Treffen in Seoul
Erdogan in Südkorea: Seoul und Ankara wollen Beziehungen intensivieren

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und sein südkoreanischer Amtskollege Moon Jae-in vereinbarten bei einem Staatstreffen in Seoul am Mittwoch, die bilateralen Beziehungen in zahlreichen Bereichen von Handel bis Verteidigung zu intensivieren.

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Seoul (nex) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und sein südkoreanischer Amtskollege Moon Jae-in vereinbarten bei einem Staatstreffen in Seoul am Mittwoch, die bilateralen Beziehungen in zahlreichen Bereichen von Handel bis Verteidigung zu intensivieren.

Es ist Erdogans erster Besuch in Südkorea, seitdem die beiden Länder 2012 – ein Jahr vor der Unterzeichnung eines Freihandelsabkommens – die bilateralen Beziehungen auf das Niveau einer strategischen Partnerschaft gehoben hatten.

Die beiden Staatschefs betonten in einer gemeinsamen Pressemitteilung, dass das Freihandelsabkommen zwischen Südkorea und der Türkei eine wichtige Grundlage für eine für beide Seiten vorteilhafte wirtschaftliche Zusammenarbeit geworden ist. Das Abkommen habe ein ausgewogenes Wachstum des Handels zwischen den beiden Ländern sichergestellt. Auch ein Abkommen im Dienstleistungssektor und Investitionsbereich wolle man nun rasch umzusetzen, so die Pressemitteilung.

Die Beziehungen zwischen der Türkei und Südkorea reichen bis in die 1950er Jahre zurück. Damals dienten türkische Truppen unter dem UN-Kommando im Koreakrieg, dabei kamen über 700 türkische Soldaten ums Leben.

Die koreanische Industrie- und Handelskammer hat am Mittwochmorgen in Seoul eine Veranstaltung für die 150-köpfige türkische Delegation abgehalten.

„Die Rolle der Unternehmen wird immer wichtiger, um die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Nationen zu festigen“, sagte der südkoreanische Handelsminister Paik Un-gyu in seiner Eröffnungsrede. Das bilaterale Handelsvolumen stieg laut offiziellen Daten von Seoul zwischen 2012 und 2017 um über 17 Prozent auf 6,12 Milliarden Dollar.

Des Weiteren hätten sich die beiden Staatschefs auch darauf geeinigt, die von Mexiko, Indonesien, Australien, Korea und der Türkei im Jahr 2013 gegründete MIKTA weiter zu stärken.

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