Tel Aviv (eurasia) – Israel könnte seinen Sicherheitskräften fortan die Nutzung von scharfer Munition gegen palästinensische Steinewerfer erlauben, sollten Zivilisten „in Gefahr“ sein. Damit würde das alleinige Recht auf Selbstverteidigung ausgehebelt werden. Zudem habe das Sicherheitskabinett eine Minimum-Strafe von vier Jahren gegen Steinewerfer ausgerufen, berichtet das Nachrichtenportal RT am Freitag.
„Das israelische Sicherheitskabinett hat entschieden, die Polizei zu autorisieren, scharfe Munition gegen Steine und Molotow-Cocktail werfende Personen zu verwenden, wenn Leben dritter Personen in Gefahr sind und nicht mehr nur, wenn ein Polizist gefährdet ist“, teilte das Büro des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu mit. Bisher ist es Polizisten nur erlaubt, zu schießen, wenn diese empfinden, dass ihr eigenes Leben in Gefahr sei.
Bei einem Treffen am Donnerstag betonte Netanjahu, dass sein Kabinett diesen Umstand künftig mit besonderem Nachdruck ändern werde. Laut der israelischen Tageszeitung Haaretz monierte der Premier lautstark, dass Steinwerfer ihre „tödlichen und mörderischen Objekte ohne Gegenantwort schleudern dürfen“. Unreflektiert bleibt, dass Israel mit dieser Entscheidung eine im Vergleich unverhältnismäßige Eskalationsstufe einleitet.
(erschienen bei eurasia am 25.09.15)
Leipzig (ots) – „Frauen achten heute mehr auf ihre eigenen Bedürfnisse.“ Dieser Aussage stimmt die große Mehrheit der weiblichen Mitglieder der Erotik-Community JOYclub zu. Und tatsächlich: Der Umsatz mit Sextoys wächst seit Jahren stetig, sie gehören längst zum Lifestyle.
Dank geschickten Marketings von Plattformen wie Pornhub und speziell für Frauen produzierten Filmen gilt gleiches für den Konsum von Pornografie. Besondere Vorlieben wie BDSM werden nicht zuletzt durch Kassenschlager wie „Shades Of Grey“ salonfähig.
Und auch in der Erotik-Community JOYclub sind so viele Frauen angemeldet wie nie zuvor. Wer sind diese Frauen? Warum sind sie dort? Und was finden sie? Dazu hat JOYclub 5.000 Frauen seiner über 2 Millionen Mitglieder befragt. Herausgekommen ist ein differenziertes Bild der weiblichen JOYclub-Community jenseits der gängigen Klischees.
Motivation: erotische Erfüllung neben Beruf und Familie
Frauen sind anspruchsvoll, selbstsicher und körperbewusst Gesucht:
Gleichgesinnte für Swingen, Bi-Sex, BDSM Überraschend: neue Freunde statt schnellem Sex
Frauen mitten im Leben: Beruf, Familie und… Sex?
Ein Großteil der Frauen in der Community ist zwischen 26 und 45 Jahre alt und beruflich erfolgreich.
Sie sind zwar mehrheitlich Singles, erstaunlich viele haben aber auch Beziehungen und Kinder. Sie alle vereint: Neben Beruf und Familie bleiben Erotik und Sehnsüchte im Alltag oft auf der Strecke. Als Mitglied der Community finden sie genau das wieder. Sie lassen sich inspirieren, beflügeln ihre Fantasie, tauschen sich mit Gleichgesinnten aus und finden Freunde, Affären und Gruppen, die ihre Bedürfnisse nach leidenschaftlicher Sexualität oder Fetischen teilen.
Das sind die Frauen im JOYclub
60,5% sind zwischen 26 und 45 Jahre alt
58% sind Singles
42% leben in einer festen Partnerschaft oder sind verheiratet
46,1% haben Kinder
53% sind fest angestellt oder arbeiten selbstständig
11,8% sind in einer Führungsposition
Swingen, Bi-Sex, BDSM:
Erotische Vielfalt ohne Tabus
JOYclub-Frauen holen sich auf vielfältige Weise Inspiration für ihr Sexleben. Viele greifen dabei auch auf Pornofilme zurück. Vor allem die jüngeren Mitglieder der „Generation YouPorn“ zeigen hier einen klaren Trend. Sextoys sind für fast alle ein fester Bestandteil ihres Sexlebens.
Dennoch bleiben viele Bedürfnisse oftmals unerfüllt. Das sind für ein Drittel ihre bisexuellen Neigungen, eine erstaunlich große Neugier auf BDSM, die Lust auf einen Dreier und für manche ein spezieller Fetisch. An dieser Stelle kommt die Community ins Spiel, denn dort finden sich Gleichgesinnte ohne gesellschaftliches Korsett. Hier darf frau aus dem Rahmen fallen:
Themen, die im Alltag tabu sind, werden ehrlich diskutiert. Und neben Dating und Sex im Allgemeinen lockt viele das große Angebot an erotischen Events, die sowohl Singles als auch Paare anziehen.
Sexuelle Vorlieben der JOYclub-Frauen
54,8% schauen ab und zu oder sogar regelmäßig Pornos
90% besitzen mindestens ein Sextoy
52,6% sind neugierig auf BDSM
34,1% der Frauen bezeichnen sich als bisexuell
27,4% besuchen hin und wieder Swingerclubs
18,1% Erotikpartys
18,5% haben sich aufgrund eines speziellen Fetisches angemeldet
21,1% suchen nach Inspiration für ihre Partnerschaft
Der Club der starken Frauen:
JOYclub-Frauen sind selbstbewusst
Zwar ist die Gesellschaft im Bezug auf Erotik-Themen heute offener geworden und viele Tabus sind vermeintlich gefallen. Wenn es aber ganz konkret um explizite, gar sexpositive Communities geht, ist es vielerorts mit der Toleranz vorbei. Umso erstaunlicher, wie mutig und selbstbewusst sich die meisten Frauen im JOYclub bewegen. Sie sprechen sexuelle Präferenzen offen an, suchen sich ihre Sexualpartner aktiv aus und verstecken sich nicht hinter der Anonymität eines falschen Profilbildes.
Selbstsicher in der Community
77% stehen offen zu ihrer Mitgliedschaft oder haben Freunden davon erzählt
19,4% zeigen im Profil ihr Gesicht nur
5,3% wollen komplett anonym bleiben
57,3% machen den ersten Schritt, wenn sie sich für einen Mann interessieren
Tattoo, trainierter Körper, eigener Stil
Selbstbewusst sind die JOYclub-Frauen auch im Bezug auf ihr Äußeres. Die Mehrheit bevorzugt einen individuellen Kleidungsstil. Dazu passt der große Zuspruch in Sachen Körperschmuck. Überdurchschnittlich viele JOYclub-Frauen sind tätowiert oder haben Piercings. Dass ihnen ihr Körper wichtig ist, zeigt sich auch daran, wie viel Wert sie auf regelmäßigen Sport legen.
Und der hält nicht nur fit: einen trainierten Körper finden die meisten sexy.
Körperbewusst und individuell
25,7% bezeichnen ihren Kleidungsstil als ‚individuell‘
58,5% treiben mindestens einmal pro Woche Sport
31% sogar zwei bis vier Mal
42,8% sind tätowiert
23,3% haben Piercings im Gesicht, jede Fünfte sogar im Intimbereich
Freundschaft statt schnellem Sex
Den allerwenigsten Frauen im JOYclub geht es um schnellen Sex. Die meisten erwarten sich von einem Date zunächst einmal ein Kennenlernen ohne feste Erwartungen. Dabei ist ein respektvoller Umgang für sie von entscheidender Bedeutung. Die Community ermöglicht es, in einem sicheren und niveauvollen Rahmen Neues auszuprobieren, Grenzen auszuloten und erotische Fantasien in die Tat umzusetzen.
Ein schöner Nebeneffekt des intensiven Netzwerkens:
Mehr als die Hälfte der Befragten hat über die Community auch neue Freundschaften geknüpft.
Erfahrungen in der Community
40,7% der Frauen wünschen sich zuerst ein ungezwungenes Kennenlernen
3,3 % der Befragten erhoffen sich schnellen Sex von einem Date
43,4% heben das respektvolle Miteinander innerhalb der Community hervor
32,2% haben neue Sexpraktiken kennengelernt 30,6% haben ihre Fantasien ausleben können
27,3% wurden durch ihre erotischen Abenteuer in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt
Flüchtlinge: 24-jährige Syrerin organisiert „Fußmarsch nach Europa“
Istanbul (nex) – Die Initiative zum „Fußmarsch nach Europa“, dem sich bis dato 1500 Flüchtlinge angeschlossen haben, die seit mehr als einer Woche an der Grenze zu Edirne ausharren, ging von einer 24-Jährigen aus, die über Facebook zu dieser Aktion aufgerufen hatte. Medien berichteten, dass die Syrierin Savsan Atrash (24) den Fußmarsch syrischer Flüchtlinge aus der Türkei nach Europa angestoßen habe.
Nachdem ihr Bruder, der in der Hoffnung, in die Niederlande auswandern zu können, 2014 bei der Überfahrt von Izmir nach Griechenland starb, nachdem das Flüchtlingsboot gesunken war, gründete sie eine Facebook-Gruppe. In dieser werden alle Flüchtlinge dazu aufgefordert, den Schleppern kein Geld mehr zu geben und sich nicht mehr in Gefahr des Ertrinkens zu bringen, sondern stattdessen zu Fuß nach Europa zu laufen.
Die Gruppe hat bereits fast 12 000 Follower. In weiterer Folge haben sich zusätzliche sechs Gruppen mit einem ähnlichen Anliegen gebildet. Savsan Atraşh selbst möchte in der Türkei bleiben, ihren Master machen und Lehrerin werden.
Ankara (eurasia/nex) – Bei seiner Opferfest-Rede hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan am 24. September gesagt, dass der syrische Präsident Baschar al-Assad an einem politischen Übergangsprozess im Bürgerkriegsland teilnehmen könnte. Die Türkei gehört zu den größten regionalen al-Assad-Gegnern. Der etwaige Strategiewandel geht offenbar aus jüngsten Konsultationen mit Russland hervor.
„Ein Übergangsprozess ohne al-Assad oder mit al-Assad ist möglich. Erforderlich aber ist die Einbindung der Opposition […]. Keiner kann sich eine Zukunft Syriens mit al-Assad vorstellen. Es ist nicht möglich eine Person zu akzeptieren, die für den Tod von 300 000 bis 350 000 Menschen verantwortlich ist, einen Diktator“, sagte Erdoğan nach dem Eid al-Adha-Gebet (zu Deutsch: Islamisches Opferfest) am 24. September in Istanbul.
Auf das Gespräch mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin am 23. September in Moskau hinweisend, sagte Erdoğan, dass er „keine klare [Perspektive] in der russischen Herangehensweise in Syrien erkennen konnte“.
Er fügte jedoch auch hinzu, dass sich der türkische und der russische Außenminister für den Start einer neuen Arbeitsgruppe zur Syrienkrise bereit machen würden. Dies wurde eigenen Worten zufolge mit Präsident Putin abgesprochen.
„Wir haben uns entschieden, in diesem Fall bei der UN-Generalversammlung als eine Dreiergruppe, bestehend aus den Außenministern der USA, der Türkei und Russland, zu kooperieren“, sagte Erdoğan. Dieser gab jedoch an, dass auch Iran und Saudi Arabien in die Gespräche involviert werden könnten. Mit der Teilnahme der EU, Jordaniens und Katars könnte der Rahmen ausgeweitet werden, so das türkische Staatsoberhaupt.
Erdoğan sagte, dass er im Gespräch mit Putin davon ausgehe, dass al-Assad auf 15 Prozent seines Staatsterritoriums, von Damaskus nach Latakia einschließlich Homs, die Etablierung eines alawitischen Syriens durchbringen wolle.
Der türkische Präsident hingegen wiederholte Ankaras Wunsch, eine „Sicherheitszone“ in Syrien einzurichten, welche frei von „terroristischen Organisationen“ sein solle.
Erschienen auf eurasianews.de
Berlin (dts) – Bund und Länder haben sich auf eine Aufteilung der Kosten für die Bewältigung der Flüchtlingskrise geeinigt. Der Bund zahle eine monatliche Pauschale in Höhe von 670 Euro pro Flüchtling, beginnend mit dem Tag der Erstregistrierung bis zum Abschluss des Verfahrens, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstagabend in Berlin. Der Bund übernehme damit das Risiko für die Dauer des Asylverfahrens und die Anzahl der Asylbewerber.
Es werde keine feste Summe vom Bund an die Länder gezahlt, sondern dem Bedarf entsprechend. Außerdem stecke der Bund unter anderem 500 Millionen Euro in den sozialen Wohnungsbau. Die freiwerdenden Mittel aus dem Betreuungsgeld würden auf die Länder verteilt. Die derzeitige Prognose liegt bei rund 800.000 Flüchtlingen für das kommende Jahr. Zusammen mit weiteren finanziellen Hilfen können die Länder also mit mehr als vier Milliarden Euro rechnen. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) zeigten sich zufrieden mit der Einigung. Haseloff sprach von einem „Durchbruch“, durch den die Länder nun wieder Planungssicherheit für ihre Haushalte erhielten.
Türkischer Premierminister Davutoğlu trifft Uhrenbastler Ahmed (14) in New York
New York (nex) – Ahmed Mohamed, der 14-jährige muslimische Schüler, der in den USA festgenommen wurde, nachdem er eine zu Hause gebastelten Wecker mitgebracht hatte, soll am heutigen Freitag in New York mit dem türkischen Premierminister Ahmet Davutoğlu zusammentreffen. Die in der Millionenmetropole ansässige Türken Foundation hat dem Vater des Jungen, Mohamed el-Hassani Mohamed diesbezüglich eine Einladung zu ihrem Abendempfang zukommen lassen, an dem auch Davutoğlu teilnehmen wird.
Der Vater dankte der Türkei für die Unterstützung seines Sohnes in einer schwierigen Zeit und kündigte an, dass auch dieser an dem Treffen teilnehmen werde. „Was unserem Sohn widerfahren ist, hat Menschen in aller Welt betroffen gemacht, vor allem aber die Türken“, erklärte El-Hassani Mohamed. „Die Türkei hat uns von Beginn an unterstützt. Wir beten für sie.“ Es sei ein Element des Islam, dass Muslime ihre Sorgen teilen, erklärte El-Hassani Mohamed. Er brachte seine Dankbarkeit gegenüber der türkischen Nation, allen voran Präsident Recep Tayyip Erdoğan, Premierminister Ahmet Davutoğlu und der Türken Foundation zum Ausdruck.
Die Unterstützung durch die türkischen Medien und höchsten Amtsträger im Staate seien sehr aufrichtig gewesen und konkrete Schritte wie diese seien es gewesen, die der Familie Stärke gegeben hätten. El-Hassani Mohamed übte noch einmal scharfe Kritik am Vorgehen der US-Behörden, die seinen Sohn eher wie einen erwachsenen Kriminellen als wie ein Schulkind behandelt hätten und ihn mit Handschellen aus der Schule geführt hätten. Nachdem der Junge seinen selbstgebastelten Wecker der Lehrerin an seiner Schule in Irving, Texas, zeigen wollte, hatte diese ihn für eine Bombenattrappe gehalten und die Polizei verständigt, die Mohamed Ahmed anschließend in Gewahrsam nahm und in ein Jugendgefängnis brachte.
(Obama/Twitter
Tage später musste alle wider ihn erhobenen Vorwürfe fallengelassen werden. In den sozialen Netzwerken formierte sich angesichts des manifesten Eindrucks, dass der Junge einzig auf Grund seiner dunklen Hautfarbe und seines muslimischen Hintergrundes des Terrors verdächtigt wurde, unter dem Hashtag #IStandWithAhmed eine breite Welle der Solidarität, der sich auch US-Präsident Barack Obama anschloss, der Ahmed via Twitter bescheinigte, eine „coole Uhr“ gebaut zu haben und diesen ins Weiße Haus einlud. Auch Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, die NASA, Google und das Massachusetts Institute of Technology (MIT) erklärten ihre Solidarität und sprachen Einladungen an Ahmed Mohamed aus.
Wolfsburg (dts) – Porsche-Chef Matthias Müller (62) wird neuer Volkswagen-Chef und damit Nachfolger von Martin Winterkorn. Nach Gesprächen der Präsidien haben sich die Beteiligten am Donnerstagnachmittag auf Müller geeinigt, bestätigten zwei Personen aus deren Umfeld dem „Handelsblatt“. Am Freitag soll die Personalie offiziell verkündet werden.
Am Vormittag trifft sich der 20-köpfige Aufsichtsrat von Volkswagen, um die Spitzenposition im Konzern endgültig zu bestätigen. Am frühen Nachmittag wird mit der offiziellen Verkündung gerechnet. Müller gilt als Eigengewächs und ist bereits seit rund vier Jahrzehnten im Konzern. Seit dem Jahr 2010 führt er den Sportwagenbauer Porsche, der unter ihm von Rekord zu Rekord eilte.
San Francisco (dts/nex) – Facebook ist am Donnerstagabend für manche Nutzer nicht mehr erreichbar gewesen. Andere Nutzer konnten aber zeitgleich problemlos auf das soziale Netzwerk zugreifen. „Ein paar Minuten ohne hatespeech“, kommentierte Justizminister Heiko Maas die technische Auszeit über seinen Twitter-Account.
Über die Gründe der technischen Störung wurde zunächst nichts bekannt. Zum Teil war ab etwa 18 Uhr deutscher Zeit beim Aufruf der Webseite der Hinweis „Sorry, something went wrong“ oder „Service unavailable“ zu sehen.
Viertausend Rettungskräfte aus verschiedenen Ländern sind derzeit vor Ort im Einsatz
Mekka (nex) – Die Katastrophe in Mina bei Mekka nimmt immer größere Dimensionen an. Bei der Pilgerfahrt sind bei einer Massenpanik 717 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des saudi-arabischen Zivilschutzes seien zudem mehr als 800 Gläubige verletzt worden, darunter einige schwer. Die saudi-arabischen Verantwortlichen erklärten, dass die Zahl der Toten noch weiter steigen könnte. Bislang sei unklar, wie es zu der Massenpanik gekommen ist.
Die Massenpanik ereignete sich im Areal der Rolltreppen im Bereich der „Teufelsbesteinigung“, wegen der Massenpanik stürzten einige Pilgerer von der Brücke. Viertausend Rettungskräfte aus verschiedenen Ländern sind derzeit vor Ort im Einsatz. Im Jahr 2006 waren bei einer Massenpanik während der „Teufels-Besteinigung“ 364 Menschen ums Leben gekommen. Am 11. September waren 107 Menschen ums Leben gekommen, als ein Kran zur Erweiterung des Moscheebereichs der Kaaba nach heftigen Regenstürmen umgestürzt war. In der Region befinden sich immer noch mehr als zwei Millionen Pilger.
Berlin (dts) – Albanien, Kosovo und Montenegro werden künftig im Asylverfahren als „sichere Herkunftsstaaten“ betrachtet. Das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstagabend nach einem Treffen mit den Länderchefs mit. Bislang gelten als „sichere Herkunftsstaaten“ alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie Bosnien und Herzegowina, Ghana, Mazedonien, Senegal und Serbien.
Über die Neuaufnahme der drei Länder habe Einigkeit geherrscht, sagte die Bundeskanzlerin. Der Asylantrag eines Asylbewerbers aus einem sicheren Herkunftsstaat ist nach § 29a AsylVerfG als „offensichtlich unbegründet“ abzulehnen, sofern er nicht Tatsachen oder Beweismittel angibt, welche die Annahme begründen, dass ihm abweichend von der allgemeinen Lage im Herkunftsstaat politische Verfolgung droht.