Türkei
Erdogan verurteilt Plakat-Verbot in den USA

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat am gestrigen Donnerstag den Westen kritisiert, mit zweierlei Maß zu messen, wenn es um die Rechte und Freiheiten der Türkei geht.

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Istanbul (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat am gestrigen Donnerstag den Westen kritisiert, mit zweierlei Maß zu messen, wenn es um die Rechte und Freiheiten der Türkei geht.

Erdogan, der eine Rede auf einer Veranstaltung anlässlich des anstehenden Jahrestags des vereitelten Putschversuchs vom 15. Juli hielt, sprach das in den USA verhängte „Plakat-Verbot“ an: Die US-amerikanische Filiale des türkischen Vereins Unabhängiger Unternehmer und Industrieller (MÜSIAD) hatte beantragt, Info-Plakate über den 15. Juli an U-Bahn- und Straßenbahn-Stationen in Washington anzubringen.

Auch auf das Verbot in einigen europäischen Ländern für türkische Politiker, anlässlich des Jahrestags des gescheiterten Staatsstreichs auf von den türkischen Gemeinden organisierten Treffen Reden zu halten, ging er ein:

„Wir stellen fest, dass die USA keine Plakate zum 15. Juli an U-Bahn-Stationen erlauben. Ähnliches erleben wir auch in Europa:

Wir haben am G20-Gipfel teilgenommen und hatten den Wunsch, mit unseren Landsleuten in Veranstaltungssälen zusammenzukommen. Die Anträge wurden gestellt, man hat jedoch dem Präsidenten nicht erlaubt aufzutreten, man hat den Ministern der Türkei nicht erlaubt, aufzutreten.“

„Sie reden über Freiheiten. Was für eine Freiheit ist das?“, fragte er.

Der Westen frage nach Belegen über den Putschversuch, merkte er an. „Was für Belege wollen Sie noch? Wir haben 250 Tote und 2193 Veteranen. Über was für Belege reden Sie?“

Ankara behauptet, konkrete Beweise vorgelegt zu haben, die zur Auslieferung von Mitgliedern des Gülen-Netzwerks führen sollten. Jedoch würden aus politischen Gründen in diesen Ländern die erforderlichen juristischen Schritte nicht eingeleitet.

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Kommentar: Ein Vergleich des G20-Gipfels mit den Gezi-Protesten

 

 

 

 

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