Türkei
Nach Massenentlassungen wegen FETÖ: Über 35.000 Bewerbungen bei türkischen Spezialeinheiten

Das türkische Verteidigungsministerium steht vor der Beendigung der Rekrutierung von mehreren hundert Zivilisten bei den Boden- und Seestreitkräften sowie der Spezialeinheit des Generalstabes, den "Bordo Bereliler".

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Ankara (nex) – Das türkische Verteidigungsministerium steht vor der Beendigung der Rekrutierung von mehreren hundert Zivilisten bei den Boden- und Seestreitkräften sowie der Spezialeinheit des Generalstabes, den „Bordo Bereliler“.

Aus Kreisen der Spezialeinheit wurde bekannt, dass etwa 1.450 Bewerber, die sich einem Eignungstest unterziehen mussten, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen worden seien. 402 Personen hätten schon den Bewerbungsprozess beendet, so die Quelle weiter.

Zuvor hatte das Verteidigungsministerium Medienberichten zufolge mitgeteilt, dass 35.024 Bewerbungen für 700 freie Stellen bei den Spezialkräften, von denen 200 Offizier- und 500 Unteroffizierpositionen seien.

Der Bewerbungsablauf bei den Spezialkräften sieht mehrere Intelligenztests, eine medizinische Untersuchung, einen physischen Fitnesstest, einen schriftlichen Test sowie ein Gespräch vor. Nach erfolgreichem Bestehen dieses Prozesses werden die Bewerber einem letzten Intelligenztest unterzogen.

20.000 Militärangehörige waren nach Angaben des türkischen Verteidigungsministers Fikri Isik im Dezember wegen Verbindungen zum Gülen-Netzwerk FETÖ entlassen.

Ankara beschuldigt den selbsternannten, in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen, den Putschversuch in der Türkei mithilfe seiner Anhänger innerhalb des Militärs durchgeführt zu haben, die das Gülen-nahe Netzwerk FETÖ gegründet hätten.

Der Putschversuch vom 15. Juli, bei dem 246 Menschen getötet wurden, erfuhr einen unerwarteten Widerstand der Öffentlichkeit. Am Morgen des 16. Juli war der Staatsstreich gescheitert: Die Antiputschisten in den Reihen der Polizei und des Militärs sowie unbewaffnete Zivilisten führten einen harten erfolgreichen Kampf, um Soldaten, die FETÖ-Anhänger waren, zu stoppen.

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