Dieselskandal
Weil spricht sich gegen Hardwarenachrüstungen aus

Düsseldorf – Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat sich gegen Hardwarenachrüstungen an Dieselfahrzeugen ausgesprochen. „Hardwarenachrüstungen an Dieselfahrzeugen sind nicht das Allheilmittel, von dem viele träumen“, sagte Weil der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Damit widerspricht er der Forderung von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD), die sich seit Monaten für Hardwarenachrüstungen auf Kosten der Hersteller einsetzt. „Wir dürfen den Autofahrern keine Hoffnungen machen, dass damit alles rasch besser werden könnte“, sagte Weil. Das sei einfach nicht der Fall. Wollte man eine solche Nachrüstung richtig machen, brauchte es je Modell und Motorentyp eine Entwicklung der optimalen Motorensteuerung; diese müssten allesamt zugelassen werden. „Der technische und zeitliche Aufwand wäre bei Millionen Fahrzeugen extrem groß, von den Kosten für die Hersteller ganz abgesehen“, sagte Weil und fügte hinzu: „Ich halte es für falsch, in rückwärtsgewandte Maßnahmen zu investieren, wenn dann Zeit und Geld fehlt, die Dieselflotte insgesamt zu erneuern.“ Er zeigte sich offen für finanzielle Anreize. „Über Nachbesserungen bei Umstiegsprämien und andere Maßnahmen der Flottenmodernisierung kann und muss man tatsächlich reden“, so der SPD-Politiker. Zudem würde man bei Hardwarenachrüstungen wohl erst nach etwa drei Jahren Effekte bei der Luftqualität messen können, sagte Niedersachsens Regierungschef. „Die Luft aber wird schon jetzt von Jahr zu Jahr besser.“

USA
Präsident Andrzej Duda möchte US-Stützpunkt in Polen „Fort Trump“ nennen

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Washington (nex) – Der polnische Präsident Andrzej Duda sagte am Dienstag im Weißen Haus, dass er eine permanente US-Militärbasis in seinem Land begrüßen würde – und erklärte, dass er sie „Fort Trump“ nennen würde. „Ich möchte den US-Präsidenten einladen, weitere amerikanische Truppen nach Polen zu entsenden. Und wir wollen weiter investieren, wir wollen die polnischen Streitkräfte modernisieren“, sagte Duda auf einer Pressekonferenz des Weißen Hauses mit Präsident Trump. „Wir realisieren die bisher größten militärischen Investitionen der letzten 30 Jahre. Wir wollen mehr Projekte umsetzen. Wir wollen mehr Ausrüstung kaufen. Und ich bin überzeugt, dass diese Zusammenarbeit zwischen Polen und den Vereinigten Staaten reibungslos verlaufen wird“, so Duda weiter. „Ich würde mir sehr wünschen, dass wir eine permanente amerikanische Basis in Polen gründen, die wir Fort Trump nennen würden.“ Der polnische Präsident warnte auch davor, dass Russland die größte Sicherheitsbedrohung für die zentraleuropäische Region darstellt. Auf die Frage, ob er zustimmt, sagte Trump: „Ich bin mit dem Präsidenten zusammen. Ich fühle, dass er Recht hat“. Polen habe für so einen Stützpunkt der USA zwei Milliarden Dollar geboten. Trump sagte, dass die USA mit zahlreichen Ländern über die Finanzierung der amerikanischen Militärbasen dort „in Gesprächen“ seien, ohne irgendwelche Länder explizit zu nennen.  Er hat sich in der Vergangenheit immer wieder öffentlich und privat über die Kosten der US-Militärpräsenz in Deutschland und Südkorea beschwert.

Israel
Behörden verbieten EU-Delegation Zugang zu Gaza

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Brüssel (nex) – Israel hat am Dienstag einer Delegation des Europäischen Parlaments (EP) den Zugang zum blockierten Gazastreifen verweigert, so eine offizielle Erklärung des EP. „Die israelischen Behörden haben der Delegation des EP für die Beziehungen zu Palästina erneut die Erlaubnis verweigert, in den Gazastreifen einzureisen“, heißt es in der Erklärung. Die Delegation habe die Erlaubnis beantragt, den Streifen im Rahmen einer geplanten dreitägigen Mission in den palästinensischen Gebieten zu betreten. Der Zweck des Besuchs sei die durch ein Jahrzehnt der Blockade verursachte humanitäre Situation der Palästinenser zu überwachen. Seit 2011 seien EU-Delegationen immer wieder daran gehindert worden den Gaza-Streifen zu betreten, so die Erklärung. „Die Delegation des EP nahm ihre Arbeit am Dienstag in Ost- Jerusalem und anderen Teilen des besetzten Westjordanlandes auf und sollte am Donnerstag den Gazastreifen besuchen“, heißt es weiter. Infolge der israelischen Blockade und der aufeinander folgenden Konflikte, so die Erklärung, hätten die Palästinenser im Gazastreifen „keinen ausreichenden Zugang zu den Grundbedürfnissen wie Trinkwasser, Nahrung, Wohnen, Schulen und Gesundheitswesen“. „Die Verweigerung der Einreise des EP nach Gaza ist systematisch geworden. Es ist willkürlich und inakzeptabel“, zitierte die Erklärung den Vorsitzenden der Delegation, den zypriotischen Politiker Neoklis Sylikiotis. Israel habe versucht, so Sylikiotis, die Delegation daran zu hindern, die katastrophale humanitäre Situation in Gaza zu sehen, und sagte, es sei klar, dass der selbsternannte jüdische Staat „beschämt und ängstlich“ sei, die Delegation in die belagerte Küsteninsel zu lassen. Sylikiotis fordert die internationale Gemeinschaft auf, Israel unter Druck zu setzen, damit es seine elfjährige Gaza-Blockade beendet. Israel hat die Blockade erstmals 2006 verhängt, nachdem die Widerstandsgruppe Hamas die palästinensischen Parlamentswahlen gewonnen hatte. Die Belagerung wurde im folgenden Jahr verschärft, nachdem die Hamas den Streifen der rivalisierenden palästinensischen Fraktion Fatah erobert hatte. Die Blockade, die heute noch in Kraft ist, hat die Wirtschaft des Gazastreifens ausgebrannt und seinen rund zwei Millionen Einwohnern viele Grundnahrungsmittel vorenthalten.

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Kulturschaffende aus verschiedenen Bereichen haben in einem offenen Brief zum Boykott des Eurovision Song Contest in Israel aufgerufen.

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Integration
Kommentar: „Wer Demokratie fordert, muss sich auch dafür einsetzen“

Demokratie fordern? Demokratie leben! In den letzten Monaten wurde uns das Dilemma der türkischen Community in Deutschland wieder vor Augen geführt. Die Diskriminierungen, rassistisch motivierte Handlungen, Diffamierungen und die Islamfeindlichkeit pflastern der Weg der Spalter und Hetzer. Allen voran die sogenannten Qualitätsmedien wie „Bild“, „Focus“, „Welt“ und „Spiegel“ haben sich teilw. durch ihre einseitige und manipulative Berichterstattung dabei einen unrühmlichen Namen gemacht. Investigativer Journalismus wird ersetzt durch Suggestiv – Journalismus! Der anschließende Reflex der türkischen oder islamischen Community weist oft den gleichen Charakter auf, der gekennzeichnet ist durch Erbostheit mit anschließenden Beleidigungen, die zuweilen auch in Hasstiraden enden. Die frage lautet: „Kommen wir damit nur unserem Ziel etwas näher?“ Es mag für das Individuum eine große Befriedigung sein, sich verbal gegen die Ungerechtigkeiten vor allem anonym in den sozialen Medien hervorzutun. Nur was hilft diese Vorgehensweise längerfristig der türkischen Gesellschaft? Die Meinungsbildung einer mündigen Zivilgesellschaft erfolgt u.a. durch die Medien, Politik und Personen in exponierten Positionen oder durch Sympathieträger in der Musik- und Unterhaltungsbranche. Bei näherer Betrachtung der Multiplikatoren, wird man unweigerlich feststellen können, dass die konservativ türkische Community prozentual deutlich unterrepräsentiert ist und dadurch an den wichtigen Meinungsbildungsprozessen maßgeblich nicht beteiligt ist. Wer in einer Demokratie lebt, darf nicht nur mehr Demokratie und Gerechtigkeit fordern, sondern muss sich auch dafür persönlich einsetzen! Einige türkische NGOs oder auch bekannte Privatpersonen, die in den sozialen Medien eine große Popularität genießen, können bei Veranstaltungen oder Demonstrationen leider nur wenige Hundert Teilnehmer begrüßen. Sorry, aber mit so wenigen Teilnehmern wird man sich sicherlich in der Mehrheitsgesellschaft kein Verhör verschaffen können und darf sich später nicht wundern, wenn der negative Rassismus vom Kindergarten bis zum Berufsleben, von der Wohnungssuche bis zu den Behörden Gängen latent oder offen grassiert. Jede Demokratie unterliegt einem dynamischen Prozess, den wir nur mitgestalten können, wenn der unbedingte Wille vorhanden ist und wir an der politischen Meinungsbildung partizipieren! Daher ist es unabdingbar, sich auf jeden Fall aktiv und nach Möglichkeit auch passiv an den diversen Wahlen in Deutschland zu beteiligen, sich in den NGOs zu engagieren und sein Gesicht für Gerechtigkeit zu zeigen. „Jede Stimme ist wichtig!“ Wer heute nicht zur Wahl geht und sein Menschenrecht nicht wahrnimmt, hat später nicht das Recht sich über den Alltagsrassismus und jegliche Formen von Diskriminierungen im Kindergarten, Schule oder Berufsleben zu beschweren. M. Teyfik Oezcan Freier Journalist  
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
 

Ziel 2023
Nun gibt nach Erdogan auch Tesla-Chef Elon Musk sein Ziel für 2023 bekannt

Los Angeles (nex) – Wie der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, hat nun auch der US-amerikanische Milliardär und Unternehmer Elon Musk sein Ziel für 2023 bekannt gegeben. Musk will den japanischen Unternehmer Yusaku Maezawa im Jahr 2023 zum Mond schicken. Der 42-jährige soll der erste Weltraumtourist von Musks Firma SpaceX werden. Wie SpaceX-Chef Musk bei einer live übertragenen Rede im Hauptquartier der Firma in der Nähe von Los Angeles bekannt gab, werde der Flug mit einer Big-Falcon-Rakete, „wenn alles gut geht“, etwa eine Woche dauern und im Jahr 2023 stattfinden. Maezawa wird nicht alleine fliegen, sechs bis acht Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt sollen den Milliardär begleiten. Die namentlich noch nicht genannten Personen, ausgewählt aus einem Pool von Malern, Fotografen, Musikern, Filmregisseuren, Modedesignern und Architekten, müssten nichts für den Flug bezahlen. Die Reise soll sie zu einem Kunstprojekt inspirieren. „Seit ich ein Kind war, liebe ich den Mond“, sagte Maezawa. „Das ist mein lebenslanger Traum.“ Maezawa ist der Gründer von Zozotown, Japans größtem Online-Modezentrum. Sein Nettovermögen beträgt laut Forbes 2,9 Milliarden Dollar. Er ist ein begeisterter Kunstsammler und gab laut der US-amerikanischen Zeitschrift „The Atlantic“ 2016 80 Millionen Dollar für Gemälde von Jean-Michel Basquiat und Pablo Picasso aus, zwei Künstler, die er während der Veranstaltung am Montag als Inspirationen nannte. Treffen mit Erdogan  Erst im November vergangenen Jahres traf sich Tesla-Chef Musk mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Ankara. Auch dieser hat eine Reihe von Großprojekten unter der Bezeichnung „Vizyon 2023“ für 2023 bekanntgegeben. Dazu gehören etwa ein eigener Kampfjet oder das Atomkraftwerk Akkuyu.  Türkisches E-Auto Nicht einmal eine Woche nach der Ankündigung des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, ein eigenes Auto zu entwickeln, überraschte Musk im vergangenen Jahr mit einem Türkei-Besuch. Bei dem Treffen im Präsidialpalast in Ankara sei die bevorstehende Produktion des ersten türkischen Autos besprochen worden. Die Ankündigung des geplanten Fahrzeugs sorgte in Deutschland für Häme und Spott.        

Arbeitspolitik
Hubertus Heil: Bundesagentur für Arbeit soll Weiterbildungsagentur werden

Düsseldorf – Die Bundesagentur für Arbeit (BA) soll nach dem Willen von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) langfristig zu einer Weiterbildungsagentur für alle Beschäftigten umgebaut werden. Das Qualifizierungschancengesetz, das er am Mittwoch dem Kabinett vorlege, sei dafür eine Grundlage, sagte der Minister der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Ich bin froh, dass wir mit diesem Gesetz einen ersten Schritt gehen, um von der Arbeitslosenversicherung zu einer Arbeitsversicherung zu kommen“, sagte Heil der Redaktion. „Langfristig will ich die Bundesagentur für Arbeit zu einer Agentur für Arbeit und Qualifizierung weiterentwickeln“, so der SPD-Politiker. Das Gesetz sieht unter anderem vor, die Weiterbildungsangebote, die von der BA finanziert werden, auch für Beschäftigte zu öffnen. Bislang können nur Arbeitssuchende an den geförderten Programmen teilnehmen.

Treffen in Sotschi
UN-Sonderbeauftragter zu Erdogan-Putin-Treffen: „Endlich Hoffnung!“

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New York (nex) – Das Treffen zwischen dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und seinem russischen Amtskollegen Vladimir Putin über Syrien sei „sehr wichtig“, sagte ein UN-Beamter am Montag. Der Sprecher des UN-Generalsekretärs, Stephane Dujarric, betonte, dass das Gespräch „positive“ Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung in Syriens nordwestlicher Provinz Idlib haben würde, da sie „einem großen Risiko“ ausgesetzt ist. Seine Bemerkungen kamen, nachdem die Türkei und Russland am Montag vereinbart hatten, Idlib in eine entmilitarisierte Zone zu verwandeln. Während deutschsprachige Medien noch heute von einer militärischen Konfrontation „Erdogans mit Russland“ titelten, haben Wladimir Putin und der türkische Präsident entschieden, ganze seit vielen Jahren vom Krieg geplagte Landstriche zu entmilitarisieren. „Wir haben uns auf die Einrichtung einer waffenfreien Zone zwischen den von der Opposition und dem Regime kontrollierten Gebieten geeinigt“, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in einer Pressekonferenz mit seinem russischen Amtskollegen Putin in der Schwarzmeerküstenstadt Sotschi nach einem Treffen der beiden Staatschefs. Jan Egeland, Senior Advisor des UN-Sonderbeauftragten für Syrien, forderte am Montag die syrische Regierung und die bewaffnete Opposition auf, das Abkommen einzuhalten und kein Blutvergießen zu provozieren und humanitären Zugang zu gewähren. „Endlich Hoffnung für die drei Millionen syrischen Zivilisten in Idleb: Russland und die Türkei einigen sich auf einen Plan, der einen schrecklichen Krieg unter Vertriebenen verhindern kann“, schrieb Egeland auf Twitter.

Zum Thema

Sotschi: Erdogan und Putin entscheiden Entmilitarisierung von Teilen Syriens

"Humanitäre Krise verhindert"
Sotschi: Erdogan und Putin entscheiden Entmilitarisierung von Teilen Syriens

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Sotschi (nex) – Während deutschsprachige Medien noch heute von einer militärischen Konfrontation „Erdogans mit Russland“ titelten, haben Wladimir Putin und der türkische Präsident entschieden, ganze seit vielen Jahren vom Krieg geplagte Landstriche zu entmilitarisieren. „Wir haben uns auf die Einrichtung einer waffenfreien Zone zwischen den von der Opposition und dem Regime kontrollierten Gebieten geeinigt“, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in einer Pressekonferenz mit seinem russischen Amtskollegen Putin in der Schwarzmeerküstenstadt Sotschi nach einem Treffen der beiden Staatschefs. „Die Einzelheiten zu diesem Thema werden in den folgenden Stunden mit der syrischen Seite abgestimmt“, sagte der russische Verteidigungsminister  Sergey Shoigu den Reportern nach dem Treffen zwischen Erdogan und Putin. Im Anschluss an das Treffen unterzeichneten Ankara und Moskau eine Absichtserklärung, in der die Stabilisierung der Situation in der Deeskalationszone Idlibs gefordert wird und in der Aggressionen verboten sind „Ich denke, dass wir mit diesem Memorandum eine große humanitäre Krise in Idlib verhindert haben“, betonte Erdogan. „Ich glaube, dass nicht nur unsere Region, sondern auch die Augen der ganzen Welt jetzt auf Sotschi gerichtet sind“, sagte Erdogan weiter und fügte hinzu, dass die Ergebnisse der Gespräche in Sotschi der Region neue Hoffnung bringen werden. Putin sagte, dass sich die entmilitarisierte Zone bis zum 15. Oktober zwischen 15 und 20 Kilometer tief in Idlib erstrecken wird. Er fügte hinzu, dass die Einrichtung der Zone mit dem Abzug von bewaffneten Gruppen, einschließlich der al-Nusra-Front, einhergehen würde. Erdogan seinerseits sagte, dass „Terrornester“ östlich des Euphratflusses die „größte“ Bedrohung für die Zukunft Syriens seien. Beziehungen zwischen der Türkei und Russland „entwickeln sich positiv“ Putin sagte, die Beziehungen zwischen der Türkei und Russland „entwickeln sich positiv“. „Was den Handel betrifft, so wächst er stark. Unsere Beziehungen verbessern sich auch in Bezug auf die regionale Sicherheit“, fügte Putin hinzu. Erdogan wird von dem türkischen Außenminister Mevlut Cavusoglu, dem Minister für Energie und natürliche Ressourcen Fatih Donmez, dem Finanzminister Berat Albayrak, dem Verteidigungsminister Hulusi Akar, dem Handelsminister Ruhsar Pekcan, dem Leiter des Nationalen Nachrichtendienstes (MIT) Hakan Fidan, dem Präsidentensprecher Ibrahim Kalin und dem Kommunikationsdirektor der Präsidentschaft Fahrettin Altun begleitet. Zu der russischen Delegation gehören der russische Außenminister Sergej Lawrow, der Energieminister Alexander Nowak, der Verteidigungsminister Sergej Shoygu und der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Die Beziehungen zwischen der Türkei und Russland, Wirtschafts- und Energiefragen sowie regionale und internationale Fragen, insbesondere Syrien, gehörten zu den erwarteten Themen.

Rüstungsindustrie
Türkischer Kampfjet: Prototyp bis 2023 einsatzbereit

Samsun (nex) – Die Türkei wird möglicherweise sehr bald dem exklusiven Kreis der wenigen Länder, die Kampfflugzeuge der fünften Generation herstellen, beitreten. Geplant seien laut türkischem Verteidigungsministerium 200 Kampfjets. Der Testflug des Prototyps des ersten türkischen Kampfflugzeugs ist für 2023 geplant, so der Vizechef der türkischen Verteidigungsindustrie, Celal Sami Tüfekçi, bei einem Besuch des Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnologie UZAYTEM in Samsun am Montag. Die Türkei habe in den vergangenen 15 Jahren wichtige Erfolge verzeichnet und mache damit von sich reden, so Tüfekçi Der Preis eines Jets werde bei 100 Mio Dollar liegen, die Gesamtkosten der Entwicklung sollen 25 Milliarden US Dollar betragen. Im Gespräch mit den Medien in London im vergangenen Jahr sagte der damalige Verteidigungsminister Nurettin Canikli: „Wir werden alle Schritte so schnell wie möglich abschließen. Es wird keine Verzögerung geben. Canikli wollte kein genaues Datum nennen, das primäre Ziel sei es, das Kampfflugzeug bis zum Jahr 2023 einsatzbereit zu haben. Canikli betonte, dass viele Länder, darunter auch Großbritannien, im Rahmen des Projekts, technologische Unterstützung leisteten. Die Türkei werde für das Projekt nicht von einem einzigen Land oder Unternehmen abhängig sein, so Canikli. „Wenn man mit einem einzigen Unternehmen zusammenarbeitet, oder wenn man von einem einzigen Land abhängig ist, kann es in bestimmten Phasen des Projekts zu unterschiedlichen Problemen kommen“, fügte er hinzu. Die Entscheidung der Türkei, einen eigenen Kampfjet zu entwickeln, fiel bereits im Dezember 2010. Im August des darauffolgende Jahres erteilte das türkische Verteidigungsministerium dem staatseigenen Luft- und Raumfahrtkonzern mit Hauptsitz in Ankara TAI (TUSAŞ Aerospace Industries), den Auftrag zur Entwicklung eines heimischen Trainings- und Kampfjets. https://youtu.be/4usi3JLAuE8 Unternehmen der Türkei und Großbritanniens unterschrieben während eines Besuchs der britischen Premierministerin Theresa May in der türkischen Hauptstadt Ankara im Januar 2017 ein Rüstungsabkommen. Das britische Unternehmen BAE Systems und die türkische Waffenschmiede TAI würden eine neue Generation von türkischen Kampfflugzeugen im Rahmen des türkischen Rüstungsprojekts TF-X entwickeln, hieß es in einer Erklärung. „Dies ist der Beginn einer neuen intensiveren Handelsbeziehung mit der Türkei und wird voraussichtlich für die nächsten Jahrzehnte britische und türkische Arbeitsplätze sowie Wohlstand sichern“, so May in der Erklärung „Unsere Kooperation in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit ist gerechtfertigt und wichtig, da die Türkei ein wichtiger Nato-Partner ist“, habe eine Sprecherin der britischen Premierministerin erklärt. Ian King, CEO von BAE Systems, habe bekannt gegeben, dass das Abkommen die Fortsetzung der Arbeiten an Design und Entwicklung des Flugzeugs bestätige und „einen neuen aufregenden Schritt in den Beziehungen zwischen der Türkei und dem Vereinigten Königreich durch die Zusammenarbeit von BAE Systems und TAI darstellt.“

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Islam in Deutschland
Ditib Niedersachsen: „Wir können keine 08/15-Imame in unseren Moscheen akzeptieren“

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Osnabrück. Die beiden niedersächsischen Islamverbände waren nach eigenen Angaben nicht in den Vorstoß des niedersächsischen Wissenschaftsministers zur Imam-Ausbildung eingebunden. Schura: Sollten uns an einen Tisch setzen „Die Idee des Wissenschaftsministers beschreibt einen ersten Anfangsgedanken. Ich würde mir aber wünschen, dass man sich gemeinsam an einen Tisch setzt und darüber spricht“, sagte der Schura-Vorsitzende Recep Bilgen im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Grundsätzlich halte ich es für ein positives Signal, dass über die Imamausbildung nachgedacht wird. Wir müssen aber darüber diskutieren, wie das konkret aussehen kann.“ Ditib: Können keine 08/15-Imame akzeptieren Am Ende komme es darauf an, welchen Plan die Landesregierung ausarbeite, sagte der Vorsitzende des Ditib-Landesverbandes Niedersachsen und Bremen, Yilmaz Kilic. „Klar ist: Wir können keine 08/15-Imame in unseren Moscheen akzeptieren“, betonte Kilic. Die Weiterbildung eines Volltheologen zum Imam dauere in der Türkei drei Jahre. Voraussetzung sei eine Institution, die eine hochwertige Ausbildung leisten könne – analog zum katholischen Priesterseminar. Die Osnabrücker Universität hatte der Minister bereits eingebunden. Uni-Vizepräsidentin Martina Blasberg-Kuhnke warnte jedoch davor, dauerhaft Lehrer mit nur einem Fach ausbilden zu wollen. „Wir wollen nicht, dass der Eindruck entsteht, dass nun ein dauerhaftes Sondermodell geschaffen werden soll“, sagte Blasberg-Kuhnke der „NOZ“. „Im Moment sollten wir uns aber nach dem tatsächlichen Bedarf richten: Wir könnten einerseits gut und gerne 200 islamische Religionslehrer in Niedersachsen gebrauchen. Und andererseits hat jetzt schon der zweite Jahrgang den Studiengang Islamische Theologie abgeschlossen. Es ist sinnvoll, diesen Volltheologen eine Perspektive zu bieten.“ Der niedersächsische Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) hatte in der vergangenen Woche vorgeschlagen, Absolventen des Master-Studiengangs Islamische Theologie der Universität Osnabrück könnten künftig zur Hälfte in Moscheegemeinden und zur Hälfte an niedersächsischen Schulen eingesetzt werden.