Syrienkonflikt
CDU-Generalsekretär befürwortet Einbindung Assads in Friedenssuche

Berlin (dts) – CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat die Einbindung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in die Suche nach einer Friedenslösung für das Bürgerkriegsland befürwortet. Viele in Deutschland wünschten sich, dass der unmenschliche Terror in Syrien ein Ende habe, sagte Tauber in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). „Insofern müssen alle Möglichkeiten genutzt werden, das zu erreichen – dazu kann auch das Gespräch mit Assad gehören“, sagte er. Es sei notwendig, den Syrien-Konflikt zu beenden. Er sei eine der Hauptursachen für die große Zahl von Flüchtlingen, die nach Europa kämen, erklärte Tauber.

Zur Vorstellung ihres Albums erschien sie im Hijab
Insider: Janet Jackson ist zum Islam konvertiert

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London (nex) – Mehrere Zeitungen, darunter die „Sun“, soll die bekannte Popsängerin Janet Jackson, Schwester des 2009 verstorbenen „King of Pop“, Michael Jackson, zum Islam konvertiert sein. Zur Vorstellung ihres neuen Albums in London erschien sie im Hijab.
Ein Vertrauter der 1966 geborenen Sängerin, die 1982 ihr erstes Album veröffentlichte 1986 und 1987 von ihrem dritten Album „Control“ gleich fünf Auskopplungen in den US Top 40 platzieren konnte, erklärte, dass die bereits seit einiger Zeit durch die Klatschpresse gehenden Gerüchte der Wahrheit entsprächen. „Sie denkt, dass sie jetzt ihre Religion gefunden hat“, zitiert die „Sun“ ihren Gewährsmann. „Sie hat auch ihrer Familie davon erzählt, die ihre Entscheidung respektiert. Sie hat einige Zeit damit verbracht, die Religion und ihre Anhänger zu studieren. Die Zeiten von anzüglichen Tänzen und sexuell aufgeladenen Texten sind für Janet schon lange vorbei.“
Die Sängerin, die aus der ursprünglich den Zeugen Jehovas zugehörigen Jackson-Dynastie stammt und deren aus Arkansas stammender Vater Joseph Jackson als Musikproduzent die musikalischen Werke mehrerer Kinder seiner Familie herausgebracht hatte, heiratete 2012 den reichen katarischen Unternehmer Wissam Al Mana. Der „Sun“ zufolge soll Janet Jackson auch ihre Konzerte mittlerweile mit dem Ruf „Insh’Allah“ beenden („Wenn Gott es will“). Janet Jackson wäre nicht das erste Mitglied der Jackson-Familie, die zum Islam übergetreten wäre. Ihr ebenfalls in den 1980er Jahren als erfolgreicher Musiker bekannt gewordener Bruder Jermaine Jackson war bereits 1989 Muslim geworden und nennt sich seither Muhammad Abdul-Aziz. Auch über einen Übertritt Michael Jacksons hatte es kurz vor seinem Tode Gerüchte gegeben.

Umfrage
Nach solidarischer Flüchtlingspolitik: Merkel verliert deutlich an Zustimmung

Berlin (dts) – Die Beliebtheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Bevölkerung ist laut einer Umfrage deutlich gesunken: Auf die Frage, ob Merkel auch künftig „eine wichtige Rolle“ spielen sollte, antworteten 63 Prozent der Befragten mit „Ja“, wie die aktuelle Umfrage von TNS Forschung im Auftrag des Nachrichten-Magazins „Der Spiegel“ zeigt. Gegenüber der Umfrage vor drei Monaten verschlechterte sich Merkels Wert damit um fünf Punkte. Die CDU-Vorsitzende steht damit hinter Joachim Gauck (Rang drei) und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (Rang zwei) auf Rang vier der „Spiegel“-Politikertreppe. Erstmals in dieser Legislaturperiode führt mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier ein Sozialdemokrat die Liste an. Von ihm wollen 67 Prozent der Befragten, dass er künftig eine wichtige Rolle spielt. Deutlich zulegen konnte bei der Umfrage auch der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel, der sich um sieben Punkte verbesserte und jetzt hinter Merkel auf Rang fünf steht. CSU-Chef Horst Seehofer und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den Grünen (jeweils plus sechs Punkte) gehören ebenfalls zu den Gewinnern der Quartalsumfrage. Klare Verliererin neben Kanzlerin Merkel ist die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht (minus fünf Punkte).

Flüchtlingskrise
Deutschland will Syrern ohne Asylverfahren Aufenthalt gewähren

Berlin (dts) – Um das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) zu entlasten, plant das Bundeskanzleramt nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins „Der Spiegel“, Syrer künftig komplett aus dem Asylverfahren auszunehmen. Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland sollen dann direkt für drei Jahre eine Aufenthaltserlaubnis erhalten, ohne das reguläre Asylverfahren zu durchlaufen. So könnte das Bamf sich ganz auf die weniger aussichtsreichen Asylverfahren etwa für Zuwanderer aus Balkanstaaten konzentrieren – und diese schneller abarbeiten, hofft man im Kanzleramt. Syrer mit dem geplanten Aufenthaltsstatus dürften keine Verwandten aus ihrer Heimat nachholen, heißt es in Koalitionskreisen. Den Ländern soll das Projekt mit finanziellen Argumenten schmackhaft gemacht werden: Der Bund würde für alle Flüchtlinge mit diesem Status aufkommen.

Agenda 2030
Merkel wirbt vor UN-Vollversammlung für „Agenda 2030“

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New York (dts) – Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor der UN-Vollversammlung für die „Agenda 2030“ der Vereinten Nationen geworben. „Jedes große Vorhaben fängt im Kopf an“, so Merkel. Die deutsche Wiedervereinigung und der heutige Frieden in Europa zeigten, welche positiven Veränderungen möglich seien. Deutschland werde sich seiner Verantwortung stellen, sagte Merkel in der auf Deutsch gehaltenen Rede. Das Eintreten für die Ziele der Agenda, wie der Kampf gegen Armut und Hunger, für Gesundheit, Bildung und Nachhaltigkeit, könne nur gemeinsam gelingen, so die Kanzlerin. Mehr als 150 Staats- und Regierungschefs sind seit Freitag im UN-Hauptquartier in New York zusammen gekommen, um die neuen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zu beschließen. Knapp zwei Stunden vor der Kanzlerin hatte auch der Papst gesprochen.  

Islamismus
Boko Haram Kommandant gesteht im Verhör: „Kann weder beten noch habe ich den Koran gelesen“

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Nigeria: Boko-Haram-Führer gesteht völlige Ahnungslosigkeit über den Islam

Lagos (nex) – Ein seit zwei Monaten als militärischer Führungskader der Terrorgruppe „Boko Haram“ in Nigeria tätiger, von der Armee gefangener Kämpfer hat in einer auf Video aufgezeichneten Befragung einräumen müssen, keine Ahnung von den Grundlagen der islamischen Religion zu haben. Die seit 2010 verstärkt im Norden von Nigeria, vor allem in den Provinzen Borno, Yobe und Adamawa aktive Terrormiliz, die für zehntausende Tote und Vertriebene verantwortlich sein soll, hatte im vergangenen März dem so genannten IS die Treue geschworen. In dem auf dem nigerianischen Portal Bulakur veröffentlichten Video zeigt sich der gefangene Boko-Haram-Führer als nicht in der Lage, Fragen wie jene zu beantworten, welche die wichtigsten Pflichten im Islam seien oder wie die Gebete verrichtet würden. Auch gab er an, nicht in der Lage zu sein, den Koran zu lesen. Militärsprecher Sani Usman erklärte angesichts der Aufnahmen, dass dies nicht das erste Mal gewesen sei, dass sich Angehörige dschihadistischer Gruppen als in religiösen Angelegenheiten völlig ahnungslos erwiesen hätten. Kondome und Drogen statt religiöser Literatur In von der Armee eroberten Unterschlupfen oder Trainingscamps der Terrorgruppe seien regelmäßig keine Koranausgaben, Bücher über Hadithen oder sonstige religiöse Literatur oder Utensilien gefunden worden, sondern Munition, Kondome und verschiedenste Arten von Drogen, darunter auch Aphrodisiaka. Die Onlineplattform naij.com berichtet außerdem noch von vermehrten Erfolgen der Armee im Kampf gegen die Terrorgruppe. Es gelinge nigerianischen Gruppen immer wieder, die Terroristen zurückzudrängen und zuvor von Boko Haram gehaltene Stellungen einzunehmen. Der in Lagos lebende frühere Militäroffizier Akinpelum Akin-Shittu erklärte dem Portal gegenüber, er gehe davon aus, dass es bei den Boko-Haram-Kämpfern von Beginn an nicht um Muslime gehandelt habe. Es seien primär marodierende Kriminelle gewesen, die durch Sponsoren und Finanziers dazu gebracht worden sein, in Stammesfehden zu intervenieren und verschiedene Formen des Nepotismus zu stützen. Die Terroristen seien nicht nur ein Problem des Nordens, ganz Nigeria müsse sich gegen diese Gefahr vereinigen. „Die meisten von ihnen sind Freidenker“, erklärte Akin-Shittu. „Sie sind weder Muslime noch Christen. Gute Muslime oder Christen könnten nie in eine Moschee oder Kirche gehen und dort Bomben legen und Unschuldige unter dem Vorwand der Religion töten.“ Ähnlich sieht Shafiu Suleiman, ein Mitarbeiter von DAAR Communications, die Angelegenheit. „An denen war vom ersten Tag an nichts Religiöses“, erklärte er gegenüber naij.com. Sein Kollege Balele Ali Kankara bestätigte seine Einschätzung: „Möge der allmächtige Gott ihnen die Maske vom Gesicht reißen und sie gehörig bestrafen.“

Kritik
Papst mahnt vor Vereinten Nationen Grundrechte an – Kritik an Weltwirtschaft

New York (dts) – Papst Franziskus hat in einer Rede vor den Vereinten Nationen am Freitag verschiedene Grundrechte angemahnt und die Umweltzerstörung kritisiert. Alle Menschen brauchten „eine materielle und spirituelle Grundlage“. Dinge wie ein Dach über dem Kopf, eine Arbeitsstelle, Trinkwasser und das Recht zum Lernen müssten geschützt werden. Die armen Menschen litten am meisten unter der Zerstörung der Umwelt, so der Papst. Gleichzeitig zeichnete er eine düstere Zustandsbeschreibung: Es gebe derzeit eine regelrechte „Rücksichtslosigkeit der Weltwirtschaft“ und Kriege auf der ganzen Welt. Es müsse endlich ein „totales Verbot aller Atomwaffen“ geben, so der Papst.

Umsiedlung
Rohingya: Neue Heimat in den USA

Bangkok (nex) – Am Freitag ist von offizieller Seite bestätigt worden, dass 29 muslimische Rohingyaflüchtlinge aus Thailand in die Vereinigten Staaten als Teil eines Wiederansiedlungsplans fliegen werden. Die 29 teilweise aus Menschenhandellagern stammenden Personen werden umgesiedelt, wenn bewiesen werden kann, dass es sich hier um „Flüchtlinge“ handelt, die aufgrund von Verfolgung und nicht aus Wirtschaftsgründen fliehen. Das hat ein Sprecher des Thailändischen Ministers für Soziale Entwicklung und Menschliche Sicherheit der Agentur Anadolu am Freitag in einem Interview mitgeteilt. Die Bangkok Post hat die US-amerikanische Abteilung für Staatsflüchtlingsangelegenheiten zitiert, die besagt, dass die 29 Rohingya vier Flüchtlingen folgen, die bereits Anfang des Monats Thailand während eines humanitären Programms verlassen haben. Seit 2002 sind mit Hilfe dieses Projekts 13.000 Muslime aus Myanmar umgesiedelt worden. Seit 2012 sind unzählige muslimische Rohingya – welche die Vereinten Nationen als die am Meisten verfolgte ethnische Minderheit der Welt bezeichnen – aus Myanmar aus Angst vor Gewalt seitens des Staats geflohen. Diverse Menschenrechtgruppen schätzen, dass nicht weniger als 10 Prozent der millionenstarken ethnischen Gruppe aus dem Land auf der Suche nach einem besseren Leben als Muslim nach Indonesien und Malaysia geflohen sind. Thailand ist für viele das Tor auf dem Weg in den Süden. Nachdem am 1. Mai mehr als 30 Leichen der Rohingya in Dschungellagern im südlichen Thailand entdeckt worden sind, haben sich thailändische Behörden für ein scharfes Vorgehen gegen diverse Menschenhändlergruppen eingesetzt. Dabei ist es zu Verhaftungen von zahlreichen Verdächtigen einschließlich eines thailändischen Generals gekommen.    

Umfrage
Mehrheit für Fertigstellung des Flughafens BER

Berlin (dts) – Trotz der jüngsten Berichte über Pannen am Neubau des Hauptstadflughafens Berlin Brandenburg (BER) ist eine Mehrheit der Deutschen für die Fortsetzung des Baus. Das ergibt eine Umfrage von TNS Emnid für das Nachrichtenmagazin Focus. Demnach sind 56 Prozent der Bundesbürger für den Weiterbau des BER, 21 Prozent sind für einen Stopp des Bauvorhabens, und 15 Prozent meinen, der Flughafen sollte abgerissen und neu konzipiert werden. Der Hauptstadtflughafen befindet sich seit 2006 im Bau. Der Flugbetrieb sollte ursprünglich im Oktober 2007 starten.

Gleichstellung
Göring-Eckardt zu Bundesratsbeschluss: Die Ehe für alle kann kommen

Berlin (dts) – Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, hat den Beschluss des Bundesrates für einen Gesetzesentwurf zur Gleichstellung der Homo-Partnerschaften, begrüßt. „Ich freue mich sehr über den Beschluss des Bundesrats in Bezug auf die Ehe für alle. Wir werden das jetzt im Bundestag haben“, erklärte Göring-Eckart. Die Länderkammer, die derzeit von SPD und Grünen dominiert wird, hat am Freitag einen Gesetzesentwurf beschlossen, nach dem in Zukunft gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften dieselben Rechte haben sollen wie traditionelle Ehen. Göring-Eckardt: „Ich kann nur alle aufrufen, insbesondere die Sozialdemokratie, die Mehrheiten, die es dafür gibt, jetzt auch zu nutzen. Die Ehe für alle kann kommen. Der Bundesrat hat den Weg freigemacht. Jetzt muss der Bundestag nachziehen.“