Thessaloniki – Die Hamza-Bey-Moschee in der griechischen Stadt Thessaloniki, die auch als Alkazar bekannt ist, soll einer kürzlich veröffentlichten Ankündigung des Kulturministeriums zufolge vollständig restauriert werden.
Das mit 10,5 Millionen Euro aus dem Fonds für Wiederaufbau und Resilienz finanzierte Projekt ist Teil eines größeren Programms zur Restaurierung von Denkmälern, das die kulturelle Entwicklung Thessalonikis im Laufe der Jahre hervorheben, aber auch zur wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt beitragen soll.
(Foto: Ministerium für Kultur)
„Die Hamza-Bey-Moschee ist ein symbolträchtiges lokales Gebäude, das viele Eingriffe, verschiedene Phasen und Nutzungen erlebt hat“, sagte Kulturministerin Lina Mendoni und fügte hinzu, dass das Gebäude nach der Restaurierung voll funktionsfähig an die Stadt zurückgegeben werden soll, um seine Geschichte und architektonische Bedeutung zu würdigen.
Die Hamza-Bey-Moschee an der Kreuzung der Straßen Egnatia und Venizelou ist das älteste islamische Gotteshaus in Thessaloniki.
Sie wurde 1467/1468 von der Tochter des Militärkommandanten Hamza Bey erbaut und steht seit 1926 als historisches und archäologisches Denkmal unter Denkmalschutz.
Die Hamza Bey Moschee in Thessaloniki. (Foto: Ministerium für Kultur)
Die quadratische Gebetshalle der Moschee hat Innenmaße von 11,54 x 11,54 Metern und eine maximale Höhe von 17 Metern.
Im Laufe der Jahre wurden beim Bau der Gebetshalle Wohnungen parallel zu den nordöstlichen und südwestlichen Seitenwänden der Hauptmoschee angebaut, eine Veranda hinzugefügt und ein Atrium geschaffen.
Neben der Restaurierung der Hamza-Bey-Moschee führt das griechische Kulturministerium derzeit auch Modernisierungsprojekte an zahlreichen Denkmälern in Thessaloniki durch und finanziert Studien zur Dokumentation und Instandhaltung vieler Gebäude und Stätten aus der osmanischen Zeit wie Alkazar.
Istanbul – Die türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines will im Juni insgesamt 600 neue Flugzeuge bestellen, sagte der THY-Vorsitzende Ahmet Bolat am Donnerstag.
Sollte dieser Auftrag bestätigt werden, wäre er der größte in der Geschichte der Branche für eine einzelne Fluggesellschaft und würde den Rekordauftrag von Air India über 470 Airbus- und Boeing-Flugzeuge vom Dezember in den Schatten stellen.
Bolat hat nicht erwähnt, bei welchem Hersteller die Airline so viele Flugzeuge bestellen will, aber bei einem Auftrag dieser Größenordnung ist es wahrscheinlich, dass mehr als ein Anbieter beteiligt ist, wie Airbus und Boeing und möglicherweise sogar Embraer.
Bolat teilte weiter mit, dass der Megaauftrag im nächsten Monat während der Jahreskonferenz der International Air Transport Association (IATA), die in Istanbul, der größten Stadt der Türkei, stattfinden wird, formalisiert werden soll. Die Veranstaltung findet zwischen dem 4. und 6. Juni statt.
„Während der IATA werden wir Aufträge bekannt geben. Mit einem der großen Hersteller stehen wir kurz vor dem Abschluss unserer Gespräche. Wir werden (insgesamt) rund 600 Flugzeuge bestellen“, sagte Bolat auf einer Pressekonferenz anlässlich der Einführung des neuen Bordrestaurantkonzepts des Unternehmens.
Der Auftrag soll 400 Schmalrumpf-Jets und 200 Großraumflugzeuge umfassen. Der THY-Chef fügte hinzu, dass die Flotte des Unternehmens nach Abschluss des Auftrags Mitte 2033 810 Flugzeuge umfassen wird. Turkish Airlines wird außerdem allen Passagieren an Bord kostenloses Internet zur Verfügung stellen, so der Vorsitzende weiter.
Ankara – Während man sich in Deutschland eine Niederlage des amtierenden türkischen Präsidenten erhofft, machen sich syrische Flüchtlinge in der Türkei auf eine Flucht Richtung Deutschland bereit.
Der gemeinsame Präsidentschaftskandidat des Oppositionsbündnisses der „Allianz der Nation“, Kemal Kılıçdaroğlu, hatte Versprochen im Falle eines Wahlsieges alle Syrer abzuschieben. Sogar Geld will Kilicdaroglu zur Not Assad bieten, damit dieser die Flüchtlinge zurücknimmt. Er betonte, dass es ihm egal sei, als diskriminierend oder rassistisch bezeichnet zu werden.
„Wir sind hier geblieben, weil der Weg für meine Familie zu gefährlich ist.“, so Tariq (25), der ursprünglich aus Damaskus stammt, gegenüber der BILD. Die wachsenden Ressentiments würden dazu führen, dass 80 Prozent seiner Freunde nach Deutschland wollen, sagt der Student. Tariq: „Solange Assad nicht geht, wird es für uns keine Ruhe geben. Wir Syrer sind ein verlorenes Volk“. Er würde am liebsten weiter in Istanbul bleiben und studieren.
„Wenn man uns zurückschickt, werden wir von Assad gejagt. Er hat schon mehrfach angedroht, alle Geflohenen zu bestrafen. Wir haben hier ein Leben aufgebaut. Es wäre tragisch, wenn wir ein zweites Mal unser Leben zurücklassen müssten“, erklärte auch Halit B. (19) gegenüber der BILD. Der Kurierfahrer lebe seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs 2011 mit seiner Familie in der Türkei.
(Screenshot/BILD)
Am 14. Mai finden in der Türkei die Staatspräsidenten- und Parlamentswahlen an denen rund 64,3 Millionen Türken ihren Präsidenten und die 600 Abgeordnete umfassende Große Nationalversammlung wählen. Eine mögliche Stichwahl um das Präsidentenamt würde am 28. Mai stattfinden.
Umfragen sehen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Erdoğan und seinem Herausforderer, dem Oppositionsführer Kemal Kılıçdaroğlu (CHP), voraus. Ein Großteil der Opposition hat sich zu einem Sechser-Bündnis formiert, das von der CHP angeführt wird. Erdoğan tritt mit seiner islamisch-konservativen AKP im Bündnis mit der nationalistischen MHP und der kleinen BBP an und erhofft sich eine weitere Amtszeit als Präsident.
Ankara – In einem Interview mit türkischen Medien versprach der amtierende Präsident der Türkei die Wahlergebnisse zu respektieren und zu akzeptieren, ganz egal wie diese Ergebnisse auch ausfallen sollten.
Auf die Frage „wie werden Sie sich verhalten, wenn Sie die Wahl verlieren?“, reagierte Recep Tayyip Erdogan sichtlich irritiert.
„Ich halte es für unnötig, darüber überhaupt nachzudenken. Das ist eine sehr dumme Frage. Solche Fragen werden nur Terrororganisationen gestellt. Wir sind auf demokratische Weise an die Macht gekommen“, sagte Erdogan. Falls die Bürger sich gegen sie entscheiden sollten, würden sie dies akzeptieren.
„Hat unser Bürgermeister in Istanbul gesagt ‚wir werden nicht gehen‘? Dies wäre respektlos vor der Nation“, so Erdogan. Bei den Kommunalwahlen im Jahr 2019 gewann Oppositionpolitiker Ekrem Imamoglu nach einer Wahlwiederholung im Juni die Bürgermeisterschaftswahl in Istanbul.
Diese Denkweise gehört zur CHP. So etwas tun wir nicht. Wer das Ergebnis der Wahlurne nicht respektiert, hat keinen Respekt vor der Nation
„Die Volksallianz wird jedes Ergebnis, das an der Wahlurne herauskommt, als legitim akzeptieren. Wir erwarten das gleiche Engagement von unseren Gegnern. Die Wahlurne ist die Ehre der Demokratie. Lassen Sie Ihr Volk dort nicht im Stich“, sagte Erdogan.
Am 14. Mai finden in der Türkei die Staatspräsidenten- und Parlamentswahlen an denen rund 64,3 Millionen Türken ihren Präsidenten und die 600 Abgeordnete umfassende Große Nationalversammlung wählen. Eine mögliche Stichwahl um das Präsidentenamt würde am 28. Mai stattfinden.
Umfragen sehen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Erdoğan und seinem Herausforderer, dem Oppositionsführer Kemal Kılıçdaroğlu (CHP), voraus. Ein Großteil der Opposition hat sich zu einem Sechser-Bündnis formiert, das von der CHP angeführt wird. Erdoğan tritt mit seiner islamisch-konservativen AKP im Bündnis mit der nationalistischen MHP und der kleinen BBP an und erhofft sich eine weitere Amtszeit als Präsident.
Moskau – Kremlsprecher Dmitri Peskow hat die Vorwürfe des türkischen Oppositionspolitikers, wonach sich Moskau in die Wahlen der Türkei einmische und manipuliere, entschieden zurückgewiesen.
Peskow, erklärte: „Wir weisen solche Aussagen entschieden zurück“. Russland mische sich nicht in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten ein.
Er fügte hinzu: „Wenn jemand Herrn Kilicdaroglu mit solchen Informationen versorgt hat, dann sind das Lügner.“
Anfang dieser Woche behauptete der gemeinsame Präsidentschaftskandidat des Oppositionsbündnisses der „Allianz der Nation“, Kemal Kılıçdaroğlu, dass Russland ihn vor den entscheidenden Wahlen am Sonntag mit einer Online-Schmierkampagne ins Visier genommen habe und hatte Moskau eine Einmischung und Manipulation der Wahlen in der Türkei vorgeworfen.
„Liebe russische Freunde,
Ihr steckt hinter den Montagen, Verschwörungen, Deep Fake Inhalten und Tonbändern, die gestern in diesem Land aufgedeckt wurden. Wenn ihr die Fortsetzung unserer Freundschaft nach dem 15. Mai wollt, lasst die Finger vom türkischen Staat. Wir sind immer noch für Zusammenarbeit und Freundschaft“, sagte Kılıçdaroğlu in einem auf Russisch veröffentlichten Tweet.
Дорогие русские друзья,
Вы стоите за монтажами, заговорами, контентом Deep Fake и записями, которые вчера были разоблачены в этой стране. Если вы хотите продолжения нашей дружбы после 15 мая, держите руки подальше от турецкого государства. Мы по-прежнему выступаем за…
— Kemal Kılıçdaroğlu (@kilicdarogluk) May 11, 2023
Kılıçdaroğlus Anschuldigungen kamen nur Stunden, nachdem der Kandidat der dritten Partei, Muharrem Ince, seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen zurückgezogen hatte. Nur wenige Tage vor den Wahlen, am Donnerstag, zog Ince seine Kandidatur zurück und erklärte: „Ich tue dies für mein Land.“ Ince nannte nur wenige Einzelheiten, obwohl in den letzten Tagen im Internet gefälschte Sexfilme und manipulierte Bilder kursierten, die ihn beim Betrug mit seiner Frau zeigen.
Laut Kreml-Sprecher Peskow tut Russland jedoch nichts dergleichen, und Moskau schätzt seine bilateralen Beziehungen zur Türkei sehr:
„Die Türkei vertritt eine sehr verantwortungsvolle, souveräne und durchdachte Position zu einer ganzen Reihe von regionalen und globalen Problemen, mit denen wir konfrontiert sind“.
Später erklärte Kılıçdaroğlu gegenüber den Medien jedoch, dass er „konkrete Beweise“ für seine Behauptungen habe und dass er sonst Russland nicht beschuldigen würde.
Ankara – Der gemeinsame Präsidentschaftskandidat des Oppositionsbündnisses der „Allianz der Nation“, Kemal Kılıçdaroğlu, hat Russland eine Einmischung und Manipulation der Wahlen in der Türkei vorgeworfen.
„Liebe russische Freunde,
Ihr steckt hinter den Montagen, Verschwörungen, Deep Fake Inhalten und Tonbändern, die gestern in diesem Land aufgedeckt wurden. Wenn ihr die Fortsetzung unserer Freundschaft nach dem 15. Mai wollt, lasst die Finger vom türkischen Staat. Wir sind immer noch für Zusammenarbeit und Freundschaft“, sagte Kılıçdaroğlu in einem auf Russisch veröffentlichten Tweet.
Der Oppostitionspolitiker hatte sich bereits in der Vergangenheit russlandkritisch geäußert und im Falle eines Wahlsieges eine schnelle Zusage zu den Beitrittsbemühungen Schwedens und Finnlands versprochen. Moskau hat in Ankara nie einen besseren Verbündeten gehabt als den amtierenden Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan.
2017 widersetzte sich die Türkei Washington, indem sie 2,5 Milliarden Dollar in ein russisches Flugabwehrsystem investierte, was der türkischen Rüstungsindustrie zusätzliche 9 Milliarden Dollar an Vertragsverlusten und den Ausschluss aus dem amerikanischen F-35-Jet-Programm einbrachte. Das staatliche Unternehmen Rosatom nahm die Arbeit an einem von Russland betriebenen Kernkraftwerk an der türkischen Mittelmeerküste wieder auf, das dieses Jahr eröffnet wurde. Die beiden Länder unterzeichneten außerdem ein Gaspipeline-Abkommen. Auf der anderen Seite erhielten türkische Auftragnehmer bis 2019 rund 40 Milliarden Dollar für russische Projekte. Erdogan hat sich seit 2016 öfter mit Putin getroffen als mit jedem anderen Staatschef.
Дорогие русские друзья,
Вы стоите за монтажами, заговорами, контентом Deep Fake и записями, которые вчера были разоблачены в этой стране. Если вы хотите продолжения нашей дружбы после 15 мая, держите руки подальше от турецкого государства. Мы по-прежнему выступаем за…
— Kemal Kılıçdaroğlu (@kilicdarogluk) May 11, 2023
Gaza – Ein fünfjähriger palästinensischer Junge ist im Gazastreifen gestorben, nachdem er während der israelischen Luftangriffe auf den Streifen eine schwere Panikattacke erlitten hatte, wie lokale Medien am Mittwoch das Gesundheitsministerium zitierten.
Tamim Dawood, der wegen eines Herzleidens in Behandlung war, war den Berichten zufolge unter den 20 Zivilisten, die bei den israelischen Angriffen getötet wurden. Mindestens 40 weitere wurden den Berichten zufolge verletzt.
Der Junge hatte gut auf die Behandlung angesprochen und besuchte den Kindergarten, bevor die Panikattacke auftrat, so seine Mutter gegenüber lokalen Medien. Als am Dienstagabend im Gazastreifen laute Explosionen zu hören waren, erlitt Dawood eine schwere Panikattacke und wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht.
„Tamim blieb auf der Intensivstation, war aber nicht ansprechbar. Die Ärzte teilten uns mit, dass er im Morgengrauen des Mittwochs starb, weil sein Herz die Angst nicht ertragen konnte“, wird seine Mutter zitiert.
Das Gesundheitswesen des Gazastreifens wurde durch die jahrelange israelische Blockade zerstört, und die Kinder sind Zeugen der physischen und psychischen Auswirkungen der Besatzung und der Angriffe – sowohl in Zeiten des Konflikts als auch in Zeiten relativer Ruhe.
Das von der Hamas geführte Gesundheitsministerium gab im Oktober bekannt, dass mehr als die Hälfte der Bewohner des Gazastreifens unter psychischen Störungen leiden, die auf die von Israel und Ägypten seit mehr als einem Jahrzehnt verhängte Blockade zurückzuführen sind, berichtet das Portal The New Arab.
Apartheid Israel’s bombardment of Gaza has killed 21 Palestinians, including 7 children.
– Jerusalem-Krise –
Pink Floyd-Gründer Roger Waters fordert Sanktionen gegen Israel
In einem Interview mit dem Nachrichtensender RT, fordert Pink Floyd-Gründer Roger Waters ein Ende des „grausamen Angriffs“ auf Gaza und den Stopp aller Militärhilfen an Israel.
Sindelfingen – Zwei Menschen sind am Donnerstagmorgen bei Schüssen auf dem Werksgelände von Mercedes-Benz in Sindelfingen ums Leben gekommen. Laut der Polizei handelt es sich bei den beiden Opfern um zwei Männer im Alter von 44 Jahren.
Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen betrat der mutmaßliche 53-jährige Täter gegen 7.45 Uhr die Werkhalle und schoss auf die zwei Männer. Wie ein Sprecher der Polizei bestätigte, handelt es sich bei den beiden Toten und dem inzwischen festgenommenen mutmaßlichen Schützen „um Mitarbeitende eines externen Dienstleisters“.
Laut Mitarbeitern habe es vonseiten des mutmaßlichen Schützen nach einem Streit zu den Wahlen in der Türkei schon Tage zuvor Drohungen gegenüber Kollegen gegeben.
Aus diesem Grunde habe man ihm bereits gekündigt. Bei den Getöteten handele es sich um Unterstützer des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, so die Mitarbeiter gegenüber NEX24. Bei dem Tatverdächtigen handele es sich um einen Murat D. Diese Angaben konnten jedoch noch nicht verifiziert werden.
Laut einer Polizeimitteilung haben Mitarbeitende des Werksschutzes den Tatverdächtigen kurz nach den Schüssen überwältigt. Sie hielten den 53-Jährigen demnach in der Halle fest und übergaben ihn an die Polizei. Der Tatverdächtige habe sich widerstandslos festnehmen lassen.
Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft geht von einem Einzeltäter aus, berichtet die dpa. Weitere Details zur Tat, den Opfern oder zum Verdächtigen wollte er nicht nennen. Laut einem Pressesprecher der zuständigen Polizei Ludwigsburg wurde die mutmaßliche Tatwaffe sichergestellt. Der mutmaßliche Schütze soll noch am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Dies teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stuttgart mit.
Nach den Schüssen in einem Mercedes-Werk in #Sindelfingen ist ein zweiter Mann gestorben. Bei den beiden Toten handelt es sich um 44-Jährige, teilte die Polizei mit.https://t.co/OELSGbH1Bq
– Türkei-Wahlen –
Cem Özdemir: Zugang zu deutschem Pass für Türken erleichtern
Die derzeit in der Türkei laufende Wahl um das Präsidentenamt wirke tief in die deutsch-türkische Gemeinschaft hinein. Özdemir sagte: „Die Polarisierung, die wir in der Türkei haben und die im Fall eines Wahlsiegs von Erdogan noch massiver werden würde, hat sich auch hierzulande fortgesetzt.“
Sarajewo – Milorad Dodik, der Chef der Republika Srpska, der serbischen Teilrepublik von Bosnien-Herzegowina, hat Präsident Recep Tayyip Erdoğan vor den Wahlen am 14. Mai in der Türkei seine Unterstützung zugesagt. Dodik rief die türkischen Wähler auf, den amtierenden Präsidenten in dem engen Wahlkampf zu unterstützen.
Gegenüber der Nachrichtenagentur Srpska Republika News Agency (SRNA) sagte er am Mittwoch, Erdoğan sei ein Mann des Friedens und des Dialogs, der „fest entschlossen ist, die Lage in der Region und in der Welt zu stabilisieren“. Er lobte Erdoğans Haltung zur Achtung des Friedensabkommens von Dayton und der Verfassung von Bosnien-Herzegowina. Dodik lobte auch Erdoğans freundschaftliche Beziehungen zu Bosnien-Herzegowina, „ohne Partei zu ergreifen“, und seine Unterstützung für den Dialog in diesem Land, berichtet die Hürriyet Daily News.
„Bisher hat er sein Interesse an seinem Land und seine Führungsqualitäten unter Beweis gestellt. Dank seiner beharrlichen Haltung, seines Patriotismus und seiner Entschlossenheit ist die Türkei heute ein entwickeltes und modernes Land“, so Dodik.
Am 14. Mai wird der künftige Präsident der Türkei gewählt. In Deutschland sind 1,5 Millionen Deutsch-Türken wahlberechtigt. Eine so hohe Wahlbeteiligung gab es selten, sagt die Türkische Gemeinde. Umfragen sehen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Erdoğan und seinem Herausforderer, dem Oppositionsführer Kemal Kılıçdaroğlu (CHP), voraus. Ein Großteil der Opposition hat sich zu einem Sechser-Bündnis formiert, das von der CHP angeführt wird. Erdoğan tritt mit seiner islamisch-konservativen AKP im Bündnis mit der nationalistischen MHP und der kleinen BBP an und erhofft sich eine weitere Amtszeit als Präsident.
Ankara – Die Türkei bittet die Vereinigten Staaten nicht darum, Ankara die Rückkehr in das F-35-Kampfjetprogramm zu gestatten, sondern will lediglich die Rückerstattung der bereits für das Projekt gezahlten Gelder, so der türkische Außenminister. Das Lad habe 1,4 Milliarden Dollar in das Projekt investiert.
„Wir sagen nicht ‚Lasst uns sofort zum F-35 [Programm] zurückkehren‘. Wir sagen: ‚Gebt uns unser Geld zurück.‘ Denn wir produzieren unser eigenes nationales Kampfflugzeug“, sagte Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu in einem Fernsehinterview
Da die Türkei nicht an diesem Programm teilnimmt, ist es unser natürliches Recht zu erwarten, dass das von uns gezahlte Geld zurückerstattet wird.
Dışişleri Bakanı Çavuşoğlu: „Biz şu anda F-35‘e dönelim demiyoruz, paramızı verin diyoruz. Çünkü biz kendi muharip uçağımızı üretiyoruz.
İlaveten biz F-16 almak istiyoruz, Kongre’deki sessizlik bozulmadı.“https://t.co/XAOO5Qxw9R
— SavunmaSanayiST.com (@SavunmaSanayiST) May 7, 2023
Die USA hatten die Türkei im Juli 2019 aus dem F-35-Kampfjet-Programm gestrichen und mit Sanktionen belegt, nachdem Ankara das russische Luftabwehrsystem S-400 gekauft hatte. Die Türkei ist Mitentwickler und Lieferant von etwa 900 Bauteilen des F-35.
Wie Sputnik damals berichtete, soll Washington unter Israels Einfluss die Türkei aus dem F-35-Projekt ausgeschlossen haben. Israel erkannte offenbar die Entscheidung Ankaras, russische S-400-Flugabwehrsyteme zu erwerben, als eine Möglichkeit, eigene Interessen zu lobbyieren.
Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan kündigte nach dem Ausschluss an, sich anderen Optionen zuzuwenden. Moskau hat Ankara bereits den russischen Kampfjet SU-57 angeboten.
„Ihr verkauft uns keine F-35? Ok dann, sorry, aber wir werden unsere Maßnahmen ergreifen und wenden uns anderen Optionen zu“, sagte Erdogan während eines Treffens mit den Provinzchefs der Regierungspartei AKP im Hauptquartier in Ankara.
Auch der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu kündigte damals an, nach Alternativen Ausschau zu halten.
„Wenn die Vereinigten Staaten sich weigern sollten, die F-35 Kampfjets an die Türkei zu liefern, wird Ankara einen Ersatz finden müssen“, so Cavusoglu damals.
„Es gibt die F-35, aber es gibt auch Flugzeuge, die in Russland hergestellt werden. Wenn wir keine F-35 kaufen können, wird die Türkei ähnliche Flugzeuge aus anderen Ländern kaufen. Und das wird so lange so fortgeführt, bis wir mit der Produktion unserer eigenen Kampfjets der fünften Generation beginnen“, zitiert der türkische Nachrichtensender NTV Cavusoglu.