Pressefreiheit
PKK verbietet kurdischen TV-Sender „Rudaw“

Die „Demokratische Vereinigungspartei“ (PYD), der politische Ableger der terroristischen PKK auf syrischem Territorium, hat in den von ihr kontrollierten Gebieten Nordsyriens den oppositionellen Sender „Rudaw TV“ verboten.

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Zensur in syrischen Kurdengebieten: PKK verbietet kurdischen Sender „Rudaw“

Rojava (nex) – Die „Demokratische Vereinigungspartei“ (PYD), der politische Ableger der terroristischen PKK auf syrischem Territorium, hat in den von ihr kontrollierten Gebieten Nordsyriens den oppositionellen Sender „Rudaw TV“ verboten. Dies teilte die dem Präsidenten der Kurdischen Autonomieregion im Irak (KRG), Masoud Barzani, nahestehende Rudaw-Mediengruppe am Dienstag mit. Die PYD begründete diesen Schritt damit, dass Rudaw „Feindseligkeit innerhalb der kurdischen Nation“ provoziert habe. Der Sender habe einem Statement der PKK-Satellitenpartei zufolge „zur Gewalt angestachelt und Spannungen geschürt“ sowie „Vorurteile verbreitet“.
Rudaw wies die Vorwürfe zurück und verteidigte seine Arbeit in den syrischen Kurdengebieten. Die Berichterstattung der Rudaw-Teams in Rojava (der syrischen Kurdenprovinz) sei wesentlich professioneller als jene der PYD-Medien, weshalb Rudaw auch in der dortigen Bevölkerung beliebter sei und als glaubwürdiger betrachtet werde. „Rudaw hat ausgewogen sowohl über positive als auch über negative Entwicklungen in diesem Teil Kurdistans berichtet“, so der Sender. Bereits in der Vergangenheit wäre Rudaw-Journalisten in den von der PYD kontrollierten Gebieten das Leben schwer gemacht worden.
Viele Mitarbeiter des Senders seien verhaftet oder aus ihren Häusern vertrieben worden. Die syrische PKK-Sektion PYD würde in ihren Hochburgen ein Klima der Angst und Einschüchterung gegenüber oppositionellen Medienmitarbeitern verbreiten. Man habe sich in dieser Angelegenheit auch an internationale NGOs für Medienrechte gewandt. Die PYD sei verantwortlich für die Sicherheit von Journalisten in den von ihr kontrollierten Gebieten. Rudaw forderte die PYD auf, von weiteren Beschränkungen der Pressefreiheit Abstand zu nehmen.
Diese würden „in Menschen den Eindruck erwecken, sie lebten in Nordkorea“, so der Sender weiter. Der Präsident der KRG, Masoud Barzani, hatte erst jüngst wieder Terroranschläge der PKK verurteilt und diese für das Ende des Friedensprozesses in der Türkei verantwortlich gemacht. Damit hat er den Zorn der Terroristengruppe auf sich gezogen. Es ist davon auszugehen, dass die nunmehrigen Repressionen gegen Rudaw TV in Rojava mit diesen Entwicklungen im Zusammenhang stehen.

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