Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
Dialekterkennungssoftware: Bereits 1200 Sprachanalysen von Flüchtlingen

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Düsseldorf (ots) – Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat sich zufrieden mit dem ersten Einsatz einer automatischen Dialekterkennungssoftware gezeigt. „Wir haben bislang 1200 nutzbare Sprachanalysen erstellt“, sagte der IT-Chef des Bundesamtes, Manfred Richter, der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. Seit September sei das selbst entwickelte System im Einsatz, das die wichtigsten arabischen Dialekte erkennt und Anhaltspunkte dafür liefert, ob die Angaben der Flüchtlinge stimmen. „Wir erhalten wertvolle Hinweise für unsere Entscheider“, erläuterte Richter. Auch das Auslesen von Handys und anderen Datenträgern läuft seit September bundesweit und hat nach BAMF-Angaben bereits zu 1700 Berichten geführt.

One Belt - One Road
Erster Güterzug auf der Bahnlinie Baku-Tiflis-Kars verlässt den Hafen von Baku

Baku (nex) – Am Montag fand die große Eröffnungsfeier des wichtigen BTK-Projekts – der Bahnlinie Baku-Tiflis-Kars, die Europa mit Asien verbindet – am neuen Hafen von Baku in Alat, Aserbaidschan, statt. Die 846 Kilometer lange Bahnlinie verbindet Aserbaidschan, Georgien und die Türkei und wird eine wichtige Rolle im Middle Corridor im Rahmen des Projekts One Belt, One Road (OBOR) spielen. Während die meisten Abschnitte der BTK-Bahnlinie modernisiert wurden, wurde ein neuer 109 Kilometer langer Abschnitt von Georgien (30 km) bis in die Türkei (79 km) gebaut. Die neu eröffnete Bahnlinie bietet neue Möglichkeiten für den Ladungsumschlag zwischen China, dem Fernen Osten und dem Mittelmeerraum bis Europa über einen kürzeren und schnelleren Landweg (14-18 Tage). An der Eröffnungsfeier nahmen der Präsident von Aserbaidschan, Ilham Aliyev, sowie der Präsident der Türkei, Recep Tayyip Erdogan, im Beisein ihrer First Ladies, die Premierminister von Kasachstan, Bakytzhan Sagintayev, Georgien, Giorgi Kvirikashvili, Usbekistan, Abdulla Aripov sowie die Transportminister von Tadschikistan und Turkmenistan sowie weitere hochrangige Würdenträger teil. „Die BTK ist die kürzeste und verlässlichste Strecke zwischen Europa und Asien“, sagte Präsident Aliyev. „Es ist geplant, 5 Mio. Tonnen Güter in der ersten Phase und 17 Mio. Tonnen in der nächsten Phase zu transportieren.“ Präsident Erdogan betonte seinerseits die strategische Bedeutung dieses Projekts für die Renaissance der neuen Seidenstraße und merkte an, dass mit der Eröffnung des BTK-Projekts „die wichtigste Etappe des Middle Corridor nun abgeschlossen ist“. Nach der Zeremonie wurden symbolisch Bahnschwellennägel geklopft und Eisenbahnweichen gestellt, worauf der erste offizielle Güterzug seine Fahrt auf der BTK-Strecke antrat. Der Güterzug erreichte den neuen Hafen von Baku in Alat nach einer Fahrt von 2.846 km durch den Nordwesten Kasachstans und einer Überquerung des Kaspischen Meers auf einer Eisenbahnfähre. Der Güterzug wird nun innerhalb von vier Tagen weitere 2.002 km von Baku zum Hafen von Mersin in der Türkei fahren. Das BTK-Projekt ist Teil einer größeren Strategie des Präsidenten von Aserbaidschan, Ilham Aliyev, um die erdölreiche Wirtschaft des Landes zu diversifizieren und zu einer Handels- und Logistikdrehscheibe in Eurasien aufzubauen. Diese Strategie umfasst ebenfalls den kommenden Abschluss der ersten Phase des neuen Hafens von Baku und die Einführung der Alat-Freihandelszone im Jahr 2018. Durch den Standort an der strategischen Kreuzung von Europa und Asien sowie die Nähe zu größeren Märkten wie die Türkei, China, Iran und Russland ist Aserbaidschan gut gerüstet, um zur ersten Wahl von ausländischen Investoren zu werden, die ihr Geschäft in der Region expandieren wollen.

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– Seidenstraße – Türkei: Neue Eisenbahnstrecke soll Peking mit London verbinden

An die zahlreichen Mega-Projekte der Türkei reiht sich ein weiteres an: Die Baku-Tiflis-Kars-Eisenbahnstrecke (BTK) würde nun schon bereits Mitte 2017 in Betrieb genommen, so der türkische Verkehrsminister Ahmet Arslan in einer Rede in Ankara. Die Eisenbahnstrecke soll nach Fertigstellung Peking mit London verbinden.

Türkei: Neue Eisenbahnstrecke soll Peking mit London verbinden

Promi News
Kevin Spacey: Bruder berichtet von pädophilem Nazi-Vater

London (nex) – Es sind schreckliche Details aus dem Leben von Hollywoodstar Kevin Spacey bekannt geworden. Während Spacey nach seinem Coming-out erste Konsequenzen tragen muss, enthüllt sein Bruder dunkle Details aus der gemeinsamen Kindheit.  Randall Fowler (62) zufolge war der Vater in einer US-Nazipartei aktiv und habe zudem seine Kinder missbraucht und geschlagen. Frowler sei ab seinem 12. Lebensjahr jahrelang sexuell missbraucht und ausgepeitscht worden. Sein Bruder und er hätten ihren Vater nur „die Kreatur“ genannt, so Frowler in einem Interview mit der britischen Tageszeitung „Daily Mail„. „Keiner von uns hatte eine Chance, weil wir mit so geschädigten Eltern aufwuchsen“, sagte Frowler. Es sei ein Haus des Schreckens gewesen. „Es herrschte so viel Dunkelheit in unserem Zuhause, es war absolut abscheulich. Kevin versuchte zu verdrängen, was da vor sich ging“, sagte Frowler. Der 1992 im Alter von 68 Jahren verstorbene Geoffrey Fowler habe sein Äußeres damals an Adolf Hitler angepasst. Laut Randall Fowler wusste auch seine Mutter von dem Missbrauch in seiner Jugend, hätte aber nichts dagegen unternommen. Spacey sei von den Vergewaltigungen verschont geblieben.  

Rückrufaktion
Verletzungsgefahr: LIDL ruft Konserven zurück

Dortmund (nex) – Der spanische Hersteller Conservas Selectas de Galicia ruft seine Konserven der Marke „Sol & Mar Riesenkalmarstücke“ aus den Lidl-Regalen zurück. Kristalle könnten sich in den Konserven bilden und beim Verzehr zu Verletzungen im Mundraum führen, so der Hersteller. Der spanische Hersteller Conservas Selectas de Galicia ruft aktuell die Sortierungen „mit natürlichem Knoblauch-Aroma“ und „mit natürlichem Paprika-Aroma“ des Produktes „Sol & Mar Riesenkalmarstücke, 3x80g“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 31.12.2023 zurück. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in dem betroffenen Produkt natürlich vorkommende Salzkristalle enthalten sind, die von Kunden mit Glassplittern verwechselt werden können. Bei diesen kristallinen Formen handelt es sich um sogenannte Struvit-Kristalle, die sich im Rahmen des Herstellungsprozesses von Fischkonserven aus dem Fischereierzeugnis und anhaftendem Seewasser bilden können. Wenn Kunden ungünstig auf diese Salzkristalle beißen, können Verletzungen im Mundraum nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund der möglichen Verletzungsgefahr, sollten Kunden den Rückruf unbedingt beachten und das Produkt nicht verzehren. Die betroffenen Sortierungen „mit natürlichem Knoblauch-Aroma“ und „mit natürlichem Paprika-Aroma“ des Produktes „Sol & Mar Riesenkalmarstücke, 3x80g“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 31.12.2023 des Herstellers Conservas Selectas de Galicia S.L. wurden bei Lidl Deutschland verkauft. Aus Gründen des konsequenten Verbraucherschutzes hat Lidl Deutschland sofort reagiert und das betroffene Produkt aus dem Verkauf genommen. Das Produkt kann in allen Lidl-Filialen zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird selbstverständlich erstattet, auch ohne Vorlage des Kassenbons. Von dem Rückruf sind ausschließlich die Sortierungen „mit natürlichem Knoblauch-Aroma“ und „mit natürlichem Paprika-Aroma“ des Produktes „Sol & Mar Riesenkalmarstücke, 3x80g“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 31.12.2023 des Herstellers Conservas Selectas de Galicia S.L. betroffen. Andere bei Lidl Deutschland verkaufte Produkte, insbesondere weitere Produkte des Herstellers Conservas Selectas de Galicia S.L., sind von dem Rückruf nicht betroffen.

Terrorismus
Türkei: IS-Terroristen planten Anschläge mit Mikrowellengeräten

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Istanbul (nex) – Die türkische Polizei vereitelte offenbar ein Massaker in einem Istanbuler Einkaufszentrum. IS-Terroristen planten einen Dreifach-Anschlag, bei dem es vermutlich Dutzende Todesopfer gegeben hätte. Die nach großangelegten Anti-Terror-Einsätzen durchgeführten Ermittlungen der türkischen Polizei hätten ergeben, dass Mitglieder des IS im Einkaufszentrum Forum Istanbul im Stadtteil Bayrampasa einen dreifachen Bombenanschlag planten. Die ersten Sprengsätze seien zuvor versteckt in vier Mikrowellengeräten ins Einkaufszentrum geschafft worden. Zwei mit Bomben beladene Fahrzeuge hätten die mutmaßlichen Terroristen auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums abgestellt. Beide Sprengsätze sollten per Fernzündung zur Detonation gebracht werden. Unter den nach den Explosionen den Opfern zu Hilfe eilenden Menschen sollten anschließend Selbstmordattentäter mit Bombengürteln ein Massaker anrichten. Wie die Polizei mitteilte, seien in den geparkten Fahrzeugen der Attentäter 66 selbstgebaute Sprengsätze mit Fernzündung gefunden worden. Bei zwei der festgenommen Verdächtigen soll es sich um ein österreichisches Ehepaar mit türkischen Wurzeln handeln, das seit fünf Jahren im Istanbuler Stadtteil Arnavutköy lebte.

Tourismus
Botschafter Richard Moore: „Britische Touristen mögen Antalya“

Antalya (nex) – Antalya (nex) – Vermutlich aufgrund stark wahrnehmbarer Ablehnungen in den letzten zwei Jahren in anderen Ländern wie Spanien oder Italien kehren immer mehr Deutsche, Briten sowie andere Europäer nach dem Urlaubsboykott wieder in die Türkei zurück. Die Zahl der britischen Touristen, die die südtürkische Urlaubsmetropole Antalya besuchen, werde im nächsten Jahr zunehmen, sagte der britische Botschafter in Ankara am gestrigen Montag. „Britische Touristen mögen Antalya“, meinte Richard Moore bei einem Treffen mit dem Gouverneur von Antalya Münir Karaloglu und ergänzte: „2016 war für die Türkei ein schwieriges Jahr in Sachen Tourismus. Ich denke jedoch immer, dass die Türkei ein starkes und großartiges Land ist.“ Unter Berufung auf Daten britischer Reiseunternehmen teilte er des Weiteren mit, dass britische Touristen „in die Türkei zurückkehrten“. Karaloglu wies seinerseits darauf hin, dass eine starke Zunahme der Zahl der britischen Touristen im Jahr 2018 erwartet werde. „Wir gehen davon natürlich aufgrund der Reservierungsdaten der Reiseveranstalter aus“, betonte der Gouverneur und dankte Moore für dessen Unterstützung. „Wenn der britische Botschafter seinen Urlaub in Antalya verbringt, können alle anderen Briten auch ohne Bedenken kommen“, fügte er hinzu.

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– Tourismus – Türkei: Rekordanstieg der Besucherzahlen – Deutsche auf Platz zwei

Trotz Reisewarnungen deutscher Politiker und Medien ist die Zahl der Ausländer, die die Türkei besuchten, im Juli im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 46 Prozent gestiegen. Es habe eine enorme Zunahme an Ankünften gegeben.

Türkei: Rekordanstieg der Besucherzahlen – Deutsche auf Platz zwei
 

Gesundheitspolitik
NRW plant Prämien für Schwerpunkt-Kliniken

Düsseldorf (ots) – NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) will die Krankenhaus-Finanzierung in NRW auf neue Füße stellen. Laumann sagte der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“: „Der in der Vergangenheit klaren Unterfinanzierung der NRW-Krankenhäuser können wir nur mit Strukturveränderungen begegnen, die zu mehr Qualität führen. Künftig soll daher neben der Pauschalförderung auch eine zielgerichtete Einzelförderung etabliert werden.“ Laumann will in NRW Krankenhausverbünde fördern, die Behandlungsschwerpunkte unter sich aufteilen. Dazu will der NRW-Gesundheitsminister die bisherige Pauschalfinanzierung der NRW-Krankenhäuser um Einzelzuweisungen ergänzen, die den Aufbau solcher Behandlungsschwerpunkte belohnen. Laumann sagte: „Die neue Einzelförderung soll auch den Aufbau der angestrebten Schwerpunkt-Behandlungszentren unterstützen.“ Zugleich betonte Laumann, dass er die Kommunen in NRW bei der Krankenhausfinanzierung auch weiterhin in der Pflicht sieht: „Die Gemeinden profitieren durch die flächendeckende Gesundheitsversorgung und die Arbeitsplätze der Krankenhäuser. Eine Beteiligung der Städte und Gemeinden ist daher sinnvoll“, sagte Laumann der „Rheinischen Post“.

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– Türkei – Istanbul: Weltgrößter Krankenhaus-Komplex geplant

Das Stadtkrankenhaus-Projekt İkitelli in Istanbul ist das größte seiner Art auf dem gesamten Globus und führt eine neue Vision der Anwendung des Public-Private Partnership (Eine öffentlich-private Partnerschaft) Modells in der Türkei ein.

Istanbul: Weltgrößter Krankenhaus-Komplex geplant

Irakkrise
Astana: Russland vertraut „türkischen Partnern“ bei Sicherung Idlibs

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Astana (nex) – Russland hofft, dass die Türkei die Situation in der syrischen Provinz Idlib stabilisieren kann. Moskau geht davon aus, dass dort die Gefahr der Angriffe von Militanten sehr hoch sei. Dies gab am gestrigen Montag der russische Unterhändler bei den Syrien-Gesprächen in der kasachischen Hauptstadt Astana, Alexander Lawrentjew, gegenüber der Nachrichtenagentur RIA bekannt. „Die Spannungen sind sehr hoch, und es drohen immer noch Offensiven von dort stationierten radikalen Gruppen“, zitierte die IRA den hochrangigen Diplomaten. „Wir hoffen aber, dass unsere türkischen Partner ihren Teil der Verpflichtungen bezüglich der Idlib-Deeskalationszone erfüllen und die Situation dort stabilisieren werden.“ Während eines Treffens in der kasachischen Hauptstadt Astana am 4. Mai unterzeichneten die Garantiemächte Russland, Türkei und Iran eine Vereinbarung zur Einrichtung einer Deeskalationszone in Syrien, die auch Idlib im Nordwesten Syriens an der türkischen Grenze einschließt. Ihre Aufgabe ist die dauerhafte Sicherung des Waffenstillstands zwischen dem syrischen Regime und den bewaffneten Gruppen vor Ort sowie die Verhinderung von Konflikten zwischen den Parteien. Zu diesem Zweck haben türkischen Streitkräfte in dem Gebiet Kontroll- und Beobachtungspunkte aufgestellt.

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– Syrien – Idlib: Freude und Jubel über Einmarsch des türkischen Militärs

Wie bereits im vergangenen Jahr in der syrischen Stadt Dscharablus wurden die türkischen Streitkräfte auch bei ihrem Eintreffen gestern in Idlib von den Einwohnern als Befreier jubelnd empfangen.

Idlib: Freude und Jubel über Einmarsch des türkischen Militärs
 

Hilfsaktion
Rohingya auf der Flucht: Nirgendwo in Freiheit

Bonn (ots) – Sie konnten der gravierenden Gewalt entkommen, überstanden die beschwerliche Flucht und mussten alles zurücklassen: Über 607.000 Rohingya sind seit Ende August aus ihrem Heimatland Myanmar ins benachbarte Bangladesch geflohen. Vergangene Woche fand die UN-Geberkonferenz statt: Rund 290 Millionen Euro sicherten Regierungsvertreter aus der ganzen Welt an Hilfsgeldern zu, mindestens 368 Millionen Euro werden Schätzungen zufolge bis Februar benötigt. „Die finanzielle Unterstützung ist lebenswichtig für die Not leidenden Menschen in Bangladesch“, sagt Manuela Roßbach von „Aktion Deutschland Hilft“. „Doch der zugesagte Betrag wird nicht ausreichen, um die Grundversorgung und damit das Überleben aller zu gewährleisten! Wir wissen nicht, wie lange diese grauenvolle Krise anhalten wird und wie viele Menschen noch vor Angst und Gewalt fliehen müssen.“ Helfer unterstützen die Not leidenden Menschen unter Einsatz ihres eigenen Lebens. „Wir haben unser Land verlassen, um unser Leben zu retten. Wir hatten keine Wahl“, sagt Zakir. In seiner Heimat Myanmar arbeitete er als freiwilliger Helfer, nun ist er selbst auf Unterstützung angewiesen: Die Gewalt in seinem Heimatland zwang ihn und seine Familie zur Flucht. Ein Risiko, denn seine Frau ist im achten Monat schwanger: „Während unserer Flucht bettelte ich um Essen für sie“, berichtet Zakir. Zur Vorfreude auf die Geburt seines ersten Kindes mischen sich viele Sorgen. Denn die Flüchtlingscamps sind überfüllt, Unterkünfte, sanitäre Einrichtungen, Wasser- und Lebensmittelvorräte reichen nicht aus. Doch der Strom an Flüchtlingen reißt nicht ab: Tausende Neuankommende hoffen täglich auf Sicherheit und Schutz. „Wir überleben nur durch Hilfslieferungen und es gibt keine Möglichkeit, Geld zu verdienen“, sagt Zakir. Er wünschte, er könnte sich und seine Familie selbst versorgen. „Doch wie all die anderen Flüchtlinge habe ich keine Wahl. Ich bin nirgendwo in Freiheit – weder in meiner Heimat noch hier in Bangladesch.“ Um dem Mangel an sauberem Trinkwasser entgegenzuwirken, startete vergangenes Wochenende die Schnelleinsatzgruppe für Auslandseinsätze (FAST) des Arbeiter-Samariter-Bundes nach Bangladesch. Vor Ort installieren sie mobile Wasserfilteranlagen. Diese reichen aus, um mehrere Tausend Menschen mit sauberem Wasser zu versorgen. Darüber hinaus werden die Flüchtlinge darin geschult, die Anlagen selbstständig zu betreiben und zu warten. „Uns ist es wichtig, dass die Trinkwasserfilter noch lange funktionieren, auch wenn die Helfer längst wieder nach Deutschland zurückgekehrt sind“, betont ASB-Nothilfekoordinator Florian Hauke. Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ versorgen neu angekommene Flüchtlinge außerdem mit Medikamenten, sichern den Zugang zu Nahrung und verteilen Hygienepakete, damit sich Krankheiten nicht ausbreiten.

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„Großzügiges humanitäres Geberland“ UN-Geberkonferenz: Türkei verspricht über 50 Millionen US-Dollar für Rohingya

Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge hat am gestrigen Montag die Türkei nach deren Zusage, die Rohingya-Flüchtlinge mit 50 Millionen US-Dollar unterstützen zu wollen, als „großzügiges humanitäres Geberland“ bezeichnet.

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Essen
IG Metall plant neue Kundgebungen bei Thyssen-Krupp

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Essen (ots) – Angesichts der geplanten Fusion der Stahlsparte mit dem indischen Konzern Tata zeichnen sich bei Thyssen-Krupp weitere Großkundgebungen ab. „Die bisherigen Gesprächsrunden mit dem Vorstand waren ernüchternd“, sagte der frühere IG Metall-Chef Detlef Wetzel, der die Gewerkschaft in Gesprächen mit der Konzernführung vertritt, der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). „Offenbar haben Thyssen-Krupp und Tata bereits viele für das Management wichtige Fragen geregelt“, kritisierte Wetzel. „Für die Beschäftigten hingegen ist gar nichts geregelt.“ Thyssen-Krupp und Tata hätten „die Menschen schlicht vergessen“, sagte Wetzel. „Das muss sich ändern.“ Am Montag (30. Oktober) und am vergangenen Freitag gab es weitere Sitzungen einer Arbeitsgruppe, die mit Vertretern des Managements und der IG Metall besetzt ist. Thyssen-Krupp wollte sich dazu nicht äußern. Für den 7. November plant die IG Metall zusätzliche Betriebsversammlungen für alle Beschäftigten der Stahlsparte von Thyssen-Krupp. Dabei will die Gewerkschaft einen Forderungskatalog vorlegen. „Wenn wir dann keine befriedigenden Antworten des Unternehmens bekommen, werden wir zu einer Großkundgebung am 23. November in Andernach aufrufen“, sagte Wetzel.