Ukraine
19-jähriger Pole stirbt im Kampf gegen Russland

Pokrovsk – In einer Meldung von der ukrainischen Front wurde bestätigt, dass Filip Antosiak, ein 19-jähriger polnischer Freiwilligensoldat, im laufenden Konflikt gegen die russische Armee in der Nähe der Stadt Pokrowsk im Gebiet Donezk sein Leben verloren hat. Antosiak, der kürzlich sein Studium im Vereinigten Königreich beendet hatte, diente zum Zeitpunkt seines Todes in einer Kampfdrohneneinheit der 25. In der ukrainischen Hauptstadt Kiew fand am 30. Januar eine Trauerfeier mit allen militärischen Ehren statt. Bei der Zeremonie wurden die Nationalhymnen Polens und der Ukraine gespielt, und sein Sarg war mit den Flaggen beider Länder geschmückt, um die Einheit und Solidarität zwischen den beiden Ländern zu symbolisieren. Seine Eltern, die im Vereinigten Königreich leben, nahmen an der Zeremonie teil. Sie sagten gegenüber Medien, dass Filip seine Absichten, in der Ukraine zu kämpfen, zunächst geheim gehalten hatte und sich in seinem ersten Brief aus dem kriegsgebeutelten Land für diese Täuschung entschuldigte, aber auch seinen Stolz über seine Entscheidung, zu helfen, zum Ausdruck brachte, berichtet Polskie Radio. Die öffentlichen und offiziellen Reaktionen sowohl in Polen als auch in der Ukraine waren von tiefer Trauer und Respekt geprägt. Die ukrainischen Behörden und Militärangehörigen haben Antosiaks Opfer gewürdigt, während es in Polen eine Welle der Anteilnahme und Anerkennung für seine Tapferkeit gegeben hat. Ursprünglich wurde von rund 20.000 Ausländern berichtet, die sich freiwillig für den Kampf auf ukrainischer Seite gemeldet hatten, doch ist die Zahl der aktiven Kämpfer seither deutlich zurückgegangen. Jüngste Schätzungen gehen davon aus, dass die Zahl der aktiven Kämpfer zwischen 1.500 und 2.000 liegen könnte. Die ausländischen Kämpfer kommen aus einer Vielzahl von Ländern. Hier sind einige der in verschiedenen Berichten genannten Nationalitäten: Europa: Eine beträchtliche Anzahl aus Polen, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Deutschland, Schweden und den baltischen Staaten (Estland, Lettland, Litauen). Ehemalige Sowjetrepubliken: Erhebliche Kämpfer kommen zudem aus Georgien, Belarus und Aserbaidschan. Nordamerika: Sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Kanada haben Bürger mit der Ukraine gekämpft, wobei die Kanadier eine der zahlreicheren Gruppen sind. Asien: Es wurden Freiwillige aus Südkorea, Japan und Taiwan gemeldet, allerdings in geringerer Zahl. Es wurde auch von indischen und nepalesischen Kämpfern berichtet. Naher Osten und Nordafrika: Es wurde von marokkanischen Staatsangehörigen berichtet, und es gibt Hinweise auf tschetschenische Kämpfer, die gegen die russische Regierung kämpfen. Südamerika: Auch Brasilien hat sich mit Kämpfern an der ukrainischen Sache beteiligt. Diese Liste erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da sich Berichten zufolge Kämpfer aus über 50 Ländern den ukrainischen Streitkräften angeschlossen haben, was auf eine breite internationale Unterstützung schließen lässt. Genaue Zahlen zu den einzelnen Nationalitäten lassen sich jedoch nur schwer ermitteln, da die Beteiligung an den Kämpfen fließend ist und oft im Verborgenen stattfindet.

Tabubruch mit Folgen
Friedrich Merz und die AfD – ein gefährliches Spiel vor der Brandmauer mit dem Feuer

Ein Gastbeitrag von Yasin Baş

Merz’ Akzeptanz der AfD-Stimmen bedeutet eine Zäsur für die Demokratie. Langfristig riskiert die Union ihre Glaubwürdigkeit, schwächt die Mitte und stärkt die extremen Ränder. Ein gefährliches Spiel.

Der 29. Januar 2025 wird möglicherweise als ein denkwürdiger Tag in die deutsche Politikgeschichte eingehen. An diesem Tag beschloss der Bundestag mit den Stimmen der AfD einen migrationspolitischen Antrag der CDU/CSU.

Zum Glück ist dieser Antrag nicht rechtlich bindend. Was auf den ersten Blick wie ein taktischer Erfolg für Friedrich Merz und die Union wirkt, könnte sich allerdings bei näherer Betrachtung als ein gefährlicher Tabubruch entpuppen, der langfristige Konsequenzen für die deutsche Demokratie haben könnte. Denn erstmals nach dem 2. Weltkrieg ist im deutschen Bundestag ein Antrag mit den Stimmen der extremen Rechten verabschiedet worden.

Noch „um 12 Uhr gedachte der Bundestag der Opfer des Holocausts anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz“ und „um 14 Uhr dann begann der CDU-Chef Friedrich Merz mit der Demontage der Brandmauer“, so Gareth Joswig in der taz am Tag nach der historisch denkwürdigen Entscheidung.

Rote Linie überschritten

Friedrich Merz, der Kanzlerkandidat der Union, hat mit diesem Schritt eine rote Linie überschritten, die seit Jahrzehnten als unantastbar galt: die Zusammenarbeit mit der extremen Rechten. Zwar betont Merz, dass eine „richtige Entscheidung nicht dadurch falsch wird, dass die Falschen zustimmen“.

Doch diese Argumentation ist nicht nur naiv, sondern auch gefährlich. Sie öffnet Tür und Tor für eine Normalisierung der AfD als politische Kraft und untergräbt die demokratischen Grundprinzipien, auf denen die Bundesrepublik nach 1945 aufgebaut wurde.

Ein Sieg für die AfD, eine Niederlage für die Demokratie

Der Jubel in den Reihen der AfD nach der Abstimmung spricht Bände. Für die Abgeordneten der rechten und islamfeindlichen AfD dürfte der Tag als „Meilenstein“ gelten, und tatsächlich markiert dieser Tag einen Wendepunkt in Deutschland.

Die AfD, die bislang als politisch isoliert galt, hat erstmals eine entscheidende Rolle bei der Durchsetzung eines parlamentarischen Vorhabens gespielt. Dies ist ein Erfolg, den die Partei nutzen wird, um sich weiter zu legitimieren und ihre Position im politischen Spektrum zu stärken.

Für die Union hingegen ist dieser „Sieg“ ein Pyrrhussieg. Zwar konnte Merz kurzfristig demonstrieren, dass er entschlossen handelt – doch der Preis dafür ist hoch. Die CDU/CSU hat sich von ihrer historischen Rolle als Hüterin der demokratischen Mitte entfernt und sich stattdessen auf ein Spiel mit dem Feuer eingelassen.

Die Brandmauer, die über Jahrzehnte die demokratischen Parteien von der extremen Rechten trennte, bröckelt nun nicht mehr, sie ist durchbrochen.

Symbolpolitik ohne Substanz

Hinzu kommt, dass der beschlossene Antrag rein symbolischer Natur ist. Er hat keine bindende Wirkung und wird keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Migrationspolitik haben. Stattdessen dient er vor allem der Wahlkampfrhetorik – ein Versuch, Wähler von der AfD zurückzugewinnen, indem man deren Themen und Tonlage übernimmt.

Doch diese Strategie ist riskant. Sie könnte dazu führen, dass die Union nicht nur ihre Glaubwürdigkeit verliert, sondern auch ihre Wählerbasis weiter spaltet. Die liberalen Stimmen innerhalb der Union, aber auch in der Wählerschaft könnten sich immer mehr von den konservativen Hardlinern herausgefordert fühlen.

Die frühere Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel äußerte bereits ihre Bedenken. Auch der Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther von der CDU bezeichnete die Geschehnisse im Bundestag als „bittere Stunde“.

Merz’ Behauptung, er suche keine Mehrheiten außerhalb der demokratischen Mitte, wirkt angesichts der Realität unglaubwürdig. Indem er die Stimmen der AfD akzeptiert, hat er genau das getan, was er noch im November 2024 kategorisch ausgeschlossen hatte: Er hat eine Mehrheit mit der extremen Rechten ermöglicht.

Dieses gebrochene Versprechen wird ihm im Wahlkampf und möglicherweise auch nach der Wahl bei der Suche nach Koalitionspartnern aus dem demokratischem Spektrum noch schwer auf die Füße fallen. All die Versprechen von Merz aus der Vergangenheit, niemals mit der AfD zu paktieren, waren demnach nur „heiße Luft“.

Somit ist die Vertrauenswürdigkeit des Kanzlerkandidaten nachhaltig und irreversibel dahin. Der Druck auf die staatstragenden Parteien wird größer, nicht mehr mit einem derart unglaubwürdigen Politiker zusammenzuarbeiten: „Ich fordere Robert Habeck und Olaf Scholz auf, eine Koalition unter einem Kanzler Merz auszuschließen“, fordert beispielsweise Jan van Aken, Parteivorsitzender der Partei „Die Linke“.

Die Gefahr der Normalisierung

Der größte Schaden liegt jedoch in der langfristigen Wirkung dieses Tabubruchs. Indem die Union die AfD als Mehrheitsbeschafferin akzeptiert, trägt sie dazu bei, diese Partei als normalen Akteur im politischen System zu etablieren.

Dies ist ein gefährlicher Präzedenzfall, der nicht nur auf Bundesebene, sondern auch in den Ländern und Kommunen Nachahmer finden könnte. CDU-Ministerpräsidenten in Ostdeutschland, die bereits jetzt mit knappen Mehrheiten regieren, könnten sich in Zukunft gezwungen sehen, auf die Unterstützung der AfD zurückzugreifen.

Die Folgen wären verheerend: Die AfD würde weiter an Einfluss gewinnen, und die demokratischen Parteien würden sich immer weiter in Richtung populistischer Positionen bewegen. Dies wäre nicht nur ein Rückschlag für die deutsche Demokratie, sondern auch ein gefährliches Signal für ganz Europa.

Ein Appell an die Vernunft

Friedrich Merz und die Union stehen an einem Scheideweg. Sie können weiterhin auf die Stimmen der AfD setzen und damit die demokratischen Grundwerte aufs Spiel setzen – oder sie können zurück zu einer Politik der Mitte finden, die auf Kompromissen und Zusammenarbeit basiert.

Die Herausforderungen der Migrationspolitik sind real und erfordern dringend Lösungen. Doch diese Lösungen müssen im Rahmen des Grundgesetzes und in Zusammenarbeit mit den demokratischen Parteien gefunden werden. Eine Politik, die auf Symbolik und Populismus sowie auf Kooperation mit extremen Rechten setzt, wird Schaden anrichten – und dabei nicht nur die Union, sondern die gesamte Demokratie beschädigen.

Es ist an der Zeit, dass Friedrich Merz und die CDU/CSU die Konsequenzen ihres Handelns erkennen und zu einer verantwortungsvollen Politik zurückkehren. Die Alternative wäre ein weiterer Abstieg in die Polarisierung – und das ist ein Risiko, das Deutschland sich nicht leisten kann.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.


Yasin Baş ist Politologe, Historiker, Autor, freier Journalist, Übersetzer und Berater. Zuletzt erschienen seine Bücher: „Islam in Deutschland – Deutscher Islam?”, „nach-richten: Muslime in den Medien” sowie Almanya’da Medya [„Medien in Deutschland″].

Tourismus
Türkei: 2024 über 60 Milliarden Dollar an Touristmuseinnahmen

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Istanbul – Nach den vom türkischen Statistikamt (TURKSTAT) bekannt gegebenen Daten stiegen die Tourismuseinnahmen 2024 um 8,3 Prozent und erreichten 61 Milliarden 103 Millionen Dollar. Ein neuer Rekord. Die Einnahmen aus dem Tourismus durch Besucher beliefen sich auf 60 Milliarden 497 Millionen Dollar, während die Einnahmen aus dem Tourismus durch Transferpassagiere 606 Millionen 401 Tausend Dollar betrugen. Zahl der Besucher stieg 2024 um 9 Prozent Auch die Zahl der Besucher stieg 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent und erreichte 62,2 Millionen Personen. Davon waren 15,4 Prozent türkische Staatsbürger mit Wohnsitz im Ausland mit 9 Millionen 599 Tausend 727 Personen. Die meisten Touristen aus Russland Im Jahr 2024 steht Russland mit 6,71 Millionen Besuchern an erster Stelle, gefolgt von Deutschland mit 6,62 Millionen und dem Vereinigten Königreich mit 4,43 Millionen. Auf das Vereinigte Königreich folgten der Iran und Bulgarien.

Syrien
UID-Vorsitzender Aslan besucht Syrien: „Die Wahrnehmung von Türkiye hat sich grundlegend gewandelt“

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Damaskus – Kenan Hasan Aslan, Vorsitzender der Union Internationaler Demokraten (UID), hat während seines dreitägigen Aufenthalts in Syrien hochrangige politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Kontakte gepflegt und neue Dialoge angestoßen.

In Gesprächen mit Staatsvertretern, religiösen Führern, Wirtschaftsvertretern und zivilgesellschaftlichen Akteuren in Idlib, Aleppo, Hama, Homs und Damaskus standen vor allem die humanitäre Lage sowie der Wiederaufbau des Landes im Mittelpunkt.

Fokus auf Wiederaufbau und Friedenssicherung

Im Rahmen der Konsultationen diskutierte Aslan mit lokalen Entscheidungsträgern über Möglichkeiten zur Stabilisierung Syriens und zur Schaffung eines nachhaltigen Friedens. Der Wiederaufbau des kriegsgebeutelten Landes erfordert laut Aslan verstärkte internationale Unterstützung.

Besonders eindrucksvoll war sein Besuch im berüchtigten Saydnaya-Gefängnis, das als Symbol für vergangene Menschenrechtsverletzungen gilt.

„Die Grausamkeiten und Folter, die hier stattgefunden haben, sind nicht bloß dunkle Kapitel der Geschichte – sie sind eine Mahnung an die Menschheit“, erklärte Aslan.

Er rief dazu auf, aus diesen Fehlern zu lernen und sicherzustellen, dass sich derartige Verbrechen nicht wiederholen.

Appell an die internationale Gemeinschaft

Die UID sähe es als ihre Verantwortung, auf humanitäre Tragödien aufmerksam zu machen und Initiativen zur Verbesserung der Lage vor Ort zu unterstützen.

„Dieser Besuch hat uns noch einmal verdeutlicht, dass die internationale Gemeinschaft mehr Verantwortung für den Wiederaufbau und die Stabilisierung Syriens übernehmen muss“, betonte Aslan.

Neue Dynamik in den Beziehungen zwischen Syrien und der Türkei

Ein zentrales Thema der Gespräche war zudem die veränderte Wahrnehmung von der Türkei innerhalb der syrischen Bevölkerung. Laut Aslan habe sich die Haltung der Syrer gegenüber der Türkei in den vergangenen Jahren stark gewandelt.

„Vor 25 Jahren war das Bild von der Türkei in Syrien noch distanziert – heute sehen die Menschen unser Land als Partner und Unterstützer“, so der UID-Vorsitzende.

Er führte diesen Wandel vor allem auf die langfristige humanitäre Hilfe und die Aufnahme von Millionen syrischer Geflüchteter in der Türkei zurück.

„Präsident Erdoğan hat mit seiner 14-jährigen Politik der Gastfreundschaft eine Grundlage geschaffen, die das Ansehen der Türkei im Nahen Osten auf Generationen prägen wird“, erklärte Aslan.

Die Entwicklungen zeigen, welchen nachhaltigen Einfluss politische und humanitäre Initiativen auf die Wahrnehmung eines Landes haben können.

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– Assad-Sturz – Syrien: Türkei könnte neue Armee ausbilden

Die Türkei hat ihre Bereitschaft bekundet, militärische Ausbildung für Syrien anzubieten, falls eine neue Verwaltung in Damaskus dies beantragen sollte.

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Türkei
Erdogan erwartet EU-Unterstützung bei Flüchtlingskrise

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Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan erklärte in einer Rede, dass die internationale Gemeinschaft mit einer Migrationskrise konfrontiert ist, wie es sie in der Geschichte noch nie gegeben habe. „Heute gibt es fast 260 Millionen Migranten, mehr als 68 Millionen Vertriebene und über 25 Millionen Flüchtlinge auf der Welt. Diese Zahl steigt von Tag zu Tag, und zwar nicht nur wegen wirtschaftlicher Faktoren, sondern auch aufgrund von Hungersnöten, Dürren, Bürgerkriegen, Terroranschlägen und politischen Unsicherheiten“, sagte Erdoğan bei einem Abendessen im Çırağan-Palast.

„Es ist die Verzweiflung, die das Mittelmeer in einen Flüchtlingsfriedhof verwandelt hat“

„Wir haben niemanden, der aus Syrien, wo die Konflikte seit 2011 andauern, gekommen ist und in der Türkei Schutz gesucht hat, zur Rückkehr gezwungen“, sagte der türkische Staatschef weiter und fügte hinzu:
„Wir haben die Unschuldigen, die sich an uns gewandt haben, nicht der Gnade mörderischer Organisationen wie der DAESH/IS und der PKK oder des Regimes* überlassen, das Staatsterror gegen seine eigenen Bürger verübt. Wir haben alle mit offenen Armen aufgenommen, unabhängig von ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihrer Sprache oder ihrer Religion, und haben ihnen einen schützenden Unterschlupf geboten.“
*Assad-Regime, Anm. d. Red. Weiter betonte Erdoğan, dass die Formel der sicheren Zone in Nordsyrien, die er nach eigenen Angaben bei Ausbruch der Flüchtlingskrise vorgeschlagen hatte, die praktischste Lösung für die Rückkehr der syrischen Flüchtlinge in ihre Heimat sei: „Damit diese Formel umsetzbar ist, sollte die sichere Zone von der Türkei kontrolliert werden, wobei andere Länder logistische Unterstützung leisten. Wir werden diese Formel bald vor Ort umsetzen. Wir haben die notwendigen Vorbereitungen entlang unserer Grenzlinie getroffen und unsere Pläne und Strategien beschlossen. Wir haben diese Frage auch letzte Woche in Sotschi mit Herrn Putin und Herrn Rouhani eingehend erörtert. Ich glaube, dass auch unsere europäischen Freunde unserem Land die notwendige Unterstützung bei der Einrichtung der Sicherheitszone geben werden.“

Sicherheitszone in Nordsyrien

Erdogan legte seine Absichten erstmals 2013 offen und legte dann 2019 vor den Vereinten Nationen eine detaillierte Karte über eine Sicherheitszone für Zivilisten vor. Sein Plan wurde von den Vereinigten Staaten, Europa und Russland jedoch abgelehnt. Ankara gelang es dennoch, durch verschiedene politischen und militärischen Operationen eine gewisse Kontrolle in dem Gebiet zu erlangen. Dies wurde u. a. durch vier Militäroperationen erreicht: mit dem Euphrates Shield in Jarablus im Norden Aleppos im Jahre 2016, mit der Militäroffensive Olive Branch in Afrin im Umland von Aleppo im Jahre 2018, mit Peace Spring in Tal Abyad und Ras al-Ain östlich des Euphrat Ende 2019 und mit der Errichtung eines militärischen Gürtels namens Spring Shield um die Region Idlib im Frühjahr 2020. Dieser lange Prozess erforderte auch eine Reihe von Vereinbarungen: Ankara, Moskau und Teheran unterzeichneten u. a. 2017 in Astana ein Abkommen über Idlib; dann unterzeichnete Ankara 2018 und 2020 eine Reihe von Vereinbarungen mit Moskau; 2018 unterzeichnete Ankara ein Abkommen mit Washington über die „Roadmap“ für die Region Manbij und im Oktober 2019 ein weiteres über die Region des Friedensschildes. Diese Vereinbarungen ermöglichten es der Türkei, die IS und die PKK zurückzudrängen und ihre Einflusszonen einzurichten, die etwa 10 Prozent der syrischen Fläche ausmachen, also etwa doppelt so groß wie der Libanon.
(Foto: Screenshot/Wikipedia)

Migrationsabkommen EU-Türkei

Das EU-Türkei-Abkommen wurde am 18. März 2016 vereinbart und zielt darauf ab, die irreguläre Migration über die Türkei nach Europa zu reduzieren. Hier sind die zentralen Punkte des Abkommens und die aktuellsten Entwicklungen:
Ziele und Bestimmungen des Abkommens:
  • Rückführung von Migranten: Asylsuchende, die die Türkei als Transitland nutzen und auf den griechischen Inseln ankommen, sollen in die Türkei zurückgeführt werden.
  • 1:1-Mechanismus: Für jeden Syrer, der aus Griechenland in die Türkei zurückgeführt wird, soll ein anderer Syrer aus der Türkei in die EU aufgenommen werden.
  • Finanzielle Unterstützung: Die EU hat zugesagt, 6 Milliarden Euro für die Unterstützung von Flüchtlingen in der Türkei bereitzustellen (3 Milliarden für 2016-2017 und weitere 3 Milliarden für 2018-2019).
  • Visaliberalisierung: Es war geplant, die Visumpflicht für türkische Staatsbürger in EU-Ländern aufzuheben, jedoch wurde dies aufgrund politischer Spannungen und mangelnder Erfüllung der Kriterien zurückgestellt.
  • Beitrittsverhandlungen: Eine Wiederbelebung der Beitrittsverhandlungen der Türkei zur EU wurde in Aussicht gestellt.
Aktuellste Entwicklungen:
Umsetzung und Herausforderungen: Seit der Einführung des Abkommens ist die Zahl der irregulären Ankünfte über die Ägäis deutlich zurückgegangen, von etwa 857.000 im Jahr 2015 auf deutlich weniger in den Folgejahren.

Schweden
TikTok-Livestream: Koran-Verbrenner Salwan Momika erschossen

Stockholm – Salwan Momika, der 38-jährige irakische Aktivist, der für seine öffentlichen Koranverbrennungen in Schweden im Jahr 2023 bekannt war, wurde Medienberichten zufolge heute in Schweden erschossen. Der Vorfall hat sowohl die schwedische Gesellschaft als auch die internationale Gemeinschaft erschüttert, da Momika bekannt war und seine Taten zuvor Gegenreaktionen hervorgerufen hatten. Momika hatte in Schweden mehrere öffentliche Schändungen des Korans inszeniert, darunter Verbrennungen und andere respektlose Handlungen gegenüber dem heiligen Buch des Islam. Diese Veranstaltungen, die unter Polizeischutz stattfanden, wurden von Momika als Ausübung der Meinungsfreiheit gerechtfertigt, mit dem Ziel, den seiner Meinung nach ideologischen Inhalt des Korans zu kritisieren, anstatt Muslime direkt anzugreifen. Seine Aktionen führten jedoch zu erheblichen internationalen Protesten, insbesondere in Ländern mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit, was zu diplomatischen Spannungen, öffentlichen Unruhen und Drohungen gegen Schweden führte. Die schwedischen Behörden hatten die Taten zwar verurteilt, sie aber im Rahmen des strengen Schutzes der freien Meinungsäußerung in Schweden zugelassen, obwohl sie Momika aufgrund von Äußerungen während dieser Proteste auch wegen Aufstachelung zum Rassenhass angezeigt hatten.

Während eines TikTok-Livestreams erschossen

Jüngsten Berichten zufolge wurde Momika in Stockholm während eines TikTok-Livestreams erschossen, wobei die lokalen Medien davon ausgehen, dass sich der Vorfall in einer nahe gelegenen Stadt ereignet hat. Sein Tod ereignete sich am selben Tag, an dem ein Gerichtsurteil über die gegen ihn erhobenen Vorwürfe erwartet wurde, das nun vertagt wurde. Das Stockholmer Bezirksgericht bestätigte, dass Momika der Verstorbene in diesem Fall war, was zur Absage des geplanten Prozesses führte. Die schwedische Polizei hat noch keine detaillierten Informationen über die Schießerei, einschließlich möglicher Motive oder Verdächtiger, veröffentlicht. Der Kontext von Momikas höchst umstrittenen Handlungen und die Drohungen, die er erhalten hatte, machen diesen Vorfall jedoch besonders brisant. Die Sicherheitslage in Schweden ist seit den Koranverbrennungen angespannt, und die Sicherheitsbehörden des Landes weisen auf ein erhöhtes Risiko eines gegen Schweden gerichteten Terrorismus hin.

Haus & Garten
Der Frühjahrsputz: Raum für Raum zu einem sauberen Zuhause

Der Frühling steht vor der Tür, und mit ihm die perfekte Gelegenheit, das eigene Zuhause gründlich auf Vordermann zu bringen. Ein Frühjahrsputz bedeutet nicht nur, den Staub des Winters zu entfernen, sondern auch, frische Energie ins Haus zu holen. Doch wo fängt man an? Der einfachste Weg ist, sich Zimmer für Zimmer vorzuarbeiten.

Das Wohnzimmer: Wohlfühlatmosphäre schaffen

Das Wohnzimmer ist der Ort, an dem man sich entspannt und Gäste empfängt. Deshalb muss hier besonders gründlich vorgegangen werden. Beginne damit, alle Oberflächen wie Tische, Regale und Fensterbänke zu entstauben. Bücherregale sollten ausgeräumt und die Bücher einmal komplett abgestaubt werden.

Elektronische Geräte wie Fernseher oder Lautsprecher können mit einem Mikrofasertuch abgewischt werden, um Staubablagerungen zu entfernen. Ein oft übersehener Punkt ist die Reinigung von Teppichen und Polstermöbeln. Gerade im Wohnzimmer sammelt sich in den Stoffen über den Winter viel Schmutz, Staub und manchmal auch Flecken.

Man kann entweder einen speziellen Teppichreiniger verwenden oder einen professionellen Reinigungsservice – wie die Teppichreinigung in Köln – beauftragen. Auch Sofas und Sessel profitieren von einer gründlichen Reinigung – idealerweise mit einem Polsteraufsatz oder speziellen Reinigungssprays.

Die Küche: Hygiene für den Alltag

In der Küche sammelt sich durch das Kochen oft mehr Schmutz an, als man auf den ersten Blick vermutet. Ein guter Startpunkt ist der Kühlschrank. Alle Lebensmittel sollten herausgenommen und die Regale gründlich mit warmem Wasser und einem milden Reinigungsmittel abgewischt werden. Abgelaufene Produkte kann man dabei gleich aussortieren.

Die Küchenschränke können ebenfalls ausgeräumt und gereinigt werden. Krümel und Staub setzen sich oft in den Ecken ab. Herd und Backofen sind echte Problemzonen, wenn es um eingebrannte Speisereste geht.

Mit einem Backofenreiniger oder Hausmitteln wie Backpulver und Essig kann man auch hartnäckigen Schmutz entfernen. Die Dunstabzugshaube inklusive Filter sollte regelmäßig ausgetauscht oder gereinigt werden, um Fettablagerungen zu entfernen. Zum Schluss können Bodenfliesen und Arbeitsflächen desinfiziert und auf Hochglanz gebracht werden.

Das Badezimmer: Frische und Hygiene

Im Badezimmer steht Hygiene an oberster Stelle. Hier sollte man alle Oberflächen gründlich reinigen und desinfizieren. Die Armaturen, das Waschbecken und die Badewanne oder Dusche verdienen besondere Aufmerksamkeit. Kalkflecken lassen sich oft mit Essigreiniger oder speziellen Anti-Kalk-Produkten entfernen.

Die Toilette muss gründlich geschrubbt und desinfiziert werden. Dabei darf man auch versteckte Bereiche wie die Unterseite des Toilettensitzes nicht übersehen. Auch Fliesen und Fugen profitieren von einer intensiven Reinigung.

Für hartnäckige Verschmutzungen kann man eine alte Zahnbürste verwenden. Wenn das Material es erlaubt, können sowohl Duschvorhang als auch Badteppiche in der Waschmaschine gereinigt werden.

Das Schlafzimmer: Ein Ort der Erholung

Im Schlafzimmer sorgt ein Frühjahrsputz für eine erholsame Atmosphäre. Am Besten beginnt man mit der Bettwäsche: Alle Decken, Kissen und Bezüge müssen regelmäßig gewaschen werden. Auch Matratzen kann man reinigen – entweder mit einem Staubsauger oder durch Ausklopfen an der frischen Luft.

Schränke und Kommoden sollten ebenfalls gründlich ausgeräumt und gereinigt werden. Diese Gelegenheit kann man nutzen, um Kleidung auszusortieren, die nicht mehr gebraucht wird. Staub und Schmutz setzen sich oft unter dem Bett oder hinter Möbeln ab, deshalb lohnt sich hier ein gründliches Staubsaugen und Wischen.

Gerade bei Bodenbetten fängt sich Staub oft in den Ecken der Matratze. Die Matratze kann zum Reinigen einfach gegen die Wand aufgestellt werden.

Flur und Eingangsbereich: Der erste Eindruck zählt

Der Flur ist das Erste, was man beim Betreten des Hauses sieht. Daher bedarf auch dieser Teil des Hauses einer gründlichen Reinigung. Am besten beginnt man mit der Garderobe: Jacken, Mäntel und Schuhe können aussortiert und gereinigt werden.

Schränke und Schuhregale sollten abgestaubt und gewischt werden. Die Fußmatte vor der Tür kann ausgeschüttelt werden, falls möglich, gewaschen werden. Auch Wände und Türen profitieren von einer Reinigung, denn hier sammeln sich oft Fingerabdrücke und Schmutz.

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– Immobilien – Türkei-Immobilien: Mieten – Kaufen – Bauen– Sanieren

Wer möchte nicht glücklich und ohne Kopfschmerzen in das neue Heim in der Türkei einziehen? Marina Bütün, die seit 2003 in der Türkei an der Westküste in der Provinz Muğla mit ihrem türkischen Mann lebt und dort 2005 eine Immobilien-Firma mit Schwerpunkt Bau von Einfamilienhäusern gründete, hat ihre Erfahrungen in einem Buch zusammengefasst.

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Tourismus
Neuseeland verlangt von Israelis Angaben zum Militärdienst

Wellington – Israelis, die ein Visum für Neuseeland beantragen, werden gebeten, über ihren Militärdienst Bericht zu erstatten, einschließlich Einzelheiten zu Einheit, Rolle, Standort der Basis und Beteiligung an Militäreinsätzen. Die neuseeländische Einwanderungsbehörde (INZ) hat eine kontroverse Debatte ausgelöst. Sie verlangt von israelischen Staatsbürgern, die ein Touristenvisum beantragen, detaillierte Informationen über ihren Militärdienst in den Israelischen Verteidigungsstreitkräften (IDF).

„Haben Sie an Verbrechen gegen die Menschlichkeit teilgenommen?“

Berichten zufolge müssen israelische Bewerber Angaben zu den Daten ihres Dienstes, den Standorten ihrer Militärstützpunkte, ihrer militärischen ID-Nummer und den Einheiten, in denen sie gedient haben, machen und sogar angeben, ob sie an Aktivitäten beteiligt waren, die als „Kriegsverbrechen“ eingestuft werden könnten. Dieser Fragebogen muss von allen Israelis im Reservistendienstalter ausgefüllt werden, d. h. von allen, die den obligatorischen Militärdienst in Israel abgeleistet haben. Diese Politik hat in mindestens einem Fall dazu geführt, dass einem israelischen Antragsteller die Einreise verweigert wurde. Die Person, die während des andauernden Konflikts Israels mit der Hamas im Gazastreifen gedient hatte, wurde aufgrund seiner Antworten auf den Fragebogen abgelehnt, obwohl er behauptete, nicht an Kriegsverbrechen beteiligt gewesen zu sein, berichtet The Times of Israel.

„Staatlich sanktionierten Antisemitismus“

Kritiker der Politik argumentieren, dass es sich um eine Form der Diskriminierung handelt, und einige bezeichnen sie als „staatlich sanktionierten Antisemitismus“. David May, Research Manager und Senior Research Analyst, kommentierte:
„Neuseeland ergreift Maßnahmen zur Diskriminierung israelischer Besucher. Und Anti-Israel-Gruppen versuchen, eine wachsame Gestapo zu schaffen, um sie zu verhaften. Dies ist ein klares Beispiel für offenen Antisemitismus, der sich als Sorge um die Menschenrechte tarnt“.
Die Einführung dieser Politik scheint einem ähnlichen Ansatz Australiens zu folgen, wo israelische Bewerber ebenfalls einer strengen Befragung über ihre militärische Beteiligung unterzogen wurden, insbesondere im Hinblick auf den Dienst in Konfliktgebieten wie Gaza. Es gibt Berichte über Israelis, denen aufgrund dieser Befragungen die Einreise nach Australien verweigert wurde. Der Schritt Neuseelands wurde auch durch Beiträge in den sozialen Medien kontextualisiert, in denen Nutzer ihre Empörung und Enttäuschung zum Ausdruck brachten. Ein Nutzer auf X bemerkte: „Das ist das, was die weltweite jüdische Gemeinschaft gemeinhin als STAATLICH SANKTIONIERTEN ANTISEMITISMUS bezeichnet. Schande über Neuseeland.“ Ein anderer Nutzer beklagte, dass Neuseeland aufgrund dieser Politik von seiner Reiseliste gestrichen wurde.

Internationaler Menschenrechtsgesetze

Die Befürworter dieser Politik argumentieren jedoch, dass dies ein notwendiger Schritt sei, um die Einhaltung internationaler Menschenrechtsgesetze zu gewährleisten. Sie weisen darauf hin, dass jeder Person aus jedem Land ähnliche Fragen gestellt werden könnten, wenn sie in einer militärischen Funktion gedient hat, insbesondere in Konfliktgebieten, um festzustellen, ob sie ein Sicherheitsrisiko darstellt oder Handlungen begangen hat, die gegen internationales Recht verstoßen.

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– Naher Osten – „Israel muss sich auf möglichen Krieg mit der Türkei vorbereiten“

„Die Bedrohung aus Syrien könnte sich zu etwas entwickeln, das noch gefährlicher ist als die iranische Bedrohung“, heißt es in dem Bericht.

„Israel muss sich auf möglichen Krieg mit der Türkei vorbereiten“

Wernher von Braun
Science-Fiction-Buch aus den 50ern nennt Mars-Führer „Elon“

Los Angeles – Tesla-Chef Elon Musk, 53, hat sich endlich zu der Prophezeiung geäußert, dass er den Mars kolonisieren wird, die in einem obskuren Wissenschaftsbuch von 1953 enthalten ist. In dem Buch des deutschen Autors Wernher von Braun wird ein Anführer des Mars mit dem Titel „Elon“ erwähnt Von Braun (1912-1977) war einer der wichtigsten Raketenentwickler und Verfechter der Weltraumforschung im zwanzigsten Jahrhundert. Von Braun wurde als Technischer Direktor der Heeresversuchsanstalt Peenemünde der ersten funktionstüchtigen Flüssigkeitsrakete Aggregat 4 („V2“) in der Zeit des Nationalsozialismus sowie der späteren leitenden Tätigkeit beim Bau von Trägerraketen für die NASA-Missionen berühmt. Er war 1933-34 zudem Mitglied einer SS-Reitereinheit, trat 1937 in die NSDAP ein und wurde 1940 SS-Junioroffizier. (Quelle) Seine Mitverantwortung für den Tod von mindestens 12.000 Zwangsarbeitern und weiterer 8.000 Menschen durch die Herstellung und den Einsatz der V2 hat im Zuge der Vergangenheitsbewältigung eine einseitig positive Würdigung von Brauns beendet.

Mars-Führer „Elon“

Auf X hat jemand das deutsche Originalmanuskript aus den Archiven geholt, um dieses Gerücht zu entlarven, und es hat sich bestätigt, dass von Braun tatsächlich vorausgesagt hat, dass er ‚Elon‘ heißen würde“, heißt es in einer Texteinblendung auf einem Bild, das von dem Nutzer geteilt wurde. Das geteilte Foto zeigt auch einen Auszug, der angeblich aus dem deutschen Buch stammen soll. Der reichste Mann der Welt teilte den X-Beitrag erneut mit einer Frage: „Wie kann das echt sein?“, sagte Musk.

Reaktionen in den sozialen Medien

„Vielleicht sind Sie ein Zeitreisender oder so etwas“, schrieb ein X-Nutzer. Musk reagierte: „Egal wie oft ich den Leuten sage, dass ich ein 5000 Jahre alter außerirdischer Zeitreisender bin, sie glauben mir nicht.“ Ein anderer fügte hinzu: „Du bist ein Außerirdischer, nicht wahr?“ Ein dritter postete: „Die Prophezeiung wird sich erfüllen.“

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– Wahlen in Deutschland – Tesla-Chef Elon Musk lobt Alicia Weidel (AfD)

Tesla-Chef Elon Musk hat auf X einen Beitrag geteilt, in dem er Alice Weidel von der AfD verteidigt und erklärt, sie sei nicht rechtsextrem, sondern vertrete eine Politik des gesunden Menschenverstands.

Tesla-Chef Elon Musk lobt Alicia Weidel (AfD)
 

Gastkommentar
Gaza, Trump und AfD – über vergebliche Hoffnung

Ein Gastbeitrag von Michael Thomas Im Zuge meines Erwachsenwerdens beschloss ich vor einem halben Jahrhundert, nun endlich die gesamte Geschichte meiner Familie zu erfahren und befragte die letzten verwandten, lebenden und wandelnden Trümmer des letzten Weltkrieges. Dabei fiel mir der Durchschlag eines Briefes meines Großonkels an die Botschaft des Auswanderungsstaates aus den dreißiger Jahren in die Hände, mit dem er händeringend um die Ausstellung eines Passes bat. Er fühle sich in Deutschland nicht mehr sicher, schrieb er, und sein Vater würde jedes Engagement in dieser Sache für sich und seine Familie verweigern. Die Antwort der Botschaft war ebenso niederschmetternd wie buchstäblich vernichtend: da der Abstammungsort aufgrund eines Großbrandes im Archiv des betreffenden Ortes über keinerlei Aufzeichnungen mehr verfüge, die die ehemalige Ansässigkeit der Familie dort bestätige, könne man die Staatsbürgerschaft leider nicht durch einen Pass dokumentieren. Es waren einmal zwölf Familienmitglieder, angeheiratete Personen nicht eingerechnet. Man verfügte über eine ansehnliche Fabrik zur Herstellung von Süßigkeiten, die sogar der Kaiser selbst über alles schätzte und regelmäßig dort einkaufen ließ. Man flanierte in teuren Kleidern in der gehobenen Gesellschaft, nannte ein geräumiges und prächtiges Haus sein eigen, beschäftigte Personal und ging ganz selbstverständlich davon aus, dass es die Nazis wohl nicht so toll treiben würden. Außerdem sei man nicht jüdisch und würde nichts zu befürchten haben. Das tragische Ende ist schnell erzählt. Die Fabrik ging im Zuge der „Arisierung“ zusammen mit dem gesamten Vermögen zum Teufel, man wechselte in eine billige, aber völlig heruntergekommene Unterkunft und während Hunger einzog, holten sich die Nazis ja doch einen nach dem anderen. Am Ende hatten nur noch drei Personen den Wahnsinn überlebt. Sie alle waren ohne Ausnahme schwerst traumatisiert. Unter ihnen befand sich meine Großmutter, die als einzige in der Lage dazu war, mir als Kind noch die wahre, tiefe Geschichte meiner Familie mitzugeben. Mein Großonkel war in seiner Vergangenheit gefangen und fand aus den Erfahrungen von Angst, Hunger, Verfolgung und Not nicht mehr heraus. Er schilderte mir in buntesten Farben, wie er in seiner Arbeitskolonne als Tagelöhner von seinem Kumpel neben ihm die Frage zugezischelt wurde, ob er wohl Victor hieße. Als er bejahte, erfuhr er, dass die SS dort hinten am Werkstor nach ihm gefragt hatte und er zitternd aber schnell durch ein halb verborgenes Loch im Werkszaun für immer verschwand. Die letzten Monate des Krieges verbrachte er in einem schimmeligen Kellerloch zusammen mit Ratten und dem einen oder anderen Kanten alten Brots, das ihm hin und wieder von einem Mann durch ein Loch zugeworfen wurde. So wie mein Urgroßvater Christos sein Ende durch seinen Unglauben fand und es auch über seine Familie gebracht hatte, so fanden Hunderttausende von Juden ebenfalls den Tod. Es würde wohl nicht so schlimm kommen, sagten sie sich. Auch wenn man den Nachbarn, Familien- und Gemeindemitglieder abgeholt und nie wieder etwas von ihnen gehört hatte, würde es sie doch wohl nicht treffen. Viele von ihnen hatten Seite an Seite mit deutschen Kameraden „unterm Kaiser“ im Schützengraben gelegen, manche hatten Orden dafür bekommen, viele Arme oder Beine für Deutschland verloren. Man würde sie doch wohl nicht …. Es muss ein seltsames Gefühl von Unverwundbarkeit, Unerreichbarkeit gewesen sein, das sie von jedem Gedanken an Flucht ab- und die Angst im Zaum hielt. Manche von ihnen mögen noch bis an die Türen zur Gaskammer an die Versicherungen geglaubt haben, dass man sie lediglich zur Arbeit in einem recht gut versorgten Lager zusammenziehen wolle und längst nicht alle werden, bis der Schuss fiel, als sie reihenweise in Gräben aufgestellt dastanden, daran geglaubt haben, dass er fallen würde. Vielleicht haben sie sich gefühlt wie ein Soldat, der mit tausenden anderen aus dem Schützengraben aufsprang und mitten ins Maschinengewehrfeuer rannte, während er davon überzeugt war, ausgerechnet ihn würde, könnte es irgendwie gar nicht treffen. Und heute erlebe ich die Wiederauferstehung dieses Gefühls. Niemand will daran glauben, dass ihn die Vorgänge um Gaza, in den USA und im eigenen Parlament eines Tages selbst erreichen. Ich finde es durchaus verstörend, miterleben zu müssen, wie Hunderttausende, wenn nicht Millionen nicht nur keine Gefahr heraufziehen sehen, sondern sogar auch noch Hoffnung aus diesen Vorgängen ziehen. Diejenigen, die heute einen Trump und eine AfD wählen, verstehen nicht, dass sie selbst die ersten Opfer sein werden. Sie verstehen nicht, dass der Tod der Palästinenser nichts als ein Auftakt zu einer neuen Weltordnung darstellt, die sie in naher Zukunft selbst ins Visier nimmt. Wenn ich heute über einen deutschen Friedhof gehe, mustere ich die Aufschriften der Grabsteine und ich frage mich: „War dieser Tote damals Täter? Würde er deine Familie mit Stöcken gejagt und erschossen haben?“, während mir gleichzeitig völlig klar ist, dass sich kein Nazi jemals als „Täter“ gesehen hatte. Nicht der SS-Offizier, der seine Soldaten die Gewehre für Erschießungen durchladen ließ, noch der Bauer, der die Tür vor einem hungernden Juden auf der Flucht donnernd zuschlug. Wie damals auch, so kriechen auch heute wieder Millionen unter die dicke „Ich habe nichts gewusst! Das habe ich nicht gewollt!“ – Decke und sprechen sich in stillschweigendem Übereinkommen gegenseitig von jeder Schuld frei. Sowenig wie damals tragen auch heute längst nicht alle Täter Uniform; sie finden sich wieder einmal sowohl als gutgelaunte Hausfrau beim Einkaufen, die sich von der Szene nicht stören lässt, in der neben ihr einer Frau unter Johlen gewaltsam ein Kopftuch heruntergerissen wird, als auch im ignoranten Beamten, der eher gelangweilt mal wieder eine Abschiebungsanweisung unterzeichnet und weitergibt. Sie sind alle wieder da, die sich damals auf ihrem Zwangsbesuch in einem Konzentrationslager angewidert von den Leichenbergen abwandten und empört flüsterten, sie hätten angeblich von nichts etwas gewusst oder auch nur geahnt. Sie alle, die damals wie heute wieder nur zu gern und bereitwillig all die Erzählungen und Erklärungen geglaubt haben, weshalb diese und jene Menschen verfolgt und getötet werden müssten und im Glauben, sie selbst würde solches nie erfahren müssen, sondern nicht weniger von ihnen rufen sogar nach noch mehr Verfolgung und Vernichtung. Ich bin in der Mitte derjenigen aufgewachsen, die nur noch leise und heimlich davon sprachen, dass es immer noch viel zu viel Juden gäbe und sie schon wieder frech würden, weil sie schamlos offen über die Straßen gingen. Und ich lebe heute wieder in der Mitte derjenigen, die alles Arabische ganz offen und laut für frech, brutal, rückständig und verschlagen halten. In Gaza und im Westjordanland erleben wir heute, wie eine Vernichtungswelle ein ganzes Volk zusammenschießt, in den USA sollen nach dem Willen des neuen Präsidenten Massedeportationen mit Eisenbahnzügen und Lastwagen stattfinden und in Deutschland kräht eine ganz offen hasserfüllte „Partei“, sie wolle das gleiche. Spätestens heute sollten wir das „Prinzip Hoffnung“ aufgeben; die Menschheitsgeschichte lehrt uns, dass nur noch eine möglichst geregelte Flucht Schonung verspricht. Die deutsche Schriftstellerfamilie Mann hatte die Zeichen der Zeit damals noch rechtzeitig erkannt und verstanden, wann der Moment gekommen war, ab welchem kein Entgegenstemmen mehr funktionieren konnte. Heute gefragt, würde ich grundsätzlich jedem Deutschen „mit Migrationshintergrund“ dazu raten, sich irgendwie eine Existenz außerhalb des Landes aufzubauen und fortzugehen. Ich glaube ernsthaft, dass die Welle in Deutschland beispielsweise unaufhaltsam zu unerträglichen Zuständen für sie führen wird. Selbst, wenn Friedrich Merz demnächst den Kanzler stellen sollte, wird eine Mitregierung der AfD sehr wahrscheinlich sein. Und Merz zufolge soll jemandem die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt werden, wenn er straffällig werden oder die Knie nicht vor dem israelischen Staat beugen sollte. Das ist haarsträubend und maximal bedrohlich. Joseph Göbbels wäre begeistert. Wir sind zurück in den dreißiger Jahren. Wer klug ist, geht.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Zum Autor 

Michael Thomas ist Privatier, Fotograf, leidenschaftlich an Ägyptologie und Literatur interessiert, mit der er vor vielen Jahren als Autor regional einige Beachtung fand. Er verfolgt interessiert das Weltgeschehen durch Beobachtung internationaler Presse. Seinen Fokus legt er insbesondere auf die Palästinafrage und auf die islamische Welt.