Antisemitismus-Vorwürfe
München: Absage für Israel-Kritikerin Francesca Albanese

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München – Nach der Absage an der Ludwig-Maximilians-Universität fordert Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) auch eine Streichung der vorgesehenen Rede von Francesca Albanese an der Freien Universität Berlin (FU). Albanese ist Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für die Lage der Menschenrechte in den seit 1967 durch Israel besetzten palästinensischen Gebieten. Die FU Berlin müsse nun „ein klares Zeichen gegen Antisemitismus setzen“, sagte Wegener. „Ich erwarte von der FU, dass sie die Veranstaltung umgehend absagt und ein klares Zeichen gegen Antisemitismus setzt. So wie es die Universität München getan hat“, so Wegner gegenüber der BILD. In ihrer Funktion als Sonderberichterstatterin berichtet Albanese über die Menschenrechtslage in den Gebieten und wirft Israel Menschenrechtsverletzungen und sogar einen Genozid vor. Es ist wichtig, einen Völkermord als Völkermord zu bezeichnen, sagte Albanese im vergangenen Oktober vor dem UN-Ausschuss für die Ausübung der unveräußerlichen Rechte des palästinensischen Volkes, als sie alle Staaten aufforderten, ihre Beziehungen zu überprüfen und sich nicht an diesem Verbrechen Israels am palästinensischen Volk in Gaza zu beteiligen. „Wenn Sie zum Arzt gehen, weil Sie Krebs haben, und dort Fieber diagnostiziert wird, haben Sie ein großes Problem – das Gleiche gilt für die Menschen, die einem Völkermord zum Opfer fallen“, sagte Albanese, während eines Briefings. Albanese, die sich selbst als „widerwillige Chronistin des Völkermords“ bezeichnete, sagte, die internationale Gemeinschaft müsse die Geschehnisse im Gazastreifen als Völkermord anerkennen und „das größere Konzept hinter den heutigen Ereignissen in Palästina verstehen“. Es sind nicht nur Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die die Palästinenser erleben – „sie haben das ihr ganzes Leben lang erlebt“, sagte sie, aber die aktuelle Situation sei anders.

Münchner Uni verhindert Vortrag

In der vergangenen Woche hatte auch die Ludwig-Maximilians-Universität in München einen für sie reservierten Hörsaal storniert. Albanese sollte über „Kolonialismus, Menschenrechte und Internationales Recht“ sprechen. Albanese ist eine scharfe Kritikerin der israelischen Regierung.

Gruppe verurteilt Vorgehen

„Wir sind zutiefst besorgt über einen weiteren Fall, in dem ein dringend notwendiger akademischer Diskurs über die ernstzunehmende Situation in Israel/Palästina in Deutschland verweigert wird“, so die lose organisierte Gruppe „Decolonial Practices Group“, die die Veranstaltung geplant hatte, in einer auf Englisch verfassten Erklärung, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Akademiker kritisieren Absage

In einem offenen Brief an die Universitätsleitung kritisierten auch drei prominente Professoren, darunter der jüdische Professor für Ensemblespiel und Violine an der Said-Barenboim-Akademie Michael Barenboim (Sohn von Daniel Barenboim), die Entscheidung der LMU:
Die Absage des Saals sei „ein direkter Affront gegen die Prinzipien der akademischen Freiheit und des demokratischen Engagements“, der „einen gefährlichen Präzedenzfall schafft, mit weitreichenden Folgen für die deutsche Forschungslandschaft und ihr internationales Ansehen“.
Albanese selbst reagierte auf die Absage mit einem Posting auf X: „Wenn Ideologie beginnt, Menschen zum Schweigen zu bringen, gibt es keine Freiheit mehr.“

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In einem Kommentar im vergangenen Oktober verurteilte sie auch die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock für ihre Äußerungen zu  dem Konflikt.

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Journalismus
Wien: Polizei-Razzia bei israelkritischem Journalisten Richard Medhurst

Wien – Österreichische Sicherheitsbehörden haben beim britischen Aufdeckungsjournalisten Richard Medhurst eine Razzia durchgeführt. Medhurst, der für seine kritische Berichterstattung über den israelischen Völkermord im Gazastreifen bekannt ist, beharrt darauf, dass britischer Druck zu seiner Verhaftung geführt hat, und bezeichnet dies als staatliche Gewalt und einen direkten Angriff auf den Journalismus, die Meinungsfreiheit und die Demokratie. Medhurst wurden schwere Vorwürfe gemacht, darunter die Mitgliedschaft in der Hamas, die er vehement bestreitet. Anschuldigungen, die zu einer Freiheitsstrafe von bis zu über 10 Jahren führen können. Medhurst bezeichnete die Razzia als „Falle“ und gab an, dass ihm nach einem kurzen Verhör mit dem Entzug seiner Aufenthaltsgenehmigung gedroht wurde. „Sie beschlagnahmten mein Telefon und durchwühlten meine Wohnung, wobei sie mein Studio auf den Kopf stellten“, sagte er und fügte hinzu, dass die Behörden sein Hab und Gut fotografierten und journalistische Werkzeuge im Wert von Jahren beschlagnahmten. Dies ist nicht das erste Mal, dass Medhurst aufgrund seiner Berichterstattung mit rechtlichen Problemen konfrontiert ist. Im August 2024 wurde er auf dem Londoner Flughafen Heathrow auf der Grundlage des britischen Terrorismusgesetzes verhaftet und fast 24 Stunden lang festgehalten. Diese Verhaftung stand ebenfalls im Zusammenhang mit seiner journalistischen Tätigkeit, insbesondere mit seiner Berichterstattung über den Konflikt zwischen Israel und der Hamas und seiner lautstarken Kritik an der israelischen Politik in Gaza. Die österreichische Razzia und die anschließende Verhaftung haben erhebliche Bedenken hinsichtlich der Pressefreiheit geweckt. Kritiker behaupten, dass derartige Maßnahmen ein Versuch sind, Journalisten zum Schweigen zu bringen, die sich kritisch zu bestimmten politischen Darstellungen äußern. Die National Union of Journalists (NUJ) und die International Federation of Journalists (IFJ) haben ähnliche Aktionen gegen Journalisten verurteilt und auf die abschreckende Wirkung hingewiesen, die solche Verhaftungen auf die Meinungsfreiheit und die journalistische Integrität haben können.

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Al-Sharaa-Besuch
Syrien: Türkische Militärbasen mit 50 Kampfflugzeugen

Damaskus – Laut jüngsten Berichten plant die Türkei, ihre militärische Präsenz in Syrien zu erweitern und zwei neue Militärstützpunkte zu errichten, sowie 50 F-16-Kampfjets zu stationieren, die als provisorische Luftwaffe dienen soll, bis Syrien seine eigene Flotte wiederaufgebaut hat. Außerdem sollen türkische Kampfdrohnen stationiert werden, die eine vollständige Kontrolle des Luftraums gewährleisten sollen. Dieser Schritt ist Teil eines aufkeimenden Verteidigungsabkommens zwischen Ankara und der neuen syrischen Regierung und stellt eine bedeutende Veränderung der regionalen militärischen Dynamik dar. Das Abkommen, das noch nicht offiziell von einer der beiden Regierungen bestätigt wurde, ist Teil der umfassenderen Strategie der Türkei, nach dem Sturz des Assad-Regimes Ende 2024 Einfluss auf Syrien zu nehmen und es zu stabilisieren. Die syrische Regierung, jetzt unter der Führung von Ahmed Al-Sharaa (auch bekannt als Abu Mohammed Al-Joulani), hat Berichten zufolge Unterstützung gesucht, um ihre militärischen Fähigkeiten wieder aufzubauen, die durch den jahrelangen Bürgerkrieg erheblich geschwächt wurden. Laut Quellen, die von mehreren internationalen Nachrichtenagenturen zitiert werden, werden diese Militärstützpunkte mehreren strategischen Zwecken dienen: Ausbildung und Ausrüstung der syrischen Streitkräfte: Es wird erwartet, dass türkische Militärangehörige syrische Truppen, einschließlich Piloten, ausbilden und so die Einsatzbereitschaft des syrischen Militärs verbessern. Diese Ausbildungsinitiative wird als ein Schritt zum Aufbau robusterer syrischer Verteidigungskräfte gesehen. Entsendung von F-16-Kampfflugzeugen: Rund 50 F-16-Kampfflugzeuge der türkischen Luftwaffe sollen zu diesen Stützpunkten verlegt werden. Die Jets werden Luftunterstützung und Schutz bieten und als Abschreckung gegen potenzielle Bedrohungen dienen, bis Syrien seine Luftwaffe wieder aufbauen kann.
(Archivfoto: AA)
Strategische Positionierung: Die Stützpunkte sind strategisch günstig gelegen, um jegliche Bedrohung aus den Nachbarregionen zu überwachen und abzuwehren, insbesondere von Gruppen, die die Türkei als feindlich betrachtet, wie z. B. kurdische Milizen. Dazu gehört auch die Einrichtung einer Pufferzone in der Nähe der syrischen Grenze zu Israel, in der Radarstationen eingerichtet werden sollen, um jegliche Luftbewegungen zu erfassen. Arabischen Quellen zufolge könnten die laufenden Gespräche zwischen der Türkei und Syrien bald zu einem formalisierten gemeinsamen Verteidigungspakt führen.

Historischer Besuch des syrischen Führers Ahmed Al-Sharaa bei Erdogan in der Türkei

Al-Sharaa kam am Dienstag mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan im Präsidialkomplex in Ankara zusammen. Dieser Besuch ist die zweite Auslandsreise von Al-Sharaa seit seiner Machtübernahme nach dem Zusammenbruch des Assad-Regimes und unterstreicht einen bedeutenden Wandel in den syrisch-türkischen Beziehungen. Al-Sharaa wurde von Erdogan mit einem feierlichen Empfang begrüßt. Auf der Tagesordnung der Gespräche standen Diskussionen über die Sicherheitszusammenarbeit, den wirtschaftlichen Aufschwung und die Möglichkeit eines strategischen Verteidigungspakts zwischen den beiden Ländern. Erdogan äußerte sich zufrieden über Al-Sharaas Engagement im Kampf gegen den Terrorismus, eine Priorität für die Türkei. Wirtschaftliche Erholung und Wiederaufbau: Die Staats- und Regierungschefs erörterten auch Maßnahmen zum Wiederaufbau der zerstörten syrischen Wirtschaft. Da Syrien Milliarden für den Wiederaufbau benötigt, sagte Erdogan seine Unterstützung zu und setzte sich unter anderem für die Aufhebung der internationalen Sanktionen ein, die die syrische Wirtschaft lahmgelegt haben. In den Gesprächen wurde erörtert, wie türkische Unternehmen beim Wiederaufbau der syrischen Infrastruktur eine Rolle spielen könnten, mit Blick auf Investitionsmöglichkeiten, von denen beide Länder profitieren könnten. Strategische Partnerschaft: Während einer gemeinsamen Pressekonferenz sprach Al-Sharaa vom Aufbau einer „strategischen Partnerschaft“ mit der Türkei und lud Erdogan zu einem Gegenbesuch in Syrien ein. Diese Partnerschaft zielt darauf ab, „dauerhafte Sicherheit und Stabilität“ für beide Länder zu gewährleisten, was auf ein tiefes Tauwetter in den Beziehungen hindeutet, die während des syrischen Bürgerkriegs aufgrund der türkischen Unterstützung für die Oppositionskräfte gegen Assad angespannt waren.

Gastkommentar
Thomas: Die Verlogenheit der Migrationsdebatte

Ein Gastbeitrag von Michael Thomas Derzeit existiert in Deutschland und übrigens auch sonst nirgendwo irgendeine politische Kraft, die das „Problem Migration“ aufrichtig, offen und ehrlich adressiert. Bereits im Grundsatz wäre erheblicher Zweifel an der Aussage angebracht, dass unsere Sozialsysteme durch Zuwanderung von Flüchtlingen an ihre Grenzen geraten könnten. Denn zweifellos wäre eine Wirtschafts- und Finanzpolitik, die die oberen und höchsten Einkommensklassen korrekt besteuern würde, nicht nur in dieser Hinsicht überaus hilfreich. Aber niemand diskutiert öffentlich, wie es überhaupt zu diesen massiven Fluchtbewegungen kommen kann., dabei liegt die Antwort direkt auf der Hand. Jahrzehntelange „Entwicklungshilfe“ ebnete der Verelendung ebenso den Weg wie Kriegs- und Krisenherde, die einerseits dadurch ermöglicht und andererseits überaus zuvorkommend von deutschen Rüstungskonzernen mit Waffen beliefert werden. Nach Angaben des Bundesministeriums selbst kalkuliert man für jeden ausgegebenen Entwicklubgshilfeeuro etwa 0.83 Euro an Umsätzen, die die deutsche Wirtschaft dadurch im Nachgang generieren kann. Das Ministerium spricht selbst von der Idee, durch „Entwicklungshilfe“ neue Absatzmärkte zu generieren. Das funktioniert jedoch nur, wenn die „Regierungen“ ein Interesse daran haben, ihre eigene Wirtschaft im Zustand ewiger Bedürftigkeit, möglichst in Armut festzuhalten. Wie im Falle Niger etwa stützte Frankreich eine völlig korrupte Regierung und baute dafür gewissermaßen gegen Kleingeld Uran für seine Kraftwerke ab. Das Land ertrank förmlich in Schulden; die Bevölkerung war schutzlos Angriffen der eigenen Regierung und diverser Rebellengruppen ausgesetzt, soetwas wie eine Infrastruktur existierte nicht. Niger „entfernte“ im Zuge des Putsches vor einigen Monaten überraschend viele französische „Berater“ und Soldaten aus dem Land, deren Aufgabe es war, die bestehenden Verhältnisse stabil zu halten. Man hatte hier und da etwas Nahrung und rudimentäre Hilfe ins Land gebracht, während die extrem begehrten und auf dem Weltmarkt sehr wertvollen Rohstoffe abgebaut wurden. In Nigeria und vielen anderen Ländern funktioniert „Entwicklungshilfe“ sehr ähnlich. In Lagos tummeln sich vier der größten Rohölverarbeiter der Welt, während das gigantische Potenzial an Geld für das geförderte Öl an wenige Regierungsmitglieder und einen kleinen Kreis ihrer Familien verteilt wird. Beim Volk kommt außer extremer Gewalt gegen Proteste nichts davon an. Um hier unschöne Szenen zu verhindern, pumpt u.a. auch Deutschland „Entwicklungshilfe“ ins Land und erhält dafür zwar kein Öl, aber lukrative Lieferverträge im Bereich Maschinenbau. Nicht selten verfügen die Militärs dieser, vorwiegend afrikanischer Länder über überraschend gute, westliche Rüstungs- und Ausbildungsstandards. Sieht man sich afrikanische Regierungsspitzen näher an, findet man breit angelegte Verbindungen zu westlichen Industrieländern. Von diesen werden sie in Fragen persönlicher Bereicherung bestens unterstützt und beraten. Nicht selten werden sie direkt vom Westen gewissermaßen „inthronisiert“; sobald sie jedoch Interesse daran formulieren, größere Teile der Einkommen an ihre Bevölkerungen in Form von Infrastruktur, geregelten Binnenmärkten und eigenständigen Unternehmensgründungen für eine stabilere Zukunft initiieren zu wollen, sterben sie ganz plötzlich und fallen „tragischen Unfällen“ zum Opfer. Nur selten treten geostrategische Absichten der westlichen Generländer so offen zutage wie etwa in Ägypten. Nachdem im „arabischen Frühling“ der Diktator Hosni Mubarak gestürzt und mit Muhammad Mursi der erste, unabhängig und frei vom Volk gewählte Präsident Ägyptens ernannt war, begannen die Planungen gegen ihn. Denn während Mubarak auf Befehl der USA mit Israel einen Friedensvwrtrag unterzeichnet hatte, den er mit maximaler Gewalt und Brutalität gegen das ägyptische Volk durchsetzte, kam Präsident Mursi dem mehrheitlichen Willen der Bevölkerung nach und kritisierte Israel. Seine Programme, Ägyptens Industrie und Wirtschaft in die Unabhängigkeit und zum Wachstum führen zu wollen, galten dem Westen als roter Alarm. Sein Gegenspieler al-Sisi, der in Wirtschaftsfragen als völlig unfähig gilt, fand breite Unterstützung im Westen. Angela Merkel war die erste, die al-Sisi nach dem extrem blutigen Putsch, der weit mehr als tausend Tote und hunderte von Todesurteilen nach sich zog, lächelnd und händeschüttelnd in Berlin als Staatsmann begrüßte. Aus Pietäts- und vorgeschobenen, humanitären Gründen existieren heute keine Kolonien und keine Sklaven mehr, sondern nur noch „versteckte“ Kolonialherrschaft in Verbindung mit „Quasisklaven“. Im Endeffekt beuten wir die begehrten Rohstoffe der „Entwicklungshilfe“-Länder aus, während deren Bevölkerungen durch die extrem korrupten Regierungen und dadurch dramatisch zugrundegegangenen Infrastrukturen dazu gezwungen sind, für Sklavenlohn unter unwürdigen Zuständen bei der Gewinnung zu helfen. Diese Verhältnisse sind keine Zufälle. Im Falle Niger wurde dies allzu offensichtlich. Erst massives Zureden in Hinterzimmern überzeugte die französische Regierung in buchstäblich letzter Minute, vom Gebrauch militärischer Gewalt in dem Versuch, die alten Verhältnisse wieder herzustellen, Abstand zu nehmen. Insgesamt befindet sich die Wirtschaft der meisten „Entwicklungshilfe“-Länder in einem prekären Zustand. Breitflächig ist zu erkennen, dass die Bevölkerungen entweder gar nicht, oder nur zu geringsten Teilen von ihrer Arbeit und ihren Rohstoffen partizipieren. Wer denkt, „Entwicklungshilfe“ sei ein kosten- und folgenloses Geschenk an Notleidende aus humanitären Gründen, irrt! Unsere Fischereiflotte fischt großtechnisch und zumeist illegal die afrikanischen Küsten ab, was tausende von Fischern vor Ort arbeits- und einkommenslos macht. Es gibt keine ernstzunehmende Anstrengung, dies zu unterbinden. Dafür wurden beispielsweise 2021 tatsächlich allein nur von der EU insgesamt über 600.000 Tonnen (!) Geflügelfleisch nach Afrika exportiert; zusammen mit den Exporten der USA und Brasilien kommt man auf eine Menge von über 3 Millionen Tonnen. Das zerschlägt dort durch konkurrenzlose Dumpingpreise jede lokale Herstellung und produziert Abhängigkeit. Tausende von Farmerfamilien gingen daran bereits zugrunde. Im Nahen Osten zerschlagen wir durch unsere Zu- und Abwendung jedwede Solidarität und füttern regionale Auseinandersetzungen mit unseren Waffen. So wäre der Krieg Saudi-Arabiens gegen den Jemen ohne deutsche Waffen ebenso kaum möglich wie der israelische Genozid an Palästina. Nicht genug damit, belieferten wir in Syrien die kurdische Terrorgruppe SDF mit Waffen, die der umbenannte Vertreter der PKK ist, die jahrzehntelang in der Türkei blutigste Anschläge mit über 40.000 Toten durchführte. Selbst die Gefahren und erste, ernste Auswirkungen des Klimawandels, der weltweit bereits jetzt ganze Küstenlandschaften und ganze Inseln vernichtet, interessiert uns nicht, wenn wir etwa die Freuden einer Kreuzfahrt genießen, bei der pro Tag (!) etwa 600 Tonnen (!) ungereinigten Schweröls durch die Schornsteine gehen.

Die Verlogenheit der Migrationsdebatte

Wir wundern uns, wenn wir das alles realisieren, keineswegs mehr darüber, dass die Fluchtursache für Millionen von Menschen wir selbst sind. Ohne all diese Zwangsmaßnahmen wären die weitaus meisten Länder durchaus in der Lage dazu, ihre eigenen Menschen zu ernähren und Frieden zu halten. Aber Fluchtursachen will keine einzige Partei tatsächlich bekämpfen; sie alle lassen uns mit der Idee leben, die Flüchtenden suchten nur ein bequemes Leben bei uns. Das ist eine überaus verlogene Politik. Während man konservativen Parteien noch eine verstockt ignorante, weil auch rassistische Herrenmenschenpolitik unterstellen kann, enttäuschen gerade die vorgeblich grünen und links-liberalen Kräfte darin, die Bevölkerung aufzuklären und eine aufrichtige und ehrliche Politik einzufordern. Denn diese ginge auf Kosten unseres Lebensstandards, da langfristig auf enorme Gewinne verzichtet werden müsste. Aber kaum ein Wähler würde die Idee: „Hey, wir müssen ärmer werden!“, mit seinem Kreuzchen bei der Wahl honorieren. Deshalb werden die wahren Fluchtursachen einfach verschwiegen. Da diskutiert man viel lieber, mit welchen Mitteln die Opfer unserer Wirtschafts- und Kriegspolitik von uns und unserem Wohlstand, den wir mit ihnen und ihrem Leid verdienen, ferngehalten werden könnten und welches Menschenrecht dafür fallen muss. Aber niemand soll sagen können, er habe nichts davon gewusst.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Zum Autor 

Michael Thomas ist Privatier, Fotograf, leidenschaftlich an Ägyptologie und Literatur interessiert, mit der er vor vielen Jahren als Autor regional einige Beachtung fand. Er verfolgt interessiert das Weltgeschehen durch Beobachtung internationaler Presse. Seinen Fokus legt er insbesondere auf die Palästinafrage und auf die islamische Welt.

Brexit
5 Jahre Brexit: Auswirkungen auf internationalen Schüleraustausch

Oldenburg – Seit dem Austritt Großbritanniens aus der EU am 31. Januar 2020 ist die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an internationalen Schüleraustauschprogrammen von ICX-Deutschland e.V. nach England um 35 Prozent zurückgegangen.

Der Brexit hat zahlreiche Veränderungen und zusätzliche bürokratische Hürden für den Schüleraustausch zwischen Deutschland und Großbritannien mit sich gebracht.

Seitdem benötigen Schülerinnen und Schüler für die Einreise einen gültigen Reisepass anstelle des zuvor akzeptierten Personalausweises. Für Aufenthalte über sechs Monate ist ein Visum erforderlich.

Für kurzzeitige Aufenthalte von bis zu sechs Monaten, wie beispielsweise bei Sprachkursen, benötigen EU-Bürger ab dem 02. April 2025 eine elektronische Einreisegenehmigung (ETA).

Die Kosten für einen Schüleraustausch nach Großbritannien sind aufgrund des Brexits gestiegen. Dies liegt zum Teil an den zusätzlichen Kosten für Visa, Reisepässe und ETA. Zum Teil müssen aber auch höhere Unterstützungsgebühren für Gastfamilien gezahlt werden, um genügend geeignete Gastfamilien für das Programm zu begeistern.

Durch die gestiegenen Kosten gerade bei Austauschprogrammen nach Großbritannien mit einer Dauer von mehr als sechs Monaten ist deutlich zu erkennen, dass weniger Schülerinnen und Schüler für ein Schuljahr englische oder schottische High Schools besuchen und stattdessen eher kürzere Programme von einem Term oder lediglich vier bis acht Wochen nachgefragt werden.

Vom Brexit konnten indessen Alternativen profitieren: So verzeichneten etwa Kanada (+9 Prozent) und Neuseeland (+ 14 Prozent) deutliche Zuwachsraten im Vergleich zur Zeit vor 2020.

„Die britische Regierung hat uns gegenüber signalisiert, weiterhin am Schüleraustausch mit EU-Ländern interessiert zu sein“, sagt Christian Orth, Geschäftsführer des Oldenburger Anbieters ICXchange-Deutschland e.V.

„Trotz der zusätzlichen bürokratischen Hürden ist ein Schüleraustausch nach Großbritannien weiterhin eine wertvolle Erfahrung. Englisch lernen kann man zwar in vielen Ländern, das englische Schulwesen besticht jedoch durch seinen modernen Ansatz und dem Bestreben, das Potential der Schüler besser auszuschöpfen und ihre Berufschancen zu verbessern“, so Orth weiter.

Christian Orth

Künstliche Intelligenz
Auswirkungen des KI-Modells von DeepSeek auf den Markt

Von Dominic Rizzo

Das chinesische Unternehmen für künstliche Intelligenz (KI), DeepSeek, hat bekannt gegeben, dass es ein Open-Source-Modell für große Sprachen entwickelt hat, das relativ kostengünstig zu trainieren ist und weniger Energie und Rechenleistung benötigt als die führenden Anwendungen.

Das Ergebnis war ein deutlicher Ausverkauf bei US-Technologieaktien – insbesondere bei Halbleiterunternehmen, die sich auf Chips für KI-Anwendungen spezialisiert haben.

Hintergründe zum Unternehmen

DeepSeek ist ein kompetentes – wenn auch relativ kleines – chinesisches KI-Labor. Dieses Team hat zahlreiche Forschungsarbeiten verfasst, verfügt über umfangreiche Erfahrung mit GPUs (Graphic Processing Units) und wurde quasi aus einem chinesischen quantitativen Hedgefonds ausgegründet.

Das Unternehmen hat große Aufmerksamkeit erregt, indem sie ein fortschrittliches Large Language Model (LLM) auf den Markt gebracht haben, das angeblich zu wesentlich geringeren Kosten als ähnliche bestehende Modelle trainiert wurde.

Am 25. Dezember 2024 hat DeepSeek sein V3-Modell als Open-Source-Software veröffentlicht. In ihrem Papier gaben sie an, dass die endgültigen Kosten für den Trainingslauf für das Modell nur 5,6 Millionen US-Dollar betrugen, erklärten jedoch, dass V3 immer noch eine Leistung aufweist, die mit der des führenden LLM, GPT-4, vergleichbar ist.

Das V3-Modell ähnelt bestehenden Modellen und bietet die Möglichkeit, auf Benutzeranfragen mit sofortigen Antworten zu reagieren. Die ausgewiesenen Schulungskosten in Höhe von 5,6 Mio. USD sind möglicherweise nicht realistisch, da sie mehrere tatsächliche, sehr reale Ausgaben, wie z. B. Experimente, ausschließen. Nichtsdestotrotz scheint das V3-Modell im Vergleich zu seinen US-Pendants hocheffizient und deutlich kostengünstiger zu trainieren zu sein.

Am 20. Januar 2025 veröffentlichte DeepSeek R1, das ebenfalls vollständig Open Source ist. Dies ist das Stück, das die Welt schockiert hat. Der Hauptunterschied zwischen R1 und V3 besteht darin, dass R1 ein „Chain-of-Thought“-Modell ist – mit anderen Worten, es argumentiert und nimmt sich die Zeit, über die Antworten nachzudenken.

Die Leistung von R1 ist vergleichbar mit dem leistungsstärksten o1-Modell, das von OpenAI entwickelt wurde. R1 ist sicherlich günstiger zu trainieren als o1, obwohl der genaue Unterschied ungewiss ist. DeepSeek bepreist auch die Nutzung oder Inferenz mit einem Zehntel der Kosten von o1.

Welche bedeutenden Innovationen hat Deep Seek hervorgebracht? Ein Großteil ihres Kostenvorteils ergibt sich aus erheblichen technischen Fortschritten, die den Speicher- und Rechenbedarf reduzieren und auch die GPU-Auslastung verbessern. Not macht Innovation. Noch wichtiger ist wohl, dass DeepSeek Reinforcement Learning einsetzte, um R1 zu trainieren, so dass das Modell ohne menschliches Eingreifen autonom lernen und sich weiterentwickeln konnte.

Einordnung

Während es auf den ersten Blick den Anschein haben mag, dass R1 aufgrund der Ausgabenoptimierung negativ für die KI-Infrastruktur sein könnte, sind die Auswirkungen des Modells von DeepSeek auf mittlere Sicht noch nicht klar.

US-KI-Labore könnten theoretisch viele der von DeepSeek entwickelten Recheneffizienzen integrieren, um die Leistung zu verbessern und gleichzeitig das aktuelle Ausgabenniveau beizubehalten und drastische Leistungsverbesserungen zu erzielen.

Die Kosten von DeepSeek V3 in Höhe von 5,6 Millionen US-Dollar schließen verschiedene andere Ausgaben aus, und es besteht Unsicherheit darüber, ob chinesische Labore mehr GPUs haben als angegeben. In einem Auftritt auf CNBC erwähnte der CEO eines US-amerikanischen KI-Unternehmens, dass DeepSeek rund 50.000 H100-GPUs habe. Allein dies entspricht geschätzten Ausgaben in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar. Darüber hinaus würden diese GPUs eine „Sourcing-Prämie“ beinhalten.

Sind LLMs heute eine Ware, die den Bedarf an groß angelegten Schulungen einschränkt?

Dies ist noch unklar, aber es gibt eine positive Perspektive für die Fortsetzung der groß angelegten Ausbildung. DeepSeek hat gezeigt, dass Reinforcement Learning effektiv ist, und es ist davon auszugehen, dass es sich mit erhöhter Rechenleistung und mehr Daten verbessern könnte. Dies deutet darauf hin, dass KI-Labore ironischerweise von einer Erhöhung ihrer Ausgaben profitieren könnten.

Wir glauben, dass das Hauptziel für KI-Labore darin bestehen sollte, sich auf die Leistung und nicht auf die Kostendifferenzierung zu konzentrieren. Eine Pause der Ausgaben ist für die Branchenführer, die an der Spitze der Entwicklung von AGI (künstlich generierte Intelligenz) bleiben wollen, möglicherweise nicht machbar.

Dies könnte sich positiv auf die zunehmende Einführung von KI-Modellen auswirken

Wir gehen davon aus, dass es eine Vielzahl von Modellen geben wird – einige große und einige kleine. Für optimale Verbraucheranwendungen können große Modelle erforderlich sein, die teurer sein können. Die Verfügbarkeit kostengünstiger Modelle ist jedoch für eine breite KI-Einführung von Vorteil. Kleinere Modelle sollten von Fortschritten in Software und Hardware sowie von Erkenntnissen aus größeren Modellen profitieren.

Erschwinglichere Modelle wie das von DeepSeek könnten entscheidend sein, um die reale Nachfrage nach KI-Anwendungen zu steigern. Dies deutet darauf hin, dass mittelfristig die Nachfrage nach Training und Inferenz tatsächlich steigen könnte, da wir sehen, dass KI überall eingesetzt wird.

Wie bei allen neuen Dynamiken wollen wir flexibel bleiben und behalten uns das Recht vor, unsere Meinung zu ändern. Unabhängig davon werden wir unseren Anlagerahmen befolgen, um Investitionsentscheidungen zu treffen, was bedeutet, dass wir nach Dreh- und Angelchpin Technologies,  Innovation in säkularen Wachstumsmärkten, Verbesserung der Fundamentaldaten und angemessene Bewertungen schauen.


Dominic Rizzo, Portfoliomanager bei T. Rowe Price


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– Künstliche Intelligenz – BWA: Künstliche Intelligenz könnte 50 % der Arbeitsplätze vernichten

Geschäftsführer Harald Müller: „Es stehen zu viele Arbeitsplätze im Feuer, als dass wir das als Gesellschaft einfach so hinnehmen können.“

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Haus&Garten
Der Garten – Das Paradies vor der Haustür

+++ WERBUNG +++ Ein Garten ist mehr als nur eine grüne dekorative Fläche, er ist ein Ort voller Leben. Man kann ihn riechen, hören und fühlen. Er ist ein Platz der Erholung und Inspiration, die Natur lässt sich mit ihm täglich aufs Neue wahrnehmen. Es ist nicht entscheidend, ob der Garten zu einem Einfamilienhaus oder zu einem Mehrfamilienhaus gehört, er ist immer ein Rückzugsort und dient der Entspannung. In solch einer Oase spielen Gerätehäuser bei gardenway.de ebenfalls eine zentrale Rolle, denn sie sind ein wichtiger Bestandteil der gesamten Gartenplanung.

Gartenarchitektur: Ein selbst geschaffenes Naturbild

Eine Gartenplanung ist wie das Malen eines Bildes, der Unterschied besteht nur darin, dass die Natur die Farben liefert. Hier können Ihre Träume und Visionen ihre Erfüllung finden. Jede Pflanze, jeder Weg und jede Ecke erzählen eine eigene Geschichte und werden Teil eines harmonischen Ganzen. Es entsteht ein Ort der Harmonie und des Lebens. Pflanzen ergänzen sich und bieten dabei Insekten und kleinen Tieren einen wertvollen Lebensraum. Es entsteht ein lebendiges Bild, das mit den Jahreszeiten wächst. Nur ein paar wenige Aspekte sollten Sie bei der Gartenplanung beachten. Zu Beginn einer jeden Gartenplanung steht Ihr Wunschbild: Wie soll der Garten genutzt werden? Dient er nur als Rückzugsort der Erholung, soll es ein Nutzgarten werden, in dem Sie das eigene Obst und Gemüse ernten können, oder soll er den Kindern mehr ein Spielplatz sein? Vielleicht könnte es aber auch ein Mix aus all dem werden? Egal wie Sie sich entscheiden, für die Ordnung im Garten sollten Sie unbedingt auch ein Gerätehaus in die Planung mit einbeziehen.

Die Gartenräume entstehen

Jetzt ist die Gelegenheit gekommen, in der das Bild in Ihrem inneren Auge Gestalt annimmt. Denn in der Fantasie ist noch alles möglich und kann leicht und schnell verändert werden. Geben Sie sich genügend Zeit dafür. Die neuen Räume im Garten sollen ihre Funktionenerfüllen können und erlebbar werden. Wie heißt ein altes Sprichwort: Eine gute Planung ist die halbe Miete. Der Eingangsbereich:  Die Planung beginnt mit einem freundlichen Eingangsbereich. Schaffen Sie mit ihm einen einladenden Eindruck. Vielleicht ein geschwungener Weg, eingerahmt mit blühenden Pflanzen? Oder ein offener Durchgang mit einem bogenförmigen Rahmen, der mit wunderbaren Kletterpflanzen bewachsen ist? Mit hübschen Schildern oder Lichterketten können Sie besondere Akzente setzen. Achten Sie lediglich darauf, dass die Farben und Materialien, mit denen Sie den Eingangsbereich schaffen, mit dem Stil des Hauses und des entstehenden Gartens harmonieren. Eine Ruhezone: Die Ruhezone gehört zu den persönlichen Plätzen eines Gartens. Denn dieser Platz ist der Raum für Ihre Erholung und gleichzeitig Abstand vom Alltag. Hier können Sie Ihre vollbrachte Arbeit bewundern und die Natur genießen. Dieser Platz kann an vielen Orten des Gartens entstehen. Wichtig ist, dass er immer Ihren persönlichen Bedürfnissen entspricht. Ein Platz für die Kinder: Kinder benötigen einen besonderen Platz im Garten. Sie müssen sich wohlfühlen und dabei sollte das Spielen nicht zu kurz kommen. Das heißt, ein Platz für den Sandkasten sowie für eine Schaukel sind bei Kindern schon fast ein Muss. Denn geht es den Kindern gut, kommt bei den Erwachsenen die Erholung. Gemüsebeet: Bei einem gemischten Garten darf das Gemüsebeet natürlich nicht fehlen. Die Größe richten Sie einfach nach Ihren Bedürfnissen aus. Soll es nur ein duftender Kräutergarten werden oder sollte vielleicht auch frisches Gemüse den Speiseplan vervollständigen? Ordnung im Garten: Ein bedeutender Aspekt bei Ihrer Planung sollte auch die Ordnung sein. Sämtliche Gartengeräte benötigen eine trockene und saubere Unterkunft. Nichts stört in einem harmonischen Garten mehr als herumliegende Gartengeräte oder Spielzeug. Ein freundlich eingefügtes Gerätehaus ist hier die Lösung. In modernen Gärten wird ein Geräteschuppen nicht mehr versteckt, er nimmt oft eine zentrale Rolle ein. Sie können zum Gerätehaus eine Sitzecke planen oder Sie nutzen es zur optischen Trennung verschiedener Gartenbereiche. In Gärten von Mehrfamilienhäusern ist das Gerätehaus oft ein Treffpunkt aller Gartennutzer. Das Wichtigste bei Ihrer Gartengestaltung ist, dass Ihr Garten zu Ihnen passt. Er sollte Ihre Bedürfnisse erfüllen und Sie sollten dort gerne Ihre Zeit verbringen. Dabei spielt das Design keine Rolle. Ihr Garten – Ihr Bild – Ihr Paradies Ein gut geplanter Garten wächst mit Ihnen und passt sich Ihren Wünschen an. Er wird zu jeder Jahreszeit seine Schönheit entfalten. Die Planung ist dabei erst der Anfang. Das wahre Gärtnerleben beginnt, wenn Sie die ersten Pflänzchen setzen und Sie dabei die Sonne auf Ihrem Gesicht spüren. Ihr Garten wird jeden Tag aufs Neue zu Ihrem persönlichen Paradies!

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USA
Nach Israel-Klage: Südafrika wird Trumps neues Angriffsziel

Washington – Südafrika hat Ende 2023 vor dem höchsten Gericht der Vereinten Nationen eine Klage eingereicht in der Israel Völkermord an den Palästinensern im Gazastreifen vorgeworfen wird. In der eingereichten Klage beim Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag wird zudem verlangt, dass Israel zur Einstellung seiner Angriffe in Gaza aufgefordert wird Im Oktober vergangenen Jahres haben Vierzehn weitere Länder ihre Absicht bekundet, der Klage Südafrikas beizutreten. Nach Chile und den Malediven trat zuletzt Bolivien am 9. Oktober dem Gerichtshof bei. Spanien war im Juni nach Belgien und Irland das dritte europäische Land, das diese Ankündigung gemacht hat.

US-Präsident Donald Trump verurteilt Südafrika

US-Präsident Donald Trump hat in den letzten Tagen in einer Reihe von Kommentaren den Fokus der Öffentlichkeit nun auf ein anderes Thema gelenkt. Er verurteilte die Regierung in Johannesburg und warf ihr vor, das durch ein neues Gesetz Land weißer Bauern zu konfiszieren. Zudem seien Weiße Opfer zahlreicher Gewalttaten über die die Medien nicht berichten würden. „Ich werde alle künftigen Finanzmittel für Südafrika streichen“, schrieb er auf seiner eigenen Plattform Truth Social.
Südafrika konfisziert Land und behandelt bestimmte Bevölkerungsgruppen SEHR SCHLECHT. Es ist eine schlimme Situation, die die linksradikalen Medien nicht einmal erwähnen wollen. Es handelt sich zumindest um eine massive Menschenrechtsverletzung, die für alle sichtbar ist. Die Vereinigten Staaten werden das nicht hinnehmen, wir werden handeln. Außerdem werde ich alle zukünftigen Finanzierungen für Südafrika einstellen, bis eine vollständige Untersuchung dieser Situation abgeschlossen ist!

Auch Elon Musk springt auf den Zug

Auch der aus Südafrika stammende Tech-Milliardär Elon Musk teilte Trumps Posts und fragte den südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa in einem Post auf X: „Warum haben Sie offen rassistische Eigentumsgesetze?

Südafrikanische Regierung weist Vorwürfe zurück

Die südafrikanische Regierung hat Trumps Kritik an dem neuen Gesetz zurückgewiesen, das ihrer Ansicht nach im Wesentlichen darauf abzielt, die Ungleichheiten zu beseitigen, die durch die jahrzehntelange Apartheid und die 1994 beendete weiße Minderheitenherrschaft in Südafrika entstanden sind. Worum geht es bei dem Gesetz? Während der Apartheid wurde die schwarze Bevölkerungsmehrheit in Südafrika auf jede erdenkliche Art und Weise unterdrückt, auch in Bezug auf Wohnraum und Landbesitz. Doch auch Jahrzehnte nach dem Ende des rassistischen Apartheidsystems befindet sich das meiste private Ackerland in Südafrika immer noch im Besitz von Weißen, was Ramaphosa und der regierende Afrikanische Nationalkongress (ANC) zu ändern versuchen. Das neue Gesetz, so betonte die Regierung, sei ein Weg, historisches Unrecht zu korrigieren. Das neue Enteignungsgesetz, das das aus der Zeit der Apartheid stammende Enteignungsgesetz von 1975 ersetzt, wurde am 23. Januar nach fast fünf Jahren öffentlicher Konsultationen und parlamentarischer Debatten offiziell von Ramaphosa unterzeichnet. Das Gesetz umreißt den rechtlichen Rahmen für die Enteignung von Privateigentum durch die Regierung für öffentliche Zwecke oder im öffentlichen Interesse und legt Regeln für die Bestimmung der Entschädigung fest. Während das Gesetz im Allgemeinen eine angemessene Entschädigung vorschreibt, lässt es auch bestimmte Fälle zu, in denen keine Entschädigung gezahlt werden muss, sofern dies als gerecht und angemessen erachtet wird. Nach Angaben des südafrikanischen Parlaments werden lokale, provinzielle und nationale Behörden befugt sein, dieses Gesetz anzuwenden, um Land für eine Vielzahl von Zwecken zu erwerben, darunter die Entwicklung der Infrastruktur, öffentliche Dienstleistungen und Landreformen. In dem Gesetzentwurf heißt es jedoch ausdrücklich, dass Enteignungen nicht willkürlich oder aus Gründen, die nicht dem öffentlichen Wohl dienen, erfolgen dürfen.

Eine lange Geschichte der Landungleichheit

Die Landreform ist seit langem ein umstrittenes Thema in Südafrika, wo historische Ungerechtigkeiten dazu geführt haben, dass die schwarze Bevölkerungsmehrheit trotz des offiziellen Endes der Apartheid im Jahr 1994 kaum über Landbesitz verfügt. Während der Kolonialzeit und der Apartheid schränkten Gesetze wie der Natives Land Act von 1913 den Besitz oder die Pacht von Land für schwarze Südafrikaner stark ein. Die Folge war eine weit verbreitete Enteignung, die den Landbesitz in den Händen der weißen Minderheit konzentrierte. Obwohl die Apartheid vor drei Jahrzehnten offiziell beendet wurde, sind die Eigentumsverhältnisse nach wie vor sehr ungleich verteilt, da die weißen Farmer immer noch einen Großteil des Ackerlandes des Landes kontrollieren. Das neue Enteignungsgesetz wird als ein Versuch gesehen, diese historischen Ungleichheiten zu beseitigen. Der stellvertretende Minister für öffentliche Arbeiten und Infrastruktur, Sihle Zikalala, bezeichnete das Gesetz als Höhepunkt eines langen Kampfes gegen Landenteignungen. „Dies ist der Höhepunkt eines langen Kampfes, den die Vorfahren gegen die Enteignung der Mehrheit der Schwarzen durch das Landgesetz von 1913 und den berüchtigten Group Areas Act geführt haben“, sagte Zikalala nach der Verabschiedung des Gesetzes. Er fügte hinzu, dass die Gesetzgebung darauf abziele, Ungerechtigkeiten der Vergangenheit zu korrigieren, ohne die Wirtschaft des Landes zu destabilisieren.
„Die ungleiche Verteilung von Land und die Tendenz einiger gieriger Individuen, Land zu nutzen, um die Entwicklungsaussichten des Landes zu behindern, werden der Vergangenheit angehören. Wie der Präsident angedeutet hat, wird das Gesetz umgesetzt werden, ohne die Wirtschafts- und Entwicklungsperspektiven des Landes zu destabilisieren“.

Gaza-Krieg
Israel-Kritikerin Francesca Albanese beginnt Europa-Tour

New York – Francesca Albanese, die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für die Lage der Menschenrechte in den seit 1967 besetzten palästinensischen Gebieten, hat eine zweiwöchige Reise durch mehrere europäische Länder begonnen, um Diskussionen über das Völkerrecht und die aktuelle Lage in Palästina zu führen. Ab dieser Woche wird Albanese Dänemark, Norwegen, die Niederlande und Deutschland besuchen, um die Komplexität des Völkerrechts im Zusammenhang mit der Palästinafrage zu beleuchten. Albanese, die für ihre freimütige Haltung zu Menschenrechtsverletzungen bekannt ist, steht im Mittelpunkt internationaler Debatten, insbesondere seit ihrem umstrittenen Bericht vom März 2024, in dem sie behauptete, es gebe „vernünftige Gründe“ für die Annahme, dass Israel im Gazastreifen einen Völkermord begehe. Diese Behauptung hat eine heftige Debatte ausgelöst und war ein Schwerpunkt ihrer anwaltschaftlichen Arbeit. Albaneses Behauptung, es handele sich um Völkermord, stieß auf heftige Reaktionen. Israelische Beamte haben diese Anschuldigungen vehement zurückgewiesen und sie als unbegründet und verleumderisch bezeichnet und argumentiert, dass ihre Maßnahmen der Selbstverteidigung gegen die Angriffe der Hamas dienten. Umgekehrt wird ihre Position von verschiedenen Menschenrechtsorganisationen und -anwälten unterstützt, die argumentieren, dass das Ausmaß der Zerstörung und die humanitäre Krise im Gazastreifen solche ernsthaften juristischen Untersuchungen erforderlich machen.

Genozid-Vorwürfe gegen Israel

In einer Reihe von vernichtenden Berichten, die in den letzten Monaten veröffentlicht wurden, haben mehrere führende Menschenrechtsorganisationen schwere Vorwürfe gegen Israel erhoben, die auf Völkermord und die gezielte Tötung von Kindern im Gazastreifen hindeuten. Human Rights Watch (HRW) gehörte zu den ersten, die Israel wegen „Völkermordes und des Verbrechens der Ausrottung gegen die Menschlichkeit“ anprangerten und dabei insbesondere den absichtlichen Entzug von Wasser für palästinensische Zivilisten als Methode der Kriegsführung anführten. In dem am 19. Dezember 2024 veröffentlichten HRW-Bericht wird argumentiert, dass die Handlungen der israelischen Regierung nach internationalem Recht den Tatbestand des Völkermordes erfüllen könnten, insbesondere durch die vorsätzliche Schaffung von Bedingungen, die zur physischen Zerstörung führen. Auch Amnesty International veröffentlichte am 5. Dezember 2024 eine Erklärung, in der es heißt, dass Israels Militärkampagne im Gazastreifen einen Völkermord darstellt. Die Organisation hob die Zerstörung der zivilen Infrastruktur, die Verweigerung der Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten sowie die offensichtlichen Angriffe auf Zivilisten als Beweise für die völkermörderische Absicht hervor. Agnès Callamard, die Generalsekretärin von Amnesty, rief zu sofortigem Handeln auf, um das zu stoppen, was sie als „Weckruf für die internationale Gemeinschaft“ bezeichnete. Ärzte ohne Grenzen beschuldigte Israel in seinem Bericht mit dem Titel „Gaza: Leben in einer Todesfalle“. In dem Bericht werden die wiederholten militärischen Angriffe auf die Zivilbevölkerung, die Demontage des Gesundheitswesens und die systematische Verweigerung humanitärer Hilfe beschrieben, die ihrer Meinung nach auf die gewaltsame Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung abzielen.

Tour durch Europa

Die Tournee wird nicht nur als Aufklärungsmaßnahme, sondern auch als strategischer Schachzug gesehen, um Unterstützung für weitere internationale rechtliche Schritte gegen die von Albanese als systematisch bezeichneten Verletzungen der Rechte der Palästinenser zu mobilisieren. Während ihrer Reise plant Albanese, mit Akademikern, politischen Entscheidungsträgern und Gruppen der Zivilgesellschaft zusammenzutreffen, um diese Fragen eingehend zu erörtern. Die Reise findet zu einer Zeit statt, in der sich die internationale Gemeinschaft mit den rechtlichen und moralischen Auswirkungen des Konflikts im Gazastreifen auseinandersetzt, insbesondere nachdem Südafrika vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) Klage gegen Israel wegen Verletzung der Völkermordkonvention eingereicht hat. In Dänemark wird Albanese einen Vortrag an der Universität Kopenhagen halten, wo sie vor Studenten und Lehrkräften über die rechtlichen Rahmenbedingungen für Besatzung und Menschenrechte sprechen wird. Auf ihrem Reiseplan stehen öffentliche Vorträge, private Treffen mit Regierungsvertretern und Gespräche mit lokalen NROs, um ein breiteres Verständnis der rechtlichen Dimensionen des palästinensisch-israelischen Konflikts zu fördern. In Norwegen werden sich die Gespräche auf die Rolle von Friedensprozessen und die Durchsetzung des humanitären Völkerrechts konzentrieren, da Oslo ein historischer Ort für Friedensverhandlungen ist. In den Niederlanden wird Albanese mit Rechtsexperten in Den Haag zusammentreffen, wo sowohl der IGH als auch der Internationale Strafgerichtshof ihren Sitz haben, was deutlich macht, dass Israel derzeit rechtlich auf dem Prüfstand steht. Die Reise endet in Deutschland, einem Land mit engen historischen Beziehungen zu Israel und einer bedeutenden palästinensischen Diaspora. Hier steht eine Reihe von Veranstaltungen auf dem Programm, bei denen Albanese die Auswirkungen der deutschen Politik gegenüber Israel im Lichte des Völkerrechts und der Menschenrechtsstandards ansprechen wird.

Zum Thema

– Gaza-Konflikt – Israel-Kritikerin Albanese: Ich werde nicht bezahlt

In einem Kommentar im vergangenen Oktober verurteilte sie auch die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock für ihre Äußerungen zu  dem Konflikt.

Israel-Kritikerin Albanese: Ich werde nicht bezahlt

Gaza-Konflikt
Israel-Kritikerin Albanese: Ich werde nicht bezahlt

New York – Francesca Albanese, die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für die Lage der Menschenrechte in den seit 1967 besetzten palästinensischen Gebieten, hat sich in einem kürzlich veröffentlichten Beitrag auf X öffentlich zu der Kritik an ihrer Rolle und ihrer Vergütung geäußert. „Meine Kritiker können das nicht begreifen: Ich werde von niemandem für meine Arbeit über Palästina bezahlt, nicht einmal von der UNO. Sonderberichterstatter arbeiten pro bono“, erklärte Albanese und wandte sich damit direkt an ihre Kritiker. Sie erläuterte ihre Beweggründe weiter: „Und ich habe so viel Spaß an dem, was ich tue, wissen Sie warum? Weil ich Tyrannen, Mafias und Apartheid verachte. Das liegt in meiner DNA, und ich werde alle drei mit Freude bis zu meinem letzten Atemzug bekämpfen. Und jetzt, ihr Lakaien, get a life“. Albaneses Äußerungen kommen zu einer Zeit, in der ihre Arbeit und ihre Äußerungen zum israelisch-palästinensischen Konflikt erhebliche Kontroversen ausgelöst haben. In ihrer Funktion als Sonderberichterstatterin berichtet sie über die Menschenrechtslage in den Gebieten und wirft Israel Mesnchenrechtsverletzungen und sogar einen Genozid vor. Es ist wichtig, einen Völkermord als Völkermord zu bezeichnen, sagte Albanese im vergangenen Oktober vor dem UN-Ausschuss für die Ausübung der unveräußerlichen Rechte des palästinensischen Volkes, als sie alle Staaten aufforderten, ihre Beziehungen zu überprüfen und sich nicht an diesem Verbrechen Israels am palästinensischen Volk in Gaza zu beteiligen. „Wenn Sie zum Arzt gehen, weil Sie Krebs haben, und dort Fieber diagnostiziert wird, haben Sie ein großes Problem – das Gleiche gilt für die Menschen, die einem Völkermord zum Opfer fallen“, sagte Albanese, während eines Briefings. Albanese, die sich selbst als „widerwillige Chronistin des Völkermords“ bezeichnete, sagte, die internationale Gemeinschaft müsse die Geschehnisse im Gazastreifen als Völkermord anerkennen und „das größere Konzept hinter den heutigen Ereignissen in Palästina verstehen“. Es sind nicht nur Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die die Palästinenser erleben – „sie haben das ihr ganzes Leben lang erlebt“, sagte sie, aber die aktuelle Situation sei anders. In einem Kommentar im vergangenen Oktober verurteilte sie auch die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock für ihre Äußerungen zu  dem Konflikt. „Als unabhängige UN-Expertin bin ich zutiefst besorgt über die Haltung Deutschlands zu Israel/Palästina und ihre gefährlichen Implikationen und Konsequenzen. Ministerin #Baerbock sollte aufgefordert werden, die Beweise für ihre Behauptungen vorzulegen und dann zu erklären, wie „zivile Objekte, die ihren Schutzstatus verlieren“ die Massaker rechtfertigen, die Israel in Gaza und anderswo begeht. Wenn Deutschland beschlossen hat, sich an die Seite eines Staates zu stellen, der internationale Verbrechen begeht, ist das eine politische Entscheidung, die aber auch rechtliche Konsequenzen hat. Möge die Gerechtigkeit siegen, wo die Politik auf abscheuliche Weise versagt hat“, so Albanese in einem Post auf X. Die UNO hat nicht offiziell auf Albaneses jüngsten Beitrag zu X reagiert, aber ihre Arbeit steht weiterhin im Mittelpunkt des internationalen Diskurses über den Nahen Osten. Ihr Engagement, pro bono zu arbeiten, ist nicht einzigartig unter den UN-Sonderberichterstattern und unterstreicht den ehrenamtlichen Charakter dieser wichtigen Funktionen in der Menschenrechtsarbeit.