Digitale Transformation
Digitalisierung: Bereits jeder sechste Media Worker in branchenfremden Bereichen beschäftigt
Hamburg (ots) – Im Rahmen der Initiative #dasmitmedien legen nextMedia.Hamburg, Deloitte und XING die erste Studie zur Bestandsaufnahme der Media Worker in Deutschland vor. Im Spannungsfeld von Digitalisierung, Information und Öffentlichkeit bietet die Initiative eine Plattform zur zukünftigen Positionierung der Medien und ihrer Akteure in einem digitalen Umfeld.
Denn die Studie zeigt: Die Zahl der Medienschaffenden in Deutschland nimmt zu: 2017 sind bei XING 528.000 Media Worker registriert – 8% mehr als noch 2015. Und jeder sechste Media Worker arbeitet nicht mehr in der Medienbranche.
Kaum eine Branche wird derzeit so stark vom Sog der digitalen Transformation erfasst wie die Medienindustrie. Sie ist heute ein dynamisches Netzwerk mit vielen Schnittmengen zu anderen Branchen und Medienschaffende sind heute längst nicht mehr nur in Verlagen, Rundfunkanstalten oder Agenturen beschäftigt. In branchenfremden Bereichen ist die Zahl der Media Worker seit 2015 um 50% gestiegen, jeder sechste Medienschaffende ist bereits in einer anderen Branche beschäftigt.
Insgesamt steigt die Zahl Media Worker in Deutschland: So sind beim beruflichen Netzwerk XING in diesem Jahr fast 528.000 Media Worker registriert – acht Prozent mehr als noch 2015. Das belegt die bundesweite Studie „#dasmitmedien – Media Worker Report“, die gemeinsam von der Medien- und Digitalinitiative nextMedia.Hamburg, Deloitte und XING durchgeführt wurde.
Dr. Carsten Brosda, Hamburger Senator für Kultur und Medien: „Die Studie zeigt, was für eine große Rolle Media Worker in den unterschiedlichsten Branchen spielen. Das ist für Hamburg besonders wichtig, denn die Hansestadt ist laut Studie die beliebteste Medienmetropole Deutschlands. Technologie und Inhalte wachsen immer enger zusammen. Von der Medienindustrie wurden die Zeichen der Zeit erkannt und so sitzen digitale Experten und IT-Profis in den großen Verlagshäusern mittlerweile Schreibtisch an Schreibtisch mit den Redakteuren.“
Felix Altmann, Manager Corporate Communications bei XING: „Der digitale Wandel der traditionellen Medienindustrie und der häufig damit verbundene Abbau von Arbeitsplätzen ist nur die eine Seite der Medaille. Gleichzeitig ist über alle Branchen hinweg ein starker Anstieg von XING-Mitgliedern zu verzeichnen, die einer Medientätigkeit nachgehen. Das legt den Schluss nahe, dass die Bedeutung von Medienexpertise in den letzten Jahren sogar zugenommen hat und jenseits der angestammten Branchengrenzen neue Tätigkeitsfelder für Medienschaffende entstehen können.“
Egbert Wege, Lead Partner Retail der Deloitte Consulting GmbH: „Die Zeiten des nine-to-five-Arbeitstages sind vorbei: Die Zukunft ist agil und flexibel. Gerade Media Worker profitieren von maßgeschneiderten Arbeitsmodellen, von variabler Arbeitszeit und der Möglichkeit auch mal aus dem Home Office zu arbeiten.“.
Die Fähigkeiten von Media Workern sind heute überall gefragt – besonders in der IT-Wirtschaft: Der Anteil der Medienexperten ist hier in den vergangenen zwei Jahren um 39 Prozent gestiegen. Gleichzeitig arbeiten auch immer mehr Digitalexperten in der Medienindustrie – seit 2015 ist die Anzahl der IT- und Software-Spezialisten in klassischen Medienunternehmen um 121 Prozent gestiegen.
Ein knappes Drittel (31 Prozent) der Media Worker arbeitet entweder in Berlin, Hamburg oder München – die meisten von ihnen in der größten Stadt Deutschlands, Berlin. Die beliebteste Metropole für Media Worker aber ist Hamburg: 31 Prozent bezeichnen die Hansestadt als attraktivsten Standort, gefolgt von Berlin (23 Prozent) und München (15 Prozent). Bei der Standortwahl sind nicht nur die reinen Job-Inhalte, sondern das Gesamtpaket der Stadt als Lebensraum relevant. Dabei zahlen vor allem bezahlbarer Wohnraum (23 Prozent) und gute Freizeitmöglichkeiten (22 Prozent) auf die Attraktivität des Standorts ein.
Die Digitalisierung und der damit verbundene Veränderungsdruck ist in allen Sektoren das zentrale Thema, das Media Worker derzeit am meisten beschäftigt. 85 Prozent von ihnen nehmen eine stark oder sehr stark fortschreitende Digitalisierung an ihrem Arbeitsplatz wahr.
Als Treiber der Entwicklung werden dabei, auch innerhalb der Medienbranche, die großen IT-Konzerne (45 Prozent) sowie Startups (37 Prozent) gesehen. Medienunternehmen selbst gehören nur für 14 Prozent der Befragten zu den Innovationstreibern.
Die Trendthemen sind dabei vielfältig und reichen von „User-generated Content“ über „Automatisierung“ und „personelle Werbung“ bis hin zu „Artificial Intelligence“. Bei den zu erwartenden Content-Formaten liegen aus Sicht der Media Worker „Shortform-Video“, „Video-on-demand“ sowie „Virtual-“ und „Augmented Reality“ vorne. E-Books und E-Paper werden dagegen in Zukunft kaum noch eine Rolle spielen.
Flexible Arbeitszeiten sind für Media Worker Standard, auch beim Arbeitsort nimmt die Agilität zu: Mehr als 80 Prozent der Media Worker arbeiten ohne feste Arbeitszeiten. Zudem sind 55 Prozent der Befragten auch bei der Wahl des Arbeitsorts flexibel. Vier von zehn Medienschaffenden (39 Prozent) arbeiten auch in flexiblen Teamkonstellationen. Zwei von drei Befragten sehen das als Trend und geben an, dass Flexibilität in den Arbeitsverhältnissen deutlich zunehmen wird.
Für die Studie hat XING im August 2017 eine anonymisierte Auswertung der XING-Profile von 528.000 Media Workern durchgeführt, die entweder in einem Medienunternehmen tätig sind (in den Branchen Marketing, PR und Design; Medien und Verlage) oder als Tätigkeitsbereich in anderen Branchen die Funktion eines Medienschaffenden angeben (Tätigkeitsbereich Grafik, Design, Marketing und Werbung; PR, Öffentlichkeitsarbeit und Journalismus).
Parallel dazu hat Deloitte rund 1.000 Personen befragt, die sich im Selbstverständnis als Media Worker bezeichnen. Als „Media Worker“ definiert die Studie die Gesamtheit der Beschäftigten einer vielfältigen Medienszene jenseits einer statischen Clusterlogik: Menschen, die #dasmitMedien machen. Sie arbeiten an der Schnittstelle von Content und Technologie – in der Medienindustrie ebenso wie in Unternehmen anderer Branchen.
Islam
Türkei: Propheten-Geburtstag von nun an nach islamischem Kalender
Ankara (nex) – Die Muslime in der Türkei werden die Geburt des Propheten Muhammad in der Woche ab dem 29. November dieses Jahres begehen. Dies teilte der neue Präsident des türkischen für religiöse Angelegenheiten (Diyanet), Prof. Dr. Ali Erbas, mit.
„Die Veranstaltungen zum besseren Verständnis der Entwicklung einer Kultur durch den Propheten, die mit seiner Auswanderung [von Mekka nach Medina] begann, werden in der Türkei und auch im Ausland an Mawlid [dem Geburtstag des Propheten Muhammad] stattfinden“, gab Erbas am 21. September bekannt.
Mawlid ist die Feier anlässlich des Prophetengeburtstages, der in den dritten Monat des islamischen Kalenders fällt.
Die „Woche der Heiligen Geburt“ hatte seit 2008 in der zweiten Aprilwoche stattgefunden. Mit dieser Neuregelung wird die Türkei des Lebens des Propheten nach dem Mondkalender anstatt des gregorianischen Kalenders markieren.
Erbas wurde am 18. September zur obersten religiösen Autorität des Landes ernannt. Er ist der Nachfolger von Prof. Dr. Mehmet Görmez.
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"Fehlentwicklung"
NRW will Schwarzfahren entkriminalisieren
Düsseldorf (ots) – Schwarzfahren soll nach Ansicht von NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) nicht länger als Straftat geahndet werden. Biesenbach bezeichnete es als „Fehlentwicklung“, dass ins Gefängnis gehen könne, wer keine Kurzstreckenfahrtkarte für 1,50 Euro kaufe.
„Würde es hier nicht reichen, wenn wir Schwarzfahren als Ordnungswidrigkeit und erst bei hartnäckigen Wiederholungstäter als Straftat behandeln würden?“, sagte Biesenbach der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“.
Schwarzfahrer beschäftigen die Justiz bundesweit umfänglich. Nach Angaben der NRW-Landesregierung sitzen deutschlandweit aktuell rund 5000 Menschen eine Ersatzfreiheitsstrafe ab, von denen der überwiegende Teil verurteilte Schwarzfahrer sind.
In NRW sind es 1215 Gefangene. Jeder Hafttag koste den Steuerzahlen pro Gefangenem rund 131 Euro. „Wir haben also allein am Montag in NRW rund 160.000 Euro dafür ausgegeben, dass Menschen inhaftiert sind, die das Gericht überhaupt nicht inhaftieren wollte“, sagte Biesenbach.
„Sie sollten eine Geldstrafe zahlen.“ Von einer Reform verspricht sich der NRW-Justizminister eine umfassende Entlastung der Behörden.
„Wir würden als erstes die Polizei entlasten, die die Anzeigen nicht mehr aufnehmen müsste. Dann würden wir Staatsanwaltschaften und Gericht gleichermaßen entlasten, die die Fälle nicht erledigen müssten.“
Und schließlich würden auch die Justizvollzugsanstalten entlastet, betonte Biesenbach. Der NRW-Justizminister kündigte an, mit den Justizministern anderer Bundesländer darüber zu beraten.
Kriminalität
Polizei Berlin sucht Zeugen: Fahrkartenkontrolleure verletzen Seniorin
Berlin (nex) – Wie die Berliner Polizei berichtet sollen Fahrkartenkontrolleure die ca. 70-Jährige am U-Bhf. Weinmeisterstr. bedrängt, gepackt & beleidigt haben.
Der Vorfall wurde kürzlich angezeigt, soll sich aber bereits am 14. August 2017 zugetragen haben.
Die Polizei Berlin sucht Zeugen zu einem Vorfall, der sich im vergangenen August in Mitte zugetragen haben soll. Wie erst in der vergangenen Woche angezeigt wurde, sollen zwei Fahrscheinkontrolleure am Montag, dem 14. August 2017, gegen kurz vor halb 9, auf dem U-Bahnhof Weinmeisterstraße eine ältere Frau bedrängt haben.
Sie sollen sie umstellt, angeschrien und mit Gewalt am Arm gepackt haben. Des Weiteren sollen sie weiter an ihrem Arm und ihrer Geldbörse gezogen haben, so dass sie vor Schmerz geschrien haben und daraufhin von dem Mann und der Frau auch noch beleidigt worden sein soll.
Die Polizei bittet und fragt:
- Die Betroffene der Straftat, die etwa 70 Jahre alt sein soll, wird gebeten, sich umgehend mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
- Wer ist Zeuge des Vorfalls geworden und kann Angaben dazu machen?
Bundestagswahl 2017
Cem Özdemir als Außenminister: „Wir würden Erdogan wirklich wehtun“
Berlin (nex) – Cem Özdemir gilt als potenzieller Außenminister einer schwarz-grünen Koalition. Im Interview mit n-tv spricht er über mögliche Maßnahmen, die er als Außenminister umsetzen würde, um Erdogan „wehzutun“.
Die Bundesregierung prüfe momentan die Aussetzung von Hermes-Bürgschaften, Reisewarnungen oder das Einfrieren von Rüstungsexporten. Aber die Zeit des Prüfens müsse endlich zu Ende sein, so Özdemir gegenüber n-tv. Wenn die Grünen mitregieren, würden sie sich dafür einsetzen, die Maßnahmen zu ergreifen, die Präsident Erdogan „wirklich wehtun“.
„Als die Bundesregierung angekündigt hat, sie könnte bei der Aussetzung der Hermes-Bürgschaften Ernst machen, hat Erdogan innerhalb von 24 Stunden reagiert und die Terrorliste, auf der auch deutsche Unternehmen standen, zurückgezogen. Erdogan hört auf diesem Ohr gut. Ich würde deutlicher in dieses Ohr sprechen, gerne auch auf Türkisch“, so Özdemir weiter.
Bei einer schwarz-grünen Koalition würden Grüne auch klar sagen, „dass der lange Arm des Präsidenten in der deutschen Politik nichts verloren hat.“
Laut Özdemir sei es ein untragbarer Zustand, dass Erdogan in Deutschland mit viel Geld „Parallelstrukturen und ein Spitzelsystem“ errichte.
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Iran
Ali Khamenei: Elite der USA sollte sich für Trump schämen
Teheran (nex) – „Die Elite der USA sollte sich für diesen Präsidenten schämen“, sagte Khamenei laut seiner Website in einer Rede vor dem iranischen Expertenrat.
„Die gleichermaßen sinnlose wie bedrohliche, beleidigende und konfuse Rede des US-Präsidenten in der Sprache eines Gangsters und Cowboys erklärt sich aus dem Hass sowie der Inkompetenz der Regierenden in den USA“, so Khamenei am Donnerstag.
Das geistliche Oberhaupt des Iran reagierte damit auf die Rede von Trump vor der UN am Dienstag, in der er den Iran „ausgebrannten Schurkenstaat“ und „korrupte Diktatur“ nennt und das Atomabkommen mit Teheran in Frage gestellt hatte.
PBS-Interview
Erdogan-Sprecher: Trump hat sich nicht bei Erdogan entschuldigt
Ankara (nex) – Der türkische Präsident hat nicht behauptet, dass US-Präsident Donald Trump sich für die Vorgehensweise der US-Sicherheitskräfte gegen Erdogans Bodyguards entschuldigt habe. Das teilte der Sprecher des türkischen Präsidialamts am Donnerstag mit.
Nach einem übersetzten Interview mit dem US-Nachrichtenskanal PBS hatte der Sender am Dienstag berichtet, Erdogan habe behauptet, dass Trump sich für den Fall entschuldigt und gesagt habe, „dass es ihm leid tut“.
Nach der PBS-Sendung dementierte das Weiße Haus in einer Stellungnahme, dass Präsident Trump während eines Telefongesprächs mit seinem türkischen Amtskollegen so eine Entschuldigung getätigt habe.
„Präsident Erdogan hat nicht gesagt, dass ‚Präsident Trump sich bei mir entschuldigt hat‘, sondern er hat gesagt, ‚er [Präsident Trump] ist traurig über das, was passiert war‘. Das ist die korrekte Übersetzung“, so Erdogan-Sprecher Ibrahim Kalin in einer Twitter-Mitteilung.
Nach der Prügelei zwischen den Leibwächtern und Gegnern Erdogans vor dem Anwesen des türkischen Botschafters am 16. Mai wurden 19 Personen, darunter 15 türkische Sicherheitskräfte angeklagt, weil sie „friedliche Demonstranten angegriffen und niedergeprügelt“ haben sollen. Türkischen Medienberichten zufolge sei dem eine Provokation seitens der Demonstranten vorausgegangen. Erdogan-Anhänger seien mit Gegenständen beworfen worden.President Erdoğan didn't say President Trump "apologized" to him but was "saddened by" what happened. This is the correct translation. https://t.co/Nm6xQ5NYKV
— İbrahim Kalın (@ikalin1) September 20, 2017
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Karriere
„Flache Hierarchien“: Diese Floskeln nehmen Bewerber Unternehmen nicht ab
Düsseldorf (ots) – Um passende Talente zu finden, müssen Unternehmen ihr Angebot an potenzielle Bewerber präzise und attraktiv beschreiben. Das gilt ganz besonders für alle Aspekte, die die Unternehmenskultur des Arbeitgebers betreffen.
Die Online-Jobplattform StepStone hat nun in einer Studie unter 25.000 Fach-und Führungskräften herausgefunden, welche Aussagen Bewerber in Stellenanzeigen für glaubwürdig halten und welche eher nicht. Hier sind fünf Floskeln, deren Authentizität Fachkräfte unterschiedlich bewerten.
„Bei uns bekommen Sie beides: die Vorteile eines Großkonzerns und den Unternehmergeist eines Start-ups“
Dieser Behauptung halten nur 25 Prozent aller Fachkräfte in Deutschland für glaubwürdig. Großkonzerne scheinen für Jobsuchende einfach zu klar strukturiert und etabliert zu sein, um mit der kreativen Startphase junger Unternehmen vergleichbar zu sein.
Doch auch Großkonzerne können mit ihrer Unternehmenskultur punkten. Ehrliche Beschreibungen und praktische Beispiele dafür, wie neue Kollegen schnell Verantwortung übernehmen können, kommen bei Bewerbern beispielsweise besser an als beliebige Floskeln.
„Wir vereinen hohe Leistungsorientierung und gelebte menschliche Werte“
30 Prozent der Jobsuchenden setzen bei dieser Aussage das Lesen eines Stellenangebots ohne Mistrauen fort. Der Rest fragt sich, ob diese Beschreibung wirklich der Wahrheit entspricht. Das heißt aber nicht unbedingt, dass Leistungsorientierung und menschliche Werte für Fachkräfte nicht zusammenpassen. Diese Aspekte der Unternehmenskultur ohne Belege in einem Atemzug zu nennen, kann aber schnell unglaubwürdig wirken.
„Bei uns stoßen Sie auf flache Hierarchien“
Über die Hälfte der befragten Fachkräfte (57 Prozent) schenkt dieser Aussage Glauben. Doch warum bleiben die übrigen 43 Prozent skeptisch? Die Behauptung allein macht gerade im Fall von größeren Unternehmen wenig Eindruck. Konkret zu beschreiben, wie Entscheidungen im Unternehmen schnell und unabhängig von Positionen zustande kommen, bietet Lesern des Stellenangebots hingegen einen echten Mehrwert.
„Unsere Belegschaft zeichnet sich durch Freundlichkeit, Flexibilität, Hilfsbereitschaft und hohe Motivation aus“
Auch diese Beschreibung ist für die Mehrheit der Teilnehmer (57 Prozent) an der StepStone Befragung glaubwürdig. Das ist viel wert, da die maßgeblich von den Kollegen beeinflusste Unternehmenskultur eine besonders hohe Bedeutung für Fachkräfte hat. 97 Prozent der Befragten halten die Kultur bei einem Arbeitgeber für wichtig. Wer den potenziellen neuen Kollegen dennoch skeptisch gegenübersteht, den überzeugen Arbeitgeber am besten mit einem persönlichen Kennenlernen. Immerhin möchten vier von zehn Fachkräften im Vorstellungsgespräch ohnehin die neuen Kollegen kennenlernen.
„Wir sind ein inhabergeführtes, sozial engagiertes Unternehmen“
Drei von vier Befragten geben an, dass sie diese Aussage in einem Stellenangebot für glaubwürdig halten. Doch welche Inhalte machen gerade diese Beschreibung so authentisch? Zum einen gehört sie nicht ins Reich der Floskeln, denn durch das konkrete Nennen der Unternehmensstruktur grenzt sich der Arbeitgeber klar und faktenbasiert ab. Zum anderen lässt sich das soziale Engagement eines Unternehmens meist an gut sichtbaren Projekten nachvollziehen.
Über die Studie
Für die Studie „Recruiting mit Persönlichkeit“ hat StepStone im Sommer 2017 eine Online-Befragung unter 25.000 Fach- und Führungskräften und rund 4.000 Recruitern oder für Personalbeschaffung zuständigen Führungskräften durchgeführt. Die Studie thematisiert die Einstellung von Fachkräften zum Thema Unternehmenskultur und die Relevanz des Cultural Fit bei der Jobsuche. Daneben beleuchtet StepStone aus Sicht der Unternehmen den Status Quo hinsichtlich der Überprüfung des Cultural Fit.
Bundestagswahl 2017
Grüne: Eine Regierungs-FDP bringt die Eurokrise zurück
Giegold warnt vor den Liberalen als „AfD light“ und einem Finanzminister Christian Lindner
Osnabrück (ots) – Die Grünen im Europäischen Parlament haben vor einer etwaigen Übernahme des Finanzressorts durch den FDP-Vorsitzenden Christian Lindner nach der Bundestagswahl gewarnt. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte der finanzpolitische Sprecher seiner Fraktion, Sven Giegold, „die Politik der FDP würde dazu führen, dass die Eurokrise zurückkommt“.
Die Eurozone brauche „starke gemeinsame Investitionen und eine gemeinsame Steuerpolitik. Aber ich höre nur ständiges Griechenland-Bashing und sehe einen Christian Lindner, der auf ,AfD light` macht“, sagte Giegold, der auch Sprecher der Delegation der deutschen Grünen in Brüssel ist.
„Wir brauchen keine Debatte über den Ausschluss Griechenlands. Das ist unverantwortlich. Eine solche Politik wird es mit Bündnis 90/Die Grünen nicht geben“, sagte Giegold. Es spreche Bände, dass etwa der NRW-Vorsitzende der AfD, Marcus Pretzell, den Frontmann der Liberalen in Interviews für seine politischen Vorstellungen lobe. „Wer den Aufstieg der AfD bremsen will, muss grün wählen“, so der Europapolitiker.
Im Falle einer Regierungsbeteiligung der FDP hat es Lindner bisher offengelassen, ob er ein Ministeramt oder den Fraktionsvorsitz bevorzugen würde. Immer wieder genannt wird allerdings sein Interesse an einer Nachfolge von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Er wisse um den Einfluss dieses Amtes, sagte Lindner jüngst in einem NOZ-Interview auf eine entsprechende Frage.
"Radikal zunehmendes Problem"
Drohnen-Vorfälle an Flughäfen nehmen drastisch zu
Düsseldorf (ots) – Flugzeugpiloten wurden im deutschen Luftraum bis Ende August deutlich häufiger durch Drohnen behindert als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus Zahlen der Deutschen Flugsicherung hervor, die der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ vorliegen.
Demnach meldeten Piloten im Umfeld großer Flughäfen bis Ende August 60 Zwischenfälle. Im gesamten Jahr 2016 waren es 64, nach nur 14 Vorfällen in 2015.
Den Angaben zufolge wurden die meisten Behinderungen im Großraum des Flughafens Frankfurt gemeldet, dort waren es in diesem Jahr bisher elf. Neun Meldungen machten die Piloten im Raum Berlin-Tegel und fünf in Düsseldorf.
Auf andere große Flughäfen entfielen drei oder weniger Meldungen. Angesichts dieser Zahlen schlägt der Vorsitzende der Deutschen Flugsicherung, Klaus-Dieter Scheurle, Alarm. „Wir haben hier ein radikal zunehmendes Problem und rechnen für das gesamte Jahr mit einer Verdopplung der Behinderungen gegenüber dem Vorjahr“, sagte Scheurle und fügte hinzu:
„Wir müssen Drohnen für die Flugsicherung sichtbar machen.“ Bisher sind Hobby-Drohnen für das Radar nicht zu erkennen. Gleichzeitig forderte Scheurle eine Registrierungspflicht, um die Fluggeräte und ihre Besitzer künftig eindeutig identifizieren zu können.
In der von der Bundesregierung geschaffenen Drohnen-Verordnung ist ab 1. Oktober lediglich eine Kennzeichnung der Drohnen ohne Überprüfung der Angaben verpflichtend.


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