Halal-Challange
Kommentar: Wenn die „Islam-Kritiker“ mit dem Schweinefleisch spielen

Wenn du denkst, du hast alle bescheuerten Aktionen bei Facebook längst gesehen, kommt eine noch größere Dämlichkeit daher.

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Von Sahin Karanlik

Wenn du denkst, du hast alle bescheuerten Aktionen bei Facebook längst gesehen, kommt eine noch größere Dämlichkeit daher.

Halal Challenge – dazu nimmt man im Supermarkt, wenn man sonst nichts zu tun oder keine anderen Freuden im Leben hat, Schweinefleisch aus der Kühltheke und legt sie zu Halal-Fleisch. Den ganzen Spaß filmt man natürlich und teilt ihn über die sozialen Netzwerke wie Facebook oder Twitter, dazu nominiert man einen weiteren Kandidaten, der ebenfalls zum nächsten Edeka marschiert und die Mitarbeiter dort mit seinem Schwachsinn nervt.

Ich will ja kein Spielverderber sein und ich gönne euch den Spaß, aber nicht ein Muslim juckt das. Muslime sind keine Vampire oder Gremlins, die beim Anblick von Schweinefleisch schmelzen oder zu Staub verfallen, als wäre es Sonnenlicht. Es ist für sie auch kein Kryptonit oder Silber, wie für Werwölfe. Sie schreien dann nicht vor Todesangst, laufen weg oder verlieren dadurch ihre Muslimkräfte.

Sie haben nichts gegen das Tier an sich. Weder stört sie der Anblick, noch hassen sie es, oder sprechen täglich Verwünschungen gegen sie aus. Sie bedrohen deswegen keine Sparkassen, damit sie die Sparschweinchen aus der Filiale entfernen, oder reißen Seiten aus Zeitschriften oder Büchern raus, weil da ein Schwein abgebildet ist, wie es sonst verbreitet wird. Sie essen es einfach nur nicht. Das ist alles.

Und wenn es doch mal geschieht, dass sie aus Versehen davon kosten oder es ihnen untergejubelt wird, dann sind die nicht verflucht und kommen in die Hölle oder sind todunglücklich. Das geht laut Islam völlig in Ordnung. Da zuckt sogar der Prophet müde mit den Schultern.

Anstatt Schweinefleisch beim Rewe zu kaufen und sie beim türkischen Supermarkt ins Regal zu legen, in dem Glauben, dass die dann den Laden für verseucht halten und den Exorzisten bestellen, schaut doch in eurer Nachbarschaft, ob es nicht dort einen älteren Mitmenschen gibt, für den man die Einkäufe erledigen kann oder ihm vielleicht mal einen Döner mitbringen oder etwas von Burger King, oder mal jemanden, bei dem man weiß, er hat es nicht so dick mit der Kohle, einen Zehner zustecken.

Meinetwegen könnt ihr das dann filmen und teilen. Das wäre doch etwas nützliches, wofür man Geld und Zeit investieren kann. Aber wie ich die Blödheit im Internet kenne, ist das für einige Idioten ziemlich abwegig gedacht – lieber beim Supermarkt an der Ecke mit den Lebensmitteln spielen.

 

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