Imamoglu-Anschlag
Erdogan-Sprecher verurteilt Angriff auf Imamoglu

Ankara – Erdogan-Sprecher Ibrahim Kalin hat den Angriff auf den Bürgermeister Istanbuls in der osttürkischen Stadt Erzurum scharf verurteilt. Der Wahlkampfbus des Bürgermeisters von Istanbul und Vizepräsidentschaftskandidaten der oppositionellen CHP, Ekrem İmamoğlu, wurde während einer Kundgebung in der östlichen Provinz Erzurum von einer Gruppe von Menschen mit Steinen angegriffen. Dabei seien Berichten zufolge 12 Menschen verletzt worden, darunter auch Kinder. In einem Interview mit dem TV-Sender Habertürk sagte Kalin, dass „so eine Tat nicht akzeptabel“ sei.

Es gab eine Reihe trauriger Ereignisse. Die Sicherheit von Leben und Eigentum aller hat für uns im Wahlprozess oberste Priorität. Unabhängig davon, welcher Partei oder Gruppe sie angehören. Es ist das erste Mal, dass ein solcher Vorfall passiert ist in Erzurum Es ist bedauerlich, dass es zu einem solchen Vorfall gekommen ist.

Der Auftritt habe jedoch nicht in dem von der Stadt vorgegebenen Ort stattgefunden und aus einem geplanten Treffen mit Händlern

Kalin:

„Die Orte, an denen die Kundgebung stattfinden soll, werden vom Landeswahlausschuss ausgewählt. Man darf nicht auftreten wo man möchte. Bei dem heutigen Vorfall war Imamoglus Bitte, eine Kundgebung an einem anderen Ort in der Stadt anstatt auf dem Kundgebungsgelände abzuhalten, abgelehnt worden. Die Gemeinde lehnte ab, weil es kein Versammlungsort sei. Danach hieß es, es gäbe einen Besuch bei den Händlern. Viele Polizisten waren im Einsatz. Aus dem Besuch bei den Händlern wurde eine Kundgebung. Eine Gruppe griff diese Kundgebung mit Steinen an. Das ist nicht akzeptabel. Das Gouverneursamt arbeitet daran, den genauen Vorfall aufzuklären.“

Zum Thema

– Angriff auf Imamoğlu – Türkei: Prominente verurteilen Angriff auf Istanbul-Bürgermeister

Prominente und Influencer haben den Angriff auf den Bürgermeister von Istanbul scharf verurteilt. Bei dem Angriff wurde Medienberichten zufolge auch ein Kind verletzt.

Türkei: Prominente verurteilen Angriff auf Istanbul-Bürgermeister

Angriff auf İmamoğlu
Türkei: Prominente verurteilen Angriff auf Istanbul-Bürgermeister

Istanbul – Prominente und Influencer haben den Angriff auf den Bürgermeister von Istanbul scharf verurteilt. Bei dem Angriff wurde Medienberichten zufolge auch ein Kind verletzt. Der Wahlkampfbus des Bürgermeisters von Istanbul und Vizepräsidentschaftskandidaten der oppositionellen CHP, Ekrem İmamoğlu, wurde während einer Kundgebung in der östlichen Provinz Erzurum von einer Gruppe von Menschen mit Steinen angegriffen. İmamoğlu sagte, er werde Strafanzeige gegen den Gouverneur und die Sicherheitskräfte erstatten, weil sie den Angriff nicht verhindert hätten, und fügte hinzu, er habe gesehen, dass 10-15 seiner Anhänger verletzt worden seien. In seiner Rede auf dem Dach des Busses rief İmamoğlu die Bürger auf, angesichts des Anschlags ruhig zu bleiben.
„Wir werden hier bleiben, bis wir die Sicherheit der Bürger gewährleisten können. Wir werden nirgendwo hingehen. Sie werfen Steine auf die Köpfe von Frauen, auf Menschen mit türkischen Flaggen in ihren Händen. Sie beleidigen Menschen mit türkischen Fahnen in den Händen. Herr Polizeipräsident, Herr Gouverneur, wir werden gegen Sie alle Strafanzeige erstatten. Hören Sie, ich setze die Stadtrundfahrt fort, um den Frieden hier zu sichern. Diejenigen, die gekommen sind, um mir zuzuhören, sollen nicht die Steine zurückwerfen. Bleiben Sie ruhig. Die Polizei muss für eure Sicherheit sorgen. Die Polizei schaut zu, ich sehe die Polizei. Ich sehe euch alle. Ich werde gegen euch alle Strafanzeige erstatten“.
Auch der CHP-Vorsitzende und Präsidentschaftskandidat Kemal Kılıçdaroğlu äußerte sich u dem Vorfall mit einem Video auf Twitter: „Es gibt eine militaristische (Regierungs-)Koalition, die aus Mafias, Militanten, SADAT-Anhängern, Drogenhändlern, die Sinan Ateş getötet haben, Fünferbanden und (der Hisbollah) besteht. Das sind die Leute, die heute unseren Bürgermeister Ekrem angegriffen haben. Ihr Ziel ist es, unser Volk zu verängstigen. Die Türkei ist das Land der vernünftigen Mehrheit. Die Mehrheit wird diesem Übel ein Ende setzen. Meine lieben Bürgerinnen und Bürger. Konzentrieren Sie sich auf den 14. Mai (Wahlen). Seien Sie nicht wütend, seien Sie nicht beleidigt. Lieben Sie Ihr Volk, umarmen Sie Ihr Herz. Werde bald wieder gesund, mein Sohn Ekrem. Der Wandel im Land hat seinen Preis, und wir sind alle bereit, ihn zu zahlen.“ Am 14. Mai finden in der Türkei Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt. Die Wahlen erfolgen damit nur drei Monate nach dem verheerenden Erdbeben, das allein in der Türkei mehr als 50.000 Menschen getötet und Hunderttausende vertrieben und obdachlos gemacht hat

Ein Großteil der Opposition hat sich zu einem Sechser-Bündnis formiert, das von der CHP angeführt wird. Erdogan tritt mit seiner islamisch-konservativen AKP im Bündnis mit der nationalistischen MHP und der kleinen BBP an und erhofft sich eine weitere Amtszeit als Präsident.

Ukraine-Krieg
Russland verspricht Wagner-Chef Prigoschin mehr Munition

Moskau – Der Chef der russischen Söldnergruppe Wagner sagte, er habe „eine Zusage“ für mehr Munition erhalten, nachdem er Anfang der Woche gedroht hatte, seine Kämpfer aus der ukrainischen Stadt Bakhmut abzuziehen. „Sie haben uns versprochen, uns alle Munition und Waffen zu geben, die wir für die Fortsetzung der Operationen benötigen“, sagte Jewgeni Prigoschin am Sonntag. Er fügte hinzu, dass den Kämpfern in der Umgebung von Bakhmut zugesichert worden sei, „dass alles Notwendige zur Verfügung gestellt wird“ und dass General Sergej Surowikin von nun an „alle Entscheidungen bezüglich der militärischen Operationen von Wagner in Zusammenarbeit mit dem Verteidigungsministerium“ treffen werde. „Er ist der einzige dekorierte General, der weiß, wie man kämpft“, sagte Prigoschin. In einer Reihe von außergewöhnlichen Videos sagte Prigoschin am Freitag, er werde seine Kämpfer aus Bakhmut zurückziehen, „um unsere Wunden zu lecken“ und zu vermeiden, „dass wir einem sinnlosen Tod ins Auge sehen“, nachdem er wütend Kremlbeamte beschuldigt hatte, Munition zurückzuhalten. „Am 10. Mai 2023 müssen wir unsere Stellungen in Bakhmut an Einheiten des Verteidigungsministeriums übergeben und die Wagner-Einheiten in entlegene Lager zurückziehen, um unsere Wunden zu lecken“, sagte Jewgeni Prigoschin in einer Erklärung auf Telegramm. „Ich werde die Wagner-Einheiten aus Bakhmut abziehen, weil sie mangels Munition einem sinnlosen Tod entgegensehen“, sagte er und fügte hinzu, dass er auf „Befehle zum Verlassen von Bakhmut“ warte. Am frühen Freitagmorgen veröffentlichte Prigoschin ein schockierendes Video, in dem er umgeben von den Leichen der Wagner-Kämpfer zu sehen ist. Russische Truppen und Kämpfer des privaten Militärunternehmens Wagner versuchen seit Monaten, Bakhmut einzunehmen – trotz des fragwürdigen strategischen Werts der Stadt. Westliche Experten gehen davon aus, dass Tausende von russischen und Wagner-Soldaten bei den Kämpfen getötet wurden, und die ostukrainische Stadt ist zu einer symbolischen Beute geworden. Der Kreml hat sich zu Prigoschins jüngster Erklärung nicht geäußert. Wagner hat seine eigenen Befehlshaber, Ziele und Motivationen, und Prigoschin wird weithin nachgesagt, dass er eigene innenpolitische Ambitionen hat. Verteidigungsminister Sergej Schoigu und Generalstabschef Waleri Gerassimow standen oft im Mittelpunkt seines Zorns inmitten von Berichten über Machtkämpfe zwischen verschiedenen Gruppen im Umfeld von Wladimir Putin.

Türkei-Wahlen
CHP-Wahlbüro: Syrisches Kind mit heißem Tee übergossen

Bursa – Ein Mitarbeiter eines Wahlbüros der größten Oppositionspartei CHP, der einen syrischstämmigen Jungen geschlagen und mit heißem Tee übergossen hatte, wurde festgenommen. Der zehnjährige Junge hatte versehentlich mit einem Fähnchen der regierenden AKP ein Wahlbüro der CHP in der westtürkischen Stadt Bursa betreten.

„Er hat mich zuerst rumgeschubst und angeschrien und dann den heißen Tee auf mich geschüttet. Beim Rauslaufen habe ich meinen Schuh verloren, diesen hat er mir noch hinterher geschmissen“, so der zehnjährige Yazan El Yasin.

Zuhause hätten ihn Zeugen des Vorfalls aufgesucht und ihn ins Krankenhaus gebracht, wo sie auch für die Behandlung bezahlt hätten. Die Mutter bedankte sich gegenüber Medien bei ihnen. Später hätten sie Parteifunktionäre der CHP besucht und ein Video mit dem Jungen drehen wollen, in dem er sagt, dass er den Tee selbst verschüttet habe, so Nesrin El Yasin, Mutter des Jungen.

Oppositionelle Politiker schüren mit fremdenfeindlichen Äußerungen schon seit Jahren die Ängste in der Bevölkerung. Noch in der vergangenen Woche versprach CHP-Chef Kemal Kilicdaroglu alle Syrer abzuschieben falls sie an die Macht kommen sollten.

Am 14. Mai finden in der Türkei Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt. Die Wahlen erfolgen damit nur drei Monate nach dem verheerenden Erdbeben, das allein in der Türkei mehr als 50.000 Menschen getötet und Hunderttausende vertrieben und obdachlos gemacht hat

Ein Großteil der Opposition hat sich zu einem Sechser-Bündnis formiert, das von der CHP angeführt wird. Erdogan tritt mit seiner islamisch-konservativen AKP im Bündnis mit der nationalistischen MHP und der kleinen BBP an und erhofft sich eine weitere Amtszeit als Präsident.

Zum Thema

– Tanju Özcan – Türkei: Oberbürgermeister lässt rassistische Plakate gegen Syrer anbringen

Der Oberbürgermeister der türkischen Stadt Bolu, hat mit rassistischen Plakaten syrische Flüchtlinge aufgefordert, das Land zu verlassen.

Türkei: Oberbürgermeister lässt rassistische Plakate gegen Syrer anbringen


Symbol „Von der Community überprüft“

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Elektromobilität
Türkei: Erstes TOGG Polizeiauto im Einsatz

Istanbul – Das türkische E-Auto TOGG ist nun auch als Polizeiauto im Einsatz. Am Samstag nahm TOGG in Istanbul als Eskorte für Innenminister Süleyman Soylu seinen Dienst auf.  Es ist das erste türkische E-Auto und mit fast 180.000 Vorbestellungen bereits ein voller Erfolg. Auf Twitter teilte Soylu stolz Fotos und Videos des neuen Fahrzeugs. Türkisches E-Auto Die Türkei hatte ihr Projekt im Jahr 2018 gestartet und begann im vergangenen Oktober mit der Massenproduktion. Hinter dem Elektroauto-Start-Up steht ein mächtiges Konsortium türkischer Unternehmen und Wirtschaftsorganisationen, das aus der Anadolu Grubu Holding A.Ş., BMC Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.Ş., Turkcell İletişim Hizmetleri A.Ş., Zorlu Holding A.Ş. und der Union der Kammern und Warenbörsen der Türkei TOGG wird in zwei Ausstattungsvarianten und zwei Batterieoptionen erhältlich sein. Mit 160 kW/218 PS und 350 Nm Drehmoment wird der T10X RWD (Heckantrieb) eine Reichweite von 314 bzw. 523 Kilometern haben. Das Fahrwerk verfügt laut Auto Motor und Sport rundum über Einzelradaufhängung mit MacPherson-Federbeinen vorn und Multilink-Achse hinten. Die innenbelüfteten Scheibenbremsen, sieben Airbags sowie ein stabiles, verwindungssteifes Chassis haben beim EuroNCAP-Crashtest für eine Fünf-Sterne-Wertung gesorgt. Wie Auto Motor und Sport weiter berichtet, bietet das türkische E-Auto im Innenraum einen zentralen 29-Zoll-Smart-Touchscreen, ein 12 Zoll großes Instrumentendisplay, einen zentralen 29-Zoll-Smart-Touchscreen und eine bordeigene Kamera.  Teil der Grundausstattung sind auch eine 4G-Internetverbindung und WiFi-Hotspots. Der TOGG verzichtet demnach fast vollständig auf traditionelle Schalter und setzt stattdessen auf Sprachsteuerung, Dreh-Drück-Stellknopf in der Mittelkonsole sowie Touchscreens. Produziert werden die Elektrofahrzeuge in einem neuen Werk nahe Gemlik, in der Region Bursa, das Ende Oktober nach etwas mehr als zwei Jahren Bauzeit offiziell eröffnet wurde. „Wir haben uns von Anfang an vorgenommen, mehr als nur ein Auto zu bauen. Als wir uns vor vier Jahren aufmachten, hatten wir zwei strategische Ziele. Das erste war, mit TOGG eine weltweit wettbewerbsfähige Marke für Mobilitätstechnologie zu entwickeln. Unser zweites Ziel war die Schaffung eines offenen und zugänglichen Ökosystems rund um unsere intelligenten Geräte und digitalen Produkte zu schaffen, bei dem der Nutzer im Mittelpunkt steht“, so TOGG-Chef Gürcan Karakaş.

Sarajewo
Bosnien gedenkt 1.601 ermordeten Kindern

Sarajewo – Die Einwohner von Sarajevo gedachten am Freitag den 1.601 Kinder, die während des Bosnienkriegs von 1992 bis 1996 der Belagerung von Sarajewo zum Opfer fielen. Die gleiche Anzahl von Schülergruppen, die 1601 ermordete Kinder repräsentierten, traten bei der Zeremonie mit Liedern auf. Fikret Grabovica, Vorsitzender der Vereinigung der Eltern von Kindern, die während der Belagerung von Sarajewo getötet wurden, sagte, dass die Täter nicht bestraft und keiner von ihnen überhaupt verfolgt wurde. Wir wollen erklären, dass das Böse, das wir erlebt haben, niemandem passieren darf und dass Frieden und Freiheit für alle wichtig sind, fügte er hinzu, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. Die Präsidentin der Vereinigung der Kriegsopfer, Amerisa Ahmetovic, sagte, es sei mehr Arbeit nötig, um die Gedenkkultur zu stärken. „Das Wichtigste bei all dem ist, unseren Kindern, den künftigen Generationen, zu erzählen, was geschehen ist, sie ständig zu informieren und vor den Übeln zu warnen, die während des Krieges geschehen sind“, so Ahmetovic. Die berüchtigte Belagerung von Sarajewo begann im April 1992, vor mehr als 32 Jahren. Die Stadt wurde täglich bombardiert, und Scharfschützen töteten Zivilisten, die keinen Platz zum Verstecken hatten. Viele der wichtigsten kulturellen Einrichtungen der Stadt, historische Denkmäler, Sportstätten und die gesamte soziale und wirtschaftliche Infrastruktur wurden zerstört oder schwer beschädigt. Die einfachen Bürger, die bereits unter den Entbehrungen durch die Unterbrechung der Gas-, Strom- und Wasserversorgung litten, gerieten nicht nur ins Kreuzfeuer, sondern wurden auch gezielt mit Granaten und Scharfschützen beschossen. Der Schutz von Sarajewo ist nach wie vor eines der größten Versäumnisse der UN-Friedensmissionen, was dazu beigetragen hat, dass die Stadtbewohner der Organisation heute ablehnend gegenüberstehen. Die Belagerung war die längste in der modernen Geschichte Europas und dauerte fast vier Jahre, fast doppelt so lange wie die Belagerung von Stalingrad. Aufgrund der bergigen Landschaft rund um die Stadt war Sarajewo der Gnade der serbischen Armee ausgeliefert. Einem Bericht zufolge wurden 11.541 Zivilisten, darunter 1.601 Kinder, getötet und mehr als 50.000 verletzt. Täglich wurden durchschnittlich 329 Mörsergranaten auf Sarajewo abgefeuert und insgesamt mehr als 500.000 Bomben abgeworfen. All dies hinterließ natürlich Spuren im Gesicht der Stadt und bei den Menschen, die all diese Schrecken erlebten. Die UN-Friedensmission, die zur Rettung der Stadtbewohner eingerichtet wurde, konnte die Bürger nur unzureichend mit Nahrungsmitteln und Wasser versorgen.

Wohnungsnot
Berlin plant 1,5 Milliarden Euro für sozialen Wohnungsbau

Berlin – Das Land Berlin will seine Mittel für den sozialen Wohnungsbau verdoppeln. Das kündigte Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler (SPD) im Interview mit rbb24 Recherche an. „Wir wollen 5.000 Wohnungen pro Jahr fördern und dafür werden wir in der Summe perspektivisch jährlich 1,5 Milliarden Euro bereitstellen“, sagte Gaebler dem rbb. Bisher lag das jährliche Fördervolumen bei 740 Millionen Euro. CDU und SPD haben sich im Koalitionsvertrag auf ein neues Fördermodell geeinigt, das auf die Bezieher mittlerer Einkommen zielt. Es soll laut Gaebler noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden. Bisher haben viele Normalverdiener, wie zum Beispiel Busfahrer oder Krankenpfleger, keinen Anspruch auf eine Sozialwohnung, wenn ihr Verdienst über den in Berlin geltenden Einkommensgrenzen für einen Wohnberechtigungsschein liegt. „Deswegen wollen wir mit dem zusätzlichen Förderweg für mittlere Einkommen diese Menschen erreichen“, sagte Gaebler. Gaebler rechnet damit, dass die Kaltmieten in dem neuen Fördermodell zwischen 9 und 11 Euro pro Quadratmeter liegen: „Wir gehen davon aus, dass das in der aktuellen Lage bezahlbar ist.“ Die Förderung von Sozialwohnungen für die unteren Einkommensgruppen soll wie bisher beibehalten werden.

„Dornröschen Kiss“
Eltern verurteilen „Küssen und Lecken“ in Tanzaufführung

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Köln – Nun wurde auch die Polizei eingeschaltet: Eine Tanzaufführung in einer Kölner Grundschule hat für entsetzte Eltern und irritierte Kinder gesorgt. Die dort auf der Bühne von zwei Tänzern gezeigten Berührungen seien für Kinder nicht angemessen, kritisierten Eltern. In der ersten Woche nach den Osterferien fand im Musikraum der Grundschule unter dem Namen „Dornröschen Kiss“ eine Theateraufführung statt, wie die BILD berichtet. Als ich meine Tochter aus der Schule abholte, erzählte sie mir davon. Weil ich prüfen wollte, ob das wirklich so stimmt, fragte ich bei den anderen Eltern nach. Sie bestätigten mir diese Handlungen. Ich verstehe bis heute nicht, welchen pädagogischen Aspekt das Ganze hatte so eine Mutter gegenüber der BILD. Ein Vater betont, dass es nichts mit Homophobie zu tun habe: Wir sind nicht homophob. Wir hätten genau so reagiert, wenn das gleiche ein Mann und eine Frau getan hätten. Zwei Künstler des Projektes von Tanzkünstler Alfred Zinola hätten demnach in der Aufführung Zungenküsse ausgetauscht und sich gegenseitig Füße und Nacken abgeleckt. Den Eltern habe die Schule in einem Schreiben mitgeteilt, dass die Kinder ein kritisches „Probepublikum“ waren. Man habe ihre Reaktionen testen wollen. Kinder sollen sich wohl geekelt haben und sind hinausgelaufen, wurden dann aber nach Angaben der Eltern wieder reingeschickt, zitiert die Rheinische Post einen Sprecher der Kölner Polizei. Wie die Schule mitteilte, fand das Tanzprojekt im Rahmen der Spitzenförderung NRW, einer mehrjährigen Förderung durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in der Woche vom 17. bis 21. April statt. Wie die Rheinische Post weiter berichtet, sei ein erster Teil des Tanzprojektes laut der Schule bereits im Dezember aufgeführt worden. Damals habe es jedoch sehr positive Rückmeldungen von allen Beteiligten gegeben. Vor Aufführung des zweiten Teils habe man jedoch versäumt, mit den Eltern über die Inhalte zu sprechen.

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– Sexueller Missbrauch von Kindern – Missbrauchsbeauftragter: „Kleinkinder werden vor laufender Kamera getötet“

Kriminelle Netzwerke kauften etwa in Tschechien Babys für 4000 Euro, die dann einzig zum Zweck der sexuellen Ausbeutung großgezogen würden.

Missbrauchsbeauftragter: „Kleinkinder werden vor laufender Kamera getötet“

Mexiko
Mexiko empfängt türkischen Schäferhund „Arkadaş“

Mexiko-Stadt – Weil Suchhund Proteo vom mexikanischen Rettungsteam bei den Bergungsarbeiten nach dem verheerenden Erdbeben im Februar starb, hat die Türkei Mexiko einen Schäferhundwelpen geschenkt. „Arkadaş“, was Freund bedeutet, wurde am Donnerstag bei einer feierlichen Zeremonie auf einem Militärstützpunkt in Mexiko-Stadt zusammen mit seinen neuen hündischen und menschlichen Kollegen stramm stehend in die Truppe aufgenommen. Der drei Monate alte Schäferhund wird sich der mexikanischen Hundeeinheit anschließen, die darauf spezialisiert ist, in den von Erdbeben und anderen Naturkatastrophen heimgesuchten Ländern Überlebende zu finden. Die Türkei hofft, dass der Welpe das Erbe von Proteo fortsetzen wird. „Proteo wird für immer ein Symbol der Freundschaft zwischen Mexiko und der Türkei sein“, sagte der türkische Botschafter Ilhan Tug bei seiner Rede. Arkadaş trug ein gepolstertes grünes Hundegeschirr mit einer winzigen mexikanischen Flagge. Der aufgeregte Welpe bellte, während aus den Lautsprechern die mexikanische Nationalhymne ertönte. „Dank meiner mexikanischen Freunde, die mich mit großer Zuneigung aufgenommen haben, verspreche ich, mein Bestes zu geben, um ein großartiger Such- und Rettungshund zu sein“, twitterte das mexikanische Verteidigungsministerium im Namen Arkadas. Als die Türkei und Syrien am 6. Februar von einem schweren Erdbeben heimgesucht wurden, entsandte Mexiko rasch Teams mit Rettungshunden, um die Menschen unter den Trümmern zu finden. Zu den eingesetzten Hunden gehörte auch Proteo, ein neunjähriger Schäferhund, dem es gelang, einen Mann und eine Frau unter den Trümmern zu finden. Proteo starb in der Türkei. Sein Trainer dementierte Gerüchte, wonach der Hund von herabfallenden Trümmern getroffen worden sei, und erklärte, er sei nach der langen Reise und der anstrengenden Suche nach Überlebenden bei hoher Kälte an „Erschöpfung“ gestorben. Seine sterblichen Überreste wurden nach Mexiko zurückgebracht, wo er in einer emotionalen Zeremonie geehrt wurde, bevor er beerdigt wurde.

Das Mega-Erdbeben am 6. Februar 2023 war ein Erdstoß mit Magnitude 7,8 im Südosten der Türkei und im Norden Syriens. Ein zweites Erdbeben am selben Tag erreichte Magnitude 7,5. Nach der Erdbebenkatastrophe wurden in beiden Ländern bis zum 22. April 2023 insgesamt mehr als 59.259 Tote geborgen und mehr als 125.000 Verletzte registriert.

 

Türkei-Erdbeben
Türkei: Experte schätzt Erdbebentote auf fast 100.000

Ankara – Das Mega-Erdbeben am 6. Februar 2023 war ein Erdstoß mit Magnitude 7,8 im Südosten der Türkei und im Norden Syriens. Ein zweites Erdbeben am selben Tag erreichte Magnitude 7,5. Nach der Erdbebenkatastrophe wurden in beiden Ländern bis zum 22. April 2023 insgesamt mehr als 59.259 Tote geborgen und mehr als 125.000 Verletzte registriert. Der Präsident der türkischen Architektenkammer hat zu den öffentlichen Angaben der Todeszahlen jedoch seine Zweifel geäußert. Eyüp Muhçu betonte in einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur Sputnik, dass die offiziellen Zahlen nicht die Wahrheit widerspiegelten und widesprüchlich seien.

 „Hier gibt es natürlich viele Widersprüche. In unseren Studien in der Region sagt die öffentliche Verwaltung, dass 50.500 Menschen ihr Leben verloren haben. Das ist die jüngste Erklärung des Ministeriums. Aber wir sind nicht die einzigen, die sagen, dass dies nicht der Realität entspricht. Viele Institutionen, Organisationen, Experten sagen dies. Denn in Anbetracht der Gründe, warum die Identität einiger Opfer nicht ermittelt werden konnte und es noch nicht beseitigte Trümmer in der Region gibt, können wir die Verluste viel höher einschätzen, wenn alle zerstörten Gebäudebestände und Schäden berücksichtigt werden“, so Muhçu. Er gehe von fast 100.000 Opfern aus.