Hollywood
„Breaking Bad“-Star Giancarlo Esposito nimmt in Saudi-Arabien den Islam an

Hollywood-Star Giancarlo Esposito („Breaking Bad“) ist in Saudi-Arabien während der Dreharbeiten zu einem Action-Epos zum Islam konvertiert.

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Riad / Berlin – Er spielte einen der ikonischsten und unterkühltesten Bösewichte der Seriengeschichte, nun sorgt er privat für weltweites Aufsehen: Der US-amerikanische Schauspieler Giancarlo Esposito, weltbekannt für seine Rolle als Drogenbaron Gustavo „Gus“ Fring in den Kultserien Breaking Bad und Better Call Saul, ist zum Islam konvertiert.

Wie Medien am Sonntag übereinstimmend berichteten, vollzog der Hollywood-Star den spirituellen Schritt während seines aktuellen Aufenthalts im Königreich Saudi-Arabien, wo er derzeit für ein monumentales Filmprojekt vor der Kamera steht.

Die Schahada am Filmset gesprochen

Die Nachricht wurde von Turki Al-Sheikh, dem Vorsitzenden der saudi-arabischen Generalbehörde für Unterhaltung (General Entertainment Authority), offiziell bekannt gegeben. Al-Sheikh erklärte, dass Esposito nach einer intensiven Zeit im Königreich und der engen Zusammenarbeit mit muslimischen Kollegen den Entschluss gefasst habe, formell den islamischen Glauben anzunehmen.

Der Schauspieler rezitierte demnach die Schahada – das islamische Glaubensbekenntnis – und schloss sich anschließend den Mitgliedern des Produktionsteams zum gemeinsamen Gebet in einer Moschee an. Ein Video, das Esposito beim Beten an der Seite der Filmcrew in einer Moschee zeigt, verbreitete sich in den sozialen Medien rasant und löste im Netz sowie unter seinen weltweiten Fans emotionale und weitreichende Diskussionen aus.

Laut Al-Sheikh sei die Entscheidung das Ergebnis zutiefst positiver persönlicher Erfahrungen im Land gewesen. Esposito habe sich von der außerordentlichen Gastfreundschaft, dem starken Gemeinschaftsgefühl und dem herzlichen Empfang, den er vor Ort erlebte, zutiefst beeindruckt gezeigt.

Von Broadway-Anfängen zum Hollywood-Olymp

Der heute 68-jährige Esposito blickt auf eine beeindruckende, jahrzehntelange Karriere zurück. Geboren in Kopenhagen als Sohn eines italienischen Vaters und einer afroamerikanischen Opernsängerin, zog er im Alter von sechs Jahren nach Manhattan. Bereits mit sieben Jahren stand er am Broadway und feierte 1968 sein offizielles Bühnendebüt.

Vor seinem weltweiten Durchbruch arbeitete er unter anderem eng mit Star-Regisseur Spike Lee zusammen und spielte in Filmklassikern wie Do the Right Thing, Malcolm X sowie in Kinohits wie Die üblichen Verdächtigen (The Usual Suspects). Für seine Darstellung des Gus Fring in Breaking Bad (2009–2011) wurde er mit zwei Critics‘ Choice Television Awards ausgezeichnet und dreimal für den renommierten Primetime Emmy nominiert. Zuletzt feierte er Erfolge in Blockbuster-Serien wie The Mandalorian und The Boys.

Hauptrolle im teuersten arabischen Action-Epos

Der Anlass für Espositos Aufenthalt in Saudi-Arabien ist das Filmprojekt 7 Dogs (auch Seven Dogs genannt), das am 27. Mai Premiere feierte und als einer der teuersten arabischsprachigen Filme gilt, die je produziert wurden.

Der Film entstand unter der Regie des marokkanisch-belgischen Erfolgsduos Adil El Arbi und Bilall Fallah (Bad Boys: Ride or Die). Die Idee und Story stammen von Turki Al-Sheikh selbst, das Drehbuch schrieb Mohamed El-Dabbah.

Das Action-Epos, das im Stil von Hollywood-Größen wie John Wick, Bad Boys oder Mission: Impossible gedreht wurde, wartet mit einem internationalen Starensemble auf – darunter Monica Bellucci, die Bollywood-Legenden Salman Khan und Sanjay Dutt sowie Kampfkünstler Max Huang. Gedreht wurde größtenteils in Saudi-Arabien, aber auch in internationalen Metropolen wie Shanghai, Mumbai und in Ägypten.

Esposito selbst beschrieb die Dreharbeiten als einen absoluten Höhepunkt seiner Karriere. Bei der Premiere in Kairo betonte er, wie aufgeregt er gewesen sei, in einem arabischen Land zu drehen:

„Ich denke, dass im arabischen Kino eine große Zukunft liegt, weil es in der Lage ist, viele verschiedene Länder an einem einzigen Ort darzustellen.“

Saudi-Arabiens Giganten-Pläne für die Filmwelt

Das Projekt 7 Dogs unterstreicht die ambitionierten Pläne des Königreichs, sich als globaler Akteur in der Filmindustrie zu etablieren. Im Rahmen der wirtschaftlichen Neuausrichtung „Vision 2030“ hat Saudi-Arabien rund 71,2 Milliarden US-Dollar für den Ausbau des Unterhaltungssektors bereitgestellt.

Erst im September 2024 wurde zudem ein 100-Millionen-Dollar-Filmfonds aufgelegt, um internationale Studios ins Land zu locken und lokale Produktionen zu fördern. Bis zum Jahr 2030 soll der saudi-arabische Filmmarkt ein Volumen von 950 Millionen US-Dollar erreichen und mehr als 7.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze schaffen.

 

 


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