalität und der Terror stellen auch heute noch eine große Gefahr für die Welt dar, insbesondere für Deutschland, weil das Land selbst ein Eldorado für die Mafia und PKK ist. Über Nacht kann dieser Krake das Handwerk längst nicht mehr gelegt werden. Sie haben sich in Deutschland in der Maske der Unschuld oder der modernen Gesellschaftsform in der Politik und Gesellschaft längst etabliert und festgesetzt.
Das Bundesland Nordrhein-Westfalen z.B., ist ein Paradies für die Mafia und die PKK. Es sind bestens organisierte Verbrechensstrukturen, die mit fingierten Geschäften, Schutzgelderpressung oder Drogenhandel in diesem bevölkerungsreichsten Wirtschaftsraum jedes Jahr Millionen, ja Milliarden umsetzen und über Mittelsmänner ins Ausland schaffen, um es dort reinzuwaschen und damit illegalen Geschäften nachzugehen oder den Terror zu finanzieren. Die Mafia, die im nach wie vor strukturschwachen Sizilien und Calabrien beheimatet ist, hat das Verbrechertum seit Jahrhunderten ritualisiert. Die PKK, die erst seit den 80ern einen bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat führt, warb im strukturschwachen Südosten der Türkei Mitglieder an, um einen kurdischen Staat zu erkämpfen. Mit der Einwanderung der Gastarbeiter kamen Zug um Zug auch die Mafia und die PKK nach Deutschland und werden bis heute aus dem Ausland heraus zentral gesteuert. Das erweist sich bei der Aufklärung von Schwerverbrechen in Deutschland als überaus schwierig. Verrat an der Sache wird von der Mafia wie auch der PKK fern staatlicher Gerichtsbarkeit auch in Deutschland hart bestraft. Zeugen melden sich meist nicht, aus Angst, als Verräter in Beton zu enden oder aufgeschlitzt in einem Keller zu verbluten. Einblicke in die Welt der Mafia und der PKK, die erhält man daher nur bedingt. Wenn jemand innerhalb der Mafia oder der PKK etwas getan hat, wird darüber Buch geführt. Danach wird das in einem Gremium behandelt, werden Maßnahmen beschlossen. Zentralisiert abgesegnet, wird die Strafe von eigens eingeflogenen Mafiosis oder Kaderführern vollstreckt. Eine hochprofessionelle Organisation, die Deutschlands Behörden bis heute alt aussehen lässt. Dass hier Mafiosis und Terroristen den Staat herausfordern, das wollen Regierung und Behörden sich selbstverständlich nicht eingestehen und kommunizieren es deshalb auch nicht so sehr in der Öffentlichkeit. Auch nach mehr als 40 Jahren hat sich daran nicht wirklich viel geändert. Unter dem Radar der Öffentlichkeit wandeln diese organisierten Strukturen bis heute frei und ungestört in Deutschland. Mafiosis und PKK-Mitglieder betreiben florierende Geschäfte. Wenn sie bestimmte Bezirke in Städten kontrollieren und wenn hier Zahlungen ausbleiben, fallen die Strafaktionen besonders brutal aus, um Nachahmer von vornherein abzuschrecken. Eine raffinierte Art Menschen gefügig zu machen. Betrug oder Verrat erlaubt nämlich keine Ausnahme, so die Statuten dieser Organisationen. Erst der Mafiamord von Duisburg rüttelte die Öffentlichkeit kurzzeitig aus dem Wachkoma heraus, bei dem am 15. August 2007 sechs Menschen vor einem italienischen Restaurant mitten in Duisburg erschossen wurden. Aufgrund seiner Brutalität sorgte der Fall auch im Ausland für großes Aufsehen. Bald aber legte sich ein Schleier darüber, weshalb bis heute nur wenig durchsickert. Die PKK begann dagegen schon sehr früh, von sich Reden zu machen. Am 25. Februar 1986 wurde Kürşat Timuroğlu, ein türkischer Linker und Oppositioneller und Mitbegründer des Devrimci Demokrasi Kürt Derneği (DDKD) und Führungsmitglied der Dev-Yol von der PKK ermordet. Zwei Monate zuvor liquidierte die PKK in Paris dessen Parteigenossen Mustafa Şahbaz. Erst in diesem Zusammenhang und viel zu spät wurde den deutschen Sicherheitsbehörden klar, dass die PKK ihre politische Konkurrenz in Europa reihenweise ermordete. Denn, kurz vor dem Mord hatte die PKK in ihrem Zentralorgan noch angekündigt, alle, die mit Kollaborateuren objektiv und subjektiv zusammenarbeiteten, liquidieren zu wollen. Allein zwischen 1985 und 1987 wurden so Dutzende weiterer türkische Staatsbürger in Europa ermordet, die Anhänger linker türkischer Organisationen waren, darunter: Mustafa Tangüner in Kopenhagen am 4. November 1985, Eyüp Kemal Atsız in Kopenhagen am 23. Dezember 1985, Bülent Yaman in Lausanne am 30. Dezember 1985, Ramazan Adıgüzel in Hannover am 3. Mai 1987 und Ali Akagündüz in Paris am 16. Juni 1987. Es gab danach noch andere weitaus blutigere Geschichten, in der die PKK in Europa, aber auch in Deutschland verwickelt war. Die Morde an Zülfü Gök in Rüsselsheim im Juli 1984, Cetin Güngör in Stockholm am 2. November 1985, Mahmut Bilgili im Februar 1987 in Deventer, Cemal Işık am 19. Dezember 1994 in Wuppertal, Deniz Kılıç in Den Haag im November 1999, Hasan Özen in Wien am 18. April 2005 oder Bilal Dilek am 5. Januar 2006 in Belgien. Besonders grauenhaft war der sogenannte „Bunkermord“ in Bremen im August 1999. Ein kurdisches Liebespaar wurde dabei auf so bestialische Weise hingerichtet, dass es selbst gestandene Polizisten grauste. Das Liebespaar hatte dem Beziehungsverbot der PKK getrotzt, weshalb sie laut der PKK-Doktrin getötet werden mussten. Besonders pikant daran ist, dass das bis heute gilt. In einem 2007 in Deutschland erschienenen Buch von Anja Flach mit dem Titel „Frauen in der kurdischen Guerilla“ ist folgende Passage zu finden, die das Grauen der PKK manifestiert: „Um die Rekonstruktion der klassischen Frauenrolle in Kurdistan zu verhindern und den Frauen einen Entwicklungsraum zu verschaffen“, habe die PKK „keine andere Möglichkeit“ gesehen, „als die Liebesbeziehungen zunächst ganz zu verbieten“. Die Deutsche Andrea Wolf, die 1998 in der Türkei getötet wurde und die erst mit der RAF sympathisierte, um dann 1993 in den Bergen des Südostens der Türkei mit der Waffe gegen den türkischen Staat zu kämpfen, schrieb in ihrem Tagebuch:
„Ich persönlich empfinde die Trennung und auch das klare Beziehungsverbot als sehr angenehm. Ich konnte mich noch nie so frei bewegen im Verhältnis zu Männern, weil es einfach klar ist: Es gibt eine Grenze.“
Heute gibt es den militanten PKK-Ableger in Nordsyrien, die feministisch angehaucht die Europäer verführt, aber federführend dabei eine Rolle spielt, in den umkämpften und kontrollierten Gebieten ethnische Vertreibungen und Säuberungen durchzuführen. Noch heute geriert sich die PKK als Organisation für den Freiheitskampf, für die Freiheit der Frauen und Verteidiger der Rechte der Völker. PKK-Ableger in Deutschland, Anhänger und auch Lokalpolitiker, ja sogar Bundestagsabgeordnete, sympathisieren mit dieser Idee, weil es dem modernen Zeitgeist entspricht. Dagegen zeigen aber Zwangsabtreibung, Schutzgelderpressung, Mord oder das Beziehungsverbot doch deutlich auf, dass es sich dabei nur um eine Terrororganisation handelt, die mit strengstem Patriarchat und mit ausgeprägten Hierarchien die Strukturen kontrolliert, die zudem abseits der staatlichen Gerichtsbarkeit Morde befehligt und ethnische Säuberungen legitimiert. Ihre deutschen Ableger fallen durch brutales Vorgehen gegen Abweichler, Kritiker und Andersdenkende auf. Ihre Rekrutierungsphrasen ähneln die einer religiösen Sekte, die Verheißung und Glück versprechen, aber Tausende junge Menschen zu Mittätern machen und ins Unglück stürzen. Obwohl bis heute serienweise Kaderführer der PKK in Deutschland festgenommen und der Justiz überführt wurden, hat sich im Unterbewusstsein ihrer Anhänger, Sympathisanten, Gefolgsleuten und Schläger- sowie Mördertrupps ein irrationaler und völlig abwegiger Grundgedanke breitgemacht: Man begehe kein Unrecht. Wenn solche Anhänger, Sympathisanten, Gefolgsleuten und Schläger- sowie Mördertrupps mit solchen Geschäften oder Verbrechen in Verbindung gebracht werden, weisen sie es mit Abscheu und Empörung weit von sich und erklären, dass sie ja keine schlechten Menschen seien und im Grunde in Frieden ein selbstbestimmtes Leben führen möchten. Die anderen hätten etwas Schlechtes getan, seien per se Rassisten oder Faschisten, denen man den internationalen Kampf angesagt habe, weshalb man mit der PKK lediglich sympathisiere oder deren Griff zur Waffe verstehen könne. Das kommt auch heute noch in Europa oder in Deutschland gut an.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– PKK kontrolliert 40% des Heroinhandels in Europa – Roberto Fragnito: PKK investiert Milliarden, um feindselige Stimmung gegen Ankara zu schüren

Die Terrororganisation verfüge über ein stabiles Gesamtvermögen von etwa 86 Milliarden US-Dollar (knapp 77 Milliarden Euro), das nicht nur für den Terror selbst, sondern auch dafür nutzbar gemacht wird, internationalen Druck auf die Türkei aufzubauen und eine feindselige Stimmung gegen Ankara zu schüren. Bei der Aufbringung dieser Finanzmittel spielen nicht zuletzt die Produktion und der Vertrieb von Heroin eine tragende Rolle.

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EURO 2021
Fußball Europameisterschaft: Türkei mit Ambitionen

Türkei rechnet sich Chancen aufs Weiterkommen aus Am 11. Juni 2021 startet die UEFA Fußball Europameisterschaft 2021 mit dem Eröffnungsspiel im Olympiastadion von Rom um 21.00 Uhr Ortszeit mit dem Spiel zwischen der Türkei und Italien. Die weiteren Vorrundenspiele der Türkei finden dann am 16. Juni in Baku um 18 Uhr gegen Wales und am 20. Juni ebenfalls um 18 Uhr in Baku gegen die Schweiz statt. Nicht nur die Fans, sondern auch das türkische Team rechnet sich dieses Mal gute Chancen auf ein Weiterkommen ins Achtelfinale aus. Letzte Spiele gegen Italien endeten Unentschieden Der vermeintlich stärkste Gegner in der türkischen Gruppe A ist sicherlich Italien. Italien steht immerhin auf Platz sieben der Fifa Weltrangliste, die Türkei dagegen nur auf Platz 29. Auch bei den Buchmachern wird Italien als haushoher Favorit gesehen. Im direkten Duell zwischen den beiden Mannschaften im Eröffnungsspiel steht die Quote für einen Sieg für Italien aktuell bei lediglich 1.57. Für einen Sieg der Türkei beträgt die Quote 6.0 und für ein Unentschieden 3.80. Wer für den Freitag noch eine Wette platzieren will, der kann sich beim Buchmacher Betway anmelden. Hoffnung machen jedoch die letzten beiden direkten Duelle gegen Italien, die beide 1:1 Unentschieden endeten. Darüber hinaus zeigte sich die türkische Mannschaft zuletzt in guter Verfassung. Die EM-Qualifikation beendete man hinter Weltmeister Frankreich auf dem zweiten Platz und in den letzten Testspielen gelangen zwei Siege gegen Aserbaidschan und Moldawien sowie ein Unentschieden gegen Guinea. Insgeheim erhofft man sich auf türkischer Seite einen italienischen Fehlstart vor eigenem Publikum. Bei Eröffnungsspielen von großen Turnieren ist es schließlich gar nicht so selten, dass der Favorit strauchelt und erst später in die Gänge kommt. Dagegen spricht jedoch, dass Italien vor heimischem Publikum spielt und die letzten Spiele allesamt deutlich gewonnen wurden. Gegen Wales muss ein Sieg her Der vermeintlich schwächste Gegner in der Gruppe A ist Wales. Hier sehen auch die Buchmacher die Türkei als leichten Favoriten. Das Problem ist die Defensivstärke der Waliser. Das letzte Testspiel der Waliser gegen Albanien endete torlos. Gegen Tschechien gewannen die Waliser überraschend mit 1:0. Gegen Frankreich mussten die Männer von der Insel dagegen mit 0:3 eine deutliche Niederlage hinnehmen. Am 20. Juni kommt es dann zur Auseinandersetzung mit der Schweiz. Das Spiel wird von vielen Beobachtern als das entscheidende fürs Weiterkommen ins Achtelfinale gesehen. Die Schweizer Mannschaft hatte zuletzt eine beeindruckende Serie mit sechs Siegen hingelegt. Davor konnte die Schweiz Deutschland in der Nations League ein 3:3 abtrotzen und auch das Spiel gegen Spanien endete mit einem unentschieden. Will man die Schweiz besiegen, muss nicht nur dem Papier nach eine geschlossene Mannschafts- und vor allem Abwehrleistung her. Mit Xhaka, Shakiri, Embolo, Seferovic und Gavranovic verfügt die Schweiz gleich über ein ganzes Arsenal an torgefährlichen Offensivkräften, die es jeder Mannschaft bei dieser EM schwer machen können. Sollte die Türkei es tatsächlich schaffen, ins Achtelfinale zu kommen, würde dieses in Amsterdam oder London stattfinden. Mögliche Gegner wären dann zum Beispiel Belgien oder die Niederlande.

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Bei der Ringer-EM in Polen hat der türkische Freistil-Ringer im Schwergewicht am Mittwoch Gold gewonnen und wurde somit zum achten Mal Europameister.

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EURO 2021
Deutschland bereits in der Gruppenphase schwer gefordert

Jetzt sind es nur noch wenige Tage, bis es bei der Europameisterschaft endlich losgeht. Entsprechend steigt die Vorfreude bei den teilnehmenden Mannschaften und auch bei den vielen Fußballfans immer mehr. Im letzten Jahr konnte die EURO 2020 aus bekannten Gründen nicht ausgetragen werden, aber in diesem Sommer spricht zum Glück nichts gegen eine Austragung dieser Europameisterschaft. Bei der EURO 2020 gibt es schon in der Gruppenphase viele packende Duelle und aus diesem Grund sollte man sich unbedingt den EM 2021 Guide genau anschauen, um keine spannenden Spiele zu verpassen. Besonders spannend dürfte es diesmal vor allem auch für die deutsche Nationalmannschaft werden. Schließlich muss die DFB-Elf in der stärksten Gruppe um den Einzug in das Achtelfinale kämpfen.
Deutschland muss bereits in der Vorrunde überzeugen
Bei früheren Turnieren hatte Deutschland häufig Glück bei der Auslosung und startete häufig in einer relativ einfachen Gruppe. Dadurch konnte sich die deutsche Nationalmannschaft in der Vorrunde häufig erst einmal ohne den ganz großen Druck einspielen. Bei der diesjährigen Europameisterschaft muss die Truppe von Bundestrainer Jogi Löw dagegen von Anfang an Vollgas geben. Schließlich muss die DFB-Elf versuchen gegen Frankreich, Portugal und Ungarn ein Ticket für das Achtelfinale zu lösen. Gleich im ersten Spiel trifft Deutschland in München auf den amtierenden Weltmeister Frankreich, der auch bei dieser Europameisterschaft zu den Topfavoriten auf den Titelgewinn zählt. Man darf also gespannt sein, ob die DFB-Elf gegen die Franzosen beim Auftaktspiel mithalten kann. Anschließend trifft Deutschland auf den Titelverteidiger Portugal. Wobei der noch amtierende Europameister wahrscheinlich nicht ganz so stark einzuschätzen ist wie der aktuelle Weltmeister. Zum Abschluss geht es für Deutschland dann in der Gruppenphase noch gegen Ungarn. Dabei darf die deutsche Nationalmannschaft definitiv nicht den Fehler machen und den vermeintlich schwächsten Gegner in der Gruppe F auf die leichte Schulter nehmen. Wobei man schon gespannt sein darf, mit wie vielen Punkten das Team von Jogi Löw in dieses letzte Gruppenspiel gehen wird.
Löw will sich mit dem Gewinn der Europameisterschaft verabschieden
Der Bundestrainer Löw wird mit Sicherheit besonders motiviert in diese Europameisterschaft gehen. Schließlich steht bereits fest, dass Jogi Löw nach diesem Turnier seinen Platz bei der Nationalmannschaft freimachen wird. Man darf auch gespannt sein, wo es Löw danach hinziehen wird. Es geht also eine insgesamt erfolgreiche Zeit, die mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft im Jahr 2014 gekrönt wurde zu Ende. Allerdings enttäuschte Deutschland bei der letzten Weltmeisterschaft in Russland und schied bereits am Ende der Vorrunde aus. Diesen schlechten Eindruck will Jogi Löw jetzt unbedingt bei der anstehenden Europameisterschaft korrigieren. Aus diesem Grund will der Bundestrainer bei der EURO 2020 so weit wie möglich kommen und im Idealfall das Turnier gewinnen. Allerdings muss sich die deutsche Nationalmannschaft dafür zunächst einmal in der schweren Vorrundengruppe durchsetzen und die nächste Runde erreichen. Sollte das gelingen, dann muss die DFB-Elf auf jeden Fall die Heimat verlassen und für die Achtelfinalpartie in eine andere europäische Stadt reisen. Das dürfte die Nationalmannschaft aber nicht weiter stören, wenn man dann je nach Platzierung in der Gruppe F in Bukarest, London oder vielleicht auch in Sevilla um den Viertelfinaleinzug kämpfen kann.

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– Corona-Krise – Fußball EM 2021: Wie viele Zuschauer ins Stadion dürfen

Bei der Fußball EM 2021 bahnt sich ein Kartenchaos an. In München ist die endgültige Entscheidung über die maximale Zahl der Zuschauer noch nicht getroffen.

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Corona-Krise
Fußball EM 2021: Wie viele Zuschauer ins Stadion dürfen

Fußball EM 2021 – bis zu 14.500 Zuschauer in München? Ab dem 11. Juni finden in insgesamt 11 Städten die Spiele der UEFA Europameisterschaft 2021 statt. Das Turnier sollte ursprünglich bereits im vergangenen Jahr stattfinden, wurde wegen der Corona-Pandemie jedoch verschoben. Wegen zahlreicher Restriktionen in den verschiedenen Ländern können die Spiele nur mit einer eingeschränkten Zahl an Zuschauern stattfinden. Es ist auch damit zu rechnen, dass nur sehr wenige Fans von Stadion zu Stadion über die Landesgrenzen reisen werden, da immer noch verschiedene Gebiete in Europa zu den Risikogebieten gehören und damit Reisen nur mit erheblichen Beschränkungen stattfinden können, etwa weil sich Fans nach der Einreise erst einmal in Quarantäne begeben müssten. Städten wie Dublin und Bilbao wurden daher bereits die ihnen zugesagten Spiele entzogen. Hinzu kommt, dass die von der UEFA zunächst vorgegebene Mindestzahl an Zuschauern, mittlerweile aufgehoben wurde, was theoretisch volle Stadien zulassen würde. Andererseits gibt es jedoch zahlreiche nationale und regionale Regeln zu Großveranstaltungen, die der von der UEFA vorgegebenen Zuschauerzahlen entgegensprechen könnten. Für die vier Spiele, die in München in der Allianz-Arena ausgetragen werden, darunter ein Fußball EM 2021 Viertelfinale am 2. Juli, gibt es bis jetzt noch keine endgültige Festlegung zur maximalen Zahl an Zuschauern durch die örtlichen Behörden. Die Deutsche Nationalmannschaft wird beispielsweise mindestens das dritte Gruppenspiel am 23. Juni 2021 gegen Ungarn in der Allianz-Arena bestreiten. Die von den Behörden zugelassene Gesamtzuschauerzahl wird je nach aktueller Lage an den Spieltagen angepasst. Bislang scheint es so, dass gemäß dem vom Deutschen Fußball Bund und der Stadt München erarbeiteten „Leitkonzept“ bis zu 14.500 Zuschauer zu den Spielen im Stadion sein könnten, Tests beziehungsweise Impfung vorausgesetzt. Die bayerische Staatsregierung hatte hierzu bereits positive Signale gesendet. Von einem randvollen Stadion, wie es der UEFA mittlerweile vorschwebt, darf jedoch nicht einmal geträumt werden. Nichtsdestotrotz hatte die UEFA München als Austragungsort wegen des vom DFB vorgelegten Konzeptes bestätigt. Erhebliches Chaos beim Kartenvorverkauf Viele Fans hatten sich schon frühzeitig mit Karten für die Fußball Europameisterschaft 2020 eingedeckt. Da nun wesentlich mehr Karten verkauft wurden als Zuschauer zugelassen werden, entscheidet die UEFA im Losverfahren, welche Karten weiterhin gültig bleiben und welche für ungültig erklärt werden. Das ist jedoch letztendlich erst möglich, wenn die endgültige Entscheidung über die maximale Zahl an Zuschauern getroffen wird. Der stellvertretende bayerische Ministerpräsident, Hubert Aiwanger, hat darum bereits auf eine schnelle Entscheidung gedrungen, um den Fans Klarheit geben zu können. Darüber hinaus dürfte ab dem Achtelfinale mit einer erheblichen Zahl an Kartenrückgaben zu rechnen sein, wenn sich das Team eines Landes nicht wie erhofft für die Finals qualifiziert, was zu wieder frei verfügbaren Kartenkontingente führen könnte. Andererseits könnte es auch ganz anders kommen, nämlich dann, wenn die Inzidenzzahlen im Zeitverlauf wieder ansteigen. Dann könnten die Behörden durchaus auch bereits bewilligte Zuschauerzahlen wieder kürzen oder Zuschauer ganz verbieten, was dann zu Geisterspielen führen würde. Wie man es auch dreht und wendet, Planungssicherheit sieht anders aus und viele Fans überlegen sich bereits dreimal, ob sie sich für noch freiwerdende Karten bewerben. Ohnehin ist davon auszugehen, dass verstärkt Zuschauer aus der Region um das Stadion beziehungsweise aus dem Land des Austragungsortes sich um freiwerdende Karten bewerben werden, da Fans bei Reisen durch Europa im schlimmsten Fall auch auf ihren Flugkosten sitzen bleiben würden, wenn sie kurzfristig nicht mehr einreisen dürfen.

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– Corona-Krise – Veranstaltung abgesagt: Betroffenen muss voller Ticketpreis erstattet werden

Verbraucherzentrale NRW klagt erfolgreich gegen Eventim vor dem Landgericht München.

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Hass im Netz
anzeigegehtraus.de: Hamburger Anwalt Kemal Su hilft Mobbingopfern

Der Hamburger Strafverteidiger Kemal Su hat im Internet die Webseite „www.anzeigegehtraus.de“ ins Leben gerufen, mit deren Hilfe Mobbingopfer nun schnell und ohne große Hürden eine Strafanzeige gegen ihre Peiniger stellen können. Auf die Idee kam der 42-jährige Anwalt, nachdem ihn auf Instagram immer mehr Menschen angeschrieben haben, die Opfer von Hass, Beleidigung oder Belästigung geworden sind. Kemal Su, selbst Vater eines kleinen Sohnes: „Ich werde auch manchmal beleidigt, aber wenn man sonst Mörder verteidigt, juckt einen das nicht besonders. Wie sehr die jungen Leute darunter leiden, war mir nicht klar. Sich kaum wehren zu können, das stört die immens. Eine Influencerin, die ich kennengelernt habe, hat die Leute versucht zu blockieren, die sie beleidigen. Dann werden aber weitere Accounts eingerichtet, Fake-Accounts, und es wird einfach weiter beleidigt.“ Dagegen will Kemal Su mit seinem neuen Angebot „Anzeige geht raus“ nun vorgehen. Mit Hilfe der von ihm initiierten Seite, sollen Mobbingopfer die Möglichkeit haben, schnell und einfach in nur 60 Sekunden eine Strafanzeige zu stellen und einzureichen. Damit sollen vor allem Hemmschwellen der Betroffenen abgebaut werden. Für den 42-jährigen Hamburger Anwalt ist dies eine Herzensangelegenheit. „Mir geht’s darum, mit „Anzeige geht raus“ eine Seite zu machen, die auch vom Design her funktioniert, bei der klar ist, dass ein Anwalt dahinter steht, mit seinem Namen und seiner Kenntnis, und die in den sozialen Medien geteilt werden kann – ich glaube, dass es wichtig ist, dort aktiv zu werden, wo die Taten geschehen.“ Geld will er damit nicht verdienen und auch die Opfer nicht anwaltlich vertreten. „Das ist alles kostenlos und bleibt kostenlos, ich will auch die Fälle nicht als Mandate haben und wir speichern keine Daten.“ Unterstützt wird er bei seinem Vorhaben von Carsten Stahl. Der 48-jährige Berliner gilt mittlerweile als Deutschlands bekanntester Anti-Mobbing-Coach. Mit seiner Initiative „Stoppt Mobbing“ kämpft er bereits seit Jahren gegen Mobbing in jeglicher Form. „Nichts ist wichtiger als der Schutz und die Unantastbarkeit der Würde und der Seele unserer Kinder. Es ist unsere Pflicht als Gesellschaft und als Bürger in unserem Land, sich für den Schutz unserer Kinder einzusetzen. Wir dürfen niemals wegsehen und niemals schweigen, wenn Kinder oder Jugendliche leiden und zum Opfer von Missbrauch, Gewalt, Erniedrigung und Misshandlung werden.“