USA
Mega-Millions: Lotterie-Jackpot steigt auf unglaubliche 1,6 Milliarden Dollar

New York (nex) – Erneut hat niemand den Jackpot der US-Lotterie Mega Millions knacken können und somit ist dieser auf atemberaubende 1,6 Milliarden US-Dollar gewachsen. Ein Sprecher von Mega Millions sagte gegenüber US-Medien, dass auch bei der letzten Ziehung am vergangenen Freitagabend niemand sechs Richtige tippte und somit der Jackpot von 1 auf 1,6 Milliarden Dollar angestiegen sei. Bei Zahlen der Ziehung am Freitag lauten 15, 23, 53, 65, 70 und Megaball 7. Die nächste Ziehung findet am Dienstag statt. Im Falle eines Gewinnes wäre das der größte Lotteriegewinn in der Geschichte der USA. Den Rekord hält momentan der Jackpot der Powerball-Lotterie mit 1,586 Milliarden Dollar, der am 13. Januar 2016 geknackt wurde. John und Lisa Robinson aus dem US-Bundesstaat Tennessee, Maureen Smith und David Kaltschmidt aus Florida und Marvin und Mae Acosta aus Kalifornien waren die damaligen Gewinner des Rekord-Jackpots. Der Jackpot wächst seit Juli, als eine Gruppe von kalifornischen Büroangestellten 543 Millionen Dollar gewann. Die Teilnahme an der Ziehung kostet zwei Dollar, aber die Chancen, den Jackpot zu gewinnen, stehen nicht gut. Das Glück, alle sechs Zahlen richtig zu tippen und den Hauptpreis mit nach Hause zu nehmen, liegt bei 1 zu 302,5 Millionen. Mega Millions wird in 44 Staaten sowie in Washington, D.C. und den U.S. Virgin Islands gespielt.

Star-Refinery Izmir
Türkei: Neue Raffinerie wird Handelsbilanzdefizit jährlich um 1,5 Milliarden Dollar senken

Ankara (nex) – Es ist ein Projekt der Superlative: Die gestern, im Beisein des aserbaidschanischen Staatschefs Ilham Alijew, vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan eröffnete Raffinerie in der westtürkischen Stadt Izmir, ist die erste neue Ölraffinerie in der Türkei seit 30 Jahren und gleichzeitig auch die größte des Landes. Die 6,3 Milliarden Dollar teure Star-Raffinerie werde dazu beitragen, die Abhängigkeit der Türkei von importierten raffinierten Ölprodukten zu verringern, so Erdogan bei seiner Eröffnungsrede. Der türkische Industrie- und Technologieminister Mustafa Varank sagte in einer Erklärung am heutigen Samstag, dass die Raffinerie das Außenhandelsdefizit der Türkei jährlich um 1,5 Milliarden Dollar senken werde. Er betonte die Bedeutung petrochemischer Investitionen in Bezug auf eine hohe Wertschöpfung, Beschäftigungsmöglichkeiten und Zahlungsbilanz. Gebaut wurde die Raffinerie von der staatlichen aserbaidschanischen Energiegesellschaft Socar. „Spezielle Industriezone“ Ein Präsidialdekret hat die Raffinerie in Izmir am heutigen Samstag zur ersten „speziellen Industriezone der Türkei“ erklärt, sagte das Ministerium für Industrie und Technologie. Die Star-Raffinerie mit einer Verarbeitungskapazität von 10 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr, hat ihren Betrieb am 3. August aufgenommen. Im Jahr 2018 werden voraussichtlich zwei Millionen Tonnen Rohöl in der Raffinerie raffiniert, die bei voller Kapazität auf zehn Millionen Tonnen ansteigen werden. Die Anlage soll 1,6 Millionen Tonnen Naphtha und 420.000 Tonnen Xylene produzieren. Neben Flugkraftstoff, Petrolkoks, Reformat, Schwefel und Flüssiggas (LPG) werden rund 4,8 Millionen Tonnen Diesel produziert. Die Türkei produziert einen Überschuss an Benzin, ist aber auf Dieselimporte angewiesen, wobei der Verbrauch des Kraftstoffs um etwa sieben Prozent pro Jahr steigt und 2019 voraussichtlich 25 Millionen Tonnen erreichen wird. Tüpraş, das einzige Raffinerieunternehmen der Türkei, verfügt über vier Werke im ganzen Land mit einer Gesamtverarbeitungskapazität von 28 Millionen Tonnen (560.000 bpd). Laut Socar soll die Raffinerie für 1.100 Menschen Arbeitsplätze schaffen.

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Fall Khashoggi
Trotz Khashoggis Ermordung: Trump will am Waffen-Deal festhalten

Washington – (nex) – Saudi-Arabien hat zugegeben, dass der Kolumnist der US-Zeitung Washington Post Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul getötet wurde. Laut der neusten Darstellung Riads sei es bei „einer Diskussion“  zwischen ihm und mehreren Person zu einem Faustkampf gekommen, der zu seinem Tod geführt habe, meldet die staatliche saudische Nachrichtenagentur Spa mit Verweis auf die Staatsanwaltschaft am Freitagabend. Bisher hatte Saudi-Arabien eine Beteiligung an der Tötung Khashoggis stets abgestritten und behauptet, dass der Journalist das Konsulat lebendig verlassen habe. Der sonst so Twitter-freudige US-Präsident Donald Trump blieb nach Bekanntwerden der Tat zunächst verdächtig ruhig. Erst eine Stunde später veröffentlichte das Weiße Haus eine Stellungnahme. Man nehme die neuesten Ermittlungsergebnisse aus Saudi-Arabien zur Kenntnis und werde die internationalen Untersuchungen weiterhin genau verfolgen. Am späten Abend (Ortszeit) äußerte sich Trump dann doch noch. In einem Gespräch mit Reportern in Arizona sagte der US-Präsident, dass er die neue Version Riads für glaubwürdig halte. Es sei nur ein Schritt aber ein großer Schritt. Gleichzeitig erinnerte Trump daran, dass er den bevorstehenden Waffen-Deal auf keinen Fall stoppen werde. „Das letzte, was ich tun will, ist ihnen zu sagen, dass wir nicht liefern werden“, so Trump. Er werde jetzt nicht Milliarden von Dollar aufs Spiel setzen, sagte Trump. „Die Russen hätten diesen Auftrag gerne gehabt, ebenso die Chinesen“, betonte Trump. Am 20. Mai 2017 unterzeichneten US-Präsident Donald Trump und Saudi-Arabiens König Salman bin Abdulaziz Al Saud eine Reihe von Absichtserklärungen für das Königreich Saudi-Arabien, Waffen aus den USA im Wert von 110 Milliarden US-Dollar sofort und 350 Milliarden US-Dollar über die nächsten zehn Jahre zu kaufen.  

Fall Khashoggi
Saudi-Arabien bestätigt Tötung Khashoggis in Istanbul

Riad (nex) – Im Fall des seit dem 2. Oktober vermissten Kolumnisten der amerikanischen Tageszeitung Washington Times, gibt es eine neue Wende. Saudi Arabien hat mehr als zwei Wochen nach dem Verschwinden Jamal Khashoggis am Freitagabend den Tod des saudischen Journalisten eingeräumt. Im Istanbuler Konsulat sei es während des Verhörs zu einem Streit gekommen, berichteten saudische Staatsmedien. Der Journalist war seit seinem Betreten des saudischen Konsulats in Istanbul am 2. Oktober vermisst.

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Dieselkrise
Tarek Al-Wazir fordert Bundesregierung auf, sich mit Autoindustrie anzulegen

Düsseldorf – Der Grünen-Spitzenkandidat und Wirtschaftsminister in Hessen, Tarek Al-Wazir, hat die Bundesregierung im Diesel-Streit zu einem härteren Kurs gegenüber der Autoindustrie aufgerufen. „Die Bundesregierung wäre gut beraten, sich an dieser Stelle mal mit der Autoindustrie anzulegen und die Konzerne in die Verantwortung zu nehmen“, sagte Al-Wazir dem Bonner „General-Anzeiger“ und der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Einer der Gründe, warum die große Koalition in Berlin so schlecht dastehe, liege auch darin, dass die Verbraucher auch hier die Zeche zahlen sollen, während die Autoindustrie geschont werde. Dies würden die Menschen nicht verstehen. „Und ich verstehe nicht, warum die Bundesregierung da nicht mehr Druck macht – aus falsch verstandener Rücksichtnahme“, sagte der hessische Wirtschaftsminister. Er forderte, Katalysatoren zur Abgasreinigung „auf Kosten der Autoindustrie“ einzubauen. Nach Einschätzung von Al-Wazir sind die aktuellen Umfragewerte der Volksparteien CDU und SPD „unter anderen dem unfassbar schlechten Auftreten der großen Koalition in Berlin“ geschuldet. Die große Koalition habe mit Formelkompromissen „wie etwa der unsäglichen Personalie um Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen“ viel Vertrauen verspielt. „Erst ein halbes Jahr Jamaika-Gewürge, dann ein halbes Jahr Groko-Gewürge, das wollen die Menschen doch nicht sehen!“, so Al-Wazir. Das Geheimnis der funktionierenden schwarz-grünen Koalition in Hessen liege auch darin, „dass wir uns – anders als die Groko in Berlin – nicht beschimpfen (…).“ Ministerpräsident Volker Bouffier und er seien unterschiedlich, wie CDU und Grüne auch. „Aber uns genügen zwei SMS, um die meisten Probleme schnell zu klären.“

Ex-Minister Thomas de Maizière: „Wir haben nur noch fortissimo

Der frühere Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sieht die politische Kultur in Deutschland durch überhitzte Auseinandersetzungen beschädigt. „Es gibt in der politischen Debatte kaum noch einen Unterschied zwischen piano und fortissimo. Wir haben nur noch fortissimo“, sagte der CDU-Politiker der „Rheinischen Post“. Der 54-Jährige, der heute Mitglied im Finanzausschuss des Bundestags ist, beklagte: „Heute wird schnell von Staatsversagen gesprochen, auch wenn staatliche Stellen eine kritische Entwicklung nur begrenzt beeinflussen können oder nur eine einzelne Behörde Fehler gemacht hat. Unser Staat versagt nicht, er funktioniert“, sagte er. Während der Flüchtlingskrise hatten auch Unionsmitglieder von Staatsversagen gesprochen. De Maizière, der sein Amt als Innenminister im Februar abgeben musste, weil CSU-Chef Horst Seehofer das Ministerium übernahm, sagte zu seinem Leben jetzt in der zweiten Reihe: „Es ist eine Last, die weicht.“ Und: „Ich genieße es, neue Sachen zu machen.“  

Star Refinery
Türkei: Erdogan eröffnet 6-Milliarden-Dollar-Raffinerie in Izmir

Izmir (nex) – Im Beisein seines aserbaidschanischen Amtskollegen Ilham Alijew eröffnete heute der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in der westtürkischen Stadt Izmir die erste neue Ölraffinerie in der Türkei seit 30 Jahren. Die 6,3 Milliarden Dollar teure Star-Raffinerie werde dazu beitragen, die Abhängigkeit der Türkei von importierten raffinierten Ölprodukten zu verringern, so Erdogan.  Außerdem werde die türkische Raffineriekapazität um 30 Prozent erhöht. „Mit der Eröffnung der Star Refinery werden die Türkei und Aserbaidschan ihre brüderlichen strategischen Bindungen auf die nächste Ebene bringen“, sagte Erdogan in seiner Rede und fügte hinzu, dass diese Raffinerie „die größte Greenfield-Investition in der Türkei der letzten 30 Jahre“ sei. „Diese Raffinerie wird es der Türkei ermöglichen, jährlich 1,5 Milliarden Dollar an Einsparungen zu erzielen“, betonte Erdogan und fügte hinzu, dass mehr als 1.100 Arbeitsplätze in der Raffinerie geschaffen würden. Die bilateralen Beziehungen zwischen der Türkei und Aserbaidschan hätten ein sehr hohes Niveau und das sei auch selbstverständlich für Menschen die seit Jahrhunderten zusammen lebten, so Alijew in seiner Eröffnungsrede. Deutlicher Anstieg der Raffineriekapazitäten der Türkei Die gesamte Raffineriekapazität der Türkei wird nach der vollständigen Inbetriebnahme der Star Refinery um 33 Prozent auf 40 Millionen Tonnen pro Jahr steigen, so die offiziellen Angaben. Die Anlage an der türkischen Ägäisküste habe die Kapazität, etwa 10 Millionen Tonnen pro Jahr (200.000 Barrel pro Tag) Rohöl zu verarbeiten. Die Anlage soll 1,6 Millionen Tonnen Naphtha und 420.000 Tonnen Xylene produzieren. Neben Flugkraftstoff, Petrolkoks, Reformat, Schwefel und Flüssiggas (LPG) werden rund 4,8 Millionen Tonnen Diesel produziert. Die Türkei produziert einen Überschuss an Benzin, ist aber auf Dieselimporte angewiesen, wobei der Verbrauch des Kraftstoffs um etwa sieben Prozent pro Jahr steigt und 2019 voraussichtlich 25 Millionen Tonnen erreichen wird. Tüpraş, das einzige Raffinerieunternehmen der Türkei, verfügt über vier Werke im ganzen Land mit einer Gesamtverarbeitungskapazität von 28 Millionen Tonnen (560.000 bpd).

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Bayern-Wahl
Kommentar: Die CSU hat nicht mehr die Persönlichkeiten für einen Neuanfang

Von Prof. Dr. Hans-Christian Günther Ich hatte mich in einem Beitrag zur Wahl in Bayern geäußert. Dort hatte ich gesagt, die bayerischen Wähler hätten der CSU eine klare Nachricht gegeben, was sie von ihr erwarten, und die CSU werde gut daran tun, darauf zu hören. Leider muss ich feststellen, die CSU hat anscheinend nicht mehr die Persönlichkeiten, die dazu in der Lage sind. Als die CSU zum ersten Mal die absolute Mehrheit in Bayern verlor, sind Parteivorsitzender und Ministerpräsident zurückgetreten. Das war anständig, konsequent, und das Interesse der Partei stand vor persönlicher Eitelkeit. So kam Herr Seehofer an die Macht. Weder er noch Herr Söder bringen heute diesen Anstand auf. Man redet sich heraus, tut so, als ob alles gar nicht so schlimm sei, gratuliert sich gegenseitig zum famosen Wahlkampf und spricht von der Verantwortung, dem Wählerauftrag gerecht zu werden. Der Wählerauftrag hieß aber: CSU ja, Söder und vor allem Seehofer nein! Aber ein Mann wie Seehofer, dessen Rücktritt längst überfällig ist – auch ohne Bayernwahl – wird wohl am Amt kleben, bis jemand ihn gewaltsam hinausbefördert. Nur: wer soll das sein? Es scheint, die CSU hat niemanden, auf den man zurückgreifen kann. Was hat man sonst aus der Partei gehört? Herr Dobrindt rechnet die AfD ins bürgerliche Lager, jedenfalls ihre Wähler; die muss man zurückgewinnen. Wie? Das hat Herr Friedrich gesagt – indirekt natürlich: indem man das Programm der AfD übernimmt. Er meint Merkel sei schuld. Nun, da muss ich mal Alice Weidel recht geben: wer bei der Bayernwahl AfD gewählt hat, sagte: Merkel muss weg. Das waren gerade mal ca. 10% der bayerischen Wähler. Der Rest hat gesagt: Seehofer? Nein danke. Denn der hatte bereits das Programm der AfD, bevor Dobrindt und Friedrich das noch einmal subtil bekräftigt haben. Der Rest hat gesagt: bürgerliche Mehrheit im Stil der alten – jetzt muss man sagen toten – CSU ja; Faschismus, leeres Gerede, Konzeptlosigkeit à la AfD nein! Eine CSU, die das verwirklichen kann, gibt es nicht mehr. Ich find’s schade. Mal sehen, was die Hessenwahl der CDU bringt. Da geht’s um Merkel. In Bayern ging’s um Seehofer und Söder!

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– Bayern-Wahl – Kommentar: Die bayerischen Bürger haben bei dieser Wahl ihre Intelligenz bewiesen

Die Geschichte der CSU in Bayern ist insgesamt eine glänzende Erfolgsstory. Nach der – recht pittoresken – Beseitigung der Bayernpartei, die dieselbe Wählerschaft bediente, dominierte die CSU Bayern von 1962 -2008 mit absoluter Mehrheit.

Kommentar: Die bayerischen Bürger haben bei dieser Wahl ihre Intelligenz bewiesen

Prof. Dr. Hans-Christian Günther
Geb. am 28.4.1957 in Müllheim / Baden Professor für klassische Philologie an der Albert-Ludwigs-Universität. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen. Ausgebildet in Freiburg und Oxford. Stipendiat der DFG und der Alexander von Humboldt -Stiftung. Gerhard Hess Preis der DFG. Zahlreiche Publikationen (ca. 40 Bücher, u.a. Brill’s Companion to Propertius, Brill’s Companion to Horace) im Bereich der antiken Philosophie und Literatur, der Byzantinistik, Neogräzistik, modernen Literatur und Philosophie, Ethik und Politik. Zahlreiche Versübersetzungen aus dem Lateinischen, Italienischen, Neugriechischen, Georgischen, Japanischen und Chinesischen. Lehrt regelmäßig in Italien, zahlreiche Gastaufenthalte in der Schweiz, Polen, Georgien, Indonesien, Iran, Seoul, Tokyo und vielen chinesischen Universitäten. Herausgeber mehrerer Buchreihen, im wissenschaftlichen Beirat zahlreicher wissenschaftlichen Zeitschriften.

Fall Khashoggi
Ex-MI6-Chef lobt türkische Ermittlungsbehörden

London (nex) – In einem Gespräch mit dem britischen Nachrichtensender BBC lobte der ehemalige Chef des britischen Geheimdienstes MI6, Sir John Sawers, die Ermittlungsbehörden der Türkei anlässlich des Falles des mit hoher Wahrscheinlichkeit ermordeten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi. Sawers sagte dem BBC, er respektiere die Gründlichkeit und Professionalität der türkischen Geheimdienste: „Die Genauigkeit der Details, die von türkischen Sicherheitsquellen kommen, sind so eindeutig, dass eine Aufnahme existieren muss.“ Er wies darauf hin, dass die Beziehungen zwischen der Türkei und Saudi-Arabien in den letzten zehn Jahren nicht immer die besten waren und man aus diesem Grund davon ausgehen könne, dass die türkischen Behörden die Gebäude der saudischen Regierung sehr genau beobachtet haben. „Sie hatten vielleicht das Konsulat abgehört oder das Killer-Kommando hatte irgendwelche elektronischen Geräte dabei die abgehört werden konnten“, so der Geheimdienstler. „Der Details sind sehr belastend für das Killer-Kommando, und[ihre gemeldeten Identitäten] zeigen, wie nah sie dem Kronprinzen sind“. Kronprinz Salman hinter Mord Sawers betonte, dass alle Beweise darauf hindeuteten, dass Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman hinter dem Tod des Journalisten Jamal Khashoggi stecke, und dass die Theorie, dass Abtrünnige aus dem saudischen Militär auf eigene Faust handelten und für den Mord verantwortlich seien, eine „abwegige Fiktion“ sei. Sawers, der bis 2014 Leiter des britischen Geheimdienstes war, behauptete in dem Gespräch mit BBC auch, dass der Kronprinz nur so handeln würde, wenn er sicher wäre die Zustimmung des Weißen Hauses hinter sich zu haben, sich so zu verhalten, wie er es sich wünscht. Der Journalist ist seit seinem Betreten des saudischen Konsulats in Istanbul am 2. Oktober vermisst. Medienberichten zufolge seien mittlerweile Aufnahmen aufgetaucht aus denen hervorgehe, dass Khashoggi noch im Konsulat ermordet dann zerstückelt wurde.

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Türkei
Muslimische Gemeinde betete 37 Jahre lang in die falsche Richtung

Istanbul (nex) – Muslime in einem Dorf in der Westtürkei haben entdeckt, dass sie seit 37 Jahren in die falsche Richtung gebetet haben. Der Islam schreibt vor, dass die täglichen rituellen Pflichtgebete in Richtung Mekka – Saudi-Arabien, zu verrichten sind. Die Moscheen werden dementsprechend ausgerichtet. Beim Bau der Moschee in Sugören in der Provinz Yalova hat man es im Jahr 1981 mit den Himmelsrichtungen wohl nicht so ernst genommen. Nach einem Antrag bei der Religionsbehörde durch den im letzten Jahr ernannten Vorbeter, habe das zugehörige Amt bestätigt, dass die sogenannte Mihrab, eine halbkreisförmige Nische in der Wand einer Moschee, die die Gebetsrichtung anzeigt, bei der Errichtung des Gebäudes am falschen Platz gebaut wurde. Wie die türkische Zeitung „Hürriyet“ unter Berufung auf eine Meldung der Demirören Nachrichtenagentur berichtet, habe man sich letztendlich zu einer improvisierten Lösung und nicht für einen Abriss der Moschee entschieden. Die Gemeindemitglieder haben auf den Teppich des Gebetsraumes nun einfach weiße Linien, die Richtung Mekka, zeigen geklebt.

 

Lirakrise
Türkei: Lira steigt in einer Woche erneut über 5 Prozent

Istanbul (nex) – Nach einem Rekordanstieg in den letzten zwei Monaten, hat die türkische Lira in der letzten Woche gegenüber der amerikanischen Währung erneut erheblich zugelegt. Die türkische Währung gewann gegenüber dem US-Dollar über 5 Prozent an Wert, zum Schlusskurs der vergangenen Woche. Bereits Anfang dieser Woche erreichte die Lira mit 5,48 (12.00 Uhr Ortszeit) ein 2-Monats-Hoch, während sie vergangene Woche bei 5,93 abschloss. Der Wechselkurs des US-Dollars zur türkischen Lira begann die Woche bei 5,8420 und erreichte Mitte Donnerstag den Tiefststand von rund 5,50. Wie die türkische Zentralbank berichtet, betrug der durchschnittliche Wechselkurs des US-Dollars zur türkischen Lira in den ersten beiden Oktoberwochen 6,04 und im vergangenen Monat 6,38. Auch der Euro-Lira-Kurs war rückläufig, von 6,85 in der vergangenen Woche fiel der Euro gegenüber der Lira um 5,7 Prozent. Entspannung nach Brunson-Freilassung Politische Spannungen zwischen der Türkei und den USA lösten an den Finanzmärkten Sorgen aus, nachdem Trump damit drohte, den wirtschaftlichen Druck zu nutzen, um Brunsons Freilassung zu sichern. Trump genehmigte im August in Folge der Inhaftierung eine Verdoppelung der Zölle auf türkisches Stahl und Aluminium. Die Türkei reagierte darauf mit einer Erhöhung der Zölle auf US-Autos, Alkohol und Tabakimporte. Die türkische Währung Lira fiel darauf hin im August auf ein Rekord-Tief. Nach der Freilassung Brunsons erholte sich die Währung wieder und erreichte am heutigen Montag den höchsten Stand gegenüber dem US-Dollar seit Monaten. Die Lira war in den letzten Monaten in einen Abwärtstrend geraten, welcher durch die diplomatische Krise mit den USA nochmal verstärkt wurde. US-Pastor Andrew Brunson saß wegen Terrorismus-Vorwürfen seit dem 7. Oktober 2016 in türkischer Haft und wurde am 23. Juli 2018 in den Hausarrest entlassen. Ein türkisches Gericht verurteilte den Pastor am vergangenen Freitag zu drei Jahren und 45 Tagen Gefängnis, er wird aber keine Haftstrafe absitzen. Das Gericht hat seine Haftzeit angerechnet und seinen Hausarrest und sein Reiseverbot beendet. Während Brunson ursprünglich aus dem Bundesstaat North Carolina stammt, verbrachte er mehr als zwei Jahrzehnte in der Türkei, und im Weißen Haus erwähnte er seine Zuneigung zum Volk des Landes. Bei einem Treffen mit Brunson im Weißen Haus, begrüßte US-Präsident Donald Trump die Entscheidung der türkischen Gerichte Brunson ausreisen zu lassen. Nun könne man in den türkisch-amerikanischen Beziehungen ein neues Kapitel eröffnen. „Dies ist ein gewaltiger Schritt in Richtung einer Beziehung, die eine großartige Beziehung sein kann“, sagte Trump im Weißen Haus und begrüßte Pastor Andrew Brunson, der von einem türkischen Richter am 12. Oktober freigelassen wurde. „Wir denkens über die Türkei heute ganz anders als gestern. Und ich denke, wir haben die Chance, der Türkei wirklich viel näher zu kommen und vielleicht ein sehr, sehr gutes Verhältnis zu haben“, fügte er hinzu. In diesem Zusammenhang dankte Trump seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan für die Freilassung des Pastors. „Ich möchte Präsident Erdogan für seine Hilfe danken!“ twitterte Trump am 13. Oktober. Trump widersprach zudem Medienberichten, wonach es für die Freilassung des Pastors einen Deal zwischen der Türkei und den USA gab. „Es gab keinen Deal mit der Türkei für die Freilassung und Rückkehr von Pastor Andrew Brunson“, so Trump „Es gab jedoch eine große Anerkennung im Namen der Vereinigten Staaten, was zu guten, vielleicht sogar großartigen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Türkei führen wird“, fügte er hinzu. Unparteiisches Gerichtswesen Als Antwort auf Trump sagte Erdogan, dass die Entscheidung der türkischen Justiz, Brunson freizulassen, unparteiisch war. „Sehr geehrter Herr Präsident, wie ich immer wieder betone, hat die türkische Justiz eine unparteiische Entscheidung getroffen“, schrieb Erdoğan am 13. Oktober auf Twitter.
Erdogan hoffe zudem, dass die Türkei und die USA die Zusammenarbeit, insbesondere die „gemeinsamen Anstrengungen gegen terroristische Gruppen wie PKK, der DAESH (arabisches Akronym für den IS) und FETÖ“, fortführen würden.
Bereits vor der Freilassung Brunsons sagte Erdogan in einem Gespräch mit Reportern, dass die Türkei ein Rechtsstaat sei und Gerichtsentscheidungen für alle bindend seien. „Ich bin nicht in der Lage, bei der Justiz zu intervenieren, da die Türkei ein Rechtsstaat ist“, sagte Erdogan am 10. Oktober gegenüber türkischen Journalisten an Bord der Regierungsmaschine, mit der er nach einer zweitägigen Reise nach Ungarn in die Türkei zurückkehrte. Vertreter westlicher Medien und politischer Parteien hatten den türkischen Staatschef bereits mehrfach aufgefordert, den in der Türkei inhaftierten US-Bürger frei zu lassen. US-Außenminister Mike Pompeo sagte am Mittwoch, Brunsons Freilassung sei für die türkisch-amerikanischen Beziehungen sehr wichtig. Auch US-Präsident Trump und sein Vize Pence hatten sich wiederholt für die Auslieferung des evangelikalen Pastors eingesetzt.