Kommentar
Synagogen im Dritten Reich sind die heutigen Moscheen

Die Anschläge auf deutsche Moscheen sind in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen und wecken böse Erinnerungen an den Nationalsozialismus vergangener Tage, die man in Deutschland nicht mehr für möglich gehalten hätte.

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Von M. Teyfik Özcan

Die Anschläge auf deutsche Moscheen sind in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen und wecken böse Erinnerungen an den Nationalsozialismus vergangener Tage, die man in Deutschland nicht mehr für möglich gehalten hätte.

Im Dritten Reich hat das perfide und ruchlose Zusammenspiel von gewissenlosen Politikern und sensationsgetriebenen Propagandamedien ihren Höhepunkt in der Entmenschlichung von deutschen Juden und der Profanierung von Synagogen erreicht. Das Resultat dieser unheilvollen Symbiose sollte eigentlich als abschreckendes Beispiel für zukünftige Generationen dienen – eigentlich.

Vielfältige Parallelen zur heutigen Zeit sind leider nicht aus der Hand zu weisen. Die Propaganda der deutschen Mainstream-Medien und die von ihnen beeinflussten Politiker sind hauptverantwortlich für eine gesellschaftliche Atmosphäre der Angst und der Unsicherheit im Zusammenleben zwischen Deutschen und Türken, Christen und Muslimen, was sich auch in den aktuell durchgeführten Umfragen in der Bevölkerung fatalerweise widerspiegelt.

Die fast täglich stattfindenden Moscheeangriffe sind direkte messbare Indikatoren einer Islamfeindlichkeit, die in den deutschen Leitmedien wenig Beachtung finden und gerne verharmlost werden. Dabei ist die Moschee ein heiliges Gotteshaus wie es sakrale Kirchen und Synagogen auch sind. Jeder Angriff auf eine Moschee, auf eine Kirche oder eine Synagoge ist auch ein Angriff auf Gott/Allah und seine Werte.

Daher stellt sich die Frage, welcher gottlose Typus von Mensch ein Gotteshaus mutwillig beschädigt und billigend den Tod von unschuldigen Menschen in Kauf nimmt. Ein feiger Anschlag auf ein Gotteshaus, wie auf eine Moschee, ist gleichzeitig auch wie ein Angriff auf eine Kirche oder eine Synagoge zu sehen. Ein wahrer Christ, ein überzeugter Jude oder ein gläubiger Muslim wären für diese Schandtat nicht zu überzeugen.

In der Vergangenheit stammten die Täter hauptsächlich aus dem rechtradikalen Milieu. Heute gesellen sich zu den Rechtsradikalen auch noch Anhänger von Terrororganisationen, die Übergriffe auf Moscheen in ihren Foren ankündigen und anschließend feierlich zelebrieren oder hinterhältige Putschisten, die wiederum beweisen, dass ihnen die Religion bisher als Mittel zum Zweck diente.

Die deutschen Mainstream-Medien und ihre verbalen Brandstifter in der Politikerriege sollten sich ernsthaft überlegen, ob sie mit ihrer Geisteshaltung nicht gegen elementare Grundsätze der freiheitlichen demokratischen Grundordnung verstoßen, den sozialen Frieden in Deutschland nachhaltig gefährden und ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden.

Es wäre wünschenswert, wenn man religiöse Werte nicht dem kapitalgetriebenen Gedanken unterordnen und die Würde des Menschen nicht für billige, egoistische Ziele opfern würde. Die Religionen und ihre heiligen Fundamente sollten nicht als Spielball den Mainstream-Medien oder den Politiker dienen und von ihnen
missbraucht werden.

Jede Gotteslästerung wird früher oder später ihre Bestrafung finden!


Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.


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