Neue Tragödie im Mittelmeer
„Festung Europa“: Mehr als 400 Menschen im Mittelmeer ertrunken

Eine neuerliche Tragödie soll sich im Mittelmeer abgespielt haben. Mehr als 400 Menschen aus mehreren afrikanischen Ländern kamen demnach ums Leben.

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Kairo (nex) – Zu einer weiteren Tragödie im Mittelmeer soll es dem staatlichen italienischen Rundfunk RAI gekommen sein, als ein Flüchtlingsschiff mit mehr als 400 Menschen darauf auf hoher See gekentert sei. Nur 29 Insassen von vier Booten hätten überlebt. Die Opfer stammten aus Somalia, Eritrea und Äthiopien. Wie die „Zeit“ berichtet, habe das UN-Flüchtlingshilfswerk zwar den Vorfall als solchen bestätigt, aber noch keine Aussage zur Zahl der Opfer getroffen. Es handelte bei der Katastrophe um das mutmaßlich größte Unglück auf dem Mittelmeer seit einem Jahr, als vor Libyen in einem Abstand von wenigen Tagen zwei Boote gekentert waren und insgesamt mehr als 1000 Menschen dabei ums Leben gekommen sein sollen.

Seit die EU die Verbringung von Schiffen der EU-Mission Eunavfor Med ins Mittelmeer veranlasst hatte, war die Zahl der Todesopfer bei Unglücken mit Flüchtlingsbooten zurückgegangen. Auch der vermehrte Zustrom von Flüchtlingen über den Landweg hat die Zahl ertrunkener Menschen im Mittelmeer reduziert. Die Verschärfung der Grenzkontrolle und das von der EU angestrebte Rücknahmeabkommen mit der Türkei scheinen jedoch wieder mehr Flüchtlinge dazu zu veranlassen, den gefährlichen Weg über das Mittelmeer zu nehmen. Italienische Rettungskräfte hätten des Weiteren auf einem im Mittelmeer vor der libyschen Küste in Seenot geratenen Boot sechs Leichen gefunden, so die „Zeit“. Weitere 108 Einwanderungswillige konnten demnach gerettet werden, nachdem es ihnen gelungen war, einen Notruf abzusetzen. Ob ein Zusammenhang mit der aktuellen Katastrophe besteht, ist noch unklar. Die Flüchtlinge sollen nach Sizilien gebracht worden sein.

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