Prozess in den USA
Mithäftling: Reza Zarrab hat mich vergewaltigt

Der Kläger ist ein 62-jähriger Mann, der behauptet, dass er von Mitte 2016 bis März 2017 mit Zarrab eine Zelle geteilt habe und Letzterer nach der Beschwerde des Mannes in eine andere Einrichtung verlegt worden sei.

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New York (nex) – Der Prozess um den in den USA vor Gericht stehenden türkisch-iranischen Goldhändlers Reza Zarrab hat erneut eine bizarre Wende genommen.

Ein Mann aus der Elfenbeinküste beschuldigt Zarrab, den Hauptzeugen der US-Regierung, ihn in der Zelle des New Yorker Gefängnisses vergewaltigt zu haben.

Der Kläger ist ein 62-jähriger Mann, der behauptet, dass er von Mitte 2016 bis März 2017 mit Zarrab eine Zelle geteilt habe und Letzterer nach der Beschwerde des Mannes in eine andere Einrichtung verlegt worden sei.

Der 62-jährige Mann sagt weiter, Zarrab habe sich mit ihm angefreundet, seinen Anwalt bezahlt, Geld auf sein Gefängniskonto eingezahlt und auch Geld an seine Familie in Afrika überwiesen. Er habe dann begonnen, anzügliche Bemerkungen zu machen. Die erste von mehreren angeblichen sexuellen Übergriffen habe sich im November 2016 ereignet. In den nächsten zwei Monaten, so heißt es in der Klage, wurde die kleine Zelle für den Mann aus Afrika „zu einer Art Folterkammer“. Zarrab habe ihn auch mit einer Gurke angegriffen was Blutungen verursacht habe, berichtet New York Daily News.

Er sei zu Beginn von Zarrabs Reichtum und Macht beeindruckt gewesen, zumal es ihm auch geholfen habe, sich „Sonderbehandlungen“ von Insassen und Wachen zu erkaufen.

Zarrab hatte am Mittwoch zugegeben, für Alkohol, Medikamente und die Nutzung seines Mobiltelefons über seine Rechtsanwälte an Gefängniswächter 45.000 Dollar an Bestechungsgeldern gezahlt zu haben.

Die zwei Männer seien zunächst in verschiedenen Zellen in der gleichen Abteilung des Brooklyn-Gefängnisses untergebracht gewesen. Da beide schiitische Muslime seien, habe sich eine Freundschaft entwickelt,  so die Klage.

Zarrabs Anwälte haben die Anschuldigungen zurückgewiesen.

 

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