Türkei-Wahlen
Cem Özdemir: Zugang zu deutschem Pass für Türken erleichtern

Osnabrück – Grünen-Politiker Cem Özdemir hat sich dafür ausgesprochen, in Deutschland lebenden Ausländern und insbesondere Türken den Zugang zum deutschen Pass zu erleichtern. Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) sagte Özdemir: „Ich würde mir wünschen, dass es uns gelingt, aus Ausländern Inländer zu machen, wenn sie unsere Sprache sprechen, sich zum Grundgesetz bekennen und hier ihren Lebensunterhalt verdienen. Dann gehören sie dazu.“ Immer noch sei es so, dass ein großer Teil der in Deutschland geborenen Kinder türkischer Eltern keine deutsche Staatsbürgerschaft erhalte. „Das heißt, wir produzieren immer noch inländische Ausländer“, so Özdemir. Die Migrationspolitik hierzulande sorge dafür, dass sich Teile der deutsch-türkischen Gemeinschaft dem türkischen Präsidenten Erdogan zuwendeten. Özdemir kritisierte in diesem Zusammenhang Versäumnisse: „Wenn man Leuten lange genug erzählt: ,Ihr gehört nicht hierzu‘, dann benehmen sie sich auch so.“ Der Sohn türkischer Einwanderer verwies auf seine eigene Biografie: „Nehmen Sie mich: Ich bin im Dezember 1965 geboren. Ich habe immer besser Schwäbisch als Türkisch gesprochen und war trotzdem 18 Jahre meines Lebens türkischer Staatsbürger – obwohl ich niemals mehr als sechs Wochen Urlaub im Sommer in der Türkei verbracht habe.“ Cem Özdemir zu Türkei-Wahl: Bei Erdogan-Sieg kommt es zu einer Auswanderungswelle Özdemir rechnet im Falle eines erneuten Wahlsieges des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan mit einer Auswanderungswelle aus der Türkei. „Wenn Erdogan die Wahl gewinnt, dann wird sich – das zeigen Umfragen – ein Großteil der Jugendlichen aus der Türkei verabschieden. Weil dann die Hoffnung auf eine bessere Entwicklung dahin wäre. so Özdemir gegenüber de NOZ. Oppositionelle, Journalisten und Wissenschaftlern „würde die Luft zum Atmen abgeschnitten“. Türken machen derzeit hinter Syrern und Afghanen die drittgrößte Gruppe der Asylantragsteller in Deutschland aus. Die derzeit in der Türkei laufende Wahl um das Präsidentenamt wirke tief in die deutsch-türkische Gemeinschaft hinein. Özdemir sagte: „Die Polarisierung, die wir in der Türkei haben und die im Fall eines Wahlsiegs von Erdogan noch massiver werden würde, hat sich auch hierzulande fortgesetzt.“

Lebensmittelwirtschaft
Fleischersatz: Produktion steigt um 72,7 Prozent

Ob Tofuwurst, Sojabratling oder Veggie-Burger – der Markt mit den vegetarischen oder veganen Alternativen zum Fleisch legt nach wie vor zu. Im Jahr 2022 produzierten die Unternehmen hierzulande im Vergleich zum Vorjahr 6,5 % mehr Fleischersatzprodukte, im Vergleich zum Jahr 2019 erhöhte sich die Produktion sogar um 72,7 %, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Im Jahr 2022 wurden 104 300 Tonnen Fleischersatzprodukte produziert, im Vorjahr waren es rund 97 900 Tonnen. Der Wert dieser Produkte erhöhte sich im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 17,3 % auf 537,4 Millionen Euro (2021: 458,2 Millionen Euro). Auch die Zahl der Unternehmen, die in Deutschland produzieren, erhöhte sich von 44 im Jahr 2021 auf 51 im vergangenen Jahr. Wert des produzierten Fleisches knapp 80 Mal so hoch wie der von Fleischersatzprodukten Trotz dieses Anstiegs fällt der Wert von Fleischersatzprodukten im Vergleich zu Fleischprodukten verhältnismäßig gering aus. Im Jahr 2022 betrug der Wert von in Deutschland produziertem Fleisch und Fleischerzeugnissen 42,4 Milliarden Euro – und damit knapp das 80-fache des Wertes der Fleischersatzprodukte. Im Jahr 2019 war der Wert von hierzulande produziertem Fleisch und Fleischerzeugnissen (40,1 Milliarden Euro) fast 150-mal so hoch wie der von Fleischersatzprodukten (rund 0,3 Milliarden Euro). Fleischkonsum in Deutschland auf Tiefstand In Deutschland wird seit Jahren immer weniger Fleisch verzehrt: Der Pro-Kopf-Verzehr lag nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Jahr 2022 bei 52,0 Kilogramm pro Kopf. Das war ein Rückgang um knapp 15 % gegenüber dem Jahr 2012 (60,9 Kilo pro Kopf) und der niedrigste Wert seit Beginn der Verzehrsberechnung im Jahr 1989.

Immobilien
Wohneigentum ist bis zu 15 Prozent günstiger als vor einem Jahr

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Wie in den meisten Großstädten sinken auch in vielen deutschen Städten mittlerer Größe die Kaufpreise von Wohnungen. In insgesamt 51 von 54 untersuchten Mittelstädten hat sich Wohneigentum im Vergleich zum Vorjahr vergünstigt. In 11 Städten liegt das Minus sogar im zweistelligen Prozentbereich. Das zeigt eine aktuelle Analyse von immowelt, in der die durchschnittlichen Angebotspreise von Bestandswohnungen (75 Quadratmeter, 3 Zimmer, 1. Stock, Baujahr 1990er-Jahre) in ausgewählten mittelgroßen Städten (50.000 bis 100.000 Einwohner) untersucht wurden. „Der Anstieg der Bauzinsen hat auch in den deutschen Mittelstädten zum Ende des Immobilienbooms geführt“, sagt Felix Kusch, immowelt Country Managing Director. „Nach jahrelangen Zuwächsen sinken die Preise für Wohneigentum in vielen mittelgroßen Städten nun spürbar. Für Käufer könnte das die Chance bieten, sich den Wunsch nach der eigenen Wohnung zu erfüllen. Zwar wird die Immobilienfinanzierung durch das hohe Zinsniveau erschwert, gleichzeitig ermöglicht der im Vergleich zur Niedrigzinsphase geringere Konkurrenzdruck aber auch Nachverhandlungen beim Preis.“ Stärkste Rückgänge in Schwerin, Lüneburg, Bayreuth und Lüdenscheid In der Spitze zahlen Wohnungssuchende in deutschen Mittelstädten derzeit 15 Prozent weniger für eine Eigentumswohnung als vor einem Jahr. Das ist etwa in Schwerin der Fall, wo der Quadratmeter aktuell im Mittel 2.476 Euro kostet. Vor 12 Monaten mussten Käufer in der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns noch mit 2.915 Euro pro Quadratmeter rechnen. In drei weiteren Mittelstädten sind die Angebotspreise von Bestandswohnungen ebenfalls um 15 Prozent eingebrochen: Im niedersächsischen Lüneburg kostet der Quadratmeter derzeit durchschnittlich 3.727 Euro, in Bayreuth im nördlichen Bayern sind es 3.531 Euro und im nordrhein-westfälischen Lüdenscheid 1.984 Euro. Sinkende Kaufpreise auch in teuren Städten Süddeutschlands Am teuersten sind Eigentumswohnungen in den Mittelstädten Süddeutschlands. Allerdings ist es auch hier zu spürbaren Preisrückgängen gekommen: In Konstanz, der kostspieligsten Stadt in der Analyse, zahlen Käufer gegenwärtig im Mittel 6.043 Euro pro Quadratmeter für eine Bestandswohnung – 6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Auch in anderen Mittelstädten Baden-Württembergs kostet Wohneigentum derzeit deutlich weniger als vor 12 Monaten, etwa in Tübingen (4.985 Euro; -9 Prozent), Böblingen (4.403 Euro; -11 Prozent) oder Friedrichshafen (4.388 Euro; -9 Prozent). Das gleiche gilt für mehrere hochpreisige Mittelstädte Bayerns. In Rosenheim, mit durchschnittlich 5.275 Euro pro Quadratmeter die zweitteuerste Stadt der Untersuchung, sind die Angebotspreise von Bestandswohnungen innerhalb eines Jahres im Schnitt um 7 Prozent zurückgegangen. In Landshut (4.760 Euro) und Neu-Ulm (4.041 Euro) beträgt das Minus jeweils 5 Prozent, in Bamberg (3.906 Euro) sind die Kaufpreise um 6 Prozent gefallen. Preiswerte Mittelstädte im Osten und in NRW Die günstigsten Eigentumswohnungen finden Käufer in den Mittelstädten Ostdeutschlands. Dort übersteigt das Wohnungsangebot oftmals die Nachfrage, was die ohnehin niedrigen Preise weiter sinken lässt. Gera in Thüringen ist mit 1.222 Euro pro Quadratmeter (-2 Prozent) die günstigste Mittelstadt der Analyse, gefolgt vom sächsischen Zwickau mit 1.259 Euro (-5 Prozent). Preiswertes Wohneigentum gibt es auch in mehreren mittelgroßen Städten Nordrhein-Westfalens: In Iserlohn (1.903 Euro; -7 Prozent), Marl (1.960 Euro; -3 Prozent) und Lüdenscheid (1.984 Euro; -15 Prozent) kosten Bestandswohnungen im Mittel weniger als 2.000 Euro pro Quadratmeter.

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– Immobilien – Türkei-Immobilien: Mieten – Kaufen – Bauen– Sanieren

Wer möchte nicht glücklich und ohne Kopfschmerzen in das neue Heim in der Türkei einziehen? Marina Bütün, die seit 2003 in der Türkei an der Westküste in der Provinz Muğla mit ihrem türkischen Mann lebt und dort 2005 eine Immobilien-Firma mit Schwerpunkt Bau von Einfamilienhäusern gründete, hat ihre Erfahrungen in einem Buch zusammengefasst.

Türkei-Immobilien: Mieten – Kaufen – Bauen– Sanieren

Türkei-Wahlen 2023
Türkei: Oppositionspolitiker Kılıçdaroğlu verspricht „blitzschnelles Internet“

Ankara – In einem am Dienstag veröffentlichten Video versprach der gemeinsame Präsidentschaftskandidat des Oppositionsbündnisses der „Allianz der Nation“, Kemal Kılıçdaroğlu, ein viel „blitzschnelles Internet“, falls er an die Macht kommen sollte. Er versprach eine Downloadgeschwindigkeit von 1000 MB die Sekunde in den Metropolen und 100 MB in den Städten. Der CHP-Chef versprach 35 Mrd Dollar in die Kommunikationsstruktur zu investieren und das Land mit Glasfasernetzen zu überspannen. „Wir werden die Länge unseres Glasfasernetzes so schnell wie möglich auf 2 Millionen Kilometer erhöhen.“

Kılıçdaroğlu:

„Wir befinden uns in einem digitalen Zeitalter. Die Welt spricht über die großartigen Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz, der Quantentechnologien, der intelligenten Medizin, der tragbaren Technologien und des Internets der Dinge. Was brauchen wir also zuerst, um in der Welt der Zukunft nicht ins Hintertreffen zu geraten? Wir haben eine solide Internetinfrastruktur und ein blitzschnelles Internet“

„Junge Leute, wir werden für euch in der virtuellen Welt ein Netz mit Lichtgeschwindigkeit schaffen. Ihr werdet mit der Welt konkurrieren. Auf geht’s Türkei. Lasst uns wählen, lasst uns von langsamer Internetgeschwindigkeit und unterbrochenen Verbindungen verabschieden“, sagte er.

Am 14. Mai finden in der Türkei Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt. Die Wahlen erfolgen damit nur drei Monate nach dem verheerenden Erdbeben, das allein in der Türkei mehr als 50.000 Menschen getötet und Hunderttausende vertrieben und obdachlos gemacht hat

Ein Großteil der Opposition hat sich zu einem Sechser-Bündnis formiert, das von der CHP angeführt wird. Erdogan tritt mit seiner islamisch-konservativen AKP im Bündnis mit der nationalistischen MHP und der kleinen BBP an und erhofft sich eine weitere Amtszeit als Präsident.

Türkei
Istanbul: Am Donnerstag eröffnet der „Mädchenturm“

Istanbul – Nach einer fast zweijährigen Restaurierungsarbeit soll am Donnerstag (11. Mai) einer der berühmtesten Wahrzeichen Istanbuls, Kiz Kulesi (Mädchenturm), wiedereröffnet werden. Das Ministerium für Kultur und Tourismus restaurierte das Gebäude unter der Leitung eines wissenschaftlichen Ausschusses, der sich aus prominenten Persönlichkeiten zusammensetzte, wie dem Architekten Feridun Cılı, der führenden türkischen Altertumswissenschaftlerin Zeynep Ahunbay und schließlich dem Architekten Han Tümertekin, der zahlreiche Artikel in der internationalen Fachwelt veröffentlicht hat. Die Eröffnung des historischen Turms verzögerte sich ein wenig, da das Renovierungsteam beschloss, nach den verheerenden Erdbeben vom 6. Februar Verstärkungsarbeiten im Turm durchzuführen. Der aus dem 5. Jahrhundert stammende Turm ist etwa 30 Meter hoch und diente im Laufe der Zeit als Leuchtturm, optischer Telegraf, Quarantänestation, Zollhaus und Alterssitz für Seeoffiziere. Der Turm wurde im Laufe der Zeit mehrfach renoviert. Er wurde bei einem Erdbeben im Jahr 1509 zerstört und wiederaufgebaut. Der osmanische Sultan Mahmut II. restaurierte den Turm im Jahr 1832. Im Jahr 1944 wurden die ursprünglichen Holzböden und die Kegelstruktur mit Beton, dem damals beliebtesten Material, erneuert. In den 2000er Jahren wurden die Dächer des Restaurants im Inneren des Turms erneuert und nach dem Erdbeben von 1999 wurden an den Außenwänden des Turms Querversteifungen aus Stahl angebracht. Nach den zwischen 1995 und 2000 durchgeführten Restaurierungsarbeiten diente es bis vor kurzem als Restaurant. Das Ministerium für Kultur und Tourismus hat angekündigt, dass der Turm nach der neuesten Restaurierung ausschließlich für touristische Besuche als historisches Denkmal genutzt werden soll. Bei der Restaurierung wurde darauf geachtet, die ursprüngliche Form des Turms aus der Regierungszeit von Mahmut II. beizubehalten, unpassende Anbauten zu entfernen und seine historische Bedeutung zu bewahren. Zu diesem Zweck wurden die Daten und Dokumente aus dem späten 18. Jahrhundert verwendet, die die meisten Informationen und Aufzeichnungen enthalten, die bis heute erhalten geblieben sind, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu.      

2023judo
Judo-WM: Türkische Jodoka Hasret Bozkurt im Halbfinale

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Doha – Die türkische Judo-Kämpferin Hasret Bozkurt hat das Halbfinale erreicht. Hasret Bozkurt aus der Türkei dominierte die erste Runde in der Kategorie der Frauen unter 57 kg bei der Judo-Weltmeisterschaft Doha 2023. Die türkische Kämpferin bezwang Anastasija Sokirjanska aus Litauen, die brasilianische Weltmeisterin Rafaela Silva und die kosovarische Olympiasiegerin Nora Gjakova und stieg somit in die nächste Runde auf. Vom 7. bis 13. Mai findet in Doha die Judo Weltmeisterschaft statt, an der 657 Kämpfer aus 99 Nationen teilnehmen. Aktuell steht Japan mit drei Goldmedaillen an erster Stelle, gefolgt von Spanien mit einer Goldmedaille auf dem zweiten Platz und Usbekistan mit zwei Silbermedaillen auf Platz drei.

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– Ringer-EM – Rekord: Türkischer Ringer Taha Akgül zum 10. Mal Europameister

Bei der Ringer-EM in Kroatien hat der türkische Freistil-Ringer im Schwergewicht am Mittwoch Gold gewonnen und wurde somit zum zehnten Mal Europameister.

Rekord: Türkischer Ringer Taha Akgül zum 10. Mal Europameister

Heizungstauschgesetz
DIHK und Heizungsverband fordern Verschiebung von Heizungstauschpflicht

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Osnabrück – Der Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen (BVF) hat eine Verschiebung des Einbauverbots fossiler Heizungen in Bestandsgebäuden um ein Jahr auf 2025 gefordert. „Aktuell reichen weder die Produktionszahlen der Wärmepumpen oder der Ausbau der Wärmenetze noch die Personaldecke im Sanitär-Heizung-Klima-Handwerk, um die ambitionierten Ziele der Bundesregierung so kurzfristig umsetzen zu können“, sagte Geschäftsführer Axel Grimm im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Laut Grimm ist die große Aufgabe der nächsten Jahre die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden. Die Planung dafür benötige allerdings ausreichend Vorlauf. „Massiver Zeitdruck ist hier nicht hilfreich“, mahnte der BVF-Chef. „Dies verursacht für Immobilieneigentümer, Handwerk, Energieberater und Industrie große Probleme.“ Auch die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) sieht die Heizungspläne der Bundesregierung skeptisch. „Im Hinblick auf Lieferprobleme und den Mangel an Fachkräften für den Einbau neuer Heizsysteme wären längere Übergangsfristen aus Sicht der Unternehmen empfehlenswert“, sagte Energieexperte Sebastian Bolay der „NOZ“. Neben den Wohngebäuden seien auch „weit über eine Million Gewerbeimmobilien“ von dem geplanten Heizungsaustausch betroffen. Zudem plädierte Bolay für mehr Wahlfreiheit: „Es würde auch helfen, wenn bei Neubauten Technologien wie die Biomasse nicht ausgeschlossen würden.“

Rohstoffstrategie
Wirtschaftsstaatssekretärin warnt vor Abhängigkeit von China

Osnabrück – Die parlamentarische Wirtschaftsstaatssekretärin Franziska Brantner hat die EU zu mehr Anstrengungen bei der Rohstoffsicherung aus anderen Ländern als China aufgerufen. „Wir müssen uns auf die Aufholjagd machen“, sagte die Grünen-Politikerin im Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ). Denn wenn China einen Lieferstopp verhänge, wie es die Litauer schon erfahren mussten, „kann auf einen Schlag nicht mehr produziert werden“, warnte Brantner. Zwar könne die Risikominimierung zu Beginn teurer sein, auf lange Sicht zahle sie sich aber aus. „Diese Geduld müssen wir jetzt aufbringen“, forderte die parlamentarische Wirtschaftsstaatssekretärin. Sie verwies auf Länder wie Japan und Südkorea, die schon seit vielen Jahren eine „aktive Rohstoffstrategie“ verfolgen. Deren Unternehmen bekämen die Rohstoffe heute sogar im Schnitt preiswerter als ihre europäischen Konkurrenten. Die EU-Kommission hat kürzlich einen Plan für eine europäische Rohstoffstrategie vorgestellt, wonach die Abhängigkeit von strategischen Rohstoffen bis 2030 auf 65 Prozent reduziert werden soll. Eine Einigung von Parlament und Mitgliedstaaten steht noch aus. Brantner betonte in der „NOZ“, die Rohstoffsicherung sei „nur gemeinsam europäisch zu schaffen und nicht mit nationalen Alleingängen“. Darüber hinaus werde die EU auch deutlich mehr Rohstoffe recyceln müssen. „Batterien aus Elektroautos könnten in Europa wiederverwertet werden, auch bei Wärmepumpen und Windmühlen ist viel mehr Recycling möglich und notwendig“, sagte die Grünen-Politikerin. „Leicht ist der Weg nicht, aber am Ende sind wir mit einer Kreislaufwirtschaft made in Europe nicht nur klimaneutral, sondern handlungsfähiger und viel weniger verwundbar. Das wird die EU auf ein neues Level heben.“

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– Russland-Sanktionen – Importe aus Russland um über 90 Prozent gefallen

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine am 24. Februar 2022 hat Russland stark an Bedeutung für den deutschen Außenhandel verloren.

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Rüstungsdeal
Kosovo erhält türkische Bayraktar TB2 Kampfdrohnen

Pristina – Ein internationaler Exporterfolg: Weltweite Nachfrage nach Bayraktar-Drohnen erreicht Allzeithoch. Es kommt nicht oft vor, dass ein Waffensystem so beliebt ist, dass die Länder Schlange stehen, um es zu kaufen. Ironischerweise scheint dies derzeit bei der Kampfdrohne Bayraktar TB2 der Fall zu sein. Der kommerzielle Erfolg der TB2, die bereits von 29 anderen Ländern außer der Türkei eingesetzt oder bestellt wurde – hierunter auch EU-Länder wie etwa Polen -, scheint derzeit grenzenlos zu sein Der Erfolg der TB2 dürfte diejenigen, die das System im Kampfeinsatz untersucht haben, kaum überraschen, denn die TB2 ist wohl die erste Kampfdrohne, der es gelingt, Zuverlässigkeit und Erschwinglichkeit mit verheerenden Ergebnissen auf dem Schlachtfeld zu verbinden: eine Fähigkeit, die im 21. Jahrhundert sehr gefragt ist. Nicht einmal sieben Monate nach der Unterzeichnung eines Abkommens hat das Kosovo fünf Bayraktar TB2-Kampfdronen der türkischen Rüstungsschmiede Baykar erhalten. „Die intelligenten, unbemannten Angriffsdrohnen, die von einer Bodenbasis aus gesteuert werden, sind fast sieben Monate nach Unterzeichnung des Vertrags mit der Herstellerfirma aus dem Herstellungsland der Drohnen und des gesamten Ortungssystems, der Türkei, im Kosovo eingetroffen“, berichtet das Portal KlanKosova. „Die Waffe, die Wladimir Putin das Leben schwer gemacht hat, ist jetzt Teil der Kosovo Security Force!“, so das Portal. Die kosovarischen Sicherheitskräfte erhielten die Drohnen zu Beginn der größten internationalen Militärübung „Defender Europe 23“. Das Kosovo ist bereits zum zweiten Mal Gastgeber und nimmt mit mehr als 1 100 Soldaten an der von den USA geleiteten Übung teil, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. Das Ansehen und die internationale Nachfrage nach den türkischen Flugzeugen Bayraktar TB2 und Bayraktar Akinci sind seit dem Beginn der russischen „militärischen Sonderoperation“ gegen die Ukraine in ganz Europa gestiegen. Auch Albanien und Serbien bekräftigten ihre Absicht, die weltweit stark nachgefragten Kampfdrohnen zu erwerben.

Jiu-Jitsu
MMA: Goldmedaille für Facebook-Chef Mark Zuckerberg

San Francisco – Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat bei einem Kampfsportwettbewerb eine starke Leistung gezeigt und eine Gold- sowie eine Silbermedaille gewonnen. Der umstrittene Tech-Riese war in den letzten Jahren eng mit dem Kampfsport verbunden, saß bei UFC-Veranstaltungen am Ring und diskutierte das Thema mit Joe Rogan in seinem Podcast. Die Fans waren schockiert, als Geschichten die Runde machten, die zeigten, dass Meta-Besitzer Zuckerberg mit dem BJJ, dem Brazilian Jiu-Jitsu – einer in Brasilien entwickelten Form des Jiu-Jitsu -, begonnen hatte. Im Jahr 2022 postete Zuckerberg Aufnahmen von sich selbst beim Sparring mit dem Mixed-Martial-Künstler Khai „The Shadow“ Wu vor dem UFC-Debüt des Kämpfers. Das Video, das Hunderttausende von Likes erhielt, ging schnell viral und zog Kommentare von vielen großen Namen in der Kampfwelt nach sich. Zuckerberg hat jedoch bewiesen, dass er den Sport ernst nimmt, indem er seine Fähigkeiten im Wettkampf bewiesen hat. Zuckerberg postete am Wochenende auf Instagram, dass er an einem brasilianischen Jiu-Jitsu-Turnier teilgenommen habe. Außerdem hat er anscheinend gut genug abgeschnitten, um sich Medaillen zu verdienen. Er habe sowohl Gold als auch Silber gewonnen, während er seinen Trainern Dave Camarillo, Khai Wu und James Terry Anerkennung zollte. „Ich habe an meinem ersten Jiu-Jitsu-Turnier teilgenommen und einige Medaillen für das Guerrilla Jiu-Jitsu-Team gewonnen. Danke an @davecamarillo @khaiwu @intense0ne für das Training!“, schrieb Zuckerberg. Zuckerberg zufolge ist Kampfsport für ihn eine Möglichkeit, angesichts der Flut schlechter Nachrichten, die ihn täglich erreichen, abzuschalten und sich zu konzentrieren. Er interessiert sich vor allem für Aktivitäten, die volle Konzentration erfordern, erklärte er in einem Interview. Zuckerberg sagte, dass das Training für ihn „sehr wichtig“ sei und ihm helfe, sein „Energieniveau und seine Konzentration“ aufrechtzuerhalten. Er hat sogar einen Trainer engagiert, Dave Camarillo von Guerrilla Jiu-Jitsu, und sagt, dass er das Gefühl hat, viel zu lernen. Camarillo arbeitete auch mit Keanu Reeves an der Choreografie für John Wick 4. Doch während Zuckerbergs Interesse an MMA und BJJ alle überraschte, ahnte niemand, dass der Unternehmer am Ende sogar an einem Wettkampf teilnehmen würde. Eine der wichtigsten Lehren aus dem BJJ lautet: „Beurteile ein Buch nie nach seinem Cover. Wie Joe Rogan sagte, hat das BJJ viele so genannte „Nerd-Assassins“ hervorgebracht. Diese Nerd-Assassins sind Grappler, die wie der stereotype dünne, brillentragende Nerd aussehen, aber gut trainiert und in der Lage sind, stärkere und größere Leute zu schlagen. Diese Menschen sind im BJJ häufig anzutreffen, da das BJJ in den meisten Fällen den analytischen Verstand begünstigt. Von den muskelbepackten, harten Kerlen der Vergangenheit bis hin zu den Streber-Attentätern des heutigen Jiu-Jitsu ist es schwierig, eine kampferfahrene Person von jemandem zu unterscheiden, der nicht kampferfahren ist. https://youtu.be/i1fddyYK1Ds
 
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