Ukraine Recovery Conference
Ex-Geheimdienstchef Fidan trifft Annalena Baerbock

Der türkische Außenminister Hakan Fidan traf am Mittwoch bei der Wiederaufbaukonferenz in London mit der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock zusammen.

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London – Der neue türkische Außenminister Hakan Fidan traf am Mittwoch bei der Wiederaufbaukonferenz, der Ukraine Recovery Conference, in London zum ersten Mal auch mit der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock zusammen.

Bei den Treffen sprachen die Topdiplomaten unter anderem über die türkischen Bemühungen zur Verlängerung der BSGI, also die Initiative für den sicheren Transport von Getreide und Lebensmitteln aus ukrainischen Häfen, die Lage in Nordsyrien und den NATO-Beitritt Schwedens. Wie das Auswärtige Amt mitteilte, wollen Baerbock und Fidan das Gespräch bald in Berlin fortsetzen. Fidan war vor seiner Ernennung zum Außenminister jahrelang Chef des türkischen Geheimdiensts MIT.

Bei der von der Ukraine und Großbritannien ausgerichteten zweitägigen Konferenz beraten Regierungsvertreter aus mehr als 60 Ländern über Wege zur Unterstützung der ukrainischen Wirtschaft.

Baerbock und Entwicklungs­ministerin Schulze nehmen für die Bundesregierung an derK onferenz in London teil. Der Schwerpunkt der Konferenz liegt auf der Mobilisierung privater Investitionen für den Wiederaufbau. Auch deutsche Unternehmen sind vor Ort.

Außenministerin Baerbock betonte:

„Tausende ukrainische Schulen liegen in Schutt und Asche, hunderttausende Häuser sind zerstört, auf Fabriken, Kraftwerke, Bahnhöfe sind russische Bomben gefallen. Mit einem Zermürbungskrieg will Russland die Ukraine in die Knie zwingen und verhindern, dass eine freie und wirtschaftlich starke Ukraine neben Putins isoliertem und korruptem Regime bestehen kann.

Gemeinsam mit Entwicklungsministerin Svenja Schulze werde ich bei der Wiederaufbaukonferenz von London deutlich machen: Deutschlands Unterstützung ist felsenfest, heute, morgen und übermorgen. Denn für dauerhaften Frieden reicht es nicht, dass die Ukraine den Krieg gewinnt – wir wollen, dass sie zu einem Teil des europäischen Friedens- und Wohlstandsprojekts wird. Das ist in unserem ureigenen Interesse“, so Baerbock.

Welch kolossale Aufgabe der Wiederaufbau ist, zeigen die nackten Zahlen: Allein im Jahr 2022 hat die Ukraine 29 Prozent ihres BIP verloren, die Inflation lag bei bis zu 27 Prozent. Für die nächsten zehn Jahre rechnet die Weltbank damit, dass der Wiederaufbau mehr als 400 Milliarden US-Dollar kosten wird.

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