Steigende Transfersummen und Gehälter
Ex-Siemens-Chef Löscher warnt vor Kostenspirale im Profifußball

0

Berlin (dts) – Peter Löscher, ehemaliger Vorstandsvorsitzender des Siemens-Konzerns, warnt angesichts von steigenden Transfersummen und Gehältern vor einer Kostenspirale im Profifußball. „Ich habe große Sorge, dass dieses große Geld dem Fußball enormen Schaden zufügen kann“, sagte Löscher im Interview mit dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe). Die Preisexplosion in der englischen Premier League verändere schon jetzt den Sport.

Aufzuhalten sei die Entwicklung kaum, glaubt Löscher. Auf die Millionen, die Trikotsponsoring einbringe, könne heute kein Verein mehr verzichten. Man müsse finanzieren, um mithalten zu können. „Romantiker werden nicht Champions-League-Sieger“, erklärte Löscher.

Löscher bangt in den aktuellen Skandalen um Fifa und DFB auch um das Ansehen des Sports selbst. Er hoffe, dass kein Schatten auf das „Sommermärchen“ falle. „Was so große und so komplexe Strukturen hat, ist leider auch anfällig für negative Einflüsse verschiedenster Art“, sagte Löscher über die Häufung der Affären im Weltfußball.

Krieg gegen Terror
Türkei geht mit Razzien im Inland und Luftangriffen in Syrien gegen IS-Terroristen vor

0
Istanbul (nex/AA) Die Türkei greift weiter hart gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) durch. Insgesamt 21 Personen wurden am Donnerstag im Zuge von Antiterror-Operationen in Istanbul und Kocaeli festgenommen. Sechs der Verdächtigen wurden im nordwesttürkischen Kocaeli festgesetzt, als Antiterroreinheiten der örtlichen Polizei simultane Razzien an mehreren Adressen in den Bezirken Darica und Gebze durchführten. Bereits zuvor hatten Polizeibeamte am gleichen Tag 28 Häuser und Wohnungen in Istanbuls Bezirken Bağcılar und Başakşehir gestürmt und dabei 15 Personen in Gewahrsam genommen. Auch die Luftwaffe geht erfolgreich gegen die Terrormiliz vor. So seien am Samstag in der Provinz Aleppo fünf Kilometer von der türkischen Grenze entfernt acht Ziele des IS zerstört worden, berichtet Anadolu unter Berufung auf Sicherheitskreise. Dabei seien mindestens 50 Terroristen eliminiert worden. Sechs türkische F-16-Kampfjets und eine US-Drohne seien an der Operation beteiligt gewesen, türkische Bodentruppen hätten den Einsatz unterstützt.

Keine Einigung bei Spitzentreffen
Koalitionstreffen zur Flüchtlingspolitik auf Donnerstag vertagt

Berlin (dts) – Bundeskanzlerin Angela Merkel, CSU-Chef Horst Seehofer und SPD-Chef Sigmar Gabriel wollen sich am Donnerstag erneut zu einem Gespräch über die Flüchtlingspolitik treffen. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Sonntag mit. Dabei sollen noch offene Punkte geklärt werden. Dazu gehöre auch das Thema Transitzonen.

Zu diesem Thema sollen zwischen den Fachleuten von Bund und Ländern bis Donnerstag weitere Gespräche stattfinden. Zuvor hatte ein Spitzentreffen im Kanzleramt stattgefunden. Dabei sei Seibert zufolge ein „konstruktives Gespräch über alle Aspekte der Flüchtlingssituation“ geführt worden. Eine Einigung gab es offenbar nicht.

Flüchtlingstragödie
Erneut mehrere Flüchtlinge in der Ägäis ertrunken

Athen (dts) – In der Ägäis sind am Samstag erneut mehrere Flüchtlinge ertrunken. Vor der griechischen Insel Samos starben griechischen Medien zufolge mindestens elf Menschen, darunter sechs Kinder, als ihr Boot kenterte. 15 Flüchtlinge seien gerettet worden, zwei Menschen würden noch vermisst.

Drei weitere Flüchtlingsboote verunglückten auf dem Weg zur griechischen Insel Lesbos, dabei kamen mindestens vier Menschen ums Leben. Mehr als 100 Flüchtlinge seien von der türkischen Küstenwache und einem Frachtschiff gerettet worden. Trotz des schlechter werdenden Wetters versuchen immer wieder Flüchtlinge, von der türkischen Westküste aus die griechischen Inseln zu erreichen.

Flüchtlingskrise
Bayrischer Landrat droht mit Flüchtlingsbussen Richtung Kanzleramt

Berlin (dts) – Der Landshuter Landrat Peter Dreier (Freie Wähler) hat in einem Telefonat mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) angekündigt, im Falle einer weiteren Zunahme der Flüchtlingszahlen in seinem Landkreis Busse nach Berlin zu schicken: „Wenn Deutschland eine Million Flüchtlinge aufnimmt, entfallen rechnerisch auf meinen Landkreis 1.800. Die nehme ich auf, alle weiteren schicke ich per Bus weiter nach Berlin zum Kanzleramt“, sagte er laut eines Berichts der „Welt am Sonntag“ der Kanzlerin in dem halbstündigen Telefonat am vergangenen Mittwoch. Er warnte sie: „Der innere Friede ist bei uns in Gefahr!“ Die Kanzlerin habe gesagt, dies sehe sie auch so, schilderte Dreier. Deshalb arbeite sie Tag und Nacht an Lösungen und setze dabei vor allem auf die Türkei und europäische Partner. „Wir schaffen das!“, reiche als Parole nicht mehr aus, so der Landrat. Ja, habe Merkel zugegeben. Deshalb sage sie jetzt: „Wir schaffen das nur gemeinsam mit der EU.“ Dass er ihr Busse schicken wolle, hatte Dreier zuvor in einem Brief angekündigt. Daraufhin rief Merkel ihn an, schreibt die Zeitung. Sie sagte Dreier zufolge: „Wenn Sie Busse zu mir schicken, müsste ich die eigentlich nach Griechenland zurückschicken. Aber von dort laufen die Flüchtlinge dann wieder zu Ihnen.“

Fußball-WM 2006
DFB: Transparency Deutschland sieht bislang „nur Vermutungen“ bezüglich WM-Vergabe

0
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Debatte um die Vergabe der Fußball-WM 2006 hat Transparency Deutschland dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) geraten, das Ergebnis der Untersuchungen abzuwarten. „Selbstverständlich hat das Image des DFB gelitten, das ist gar keine Frage“, sagte Sylvia Schenk von Transparency Deutschland der „Welt am Sonntag“. „Wir wissen aber aus vergleichbaren Fällen in der Wirtschaft, dass es mittelfristig darauf ankommt, was letztlich bei den Vorwürfen herauskommt und wie dann mit dem Ergebnis umgegangen wird.“ Bislang sei vieles unbewiesen oder werde auf „reine Vermutungen“ gebaut. „Es geht ja um Vorfälle von vor zehn oder mehr Jahren und einen kleinen Kreis handelnder Personen, wenn auch in früheren Führungspositionen.“ Nach Auffassung Schenks sei der DFB gut beraten, nichts weiter zu sagen, sondern die Untersuchungen abzuwarten und das Ergebnis öffentlich präsentieren zu lassen. Bei all dem sei zu beachten, dass die meisten Betroffenen derzeit keine Funktion im DFB mehr inne hätten, „also anders als aktuelle Führungskräfte in einem Unternehmen vom Verband allenfalls indirekt belangt und im Hinblick auf ein Krisenmanagement auf eine Linie gebracht werden können“, so Schenk. „Zum Krisenmanagement gehört nämlich auch dazu, dass sich die entscheidenden Personen managen lassen“. Zu den möglichen Auswirkungen auf eine Bewerbung des DFB um die Ausrichtung der Europameisterschaft 2024 sagte Schenk: „Vieles hängt davon ab, wie der DFB im weiteren Verlauf mit dem Thema umgeht. Nach so langer Zeit kann auch die unbefriedigende Situation eintreten, dass bestimmte Punkte offen bleiben. Außerdem wird sich zeigen, ob gegebenenfalls langjährige Rechtsstreitigkeiten drohen – etwa Schadensersatzklagen oder doch noch Straf- beziehungsweise Steuerverfahren. International dürften sich die Folgen in Grenzen halten – welcher mögliche Konkurrent ist denn derzeit völlig ohne Probleme?“ Die Entscheidung über die EM-Vergabe fällt 2017. Als größter Konkurrent Deutschlands gilt die Türkei.

CSU will Transitzonen
Koalition berät über Asylpolitik: Seehofer-Ultimatum läuft ab

0
Berlin (dts) – In Berlin hat am Sonntagmorgen ein Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, CSU-Chef Horst Seehofer und SPD-Chef Sigmar Gabriel zur Bewältigung der Flüchtlingskrise begonnen. Bei dem Gespräch soll es unter anderem um den CSU-Vorschlag gehen, Transitzonen an den Grenzen einzurichten. Die SPD hat sich dagegen ausgesprochen und stattdessen die Einrichtung von Einreisezentren innerhalb Deutschlands angeregt. Seehofer hatte Merkel ein Ultimatum zur Eindämmung des Flüchtlingsstroms bis zum Sonntag gestellt. Bereits am Samstagabend hatten die Spitzen von CDU und CSU mehrere Stunden lang über ihre Strategie beraten. Details wurden nicht bekannt.

Teure Energiewende
Energiewende trifft vor allem einkommensschwache Haushalte

0
Berlin (dts) – Die Energiewende wird für die Verbraucher immer teurer: Ende 2016 werden für einen durchschnittlichen Haushalt seit dem Atomausstieg 2011 zusätzliche Kosten in Höhe von rund 540 Euro angefallen sein. Dies geht aus Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) für die „Welt am Sonntag“ hervor. Nachdem die EEG-Umlage auf 6,35 Cent steigt, dürften die Förderkosten für die Erneuerbaren Energien dem IW zufolge für einen Haushalt Ende 2016 rund 350 Euro höher liegen als 2011. Die seit dem Atomausstieg gestiegenen Netzentgelte kosten einen Haushalt außerdem 142 Euro mehr. Kommt die Novellierung zur Förderung die Kraft-Wärme-Kopplung wie geplant, fallen zudem je 30 Euro mehr gegenüber 2011 an. Andere Posten wie die Haftungsumlage für den verspäteten Anschluss für Windanlagen auf hoher See sind seit 2011 ganz neu hinzugekommen. Kostenpunkt dieser Umlage: zusätzlich 17 Euro mehr für die Stromverbraucher. „Die meisten Umlagen sind verteilungspolitisch bedenklich“, sagte IW-Energieexpertin Esther Chrischilles. Denn sie treffen vor allem einkommensschwächere Haushalte. Auch die Wirtschaft macht sich angesichts der steigenden Kosten große Sorgen. „Mehrbelastungen für Unternehmen und Privathaushalte in Höhe von 100 Milliarden Euro in zehn Jahren sind nicht unrealistisch“, sagte Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). „Die Politik sollte die Notbremse ziehen und auf die Klimareserve und die Anhebung der KWK-Förderung verzichten.“ Kritik kommt auch aus dem Bundestag. „Ich frage mich, wie der Verbraucher das alles noch stemmen soll“, sagte Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs (CDU). „Gabriel hat nichts unternommen, um die Kosten für die Verbraucher zu drosseln“, kritisierte der stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende Oliver Krischer. „Erst herrscht bei der Energiewende über ein Jahr lang Stillstand. Und dann fehlen wesentliche Eckpfeiler im Gesetz wie eine Reform der Netzentgelte.“

Polizeiakademie Niedersachsen
Ausstellung: „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“

Nienburg (ots) – Am 30.11. wurde in der Polizeiakademie Niedersachsen in Nienburg die Wanderausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ eröffnet. Auf 22 Tafeln setzt sich die Ausstellung mit den Taten sowie der gesellschaftlichen Aufarbeitung seit dem Auffliegen des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) im November 2011 auseinander. Dieter Buskohl, Direktor der Polizeiakademie, eröffnete die Ausstellung und stellte klar, dass es einen NSU oder etwas Vergleichbares nicht mehr geben dürfe: „Die Landespolizei und der Verfassungsschutz in Niedersachsen werden hier ein wachsames Auge haben!“, so Buskohl. Stellvertretend für den Innenminister Boris Pistorius begrüßte Landespolizeipräsident Uwe Binias die Gäste und stellte fest, dass die Sicherheitsbehörden enger zusammen arbeiten müssen, um solchen Verbrechen vorzubeugen. Binias dazu: „Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus müssen ganzheitlich, gemeinsam und auf breiter Basis bekämpft werden.“ Die Ausstellungsmacherin und Gründerin des Instituts für Sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung e. V. Birgit Mair zeigte in ihrem Einführungsvortrag die Chronologie der Verbrechen auf. Sie ging neben der Vorstellung des Ausstellungsprojekts auch auf aktuelle Entwicklungen im NSU-Komplex ein. Anschließend wurden die rund 150 Gäste, darunter namhafte Persönlichkeiten aus Polizei, Politik und der Region Nienburg, durch die eindrucksvolle Ausstellung geführt. Der erste Teil der Exposition zeigt die Biografien der Opfer der Mordserie, ergänzt durch Aussagen von Angehörigen der Verstorbenen. Weitere Tafeln beschäftigen sich mit den Bombenanschlägen in Köln sowie den Banküberfällen, bei denen unschuldige Menschen teilweise lebensbedrohlich verletzt wurden. Der zweite Teil beleuchtet die Neonaziszene der 1990er Jahre sowie die Hilfeleistungen an den NSU-Kern aus einem neonazistischen Netzwerk. Dargestellt werden auch die Gründe, warum die Mordserie nicht aufgedeckt wurde sowie der gesellschaftspolitische Umgang mit dem Themenkomplex nach dem Auffliegen der neonazistischen Terrorgruppe am 4. November 2011. Die Ausstellung kann bis zum 30. November im Foyer der Polizeiakademie Niedersachsen von Montag bis Donnerstag von 8.00 – 16.00 Uhr und am Frei-tag von 8.00 – 13.00 Uhr besichtigt werden.
Rückfragen bitte an:

Polizeiakademie Niedersachsen
Nicole Barthel
Telefon: 05021 9778-714

Republic Records
Ariana Grande meldet sich mit „Focus“ zurück

Berlin (ots) – Es handelt sich bei „Focus“, das die 22-jährige Ariana zusammen mit Savan Kotecha geschrieben hat, während Max Martin die Produktion übernahm, um die erste Single von ihrem mit Spannung erwarteten neuen Album, das 2016 bei Republic Records erscheinen wird. „Focus“ ist eine Up-Tempo-Nummer, die an Vorgängerhits wie „Problem“ (ft. Iggy Azelia) oder „Bang Bang“ (ft. Jessie J & Nicki Minaj) erinnert und ihre engelsgleiche Powerstimme erneut gekonnt in den Fokus stellt. Das zum Titel zugehörige Video ist unter der Regie von Hannah Lux Davis entstanden

Über Ariana Grande: Rasanter kann man die Popwelt kaum erobern: Ariana Grande erstürmte Platz #1 der Billboard-200 gleich zwei Mal in weniger als 12 Monaten – erst mit ihrem Debütalbum „Yours Truly“ und dann gleich noch einmal mit dem 2014 veröffentlichten „My Everything“-Nachfolger. Auf „Yours Truly“ hatte sie bereits den Mega-Hit „The Way“ feat. Mac Miller präsentiert, der in den USA zweifach mit Platin ausgezeichnet wurde, in den Top-10 der Billboard Hot-100 landete und Platz #1 der iTunes Overall Top Songs-Charts belegte. Der ebenfalls mit Platin ausgezeichnete Albumnachfolger „My Everything“ bescherte Ariana Grande daraufhin nicht nur fünffaches Platin für die Single „Problem“ feat. Iggy Azalea, sondern obendrein noch eine Grammy-Nominierung („Best Pop Vocal Album“). Ihr „Problem“-Hit machte Ariana zur „jüngsten Sängerin, die über 400.000 Singles in der ersten Woche verkauft hat“. „Problem“ schoss in 85 Ländern an die Spitze der iTunes-Charts, dominierte die iTunes Overall Top Songs- und -Pop Songs-Charts vier Wochen lang und führte auch die US-Airplay-Charts an (Mainstream/Top-40). Als „My Everything“ veröffentlicht wurde, lag ihr Album auf Platz #1 bei Spotify, während Ariana selbst den ersten Platz der Billboard Artists 100-Charts belegte. Sie ist die erste Frau und die erste Musikerin seit Michael Jackson, der es gelungen ist, drei Songs – „Problem“, „Break Free“ feat. Zedd und „Bang Bang“ (mit Nicki Minaj & Jessie J) – zugleich in den Top-6 der US-Digital Songs Charts zu platzieren. Auch „Bang Bang“ wurde mit Platin ausgezeichnet und für einen Grammy nominiert (in der Kategorie „Best Pop Duo/Group Performance“). Schon 2013 wurde Ariana Grande bei den American Music Awards zum „Best New Artist“ gekürt. Seither folgten etliche weitere Preise: „Favorite Breakout Artist“ bei den People’s Choice Awards 2014, der „Young Influencer Award“ bei den iHeartRadio Music Awards, „Choice Female Artist“ und „Choice Single“ (für „Problem“) bei den Teen Choice Awards 2014, um nur eine Auswahl zu nennen. Bei den MTV VMAs 2014 wurde der Clip zu „Problem“ zudem als „Best Pop Video“ ausgezeichnet. Nachdem sie zuletzt ihre ausverkaufte Welttournee zu ihrem Album „My Everything“ (US: #1; D: #5) absolviert hat, in deren Rahmen sie auch in Deutschland Halt machte, meldet sich Ariana diese Woche mit „Focus“ zurück – und hat damit den Countdown zum nächsten Album eröffnet.