Berlin
Grüne wählen Ricarda Lang und Omid Nouripour zu neuen Parteivorsitzenden

Berlin – Bündnis 90/ Die Grünen haben auf ihrem digitalen Parteitag am Samstag eine neue Parteispitze gewählt. Mit Ricarda Lang und Omid Nouripour wurden zwei Bundestagsabgeordnete als Parteichefs bestimmt. Notwendig wurde die Wahl, weil Annalena Baerbock und Robert Habeck als Minister ihr Parteiamt nicht länger ausüben durften.
Omid Nouripour (Foto: gruene.de)
Die alte Parteispitze unter Habeck und Baerbock sind in der neuen Bundesregierung Minister für Wirtschaft und Klimaschutz sowie des Auswärtigen. Ricarda Lang erhielt auf dem 47. Parteitag 75,94 Prozent und Omid Nouripour 82,58 Prozent der Delegiertenstimmen. Zur neuen politischen Bundesgeschäftsführerin wählten die Parteimitglieder Emily Büning, zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden Pegah Edalatian und Heiko Knopf sowie als Bundesschatzmeister Marc Urbatsch.
Ricarda Lang (Foto: gruene.de)
Der Frankfurter Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour gilt als erfahrener Politiker, der im Bundestag in diversen Ausschüssen sitzt. Nouripour gewann bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr im Frankfurter Wahlkreis 183 erstmals in der Geschichte der Grünen in Hessen ein Direktmandat. Die 28-jährige Ricarda Lang stammt aus Baden-Württemberg und wurde letztes Jahr in den Bundestag gewählt. Sie ist in der Partei frauenpolitische Sprecherin und ihre Aufgabenbereiche sind Feminismus, Vielfalt und Strategien gegen Rechts. Kemal Bölge/Berlin

Umfrage
NRW-Trend: CDU holt auf und zieht mit SPD gleich

Düsseldorf – Zu Beginn des Wahljahres liefern sich CDU und SPD ein Kopf an Kopf Rennen in der Wählergunst. Wenn an diesem Sonntag ein neuer Landtag in Nordrhein-Westfalen gewählt würde, kämen beide Parteien auf 28 Prozent. Das ist das Ergebnis des NRW-Trends, den Infratest dimap im Auftrag des WDR-Magazins WESTPOL vom 24. bis 27. Januar 2022 erhoben hat. Im Vergleich zum letzten NRW-Trend kurz nach der Bundestagswahl kann sich die CDU damit deutlich verbessern (+6 Prozentpunkte) während die SPD an Zustimmung verliert (-3). Deutlich dahinter landen als drittstärkste Kraft die Grünen mit unverändert 17 Prozent. Die FDP als aktuell kleiner Koalitionspartner bleibt mit 10 Prozent zweistellig, büßt aber seit Oktober 3 Prozentpunkte ein. Die AfD kommt leicht verbessert auf 8 Prozent (+1). Die Linke wäre mit unverändert 3 Prozent nicht im Landtag vertreten. Schwarz-Gelb ohne Mehrheit – gemischtes Urteil zur Arbeit der Landesregierung Das aktuelle Regierungsbündnis aus CDU und FDP hätte damit keine Mehrheit. Für Schwarz-Grün oder Rot-Grün reicht es knapp ebenfalls nicht. Neben einer Koalition aus CDU und SPD wären auch Dreierbündnisse wie „Jamaika“- (CDU, Grüne, FDP) oder Ampel-Koalition (SPD, Grüne, FDP) möglich. Das Urteil über die Arbeit der aktuellen Regierungskoalition fällt etwas besser als im Oktober. 45 Prozent der Befragten sind zufrieden (+3), jeder zweite Befragte ist unzufrieden (50 Prozent, -4). Direktwahlfrage: Ministerpräsident Wüst hängt Herausforderer Kutschaty ab In der Direktwahlfrage kann CDU-Spitzenkandidat Hendrik Wüst seit seiner Wahl zum Ministerpräsidenten Ende Oktober deutlich zu legen. Wenn die Wahlberechtigten den Regierungschef von Nordrhein-Westfalen direkt wählen könnten, würden sich aktuell 43 Prozent für Hendrik Wüst entscheiden (+12). Damit setzt sich Amtsinhaber Wüst klar von seinem SPD-Herausforderer Thomas Kutschaty ab, der auf 21 Prozent zurückfällt (-4). Bemerkenswert: Selbst bei den SPD-Anhängern landet Wüst mit 39 Prozent knapp vor Kutschaty (38 Prozent). Insgesamt mehr als jeder dritte Befragte (36 Prozent, -8) entscheidet sich aktuell für keinen der beiden Kandidaten. Wüst kann als Nachfolger von Armin Laschet zunehmend auch mit seiner Arbeit im Kabinett überzeugen. 43 Prozent der Befragten äußern sich zufrieden mit seiner politischen Arbeit. Das sind 19 Prozentpunkte mehr als vor Wüsts Wechsel aus dem Amt des Verkehrsministers an die Regierungsspitze. 32 Prozent sind unzufrieden. Im Vergleich zu anderen Ministerpräsident:innen ist Wüst damit zwar wenig populär, liegt aber im eigenen Bundesland deutlich vor der Konkurrenz. Mit der Arbeit von SPD-Spitzenkandidat Kutschaty sind nur 21 Prozent zufrieden, 25 Prozent sind unzufrieden. FDP-Chef Joachim Stamp kommt auf 19 zu 19, die Grüne Spitzenkandidatin Mona Neubaur auf 14 zu 19 und AFD-Fraktionschef Markus Wagner auf 11 zu 12. Wüst profitiert dabei auch von der mit Abstand größten Bekanntheit bei den Wahlberechtigten. Drei von vier Nordrhein-Westfalen (75 Prozent) trauen sich ein Urteil über die Arbeit des neuen Regierungschefs zu. Bei Thomas Kutschaty ist das nur knapp jeder Zweite (46 Prozent) und die drei weiteren Spitzenkandidat:innen haben in der Gesamtbevölkerung (Stamp: 38 Prozent, Neubaur: 33, Wagner 23) und in den eigenen Reihen noch stärker mit mangelnder Bekanntheit zu kämpfen. Corona, Bildung und Verkehr: Wichtigste Probleme in Nordrhein-Westfalen Auf die vorgabenfreie Frage nach den zwei wichtigsten Problemen in Nordrhein-Westfalen landet die Corona-Pandemie aktuell klar an erster Stelle. Für 35 Prozent der Wahlberechtigten gehört der Umgang mit Corona oben auf die Problem-Agenda. Für jeweils jeden Fünften sind die Bildungspolitik (22 Prozent) und der Zustand der Verkehrsinfrastruktur (20 Prozent) die größten landespolitischen Herausforderungen. Umweltschutz und Klimawandel werden von jedem Sechsten (17 Prozent) benannt. Auch die Energiepolitik erreicht einen sichtbaren Stellenwert und wird von 10 Prozent als eines der zwei wichtigsten Probleme bewertet Armut und soziale Ungerechtigkeit (8 Prozent), Einwanderung und Integration (8 Prozent) und der Themenkomplex Wohnen und Mieten (7 Prozent) spielen im Vergleich dazu eine eher untergeordnete Rolle. Corona-Maßnahmen: Mehrheit gegen Lockerungen zum jetzigen Zeitpunkt Angesichts von Rekordständen bei den Neuinfektionen hält nur ein gutes Drittel der Wahlberechtigten (36 Prozent) Erleichterungen für das öffentliche Leben zum jetzigen Zeitpunkt bereits für angemessen, sechs von zehn (61 Prozent) dagegen nicht. Lediglich die Anhänger von AfD (86 zu 14 Prozent) und FDP (62 zu 37) sprechen sich mehrheitlich für Lockerungen aus. Die Anhänger von CDU (30 zu 68), SPD (25 zu 73) und Grünen (21 zu 75) sind mit großer Mehrheit dagegen. Windenergie: Mehrheit gegen geringeren Mindestabstand zu Wohnbebauung Die Ampel-Koalition im Bund will den Ausbau der erneuerbaren Energien in den kommenden Jahren massiv vorantreiben. In Nordrhein-Westfalen wird das Potenzial durch Regelungen zum Mindestabstand von Windkraftanlagen zu Wohnhäusern beschränkt. Die Mehrheit findet den vorgegebenen Abstand von 1000 Metern allerdings richtig. Einen grundsätzlich geringeren Abstand befürworten nur 39 Prozent der Wahlberechtigten, eine Mehrheit von 57 Prozent spricht sich dagegen aus. Mehrheitlich für geringere Mindestabstände sind allein die Anhänger der Grünen (66 zu 31 Prozent. Am größten ist die Ablehnung erwartungsgemäß in ländlichen Gegenden (35 zu 62 Prozent) und kleineren Städten (34 zu 61 Prozent). Aber auch in den Metropolen lehnt jeder zweite (50 Prozent) geringere Abstände ab. Für den NRW-Trend hat Infratest dimap vom 24.01. bis 27.01.2022 1.1160 Wahlberechtigte in Nordrhein-Westfalen telefonisch (756) und online (404) befragt. Ihre Antworten sind repräsentativ für alle Wahlberechtigten. Die Fragen lauteten: Welche Partei würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen wäre? Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen? Wenn man den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen direkt wählen könnte, für wen würden Sie sich entscheiden, Hendrik Wüst oder Thomas Kutschaty? Jetzt geht es darum, wie zufrieden Sie mit einigen Politikerinnen und Politikern sind. Sind Sie mit der politischen Arbeit von __? (sehr zufrieden, zufrieden, weniger zufrieden, gar nicht zufrieden) Welches ist Ihrer Meinung nach das wichtigste politische Problem in Nordrhein Westfalen, das vordringlich gelöst werden muss? Und welches ist das zweitwichtigste? In Nordrhein-Westfalen wird aktuell diskutiert, Corona Maßnahmen wieder zu lockern. Wie sehen Sie das? Sind Erleichterungen für das öffentliche Leben zum jetzigen Zeitpunkt angemessen oder nicht angemessen? In Nordrhein-Westfalen dürfen Windräder im Regelfall nicht näher als 1.000 Meter zu Wohngebäuden errichtet werden. Sollte es für den beschleunigten Ausbau der Windenergie grundsätzlich möglich sein, Windräder auch in geringerem Abstand zu Wohngebäuden zu errichten oder sollte dies grundsätzlich nicht möglich sein?

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Corona-Krise
Impfpasshandel: Zieschang fordert Maßnahmen gegen Telegram

Halle – Angesichts des anhaltenden Handels mit gefälschten Corona-Impfzertifikaten auf der Internetplattform Telegram fordert Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) ein härteres Durchgreifen. Das berichtet die Mitteldeutsche Zeitung aus Halle in ihrer Wochenendausgabe. „Die rechtlichen Regelungen laufen bei Telegram derzeit faktisch ins Leere“, räumte Zieschang gegenüber der MZ ein. Sie drängt auf eine EU-weite Regelung, die auch Online-Dienste mit Sitz im Ausland zur Zusammenarbeit mit den europäischen Sicherheitsbehörden zwingt. „Dazu bedarf es wirksamer Maßnahmen, die auch tatsächlich greifen“, sagte die Ministerin. Nach Angaben des Landeskriminalamtes stieg die Zahl der bekannten Fälle von Nutzung und Handel mit falschen Impfpässen in Sachsen-Anhalt im Dezember erneut sprunghaft an. Der Schwarzmarkt im Internet entzieht sich jedoch nach wie vor der Kontrolle durch die Behörden. Mit wenigen Klicks lassen sich auf Telegram gelbe Heftchen für 50 bis 250 Euro bestellen. Der Messengerdienst ist laut deutschem Recht eigentlich zum Löschen von strafbaren Inhalten und zur Weitergabe von Informationen an die Polizei verpflichtet. Das Unternehmen mit Sitz in Dubai hatte Regierungsanfragen bislang aber ignoriert.

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Der türkische Gesundheitsminister hat die Bevölkerung erneut aufgerufen, sich impfen zu lassen.

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JCAG-Attentate
Türkei gedenkt ermordeten Generalkonsul Kemal Arıkan

Ankara – In einer Zeremonie gedachte das türkische Außenministerium an den am 28. Januar 1982 durch die armenische Terrororganisation JCAG ermordeten Generalkonsuls von Los Angeles, Kemal Arıkan. Der armenische Terrorist Hampig Sassounian hatte am 28. Januar 1982 mit einem Mittäter den türkischen Generalkonsul von Los Angeles, Kemal Arıkan (1927-1982), getötet. Der Diplomat fuhr an jenem Morgen mit seinem Auto zur Arbeit, als er an einer roten Ampel hielt und aus einem anderen Auto das Feuer auf ihn eröffnet wurde, der noch am Tatort seinen Schussverletzungen erlag. Sassounian wurde nach seiner Festnahme vom High Court in Los Angeles am 18. Januar 1984 zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt. Das oberste Gericht des Bezirks Los Angeles in den USA hatte 2021 die Freilassung des Mörders Hampig Sassounian angeordnet. Der Terrorist wurde letztes Jahr von den US-Behörden an einen Drittstaat abgeschoben. Armenische Medien berichteten letztes Jahr, dass sich Sassounian in Armenien aufhalte. Die Türkei hatte die Freilassung und die Abschiebung von Sassounian in scharfer Form verurteilt und als „schwerwiegenden Fehler und als Zugeständnis an den Terrorismus“ bezeichnet. Armenische Terrororganisation JCAG bekannte sich zum Mordanschlag Zum damaligen Anschlag bekannte sich die armenische Terrororganisation JCAG, die mit der ASALA 58 türkische Staatsbürger, davon 33 Diplomaten sowie 19 ausländische Bürger ermordete. Beide Terrororganisationen haben strukturelle und ideologische Verbindungen zu der 1890 in Tiflis gegründeten Armenischen Revolutionären Föderation (ARF), der Daschnaken. In Kaliforniern leben besonders viele Amerikaner armenischer Abstammung, deren politische Organisationen als besonders einflussreich gelten. In Los Angeles verübten nationalistische Armenier 1980 einen Bombenanschlag auf das Haus des Generalkonsuls. Kemal Bölge/Ankara

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Nach Jahren der Spannungen werden die Türkei und Armenien in Kürze Sonderbeauftragte ernennen, um Schritte zur Normalisierung der Beziehungen zu erörtern, sagte der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu.

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Nordirak
Türkischer Geheimdienst tötet PKK-Anführer bei Luftangriff im Nordirak

Ankara – Dem türkischen Geheimdienst MİT ist ein weiterer Erfolg gegen die Terrororganisation PKK im Nordirak gelungen. Bei einer gezielten Anti-Terror-Operation wurde der sogenannte Verantwortliche für „Spezialkräfte“ der PKK/YBŞ, Sileman Şemo Yusuf, in Sindschar, in der Nähe der Ortschaft Bab Şili, außer Gefecht gesetzt. Der gesuchte PKK-Anführer stand seit längerer Zeit auf der Fahndungsliste türkischer Sicherheitsbehörden. Wie die türkische Zeitung Sözcü berichtet, sei der Extremist getötet worden, als sein Fahrzeug durch den Geheimdienst ins Visier genommen wurde. Auf veröffentlichten Bildern ist das zerstörte Fahrzeug des Terroristen-Anführers zu sehen. Nicht sicher ist, ob er von einer Angriffsdrohne oder einem Kampfflugzeug getroffen wurde. Sindschar gilt wegen seiner strategischen Lage und der unmittelbaren Nähe zum Nordosten Syriens als wichtiger Stützpunkt der Terrororganisation PKK. Darüber hinaus gilt das Sindschar-Gebirge für die PKK als wichtige Route, um vom Irak nach Syrien zu gelangen. Die PKK wird von der Türkei und den USA sowie der EU als terroristische Organisation eingestuft. Sie wird für den Tod von mehr als 40.000 Menschen, darunter viele Frauen und Kinder, verantwortlich gemacht. Kemal Bölge/Ankara

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Corona-Pandemie
Ministerin Behrens will Nicht-Geboosterten keinen Verdienstausfall mehr zahlen

Hannover – Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens will ungeboosterten Kontaktpersonen von Corona-Infizierten keinen Verdienstausfall mehr zahlen. „Das muss kommen, und mir persönlich schwebt da der 1. März als Stichtag vor“, erklärte die SPD-Politikerin im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Sie verwies darauf, dass Kontaktpersonen mit einer Booster-Impfung eine Quarantäne schließlich vermeiden könnten. Behrens betonte, sie habe hierzu einen Austausch im Rahmen der Gesundheitsministerkonferenz angeregt. Sie hoffe, dass es eine gemeinsame Linie der Länder dazu geben werde, und begründete ihren Vorstoß damit, dass es genügend Impfstoff sowie ausreichend Möglichkeiten gebe, sich impfen und boostern zu lassen. „In jedem Dorf bekommen Sie relativ schnell einen Impftermin. Vor diesem Hintergrund können wir es den Steuerzahlern, der Allgemeinheit also, aus meiner Sicht nicht länger zumuten, Zahlungen für Kontaktpersonen in Quarantäne zu schultern, obwohl diese mit einer Booster-Impfung hätten vermieden werden können“, sagte Behrens. Wer an Corona erkranke, bekomme aber freilich weiterhin die Lohnfortzahlung, ganz unabhängig vom Impfstatus, machte die Ministerin deutlich. Gleichzeitig stellte die Ressortchefin, in deren Haus der Corona-Krisenstab der Landesregierung angesiedelt ist, weitreichende Lockerungen der Corona-Regeln für März in Aussicht. Aktuell gilt in Niedersachsen eine Winterruhe mit gravierenden Einschränkungen im privaten sowie im Kultur- und Freizeitbereich. Das Land beabsichtigt, diese Winterruhe bis Ende Februar zu verlängern. „Eine Frühjahrs- und Sommerruhe werden wir aber meines Erachtens nicht brauchen, sondern wir wollen sobald wie möglich auch wieder mehr öffnen und möglich machen“, sagte Behrens und fügte hinzu: „Ich denke schon, dass wir im März insbesondere bei den privaten Kontakten wieder mehr zulassen können. Ich glaube auch, dass dann wieder größere Veranstaltungen im Kulturbereich vertretbar sind, und auch bei Konzerten und in der Gastronomie werden wir dann allmählich wieder mehr möglich machen können.“ Es müsse darum gehen, in einigen Wochen kluge und vorsichtige Öffnungsschritte einzuleiten.

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Eine große Mehrheit der Bundesbürger (74%) spricht sich auch im aktuellen RTL/ntv Trendbarometer für eine allgemeine Impfpflicht aus. 24 Prozent sind gegen eine generelle Impfpflicht. Mehrheitlich gegen eine generelle Impfpflicht sind ausschließlich die AfD-Anhänger (80%).

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Corona-Pandemie
SPD-Fraktionsvize verteidigt verkürzten Genesenenstatus

Berlin – Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Dirk Wiese, hat die Entscheidung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) verteidigt, den Genesenenstatus nach einer Corona-Infektion auf drei Monate zu verkürzen. Wiese sagte am Donnerstag im Inforadio vom rbb, die Entscheidung sei durch Wissenschaftler abgedeckt.
„Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sagen ja, dass (…) im Rahmen der jetzigen Infektionslage der Genesenenstatus nicht mehr so lange aufrechterhalten werden kann, weil ein höheres Risiko an Infektionen besteht. Das ist das, was (…) das Robert Koch-Institut, das Paul Ehrlich-Institut gesagt haben.“
Darauf müsse man sich dann auch verlassen, so Wiese. „Aber ich kann natürlich den Unmut des einen oder anderen nachvollziehen, aber nochmal: Es gibt gute Gründe, diese Entscheidung so getroffen zu haben.“ Wiese verwies darauf, dass auch andere Länder den Genesenenstatus verkürzt haben – wenn auch nicht so deutlich wie Deutschland. Weiter sagte Wiese, er sehe im Bundestag „eine Mehrheit für eine Impfpflicht“. Die sei auch sinnvoll, wenn das Impfregister noch nicht aufgebaut sei. Das brauche Zeit, die man nicht habe, denn Ziel sei jetzt „über den kommenden Herbst und Winter zu kommen“, so Wiese im Inforadio. Wiese: Impfpflicht muss erst mal ohne Register kommen Wiese sieht eine Mehrheit für eine Impfpflicht im Bundestag. Diese könne man aber nicht abhängig von der Einführung eines Registers machen, meint er. „Wer das Impfregister zur Bedingung für eine Impfpflicht macht, der wird im kommenden Herbst und Winter wieder Beschränkungsmaßnahmen haben“, sagte er nach der Debatte am Mittwoch im Bundestag. Er selbst spricht sich für eine Impfpflicht ab 18 Jahren aus. Im Februar werde es konkrete Entwürfe der Vorschläge geben.

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– Corona-Pandemie – Türkische Stadt führt Impfpflicht für Geschäftsinhaber ein

Aufgrund der steigenden Infektionszahlen haben die Behörden in Karamürsel, in der nordwesttürkischen Provinz Kocaeli, drastische Maßnahmen ergriffen.

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Holocaust
„Leugnung und Verharmlosung des Holocaust entschieden entgegentreten“

Berlin – Anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar erklärt Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte: „80 Jahre nach der Wannseekonferenz, mit der die systematische Ermordung jüdischer Männer, Frauen und Kinder, von Sinti* und Rom* und unzähligen weiteren Menschen organisiert wurde, wird immer noch der Holocaust verharmlost oder schlichtweg geleugnet. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat jetzt am 20. Januar, dem Tag, an dem vor 80 Jahren die Wannseekonferenz stattfand, eine Resolution gegen die Leugnung des Holocausts und die Verfälschung seiner Geschichte verabschiedet. Zu Recht betont sie: Die Leugnung und die Verharmlosung des Holocaust sind Formen von Antisemitismus. Die Erinnerung an die Shoah muss auch deshalb wachgehalten werden, um zu verhindern, dass ein solches Menschheitsverbrechen wieder begangen wird. Jeglicher Leugnung und Verharmlosung des Holocaust müssen Staat und Gesellschaft daher entschieden entgegentreten. Das gilt für alle derartigen Äußerungen, ob sie in den sozialen Medien oder auf Demonstrationen getätigt werden. Den Holocaust verharmlost auch, wer die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie, die demokratisch legitimierte Parlamente und Regierungen in Bund und Ländern ergriffen haben, mit der nationalsozialistischen Judenverfolgung gleichsetzt. Auch die Gleichsetzung der Politik Israels mit der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik und dem Völkermord an den Juden verharmlost den Holocaust und ist antisemitisch. Der Verharmlosung und Leugnung des Holocaust entgegenzutreten heißt, solche Äußerungen zurückzuweisen, zu sanktionieren und zu verhindern. Politikerinnen und Politiker, die Medien und zivilgesellschaftliche Akteure sind aufgerufen, Fälle von Verharmlosung und Leugnung des Holocaust anzuprangern und mit aller Schärfe zu verurteilen. Die Ordnungsbehörden müssen die Leugnung und Verharmlosung des Holocaust unterbinden, und die Gerichte müssen sie ahnden. Die Social Media-Unternehmen schließlich sollen – so die UN-Generalversammlung – die Leugnung oder -Verharmlosung des Holocaust aktiv bekämpfen und die Meldung solcher Inhalte erleichtern. Die Erinnerung an den Holocaust wachzuhalten, ist bleibende Verantwortung von Staat und Gesellschaft in Deutschland gegenüber den Ermordeten, den Überlebenden und ihren Nachfahren. Sie ist zugleich das Fundament unseres demokratischen Rechtsstaats.“

Internationale Küche
Veganes Essen in der türkischen Küche

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Die türkische Küche wird in Deutschland in erster Linie mit Döner und Kebab assoziiert. Doch tatsächlich gehört sie zu den vielfältigsten Küchen der Welt und hat auch Veganern eine Riesenpalette an köstlichen Suppen, Hauptgerichten, Beilagen, Salate und Mezes zu bieten, die nicht nur geschmacklich überzeugen, sondern auch oft sehr einfach zuzubereiten sind. Gericht, Mahlzeit, Lebensmittel, produzieren, Gemüse, Küche, asiatisches Essen, Oliven, vegetarisches Essen, Curry, Fenchel, Couscous, Kichererbsen, Zitrussaft, Kostenlose foto In PxHere Vegane Vielfalt Immer mehr Menschen interessieren sich nicht nur aus ethischen und ökologischen Gründen für die vegane Ernährung, sondern auch aus gesundheitlichen Bedenken. Sogar Sportler wie Lewis Hamilton, Serena Williams oder Lionel Messi, die sich für den Erfolg proteinreich ernähren müssen, haben laut Betway Sportwetten von der pflanzen-basierten Ernährung profitiert. Die Zahlen sprechen für sich. Seit einigen Jahren gehen sowohl die Fleischproduktion als auch der Fleischkonsum in Deutschland zurück. Viele internationale Küchen, die in Deutschland Fuß gefasst haben, bieten Veganern köstliche Alternativen an, weshalb Sorgen über ausreichend leckere Rezepte zum Kochen meist unbegründet bleiben. Unter ihnen befindet sich auch die türkische Küche, die jenseits vom Döner und Kebab eine große Auswahl an Speisen aus Gemüse und Hülsenfrüchte auftischt. Besonders beliebte Gemüsesorten sind Auberginen, Zucchini, Paprika und Tomaten. Häufig verwendete Hülsenfrüchte sind dagegen Bohnen, Linsen und Kichererbsen. Als Beilage wird oft Reis oder Bulgur serviert, die anders als in Deutschland vor dem Kochen oft in Öl angedünstet werden. Mezes, die ähnlich wie die spanischen Tapas serviert werden, sowie Salate sind traditionelle Begleiter einer Mahlzeit und bestehen oft aus pflanzlichen Zutaten.
(Foto: betway)
Simple, aber lecker Eine besonders beliebte vegane Suppe aus der türkischen Küche ist die Linsensuppe, die hauptsächlich aus roten Linsen und zerhackte Zwiebeln hergestellt wird. Je nach Rezept können auch Möhren, Kartoffel und Knoblauch hinzugefügt werden. Etwas aufwendiger ist die Ezogelin-Suppe, deren Hauptbestandteile neben roten Linsen, Bulgur und Reis sind. Wer etwas Spezielles ausprobieren möchte, sollte sich an die Schwarzkohlsuppe, eine typische Speise aus der Schwarzmeerregion der Türkei, wagen. Sie besteht hauptsächlich aus weißen Bohnen und dem Superfood Schwarzkohl, die zusammen die Vorspeise zum Eiweiß- und Vitamin-C-Lieferant verwandeln. Vegane Hauptgerichte, die häufig mit Reis oder Bulgur serviert werden, sind ebenfalls ein fester Bestandteil der türkischen Küche. Kichererbsen-, Bohnen- und Linseneintöpfe, die einfach mit Zwiebeln und Tomatenmark zubereitet werden, zählen zu den praktischsten Speisen der Küche. Auch Gemüsegerichte werden oft nach diesem Prinzip hergestellt. Ein köstliches Beispiel hierfür ist Türlü alias türkisches Allerlei. Es besteht einfach aus angedünstete Saisongemüse, die dann in einer Tomatensoße langsam gekocht wird, sodass alle Geschmäcker aus Gemüse und Gewürzen zusammen ein leichtes, aber köstlich warmes Gericht bilden. Für Veganer, die kalte und lauwarme Speisen bevorzugen, sind türkische Mezes und Salate eine großartige Option. Lecker ist der traditionelle Auberginensalat aus gegrillten Auberginen, Paprika, Tomaten und viel Knoblauch. Auch der Kisir sollte in der Speiseliste eines Veganers nicht fehlen. Der Bulgur-Salat beinhaltet hauptsächlich feinen Bulgur, Tomaten- und Paprikamark, Zwiebeln, Tomaten und Petersilie und wird oft mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Zitronensaft kräftig gewürzt. Zudem sind gefüllte Gemüse und halbwarme Gemüsespeisen in Olivenöl eine große weite Welt aus der türkischen Küche, die von fortgeschrittenen Köchen nicht unentdeckt bleiben sollten. Die türkische Küche ist allgemein bekannt für ihre Fleischgerichte. Daneben besitzt sich jedoch eine Riesenpalette aus veganen Speisen, die mit simplen Methoden aus Gemüse und Hülsenfrüchte hergestellt werden. Jeder Mensch, der einen Schritt in Richtung Veganismus wagen möchte, aber Bedenken hinsichtlich Rezeptalternativen hat, sollte einen Blick in die türkische Küche werfen. Mit Sicherheit wird jeder etwas für sich entdecken.

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– Internationale Küche – Türkei: Uşaks Tarhana-Suppe soll die Welt erobern

Die in der türkischen Küche sehr beliebte Tarhana-Suppe (Tarhana Çorbası) wird gebietsweise unterschiedlich zubereitet und ist ein urtürkisches Gericht, das auf die umherziehenden Nomadenstämme zurückgeht.

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Handel im Netz
E-Commerce: Trends für 2022

E-Commerce wird in den letzten Jahren immer beliebter und das auf einer globalen Skala. Die weitgestreuten Fortschritte in Sachen Technologie machen den Handel im Netz immer zugänglicher für Käufer und Verkäufer. Die sich bietenden Möglichkeiten im Internet sind schier unendlich und das Umsteigen beziehungsweise Ergänzen eines Online-Shops ist unerlässlich, um weiterhin konkurrenzfähig zu sein. Auch in Deutschland steigt der Umsatz im Online-Handel seit einigen Jahren regelmäßig an. Vor allem die Ausnahmesituation der letzten Monate hat diese Entwicklung nochmals verstärkt. Für Unternehmen wird die Präsenz und der Handel im Internet folglich immer wichtiger. So betrug der Umsatz hierzulande im vergangenen Jahr knapp 110 Milliarden Euro. Prognosen vermuten 2022 das Knacken der 120-Milliarden-Euro-Marke und sehen das Wachstum bis 2025 auf fast 168 Milliarden Euro ansteigen – Zahlen, welche die Wichtigkeit des E-Commerce eindrucksvoll unterstreichen. Doch wie alles in unserer heutigen, digitalen Zeit und vor allem im Internet, wandelt sich die Umgebung rasant. Trends kommen und gehen teilweise im Monatsrhythmus und wer sie frühzeitig erkennt, hat einen enormen Vorteil gegenüber den Mitbewerbern. Auch in diesem Jahr müssen sich Online-Händler auf einiges einstellen. Die wichtigsten Trends, haben wir herausgesucht. Mobile Geräte im Fokus Die Verknüpfung der Gesellschaft mit dem Internet wächst stetig. Eine Entwicklung, die besonders in der jüngeren Vergangenheit zu beobachten ist, ist die steigende Präferenz für mobile Geräte. In den verschiedensten Branchen fällt dieser Trend auf und Unternehmen reagieren mit breiteren Angeboten für den mobilen Markt. Besonders die Gaming-Industrie ist von diesem Wandel betroffen und Smartphone und Tablet stellen in vielen Altersgruppen die beliebteste Plattform dar. Games, die vorwiegend im Browser gespielt werden, kommen per App und mit einer optimierten Website auf mobile Endgeräte. Seriöse Online Casinos haben diesen Aspekt früh erkannt und bieten ihr Repertoire vermehrt für tragbare Geräte an. Neben dieser Branche sind es häufig auch alltägliche Angelegenheiten wie der Gang zur Bank oder zum Amt, die mittlerweile per Smartphone und Co. durchgeführt werden können. Dementsprechend ist auch der Online-Handel auf mobilen Geräten populärer als je zuvor. Über 70% des globalen E-Commerce-Umsatzes wurden im letzten Jahr mobil umgesetzt. Eine gute Handhabung und User-Experience auf mobilen Geräten sind also auch in diesem Jahr wichtiger denn je. Online-Verkäufe steigen weiter an Wie bereits erwähnt, befindet sich der E-Commerce seit einiger Zeit im Aufschwung. Auch in diesem Jahr wird es nicht anders sein und die Umsätze und getätigten Transaktionen werden weiter zunehmen. Vor allem während der besonderen Umstände der vergangenen Monate, haben mehr Menschen die Vorteile des Online-Shoppings erkannt. Große Auswahl, schnelle Lieferungen und meist gute Preise machen es für viele zu bevorzugten Art des Einkaufens. Bei einer Befragung 2020 gaben über 80% der Befragten an, auch weiterhin im Internet shoppen zu wollen. Das Potenzial und die Chancen, die sich damit für Händler bieten, sind enorm. Ein wichtiger Aspekt, der bei dieser Entwicklung jedoch nicht vergessen werden sollte, ist das wachsende Angebot im Netz. Wer erfolgreich einen Online-Handel betreiben möchte, muss sich von der Masse absetzen. Schließlich konnten Online-Marktplätze wie Ebay oder Amazon in den vergangenen zwei Jahren zehntausende neue Händler registrieren. Um bei diesen Dimensionen konkurrenzfähig zu bleiben, muss das eigene Geschäft stets in Bewegung sein und auf Einflüsse reagieren. Einfluss von Social Media Soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram gehören inzwischen zum absoluten Alltag. Allein 2021 waren es weltweit fast 4,5 Milliarden aktive Nutzer und damit mehr als die Hälfte aller Menschen auf dem Planeten. Social Media ist bereits seit Längerem unerlässlich, um nicht den Anschluss an die Spitze der Wettbewerber zu verlieren. Wer das unglaubliche Potenzial der Plattformen nicht nutzt, büßt teils enorme finanzielle Vorteile ein. Neben der Omnipräsent der sozialen Medien hat sich aber auch ihr Einfluss auf die heutige Kultur geändert. So werden die Netzwerke immer wichtiger und prägen maßgeblich die Kaufentscheidung der Verbraucher. Laut GlobalWebIndex (GWI) ist es für 71 % der Verbraucher wahrscheinlicher, dass sie Produkte und Dienstleistungen allein aufgrund von Empfehlungen in den sozialen Medien kaufen. Des Weiteren zeigen Studien, dass Kunden, die soziale Medien während ihres Einkaufsprozesses nutzen, mit viermal höherer Wahrscheinlichkeit mehr für ihre Einkäufe ausgeben als diejenigen, die dies nicht tun. Dementsprechend wichtig ist die effektive Nutzung von Social Media, als ergänzendes Element zum E-Commerce. Umweltfaktoren Glücklicherweise steigt das Bewusstsein für Umweltangelegenheiten und Nachhaltigkeit in letzter Zeit stark an. Personen, Unternehmen und Regierungen erkennen die Notwendigkeit zu handeln und einen Teil dazu beizutragen, der Umwelt weniger Schaden zuzufügen. Gipfeltreffen und Konferenzen der größten Politiker weltweit zeigen, dass es offenkundig einer der Hauptpunkte ist, wenn es um die Zukunft des Planeten geht. Auch für die Kunden selbst gewinnt dieses Kriterium an Wichtigkeit und nachhaltige Ansätze sind eines der Hauptargumente für die Kaufentscheidung. Dabei spielen Dinge wie recycelte Verpackungen, umweltschonender Versand und der CO2-Fußabdruck des Unternehmens eine wichtige Rolle. Umfragen ergaben, dass Kunden die regelmäßig im Netz shoppen ihre Einkaufsgewohnheiten häufiger überdenken und hinterfragen als vor der Ausnahmesituation. Dementsprechend ist es nicht nur sinnvoll, den eigenen Shop nachhaltig zu gestalten, auch die transparente Kommunikation dieser Ansätze ist wichtig. Kunden schätzen die Bemühungen und neigen mit höherer Wahrscheinlichkeit zu einem wiederholten Einkauf. Regionales Einkaufen Mit dem unaufhaltsamen Voranschreiten des E-Commerce, wird es für den stationären Einzelhandel zunehmend schwieriger. Das gilt nicht nur für kleine örtliche Läden, sondern auch für gut gelegene größere Geschäfte auf Einkaufsmeilen und Fußgängerzonen. Eine nicht unbedeutende Anzahl an Läden musste deshalb ihre Pforten schließen. Folglich riefen die lokalen Unternehmer zum vermehrten regionalen Shoppen auf, eine Kampagne, die Erfolg zeigt. So steigt die Bereitschaft der Kunden an, lokale Händler zu unterstützen und bei eigenständigen Geschäften einzukaufen, anstatt bei großen Konzernen. So wird aus der Gefahr als stationärer Laden einzugehen die Möglichkeit, das riesige Potenzial des E-Commerce zu nutzen und damit wachsen zu können. Immerhin hat in der heutigen, onlineaffinen Welt jeder die Chance, online zu handeln. Die Digitalisierung und der E-Commerce sollten daher als Gelegenheit für den Einzelhandel gesehen werden und nicht als Bedrohung.

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