Hennigsdorf
Lehrer muss wegen Nazi-Tattoos Schule verlassen

Wegen rechtsextremer Tattoos musste ein Lehrer die Albert-Schweitzer-Oberschule Hennigsdorf verlassen.

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Wegen rechtsextremer Tattoos musste ein Lehrer die Albert-Schweitzer-Oberschule Hennigsdorf verlassen.

„Ja, er ist rausgeflogen. Da zwischen Herrn K. und dem Land Brandenburg derzeit mehrere Rechtsstreitigkeiten anhängig sind, wurde er aus dem aktiven Unterricht genommen“, bestätigte Freitag der stellvertretende Leiter des staatlichen Schulamtes Neuruppin, Conrad Gimpel, gegenüber der Märkische Oderzeitung (MOZ). Zum Stand der Verfahren konnte das Bildungsministerium am Freitag auf Nachfrage keine Angaben machen, berichtet die MOZ weiter.

Der Fall beschäftige die Behörden schon seit Mitte vergangenen Jahres. Da sei bekannt geworden, dass Herr K. während einer Schulveranstaltung am Bernsteinsee in Velten etwa zwei Stunden mit freiem Oberkörper zu sehen war. Fotos, die der MOZ vorliegen, zeigten auf der Brust drei eindeutig zu identifizierende Nazi-Symbole und Schriftzüge.

Auf dem Bauch steht das Tattoo „Meine Ehre heißt Treue“. Das war der Wahlspruch der Schutzstaffel (SS). In Deutschland ist der Spruch das Kennzeichen einer verfassungswidrigen Organisation und damit strafbar, so MOZ weiter.

K sei in der Schule zunächst vorübergehend im Bereich „Migration“ ohne Schülerkontakt eingesetzt worden. Im Bereich „Migration“ sei der entlassene Lehrer unter der telefonischen Durchwahlnummer „88“ zu erreichen gewesen.

Die Zahl 88 wird unter Neonazis als getarnter Hitlergruß verwendet: Der achte Buchstabe des Alphabets ist das H; die 88 steht somit für HH, eine Abkürzung von Heil Hitler. MOZ weiter: Aus dem Staatlichen Schulamt hieß es dazu: „Herrn K. wurde vom Schulamt seinerzeit das letzte freie Büro zugeteilt, das auch vorher bereits die Durchwahl 88 hatte. Das Schulamt hat die Telefonnummer dann geändert.“ Mittlerweile arbeitet Herr K. im Bereich „Konzeptionsentwicklung für Fachdidaktik/Fortbildung“.

 

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