Kampf dem Terror
Türkei: Die ersten ausländischen IS-Kämpfer werden abgeschoben

Wie vom türkischen Innenminister Süleyman Soylu in der vergangenen Woche angekündigt, hat die Türkei heute begonnen ausländische IS-Kämpfer in ihre Heimatländer auszuweisen.

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Istanbul – Wie vom türkischen Innenminister Süleyman Soylu in der vergangenen Woche angekündigt, hat die Türkei heute begonnen ausländische IS-Kämpfer in ihre Heimatländer auszuweisen.
Wie die Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf Quellen im türkischen Innenministerium berichtet, wurde am Montag ein US-Amerikaner abgeschoben. Sieben deutsche Staatsbürger sollen am Donnerstag ausgewiesen werden.
Die IS-Kämpfer waren im Zuge der türkischen Anti-Terror-Offensive der Türkei im Norden Syriens festgenommen worden.
Die Türkei hatte in der vergangenen Woche angekündigt, in Syrien gefangen genommene ausländische IS-Kämpfer samt ihren Familien in ihre Heimatländer auszuweisen.
Ab dem kommenden Montag werde Ankara die ersten der 1.200 (nach einigen Quellen 280) in der Türkei inhaftierten europäischen IS-Mitglieder „nach Hause schicken“, so Soylu
„Die PKK hat sie laufen gelassen, wir haben sie jedoch bereits wieder eingefangen“, sagte der türkische Innenminister.
„Die Europäer haben sie ausgebürgert und wollen sie nicht mehr haben, wir werden sie aber trotzdem in ihre Länder schicken“, so Soylu. Die Türkei werde sie ausliefern, egal was passiert.
Er reagierte damit auf Initiativen mehrerer europäischer Länder, islamistischen Kämpfern die Staatsbürgerschaft abzuerkennen oder die strafrechtliche Verfolgung in ihren derzeitigen Aufenthaltsorten vorzunehmen. Soylu sagte, das sei offenbar eine neue Methode, um die Menschen nicht zurücknehmen zu müssen. Die Türkei sei aber kein „Hotel für IS-Kämpfer“.

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