Cascade Mall-Attentat
Amoklauf im US-Einkaufszentrum: Polizei verhaftet Türken

Arcan Cetin wird verdächtigt, in der vergangenen Freitagnacht vier Frauen und einen Mann in der Cascade Mall mit einem Gewehr erschossen zu haben. Der Türkischstämmige habe 2015 die High School abgeschlossen und besitze eine dauerhafte Aufenthaltsberechtigung für die USA.

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Dortmund (nex) – Die Polizei im US-Bundesstaat Washington hat am gestrigen Samstag den mutmaßlichen Amokschützen vom Einkaufszentrum in der 8.000-Einwohnerstadt Burlington festgenommen.

Arcan Cetin wird verdächtigt, in der vergangenen Freitagnacht vier Frauen und einen Mann in der Cascade Mall mit einem Gewehr erschossen zu haben. Der Türkischstämmige habe 2015 die High School abgeschlossen und besitze eine dauerhafte Aufenthaltsberechtigung für die USA. Die Polizei nahm Cetin Medienberichten zufolge in einer Straße der Stadt fest.

„Er sagte nichts“, so Lieutenant Mike Hawley „irgendwie zombiemäßig – das bringt es am besten auf den Punkt.“

Polizeiberichten zufolge war Cetin im vergangenen Juni wegen Körperverletzung festgenommen worden. Er sei zwar nicht verurteilt worden, habe sich jedoch im August einer psychiatrischen Untersuchung unterziehen müssen, die im März abgeschlossen worden sei. Seit vergangenem Monat habe sich der 20-Jährige in psychologischer Behandlung befunden.

2014 habe sich Cetin wegen häuslicher Gewalt vor Gericht verantworten müssen und sich infolge eines Kontaktverbots seinen Eltern nicht nähern dürfen. Er sei nicht verurteilt worden. Das Kontaktverbot sei später während einer Anhörung in Anwesenheit seiner Eltern aufgehoben worden. Am gestrigen Samstag wollten die Behörden die Identität der Opfer nicht bekanntgeben, doch nach einer Meldung des örtlichen TV-Senders KOMO teilte ein Freund einer der betroffenen Familien mit, dass es sich bei einem der Opfer um Sarai Lara, eine 16-Jährige, die als Kind eine Krebserkrankung überlebt habe, handele.

„Sie war ein starkes Mädchen, sie erzählte mir viel über ihr Leben, und ich vertraute ihr alles an“ so der Bekannte, der anonym bleiben wollte. „Sie gab mir Ratschläge und half mir viel. Sie erzählte mir, wie sie ihre Haare verloren hatte und alles.“

Die Ermittler waren zunächst von vier Opfern ausgegangen und hatten den Verdächtigen als Lateinamerikaner beschrieben. Jedes Jahr kommen in den USA mehr als 30.000 Menschen durch Waffen ums Leben, über ein Drittel davon sind Morde.

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